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Authentisch Christsein

Der beste Ort, einfach mal Christ zu sein. So, wie man halt ist.
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Kommunikation - zumal in einem Internet-Forum, wo man sich nicht persönlich kennt, aber sich u.U. schnell ein Bild von Jemandem macht und ihn ggf. in eine Schublade steckt - ist wohl kein einfach Ding.

Ich bin nicht frei davon, Ihr seid es nicht ... und schnell verhakt und ent-zweit es sich.

Interessant, wer wem oder wer wem nicht einen Response gibt und welche Koalitionen in Angriff und Verteidigung sich bilden und ggf. auch verfestigen.

So habe ich die letzten Tage manchen Strang hier verfolgt ("Universalismus", "Nicht-Christen verloren?") und auch die Vorwürfe gelesen, wer was wo bei wem "stehenlassen" soll oder wo es legitim, richtig und gut ist, zu widersprechen und dagegen zu halten.

Ich selbst bin ja in den vergangenen Wochen und Monaten ein Teil von diesem "Hin & Her" geworden und habe mich munter beteiligt ...

Die Frage, die mir nun doch kommt, ist die nach dem Verhältnis von Subjektivität und Objektivität. Und damit will ich jetzt keine große und spitzfindige Diskussion über die Begriffe - sondern ich meine damit; dass beide "Ebenen" hier ständig verwechselt werden bzw. die Verhältnissetzung unklar ist.

Konkret: Jemand postet etwas, was ihm wichtig ist und er teilen möchte (so wie ich es eben auch tue) - nun kann der Andere damit übereinstimmen oder anderer Meinung sein (und natürlich auch indifferent sein oder es nicht von Interesse finden). Soweit, so gut. Schwierig wird es, wenn das "Subjektive" den Anspruch erhebt, "mehr" zu sein und damit Grund gegeben scheint, dem Anderen von einem (vermeintlich) "objektiven" Standpunkt aus widersprechen, ihn korrigieren, ja auch ihn belehren zu müssen im Sinne einer "Rechtgläubigkeit".

Besonders schwierig wird es dadurch, dass es dem/derjenigen, der sich berufen fühlt zum Widerspruch, zum Korrigieren und zur Belehrung ja (im Selbstverständnis und in der Selbstwahrnehmung) gar nicht um den eigenen Standpunkt, die eigene Meinung und Selbstbehauptung geht, sondern um Statements, die sich auf "Gott selbst" berufen --- allerdings mit der Überzeugung, das rechte, richtige, einzige und normative Verständnis der Bibel zu vertreten ... Das es aber tatsächlich NICHT gibt, wie die Konfessionen, Erfahrungen, theologischen Sichtweisen und  Interpretationen (von Anfang an und durch die Zeiten) zeigen.

Wenn wir (auch ich !) also unsere Subjektivität mehr im Blick haben, es konseqenter & bescheidener  als eigene Ansicht (ohne weiteren Anspruch) rüberbringen und auf allzuviel "objektive Behauptungen" verzichten, wäre manches einfacher.

Was meint ihr?

L'Chaim

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Vor 5 Tagen

Beten geschieht viel-fältig und jeder/jede von uns ist wohl „zuhause“ in einer bestimmten Art und Weise, in einem bestimmten Frömmigkeits-Kontext, wo er/sie betet, zu beten gewohnt ist – für sich, gottesdienstlich, in Gebetsgemneinschaft mit Anderen.

Bei ökumenischen Gottesdiensten habe ich es z.B. immer wieder erlebt, dass Freikirchlicher, Katholiken und Protestanten (z.B. bei den verteilten Fürbitten) durchaus schnell erkennbar waren an ihrer Sprache, ihrer Wortwahl, ihrer Ausrichtung und Adressierung – geeint aber auch durch das gemeinsame „Vater Unser“ oder einen gemeinsam gesprochenen Psalm.

 

Nun zu meiner Frage: Kennt (oder praktiziert) Jemand hier das „Herzensgebet“ und hat Erfahrung/Übung darin, mit einem „Gebets-Mantra“ (einem stetig wiederholten Gebetssatz oder Gebetswort) unterwegs zu sein. In der katholischen und orthodoxen Kirche und Tradition ist dies geläufig und bekannt – Exerzitien, Kontemplation, Meditation, verbunden mit einem wiederholten Gebetswort wie „Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme Dich meiner!“

 

In der nun begonnenen Adventszeit – Stw. Erwartung – begegnet mir das Gebetswort „MA-RA-NA-THA!“ (aramäisch: „Unser Herr, komm!“, 1.Kor 16,22 und Offb. 22.20) als Meditations- und Gebets-Wort (christliches „Mantra“) – empfohlen von John Main OSB und Gerry Pearse OSSR, zwei katholischen Ordensleuten in der Tradition des sog. „Herzensgebetes“.

Sie sind mir in diesen Adventswochen eine Inspiration, ebenfalls 2-3x am Tag in die Stille und Präsenz vor Gott zu gehen und (mit den Atemzügen) dieses Wort still zu sprechen und zu ver-innerlichen.

 

Es tut mir gut – und meine Frage lautet: Wer hat hier im Forum Erfahrungen mit diesem oder einem anderen „Herzensgebet“ und der meditativen Übung, mit einem „christlichen Mantra“ (wen das Wort stört, daran hängt es nicht, alternativ: Mit betenden Wiederholungsworten) vor, in und zu Gott/Christus Gottesnähe und Herzensfrieden zu finden)?

 

Bin gespannt, zumal ich selbst ursprünglich nur das „freie“ Beten zu Gott/Jesus kannte … und erst danach mit „christlicher Meditation“ und Kontemplation (bes. im katholischen Bereich) in Berührung kam.

 

Bin gespannt auf Rückmeldungen und ggf. Erfahrungen

 

L’Chaim

 

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Dez. 06

Eine gute Bekannte und ich kamen kürzlich auf das Thema "Exorzismus". Zu Halloween ging es im Radio um Horrorfilme, u. a. "Der Exorzist", deshalb das Thema.

Wie ist eure Meinung dazu? Jesus war wohl der erste Exorzist und hat seinen Jünger erlaubt, ebenfalls Dämonen auszutreiben. Bekannt war auch Pater Gabriele Amorth aus dem Vatikan und der Vatikan hat bis heute Exorzisten in Diensten.

Also, wie denkt ihr darüber? Danke! 

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Nov. 28

Kurt Marti (1921-2017) war ein Schweizer reformiertet Pfarrer, Schriftsteller und Dichter, der mich (seit den 80ern) kontinuierlich in meinem Glauben, Denken & Leben inspiriert (hat) ... Seine Gedanken/Texte sind in einer großen Variationsbreite tröstlich, herausfordernd, ermutigend und anregend.

O GOTT! ist ein Buchtitel von ihm (RADIUS-Verlag 1986), den ich hier mal als Überschrift benutze - für einen Thread, in den ich ff. Texte, Sätze, Gedichte und Meditationen poste ...

Lest sie, lasst sie wirken ... Schaut selbst, was bei Euch "resonanzt".

Ich beginne mit:

.............................................

HOFFNUNG

O nein, o nein

ich hab' mein Leben

nicht im Griff,

überhaupt nicht.

Eher umgekehrt:

ES hat MICH.

 

ES:

das Leben jetzt,

das Sterben einst,

und darin, hoff' ich,

DU

 

(Text im besagten Buch, S, 39)

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Nov. 27

Eine sehr schwere Frage für mich aber auch sehr spannend.

 

Ist es der Zehnte? 

Eine Lehre aus dem AT. Unser Herr spricht auch davon im NT.

Ist es alles was du hast?

Wie die Liebe zum Herrn uns eigentlich bewegen möchte.

Ist es nichts?

Was könnten wir ihm für Geld geben, wenn ihm doch alles gehört und Geld vllt. nur tote Materie ist.

Ist es ein ganz individueller Betrag? 

Ja, das fände ich schön. Wenn er genau dein Herz sieht und weiß wieviel du geben kannst.

 

Da muss ich an die arme Witwe denken (Markus 12).

Jesus nimmt die Frau als Vorbild. Ein ganz tolles Bild von etwas Kleinem, was aber eigentlich voller Liebe ist und großartige Auswirkung hat (?)

 

Was denkt ihr dazu??

Bin sehr gespannt auf eure Antworten!

In ihm.

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1,217
Nov. 24

Guten Morgen,

heute gab es diesen Impuls von der jesus-impuls.de Seite von Joachim Brenner. Mein Anliegen ist nur mitteilen, weil ich diese Aussage so noch nicht gehört habe, sie aber stimmig finde. 

 

*5. Gottes Reich in uns*

_Dein Reich komme! Lk 11:2_

Das Reich Gottes ist Gott selbst, der sich uns naht. Es ist nicht eine Sache, nicht eine politische Gesellschaft, nicht eine Utopie, sondern es ist Gott. Wo Gott herrscht, da ist das Reich Gottes. Er selbst ist das Reich. Wir bitten darum, dass sein Reich unter uns anbreche, dass er selbst unter uns sei und wir ganz sein Eigentum werden. Indem wir bitten: Dein Reich komme, bitten wir in letzter Konsequenz um ihn selbst: dass er unter uns sei. Wir bitten ihn, dass wir selbst zu Menschen seines Reiches werden – Menschen der Wahrheit und der Liebe, Menschen der Gerechtigkeit und des Friedens. Wir beten dass das Reich Gottes uns seelisch durchdringt und sich dadurch auch auf den Umgang mit unserem Nächsten auswirkt. Benedikt XVI

Euch allen einen schönen Tag!

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Nov. 24

Hallo zusammen,

Kurz zu mir: Ich bin männlich, 24 Jahre alt und komme aus einer christlichen Familie. Seit einiger Zeit geht es mir psychisch nicht gut und ich befinde mich derzeit in einer Klinik in Behandlung. 
Ich habe mir extra meine Bibel mitgenommen und bete hier auch oft. Ich habe jedoch manchmal das Gefühl, dass ich einfach keinen Zugang zu Gott habe, er mich nicht hört. Habt ihr evtl. irgendwelche Tipps, wie ich mit Gott sprechen kann, worum ich ihn bitten kann? Wie ich am ,,effektivsten‘‘ in der Bibel lese? Wie höre ich Gott am besten? Ich frage Gott schon längere Zeit nach einem Zeichen, aber ich sehe nichts. 
Was sind eure Tipps, Erfahrungen etc. Ich würde mich sehr freuen darüber zu hören.

Liebe Grüße 

 
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134
Nov. 24

Hallo zusammen,

eine gute Freundin liest jeden Tag die Bibel, hört Lobpreislieder, sieht sich Predigten auf Youtube an und besucht regelmäßig den Gottesdienst! Ich tue das alles nicht und zweifle ich langsam an mir, ob ich deshalb ein schlechter Christ bin. Sie ließ so etwas in der Art auch durchblicken. Wie empfindet ihr das? Kann man nicht an Gott glauben und mit Jesus sein, ohne viel "Tamtam"?  

Danke!

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Nov. 23

Hallo liebe Leute,

wie ist das eigentlich mit Medikamenten wie Schmerztabletten, Antidepressiva usw? Was sagt Gott zu der Einnahme? Vielleicht hat sich ja jmd bereits mit dem Thema beschäftigt. Liebe Grüße!

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5,356
Nov. 22

Wie steht ihr zu Fantasy? Romane wie Herr der Ringe. Spiele wie Pen and Paper. Oder Filme wie Game of Thrones. Sehr ihr als Christen Bedenken. Zum Beispiel weil Magie und Okkultismus darin vorkommt? Tolkien war Christ. CS Lewis schrieb auch Fantasy...aber Dungeon and Dragons oder andere Games sind vielleicht anders? Kennt ihr Christen die so etwas spielen?

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Nov. 11

Beten ist das Atemholen unserer Seele und der Brunnen, aus dem wir schöpfen ...Es ist zugleich ein ganz "Innerer Raum", den wir betreten und in dem wir vor, mit und zu Gott hin gegenwärtig sind.

Die Bandbreite unserer Gebetspraxis ist groß - und reicht vom freien bis zum liturgischen Beten, vom Beten mit Worten bis zum Schweigen, vom DU-Bezug bis zur Kontemplation und Meditation.

An anderen Stellen habe ich bereits geschrieben, dass mir auch die Beschäftigung mit anderen Religionen als Christ immer wieder eine Inspiration (geworden) ist. So nehmen Buddhisten ihren Bezug zu Trias "Buddha, Dharma, Sangha" ... und ziehen daraus eine lebensnahe, praxis-bezogene Ausrichtung für ihren Alltag

Hier teile ich mit Euch ein meditatives Gebet, dass ich als Christ selbst seit Jahren (oft als Morgengebet) in mir trage und praktiziere ... vielleicht "resonanzt" es ja hier auch:

....

Ich nehme meine Zuflucht

zur Liebe

und zur Wirk-lichkeit Gottes

des ABBA-Adonai

 

zu Jesus,

meinem Heiland

Herrn & Erlöser

 

zur Kraft und Weite

des Heilgen Geistes

 

In meiner Zuflucht

erkenne ich

löse ich mich

gelobe ich

 

Leid zu mindern

Liebe zu mehren

Licht zu sein

...

L'Chaim

 

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565
Nov. 10

1 Meine eigenen Füße. 2 Darüber stolpere ich. 3 Und bin wieder am Kreuz als der, der ich war und bin: Sünder, so wie du mich gefunden. 4 Und nicht würdig, dir zu Füßen zu liegen. 5 Umso mehr, denn ich hatte ja schon erkannt. 6 Hatte schon geschmeckt vom Brot des Lebens. 7 So gräme ich mich nicht nur der Schuld, sondern umso mehr der eigenen Unfähigkeit. 8 Stolz, dem Pharisäer gleich, ist mir zum Spott geworden.

9 Und wieder reichst du mir die Hand. 10 Keine Verdammnis für den, der in Christus ist und bleibt. 11 Fallen wir, so verzweifeln wir nicht. 12 Sondern begreifen unsere Schwachheit und darin deine ganze Größe. 13 So bekennen wir aus ganzem Herzen. 14 Bereuen ernsthaft. 15 Kehren wieder um. 16 Demütigen uns unter die mächtige Hand Gottes. 17 Und du richtest mich wieder auf und stellst mich wieder her. 18 Darum darf ich mich freuen und fröhlich sein. 19 Danke, Abba, Halleluja, gelobt sei Gott.

https://thow.me/2025/11/09/thow-313-scheitern/

Ich will dir nur zurufen: wenn du gescheitert bist, du bist nicht alleine. Und es ändert nichts an seiner Liebe zu dir. 

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Nov. 09


Das ist die Frage, die ich mir im Rahmen der Jahreslosung 2025 auch immer wieder gestellt habe. Ich empfinde dieses "Prüft alles .... " mitunter wie eine Einbahnstraße. ... den Zeigefinger als Prüfe-Finger; die vergessenen Finger, die auf uns selbst verweisen.

Kann es sein, dass man bestimmte Richtungen (ver)folgt, weil sie einem Selbstbestätigung bringen? Eine bestimmte Bibelauslegung zum Beispiel; bestimmte theologische Schwerpunkte und Sichtweisen; und man tut sich schwer, andere oder ergänzende Sichtweisen stehen zu lassen, auf sie einzugehen, einen weiten Raum als Begegnungs-Raum einzurichten, um einander zuzuhören - in verschriftlicher Form nicht immer einfach.

Was sind die Kriterien dieses Auftrags, zu prüfen? Einheit, Einigkeit schaffen? Vielfalt zulassen? Normen festlegen?

Prüft alles, das Gute behaltet. Aber wer prüft die Prüfer?

 

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Nov. 03

Gestern landete ich bei K.TV - einem katholischen Sender ... und schaute mir ein Gespräch an (in der Reihe "Unverschämt katholisch").

Uns begegnet in diesem Gespräch Jemand, dessen Lebensgeschichte ihn (vom Schamanismus hin)  zu Jesus und zu einer tiefen Bekehrung und Glaubensgewissheit führte ... Soweit, so gut, mag die Reaktion sein ... in einem weiteren Schritt erzählt er dann, warum sein Weg MIT JESUS ihn dann noch weiter führte zu einer (zunächst widerständigen) Hinwendung zur katholischen Kirche und zum katholischen Glauben.

Zweimal erlebte er ein schwer zu schilderndes, ihn überwältigendes Bekehrungserleben - einmal die Präsenz Jesu, dann die Präsenz und den Ruf der Maria.

Ich poste hier den Link und wer es nicht alles schauen mag, den verweise ich auf die letzten Minuten > 45.20 ff

Mich interessiert sehr die Resonanz hier im Forum.

https://www.youtube.com/watch?v=xtTh-7uAPjs&list=PLgZUtBSW9D86nSPA-EMWASQ8QjQUKsOVF&index=5

L'Chaim

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445
Nov. 02

Das sagte ich über viele Jahre über mich selbst. Erst heute, mit 59 fällt mir auf, wie unsinnig dieser Satz ist. Denn entweder bin ich überzeugt, dann bin ich Christ. Oder ich bin es nicht, dann bin ich kein Christ. Niemand würde von sich sagen "ich bin nicht überzeugter Christ." warum auch sollte man das von sich sagen?

Viel wichtiger wäre mir, ich könnte von mir sagen "ich bin überzeugender Christ!" Und noch viel wichtiger wäre mir, das könnten und würden andere über mich sagen.

Ideen dazu? Danke. 🙂

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Okt. 27

Seit ich einen Beitrag mit Tarot gemacht habe ist eine sehr liebe Christin besorgt um mich. Weil es dämonisch sei. 

Aber Tarot ist keine Wahrsagerei. Es sind Symbole die übereinen nachdenken lassen. Bewusstwerdung von Bestehendem. Nichts vor dem die Bibel warnt. CG Jung sei da mal empfohlen!

Wenn Gott doch überall mit uns kommuniziert. Warum lehnen Christ*innen dann Tarot ab? Warum keine Engelskarten? Was ist teuflisch daran, Symbole aufzudecken. Aber in der Bibel (von Menschen geschrieben) sind Symbole gut und wichtig. Redet Gott nicht außerhalb eines von Menschen geschriebenen Buchs?

Liebe Christ*innen: Dämonisiert doch nicht immer alles. Öffnet euer Herz. Namaste!!!!

https://fragen.evangelisch.de/frage/7853/durfen-christen-tarotkarten-legen



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412
Okt. 24

Neulich sagte mir Jemand: "Letztlich bin ich wohl sowas wie ein 'christlicher Agnostiker'!"

Ich habe gestutzt, denn beides scheint sich gegenseitig auszuschließen, beides scheint unvereinbar.

Ein Agnostiker sagt: "Ob es wahr ist, oder nicht, vermag ich nicht und vermag niemand zu sagen. Es kann wahr sein und es kann sich auch als falsch erweisen!"

Das ist in Glaubenssachen der Unterschied zu einem Atheisten (der möglichwerweise noch 'missionarisch' unterwegs ist, weil er God-Talk und Religion für schädlich hält) und der sagt: "Es gibt keinen Gott, das Christentum und Glaube sind grundsätzlich unwahr!" ...

Nun ist aber der christliche Glaube etwas, was Viele grund-sätzlich mit Glaubensgewissheit verbinden und alle Atheisen & Agnostiker einladen, "die Wahrheit selber zu entdecken", von Gott. in der Begegnung mit dem Auferstandenen und durch den Heilige Geist zur "Glaubensgewissheit" geführt zu werden!

Mein Gesprächsparner aber sagte: "Ich habe das in gewisser Weise hinter mir, ich war ja auch einmal so unterwegs. Aber aufgrund der Lebens- und Welterfahrung und mit all den Fragen und Zweifeln, die ich irgendwann nicht mehr wegblenden konnte und kann, ist mir diese Art von Gewissheit und Sicherheit nicht mehr möglich. Ich bin, versteh mich richtig, keiner, der den Glauben ganz verloren hat, ich bei kein Atheist - sondern eher Jemand, der nachwievor hofft, dass der christliche Glaube richtig ist und dass das Evangelium wahr ist. Ich hoffe es sehr! Aber ich bin mittlerweile auch ein 'Agnostiker', der sein 'Es kann (hoffentlich) wahr sein, ich wünsche es sogar - aber mit tiefer Gewissheit kann ich es nicht sagen - und vertraue darauf, dass mir dies nicht als Unglaube vor die Füße fällt!"

Mich hat das berührt und ich gebe es mal hier als Impuls weiter, dass nicht Jedem/Jeder die Glaubensgewissheit möglich ist, die Viele für das "A und O" halten.

Was meint Ihr?

L'Chaim

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Okt. 16
Hallo zusammen Ich frage mich was der Geist oder die Seele sein sollen. Einige behaupten ja dass es ausser Körper und Gehirn da noch was gibt. Das verstehe ich nicht. Ist es nicht eher eine illusion des hirnes, dass ich eine Seele oder ein Geist sein soll? Ich glaube wir denken uns dass wir sowas sind, aber schlussendlich sind wir nur unser Hirn. Warum denken wir, dass wir "mehr" sind, als wir sind? Jedes Gefühl, Emotionen und all unsere Gedanken etc. sind doch durch unser Hirn geschaffen und unser Charakter durch unsere DNA oder äussere Einflüsse geformt. Was schlussendlich auch wieder etwas mit dem Hirn zutun hat. Kann mir das jemand erklären?
361
3,279
Okt. 14

Wenn ich krank bin, macht mir das Gefühl zu schaffen, dass ich den Anschluss verliere - einen entscheidenden Moment verpasse, ins Hintertreffen gerate. Das hat mich veranlasst das hier zu schreiben:

1 Wie Züge rast Leben rechts und links vorbei. 2 Ohnmächtig das Bedauern, nicht darin zu sein. 3 Den Anschluss verlieren, die Abfahrt verpassen. 4 Zurückgeblieben, als Relikt des Gestern im Rückspiegel der Geschichte. 5 Und irgendwann vergessen.

6 Wenn wir die Kontrolle verlieren, den Fahrplan nicht mehr selbst bestimmen. 7 Weil wir alt werden, oder Krankheit uns zum Innehalten zwingt, 8 aber das Schwungrad um uns sich nicht in die Speichen greifen lässt. 9 Dann spüren wir den Lauf der Zeit.

10 Ich schaue auf zum Herrn, von hier kommt mir Hilfe. 11 Nicht wie ich es will, keine Aufholjagd, kein Festhalten der Züge. 12 Der, dem Raum und Zeit unterstellt, führt mich zur rechten Zeit wieder zum rechten Ort. 13 Er stellt mich dort auf meine Füße, wo fester Grund mich trägt.

14 So finde ich Frieden und Gewissheit. 15 Bin vom Wettlauf mit der Zeit befreit. 16 Und ganz in deinen Händen finde ich Ruhe. 17 Denn wer auf den Herrn vertraut, der wandelt im Schatten des Höchsten und in der Gunst des Heils.

Kann das jemand nachvollziehen? Wie geht ihr mit dem Gefühl um? Hinterlasst mir eure Gedanken, hier oder dort. 

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Okt. 10

Gestern waren meine Frau und ich bei einer Trauerfeier und Beisetzung. Ein Pfarrkollege, mit dem ich vor über 30 Jahren meine Berufsanfangsjahre geteilt und zusammengearbeitet habe, ist recht plötzlich verstorben, mit 68 Jahren ...

Die Trauerfeier war sehr berührend und persönlich, auch das Wiedersehen mit seiner Frau.

Nun habe ich in meinen fast 40 Berufsjahren bestimmt (mal hochgerechnet) 1500 plus Beerdigungen, Trauerfeiern und Beisetzungen vollzogen, die letzte vor 1 1/2 Jahren - und nun saß ich selbst bei den Trauernden, erlebte die Pfarrerin (die es gut gemacht hat) und sah mich selbst nochmal "da vorne" auf der Kanzel und dann am Grab stehend mit Talar & Beffchen.

Es war mir vor dem Verlassen des Friedhofs wichtig, der Pfarrerin ein kurzes Danke zu sagen ... so wie ich selbst es immer wieder auch wohltuend erlebt habe, wenn Menschen nach der Grablegung freundlich zunickend oder mit einem Danke an mir vorbei gingen oder auf mich zukamen. Denn bis zum Schluss denkst Du: "Hoffentlich war ich als Pfarrer nahe und wohltuend und hilfreich mit dem, was die Trauernden gerade erlebt und von mir gehört haben!"

Meine Frage - im Nachklang zu gestern - ist: Was habt Ihr selbst, beim Verlassen des Friedhofs zurück ins Leben, für Erfahrungen? Welche Nachklänge habt Ihr schon mitgenommen, wenn Ihr wieder eingetaucht seid ins Leben und in den Verkehr da draußen außerhalb des Friedhofs? Und wie habt Ihr Trauerfeiern - inhaltlich und von denen die sie gemacht haben - schon erlebt?

Ich bin neugierig, denn Beerdigungen sind ja wichtige "Schnittstellen" in unser aller Leben.

L'Chaim

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Okt. 09

Hallo.

Ich wollte nur sagen, dass es mir leid tut, dass ich unter "Pumuckl97" und "Schlüsselkind" soviel öffentlich verbreitet hab. Eigentlich darf ich als Frau in diesem Forum garnicht schreiben, weil es eine digitale Versammlung von Gläubigen ist (1. Kor 14:34) Aber ich mach jetzt eine Ausnahme. 

Es tut mir leid, dass ich damals fragend war darnach, ob der Herr Jesus Christus GOTT ist. Der Herr Jesus Christus ist GOTT und Mensch (Phil 2:5-11; Joh 1:1-14; 1. Joh 5:20). Wir unterscheiden Vater, Sohn und Heiligen Geist, obwohl sie derselbe GOTT sind. 

Es tut mir auch leid, dass ich fragend war darnach, ob man das Heil als Gläubiger wieder verlieren kann.

Da wir nur durch das Blut, dass für uns als Opfer am Kreuz vergossen wurde die Vergebung empfangen haben (Epheser 1:7) und nicht aus Taten und wir durch Gnade durch Sein Wort an Ihn glauben (Epheser 2:8-9) können wir das Heil nicht mehr verlieren. (Joh 10:27-30) Weil sonst müssten wir uns ja selber retten und die Gnade wäre nicht mehr Gnade. Es gibt aber Gläubige, die weniger oder mehr oder ganz viel ewigen Lohn empfangen werden und welche die gerade so gerettet werden, wie durch's Feuer hindurch. (1. Kor 3:9-15)

Aber es gibt auch falsche Christen und Irrlehren. Und hier in diesem Forum gibt es sehr viel falsche Lehre und auch falsche Christen. Z.B. wer die Auferstehung leugnet (2. Tim 2:18) oder lehrt, dass der Herr Jesus Christus nicht GOTT ist (2.Kor 11:4), der hat eine Irrlehre. Oder wer z.B. lehrt er tauft sich erst wenn er ganz alt ist, kurz vor dem Tod, weil er dann die Vergebung der Sünden empfängt und weniger Sünden hat als wenn er sich gleich tauft, oder dass wir das mosaischen Gesetz halten müssen, um gerettet werden, der hat Irrlehre (Gal 1:8) weil es dann nicht mehr Sein Opfer ist, sondern die Taufe oder das mosaische Gesetz, das uns rettet. Wir sind vor GOTT reingewaschen sind durch Sein Werk am Kreuz (Hebräer 10:10) (auch wenn wir noch Sünde tun, aber nicht in einem dauerhaft sündigen Zustand - doch auch ein Gläubiger kann in so einen dauerhaft sündigen Zustand fallen, wenn er sich verirrt).

Zeugen Jehovas und Mormonen haben z.B. auch Irrlehre. 

Es tut mir auch leid, dass ich über die Gruppierung "Garbage Eaters" gesagt habe, dass sie eine Sekte sind, da ich es nicht sicher beurteilen kann. Ich hatte nur mit einem Ausgeschlossenen der Gruppierung Kontakt, der Irrlehre hatte, weil er gelehrt hatte wir wären erst am Ende des Glaubensweges gerettet, wenn wir alles genau so tun wie es in der Bibel steht und dass der Herr Jesus Christus nicht GOTT ist und anderes, dass falsch war. Aber wenn es stimmt, was ich im Internet über Jim Roberts Gruppe gelesen hab, hat sie auf jeden Fall falsche Lehre und Gesetzlichkeit. Ob es aber Irrlehre ist, dafür bin ich einfach nicht alt genug im Glauben, um es zu beurteilen und ich müsste auch mit jemandem persönlich reden, weil das Internet ja keine direkte Quelle ist.

Deshalb tut mir leid, dass ich so geredet hab.

Wenn es stimmt, was im Internet steht und man bei der Gruppe von Jim Roberts keine Fotos machen darf und die sogar abgedeckt werden, dass man sie nicht sieht und Frauen Kleider tragen MÜSSEN und Männer Bärte tragen MÜSSEN und Frauen nicht arbeiten gehen DÜRFEN und Kinder nicht spielen dürfen und man nicht tanzen darf - das wäre z.B. Gesetzlichkeit.

Oder wenn man prinzipiell nicht heiraten darf - das wäre falsche Lehre. (1. Tim 4:3)

Bei den Katholischen Kirche wird z.B. keine Heilssicherheit für die Gläubigen gelehrt und es werden Heilige und Dinge wie das Brot beim Mahl verehrt und angebetet, statt GOTT und den Herrn Jesus Christus zu verehren und anzubeten. Wir dürfen unsere Sünden vor Geschwistern bekennen, aber um davon gereinigt zu werden, brauchen wir es nur aufrichtig vor GOTT bekennen und keinen Priester. (1. Joh 1:9)

Bei der evangelischen Kirche wird viel zu viel Böses toleriert, wie Homosexualität (3. Mose 18:22; 3.Mose 20:13 = Unzucht; Römer 1:26-27; Judas 1:4-7) und Transsexualität. Es geht hier nicht um Homo- oder Transsexuelle Gläubige, die erkennen, dass diese Begierde nicht Gottes Willen entspricht und sie bereuen und vor GOTT bekennen und nicht praktizieren, sondern um solche, die es praktizieren. Bei Ungläubigen dürfen wir das nicht beurteilen, aber bei den Gläubigen müssen wir über Sünde urteilen und zurechtweisen und auch Gemeindezucht praktizieren. (1. Kor 5:1-13; Mat 18:15-20) Das wird eigentlich mit der Absicht getan den Gläubigen zur Umkehr zu bringen, dass er nicht in Sünde verharrt. Auch wird teilweise Evolutionstheorie gelehrt, die dem ganzen Schöpfungsbericht widerspricht (1. Mose 1 bis 1. Mose 3 komplettes Kapitel und 1. Kor 15:39 = GOTT unterscheidet zwischen Mensch und Tier - sie haben nicht die selbe DNA und stammen nicht voneinander ab) Ich weiß nicht wie das bei der katholischen Kirche ist. Bei der evangelischen Kirche dürfen Frauen auch Pastorinnen werden und lehren, ist auch falsch (1. Kor 2:11-15) Und es wird keine Gemeindezucht gemacht, ich weiß nicht sicher wie das bei der katholischen Kirche ist.

Das ist alles falsche Lehre.

Wir müssen auch die 10 Gebote nicht mehr halten (Apg 15:28-29) da das zum mosaischen Gesetz gehört und wir nicht unter Gesetz sind, sondern unter Gnade. (Joh 1:17;Gal 3:10-14) Wir müssen z.B. nicht Schabbath machen. Wir verurteilen aber keinen Bruder, der schwächer ist im Glauben und deshalb glaubt, den Schabbath halten zu müssen oder die Essensvorschriften der Tora einhalten zu müssen. (Röm 14:1-12) Auch wenn wir nicht unter Gesetz sind, ist es trotzdem gut, in der ganzen Bibel zu lesen, da wir durch das Wort und den Heiligen Geist belehrt, zurechtgewiesen, von Sünde überführt und erzogen werden. (2. Tim 3:16-17). 

Außerdem sollen Frauen beim Beten und Weissagen eine Kopfbedeckung tragen, wegen der Schöpfungsordnung und wegen der Engel (1. Kor 11:1-16) Heute wird das fast nirgendwo mehr so gelehrt und getan. Weissagung gibt es übrigens auch heute noch, da Weissagung immer ist, wenn GOTT durch Menschen zu einem spricht, das kann auch durch eine korrekte Bibel Auslegung geschehen. Weissagung kann auch prophetisch sein (Weissagung und Prophetie sind im Griechischen das selbe Wort) oder das Herz eines anderen Aufdecken. Also wenn man etwas weiß, dass man von sich selbst aus nicht wissen kann, sondern nur durch Gottes Geist offenbart bekommt. Eine Offenbarung ist immer, wenn GOTT einem etwas zeigt. Das kann durch Gottes Wort geschehen, aber GOTT kennt viele Wege um zu SEINEN Kindern zu sprechen. Nur steht eine Offenbarung niemals im Widerspruch zu SEINEM Wort. Eine richtige Bibelauslegung, ist z.B. auch durch eine Offenbarung erkannt, da nur der Heilige Geist die richtige Auslegung zeigen kann (1. Kor 2:14). Bei der Auslegung von Sprachenrede hab ich noch nicht verstanden, ob damit reale andere Sprachen gemeint sind oder die von z.B. charismatischen Gemeinden oft praktizierte Zungenrede. Bei uns wird gelehrt, dass es reale Sprachen waren. Aber was für mich klar ist, falls diese Zungenrede die heute in Gemeinden praktiziert wird, ohne Auslegung praktiziert wird, ist es biblisch nicht richtig (1. Kor 14:27-28).

Bei der evangelischen Kirche stehen zwar jetzt mehr Punkte, aber die Heilssicherheit und GOTT die Ehre geben und nicht Menschen und Dingen sind einfach schwerwiegendere Punkte.

Deshalb sind die Irrtümer der katholischen Kirche meiner Meinung gröber.

Aber GOTT geht es eben mehr um die Liebe, als um die Erkenntnis. (1. Mose 1:1 bis 1. Mose 3:24; 1. Kor 13:1-13; 1. Kor 15:21-22). Nur sollte der Lehrer die richtige Lehre geben. Es gibt vielleicht sogar treuere Gläubige in Liebe mit fehlender Erkenntnis und weniger treue Gläubige mit richtiger Lehre. 

Ich hoffe ich hab durch meine Fragen und Aussagen damals niemanden verwirrt.

Es gibt Gläubige in unterschiedlichen christlichen Strömungen, wie der katholischen und evangelischen oder römisch orthodoxen Kirche oder anderen Freikirchen, da wir unterscheiden müssen zwischen dem Glauben und der persönlichen Beziehung zu GOTT und dem Herrn Jesus Christus und dem Dogma. Aber es gibt auch sehr viel falsche Lehre in der Christenheit. 

Und ich hab jetzt auch eine feste Gemeinde gefunden, die ich liebe und die die Bibel ernst nimmt und Ehrfurcht hat vor GOTT und Seinem Wort.

Ich wollte das nur noch erzählen. 

Liebe Grüße.

21
298
Okt. 09

Ich schreibe das hier bewusst unter "Authentisch Christsein", weil ich hier gerne eine christliche Antwort hätte.

Im Militär lassen sich mathematische Rechnungen aufstellen. Also beispielsweise: " Ein gegnerischer Bomberpilot tötet in einem Einsatz 50 Menschen. Wenn wir diesen Piloten töten, dann verhindern wir 50 Tote... und womöglich sehr viel mehr!"

Es ist natürlich am Ende die Frage des Tyrannenmords... darf man einen Menschen töten, wenn man damit viele Menschen rettet...?

Ich würde das hier gerne diskutieren, weil es verschiedene aktuelle Themen betrifft... und ich denke, dass der christliche Glaube hier nicht wirklich eine Antwort hat.

Oder doch...?

81
255
Okt. 08

Guten Morgen Community 🫶,

eine Frage die mich immer wieder beschäftigt und die ich heute ausdrücklich nicht als Kontroverse hier diskutieren möchte, sondern einfach nur nach eurem Erleben/Leben frage, wie ihr das macht und wie ihr euch dazu positioniert oder auch nur welche Gedanken ihr euch dazu macht.

Das heißt, ich lasse die Posts ohne Antwort einfach nur als euren Gedanken dazu stehen, auch ohne eine Wertung vorzunehmen oder so. Es soll einfach nur eine Abbildung der Facetten sein, wie man/ihr/ich mit dieser Spannung umgeht.

Ich frage, weil mir persönlich nicht klar ist, wie Jesus sich dazu positioniert. 

Grüße an alle unbekannter Weise, einen schönen (Ruhe?)Tag,

⭐️!

 

88
525
Okt. 03

Ich bin eher eine Mitleserin als -schreiberin. Wenn ich durch die Foren lese, stellt sich mir oft diese Frage: Hat Gottes Barmherzigkeit Grenzen? Wenn nein: Warum die Höllenlehre? Wenn ja: wer zieht diese Grenzen?

Können wir uns darüber austauschen?

lg - mmieks

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Sep. 27


Wonach lässt du dich vorrangig leiten?

Heute kam diese Frage in mir auf. Und ich fand es sehr erhellend, worauf ich gestoßen bin. Und, auch wenn mir mir Glaube wirklich ein gutes Fundament ist. Ich habe erkennen müssen, in erster Linie richte ich mich daran nicht aus. 

Ja, ich erlebe mich von Gott gehalten und beschenkt. Und es gibt auch weitere gute Leitlinien in meinem Leben - teils christlich, teils nicht. Krass fand ich, dass ich innerhalb dieser Ausrichtungen an erster Stelle eine Maxime entdeckt habe, die mir das Leben bisher oft ungesund schwer gemacht hat.

Um mich braucht es gar nicht weiter gehen. Ich möchte diesen Impuls nur gerne teilen, weil ich mir vorstellen kann, dass dies anderen auch so gehen kann. Unbewusst lässt man sich von etwas leiten und realisiert gar nicht, dass man niemanden damit einen Gefallen tut. Da kann es helfen, sich bewusst "nach etwas" auszurichten, was einem ebenfalls entspricht und dabei ausschließlich gut tut.

Für mich war das heute ein wunderbares Aha-Erlebnis.

LG an euch von Seidenlaubenvogel 

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Sep. 22

🙏 Klagegebet

 

Gott,

ich bin müde vom Warten.

Ich habe gebetet, gehofft, gefleht – viele Jahre, vielleicht Jahrzehnte.

Doch nichts verändert sich.

 

Man sagt, du erfüllst unsere sehnlichsten Wünsche,

aber ich sehe nur, wie mein Leben an mir vorbeizieht.

Ich fühle mich, als würdest du mich übersehen.

Als wäre ich dir egal.

 

Ich höre deine Worte: „Zur rechten Zeit werde ich es geschehen lassen.“

Aber wann, Gott?

Ich bin nicht ewig jung.

Mein Schmerz ist heute, nicht irgendwann.

Mein Herz schreit jetzt, nicht in ferner Zukunft.

 

Ich verstehe dich nicht.

Ich fühle mich von dir enttäuscht.

Und doch – trotzdem rede ich noch mit dir.

Weil irgendwo in mir die Hoffnung lebt,

dass du mich siehst.

Dass du mich nicht loslässt.

 

Gott, wenn du wirklich gerecht bist –

dann zeig es mir.

Wenn du wirklich ein Vater bist –

dann halte mich fest, auch wenn ich dir gerade nur meine Wut und meine Müdigkeit hinwerfen kann.

Gott,

ich bin stinksauer auf dich.

Ich fühle mich verarscht.

Du hast in der Bibel versprochen:

„Bittet, und es wird euch gegeben.“

Aber ich bitte seit Jahren, seit Jahrzehnten –

und nichts passiert.

 

Wie soll ich noch glauben,

wenn du nur schweigst?

Wie soll ich vertrauen,

wenn du nichts tust?

Du sagst, ich soll fest glauben –

aber wie, wenn du selbst tatenlos bleibst?

 

Bin ich dir egal?

Sind wir Menschen nur Spielfiguren für dich?

Du siehst das Leid, die Angriffe, die Schmerzen –

und du schaust zu.

Und dann erwartest du trotzdem,

dass wir dir vertrauen?

Das ist nicht gerecht.

Das macht mich wütend.

Das macht mich bitter.

 

Gott, wenn du wirklich gerecht bist,

dann zeig es mir.

Jetzt. Nicht irgendwann.

Wenn du willst, dass ich noch glauben kann,

dann brich dein Schweigen.

Denn ich kann so nicht mehr.

 

Amen.

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Sep. 17

Entgegen der Überschrift geht es mir nicht um die Schöpfungsgeschichte, sondern um den Satz, den Gott da spricht. 

Er hat was erschaffen und ist (mehr als) zufrieden mit seinem Werk. 

Ich beneide ihn um dieses Gefühl. Ausruhen und sagen: boah, hab ich gut hinbekommen, alles! 

Obwohl ich Schulterklopfen und Zuspruch von anderen kenne für Dinge, die ich in meinem Leben gemacht habe, habe ich selbst dieses Gefühl nicht. Das empfinde ich als grossen Mangel, denn dadurch ist mir mein eigenes Tun fremd geworden. 

Kennt das noch jemand?

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Sep. 10

Guten Morgen,

  • letzen Sonntag was dieses Gleichnis Thema der Predigt. Lukas 18, 9-14

Der Pharisäer und der Zöllner

Er sagte aber zu einigen, die überzeugt waren, fromm und gerecht zu sein, und verachteten die andern, dies Gleichnis: 10 Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. 11 Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. 12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme. 13 Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! 14 Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden. 

Mir ist dabei zum ersten Mal klar geworden, dass jeder Christ, der sich ausruht auf seinem Christsein, eigentlich wie dieser Pharisäer ist. Also selbst wenn ich die Botschaft und Lehre von Jesus angenommen habe und mein Leben danach ausrichte, bin ich trotzdem immer noch wie dieser Pharisäer. Denn wenn ich denke, durch das Annehmen von Jesus „Gerechtigkeit vor Gott“ erlangt zu haben, dann ist das falsch, da mich dieser spezielle Gedanke über andere erhebt. 

Wow. Deep shit. Daran hab ich nicht gedacht. Nachdem ich jetzt die ganze Woche immer wieder darauf rumgekaut habe, bin ich wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet: ich sollte mich besser als Sünder sehen. Wow.

(Bei all dem „gerecht machen vor Gott“, „gab ihnen die Macht Kinder Gottes zu werden“, Sündenvergebung“ , „er wirft die Sünden in den Abgrund“ hab ich das komplett aus den Augen verloren 😳).

Das erzähle ich jetzt mal so, falls noch jemand gerne landen möchte 😌😆.

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291
Sep. 08

Leider muss ich gegen etwas sein, denn der Kern des Überlieferten Glaubens hat die Welt verlassen und steht nun wie vor einem Fremdkörper vor dem Glauben der Propheten, Jesu Christi unseres Herrn und dem der Nachfolger Jesu!

Das Schema Israel, das Glaubensbekenntnis der Juden ist eindeutig gegen jede Mehrpersonalität, aber natürlich erlebt dies Zeugnis Angriffe und so hat die Tradition der römischen Kirche einfach eine veränderte Übersetzung - eine Deutung als Alternativ Erzählung erfunden. 

Die Geschichte selbst gibt hier aber ein klares und vertrauenswürdige Zeugnis ab dagegen hat diese "Wissenschaft" - Theologie wirklich gar nichts ins Feld zu führen! 

Das Zeugnis Israels für einen absoluten und strengen Monotheismus macht jede Deutung einer "mindestens Mehrere" -Erzählung zur Leugnung dieser Geschichte!

 

Dabei hat ein Kaiser eines Weltreiches natürlich genau null zum Glauben beizutragen genauso wenig sind die Früchte daraus Verfolgung und Mord im Namen einer Rechtgläubigkeit Zeugnis für Jesus der uns warnt vor falschen Propheten die mit Lug und Trug und Hinterlist die Tür des Himmelreich den Menschen zu verschließen suchen!

Jesus streitet um ein Verständnis seiner Person, natürlich, denn die Angriffe gegen ihn waren gross, es gefiel und gefällt vielen nicht wer er ist und was er uns zu sagen hat!

Menschen die Gottes Wege für einen ablehnen werden immer die Wahrheit bekämpfen und Mord und Totschlag mehr Gewicht beimessen als der Gottes(er)furcht!

Jesus zeigt auf:"nun sucht ihr mich zu töten einen Menschen der euch die Wahrheit sagt die ich von Gott gehört habe, so hätte Abraham nicht gehandelt" (Joh. 8,40)

Dass Jesus nicht ernst genommen wird wo Irrungen "gewählt" sind ist klar, aber niemand kann sich täuschen darin dass wo man nicht in seinem Wort bleibt die Liebe zu ihm fehlt, Jesus ist Lehrer! 

"Mein Herr und Gott", sagt Thomas nicht sondern "Mein Herr und mein Gott", weil er genauso Gott unseren Vater in den Blick nimmt der Jesus von dem Toten auferweckt hat, dies ist nämlich Glaube! 

"Glaubt an Gott und glaubt auch an mich", zeigt natürlich nicht auf dass der Gott des NT nicht die Ganze Gottheit wäre,

sondern zeigt Wahrheit die jeder annimmt der Jesus und Gottes Wort - Weisungen liebt! 

 

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Sep. 05

Als ich Christ wurde, war gerade eine große Welle von Hoffnung und Erwartung im Leib Christi spürbar – zumindest im freikirchlichen Umfeld der späten 80er und frühen 90er Jahre. Bewegungen wie „Durchbruch für Deutschland“ riefen zum geistlichen Aufbruch, und auch Reinhard Bonnke rückte Deutschland erneut als Missionsland in den Fokus.

Das Christenleben sollte vor allem eines sein: erfolgreich.
War nicht geschrieben, dass Jesus alle Krankheiten ans Kreuz nahm? Also müsse man nur „den Dreh rauskriegen“, dann würden sich viele Probleme fast automatisch lösen.
Auch die Kirchen sollten wieder vor allem eines ausstrahlen: Exzellenz. Nur das Beste sei gut genug für Gott. Und je charismatischer desto besser – das Umfallen im Heiligen Geist gehörte damals fast schon zum guten Ton.

Diese Atmosphäre weckte viele Erwartungen – auch in mir:

  • Erwartungen an mich selbst

  • Erwartungen an den Leib Christi

  • Erwartungen an meinen Glauben

  • Erwartungen an den Glauben

Doch das Leben verlief in vielen Bereichen anders als erwartet.
Die – damals durchaus schlüssig dargelegte – nahe Entrückung etwa? Bis heute auf „pending“.
Mein Glaube an Gott selbst geriet dabei nie ins Wanken. Aber ich musste durch manches hindurch. Musste Bilder loslassen. Vorstellungen neu sortieren. Und auch meinen Glauben in wesentlichen Punkten neu bedenken und justieren.

Wie war das bei euch?
Was hat euch am Glauben – oder an dem, was man euch versprach – enttäuscht?
Und welche Lehren habt ihr daraus gezogen?

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830
Sep. 01

Hallo liebe alle,

Ewigkeit ist für mich ganz offensichtlich bereits jetzt; aber auch etwas, auf das wir zugehen und wo im weiteren langfristig alles ganz anders sein wird.

Was habt ihr für Vorstellungen von Ewigkeit - jetzt wie langfristig?
Welche Aussagen der Bibel begleiten euch dabei?

Ich freue mich auf eure Eindrücke und Austausch.

LG von Seidenlaubenvogel

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Aug. 31

Hallo, hat jemand Erfahrungen / Ideen zum Thema Christsein und Schach im Rahmen von Sportmission? Vor allem bezüglich Fußball läuft ja da sehr viel bis hin zu Sportlergottesdiensten, zu den Fußballer eingeladen werden.

Schach scheint in der Evangelisation eine Nische zu sein,  obwohl im Raum Karlsruhe regelmäßig große Turniere stattfinden.

Im Gegensatz zu Fußball oder Leichtathletik (vgl. Yemisi Ogunleye) ist Schach wohl nicht im Fokus lokaler Gemeinden...

19
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Aug. 30

Hej 🙂 ich glaube, hier passt es gut rein - Christ sein, wie man halt ist. 🙂

Für die Hochzeit einer engen Freundin von mir habe ich mir in dem Ort dort eine Ferienwohnung gesucht, auch gefunden. Der Vertrag wurde digital abgewickelt - ich mag das nicht besonders, aber so war es nun mal. Der "digitale Vermieter" (eine Gesellschaft) sozusagen sandte mir Reisevertrag, Daten und die Rechnung, üblich halt mit Anzahlung und Endbetrag. Alles gut, alles, wie ich es kenne. - Es ist ein Haus für bis zu 6 Leute, ich buchte erstmal für mich und für 1 Person mehr und hatte meiner Freundin angeboten, wenn sie im Bekannten- oder Freundeskreis jemanden hat, der noch ein Domizil sucht, könnte er bei mir unterkommen. - Es meldete sich niemand. Da fragte dann meine Eltern an, wenn sich niemand gemeldet hat, ob sie die Unterkunft nicht für einen Urlaub nutzen könnten, sie würden mich auch nicht "behelligen" 😉 😀 . Ja, gut. Und weil das noch 1 Person mehr ist als nur die 2 gemeldeten, habe ich sie digital - über die App - nachgemeldet, wie es "vorgeschrieben" war. Ich registrierte eine eMail, schaute aber nicht rein, dachte, ja, guck ich mir morgen an.

Gestern - ich hatte noch nicht in meinem Mails geschaut - rief mich der "analoge Vermieter" an, der, dem das Haus halt gehört. Er fragte - schon recht "vorwurfsvoll" (ich hörte eine Art "Not" raus), warum ich das nicht bei ihm gemeldet habe (warum über diese Gesellschaft, hätten Sie doch bei mir angerufen). Unsere Kommunikation lief nicht unbedingt "glatt", wir hatten sowas wie Verständigungsschwierigkeiten sowohl technisch als auch menschlich. - Ich sagte ihm zu, ich würde versuchen, was ich kann und würde mich zurückmelden, wenn ich "es hingekriegt" habe.

Ich hatte es dann gestern sein lassen mit dem Gedanken: das mache ich morgen in Ruhe. 

Heute Morgen lese ich mir alle Sachen durch und denke über das Gespräch nach, suche in der App nach Möglichkeiten, als mir gewahr wurde, dass ich beim "digitalen Vermieter" zugunsten des "analogen Vermieters" lügen sollte. Das war es, was er am Ende von mir wollte. Ich verstand auch seine "Not" irgendwie - die Gegend dort ist sehr arm, möglicherweise - so meine Vermutung - hätte er sich gern in bar etwas "dazuverdient". Es würde dann digital eben nur 2 Leute anreisen, "in echt" aber drei, das muss der andere ja nicht wissen und so weiter.

Hossa. Nee. Das geht gar nicht. Auch wenn ich die Situation wirklich verstehen kann. Es ist am Ende nicht mein Problem, warum er die Dinge tut, die er tut und warum er die Probleme hat, die er möglicherweise hat. Es sind seine und dürfen sie auch bleiben. Ich habe die Rechnung des "digitalen Vermieters" für die nachgemeldete Person in der eMail gefunden und auch bezahlt und mich eben entschieden, nicht zu lügen. Weder in die eine noch in die andere Richtung. - Bleibt abzuwarten, wie der "analoge Vermieter" darauf reagiert und ob sich sein Verhalten verändert, wenn wir dort Urlaub machen für die eine Woche.

Mir ging noch durch den Kopf: Ich hab ihm Möglichkeiten geboten im Gespräch, wo er hätte "tätig" werden können - Fahrradverleih (ich fragte nach, ob er Fahrräder hat), nee, sei zu kompliziert etc., im Ortskern würde es Verleihe geben. Nach Fußläufigkeit zum Stadtkern hab ich ihn gefragt und ihm von der Hochzeit erzählt und dass ich ein Taxi brauchen würde etc. ... auf nichts ist er eingegangen, er kam mir nicht entgegen - er gab mir nicht mal ne Nummer eines Taxiunternehmens.

Wie dem auch sei. - Das ist es, was ich unter 'Christ sein, wie man halt ist' verstehe. Ich hatte die Wahl ... und hab mich entschieden für die Wahrheit, nicht die Lüge. Eine kleine Episode, aber diese Dinge machen eben auch unser Leben aus. Ich bin froh, mich nicht habe reinziehen lassen.

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Aug. 21

Gerade befinde ich mich in der Situation, dass sich ein Elternteil in der terminalen Phase seiner langjährigen Krankheit befindet.

Nun brauche ich eine etwas längere Einführung, damit ihr mich für diese „letzten Tage“ vielleicht Ratschläge geben könnt.

Er hat uns Kindern und auch seiner Frau in materiellem Sinne ein gutes Leben ermöglicht. Gute Ausbildung, gutes Haus, Musikunterricht, Hobbies, Ferien, grosse Familienfeier, Beteiligung am kirchlichen Leben, alles dabei. Diesbezüglich ein grosszügiger Mensch. Dass er in all diesen Bereichen immer die führende Person war, in Funktion und Verhalten, war für ihn selbstverständlich. Für uns irgendwie auch.

Dass seine Frau und wir Kinder zuhause mächtig unter seiner Dominanz, egozentrischem Verhalten und Grössenwahn gelitten haben, ist die andere Seite, die die Öffentlichkeit nie zu sehen bekam. Glaube ich zumindest. Dabei war vor allem psychische Gewalt eine Dauermethode um uns klein zu halten. Dass wir nichts konnten, und er alles, wurde uns von klein an eingetrichtert. Streit der Eltern war der Normalfall, aber auch gewalttätige Einsperrung, Zerstörung der selbstgemachten Keramikplastiken meiner Mutter gehörten zum Repertoire. Unerträglich, ich wählte dann sobald es ging ein Studium, welches mir Aufenthalte in fernen Ländern ermöglichte. Nur weg!

Ich wohne immer noch im Ausland. Die einzige Möglichkeit, mich vor diesen doch etwas traumatischen Gefühlen zu schützen. Für meine Kinder fahren wir zwar immer noch mit einiger Regelmass hin, wir geben uns Mühe, und mit dem Alter und mit seiner Krankheit hat sich eine gewisse Milderung seiner Eigenschaften eingesetzt. Gut ertragen kann ich ihn aber immer noch nicht, es ist kein Hass mehr, eher eine geistige und körperliche Unverträglichkeit.

Da ich aufgrund seiner eigenen autoritären Erziehung Verständnis für seine Art entwickelt habe und weiss, dass er selber felsenfest davon überzeugt ist, dass er uns ein gutes Leben ermöglicht hat, habe ich vergeben können. Er konnte wohl manchmal nicht anders, oft aber hätte er sich beherrschen sollen. Das tat er nicht. Sich entschuldigen auch nicht.
Ich glaube, dass sein Denken und seine Wahrnehmung von Verdrängungsmechanismen geprägt sind.

Ja, vergeben habe ich können, mit der Hilfe Gottes, mit der Abgabe des ganzen Grolles an Ihm, dem Himmlischen Vater.

Seiber wird er voraussichtlich diesbezüglich nie um Vergebung bitten. Das muss für mich auch nicht, um vergeben zu können. Für mich persönlich wird es nichts mehr hinzufügen. 
Und vor allem sieht er gar nicht ein, dass da Sachen grandios schief gelaufen sind. Noch gestern am Telefon schwärmte er darüber, dass wir es alle zusammen doch immer sehr schön gehabt haben, tolle Ferien, schöne Familienfeste …. Und dass wir die kommende schwierige Zeit miteinander durchstehen werden, „wir alle zusammen“ …

? Nun meine Frage. Ist es sinnvoll, die Diskussion noch einmal zu führen, ihm klarzumachen, dass wir sehr gelitten haben? Ihm damit quasi zu einer Entschuldigung zwingen? Es gibt Stimmen aus unserem Umfeld, die uns das empfehlen.

Persönlich befürchte ich, dass ihm das am Schluss in eine sehr schlechte Verfassung bringen wird, ihm Schuldgefühle besorgen wird, die er nicht mehr loswird. Seine selbstbemitleidende Worte „Ihr seid sicher froh, wenn ich bald sterbe“, haben wir auch kürzlich noch von ihm gehört, als wir etwas vorsichtig kritisierten. 
Eine schwierige Persönlichkeit, dessen Wahrnehmung man einfach nicht versteht.

Darf man dies Gott überlassen? Oder sollen wir ihm „die Möglichkeit geben“ alles noch einmal zu überdenken und sich vor Gott zu entschuldigen? Nicht mal bei uns, sondern vor Gott?

Ich tendiere dazu, die Sache in Ruhe und Frieden ausgehen zu lassen, nicht zu fischen in den tiefen Gewässern, wo Gott unsere Sünden bereits reingeworfen hat (Micha 7: 18-19).

Die Geschichte Gott übergeben und Ihn um Vergebung und Richtigstellung bitten. Denn diese Nummer ist für mich etwas zu gross. 

25
217
Aug. 15

Ein neuer Thread ... eingeleitet mit einer kleinen Tagebuch-Notiz:

"Hast Du die auch alle gelesen?" fragt unsere Enkelin Anna (gerade in die 2. Grundschul-Klasse gekommen), wenn sie sich in meinem Zimmer umschaut und vor den Regalen mit den vielen Büchern steht. "Nun ja, sage ich, Viele davon ... Andere nur zum Teil ... je nachdem"!" Tatsächlich habe ich in den Monaten vor unserem Aus- und Umzug kistenweise Bücher weggegeben. Aber immer noch sind die Regale voll bis zur Decke. --- In diesen Augusttagen kommt mir ein Buch in die Hand, dass ich vor fast 40 Jahren gekauft habe - und nie richtig und ganz gelesen habe: Die Dietrich-Bonhoeffer-Biografie von Eberhard Bethge (1044 Seiten), ein Standard-Werk über ihn bis heute ... Ich fange an, es zu lesen, und bin gebannt. In ein paar Wochen möchte ich Anna das Buch zeigen und sagen: "Guck mal, DAS hat der Opi nun tatsächlich auch gelesen!"

....

Heute las ich von ihm: „Die Sünde zu vermeiden kann die größte Schuld sein.“

Es ging ihm - in der ihn quälenden Frage, ob er sich als Christ (in Übertretung des 5. Gebots nach Luther) am Attentat auf Hitler beteiligen soll - um das Dilemma, dass man in bestimmten Situationen nicht mehr einfach zwischen Schuld und Unschuld entscheiden kann, sondern eine Entscheidung treffen muss, was - in Abwägung - das geringere Schuldigwerden bedeutet - im Vertrauen auf die Vergebung und Gnade Gottes!

Was meint Ihr dazu? - Ich denke und empfinde, dass er Recht hat.

L'Chaim

 

37
377
Aug. 14
Hier ein Ausschnitt aus einem Artikel von heute in der Süddeutschen Zeitung (https://sz.de/li.3292766):
 
Verblüffend viele Menschen richten wesentliche Entscheidungen nach Aberglauben aus, in der Liebe, der Gesundheit oder wenn es ums Geld geht. Laut Studien sind insbesondere Frauen, religiöse Menschen sowie solche mit eher rechts-konservativen Ansichten anfällig. Auch Ängstlichkeit, Intoleranz gegenüber Ungewissheit und ein intuitiver statt analytischer Denkstil korrelieren laut Studien mit einem Hang zu übersinnlichen Praktiken und Überzeugungen.

Der aufgezeigte, und zweifellos wissenschaftlich belegte, Zusammenhang „Aberglaube-Frau-rechtskonservativ-religiös“ erstaunt nicht (ausser „Frau“ 😉),
macht für mich aber keinen Sinn. 
Macht mir, als christliche, politisch neutrale, nicht-abergläubische, bekennende Frau weiblichen Geschlechtes sogar grosse Sorgen. 
 
Religiös (egal welche Religion) ist nicht zwingend gläubig. Da insbesondere in den USA der Aberglaube gemäss erwähnter Studie eindeutig mit Religiosität zusammenhängt, ist da wohl von „Christen“ die Rede. Und wenn die Begriffe „christlich“ und „Aberglaube“ und sogar „rechts-konservativ“ im gleichen Satz genannt werden …. dann stehen mir die Haare zu Berge. Ja, jetzt gerade auch wieder 🤯 (hab kein besseres Bild gefunden).
 
Wer Gott als genialer Schöpfer sieht (daran glaubt), wer seine Absicht mit uns Menschen und der Welt spürt (daran glaubt), wer seine Richtlinien, die uns über Jesus noch einmal klipp und klar erläutert und vorgelebt wurden, versteht (und daran glaubt)…. der hat doch Urvertrauen und eine klare Sicht …  und braucht doch gerade KEINEN Aberglauben? 
 
Tönt jetzt einfach … ist auch einfach. 
Glaube ich.
 
Der Zusammenhang „christlich-rechtskonservativ“ ist auch herzzerreissend.  Aber das ist ein anderes Thema. 
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424
Aug. 13


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