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Neigen Christen dazu, alles negativ zu sehen...?

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Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 29627

Es gibt ja gerade einen Thread hier, in dem es darum geht ob die Welt jetzt besser oder schlechter ist als früher... und ja, es gibt natürlich einige Entwicklungen, die besorgniserregend sind, Stichtwort: Klimawandel und KI. Und Atombomben, die gibt es nun auch schon ein Weile...

Aber ich frage mich: Neigen Christen - in Erwartung der Apokalyse, der Endzeit, was auch immer - dazu, alles möglichst negativ zu sehen, weil alles auf etwas Finsteres hinausläuft, weil eh das Ende kommt, weil alles ganz furchtbar schlecht werden wird, weil alles zwangsläufig auf finstere Ränke hinausläuft... oder können Christen auch positive Entwicklungen sehen, weil es auch Dinge in der Welt gibt, die gut laufen, weil es vielleicht auch die ein oder andere Entwicklung in die richtige Richtung gibt, weil wir sensibler werden, aufmerksamer, weil wir auch Menschen ausserhalb unserer eigenen Kultur wahrnehmen, weil wir Dinge anstoßen, über unseren Tellerrand schauen, uns kümmern, Meinungen haben, Wahlentscheidungen treffen und vielleicht auch hier und da etwas ändern...?

Konkret gefragt: Ist das Christentum nun darauf ausgelegt, das Schlimmste und die Endzeit zu erwarten... oder die Welt im Positiven zu verändern...?

Wie seht ihr das?

Ich sehe hier jedenfalls immer wieder sehr negative Aspekte... 

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8 Antworten
Mariposa22
Beiträge : 1366

@lucan-7

Konkret gefragt: Ist das Christentum nun darauf ausgelegt, das Schlimmste und die Endzeit zu erwarten... oder die Welt im Positiven zu verändern...?

Ich denke, das Christentum ist darauf ausgelegt, Veränderungen - in Demut und Gottvertrauen - zuzulassen.

mariposa22 antworten


Chai
 Chai
Beiträge : 5233

@lucan-7 Was willst Du denn jetzt hören?

chai antworten
Stern
 Stern
Beiträge : 3649

@lucan-7 

Konkret gefragt: Ist das Christentum nun darauf ausgelegt, das Schlimmste und die Endzeit zu erwarten... oder die Welt im Positiven zu verändern...?

Vielleicht ist das hier nicht deine Erfahrung, aber ich denke diese sehr negative Sicht haben eigentlich nur Christen, die wirklich mit der demnächst stattfindenden Apokalypse rechnen. Die Argumentationskette ist nur umgedreht:

Nicht weil man die Endzeit erwartet, sieht man alles Negative. Eigentlich ist es andersrum: Man sieht all das Negative und dann fragt man sich, ob das jetzt die Endzeit sei (oder wenn man weniger gemäßigt unterwegs ist, ist man davon überzeugt.)

Also ich glaube, zuerst ist da eine sehr empathische Sichtweise auf die Welt wie sie ist. Und wenn man das nicht übertragen und einbetten kann in eine objektivere Sicht auf die Ereignisse in der Geschichte der Menschheit, dann kommt da unweigerlich der Endzeitgedanke. (Von dem man sich aber eigentlich ganz gut frei machen indem man sich einfach den Vers vor Augen hält: Niemand weiss die Stunde…Also: wenn ich glaube zu wissen, bin ich schon falsch abgebogen.)

Ich frage mich das auch manchmal: leben wir jetzt in der Endzeit? Und wenn ich schaue, wo der Gedanke herkommt, dann liegt das daran, dass man den Zustand der Welt global gesehen schon eher als „schlecht“ betrachtet. 

Wenn ich aber in den Blick daraufhin auf die Bemühungen der Menschen lenke, die diesen Planeten bewahren wollen, sich für Frieden einsetzen, für Menschenrechte und genügend zu Essen, dann würde ich sagen: es ist alles in Ordnung. Wir bemühen uns so menschlich wie möglich miteinander umzugehen und haben, wie du es sagst, den Blick geweitet.

Ich glaube, es ist eher die „das Glas ist halb voll/ das Glas ist halb leer“ Problematik und weniger der christlichen Endzeiterwartung geschuldet.

 

 

stern antworten
2 Antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5233
Veröffentlicht von: @stern

Nicht weil man die Endzeit erwartet, sieht man alles Negative. Eigentlich ist es andersrum:
Man sieht all das Negative und dann fragt man sich, ob das jetzt die Endzeit sei (oder wenn man weniger gemäßigt unterwegs ist, ist man davon überzeugt.) 

Genau. Man sieht's und fragt sich, was noch kommt. 
Ich gehöre auch zur Fraktion 'Weder Tag noch Stunde' und kenne etliche 'Propheten', die von der Zeit überholt wurden. 
Aber doch hab ich nicht den Eindruck, dass etwas besser wird. 
Und - weil Du das so auf die Christen beziehst - das 'Schwarz-Sehen' ist ja wirklich nicht auf die Christen beschränkt.
Es gibt ja auch genug Nicht-Christen, die der Welt keine große Chance mehr geben. 

chai antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7848

@chai 

Richtig. Sehe ich auch so.

queequeg antworten


DerElch
Beiträge : 2196

Nö tun sie nicht. Einzelne schon, der ganze Laden kaum.

derelch antworten
Salvatore23
Beiträge : 73
Veröffentlicht von: @lucan-7

Konkret gefragt: Ist das Christentum nun darauf ausgelegt, das Schlimmste und die Endzeit zu erwarten... oder die Welt im Positiven zu verändern...?

Wie seht ihr das?

Ich sehe hier jedenfalls immer wieder sehr negative Aspekte... 

Leider ist damals der  jüdische Hohe Rat (bezüglich Jesus Christus Version von wahrhaftigem Gott und Erfüllung dessen Willen )nicht zur selben erleuchtenden Einsicht gekommen, wie das einfache jüdische Volk. Denn sonst hätten sie von der Tora nurmehr als zu befolgen erklärt, was gegenseitig gelebte Wertschätzung fördert. Sie forderten Jesus Kreuzigung, statt ihn als gottgesandten Erlöser von ihren Sünden(-Gesetzen) anzuerkennen, was zu einer positiven Endzeit hätte führen können.  

Tja und dann kam die Konstantinwende und was Jesus Christus im göttlichen Auftrag erreichen wollte = gelebte Wertschätzung unter allen Menschen,(wie in andern Teilen der Erde gelehrt wurde und wird) wurde von der machtorientierten RKK mit einem Papst als Oberhaupt. und Kaiser Konstantin ins Abseits gestellt, wie bald darauf das Christusmonogram durch das Kreuz für das künftige Kirchen- Papsttum und dessen Glaubensvorschriften  ersetzt wurde. Nur der Begriff Christentum ist geblieben, 

Das Christentum hat sich also mehr und mehr vom Evangelium Jesus Reich Gottes entfernt. Statt hierfür, wie Jesus seine Jünger und insbesondere Apostel Paulus, allfällige Abkehr von aller Bosheit, Neid, Eifersucht, Hass, hin zu nurmehr gelebter gegenseitiger Wertschätzung.( Gal 5,19-25 als Beispiel.) für Erlösung vom Bösen innige Gottverbundenheit ans Herz zu legen, wurde/wird Jesus kirchenseits zum wahren Menschen und wahren Gott erkoren, aber zum Sühneopfer degradiert.

Sp, der seit 2000 Jahren bestehende göttliche Heilsplan für das Juden- und das Christentum für künftig gelebtes friedliches gegenseitig wertschätzend gelebtes Miteinander war absolut genial. (Im 1. Jahrhundert hat ja ach der gewaltlose jüdische Rabbiner die Tora als vollständig erfüllt erklärt, wenn man niemandem antut was man selber nicht wil https://www.religionen-entdecken.de/lexikon/r/rabbi-hillell) Es waren und sind immer nach Macht und Reichtum strebende Herrscher, die ja nicht Gott sondern dem Mammon dienen, die für ihre Ziele vor nichts zurückschrecken über Leichen/Kriege gehen.

Also was Jesus Christus, der gottgesandte Heiland für ewigen inneren Frieden mit Gott allen Mitmenschen und sich gelehrt und vorgelebt hat, zählt schon lange nicht mehr.  So nun zur Endzeiterwartung gemäss Bibel. Da soll Jesus Christus mit Macht und Herrlichkeit für alle sichtbar!!!vom Himmel her auf die Erde kommen und alles in Ordnung bringen was 2000 jährige Folge der Ignoranz seines Heilsplans war https://christianpure.com/de/learn/bible-study-jesus-returns/

Das ist doch so vollkommen unrealistisch wie die gesamte unheilvolle Wüstengeschichte Israels, die noch immer als wahr buchstäblich so geschehen gehandelt wird. Die Zionisten erwarten auch den Messias auf dem Jerusalemer Ölberg, den sie wegen der buchstabenfixierten Sturheit des jüdischen Hohen Rates verpasst haben. Sie vertreiben die Palästinenser auf gottlose Weise aus deren Gebieten in Nahost, nur um die Ankunft des Messias vermeintlich zu beschleunigen, der käme wenn Israels Grenzen so ausgeweitet sind, wie sie meinen.

Sorry für meine  lange Erklärung. Aber ich denke, das Christentum, sämtliche Kirchen und Freikirchen müssten wieder zurück zu jenen biblischen Anleitungen zu wahrem Menschsein zurückkehren um dem Evangelium Jesus Christus vom Reich Gottes wie im Himmel so auf Erden endlich zur längst fälligen Realisation zu verhelfen, was zur Entmachtung der negativen Beeinflussung seitens Gottes Widersacher führen würde.....Paradies auf Erden. 

 

salvatore23 antworten


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