Der subjektive Moment
Ich verfolge häufiger Diskussionen zwischen verschiedenen Christen. Bei Youtube findet man viele Debatten. Irgendwann kommt immer die Autoritätsfrage. Die Fraktion Sola Scriptura sagt zu den klassischen "Kirchen Anhängern": Woher weißt Du, was die Kirche ist? Umgekehrt erheben die "Kirchen Anhänger" (verzeiht mir die plumpen Formulierungen): Woher kommt denn Deine Bibel?
Eigentlich drehen sich beide im Kreis:
Woher weißt Du, dass das Wort Gottes glaubhaft ist -> weil es aus der Kirche stammt und die Kirche vom Heiligen Geist beseelt ist -> und woher weißt Du, dass die Kirche vom Heiligen Geist beseelt ist -> aus der Bibel
Alternativ
-> und woher weißt Du, dass die Kirche vom Heiligen Geist beseelt ist -> aus der kirchlichen Verkündigung im Gottesdienst -> und woraus wurde gelesen? -> aus der Bibel
Verschriftlichte Traditionen in der Bibel und die ursprünglichen Gemeinden mit ihren Diskussionen über ihren Glauben hängen so eng zusammen, dass man sie nicht trennen kann. Geschichte ist verzahnt.
Wir können nicht bei Sola Scriptura einsteigen ohne zu ignorieren, dass die Kirche die Schrift hervorgebracht hat.
Wir können allerdings auch nicht bei der Kirche einsteigen, ohne zu ignorieren, dass wir von der Beseeltheit durch den Heiligen Geist aus der Bibel wissen.
Was bleibt ?
Im Grunde nur die persönliche Gewissheit, dass das, was in der Schrift durch Menschen bezeugt wird, glaubhaft ist. Wir kommen immer beim subjektiven Moment an.
Und deshalb "authentisches Christsein".
Im Grunde nur die persönliche Gewissheit, dass das, was in der Schrift durch Menschen bezeugt wird, glaubhaft ist. Wir kommen immer beim subjektiven Moment an.
Ja, genau. Sehr viel mehr gibts dazu auch nicht zu sagen- eben weil es so subjektiv ist.
Wenn du es objektiv betrachtest - Jesus, der die Vergebung der Sünden und Frieden mit Gott verkündet - dann gilt das ja prinzipiell für alle, für die ganze Welt. Und subjektiv wird es erst wenn du dem Glauben schenkst.