Du fei gell!!!
Hej Freunde,
hier der Thread zum Wort "fei". Mir seit Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit, aber nie habe ich wirklich darüber nachgedacht, WO es denn überhaupt benutzt wird. Hier ein Link zu einer interessanten Karte:
https://www.atlas-alltagssprache.de/runde-3/f05c/
Was ich da (im Text) sehr bemerkenswert fand: es gibt eher keine Alternative zu "fei" (so wie etwa bei "Deern" statt "Mädle"). Die Deutschsprachigen außerhalb des "Fei-Raums" lassen das fei fei einfach weg 😲.
Jetzt stellt sich die Frage, ob jetzt die "Außer-fei-ischen" da ein Defizit haben, oder ob das "fei" womöglich gar nicht notwendig ist??
Warum muss ich denn grad an Maria denken?? Aber neee... hier ist jetzt mal Smalltalk und nicht Theologie...
Liebe Grüße
fr 🙂 sch
Veröffentlicht von: @frosch80Hier ein Link zu einer interessanten Karte:
Ha, des isch jo fei indressand
@deborah71 Ich hatte dich bisher für norddeutsch gehalten. 😀
Grüße aus Annaberg im Erzgebirge:
Adam Ries
Hets ne Adam Ries net gaam,
det iech Heite gar net laam.
Denn das is fei sonneklar,
dass Adam Ries mei Vorfahr war.
Noch Annabarg, do isser kumme.
Finfhunnert Gahr is das schie har.
Or hot ne Ruf hierhar vernumme.
Hot gelabt hier manches Gahr.
Rachne kunnt or, wie sonst Kaaner.
Hot fei manches Buch geschriem.
Adam Ries, das war fei Aaner,
dan hot de Schlauheit imgetriem.
Vieles hot or fei geännert.
Grod de ganze Rachnerei.
Haufen hot sich do verännert,
im Arzgebirg zem Barggeschrei.
Heite mecht mor fei noch danken,
fier das, was Adam Ries getaa.
Vieles tun mor ihm verdanken,
was mor Heit gebrauchen kaa.
"Noch Adam Ries, do macht das fei",
ward gesaat aa Itze noch.
Zwar is vorbei das Barggeschrei.
Doch seine Regeln galten noch.
Quelle: © Uwe Seltmann, 28. Januar 2023
