(Nicht) Können und/oder Wollen?
Ich poste es mal hier in der Rubrik "Authentisch Christsein" ...
Seit Langem beschäftigt mich - im Blick auf den Glauben, aber auch im Blick auf unser Menschsein und auf unser menschliches Miteinander grundsätzlich - die Frage nach dem "Wollen" und dem "Können".
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"Ich kann das nicht!, sagt Jemand --- und hört: "Du willst es ja gar nicht! Und Du könntest, wenn Du wolltest!"
"Ich will es nicht!", sagt eine Stimme --- und die Antwort? "Aber Du könntest es ... und dann würdest Du etwas Wunderbares/Gutes erfahren!"
"Ich will es so sehr! ... Aber ich kann es einfach nicht!", sagt Jemand --- und tatsächlich und ehrlich gelingt es ihm/ihr nicht.
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Hinter diesem Widerstreit von (Nicht-) Wollen & Können stecken wohl viele Fragen:
Wie groß oder oder wie gering sind unsere Kompetenzen und unsere Grenzen? Wie selbst-bestimmt sind wir tatsächlich (nicht)? Wie sehr oder wie wenig sind wir "Herr/Frau im eigenen Haus" oder werden durch sovieles (auch unbewusst) gesteuert und gelenkt (wie Freud & Co es ja thematisiert haben)?
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Philipper 2,13 heißt es ja: "Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen." --- Und jedesmal denke ich: Mag sein, hier und da, aber faktisch und allgemeingültig kann es als Ansage nicht verstanden werden. Denn es ist wohl viel komplizierter mit dem Wollen und Vollbringen (Können) in unserem Menschsein und auch in unserem Glauben.
"Herr, schenk mir das Wollen & Vollbringen!" ... ? ... Das setzt ja schon ein eigenes Wollen voraus, oder? 😉
Was meint Ihr?
L'Chaim
Veröffentlicht von: @jack-blackDer Kapitalismus ist ein ökonomisches System, das meiner Überzeugung nach dysfunktional ist und schädlich für die Menschheit und den gesamten Planeten.
Was ist mit dem ›Rheinischen Kapitalismus‹ nach Walter Euken, mit seinem Ordoliberalismus? Er ist die Grundlage unserer ›Sozialen Marktwirkschaft‹ und deren Erungenschaften.
Veröffentlicht von: @lucan-7In jedem Fall wird aber Geld durch den Einsatz von Geld vermehrt. Das ist Kapitalismus.
In jedem Fall? Die Kapitalmärkte (sprich: Börse) sind ein Merkmal des kapitalistischen Marktes.
Beispiel: Ich spekuliere am Kapitalmarkt und schließe einen CFD (Contract for Difference) ab, gehe ›short‹. (Ich schließe also eine Wette darauf ab, dass eine ›Ware‹ an einem bestimmten Tag in der Zukunft günstiger sein wird als heute und verkaufe heute eine Ware - die ich nicht besitze - um sie am bestimmten Tag in der Zukunft günstiger kaufen zu können als der Verkaufspreis heute ausmacht. Die ›Differenz‹ zwischen erzieltem Verkaufserlös und Marktpreis am bestimmten Tag der Vertragserfüllung ist mein ›Gewinn‹.)
›Verzocke‹ ich mich und der Marktpreis ist gestiegen, nicht gefallen, dann muss ich die Differenz ausgleichen - habe ich durch den Einsatz durch Geld mein Geld nicht vermehrt sondern verringert.
Die apodiktische Aussage … »In jedem Fall wird Geld durch den Einsatz von Geld vermehrt.« … ist somit nachweislich nicht korrekt.
Veröffentlicht von: @samira-jessicaWas ich vergessen habe: Land und Wohnraum ist ein göttliches Grundrecht.
Leider kollidieren hier weltliches Recht und Deine Herleitung von ›göttlichem Grundrecht‹.
Wenn mir irgendwo ein Stück Land gehört … es gerichtsfest im Katasteramt auf mich eingetragen ist … und jemand kommt und stellt seinen Wohnwagen darauf ab und campt darauf … dann begeht er (ohne meine Zustimmung) einen sogenannten ›Landfriedensbruch‹.
Ein Verweis auf sein vermeintliches ›göttliches Grundrecht auf Land und Wohnraum‹ wird ihm dann nicht helfen, seine Handlung kann ihm eine Menge Scherereien und Kosten verursachen.
@katechon Das ist halt ein Menschengemachtes künstliches Problem mit Verknappung von z. B. Wohnraum.
Veröffentlicht von: @samira-jessica@katechon Das ist halt ein Menschengemachtes künstliches Problem mit Verknappung von z. B. Wohnraum.
Nun, das ist die Krux bei der Menschheit. Sie schafft Probleme. Die Natur manchmal auch, ohne dass es vom Menschen ausgelöst wurde, und Gott von sich aus eher nicht. Es sei denn, er schickt uns wieder eine Sintflut weil er von uns die Nase voll hat und das mit der Schöpfungsgeschichte nochmals von vorne anfangen will. Dann hätten wir erneut ein gottgegebenes Problem.