was lehrte Jesus selber, wenn doch der Kernpunkt der christlichen Lehre ist, dass er vom Tode wieder auferstanden ist?
Wenn Jesus damals in den Synagogen und im Tempel predigte, konnte er doch noch gar nicht christlich predigen, denn der Kernpunkt ist doch, dass er selbst vom Tode wiederauferstanden ist. So wie Paulus und Petrus und andere später lehrten.
Was aber hat Jesus selber die Menschen gelehrt - in einer Weise, dass sie ihm gebannt zuhörten?
Veröffentlicht von: @stephan-kochWenn Jesus damals in den Synagogen und im Tempel predigte, konnte er doch noch gar nicht christlich predigen, denn der Kernpunkt ist doch, dass er selbst vom Tode wiederauferstanden ist. So wie Paulus und Petrus und andere später lehrten.
Was aber hat Jesus selber die Menschen gelehrt - in einer Weise, dass sie ihm gebannt zuhörten?
Jesus hat den Menschen damals das Evangelium vom Reich Gottes gepredigt, d.h. von der Königsherrschaft Gottes auf der Erde mit Ihm als den verheißenen gesalbten König (Messias, Christus) - also das, was die Propheten die ganzen Jahrhunderte hindurch angekündigt hatten: Die Wiederherstellung Israels. Durch Seine Gleichnisse und Seine Wundertaten hat Jesus den Menschen aufgezeigt und demonstriert, wie ein Leben unter der Königsherrschaft Gottes aussieht. Nachdem die Angehörigen des Volkes Israel Jesus jedoch mehrheitlich nicht als den erwarteten Messias anerkannt und getötet haben (was Gott natürlich wusste), hat Gott Seinen ursprünglichen Plan zur Rettung der gesamten Menschheit vom Fluch der Sünde umgesetzt: Den Sühnetod Jesu am Kreuz und den Einschub des Gemeindezeitalters, in dem wir uns aktuell befinden. Seither gilt das vor allem durch Paulus verkündigte Evangelium der Gnade, nach dem jeder (egal ob Jude oder "Heide"), der den Opfertod Jesu für sich persönlich glaubend in Anspruch nimmt, für die Ewigkeit gerettet wird.
Jesus hat den Menschen damals das Evangelium vom Reich Gottes gepredigt
Das war aber im Grunde auch ein Evangelium der Gnade, Jesus hat auch davon gesprochen, dass Gott will, dass die Menschen umkehren, Er ihnen vergibt und dass wir deshalb auch anderen vergeben sollen.
Wie die Gnade zustande kommt (durch Seinen Kreuzestod) hat Jesus nur im engsten Kreis verkündet (und die Jünger haben es trotzdem erst im Nachhinein gecheckt), das ist natürlich ein Unterschied zu dem, was die Apostel verkündigten. Aber der ist für meine Begriffe nicht so groß, dass man daraus zwei verschiedene Evangelien (Botschaften) machen sollte.
Was aber hat Jesus selber die Menschen gelehrt -
Jesus fasst seine Lehre im Kern mit zwei jüdischen Geboten zusammen: Liebe zu Gott – und Liebe zum Menschen (Schma Jisrael).
Er fordert einen Menschen, dessen ganzes Leben von Vertrauen auf Gott, Barmherzigkeit, Wahrhaftigkeit und Liebe geprägt ist – sogar gegenüber dem Feind (Bergpredigt).
in einer Weise, dass sie ihm gebannt zuhörten?
Er spricht vom Gott Israels – dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs – aber macht dessen Nähe, Barmherzigkeit und väterliche Liebe besonders stark erfahrbar.
Der Mensch soll Gott nicht zuerst fürchten wie einen entfernten Herrscher, sondern sich ihm anvertrauen wie einem guten Vater.
Ich stimme Gottsucher zu. Jesus hat das Reich Gottes verkündet. Er hat die Menschen mit dem Vater bekanntgemacht und Ihn gezeigt. Er hat Jünger gemacht und sie gelehrt.
Das ist auch unser Sendungsauftrag.
Das ist auch unser Sendungsauftrag.
Hm, meint das auch Gottsucher? Ich habe ihn so verstanden, dass er meint, wir sollten das verkünden, was die Apostel lehrten, und nicht das, was Jesus verkündigte.
Das ist mir denn doch eine zu starke Abgrenzung als der Unterschied, auf den @stephan-Koch hinwies
Ah, ich hätte deutlicher abgrenzen sollen. Ja, Reich verkündet. Absatz
Jesus hat den Vater gezeigt .....
Danke, dass ich lernen darf. 🙂
Sendungsauftrag: Wir haben einen sendenden Gott. Gott sandte seinen Sohn. Dieser sandte den Heiligen Geist. Und ebenso auch uns ...
Was aber hat Jesus selber die Menschen gelehrt - in einer Weise, dass sie ihm gebannt zuhörten?
Genau das hat Jesus getan: er sprach die Menschen an, in einer Weise, dass sie ihm gebannt zuhörten.
Und das war wohl schon mal ein gewaltiger Unterschied zu dem, was sie sonst in ihrer Synagoge hörten,
ein Unterschied zu dem, was allgemein die "hauptamtlichen Rabbis" bzw. die Schriftgelehrten verkündeten.
Wer mag, der darf hier gern Vergleiche zu unserer Zeit anstellen.....
Vordergründig erläuterte Jesus das, was dem theologisch- historischen Wissen der Menschen damals entsprach.
Er legte also Talmud und Thora aus, nahm in seinen Predigten Bezug auf bekannte Ereignisse und Personen.
Und er tat dies "in einer Weise..." (s.o.).
Das Besondere an seinen Ansprachen war jedoch, dass Jesus nicht einfach nur Andachten zu altbekannten Ereignissen, Texten oder mosaischen Geboten hielt, sondern sozusagen eine Brücke von den damals bekannten Vorstellungen der Menschen hin zu seiner eigenen Person und zum Heilsplan Gottes. Er öffnete den Menschen sozusagen ein Fenster in die Zukunft...
Die Bergpredigt wäre ein Ansatzpunkt.