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Leibesglieder
Themenstarter
Beiträge : 123

Hallo,
ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin mit einer kurzen Vorstellung? Falls ich den passenden Kanal übersehen habe, würde ich mich über ein Verschieben freuen!
Ich habe mich hier angemeldet, um mich mit Christen auszutauschen. Ich erinnere mich noch an das jesus.de vor vielen Jahren. Als es noch einen Chat gab. Das waren oft schöne Gespräche, an die ich mich erinnere. Und ich dachte, auch wenn ich ein Forum unübersichtlicher finde, dass ich es wieder hier versuche. Mich schrecken zwar die längeren Fäden hier, bei denen man sicher schnell den Anschluss verliert. Und ehrlich gesagt die Spannungen, die man oft heraus liest. Aber ich hoffe, dass ich als Landeskirchen-Kind, dem Glaube wichtig ist, da in der Mitte stehe und mich gut einbringen kann. Versuch macht klug 🙂

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49 Antworten
Hopsing
Beiträge : 1039

Hallo Leibesglieder,

❤️-lich willkommen!

Liebe Grüße,

Hopsing

hopsing antworten
1 Antwort
Leibesglieder
(@leibesglieder)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 123

@hopsing Vielen Dank 🙂

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Gottsucher
Beiträge : 84

Willkommen und guten Austausch.

Leider ist mein ursprünglicher Begrüßungstext futsch, da mich die Forensoftware eben rausgeschmissen hat. Wahrscheinlich war sie sauer, weil ich geschrieben hatte, dass ich lange Threads auch nicht so mag, zumal die Thread-Darstellung speziell bei dieser (selbstgestrickten?) Software schnell unübersichtlich wird und man dann irgendwann den Unterhaltungen nicht mehr richtig folgen kann.

Ich hatte auch noch geschrieben, dass ich keiner der großen Kirchen angehöre außer dem weltweiten "Leib", und dass ich mich gemeindemäßig einer "interkonfessionellen" freikirchlichen Gemeinschaft mit "leicht charismatischer" Ausrichtung angeschlossen habe (die Leute heben da gerne mal ihre Hände; ich nicht so). In unserem Ort gibt es zwar eine Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde, aber die bieten (auch) Yoga und so Zeug an.

So, mal schauen, ob die Foren-Software jetzt auch beleidigt ist: [Antwort hinzufügen] ... und ...? Yeah!

gottsucher antworten
31 Antworten
Leibesglieder
(@leibesglieder)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 123

@gottsucher Danke für die Begrüßung. Ja, Konfessionen unterscheiden sich und dadurch auch Auslegungen und Ansichten. Und doch sind wir Christen. Deshalb auch mein Nickname. Ich würde mich freuen hier einen schönen Austausch zu finden und sich gegenseitig zu befruchten. 

Was meinst du mit "so Zeug"? 🙂 Ich finde ganz sicher nicht alles gut in der Landeskirche. Genauso fremdele ich aber auch mit manchen Dingen im charismatischen Bereich. Aber wie gesagt hoffe ich, dass wir hier Brücken bauen und die Gemeinsamkeit in Jesus finden. Denn das Christentum hat es doch ohnehin nicht leicht derzeit. 

leibesglieder antworten
Gottsucher
(@gottsucher)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 84

@leibesglieder Ich meinte damit das ganze "okkulte Zeug" wie Yoga, Tai-Chi, Chanten hinduistischer Mantras, Handauflegen à la Reiki usw. Da ich selber vorher mit Esoterik zu tun hatte, bin ich da vielleicht ein bisschen sensibilisierter als Geschwister, die damit nie etwas am Hut hatten. Und ja, auch im charismatischen Bereich gibt es Sachen, mit denen ich selber auch fremdele, wie etwa das "Sprachengebet", was allerdings nicht heißt, dass ich es verurteilen würde, sondern es liegt mir halt nur nicht, genauso wie dieser ganze körperliche Ausdruck beim Lobpreis. Ist vielleicht auch 'ne Typsache...

Stimmt schon, dass wir Brücken bauen sollen; dennoch muss man auch Irrwege klar benennen und auf das Evangelium hinweisen; Paulus und die Apostel haben das auch getan (siehe z.B. Kolosser-Brief).

gottsucher antworten
Leibesglieder
(@leibesglieder)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 123

@gottsucher In welchen landeskirchlichen Gemeinden finden denn okkultes Reiki oder hinduistische Matras statt (außer im inter-religiösen Dialog)? Kannst du ein Beispiel nennen?

leibesglieder antworten
Gottsucher
(@gottsucher)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 84

@leibesglieder Yoga gibt es z.B. in der evangelisch-lutherischen "Jesuskirche" an meinem Wohnort; und eine ganze Palette weiterer Angebote gibt es etwa im "Spirituellen Zentrum St. Martin" in München (stmartin-muenchen.de), dessen Leiter ein "landeskirchlicher Beauftragter für Geistliche Übung und Meditation im Raum Südbayern" ist.

gottsucher antworten
Leibesglieder
(@leibesglieder)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 123

@gottsucher Danke, das kenne ich nicht

leibesglieder antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 630

@gottsucher
Ja, manchmal ist es schwierig, bei diesem "ganzen okkulten Zeugs" durchzublicken, den Überblick zu haben und die Geister zu trennen. Und manche Christen tun sich damit zu Recht schwer, nüchtern zu differenzieren.

Aber auch hier ist es möglich, das Gute zu nutzen und das Schlechte zu meiden. Allerdings ist dazu nicht jeder in der Lage, so dass ich Verständnis für deine ablehnende Haltung habe und unsicheren Christen empfehle, um solche (meist) fernöstlichen Praktiken einen großen Bogen zu machen. 

Tatsächlich müssen wir aber feststellen, dass wir besonders in den strengeren protestantischen Kirchen oft ein Defizit an geistlichen Übungen haben. Dabei könnten wir in diesem Fall von den fernöstlichen Religionen lernen. Und manches, was wir heute gern anderen Religionen zuschreiben, hat eigentlich einen Ur-Christlichen Hintergrund, z.B. Meditation.

So lassen sich u.a. Übungen des Zen absolut ideologiefrei und losgelöst vom Buddhismus auch durch Christen nutzen und ich nahm vor Jahren mehrfach an Feuerläufen teil, ohne geistlichen Schaden zu nehmen (und würde es gern mal wieder machen, aber der leidige CO2-Ausstoß....) 

bepe0905 antworten
Gottsucher
(@gottsucher)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 84
Veröffentlicht von: @bepe0905

@gottsucher
Ja, manchmal ist es schwierig, bei diesem "ganzen okkulten Zeugs" durchzublicken, den Überblick zu haben und die Geister zu trennen. Und manche Christen tun sich damit zu Recht schwer, nüchtern zu differenzieren.

Aber auch hier ist es möglich, das Gute zu nutzen und das Schlechte zu meiden. Allerdings ist dazu nicht jeder in der Lage, so dass ich Verständnis für deine ablehnende Haltung habe und unsicheren Christen empfehle, um solche (meist) fernöstlichen Praktiken einen großen Bogen zu machen. 

Tatsächlich müssen wir aber feststellen, dass wir besonders in den strengeren protestantischen Kirchen oft ein Defizit an geistlichen Übungen haben. Dabei könnten wir in diesem Fall von den fernöstlichen Religionen lernen. Und manches, was wir heute gern anderen Religionen zuschreiben, hat eigentlich einen Ur-Christlichen Hintergrund, z.B. Meditation.

So lassen sich u.a. Übungen des Zen absolut ideologiefrei und losgelöst vom Buddhismus auch durch Christen nutzen und ich nahm vor Jahren mehrfach an Feuerläufen teil, ohne geistlichen Schaden zu nehmen (und würde es gern mal wieder machen, aber der leidige CO2-Ausstoß....) 

Klingt so, als wären für Dich Christen, die okkulte Praktiken aus Prinzip ablehnen, "unsichere Christen". Für mich ist der christliche Glaube aber kein System von Übungen oder Praktiken zur Selbstoptimierung, sondern eine auf Vertrauen basierende persönliche Beziehung zum Schöpfer, und wie das in einer Beziehung nun mal so ist, möchte man da nichts tun, das den Beziehungspartner irgendwie traurig oder eifersüchtig machen könnte, und aus meiner Sicht gehören die sogenannten Erkenntniswege meist fernöstlicher Religionen dazu, da hier entweder "andere Götter" oder der Mensch selbst in den Mittelpunkt gestellt wird. Ich wüsste auch nicht, wo im Urchristentum Meditation etwa im Stil von Zen (mit Leerwerden, Koans lösen etc. und dem Ziel von Satori/Erleuchtung) praktiziert wurde. Zumindest aus der Bibel ist mir da nichts bekannt. Klar, es haben sich auch im Christentum im Laufe der Zeit verschiedene Vertiefungswege entwickelt, etwa Exerzitien oder das sogenannte Jesusgebet (was sehr an hinduistische Mantras erinnert, nur halt mit "christlichem Vokabular"). Auch hat es bereits im Urchristentum verschiedene (z.B. gnostische) Strömungen gegeben, vor denen die Apostel jedoch immer gewarnt haben und die angeschriebenen Gemeinden wieder zum wahren Evangelium zurückgeführt und ihnen die Herrlichkeit Jesu Christi vor Augen gestellt haben. Ich denke, der Grund für den "Erfolg" solcher Strömungen ist, dass Menschen oftmals viel zu klein von Jesus Christus denken (im Kolosserbrief etwa geht es um genau dieses Thema).

gottsucher antworten
Leibesglieder
(@leibesglieder)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 123

@gottsucher Ich sehe vieles genauso. Nur dass Meditation Gott eifersüchtig macht, das sehe ich nicht so. Er wünscht sich Beziehung, ist vielleicht auch traurig, aber Eifersucht ist keine Eigenschaft die ich bei unseren liebenden Herrn sehe. Gott ist Liebe. Sie ist langmütig, gütig, neidet nicht, tut nicht groß, bläht sich nicht auf, sucht nicht das eigene, lässt sich nicht erbittern, rechnet Böses nicht zu. Diese Eigenschaften der Liebe sind entscheidend für die Beziehung

leibesglieder antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@leibesglieder *hm*

Vielleicht ist es hier hilfreich, darüber zu reden, was DU unter "Meditation" verstehst, unter einem eifersüchtigen Gott und warum du das nicht als Widerspruch siehst. Ich finde das einen schmalen Grad zum drauf Laufen.

Was ich denke:

Meditation ist - nüchtern betrachtet - eine geistliche Übung. Ja. - Und hier kommt schon mein Einwand <- sehr früh, ich weiß 😀 ... Nur, dass wir diese Übungen nicht aus uns für uns machen, sondern sie MIT dem Heiligen Geist absolvieren, für die Beziehung mit/zu Gott. Das ist in meinen Augen dann aber keine Meditation mehr. Richtig, ich sehe Meditation als ein "von mir für mich (Ego)", aber nicht als geistgeleitet, wie wir ja leben sollen.

Um auch mal wegen des "eifersüchtig" in die Schrift zu schauen:

5Mo 4,24 Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifersüchtiger Gott!

2Mo 34,14 Denn du darfst dich vor keinem andern Gott ⟨anbetend⟩ niederwerfen; denn der HERR, dessen Name »Eifersüchtig« ist, ist ein eifersüchtiger Gott.

5Mo 6,15 denn als ein eifersüchtiger Gott ist der HERR, dein Gott, in deiner Mitte –, damit nicht der Zorn des HERRN, deines Gottes, gegen dich entbrennt und er dich vom Erdboden weg vernichtet.

Nah 1,2 Ein eifersüchtiger und rächender Gott ist der HERR, ein Rächer ist der HERR und voller Grimm. Rache übt der HERR an seinen Gegnern, und er grollt seinen Feinden.

5Mo 5,9 Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern und an der dritten und vierten ⟨Generation⟩ von denen, die mich hassen,

Jos 24,19 Da sagte Josua zum Volk: Ihr könnt dem HERRN nicht dienen. Denn er ist ein heiliger Gott, er ist ein eifersüchtiger Gott. Er wird euer Vergehen und eure Sünden nicht vergeben.

2Mo 20,5 Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern, an der dritten und vierten ⟨Generation⟩ von denen, die mich hassen,

*hm* 

neubaugoere antworten
Gottsucher
(@gottsucher)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 84
Veröffentlicht von: @leibesglieder

@gottsucher Ich sehe vieles genauso. Nur dass Meditation Gott eifersüchtig macht, das sehe ich nicht so. Er wünscht sich Beziehung, ist vielleicht auch traurig, aber Eifersucht ist keine Eigenschaft die ich bei unseren liebenden Herrn sehe. Gott ist Liebe. Sie ist langmütig, gütig, neidet nicht, tut nicht groß, bläht sich nicht auf, sucht nicht das eigene, lässt sich nicht erbittern, rechnet Böses nicht zu. Diese Eigenschaften der Liebe sind entscheidend für die Beziehung

Eifersüchtig nicht in einem zerstörerischen Sinne wie oft bei Menschen*, sondern in einem auferbauenden/bewahrenden Sinne, weil er weiß, dass nichts außer Ihm uns am Ende wirklich glücklich machen kann. Aber schon auch in dem Sinne, dass er jeden Einzelnen von uns ganz für Sich haben möchte. Die Bibel ist ja voll von Aussagen wie "gib mir ein ungeteiltes Herz" oder "Niemand kann zwei Herren dienen". Im AT wird Göttzendienst ja sogar als "Hurerei" bezeichnet. Die Bibel ist da recht deutlich. Aber im Unterschied zum Menschen, der aus Eifersucht auch gern mal mordet, hat Gott unser Wohlergehen im Sinn. Aber Agape-Liebe hat auch nichts mit "einfach Gewährenlassen" zu tun, sondern auch mit Führen, Leiten und Erziehen (das Wort "Züchtigen" klingt ja für unsere heutigen Ohren eher unmodern). Eigentlich sollten wir uns sogar geehrt fühlen, dass wir Gott so wichtig sind, dass Er uns mit nichts und niemand anderem teilen will...

*) Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.😉

gottsucher antworten
Leibesglieder
(@leibesglieder)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 123

@gottsucher @neubaugoere

Ich danke euch sehr für eure Beiträge und den Impuls von Gottsucher, der zu mir gesprochen hat!

Ich habe mal in meiner kleinen Bibliothek nachgeschlagen. Das hebräische Wort müsste hier qanna sein. Was nicht Eifersucht im heutigen Sinn bedeutet im Sinne von neidisch. Sondern ein leidenschaftliches Eintreten für eine Beziehung. Man nutzt es wohl auch für Glut, also eine brennende Zuneigung im positiven Sinn.

Neubaugoere hat recht. Wir müssen schauen was Meditation bedeutet. Das Wort kauen, in mystischer Versenkung harren. Das ist Meditation bei der die Seele dabei ist und die sich offen zeigt. Wir laden ein, wollen in Beziehung treten. Dann gibt es Zen. Der Buddhismus kennt keine Seele und dann gibt es gerade heute viel Hokuspokus. Eines ist mir klarer geworden dank euch.

Gott will eine Beziehung mit uns. Wenn ich mir vorstelle, dass Gott traurig ist, wenn wir ohne ihn sind und er für uns brennt. Dann zeigt mir das umso mehr seine Liebe zu uns und wir nicht alleine sind. Danke!

leibesglieder antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@leibesglieder 

Ja, ich danke dir. Manchmal sind es nur Worte, die (bei einem etwas ent-)zünden.

"Gott brennt für uns" <-- hat bei mir grad eingeschlagen. 😉 So sehr liebt er. Mit Leidenschaft. Und wie schön ist es, wenn wir quasi "zurück-brennen" ... brennen für Jesus, für unseren Gott, für das Leben, denn er ist nicht nur Weg und Wahrheit, er ist auch das Leben! Hallelujah! Nicht nur im "Fernen" (noch Kommenden), sondern schon im Hier und Jetzt.

neubaugoere antworten
Leibesglieder
(@leibesglieder)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 123

@neubaugoere So, so schön 🙂

leibesglieder antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 630

@gottsucher 

Klingt so, als wären für Dich Christen, die okkulte Praktiken aus Prinzip ablehnen, "unsichere Christen".

nicht generell - trifft aber zu, wenn ich deinen Satz ergänze: Klingt so, als wären für Dich viele Christen, die okkulte Praktiken aus Prinzip ablehnen, "unsichere Christen".

Und dazu habe ich eine Reihe guter Gründe: 
so war ich jahrzehntelang Jugendgruppenleiter und habe mich (nicht nur) in dieser Funktion immer wieder mit den Themen Esoterik, Okkultismus, Fernöstliche Religionen, Meditationsübungen usw... befasst und weitergebildet.

So hatte ich z.B. in meiner christlichen Jugendgruppe nicht nur evangelische, katholische, baptistische und orthodoxe Christen, sondern auch Muslime und einmal einen Hindu, teilweise aus gemischten Ehen, aus verschiedener Nationalität und aus sehr unterschiedlichen sozialen Gruppen. Eine spannende Zeit, die mir half, manche Vorurteile abzubauen und keine schnellen Urteile zu treffen. 

Des weiteren hatte ich auch beruflich viel mit sehr unterschiedlichen Menschen zu tun, wobei ich Kontakte zu Menschen besonders dann interessant (und oft bereichernd) fand, wenn diese nicht aus meinem persönlichen sozialen (und christlichen) Umfeld stammten. 

Was ich aber in diesen Jahren immer wieder feststellte (und was sich oft bestätigte) war, dass "prinzipientreue Menschen" oft eher unsichere Menschen sind. Klar - nicht immer. So habe ich auch das Prinzip, keine Frauen und Kinder zu schlagen. Oder auch das Prinzip, erst mal zuzuhören, bevor ich mich zu Wort melde. 
Aber solches meinen wir ja nicht. Aber viele Menschen, die etwas "aus Prinzip ablehnen", wissen oft gar nicht genau, was sie da konkret ablehnen. Für viele sind ihre Prinzipien so eine Art "Rettungsweste" die sie schützen soll. Schützen vor möglichen unbekannten Gefahren wie Rauchen, Alkohol und vielleicht auch Okkultismus. Das ist nun nichts, was man tadeln sollte und ich finde, dass man unsichere (oder unreife) Menschen nicht Gefahren aussetzen soll, denen sie nicht gewachsen sind. Es ist immer besser, etwas vorsichtig abzulehnen, als sich ziellos in ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang hinein zu stürzen.

Aber manchmal wird etwas "aus Prinzip" abgelehnt, wo nüchterne Überlegung, gesunder Menschenverstand und Mut zur Freiheit angebracht wären - und wo es eigentlich auch keine Verbote gibt. Und dies ist dann oft ein Zeichen für persönliche Unsicherheit. 

Für mich ist der christliche Glaube aber kein System von Übungen oder Praktiken zur Selbstoptimierung, sondern eine auf Vertrauen basierende persönliche Beziehung zum Schöpfer, 

Das hast du sehr schön geschrieben und da stimme ich dir voll und ganz zu!

Ich wüsste auch nicht, wo im Urchristentum Meditation etwa im Stil von Zen (mit Leerwerden, Koans lösen etc. und dem Ziel von Satori/Erleuchtung) praktiziert wurde. Zumindest aus der Bibel ist mir da nichts bekannt. 

Aus der Bibel und dem Urchristentum kann dies auch nicht bekannt sein, da weder Zeit noch Region solche Einflüsse möglich machten. Aber meine bescheidenen Bibelkenntnisse sagen mir, dass Meditation zu Jesus Zeiten durchaus üblich war. Denn wenn z.B. Jesus in die Wüste ging und betete, dann war das Meditation im Sinne von "Nachdenken" (besser: "Nachsinnen", Ruhig werden, Überlegen, sich im Gebet konzentrieren oder "im Gebet versenken".

Deutlicher als in den Worten "und betete" wird dies durch den Satz "Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er vom Teufel versucht würde". Hier sehen wir eine Interaktion, wo Jesus zuerst nicht bewusst handelte (betete), sondern erst mal fremdbestimmt ("vom Hl. Geist geführt" und "vom Teufel versucht") geschehen lässt - und auch das kann "Meditation pur" sein, nämlich das persönliche "Leer-sein", "Geschehen-lassen" und "Aufgefüllt-werden".

Schau einfach mal, wie viele Menschen vor einem Gebet erst mal ruhig werden, Gedanken sammeln und den Kopf frei werden lassen von äußeren Einflüssen. Das ist Meditation. Und wenn die Bibel keine speziellen Meditationsarten (außer "nachsinnen") beschreibt, so ist trotzdem Meditation eine geistliche Übung, die in allen Religionen einen festen Platz hat, nur unter "uns Christens" häufig als unchristlich, zumindest aber anrüchig gilt. Dabei ist es das eigentliche Wesen der Meditation, uns selbst gerade NICHT in den Mittelpunkt zu stellen, sondern Raum lassen für das, was von "höherer Stelle" kommt - für uns Christen also von Gott. 

Das Besondere an einigen Meditationspraktiken besonders des Buddhismus ist, dass man sie auch losgelöst vom religiösen Hintergrund sehen kann. Also einfach als eine Technik, die man auch in anderen Religionen (oder völlig ohne Religion) anwenden kann. Nicht zuletzt deshalb ist z.B. Zen als geistliche Übung in einigen katholischen Orden akzeptiert. 

 

 

 

bepe0905 antworten
Gottsucher
(@gottsucher)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 84

@bepe0905 Ich weiß, ich hab ja selbst mal Zen bei dem Benediktiner-Pater Willigis Jäger praktiziert (da war ich allerdings noch auf der Eso-Schiene). Letztlich muss das auch jeder für sich selbst entscheiden, welche "Anleihen" er bei "anderen" Religionen nimmt. Ich habe mich damals bei meiner Bekehrung entschieden, einen radikalen "Cut" und einen Neuanfang zu machen. Wenn ich sehe, wie andere, die das nicht so konsequent gemacht haben, weiter mit okkulten Belastungen zu kämpfen haben und letztlich nicht die Kurve zu Jesus gekriegt haben, dann denke ich, dass das die einzig richtige Entscheidung war.

gottsucher antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 630

@gottsucher 

Zu deiner Entscheidung kann ich dir eigentlich nur gratulieren, denn du hast (für dich) alles richtig gemacht. Ich denke auch, dass jeder selbst entscheiden muss, wie weit er gehen und welche Risiken er dabei eingehen möchte. Wobei klar ist, dass die Risiken auch Chancen sind, um z.B. den eigenen Horizont zu erweitern. Aber das müssen wir jetzt an dieser Stelle nicht neu diskutieren. 

Du schreibst, dass du damals auf der Esoterik-Schiene warst. Tatsächlich ist bekannt, dass es häufig unsichere Menschen sind, die manchmal einem unguten Mix verschiedenster weltanschaulicher und religiöser Einflüsse ausgesetzt waren und nun nach universellen Wahrheiten oder transzendenter Erfahrung suchen und dabei Risiken eingehen, denen sie oft nicht gewachsen sind. Zumindest die Enttäuschung (Ernüchterung?) ist dann bei vielen von ihnen groß. Als ich begann, mich etwas intensiver mit anderen Religionen zu befassen, war ich dermaßen fest in meinem Glauben verwurzelt, dass ich fremde Glaubensrichtungen eigentlich eher unter "wissenschaftlich-historischen" Gesichtspunkten betrachtete. Trotzdem fand (und finde) ich einige darunter (z.B. Schamanismus) äußerst faszinierend. 

Interessant war auch, als ich meine Feuerläufe machte: die Hälfte der Teilnehmer waren stark esoterisch angehaucht, man könnte auch sagen "esoterische Spinner". Das mag jetzt lieblos oder abwertend klingen, ist aber nicht so gemeint. Denn die meisten waren ganz nette Leute, die nur leider irgendwie "neben sich selbst" standen und auch irgendwie nicht wirklich lebenstüchtig schienen (aber ganz toll und leidenschaftlich diskutieren konnten). Und interessanterweise waren gerade sie es, die sich erst dann trauten, über glühende Kohlen zu laufen, nachdem Andere es vorgemacht hatten.

Was ich aber dabei lernen durfte, war die Kraft meines eigenen Geistes (oder besser: meiner Imagination), die auch nach dem Lauf noch sehr lange nachwirkte. 

bepe0905 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@bepe0905 

 irgendwie nicht wirklich lebenstüchtig schienen

Mal ne Nachfrage: was meinst du damit?

lg Tatokala

tatokala antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 630

@tatokala 
Seminare jeglicher Art haben fast immer eine ähnliche Abfolge. Da gibt es zuerst eine kurze Vorstellungsrunde (Name, Beruf, Hobby, passende Erfahrungen und Erwartungen zum Seminarthema ...) und in der ersten Pause, spätestens aber beim Mittagessen kommt man ins Gespräch mit anderen Teilnehmern.

Und gerade bei solchen Seminaren im Bereich der Persönlichkeitsbildung, z.B. "die Persönlichkeit des Gegenüber erkennen", "sich selbst optimieren" oder auch "für eigene Ziele barfuß übers Feuer gehen" war ich oft überrascht, wenn andere dann von sich erzählten: abgebrochenes Soziologiestudium, Erzieher im Halbtagsjob mit befristeter Anstellung, gelegentlich auch ein besserwissender Verschwörungstheoretiker, viele "man-sollte-..." oder "man-müsste-eigentlich-Typen", bei Teilnehmerinnen auch mal solche, die sich selbst als "weise Seherin" bezeichneten, sehr viele, die absolut kein Lebensziel hatten (von Karriere ganz zu schweigen) ...
... und bei vielen fragte ich mich, wovon sie eigentlich lebten und wie sie überhaupt die Kosten für das Seminar aufgebracht haben.

Klar, die meisten verstanden es, nicht erreichte Ziele und unerfüllte Wünsche als persönlichen Triumph zu schildern und verständlicherweise gestand nie jemand das bisherige eigene Versagen ein. Aber mit etwas Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erkennt man recht schnell, wo zwischen Selbstdarstellung und Realität größere Lücken sind. 

bepe0905 antworten
Gottsucher
(@gottsucher)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 84
Veröffentlicht von: @bepe0905

Du schreibst, dass du damals auf der Esoterik-Schiene warst. Tatsächlich ist bekannt, dass es häufig unsichere Menschen sind, die manchmal einem unguten Mix verschiedenster weltanschaulicher und religiöser Einflüsse ausgesetzt waren und nun nach universellen Wahrheiten oder transzendenter Erfahrung suchen und dabei Risiken eingehen, denen sie oft nicht gewachsen sind. Zumindest die Enttäuschung (Ernüchterung?) ist dann bei vielen von ihnen groß. Als ich begann, mich etwas intensiver mit anderen Religionen zu befassen, war ich dermaßen fest in meinem Glauben verwurzelt, dass ich fremde Glaubensrichtungen eigentlich eher unter "wissenschaftlich-historischen" Gesichtspunkten betrachtete. Trotzdem fand (und finde) ich einige darunter (z.B. Schamanismus) äußerst faszinierend. 

Interessant war auch, als ich meine Feuerläufe machte: die Hälfte der Teilnehmer waren stark esoterisch angehaucht, man könnte auch sagen "esoterische Spinner". Das mag jetzt lieblos oder abwertend klingen, ist aber nicht so gemeint. Denn die meisten waren ganz nette Leute, die nur leider irgendwie "neben sich selbst" standen und auch irgendwie nicht wirklich lebenstüchtig schienen (aber ganz toll und leidenschaftlich diskutieren konnten). Und interessanterweise waren gerade sie es, die sich erst dann trauten, über glühende Kohlen zu laufen, nachdem Andere es vorgemacht hatten.

Was ich aber dabei lernen durfte, war die Kraft meines eigenen Geistes (oder besser: meiner Imagination), die auch nach dem Lauf noch sehr lange nachwirkte. 

Tatsächlich hatte ich nach transzendenten Erfahrungen gesucht, jedoch nie welche gemacht. Damals fand ich das schade; ich dachte, ich hätte einfach nicht diesen dafür vermeintlich notwendigen "sechsten Sinn" oder so ähnlich. Heute bin ich froh darüber, denn wer weiß, ob ich jemals zu Jesus gefunden hätte, wenn mich solche Erfahrungen so sehr "gepackt" hätten, dass ich keinen Anlass gehabt hätte, es doch auch einmal mit dem mir damals kraft- und wirkungslos erschienenen christlichen Glauben zu versuchen. Ich kannte ja nur den Katholizismus aus meiner Kindheit. Immerhin habe ich erfahren, dass es tatsächlich eine unsichtbare Realität gibt, unter deren negativen Einfluss ich während der 3 Jahrzehnte meiner Beschäftigung mit Eso-Themen gestanden hatte, ohne mir dessen bewusst gewesen zu sein, und von dem ich nach meiner Lebenswende auf ganz unspektakuläre Weise befreit worden bin, was mir auch erst 1,5 Jahre danach aufgefallen war...

gottsucher antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 630

@gottsucher 
Wie gut, dass du es geschafft hast - ich denke, mit Gottes Hilfe. 
Dir weiterhin alles Gote und Gottes Segen!
LG
Dschordsch

bepe0905 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5439

@gottsucher 

(selbstgestrickten?) Software

Eben nicht  mehr eine Software wo man viel selbststricken kann, sondern WordPress.

channuschka antworten
Gottsucher
(@gottsucher)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 84

@channuschka Ah OK, sei's drum. Es gibt jedenfalls benutzerfreundlichere Foren-Software.

gottsucher antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@gottsucher 

Der Witz ist ja: Die Software davor war selbstgestrickt. Und irgendwann wurde der Aufwand, sie zu pflegen, einfach zu groß. Daraufhin hat man die einfachere Lösung genommen.

hkmwk antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 630

@gottsucher 

Es gibt jedenfalls benutzerfreundlichere Foren-Software.

Klar doch - Besseres gibt es immer.
Es ist alles eine Frage des Preises. Und für ein kostenloses Angebot ist das hier absolut in Ordnung. 

bepe0905 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@bepe0905 

Ja - ich ergänze - die Nutzerinnen und Nutzer haben das ja offensichtlich nicht getragen oder tragen können. 

neubaugoere antworten
Leibesglieder
(@leibesglieder)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 123

@bepe0905 Ich bin für das Angebot sehr dankbar

leibesglieder antworten
Gottsucher
(@gottsucher)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 84

@bepe0905 Ist ja auch OK und ich will ja auch gar nicht "meckern". Vielleicht habe ich auch einfach nur noch nicht durchblickt, wie man die seit dem letzten Besuch neu hinzugekommenen Beiträge innerhalb eines Threads findet, ohne dazu jedesmal den gesamten Thread sequenziell durchzuscrollen und anhand des Datums zu entscheiden: Ist das jetzt ein neuer Beitrag, oder doch nicht? In einer klassischen Board-Struktur (alle Beiträge chronologisch untereinander ohne Einrückungen) ist das einfacher, da liest man einfach ab dem ersten neuen Beitrag weiter.

gottsucher antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @gottsucher

@bepe0905 

Vielleicht habe ich auch einfach nur noch nicht durchblickt, wie man die seit dem letzten Besuch neu hinzugekommenen Beiträge innerhalb eines Threads findet, ohne dazu jedesmal den gesamten Thread sequenziell durchzuscrollen und anhand des Datums zu entscheiden: Ist das jetzt ein neuer Beitrag, oder doch nicht? In einer klassischen Board-Struktur (alle Beiträge chronologisch untereinander ohne Einrückungen) ist das einfacher, da liest man einfach ab dem ersten neuen Beitrag weiter.

Ja, ich kenne es auch anders und das ist deutlich einfacher. Hilft aber nix. 

Du kannst einen Thread abonnieren - dazu musst Du zwei bis drei Zentimeter unter diesem Schreibfeld das entsprechende Feld ankreuzen, etwas schreiben und danach wirst Du über jeden neuen Beitrag in diesem Thread per Glöckchen informiert. Ab da darfst Du dann jedes Glöckchen anklicken und damit 'abarbeiten'.

Oder Du kannst ganze Themenbereiche abonnieren - dazu gehst Du auf Deine persönliche Seite und klickst alle Foren an, bei denen Du über neue Beiträge informiert werden willst. Was wiederum bedeutet, dass Du noch viel mehr Glöckchen 'abarbeiten' darfst. 😉 

chai antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@chai 

dazu musst Du zwei bis drei Zentimeter unter diesem Schreibfeld das entsprechende Feld ankreuzen, etwas schreiben und danach wirst Du über jeden neuen Beitrag in diesem Thread per Glöckchen informiert.

Sicherheitshalber betone ich noch mal, dass man tatsächlich nur abonnieren kann, indem man einen Beitrag schreibt.

Und ich weiß nicht, ob es da irgendwelche Unterschiede (Einstellungen o.ä.) gibt - ich werde jedenfalls stets per Mäil darüber informiert, dass ich das Abonnement noch bestätigen muss, und solange ich nicht auf den Bestätigungslink in der Mäil geklickt habe, erhalte ich noch keine Benachrichtigungen in der Glocke.

Ich hoffe, jetzt sind alle Unklarheiten beseitigt.

hkmwk antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@gottsucher Noch ein kleiner technischer "Tipp" von mir dazu:

Die Webseite speichert zwischendurch. Ich glaube, man sieht es unterm Bearbeitungsfeld - ja, da steht "(Zahl) Sicherungen" und daneben ein Diskettensymbol mit "Entwurf speichern" <-- so kann man das händisch auslösen. Dann ist zumindest demnächst nur der letzte nichtgespeicherte Teil verloren. Hatte ich auch schon mal getestet ... Der Text ist dann eben im Zwischenspeicher.

Hoffe, das konnte helfen. 🙂

neubaugoere antworten
Gottsucher
(@gottsucher)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 84

@neubaugoere Im konkreten Fall war nichts gespeichert. Ich vermute, der Foren-Server hatte sich schon während des Schreibens "verabschiedet" und gar nicht mehr gespeichert, und als ich dann die Antwort absenden wollte, gab's nur 'ne Fehlermeldung und alles war futsch. Normalerweise mache ich vor dem Absenden ja auch immer <Strg+A><Strg+C> (d.h. ich kopiere meinen Text in die Zwischenablage) - nur da halt nicht...🤷🏻‍♂️

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Channuschka
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@leibesglieder 

Herzlich Willkommen im Forum!

Hier findet sich tatsächlich vieles bis alles, was es so auf dem christlichen Markt gibt.

Gib dir Zeit dich zurecht zu finden. Es ist nicht immer ganz einfach, aber mit der zeit geht es und man lernt auch mit langen und unübersichtlichen Threads klar zu kommen.Oder sie zu ignorieren 🙂

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Leibesglieder
(@leibesglieder)
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Beiträge : 123

@channuschka Vielen lieben Dank Channuschka! Ich versuche es 🙂

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Leibesglieder
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Beiträge : 123
Veröffentlicht von: @bepe0905

Aus der Bibel und dem Urchristentum kann dies auch nicht bekannt sein, da weder Zeit noch Region solche Einflüsse möglich machten. Aber meine bescheidenen Bibelkenntnisse sagen mir, dass Meditation zu Jesus Zeiten durchaus üblich war. Denn wenn z.B. Jesus in die Wüste ging und betete, dann war das Meditation im Sinne von "Nachdenken" (besser: "Nachsinnen", Ruhig werden, Überlegen, sich im Gebet konzentrieren oder "im Gebet versenken".

Das stimmt nicht ganz. Buddhismus existierte bereits in der hellenistischen Zeit (Siddharta im 4.-5- Jahr von Christi Geburt). Zen erst seit dem Mittelalter, diese Vermischung bei (katholischen) Mystikern ist neu. Bestimmt wurden auch über Handelswege buddhistische Gedanken verbreitet. Aber ich sehe in keinem Evangelium eine buddhistische Lehre. 

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BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 630

@leibesglieder
Richtig, Buddhismus ist älter als das Christentum. Aber es gibt keinerlei Hinweise, dass Buddhismus zur Zeit Christi und in der Region (Römisches bzw. Jüdisches Reich) in irgendeiner Form bekannt war.

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Leibesglieder
(@leibesglieder)
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Beiträge : 123

@bepe0905 Ganz genau 🙂

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Queequeg
(@queequeg)
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Beiträge : 7591

@bepe0905 

Es muss ja nicht ein Buddhismus als große religiöse Bewegung sein. Auch kleine Gruppen Andersdenkender oder auch Einzelne können für gewaltige Umänderungen sorgen.

Soweit es Religionen betrifft, kann ich zwischen den verschiedenen "großen Religionen" keinen grundlegenden Unterschied erkenn. So gut wie überall gibt es so etwas wie einen Himmel, von dem aus "Götter" die Welt erschaffen haben und nur regieren. Und so gut wie überall wird behauptet, dass die Menschen, die sich an die Regeln der Religion halten, in den Himmel kommen.

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BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 630

@queequeg 

Soweit es Religionen betrifft, kann ich zwischen den verschiedenen "großen Religionen" keinen grundlegenden Unterschied erkenn. 

Was sogenannte "sittliche" oder "ethische" Werte betrifft, stehen sich die großen Religionen tatsächlich ziemlich nahe. Dies wirft ja auch gelegentlich die Frage auf (z.B. bei Lessing), ob alle großen Religionen einen gemeinsamen Kern (oder eine gemeinsame Vergangenheit) haben. 

Spannender wird es eigentlich bei kleineren Naturreligionen mit schamanischen Schwerpunkten. Aber dies würde uns hier wohl zu weit vom Thema wegführen.

 

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Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

@bepe0905 

"ob alle großen Religionen einen gemeinsamen Kern (oder eine gemeinsame Vergangenheit) haben."

"Der gemeinsame Kern" ist mE nicht eine einzelne Vorstellung, die eine Religion von einer anderen übernommen hat, sondern ähnliche sozioökonomische Lebensbedingungen fördern in unterschiedlichen Gesellschaften ähnliche religiöse Mythen.

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Leibesglieder
(@leibesglieder)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 123

@queequeg Buddhismus, Hinduismus unterscheiden sich so krass vom Monotheismus wie nur möglich. Buddhismus sieht Seele oder Gott als Illusion! Hindus glauben an keinen Himmel sondern Reinkarnation. Und ich könnte dir jetzt Seitenweise erklären, wo sich Islam und Christentum unterscheiden. Es klingt immer so schön vereinigend wenn man einen Gemeinsamkeiten betont oder sehen will. Aber ich sehe die nicht. Trotzdem müssen (!) wir im Dialog sein und alle Menschen lieben und respektieren. Aber ich sehe wenig Gemeinsamkeiten. Selbst moralisch...Karma, Prüfungen, Gnade...alles andere Konzepte

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Queequeg
(@queequeg)
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Beiträge : 7591

@leibesglieder 

"...aber ich sehe wenig Gemeinsamkeiten."

Dann musst Du eben tiefer graben. Es kommt doch nicht auf die Oberfläche des Glaubens an. Eine Gemeinsamkeit ist z.B. der Glaube an eine Welt außerhalb von unserer, oder der Glaube, dass wir aus dieser Welt Kontakte bekommen, oder dass wir mit unserem Tod Teil dieser anderen Welt werden, oder dass wir mit dem oder einem Gott aus dieser Welt verbunden sind.

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Leibesglieder
(@leibesglieder)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 123

@queequeg Durch Reinkarnation und buddhistische Wiedergeburt werden wir kein Teil einer anderen Welt. Buddhismus glaubt nicht an einen Gott. Du kannst so tief graben wie du willst..ein gemeinsamer Kern ist nicht da

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Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

@leibesglieder

Der Kern so ziemlich jeder Religion ist der Wunsch nach ewigem Leben. Deshalb gibt es auch überall Rituale, die dem Verstorbenen auf seiner Reise in die andere Welt und seinem Leben dort helfen sollen

queequeg antworten
Gottsucher
(@gottsucher)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 84

@queequeg Wenn man alle Religionen als gleichwertig betrachtet, könnte man dem zustimmen und es dabei belassen. Soll doch jeder nach seiner Facon glücklich werden. Der (2020 verstorbene) Benediktiner-Pater und Zen-Meister Willigis Jäger hat einmal so geschrieben: Die verschiedenen Religionen und Glaubensrichtungen seien wie bunte Kirchenfenster, die dem einen Licht ("Gott") lediglich eine andere Färbung geben. Aus christlicher Sicht ist das allerdings ziemlicher Quatsch, denn Jesus als menschgewordener Gott sagt ganz klar, dass Er der einzige Weg zum Vater ist. Das kann man jetzt für sich so annehmen und glauben oder auch nicht. Aber wenn es stimmt, dann führen alle anderen Wege eben nicht zu Gott - nur wohin dann?

gottsucher antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

@gottsucher 

"dann führen alle anderen Wege eben nicht zu Gott - nur wohin dann?"

Vielleicht nirgendwo hin. Keine Ahnung.

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Leibesglieder
(@leibesglieder)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 123

@queequeg Der Buddhismus glaubt nicht an eine Seele. Und darum auch kein ewiges Leben. Da stirbt man jeden Tag, sogar jede Stunde weil es kein ich gibt

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