Kann man die Beziehung zu Gott verbessern?
Hallo zusammen,
einen geruhsamen Samstag euch allen.
Was ich mich aktuell frage, ist ob man die Beziehung zu Gott selbst verbessern kann.
Ich finde keine Stelle in der Bibel dazu, die mich in diese Richtung weist. Ich finde nur Stellen, von denen man darauf schließen kann, dass die Größe des Glaubens eventuell eine Rolle spielt, aber mehr auch nicht.
Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden
Joh 1,12
Hier ist es Jesus, der einem die Macht gibt, eines zu werden…also ist das nichts, das vom Menschen erwirkt wird.
Ich kann mich höchstens als Kind so verhalten, wie ich es eben tue: mehr oder weniger Gott liebend…aber das wars dann auch schon.
Oder?
Wie sehr ihr das?
Ein wesentlicher Bestandteil für mein Glaubensleben ist das Beten, die Stille vor Gott, aber auch ein hörendes Aushalten vor dem Herrn. In Lukas 11 heißt es "Herr, lehre (mich) uns beten". Wer bei Jesus das Beten lernen will, muss sich auf ihn einlassen. Jesus selbst hat seinen Jüngern ein Leben des Gebets vorgelebt. In dem Maß, wie ich ein persönliches Verhältnis mit dem Vater habe, wächst der Glaube, das Gott- und Selbstvertrauen. Ich nehme Ihn als Vater ernst, wenn ich Ihn an meinen Lebensproblemen, die mich belasten, Anteil gebe. Ich darf das in der Gewißheit tun, dass er mich hört, auch wenn sein Antworten anders geschieht, als ich es mir vorgestellt habe.
In dem Maß, wie ich ein persönliches Verhältnis mit dem Vater habe, wächst der Glaube, das Gott- und Selbstvertrauen
Ja, das stimmt. Das Gottvertrauen wächst, was man auch als Verbesserung der Beziehung sehen könnte. Aber eigentlich wächst es nur von unserer Seite aus. Gott selbst hat schon Ja gesagt, von seiner Seite aus gibt es nichts zu verbessern in der Beziehung.
Nun, er kann dich in sein Wirken einbeziehen ...
Auch das kann/könnte er ja unabhängig davon ob wir eine gute Beziehung haben oder nicht.
"... was könnte Gott aus deinem Leben machen, wenn du ihn nur Herr sein ließest ganz und gar ... "
(stammt aus einem Lied von Siegfried Fietz: Viele Menschen sagen sie sein Christen ...)
Also eine Blockade unsererseits gegen Gottes Wirken? Und wir verbessern das Verhältnis indem wir „mehr“ Gott zulassen?
Ja, vielleicht ist das auch mit „größerem Glauben“ gemeint.
Also eine Blockade unsererseits gegen Gottes Wirken? Und wir verbessern das Verhältnis indem wir „mehr“ Gott zulassen?
Möglich ists. Es gibt viele verborgene Dienste für den Herrn. Sie beginnen nicht mit der Aktivität, sondern mit der Stille. Im Gebet kann ich Gottes Arm bewegen, der auch dorthin reicht, wo meine Möglichkeiten längst erschöpft sind.
Im Gebet kann ich Gottes Arm bewegen
Bitten heisst nicht, dass ich etwas tue (ausser bitten)…
Obwohl ich verstehe was du meinst, wissen wir nicht, wen Gott gebraucht und wen nicht…das sieht man ja nicht.
Er kann jeden gebraucht, denn er hat für jeden einen Plan Joh 10,10b
Du kannst Gott ansprechen und sagen, dass du in seinem Plan gebraucht werden willst und ER dich das erkennen lassen möge. Normalerweise macht er die Entwicklung dann schrittweise.
Irgendwann fällt dir was auf, was ungewöhnlich ist, für dich aber normal. Dann können Bibelverse dazukommen und es geht weiter.
Beispiel: Auf den betrieblichen Städtereisen war mein erster Gedanke: dann kann ich dort für die Stadt beten. Erschien mir völlig normal. Ist es aber nicht. Erzähl das mal jemand, der guckt erstmal erstaunt.
Achte mal drauf, wo und wie sich deine Schwerpunkte entwickeln.
Obwohl ich verstehe was du meinst, wissen wir nicht, wen Gott gebraucht und wen nicht…das sieht man ja nicht.
Ist das wirklich so?
In der anhaltenden Verbindung mit dem Vater liegen die Wurzeln für Jesu Vollmacht.
In der anhaltenden Verbindung mit dem Vater liegen die Wurzeln für Jesu Vollmacht.
Hast du Vollmacht? Fühlst du dich, als hättest du sie?
Dass Jesus sie hat, ist klar.
Sass er sie übertragen kann, ist klar.
Ich fühle mich aber nicht so, als wäre ich bevollmächtigt.
Gute Werke der Nächstenliebe, denn was wir für den Geringsten getan haben, haben wir für Gott getan.
Ja. Wenn ich sie in Liebe tue, dann verhalte ich mich wie ein Kind Gottes meinem nächsten gegenüber. ( Wenn ich sie nur pflichtbewusst tue, dann weiss ich nicht, ob es so ist. )
Aber verbessert das meine Beziehung mit Gott?
Was bedeutet überhaupt "verbessern"? Das ist ja ein relativer Bezug auf einen Ist-Zustand. Aber wie kann man eine Beziehung überhaupt messen?
Was bedeutet überhaupt "verbessern"?
Naja, mir ist irgendwann aufgefallen, dass man in Bezug auf eine Beziehung ja von „schlechter“ oder „guter“ Beziehung spricht…und oft hört man auch, dass jemand eine Beziehung mit Gott pflegen muss in seinem Glaubensleben. Da habe ich mich gefragt, ob die Bibel überhaupt dazu eine Aussage macht, ob man eine „schlechte“ Beziehung in eine „gute“ aufbessern kann… und habe festgestellt, dass es dazu keine Aussage gibt (ausser die, dass man überhaupt an Gott glauben soll oder dass man einen grösseren oder kleineren Glauben haben kann).
Da habe ich mich gefragt, ob die Bibel überhaupt dazu eine Aussage macht, ob man eine „schlechte“ Beziehung in eine „gute“ aufbessern kann… und habe festgestellt, dass es dazu keine Aussage gibt
Es gibt im AT Aussagen wie "er tat, was dem Herrn gefiel" und "er tat, was dem Herrn nicht gefiel" 😉