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Menschlichkeit kontra Bibelworte

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Wie wir alle wissen, gibt es Bibelverse, die recht grausam erscheinen - nicht nur im AT, ich spreche jetzt explizit vom Neuen Bund.

Ein Beispiel:
Mt 10,37 - "Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.", sagt Jesus.

Stellt euch bitte Mal vor, der Entführer, der dein Kind in seiner Gewalt hat, würde Verlangen, dass du deinem christlichen Glauben abschwörst, ansonsten würde er deinem Kleinen was antun.

Wie sollte sich ein standfester Christ hier verhalten?
Es ist zwar eine rein hypothetische Frage, aber wer weiß schon, was für Zukunft bringt?!

Danke für eure Antworten! ☺️

Antwort
77 Antworten
Herbstrose
Beiträge : 14193

Wieso vs?
Dein Thema wird gerade hier heiß diskutiert:

https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread/thema/wie-stark-ist-der-glaube.html

herbstrose antworten
6 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Deshalb kam ich auch auf dieses Thema. Es war mir dort zu unübersichtlich und wollte halt ganz
speziell darauf hinaus, dass eine Mutter, die alles dafür getan hat, das ihr Kind wächst und gedeiht, wahrscheinlich alles dafür geben würde, um es zu schützen.

Und ich denke, es ist auch gottgewollt. Irgendwo steht auch geschrieben:
"Sollte eine Mutter ihr Kind vergessen...' - es wäre absolut unnatürlich und m. E. gemein zu nennen...

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Deshalb konstruierst du hier also ein Szenario, bei dem die Mutter immer der Verlierer ist, egal, wie sie entscheidet.

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Das war nie meine Absicht, also ein 'Szenario' zu konstruieren....
Es ist auf jeden Fall ein Gewissenskonflikt - ich denke bei jeder Mutter.

Sollte ich lieber fragen, wie ihr entscheiden würdet, wenn der Ehepartner dran glauben müsste, wenn ihr nicht euren Glauben verleugnet? Ich weiß nicht, ob die Entscheidung hierbei leichter fiele...?!

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Mein Mann würde sich freuen, dann endlich bei seinem Herrn sein zu dürfen.

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Mein Mann würde sich freuen, dann endlich bei seinem Herrn sein zu dürfen.

Ja, okay. Dein Mann ist schon erwachsen und womöglich auch schon Christ. Du bist nicht für ihn verantwortlich - für deine eigenen Kinder hingegen schon.
Das ist schon ein riesengroßer Unterschied!

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Meine Kinder sind alle schon selber groß.

herbstrose antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hallo - in dem Thread "Wie stark ist der Glaube" ist die Diskussion darüber bereits in vollem Gange.. 😊

Anonymous antworten
Deborah71
Beiträge : 15866

Antwort 😊

Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Wie sollte sich ein standfester Christ hier verhalten?

Gott um Weisheit bitten und die Polizei einschalten.

deborah71 antworten
17 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ja klar würde ich beten und wenn möglich auch die Polizei einschalten.
Jedoch kann es sein, dass dem Kind dann erst recht Gewalt angetan wird.

Mir ging es vielmehr um die Gewissensbisse, wenn ich Jesus als meinen Herrn verleugnen würde, 'nur' um mein Kind zu retten.
Jesus sagt an einer Stelle: "Wer mich verleugnet vor den Menschen, den werde ich auch verleugnen vor dem Vater!"

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Jesus sagt an einer Stelle: "Wer mich verleugnet vor den Menschen, den werde ich auch verleugnen vor dem Vater!"

Und, was bedeutet das für dich? Dass du Jesus lieber verleugnest statt ihm zu vertrauen?

herbstrose antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866
Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Ja klar würde ich beten und wenn möglich auch die Polizei einschalten.
Jedoch kann es sein, dass dem Kind dann erst recht Gewalt angetan wird.

Teil 1: es gibt eine Erzählung, da war es in einem Land verboten, sich als Christen zu treffen und abends war Ausgangssperre (ausserhalb Familie). Eine Christin ging zur abendlichen Stunde und wurde von der Polizei überprüft und befragt. Sie bekam Weisheit vom HErrn und antwortete: Ich bin unterwegs zu meiner Familie. Wir verlesen das Testament unseres älteren Bruders.

Teil 2: Verbrecher drohen immer damit, der entführten Person etwas anzutun, wenn man die Polizei einschalten würde.

Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Mir ging es vielmehr um die Gewissensbisse, wenn ich Jesus als meinen Herrn verleugnen würde, 'nur' um mein Kind zu retten.
Jesus sagt an einer Stelle: "Wer mich verleugnet vor den Menschen, den werde ich auch verleugnen vor dem Vater!"

Es ist ein arges Dilemma, wenn man sich hier entscheiden müsste. Da ist Weisheit gefragt und Hilfe nötig, dass die entführte Person lebend gefunden wird, bevor man in Zeitdruck kommt.
Das Hirn läuft in so einem Fall eh ziemlich heiß und man braucht gute Berater, wie man aus dem Dilemma kommt, ohne den HErrn zu verleugnen.

Mir war heute vormittag noch dieser Vers in Erinnerung gekommen:

Jes 54,17 Keiner Waffe, die gegen dich bereitet wird, soll es gelingen, und jede Zunge, die sich zum Rechtsstreit gegen dich erhebt, sollst du schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des HERRN, und ihre Gerechtigkeit kommt von mir, spricht der HERR.

und auch die Bitte der Witwe ist wichtig:
"Schaffe mir (und meinem Kind) Recht vor meinem Widersacher".

Es sind nicht nur die Verse gegen das Verleugnen und Abfallen wichtig, sondern auch die Verheißungen und so man seine Seele beruhigen kann oder jemanden hat, der für einen mithört von Gott, dass man ein Wort der Weisheit oder ein Wort des Glaubens bekommt, das den feindlichen Zugriff bricht und Ruhe und Zuversicht und letztlich auch Freiheit für die entführte Person bringt.

deborah71 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Oh, oh, ich glaube ich kenne dieses Land, von dem du da geschrieben hast 😉
sehr klug und weise gesprochen!

Mt 10,16 Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.

Danke auch für den Vers aus Jesaja- wie das mit dem zitieren funktioniert, ist mir noch nicht so ganz klar... 😊

Anonymous antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866
Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Danke auch für den Vers aus Jesaja- wie das mit dem zitieren funktioniert, ist mir noch nicht so ganz klar... 😊

Wenn du auf die kleine Sprechblase vor einem Absatz klickst, dann wird der Abschnitt als Zitat ins Antwortfenster gesetzt. Willst du nur einen Teil zitieren, dann markiere diesen Bereich und dann erscheint ein Fensterchen mit Auswahl zitieren - oder - Abbruch.

Sammel dir Schwertverse an den Gürtel der Wahrheit deiner geistlichen Waffenrüstung, damit dich der Heilige Geist daran erinnern kann, wenn du einen brauchst. 😉

deborah71 antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Das funktioniert am Laptop, aber nicht am Smartphone.

herbstrose antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866

Könntest du bitte die Erklärung fürs Smartphone ergänzen?

deborah71 antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Am Smartphone ist es etwas tricky wegen des fehlenden rechten Bereiches. Ich markiere den Text, auf den ich antworte, dann klicle ich auf "kopieren", dann klicke ich auf "antworten". Dann geht das Antwortfenster auf. Ich füge den Text ein, markiere ihn und klicke über dem Fenster auf "Zitat".

herbstrose antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866

Danke 😊

deborah71 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Wenn du auf die kleine Sprechblase vor einem Absatz klickst, dann wird der Abschnitt als Zitat ins Antwortfenster gesetzt. Willst du nur einen Teil zitieren, dann markiere diesen Bereich und dann erscheint ein Fensterchen mit Auswahl zitieren - oder - Abbruch.

Sammel dir Schwertverse an den Gürtel der Wahrheit deiner geistlichen Waffenrüstung, damit dich der Heilige Geist daran erinnern kann, wenn du einen brauchst.

Vielen Dank, ich hoffe es klappt jetzt?!
Ich hab deine Worte kopiert und dann bei der Zitatenblase wieder eingefügt. 😊
(Ich bin gerade an Smartphone).

Nachtrag vom 23.06.2021 1816
Ich sehe gerade, es hat geklappt. Danke nochmal an euch beide‼️

Anonymous antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866

Sieht gut aus 😊

Ich bin nur mit Laptop unterwegs und kann nur von da aus beschreiben.

deborah71 antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193
Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Vielen Dank, ich hoffe es klappt jetzt?!
Ich hab deine Worte kopiert und dann bei der Zitatenblase wieder eingefügt. 😊
(Ich bin gerade an Smartphone).

So wie bei dir sieht es bei mir aus, wenn ich am Smartphone bin. So wie mein Zitat sieht es aus, wenn man am Laptop/PC ist.

Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Ich sehe gerade, es hat geklappt. Danke nochmal an euch beide‼️

Gerne!

herbstrose antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 11780

grün
owT

neubaugoere antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Situationspragmatikerin !

Wir wollen weise Worte in Schachtelsätzen, an denen wir auch in 30 Jahren noch herumrätseln!

😀

banji antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866
Veröffentlicht von: @banji

Wir wollen weise Worte in Schachtelsätzen, an denen wir auch in 30 Jahren noch herumrätseln!

Jawoll....eine Pauline mit paulinischen Schachtelsätzen 😀

deborah71 antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 11780

Wieso nur las ich grad "Praline" ... 🤨

neubaugoere antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866

😀😀😀

deborah71 antworten


Plueschmors
Beiträge : 3736

Ein feste Burg ist unser Gott

Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Wie sollte sich ein standfester Christ hier verhalten?

Mir kommt da sofort der schöne Choral Martin Luthers in den Sinn:

Nehmen sie den Leib,
Gut, Ehr, Kind und Weib:
lass fahren dahin,
sie haben’s kein’ Gewinn,
das Reich muss uns doch bleiben.

Das ist aus der vierten Strophe von "Ein feste Burg ist unser Gott". Wird in der Kirche nicht mehr oft gesungen...

😉

plueschmors antworten
21 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Oh ja, diesen Vers habe ich früher als Jugendliche auch in der Kirche gesungen, das flößte mir damals schon Angst ein:

"Nehmen sie den Leib,
Gut, Ehr, Kind und Weib:
lass fahren dahin,
sie haben’s kein’ Gewinn,
das Reich muss uns doch bleiben."

Ich könnte da wahrscheinlich nicht hart genug sein.
Ich kann mir auch keinen barmherzigen Gott vorstellen, der unter gewissen Umständen eine Notlüge bestrafen würde. David hat sich schließlich auch Mal wahnsinnig gestellt, um dem Tod zu entgehen!

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Sich wahnsinnig stellen und seinen Glauben zu verleugnen, sind zwei Paar Stiefel.

Standhaft im Glauben zu sein hat eine andere Dimension als Sturheit.

herbstrose antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Ich finde Martin Luther auch nicht in allen Dingen als Vorbild. Da gibt es Ansichten, die gehen aus heutiger Sicht gar nicht. Er war eben auch Kind seiner Zeit.

tatokala antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 3806
Veröffentlicht von: @tatokala

Da gibt es Ansichten, die gehen aus heutiger Sicht gar nicht. Er war eben auch Kind seiner Zeit.

In besagtem Liedvers hat er eigentlich nur das zum Ausdruck gebracht, was Jesus selbst sagte.

turmfalke1 antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3736

Der Märtyrertod der sieben Brüder und ihrer Mutter

Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

...das flößte mir damals schon Angst ein...

Zu Luthers Zeiten war das Sterben für den (evangelischen) Glauben wieder aktuell. Menschen verloren oft alles, oft blieb ihnen nur noch der Glaube. Darum diese trotzigen Zeilen: "Ich bleibe meinem Glauben treu, komme was wolle". Das muß keine Angst machen, sondern soll Zuversicht geben: "Wenn ihr mir auch alles nehmt, mein Jesus bleibt mir. Immer".

Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Ich könnte da wahrscheinlich nicht hart genug sein.

In den Apokryphen - 2. Makkabäer 7 - gibt es die Geschichte vom Märtyrertod der sieben Brüder und ihrer Mutter. Die sieben Kinder sollen Schweinefleisch essen, wogegen sie sich aber strikt wehren:

Wir wollen eher sterben, als die väterlichen Gesetze zu übertreten.

Was passiert? Eisenroste und Kessel werden über das Feuer gesetzt, dem ersten Bruder wird die Zunge herausgeschnitten, die Haut vom Kopf gezogen und Hände und Füße abgeschlagen. Die Familie muß zusehen. Am Ende wird der Verstümmelte geröstet.

Die Familie aber bleibt stark im Glauben:

Gott der Herr sieht alles und wird sich unser ganz gewiss erbarmen.

Dem zweiten Bruder geht es auch so:

Als er nun in den letzten Zügen lag, sprach er: Du verruchter Mensch, du nimmst uns wohl das zeitliche Leben; aber der König der Welt wird uns, die wir um seiner Gesetze willen sterben, wieder erwecken in der Auferstehung zum ewigen Leben.

Dann dem dritten Bruder genauso:

Diese Glieder sind mir vom Himmel gegeben; darum will ich sie gern gering achten um seiner Gesetze willen; denn ich hoffe, er wird sie mir wiedergeben.

Auch dem vierten Bruder:

Das ist ein großer Trost, dass wir auf Gottes Verheißungen trauen: Wenn uns Menschen töten, wird er uns wieder auferwecken. Du aber wirst nicht auferweckt werden zum Leben.

Dann dem fünften und dem sechsten... Und die Mutter?

Sie sah, wie ihre Söhne alle sieben nacheinander an einem einzigen Tag zu Tode gemartert wurden, und durchlitt es tapfer um der Hoffnung willen, die sie zum Herrn hatte.

Sie hatte ihre Söhne sogar zum Sterben angespornt:

Der, der die Welt geschaffen und alle Menschen gemacht und das Werden aller Dinge erdacht hat, wird euch den Odem und das Leben gnädig zurückgeben, weil ihr jetzt um seiner Gesetze willen keinerlei Rücksicht nehmt auf euch selbst.

Und zu ihrem siebten und letzten Sohn:

Mein lieber Sohn, nimm den Tod auf dich, damit ich dich zur Zeit des Erbarmens samt deinen Brüdern wiederbekomme.

Wie hat diese Mutter das geschafft? Es erscheint mir fast unmenschlich zu sein, solche Fassung zu bewahren. Auch sie wurde zum Schluß getötet.

Was uns jetzt noch menschlich unmöglich erscheint, wird durch Gottes Kraft bestimmt ganz leicht. Diese Kraft haben wir jetzt noch nicht, weil wir sie nicht brauchen. Aber wenn es soweit ist, wird Gott da sein und uns stärken und mit uns hindurchgehen.

plueschmors antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Was uns jetzt noch menschlich unmöglich erscheint, wird durch Gottes Kraft bestimmt ganz leicht. Diese Kraft haben wir jetzt noch nicht, weil wir sie nicht brauchen. Aber wenn es soweit ist, wird Gott da sein und uns stärken und mit uns hindurchgehen.

Ja, in der Tat scheint es sehr unmenschlich zu sein. Und alles nur wegen einem bisschen Schweinefleisch?!
Ich denke, es ist alttestamentlich. Damals forderte Gott sehr viel Unmenschliches. Auch Abraham sollte ja seinen eigenen Sohn opfern....
Nun leben wir aber im neuen Bund. Wenn ich die Frau mit den sieben Söhnen wäre, würde ich sie natürlich bitten, lieber Schweinefleisch zu essen... muss allerdings dazu sagen, das ich dieses Fleisch vermeide, wenn es geht.

Würde Gott dies von mir verlangen - es wäre das Grausamste für mich, das ich mit vorstellen kann... 😒

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Ja, in der Tat scheint es sehr unmenschlich zu sein. Und alles nur wegen einem bisschen Schweinefleisch?!
Ich denke, es ist alttestamentlich. Damals forderte Gott sehr viel Unmenschliches

Hat Gott in dieser Geschichte etwas gefordert? War es nicht der freie Wille der Familie, an den Speisegesetzen festzuhalten?

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Hat Gott in dieser Geschichte etwas gefordert? War es nicht der freie Wille der Familie, an den Speisegesetzen festzuhalten?

Das stimmt. Ich hatte es auch auf andere Bibelstellen bezogen gehabt. Die sind sicherlich bekannt, z. B. die Konsequenzen nach Ehebruch.

Anonymous antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3736
Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Und alles nur wegen einem bisschen Schweinefleisch?!

An dem "bisschen Schweinefleisch" hat sich für die Familie entschieden, lieber zu sterben als das Gesetz Gottes zu mißachten. Lieber das ewige Leben im Jenseits bei Gott, als ehrlos die Haut zu retten für ein paar betrübliche Tage mehr im Diesseits.

Das ist eine alte Geschichte aus einer Zeit, als der Hellenismus den jüdischen Glauben auszurotten drohte. Es gibt aber auch heute noch Menschen genug, die vor der Frage stehen, ob sie für irdische Wohlfahrt den Glauben verheimlichen oder gar verleugnen. Das islamische Prinzip der Taqiyya ist dem Christentum unbekannt. Hier gilt vielmehr Mt 10,32.33:

Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem Vater im Himmel.

Natürlich sind wir keine fertigen Heiligen. Auch Petrus hat den Herrn verleugnet.

Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Ich denke, es ist alttestamentlich.

Es steht zwischen Altem und Neuem Testament.

Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Damals forderte Gott sehr viel Unmenschliches. Auch Abraham sollte ja seinen eigenen Sohn opfern...

Meinst Du etwa, der Gott des Alten Testaments wäre ein anderer als der des Neuen? Auch im Neuen Testament findest Du denselben Gott. Auch Zorn, Gericht und "Unmenschliches" mit Deinen Worten. Ich kann mir denken, daß Du z.B. die Geschichte von Hananias und Saphira in Apg 5,1-11 entsetzlich findest, die Gott belogen und getäuscht haben und deshalb auch fast augenblicklich sterben mußten.

Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Nun leben wir aber im neuen Bund.

Und was bedeutet das konkret für Dich?

Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Wenn ich die Frau mit den sieben Söhnen wäre, würde ich sie natürlich bitten, lieber Schweinefleisch zu essen...

Und was wäre dann geschehen? Das bringt mich auf eine Episode aus Grimmelshausens "Simplicissimus", wo Soldaten ein paar Bauern foltern im Rahmen des Dreißigjährigen Krieges und wo es dann heißt:

»Wenn du Gott und alle seine Heiligen verleugnen willst, so werde ich dich laufen lassen, wohin du begehrest;« Hierauf antwortet' der Baur, er hätte sein Lebtag nichts auf die Heiligen gehalten, und auch bis her noch geringe Kundschaft mit Gott selbst gehabt, schwur auch darauf solenniter, daß er Gott nicht kenne, und kein Teil an seinem Reich zu haben begehre; hierauf jagte ihm der Soldat ein Kugel an die Stirn, welche aber so viel effektuiert', als wenn sie an einen stählernen Berg gangen wäre, darauf zuckte er seine Plaute, und sagte: »Holla, bist du der Haar? ich hab versprochen, dich laufen zu lassen, wohin du begehrest, siehe, so schicke ich dich nun ins höllische Reich, weil du nicht in Himmel willst«, und spaltete ihm damit den Kopf bis auf die Zähn voneinander, als er dorthin fiel, sagte der Soldat: »So muß man sich rächen, und diese losen Schelmen zeitlich und ewig strafen.«

Kann also trotzdem immer schlecht ausgehen.

Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Würde Gott dies von mir verlangen - es wäre das Grausamste für mich, das ich mit vorstellen kann...

Kommt Zeit, kommt Rat. Was stellst Du Dir Dinge vor, die sehr wahrscheinlich nie passieren werden? Und wenn sie passieren, dann gibt Gott den Seinen Rat und Kraft genug.

plueschmors antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866

dahinter gesehen...

Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Ja, in der Tat scheint es sehr unmenschlich zu sein. Und alles nur wegen einem bisschen Schweinefleisch?!

Das Schweinefleisch steht symbolisch für die Anbetung fremder Götter, ein Verstoß gegen §1. Das NT-Beispiel ist Mt 4/Lk 4, wo Jesus bei der dritten Versuchung antwortet, dass man nur Gott allein anbeten soll.

Abraham kam aus einer Region (Ur in Chaldäa), in der Kinderopfer meines Wissens eine normale Religionsausübung waren. Gott testete bei Abraham, ob er die Loyalität einer Führungsperson hatte, dem er die Segenslinie anvertrauen konnte. Zudem wurde durch den Tausch, Sohn gegen Widder, der Kult der Kinderopfer für Abraham drastisch beendet. Gott machte unmissverständlich klar, dass er keine Kinderopfer duldete in seiner Segenslinie. Die Darbringung Isaaks lässt sich auch als Beispiel für Christus (Gott selbst) erkennen, das letzte Lamm zu unser aller Rettung - und als Test für Isaak, der die Segenslinie weiterführte.

Was aber ein aktueller Test ist in diesen aufgeworfenen Szenarien:
wie nimmt man sie auf und entwickelt sie weiter in Gedanken.
Geht man problemorientiert heran oder zielorientiert.

Desweiteren: es wird Furcht gesät.... lässt man die Saat aufgehen und zu kräftigen Pflanzen werden? bewässert man sie mit Sorgengedanken? oder setzt man Glauben und Wort Gottes dagegen?

Joyce definierte Sorgen so: eine Gewohnheit des Selbstquälens mit ängstlicher Gedankenentwicklung über Dinge, die so gut wie nie eintreffen werden.
Ich sage ergänzend: Kopfkino über Dinge, die nicht meine Aufgabe sind.
Es gibt Bibelstellen, die diese Art des Sorgen konkret verbieten, weil sie krank und zweifelnd machen können.
z.B. 1. Petr 5, 6 So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit. 7 Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. 8 Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. 9 Dem widersteht, fest im Glauben, und wisst, dass ebendieselben Leiden über eure Brüder und Schwestern in der Welt kommen.

Und, welche Gesinnung will da wirken? ein Geist der Furchtsamkeit/Ängstlichkeit.
2Tim 1,7 Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht.

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15230
Veröffentlicht von: @plueschmors

Was uns jetzt noch menschlich unmöglich erscheint, wird durch Gottes Kraft bestimmt ganz leicht.

Ja, das ist ganz sicher der Sinn dieser Geschichte... zu erklären, dass Folter mit Gottes Hilfe ganz leicht ist...

Die Frage, die immer zu stellen ist, lautet: Wem nützt es? Wer hat einen Grund dafür, solche Geschichten in die Welt zu setzen?

Wenn das tatsächlich von Gott wäre, dann würde seine Botschaft lautetn: "Lasst Euch für mich foltern, und wenn ihr das nicht schafft, dann werde ich euch nicht mehr lieben!"
Was für eine Botschaft soll das bitte sein...?

Wenn es aber die Kirchenleute waren, die fürchten mussten dass da womöglich das ein oder andere Schäfchen wieder aus der Gemeinde ausschert, dann sieht die Sache schon anders aus.
Denn dann lautet die Botschaft in Wahrheit:
"Schau mal, was diese Leute auf sich genommen haben! Und du willst dich dem Heidentempel zuwenden, weil deine Familie da hin geht? Und du willst dem Glauben abschwören, weil dir der Kirchenzehnt zu teuer ist? Und du hast dich in eine Nichtchristin verliebt? Was ist das schon gegen DIESE Geschichte! Wenn diese Familie sogar der Folter widersteht... dann werden ihr doch wohl noch euren Kleingeist überwinden können und weiter bei der Stange bleiben... und mir meinen Posten sichern!"

Der maximale Horror hier scheint mir also doch einen höchst menschlichen Ursprung zu haben...

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866

2. Makkabäer Kapitel 7
ist der Ursprung der Geschichte...

Ähnlich ist die Felicitaslegende...
https://de.wikipedia.org/wiki/Felicitas_und_ihre_S%C3%B6hne

deborah71 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Der maximale Horror hier scheint mir also doch einen höchst menschlichen Ursprung zu haben...

Soweit ich weiß, ist diese Story in den Lutherbibeln nicht enthalten. Die Makkabäer sind doch Spätschriften, die nur in den kath. Bibeln vorkommen, oder?!

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193
Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Soweit ich weiß, ist diese Story in den Lutherbibeln nicht enthalten. Die Makkabäer sind doch Spätschriften, die nur in den kath. Bibeln vorkommen, oder?!

In vielen Lutherbibeln finden sich die Apokryphen. Man muss nur beim Kauf drauf achten, ob sie enthalten sind oder nicht.

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

In vielen Lutherbibeln finden sich die Apokryphen. Man muss nur beim Kauf drauf achten, ob sie enthalten sind oder nicht.

Mein Mann sagt, dass die Apokryphen, laut Luther, zwar nicht vom Geist Gottes inspiriert seien, aber "trotzdem gut zu lesen".

Also sind in der Original-Luther bestimmt keine Apokryphen enthalten.

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193
Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Also sind in der Original-Luther bestimmt keine Apokryphen enthalten.

Oh doch:

"Wie viele andere Bibelübersetzungen entstand Luthers Bibelübersetzung nicht in einem Zug, sondern wurde Teil um Teil ergänzt, bis schließlich 1534 die ganze Bibel vorlag. Dabei wurden auch die bereits vorliegenden Bibelteile durch eine Gruppe unter Luthers Leitung erneut überprüft und korrigiert. Diese „Biblia / das ist / die gantze Heilige Schrifft Deudsch“ enthielt neben dem Alten und Neuen Testament auch die Apokryphen. Die erste Auflage war innerhalb kürzester Zeit verkauft und musste in Wittenberg fast jedes Jahr erneut nachgedruckt werden. Doch noch bis zu seinem Tod 1546 hat der Reformator mehrfach mit Mitarbeitern die Texte geprüft und verändert. Diese steten Verbesserungen finden sich bei Martin Luther in keiner seiner anderen Schriften und beweisen, welchen Rang er der Bibelübersetzung beimaß."
Quelle: https://www.die-bibel.de/bibeln/unsere-uebersetzungen/lutherbibel/die-geschichte-der-lutherbibel/luther-als-bibeluebersetzer/

Die Ausgabe mit den Apokryphen heißt "Die Bibel - Lutherübersetzung" im Untertitel steht "Lutherbibel mit Apokryphen". Es wird deutlich darauf hingewiesen, dass es Apokryphen sind. Die katholoschen Apokryphen bestehen meines Wissens aus 6 Büchern, während sich in der Luther 5 befinden.

herbstrose antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Das ist doch reine Theologie
Nicht Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib sind der Weg des Heils, sondern Jesus. Und der bleibt, auch wenn alles andere weg ist.

Katharina hat ihren Martin wegen dieses Verses bestimmt auch angekeift. 😀

banji antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Vielleicht war das noch aus seiner Zeit als Mönch.

tatokala antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3736
Veröffentlicht von: @tatokala

Vielleicht war das noch aus seiner Zeit als Mönch.

Nee, denn 1521 wurde Luther exkommuniziert. 1525 heiratete er und vermutlich 1529 entstand der bekannte Choral.

plueschmors antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Ich kann mich an so eine Lesung (meine ne öffentliche Veranstaltung) erinnern - da wurde zitiert aus Luther und Erasmus von Rotterdam. (Z.B. aus privaten Briefen). Bzw. es wurden Passagen gegenüber gestellt. Da hat Luther während seiner Mönchszeit vom Nutzen dse Zölibats geschwärmt, und dass das sein Weg sei. Fieserweise hat sich Erasmus genau darüber lustig gemacht mit dem Verweis, das seine frisch angetraute ja schon nach sieben Monaten sein erstes Kind zur Welt gebracht. So nach dem Motto: Da sieht man ja, wie wichtig ihm die Enthaltsamkeit immer war.

Will sagen: Auch ein Luther hat schon seine Meinung geändert. Ist sogar historisch belegbar.... 😀

tatokala antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3736
Veröffentlicht von: @tatokala

Will sagen: Auch ein Luther hat schon seine Meinung geändert. Ist sogar historisch belegbar.... 😀

Natürlich. Was denn sonst? Seine ersten Schrift sind sogar noch dem Papst wohlgesonnen. Erst nach und nach ist ihm vieles viel bewußter geworden. Bekennt er selbst. Aber wem geht es nicht so? Keiner wird als fertiger Doktor geboren. Leben heißt lernen.

plueschmors antworten
Suzanne62
Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Stellt euch bitte Mal vor, der Entführer, der dein Kind in seiner Gewalt hat, würde Verlangen, dass du deinem christlichen Glauben abschwörst, ansonsten würde er deinem Kleinen was antun.
Wie sollte sich ein standfester Christ hier verhalten?

Wie "ein standfester Christ" sich da verhalten sollte? Keine Ahnung.
Ich habe mich bereits im von Herbstrose verlinkten Thread als Glaubenslusche und "Spreu" (einer der dort mitschreibenden Glaubenshelden hat mich so bezeichnet) geoutet.....na ja "Ist der Ruf erst ruiniert, diskutiert sichs gänzlich ungeniert"....oder so.
Jedenfalls würde ich selbstverständlich alles tun, um das Leben des Kindes zu retten.
Gott ist allmächtig und kann sich somit selbst helfen. Zwingt ihn doch keiner, seine Gläubigen in so eine Situation geraten zu lassen.
Das Kind hingegen ist völlig unverschuldet da hineingeraten und ganz und gar davon abhängig, wie die Menschen, denen es anvertraut ist, reagieren.
Natürlich würde ich allem abschwören, dem abzuschwören man von mir fordert.
Natürlich würde ich felsenfest behaupten, dass zwei mal zwei fünf und Donald Trump die Ehrlichkeit und Integrität in Person ist, wenn ich mir davon auch nur den Hauch einer Chance erhoffen würde, das Leben eines unschuldigen Menschen zu retten. Was denn sonst!

suzanne62 antworten
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Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

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Ob es hilft, wenn du dabei die Finger hinter dem Rücken kreuzt?

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
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Jedenfalls würde ich selbstverständlich alles tun, um das Leben des Kindes zu retten.
Gott ist allmächtig und kann sich somit selbst helfen. Zwingt ihn doch keiner, seine Gläubigen in so eine Situation geraten zu lassen.
Das Kind hingegen ist völlig unverschuldet da hineingeraten und ganz und gar davon abhängig, wie die Menschen, denen es anvertraut ist, reagieren.

Ja, genau so sehe ich auch - ich würde fast alles tun, um mein Kind zu retten.
Danke, ich dachte schon (bei manchen Kommentaren hier), ich sei ein zu lascher Christ...
Ich bin mir hingegen sicher, dass Gott sogar stolz auf mich wäre, wenn ich die Lüge aussprechen wurde, dass Jesus mit nix bedeutete - es würde ja nicht aus Eigennutz geschehen...
Er weiß, dass ich nur um des Kindes Willen die Unwahrheitt gesagt hätte, um dem Armen die krassesten Schmerzen zu ersparen.

Ist Gott unser barmherziger Vater oder ein Tyrann??
Wir sollten die Antwort kennen ♥️☺️

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Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

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ich dachte schon (bei manchen Kommentaren hier), ich sei ein zu lascher Christ...
Ich bin mir hingegen sicher, dass Gott sogar stolz auf mich wäre, wenn ich die Lüge aussprechen wurde, dass Jesus mit nix bedeutete - es würde ja nicht aus Eigennutz geschehen...

Wie war das nochmal mit "du sollst nicht lügen"?

2Mo 20,16 Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
5Mo 5,20 Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

Mt 10,33 Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem Vater im Himmel.

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

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Lk 12,10 Und jedem, der ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben werden.

Wenn ich sage, Jesus bedeutet mir nichts, um meinen Kindern Folterungen zu ersparen, ist das m. E. im Willen des Herrn. Es steht ganz klar geschrieben, dass uns vergeben werden kann, sogar wenn wir gegen Jesus lästern würden - was mit unter normalen Umständen natürlich nicht Mal in den Sinn käme‼️

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Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

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Verleugnen ist nochmal ne andere Hausnummer:

Mt 10,33 Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem Vater im Himmel.

herbstrose antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @herbstrose

Mt 10,33 Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem Vater im Himmel.

Und was ist mit Petrus passiert, nachdem er Jesus sogar dreimal verleugnet hat...? Der hatte ja auch Angst um sein Leben...

lucan-7 antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

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Und was ist mit Petrus passiert, nachdem er Jesus sogar dreimal verleugnet hat...? Der hatte ja auch Angst um sein Leben...

Sehr gutes Beispiel. Jesus sagte sogar, dass Petrus der Fels sei, auf dem er seine Gemeinde bauen wolle!

Nachtrag vom 24.06.2021 0943
Jesus sagte dies, nachdem Petrus ihn 3 Mal verleugnet hatte‼️

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Deborah71
(@deborah71)
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Beiträge : 15866
Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Sehr gutes Beispiel. Jesus sagte sogar, dass Petrus der Fels sei, auf dem er seine Gemeinde bauen wolle!

Das ist so nicht richtig. Im Bibelvers ist im Griechischen ein Wortspiel zwischen Petros = Stein und Petra = Felsmassiv.

Die Gemeinde ist auf Christus ,den Felsen gebaut und Petrus ist ein Baustein, der darauf nach Pfingsten kräftig gebaut hat.

deborah71 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

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Strafe oder Erziehung?

Das ist so nicht richtig. Im Bibelvers ist im Griechischen ein Wortspiel zwischen Petros = Stein und Petra = Felsmassiv.

Die Gemeinde ist auf Christus ,den Felsen gebaut und Petrus ist ein Baustein, der darauf nach Pfingsten kräftig gebaut hat.

Das mag so sein, aber darum ging es nicht.
Die Aussage war, dass Petrus seinen HERRN 3x verleugnet hatte. Die Folge war mitnichten Strafe - nein, Jesus traue Petrus sogar zu, Gemeindeaufbau zu betreiben, nachdem er selbst wieder beim Vater sein würde. 😊

Gott sieht unser Herz an. Er weiß genau, warum wir manchmal nicht selbstbewusst sagen, dass wir zu ihm gehören. Aber er straft uns dann nicht, wenn wir versagt haben, sondern er erzieht und in Geduld.

Nachtrag vom 24.06.2021 1541
Indem er zu Petrus sagte, das er auf ihm seine Gemeinde aufbauen wollte, gab Jesus ihm sein angeknackstes Selbstvertrauen zurück!

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Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866
Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Das mag so sein, aber darum ging es nicht.

Das ist so und das ist mir wichtig. Denn auch meine Beziehung zu Jesus gründet sich auf Jesus und nicht auf Petrus.

Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Die Aussage war, dass Petrus seinen HERRN 3x verleugnet hatte. Die Folge war mitnichten Strafe - nein, Jesus traue Petrus sogar zu, Gemeindeaufbau zu betreiben, nachdem er selbst wieder beim Vater sein würde.

Nicht ohne die Wiederherstellung am See. Jesus hat kein Auge zugedrückt, sondern sehr konkret an Petrus gehandelt. 3x verleugnet, 3x gefragt. Und auch in dieser Stelle kommt im Deutschen etwas wesentliches nicht heraus. Jesus fragte Petrus 2x nach der agape-Liebe... und erst beim 3. Mal nach der philia-Liebe (Freundesliebe). Erst ab Pfingsten war Petrus zur agape-Liebe befähigt worden, die Gemeinde zu hirten.
Hier am See war ganz bewusst Petrus gedient worden, daß er sich nicht mehr selbst überschätzte....

Und das ist sehr wichtig beim anstehenden Thema: keiner von uns weiß, wie er im Fall der Fälle handeln und entscheiden wird...egal, wie guten Vorsatzes man ist. Unsere menschliche Begrenztheit ist ein Faktor. Daher war meine erste Anwort oben auch die Bitte um Weisheit. Denn mit der Weisheit gibt Jesus meinem Verständnis nach auch die Kraft, danach zu handeln.

deborah71 antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3736

Das gibt´s ´nen kleinen Unterschied...

Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Die Aussage war, dass Petrus seinen HERRN 3x verleugnet hatte. Die Folge war mitnichten Strafe - nein, Jesus traue Petrus sogar zu, Gemeindeaufbau zu betreiben, nachdem er selbst wieder beim Vater sein würde.

Petrus hat allerdings nicht mutwillig gesündigt, also vorausschauend mit voller Absicht, sondern aus Schwäche. Was Du hier bringst, klingt allerdings äußerst mutwillig: "Herr, ich werde dich verleugnen, wenn es soweit ist"...

Und für so ein Vorhaben findet die Bibel sehr deutliche Worte:

Wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, bleibt hinfort kein Opfer mehr für die Sünden, sondern ein schreckliches Warten auf das Gericht und ein wütendes Feuer, das die Widersacher verzehren wird.

plueschmors antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, bleibt hinfort kein Opfer mehr für die Sünden, sondern ein schreckliches Warten auf das Gericht und ein wütendes Feuer, das die Widersacher verzehren wird.

Dieser Hebräerbrief wurde an Judenchristen geschrieben - und eben mit diesen Vers wurde schon viel Schindluder getrieben...

Du schreibst, ich würde mutwillig sündigen, nur weil ich mit darüber Gedanken macht, ob ich Jesus verleugnen würde, wenn meine Kinder bedroht würden und dies von mir gefordert wäre.
Vermutlich würde ich es tun, ja. Denn diese Kinder hat mir der Herr anvertraut. Woher willst du wissen, was wichtiger ist.... ein Menschenleben zu retten oder ein Lippenbekenntnis für Jesus?

Man sollte bei allem Buchstabenglauben auch sein Gehirn einschalten (soll jetzt nicht heißen, dass du es nicht tust 😉).
Es steht nämlich auch geschrieben:
"Der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig".

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Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3736
Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Dieser Hebräerbrief wurde an Judenchristen geschrieben...

Und? Das Matthäus-Evangelium auch. Geht es uns darum nichts an?

Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Woher willst du wissen, was wichtiger ist.... ein Menschenleben zu retten oder ein Lippenbekenntnis für Jesus?

Ich habe z.B. Römer 10,9:

Wenn ihr also mit dem Mund bekennt: »Jesus ist der Herr«, und im Herzen glaubt, dass Gott ihn vom Tod auferweckt hat, werdet ihr gerettet.

Hast Du was Gleichwertiges bzgl. Menschenleben retten?

Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

"Der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig".

Damit wurde wahrlich auch schon allerlei Schindluder getrieben. Ein Lieblingssatz der Schwärmer und Rottengeister, die "Geist, Geist, Geist" schwadronieren und sich vom Wort Gottes - der Bibel - gar nichts mehr wollen sagen lassen.

plueschmors antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Woher willst du wissen, was wichtiger ist.... ein Menschenleben zu retten oder ein Lippenbekenntnis für Jesus?

Ist dein Glaube nur ein Lippenbekenntnis? Dann verstehe ich, dass es dir leicht fällt, ihn zu verleugnen.

Würde ich meinen Glauben verleugnen, würde ich mich selbst verleugnen.

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Ist dein Glaube nur ein Lippenbekenntnis? Dann verstehe ich, dass es dir leicht fällt, ihn zu verleugnen.

Nein, in Gegenteil:
Ich liebe meinenn Herrn Jesus. Aber ich liebe auch meine Kinder.
Und wenn ich nur mit meinen Worten das Leben dieser retten kann, dann ist es m. E. meine gottgewollte Pflicht.

Würde ich anders handeln und meine Kinder kämen aufgrund dessen zu Tode - ich würde mich ewig grämen. Und stell dir Mal vor, wenn ich beim Jüngsten Gericht gefragt werden würde, weshalb ich trotz Androhung das Leben der Kinder aufs Spiel gesetzt habe?!

In meiner Bibel steht, dass wir listig wie die Schlange sein sollten, aber ohne Falsch wie die Taube... meine Kinder haben bei mir einen höheren Stellenwert als etwaige Entführer ‼️

Dieser Thread hat mir sehr geholfen. Danke an alle, die sich so rege beteiligt haben, mir sind in wahrsten Sinne des Wortes die Augen geöffnet worden und ich werde künftig immer die Liebe vor den toten Buchstabenglauben stellen. 😊

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Das Leben der Kinder steht nicht erst durch deine Entscheidung auf dem Spiel.

Das stand bereits in dem Moment auf dem Spiel, als sie in die Gewalt des Feindes gerieten.

herbstrose antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Danke, ich dachte schon (bei manchen Kommentaren hier), ich sei ein zu lascher Christ...

Willkommen im Club!

Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Er weiß, dass ich nur um des Kindes Willen die Unwahrheitt gesagt hätte, um dem Armen die krassesten Schmerzen zu ersparen.

Und er hat Petrus das dreimalige Verleugnen verziehen.

Veröffentlicht von: @gossengurugehilfin

Ist Gott unser barmherziger Vater oder ein Tyrann??

Ich hoffe jedenfalls darauf, dass er barmherziger ist als manche meiner geschätzten rechtgläubigen Mitforanten...

suzanne62 antworten


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