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Hingabe


Stern
 Stern
Themenstarter
Beiträge : 3747

Guten Abend zusammen,

Hingabe erscheint mir eigentlich ein zentrales Thema zu sein in der Nachfolge. Also nicht nur wenn man den Beruf eines Seelsorgers oder Evangelisten hat, sondern ganz allgemein, für jeden Christen.

(—>vielleicht auch ein essenzielles Mittel gegen die innere Leere aus Heseds Beitrag)

Wie macht ihr das? Setzt ihr euch morgens hin und meditiert darüber ganz bewusst?

Oder passiert es eher punktuell, also wie zB ein Strohfeuer und dann klingt die Hingabe wieder ab?

Was bedeutet Hingabe für euch überhaupt? Wie macht sie sich bemerkbar in eurem Leben?

Liebe Grüße,

⭐️

 

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9 Antworten
Queequeg
Beiträge : 7992

@stern 

"Hingabe"? Ich weiß nicht, ob ich so etwas erlebt habe. Ich würde jedenfalls dieses Wort nicht benutzen. Was ich erlebt habe ist das Lebensgefühl, dass alles gut ist, auch die schmerzhaften Dinge, auch die Aussicht, sterben zu müssen. Vor all dem brauche ich keine Angst zu haben.

queequeg antworten
2 Antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3747

@queequeg 

Was du beschreibst ist für mich eher Akzeptanz.

Hingabe ist für mich, sich jemandem oder etwas vollkommen zu widmen.

stern antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7992

@stern

Akzeptanz ist sicher richtig.

queequeg antworten


neubaugoere
Beiträge : 19393

@stern 

Ich denke mal laut. Wenn ich solche Dinge höre wie "Hingabe", "innere Leere" etc., sind das für mich Begriffe, die mir eher nach "Schubladen" klingen, nach Labeln für etwas, das jeder lieber mit eigenen Worten und Emotionen beschreiben könnte/sollte, um eben keine Begriffe hin- und herzuwerfen ähnlich dem "mit Bibelversen um sich werfen" ...

Den Begriff Hingabe füllt wahrscheinlich auch jeder mit eigenen Vorstellungen, die er sich im Laufe seines Lebens angeeignet hat.

In meinem persönlichen Umfeld höre ich von den einen, ich wäre so "fromm" und würde "ständig an Jesus denken", während andere das nicht bestätigen. Jeder sieht andere Dinge, hört andere Dinge. Fragen wir einander nach diesen Dingen (und hören auch zu), nicht um zu vergleichen, sondern um einander kennenzulernen und verstehen zu lernen ... ?

Ich denke nicht 24/7 an Jesus, Gott-Vater oder den Heiligen Geist. Ich kann sagen, mir ist zumeist oder oft bewusst, und es begleitet mich wie eine Art Schutzschild und Wegweiser zugleich, dass es Gott gibt - weil ich ihn kennengelernt habe - und dass er mich eben 24/7 begleitet, dass ich geliebt bin, dass ich herausgenommen bin aus der Schöpfung, dass ich etwas Besonderes bin, dass er gleich neben mir ist, bereit, gefragt zu werden, gesprächsbereit und hilfebereit. Das hatte damals schon mein Leben auf den Kopf gestellt und ist mir heute wie ein wohliger Mantel um mich herum. Ich bin Gott für so unendlich viel so unendlich dankbar, ich könnte ihn den ganzen Tag lobpreisen und würde nie "fertig werden" damit ...

Für mich ist es eine Art ständiges Wissen um diese Dinge, ein ständiges Begleitetsein durch den (All-)Tag ... wie eben ein Kind bei den Eltern aufwächst, auch eigene Schritte geht, aber immer um die Begleitung, den Schutz der Eltern weiß ...

Ich denke an einen Gedanken, den mir mein alter Pastor in einem Gespräch mitgab - klingt erstmal völlig themenfremd, vielleicht erklärt es sich von selbst -: "Das Gesetz (AT) sorgt für Veränderung deines Handelns. Die Liebe (NT) sorgt für Veränderung deiner Haltung."

Hingabe ist für mich eine Haltung zu leben, so wie es Lobpreis, Dankbarkeit etc. auch sind. Es ist keine "Disziplin", kein Gehrock oder Mantel, den ich anziehe und mich dann verändere. Es kommt von innen heraus.

Wie macht ihr das? Setzt ihr euch morgens hin und meditiert darüber ganz bewusst?

Ahnst du, wie ich darauf im Grunde antworten würde? ... 🙂

neubaugoere antworten
1 Antwort
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3747

@neubaugoere 

Sehr schön beschrieben, deine Hingabe! 🙂🙋‍♀️

stern antworten
Deborah71
Beiträge : 29830

Was bedeutet Hingabe für euch überhaupt?

Mein Ja zu Jesus und seinem Freikauf meiner Person durch sein Blut. Sein Leben für mein Leben, mein Leben für sein Leben. 

 

Wie macht sie sich bemerkbar in eurem Leben?

So ähnlich wie Neubaugöre es beschreibt. Ich weiß mich bleibend in seiner Gegenwart, mal mehr mal weniger deutlich spürbar, in unbewusster und bewusster Kommunikation von beiden Seiten her. Wie in der Bibel beschrieben: versetzt in Jesu Reich. Das ist eine ganz andere Lebenswahrnehmung als vorher, als ich ihm noch nicht begegnet war. 

deborah71 antworten
1 Antwort
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3747

@deborah71 

Das ist eine ganz andere Lebenswahrnehmung als vorher, als ich ihm noch nicht begegnet war. 

Das dtimmt.

stern antworten


Jascha
 Jascha
Beiträge : 51

@stern 

 

Ich verstehe Hingabe ebenfalls als etwas Zentrales im Leben eines Christen. Sie ist Teil der Heiligung – dieses „Abgesondert-Werden“ für Gott.

Bei mir begann die Hingabe mit einer bewussten Entscheidung, die ich in meinem Herzen festgemacht habe: Alles, was ich bin und was ich habe, stelle ich Jesus und Gott ganz zur Verfügung. Dazu gehört auch die Bereitschaft, für Jesus bzw. für meinen Glauben zu leiden.

Das war ein Prozess, der seine Zeit brauchte, bis ich aus tiefstem Herzen Ja dazu sagen konnte.

 

Zwar tue ich das nicht täglich, aber immer wieder erneuere und bekräftige ich diese Entscheidung. Für mich ist das wie eine Art Neuausrichtung – eine Haltung, die in meine alltäglichen Entscheidungen einfließt.

Gestern Abend habe ich das im Gespräch mit meiner Frau bekräftigt: Ich sagte ihr, dass ich meine neue Stelle nicht angetreten habe, um einfach nur Geld zu verdienen. Heute habe ich dann einem Kollegen ganz beiläufig von einer christlichen Männer-Aktion erzählt, bei der ich nächstes Wochenende mitarbeite. Ohne dass ich ihn auch nur eingeladen hätte, wollte er sich das direkt anschauen. Erst im Nachhinein wurde mir bewusst, was da passiert ist: Gott hat die Gelegenheit gegeben.

 

Es gelingt mir leider nicht immer, aber immer öffters.

Die Hingabe leben kann ich jedoch nur in dem Maße, wie ich vom Heiligen Geist dazu befähigt werde.

Wie es in 1. Korinther 13,3 steht: Selbst ein Märtyrertod ist ohne die Liebe Gottes bedeutungslos. Das nimmt mir ungemein den Druck und nimmt mir die Möglichkeit, selbst- oder werkgerecht zu werden.

 

Einige der Schlüsselverse für mich:

- Wer von euch mir nachfolgen will, muss sich selbst verleugnen und sein Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen. (Matthäus 16,24)

- Ich lebe, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. (Galater 2,20)

- Er muss immer größer werden und ich immer geringer. (Johannes 3,30)

- Wer versucht, sein Leben zu behalten, wird es verlieren. Doch wer sein Leben für mich aufgibt, wird das wahre Leben finden. (Matthäus 16,25)

jascha antworten
1 Antwort
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3747

@jascha 

Danke für deinen Bericht! 

Zwar tue ich das nicht täglich, aber immer wieder erneuere und bekräftige ich diese Entscheidung. Für mich ist das wie eine Art Neuausrichtung – eine Haltung, die in meine alltäglichen Entscheidungen einfließt.

Verständlich. Ohne eine stete Erinnerung würde es verschüttet werden mit dem Alltag, denke ich. 

Die Hingabe leben kann ich jedoch nur in dem Maße, wie ich vom Heiligen Geist dazu befähigt werde.

Wie es in 1. Korinther 13,3 steht: Selbst ein Märtyrertod ist ohne die Liebe Gottes bedeutungslos. Das nimmt mir ungemein den Druck und nimmt mir die Möglichkeit, selbst- oder werkgerecht zu werden.

Das habe ich auch vergessen…immer wieder stelle ich meine Haltung oder meine Handlungen über die Liebe….anstatt es andersherum sein zu lassen, was eigentlich viel einfacher ist.

stern antworten
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