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Beerdigungen

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halberich007
Themenstarter
Beiträge : 152

Hallo zusammen!

Habe da mal eine Frage...

In einem Buch (Roman) -- spielt am Niederrhein..-- geht es in eine Beerdigung zu der keine Frauen zugelassen sind...in den 30er Jahren..

Entspricht das wohl der Realität oder nicht?

Antwort
21 Antworten
Deborah71
Beiträge : 15878

Gibt es in dem Roman Hinweise, ob es sich um eine islamische Beerdigung handeln könnte.
Dort dürfen Frauen nicht teilnehmen.... vielleicht gibt es mal Ausnahmen ....aber eher nicht.

deborah71 antworten
4 Antworten
paramaribo1954
(@paramaribo1954)
Beigetreten : Vor 7 Monaten

Beiträge : 504

Islamische Beerdigung am Niederrhein in den 30ger Jahren??

Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr...

Es ist aber absolut vorstellbar, dass es bei bestimmten Beerdigungen
im strengst römisch-katholischen Kevelaer /Niederrhein ein Beteiligungsverbot für Frauen gab.

paramaribo1954 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15878
Veröffentlicht von: @paramaribo1954

Islamische Beerdigung am Niederrhein in den 30ger Jahren??

sooo unwahrscheinlich ist das gar nicht... ich hab mal gesucht:

https://www.deutschlandfunk.de/vor-100-jahren-die-erste-moschee-in-deutschland-100.html

Erste zivile Moschee in Deutschland
Im Februar 1916 brach das erste Bataillon Dschihadisten in die Türkei auf, bis April 1917 hatten sich gut 2.000 muslimische Kriegsgefangene dem Heiligen Krieg angeschlossen: Angesichts der Gesamtzahl der Internierten – zeitweise bis zu 4.000 im Halbmond- und 12.000 im Weinberglager – ein eher geringer Erfolg, zumal sich die Kriegsfreiwilligen schwer in die osmanische Armee integrieren ließen. Ende 1916 wurde die Dschihad-Propaganda deswegen eingestellt. Die Moschee dagegen wurde weitergenutzt, auch nach der Auflösung der Sonderlager – von Muslimen, die nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren konnten oder wollten. Erst 1930 wurde sie abgerissen, weil sie baufällig war. Zwei Jahre zuvor war in Berlin die erste zivile Moschee in Deutschland eingeweiht worden.

deborah71 antworten
paramaribo1954
(@paramaribo1954)
Beigetreten : Vor 7 Monaten

Beiträge : 504

In Berlin und Hamburg, Frankfurt a/M. und auch Nürnberg ja, aber ganz sicher nicht am Niederrhein....

paramaribo1954 antworten
halberich007
(@halberich007)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 152
Veröffentlicht von: @deborah71

Gibt es in dem Roman Hinweise, ob es sich um eine islamische Beerdigung handeln könnte.
Dort dürfen Frauen nicht teilnehmen.... vielleicht gibt es mal Ausnahmen ....aber eher nicht.

nein

halberich007 antworten


Herbstrose
Beiträge : 14193

Ich weiß, dass bei muslimischen Beerdigungen keine Frauen anwesend sein dürfen.

herbstrose antworten
Plueschmors
Beiträge : 3738

Kein Held will ein schluchzendes Weib am Grab
In den 30er Jahren... Also erst Chaos und dann Nationalsozialismus.

Ich kann mir gut denken, daß Frauen zu gewissen Beerdigungen unerwünscht waren, da man hier und da annahm, sie würden ihre Gefühle nicht beherrschen können. "Kein Held will ein schluchzendes Weib am Grab" oder so ähnlich. Da hat man sich schließlich zu "ermannen" und nicht rührselig zu sein.

plueschmors antworten


bepe0905
Beiträge : 1087

Vielleicht mussten die Frauen in der Zwischenzeit für die Trauergesellschaft den Kuchen schneiden, Schnäpse kaltstellen (Steinhäger) und Kaffee kochen.

bepe0905 antworten
3 Antworten
paramaribo1954
(@paramaribo1954)
Beigetreten : Vor 7 Monaten

Beiträge : 504

Am Niederrhein trank man den rheinischen Uerdinger , nicht den westfählischen Steinhäger.

paramaribo1954 antworten
bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1087

Ja, geht auch...
Passt beides.
Wenn also der Pastor bei der Beerdigung in Steinhagen sagt: "Und wieder einmal hat der Liebe Gott einen Steinhäger zu sich genommen",
dann spricht sein niederrheinischer Kollege bei der Bestattung vom Uerdinger, den der Liebe Gott geholt hat.
In beiden Fällen lockert's vielleicht die Minen der Trauergesellschaft etwas auf.....

bepe0905 antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

😀 😀 😀

banji antworten
Orangsaya
Beiträge : 2871
Veröffentlicht von: @halberich007

geht es in eine Beerdigung zu der keine Frauen zugelassen sind

Ich kenne das so, das vornehmlich alte Frauen eine Funktion haben. Sie beten vor der Beerdigung den Rosenkranz. Wohl am Abend zuvor. Diese Frauen werden auch Klageweiber genannt. Ob das ein Amt ist, oder eine volkstümliche Bezeichnung weiß ich nicht. Das Frauen in irgendeiner Region in Deutschland traditionell nicht teilnehmen dürfen. ist mir bislang unbekannt.

orangsaya antworten
4 Antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2539

Es ist mir auch unbekannt.
Das Thema mit der Heldenverehrung die weiter oben geschrieben wurde ist möglich, aber dass allen Frauen es verwehrt wurde unwahrscheinlich.

Das mit dem Rosenkranz beten vor ist zum Beispiel im baden-württembergischen Teil des nördlichen Franken üblich.
Also im Gebiet des Deutschen Ordens um den ehemaligen Regierungssitz Bad Mergentheim.
Das Madonnenländle ist stark katholisch geprägt und Rosenkranz vor der Beerdigung zu beten ist da üblich, egal welche Konfession die zu betrauernde Person hatte. Ein Pfarrer der in der Region eingesetzt war und in unserem Bezirk für Ökumene zuständig ist hat dies erzählt.
Die betenden Frauen hatte er bei jeder evangelischen Beerdigung, das gehörte zu den Traditionen der Dörfer.

jigal antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Madonnenländle ... den Begriff habe ich ja noch nie gehört

banji antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2539

Die Gegend um Bad Mergentheim ist traditionell katholisches Gebiet, daher gab es auch Probleme bei der Gründung des Königreichs Württemberg. Das Königshaus war lutherisch und somit auch die Beamten die aus Stuttgart kamen.
Es scheint eine Region zu sein in der eine Marienfigur an der Hauswand, wie man es in Bayern öfter kennt, Kreuze und Figuren für evangelische auffallend häufig gegeben hat.
Bekannt ist auch die Stuppacher Madonna.
http://www.stuppacher-madonna.de/
Wohl kaum ein Marienbild in der Welt ist wundersamer in seiner Farbgestaltung, verhaltener und zugleich ergreifender in seinen Zeichen, umfassender und dichter in seinen Symbolen – als das Marienbild der Stuppacher Madonna.

Das Marienbild fand im Jahre 1812 Heimat im hohenlohisch-fränkischen Dorf Stuppach, einem südlichen Teilort der Deutschordensstadt Mergentheim. So die Homepage.

Die Sammlung Würth in Schwäbisch Hall hat auch so ein Kunstwerk.
https://kunst.wuerth.com/de/johanniterkirche/austellungen/schutzmatelmadonna/schulzmantelmadonna_1.php
Bei einer Schutzmantelmadonna breitet Maria ihren Mantel aus.

jigal antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2871
Veröffentlicht von: @jigal

Es ist mir auch unbekannt.
Das Thema mit der Heldenverehrung die weiter oben geschrieben wurde ist möglich, aber dass allen Frauen es verwehrt wurde unwahrscheinlich.

Mir ist weniger bekannt, dass Frauen von einer Beerdigung ausgeschlossen werden. Vielmehr würde ich ad hoc zu dem Thema sagen, dass Frauen eine besondere Rolle spielen.
Bei der Heldenverehrung könnte ein militärisches Begräbnis eine Spur sein. Da könnte es Rituale geben, bei der die Frau ausgeschlossen ist. Das liegt auch in der Natur Sache. Wenn der militärische Rang für ein Ritual nötig ist, dann kann das keine Frau erfüllen, denn sie waren keine Soldaten. Heute müsste es anders sein. Ich habe vor Jahren Predigten zur Beerdigung von Soldaten, die im I Weltkrieg gestorben sind, gelesen. Da war mindestens die Mutter anwesend, weil sie in der Predigt direkt angesprochen wurden.

Veröffentlicht von: @jigal

Das Madonnenländle ist stark katholisch geprägt und Rosenkranz vor der Beerdigung zu beten ist da üblich, egal welche Konfession die zu betrauernde Person hatte.

Ich kenne das Ritual aus der Umgebung des Altmühltals. Das grenzt zumindest an Franken, oder geht nach Franken über.
Bei Marienländle musste ich erst nachdenken, denn beim Rosenkranz wird ja das Glaubensbekenntnis gebetet und das könnte auch ein evangelischer Christ beten. Dann folgt aber das Ave Maria, was vom Anspruch her kein Gebet ist. In der evangelischen Kirche, scheint es keine Marienverehrung zu geben. Auch nicht in einer anderen Form, obwohl dies die Bibel inne hat.

orangsaya antworten


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