Benachrichtigungen
Alles löschen

Liebe annehmen lernen

Seite 1 / 2

SelahChild
Themenstarter
Beiträge : 2

Ich liebe Gottes Schöpfung und könnte unermüdlich Staunen, was er wundervolles und absolut geniales erschaffen hat!
Nur schließe ich mich aus diesem Gedanken ziemlich aus. Ich habe tiefe Selbstzweifel und bekomme es nicht auf die Reihe Liebe anzunehmen. Ich glaube es niemandem, wenn er mir sagt ich sei liebenswert. Auch Gottes Liebe anzunehmen fällt es mir meistens schwer.
In meiner Vergangenheit gab es Momente, die Glaubenssätze wie: "Du bist hässlich" "Du kannst es nicht" "Schlucke deine Wut und deine Enttäuschung runter, sie ist nicht echt" geprägt haben.
Und dann lese ich Nächstenliebe folgt erst auf Selbstliebe (liebe deinen Nächsten wie dich selbst). Es fällt mir nicht schwer andere zu lieben... zumindest glaube ich das. Aber geht das überhaupt? Ist das ehrliche Liebe?
Ist es authentisch meine Mitmenschen zu lieben, Ihnen gute Dinge zuzusprechen, wenn ich es bei mir selbst nicht schaffe?

Wie habt ihr das gelernt, euch selbst anzunehmen, zu lieben, sagen zu können "ich bin nicht perfekt, aber liebenswert"?

Vielleicht erst mal soweit. Ich beschäftige mich schon lange mit der Frage und drehe mich aber im Kreis. Ihr könnt vielleicht nochmal neue Impulse geben 🙂 Ich danke euch!

Antwort
17 Antworten
Suzanne62
Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @selahchild

Wie habt ihr das gelernt, euch selbst anzunehmen, zu lieben, sagen zu können "ich bin nicht perfekt, aber liebenswert"?

Indem ich zu mir selbst auf Abstand gehe.
In Situationen, in denen das Risiko, dass ich in selbstschädigende und -verletzende Denk- und Verhaltensmuster zurückrutsche, besonders groß ist, halte ich inne, gehe auf Abstand und frage mich, wie ich in dieser konkreten Situation einen anderen Menschen behandeln und was ich ihm raten würde.
Das, was dabei herauskommt, ist vielleicht nicht immer Selbstliebe, aber es ist immerhin ein einigermaßen anständiger und humaner Umgang mit sich selbst.
So lässt es sich aushalten.

suzanne62 antworten


Evana
Beiträge : 924

Liebe SelahChild,

auch ich hatte viele innere Stimmen gehört, die mich weg von Gott bringen wollen: Du bist ein Versager, Gott liebt dich nicht, weil du dich schuldig gemacht hast etc. Ich fühlte mich selbst nicht liebenswert, ja. Ich hasste mich, wegen meiner Art.

Dann bin ich im Gebet zu Jesus gegangen und habe ihm gesagt, das er mich ganz haben kann, wenn er nur diese Situation verändert. So wollte ich nicht mehr weiterleben. Die innere und auch äußere Not war mir zu groß und zu erdrückend.

Am nächsten Tag ging ich zur Kirche. Es gab Abendmahl und als ich es genommen hatte, spürte ich, wie die bösen Stimmen auszogen und Jesus in mein Herz kam. Mein Leben hat sich danach schlagartig verändert und ich konnte mich auch annehmen und lieben, weil Jesus mich liebt und sich für mich geopfert hat. Aber danach von Gott bestätigt und wurde und lebendig wurde. Er lebt.

Deshalb kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen: Jesus nimmt jeden an, so wie er ist. Für ihn gibt es keinen hoffnungslosen Fall. Keinen Menschen, der zu klein, zu dick, zu unvollkommen, zu schuldbeladen oder zu hässlich wäre. Er nimmt jeden an und verändert ihn oder sie dann von Innen nach Außen.

Er liebt dich und freut sich schon riesig auf dich. Komm in seine für dich ausgestreckten Arme. Er wartet auf dich und sehnt sich nach dir.

LG
Evana

evana antworten
2 Antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3741

Sooo schön geschrieben, liebe Evana. Ich danke Dir sehr herzlich dafür.

Ich bekomme auch noch regelmäßig Besuch von dem Bösen und höre mir seine Anklagen leider oft noch viel zu lange an.

Gleich hin zu Gottes Wort und sein Lästermaul mit einem fröhlichen Lied zustopfen:

1. Schwing dich auf zu deinem Gott,
Du betrübte Seele!
Warum liegst du Gott zum Spott
In der Schwermutshöhle?
Merkst du nicht des Satans List?
Er will durch sein Kämpfen
Deinen Trost, den JEsus Christ
Dir erworben, dämpfen.

2. Schüttle deinen Kopf und sprich:
Fleuch, du alte Schlange,
Was erneu'rst du deinen Stich,
Machst mich angst und bange?
Ist dir doch der Kopf zerknickt,
Und ich bin durchs Leiden
Meines Heilands dir entrückt
In den Saal der Freuden.

3. Wirfst du mir mein Sünd'gen für?
Wo hat Gott befohlen,
Daß mein Urteil über mir
Ich bei dir soll holen?
Wer hat dir die Macht geschenkt,
Andre zu verdammen?
Der du selbst doch liegst versenkt
In der Höllen Flammen.

4. Hab ich was nicht recht getan,
Ist mir's leid von Herzen,
Dahingegen nehm ich an
Christi Blut und Schmerzen.
Denn das ist die Ranzion
Meiner Missetaten;
Bring ich dies vor Gottes Thron,
Ist mir wohl geraten.

5. Christi Unschuld ist mein Ruhm,
Sein Recht meine Krone,
Sein Verdienst mein Eigentum,
Da ich frei in wohne
Als in einem festen Schloß,
Das kein Feind kann fällen,
Brächt er gleich davor Geschoß
Und Gewalt der Höllen.

6. Stürme, Teufel, und du Tod!
Was könnt ihr mir schaden?
Deckt mich doch in meiner Not
Gott mit seiner Gnaden;
Der Gott, der mir seinen Sohn
Selbst verehrt aus Liebe,
Daß der ewge Spott und Hohn
Mich nicht dort betrübe.

7. Schreie, tolle Welt, es sei
Mir Gott nicht gewogen,
Es sei lauter Täuscherei,
Und im Grund erlogen:
Wäre mir Gott gram und feind,
Würd Er seine Gaben,
Die mein eigen worden seind,
Wohl behalten haben.

8. Denn was ist im Himmelszelt,
Was im tiefen Meere,
Was ist Gutes in der Welt,
Das nicht mir gut wäre?
Weme brennt das Sternenlicht?
Wozu ist gegeben
Luft und Wasser? Dient es nicht
Mir und meinem Leben?

9. Weme wird das Erdreich naß
Von dem Tau und Regen?
Weme grünet Laub und Gras?
Weme füllt der Segen
Berg und Tale, Feld und Wald?
Wahrlich, mir zur Freude,
Daß ich meinen Aufenthalt
Hab und Leibesweide.

10. Meine Seele lebt in mir
Durch die süßen Lehren,
So die Christen mit Begier
Alle Tage hören.
Gott eröffnet früh und spat
Meinen Geist und Sinnen,
Daß sie seines Geistes Gnad
In sich ziehen können.

11. Was sind der Propheten Wort
Und Apostel Schreiben,
Als ein Licht am dunkeln Ort,
Fackeln, die vertreiben
Meines Herzens Finsternis,
Und in Glaubenssachen
Das Gewissen fein gewiß
Und recht grundfest machen.

12. Nun, auf diesen heilgen Grund
Bau ich mein Gemüte,
Sehe, wie der Höllenhund
Zwar dawider wüte,
Gleichwohl muß er lassen stehn,
Was Gott aufgerichtet,
Aber schändlich muß vergehn,
Was er selber dichtet.

13. Ich bin Gottes, Gott ist mein;
Wer ist, der uns scheide?
Dringt das liebe Kreuz herein
Mit dem bittern Leide,
Laß es dringen, kommt es doch
Von geliebten Händen,
Bricht und kriegt geschwind ein Loch,
Wenn es Gott will wenden.

14. Kinder, die der Vater soll
Ziehn zu allem Guten,
Die gedeihen selten wohl
Ohne Zucht und Ruten;
Bin ich denn nun Gottes Kind,
Warum will ich fliehen,
Wenn Er mich von meiner Sünd
Auf was Guts will ziehen?

15. Es ist herzlich gut gemeint
Mit der Christen Plagen.
Wer hier zeitlich wohl geweint,
Darf nicht ewig klagen,
Sondern hat vollkommen Lust
Dort in Christi Garten,
Dem er einig recht bewußt,
Endlich zu gewarten.

16. Gottes Kinder säen zwar
Traurig und mit Tränen,
Aber endlich bringt das Jahr,
Wonach sie sich sehnen.
Denn es kommt die Erntezeit,
Da sie Garben machen,
Da wird all ihr Gram und Leid
Lauter Freud und Lachen.

17. Ei, so faß, o Christenherz,
Alle deine Schmerzen!
Wirf sie fröhlich hinterwärts,
Laß des Trostes Kerzen
Dich entzünden mehr und mehr!
Gib dem großen Namen
Deines Gottes Preis und Ehr,
Er wird helfen! Amen.

LG
Plueschmors

plueschmors antworten
Evana
(@evana)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 924

Danke dir, lieber Plueschmors, für die Rückmeldung und für das schöne Gedicht von Paul Gerhardt.
So viele Strophen kenne ich nur von ihm.
Und er schrieb so aus einem tiefgläubigen Herzen.

Veröffentlicht von: @plueschmors

Ich bekomme auch noch regelmäßig Besuch von dem Bösen und höre mir seine Anklagen leider oft noch viel zu lange an.

Dagegen hilft: Ab in die Gegenwart Jesu, in seine liebenden Arme und dann in seiner Autorität dem Feind Jesu Worte entgegen halten:

Gott hat mich je und je geliebt, darum hat er mich zu sich gezogen aus lauter Güte. Jer. 31,3

oder ähnliche Bibelverse, die uns in den Sinn kommen. Jesus hat den Teufel in der Wüste auch so bekämpft und mit der gleichen Waffe können wir ihn auch in die Flucht schlagen:

Unterwerft euch nun Gott! Widersteht dem Teufel! Und er wird von euch fliehen. Jak. 4,7
Das habe ich ja wie oben beschrieben gemacht. Er kommt gegen Jesu Blut nicht an und muss das Feld räumen.

LG
Evana

evana antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hi,

darf ich dich daran erinnern das dies ein christliches und nicht esoterisches Forum ist.

VG

M.

Anonymous antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hi,

ich kenne das zu gut.

Aber, wenn es dir eh schwer fällt anzunehmen, was sollen andere Menschen dir sagen?

Stell dir mal Jesus vor. Du sitzt im Café, liest einen Buch und genießt dein Getränk. In dem Moment kommt Jesus, sieht dich und fragt ob er sich zu dir sitzen darf. Er ist so gefühlvoll wie du es noch nie erlebt hast. Er sieht dich an und findet dich einfach wunderbar.

Was würde das bei dir auslösen?

M.

Anonymous antworten
MisterNick
Beiträge : 87

Liebesgebot fatalistisch

Ich habe tiefe Selbstzweifel und bekomme es nicht auf die Reihe Liebe anzunehmen.

Das Gebot zur Selbst- und Nächstenliebe wird für gewöhnlich in fatalistischer Weise verstanden. Es können Zweifel daran entstehen, wenn die Seele bemerkt, damit unter Druck zu geraten.

misternick antworten
1 Antwort
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Du musst unbedingt überall deinen Senf hinterlassen. Auch bei Leuten denen es nicht gut geht.

Was ist mit dir los??

M.

Anonymous antworten


Seite 1 / 2
Teilen: