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Glücksspiel

  

Hallo, 

vielleicht kann mir hier jemand weiter helfen. 

Es geht ums Glücksspiel, also Rubellose ab und zu auch mal Lotto spielen.. 

Darf ein Christ das, oder sollte er es besser sein lassen? 

Ich denke, irgendwie das es ein Mangel an Gott vertrauen hat, wenn man versucht dadurch zu hoffen, endlich finanziell besser dazustehen, bzw unabhängig zu sein! 

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7 Antworten

@tim 

Glücksspiel sind von ihrer Anlage her eine Versuchung, nämlich zu glauben, dass die Verbesserung einer finanziellen Situation auf diesem Weg der Weg zu einem - biblisch betrachteten - besseren Leben führt. Das Hadern mit einem niedrigen Einkommen ist sicher kein leichtes Leben. Aber auf Gott setzen, dass er einen Lottogewinn oder ähnliches gewährt, um Deine Lage zu verbessern, ist theologisch unlogisch. Was keineswegs heißt, dass man es tatenlos aushalten soll. Da Streben nach einem auskömmlichen Leben ist völlig ok. Aber die Verführung liegt einmal in dem, was man für auskömmlich hält und zum anderen in der Art und Weise, wie man damit umgeht.

Aus meiner eigenen Erfahrung glaube ich, wenn es Dir und Deinem Leben gut täte, das Problem auf so eine einfache Weise zu lösen, hätte Gott Dir sicher eine anderes Leben gegeben. Ich denke, der Sinn des Haderns liegt darin, in seinem Inneren sein Verhältnis zu Gott und der Welt zu reflektieren. Mögliche Sinngebungen sind zahlreich. Z.B. das Du ein Vorbild bist für die vielen anderen, denen es ebenso geht, die aber als Lösung nur den ´kapitalistischen` Weg sehen (auch irgendwie auf Kosten anderer reicher zu werden, was ja das Prinzip einer Lotterie ist: Wenige gewinnen das, was Viele eingezahlt haben, am meisten gewinnt der Veranstalter). Nach meiner Erfahrung ist es hilfreich zu überlegen, wozu ist es gut, dass Gott mich in dieser Situation belässt. Wenn Du das Gute daran gefunden hat, dann findet sich sicher auch ein Ausweg. 

Ich wünsche Dir entsprechendes Gottvertrauen und Zuversicht.

 

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@tim Darf ein Christ das, oder sollte er es besser sein lassen?

Ob ein Christ das "darf", darüber mag ich mir kein Urteil erlauben. Aber dass er's besser sein lassen sollte, da würde ich zustimmen, falls seine Motivation dafür etwa diese hier sein sollte:

wenn man versucht dadurch zu hoffen, endlich finanziell besser dazustehen, bzw unabhängig zu sein!

Wer finanzielle Probleme hat, sollte auf keinen Fall versuchen, die per Glücksspiel zu lösen. Die Gewinnchancen sind auf jeden Fall niedriger als die Verlustrisiken.

Wenn man Geld "übrig" hat, also z.B. am Ende des Monat ein paar Euros beschäftigungslos im Portemonnaie herumlungern, dann kann man sich einen Jux daraus machen, die für ein Los zu verbraten. Wenn aber am Endes des Portemonnaies immer noch zuviel vom Monat übrig ist, dann tun die Euro, die man vorher für ein Los rausschmiss, richtig weh.

Wenn Du die Kraft und Selbstbeherrschung dazu hast: verzichte auf Glücksspiele, die was kosten und die Geld (oder geldwerte Gewinne) versprechen, komplett. Als - momentan "trockener" - Videospielsüchtiger habe ich bei den Anonymen Spielsüchtigen diverse Leute kennengelernt, die sich mit Glücksspiel das Leben so gründlich runiert hatten, dass ich mir (weil ich nie um Geld gespielt hatte) dagegen noch  privilegiert vorkam. Weder hatte mich meine Sucht in die Schulden noch in die Kriminalität getrieben, und auch meine Freunde und Familie hatte ich nie bestehlen "müssen", um meine Spielsucht zu finanzieren.

Nicht jeder ist suchtanfällig und Glücksspiel existiert seit Jahrtausenden und wird sicherlich nie ausgerottet werden können. Aber falls Du ohnehin das Gefühl hast, Dir würde Geld fehlen und deine z.B. beruflichen, partnerschaftlichen, örtlichen oder familiären Abhängigkeiten könnten mit mehr Geld gelöst werden: die Hoffnung, dies auf dem Weg des Glücksspiels hinzukriegen, ist nicht nur wenig berechtigt - sie kann sogar gefährlich sein. Als jemand, der selbst nicht an Götter oder schicksalhafte Bestimmungen glaubt, denke ich entsprechend nicht, dass jemand, nur weil er es womöglich besonders nötig hätte, deswegen mehr Glück "zugeteilt" bekommt als andere. Aber es sind mir auch keine Religionen bekannt, bei denen den Gläubigen zugeraten wird, an Glücksspielen teilzunehmen.

Für den Fall also, dass Du momentan in einer wirtschaftlich schwierigen Situation bist, in welcher der Gedanke: "Ein Lottogewinn könnte mich retten!" bei Dir aufgeploppt ist: Ignoriere diesen Gedanken. Er räkelt sich nur unnütz und den Denkverkehr behindernd in Deinem Kopf herum. Schmeiss ihn runter von der Straße, damit diejenigen Gedanken, die an einer erfolgsversprechenderen, d.h. funktionierenden Problemlösung arbeiten, dies unbehindert tun können!

 

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@tim 

Grundsätzlich...  Zweifel sind ein Nein, bis ein klares Ja erscheint und der Innere Friede wiederhergestellt ist. 

So wie du schreibst, hast du dein Nein schon im Inneren. Die Unruhe und Nachfrage zeigen es an. 

Normalerweise zahlt man bei Rubbellosen oder Lotto drauf und es wird mit Emotionen gespielt.... es könnte ja mal sein.... 

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Ich denke mal, dass ein Rubbellos nicht das Problem ist. 
Aber grundsätzlich denke ich auch, dass man das bei Glücksspielen eingesetzte Geld auch sparen und anderweitig einsetzen kann. 
Realistisch betrachtet ist ein Gewinn, der den (dauerhaften) Einsatz übersteigt, nicht sehr wahrscheinlich. 
Und das gilt für Christen und Nichtchristen gleichermaßen. 

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@tim 

Welche Beziehung hast du zu unserem Gott? <-- Wie wäre es, aus diesem Forum (Q&A) umzuziehen in ein anderes, wo Gespräche leichter zu führen sind? Das hier ist nur'n "Automatenforum" -> Frage rein - Antwort raus. 😉 😀

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@tim 

Ich denke erlaubt ist es ihm deshalb, weil ein Christ ja selbst prüfen soll, was gut ist.

Ich verstehe deinen Einwand bezüglich des fehlenden Gottvertrauens…da könnte man (wenn man wollte) aber argumentieren, dass Gott ihn ja vielleicht gerade durch einen Gewinn beschenken möchte und er das im Gottvertrauen macht.

Also, ich würde die Kirche da im Dorf lassen…

 

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@tim

Natürlich darfst du Lotto spielen. Gott kann auch durch einen Lottogewinn helfen.

Generell halte ich Fragen wie „Darf ich das als Christ?“ für problematisch. Für mich schwingt darin oft mit, dass man aus Zwang auf etwas verzichtet, nur weil andere glauben – oder weil es in der Bibel steht –, man dürfe das als Christ nicht. Diese Einsicht war für mich selbst ein Entwicklungsprozess.

Christsein bedeutet für mich, frei in meinen Entscheidungen zu sein – zu tun und zu lassen, was ich möchte. Manche sagen dann: „Nicht dein Wille, lieber Zari, sondern der Wille Gottes zählt.“ Das mag ihre Sicht sein, ändert aber nichts an meinem Verhalten. Ich unterlasse Dinge nicht aus Unbehagen oder aus Angst vor Bewertung. Eine Verhaltensänderung sollte aus persönlicher Überzeugung entstehen – nicht aus äußerem Druck. Es ist meine ganz persönliche Beziehung zu Jesus. Er nimmt mich so an, wie ich bin. Und er nimmt auch dich so an, wie du bist.

Meine persönliche Hauptregel ist: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“

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