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Lukas 10,7 + Gelübde+ Nasiräer


Drina
Themenstarter
Beiträge : 15

Hallo,

ich möchte hier etwas richtig stellen. Lukas 10,7 In diesen Haus aber bleibt, und esst und trinkt, was sie haben! (Zusammenhang: Aussendung der 70 Jünger).

Ich habe mich mal gefragt, ob man alles essen und trinken muss, wenn man ein Gelübde hat? Ob das Gelübde durch Jesu Aufforderung in diesem Vers ungültig wird.

Auch ein Nasiräer hatte ein Gelübde Gott gegenüber. Er durfte in der Zeit seines Nasiräertums keinen Wein trinken. Jesus hätte, wenn es zu seiner Zeit auch noch Nasiräer gab, nicht von demjenigen gefordert, sein Gelübde zu brechen und plötzlich in den Häusern, in denen er Menschen zu Nachfolgern Jesu macht, Wein zu trinken.

Wo Gott doch schon in Amos 2,12 anprangert: Aber ihr habt den Nasiräern Wein zu trinken gegeben und den Propheten befohlen: Ihr sollt nicht weissagen!
So etwas war gerichtswürdig. Denn Jesus hat nie gesündigt und warum sollte Jesus seine Jünger aufgefordert haben, das Gesetz Gottes zu übertreten? Ich glaube fest, dass unter den 70 Leuten, die Jesus aussandte, keine Nasiräer waren. Sonst hätte er noch etwas anderes zu denjenigen gesagt.

Ich glaube nicht, dass Jesus ein Gelübde durch diesen Vers (Lk 10,7) ungültig macht. Sonst hätte er es explizit gesagt.

Ich habe das deshalb geschrieben, weil es vielleicht hier Ex-Alkoholiker gibt, die durch meine falschen unklaren Aussagen versucht worden sind, wieder Alkohol zu trinken. Ich denke, Jesus fordert in Lk 10,7 nicht die Menschen auf, Alkohol zu trinken, wenn man ein Gelübde hat oder wenn man sonst in der Gefahr steht durch ein bestimmtes Nahrungsmittel sich in Gefahr zu bringen. Es gibt ja auch Allergiker gegen ein bestimmtes Nahrungsmittel.
Also Ex-Alkoholiker, bleibt eurer geraden Linie treu und lasst die Finger von dem Alkohol.

Viele liebe Grüße
Silke

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24 Antworten
Lucan-7
Beiträge : 15312

Es geht in diesem Zusammenhang darum, dass die Leute, die er aussandte, kein Geld haben und deshalb auf die Gastfreundschaft Anderer angewiesen sind, also auf das Essen, das man ihnen zur Verfügung stellt.

Es ist aber sicher nicht so zu verstehen, dass die komplette Speisekammer geplündert werden muss oder man nicht auch etwas Unverträgliches ablehnen darf...

lucan-7 antworten


Deborah71
Beiträge : 15895

Hi Drina,

ich erinnere mich noch an deinen Nasirärer Frage Thread. 😊

Veröffentlicht von: @drina

Ich habe mich mal gefragt, ob man alles essen und trinken muss, wenn man ein Gelübde hat? Ob das Gelübde durch Jesu Aufforderung in diesem Vers ungültig wird.

Das kann ich mir nicht vorstellen. Jesus würde da kein sich widersprechendes Gebot geben.

Für mich ist der Schwerpunkt der Bibelstelle ein anderer, und den gibt mir das denn:
Lk 10, 7 Deshalb bleibt dort, wo man euch aufnimmt, esst und trinkt, was man euch anbietet. Denn wer arbeitet, soll auch versorgt werden. Bleibt in dem einen Haus und wechselt eure Unterkunft nicht.

Auch verstehe ich hier das anbieten als ein Angebot und nicht als Zwang. Aus einem Angebot darf ich wählen.
Dann wird die Aufgabe der Mission als Arbeit bezeichnet... und ein Arbeiter ist seines Lohnes wert.
Jesus selbst verheißt in diesem Vers, dass sie versorgt werden. Dabei denke ich daran, dass er dann auch dafür sorgt, dass der Gastgeber hat..... mir fällt da auch Elia und die Witwe von Sarepta ein.. 1. Kö 17 ab Vers 9 ...das öffnet mir gerade den Blick darauf, dass Lk 10,7 auch die Möglichkeit übernatürlicher Versorgung für die Gastgeber bedeuten kann...

Ein Nasiräer wurde erkannt an seiner Haartracht und er wird es wohl auch gesagt haben. Ein guter Gastgeber wird ihm also nichts aufgedrängt haben.

Was denkst du über den Versteil, dass sie nicht zu einem anderen Gastgeber wechseln sollen?

deborah71 antworten
billy-shears
Beiträge : 1437

Ich habe mich mal gefragt, ob man alles essen und trinken muss, wenn man ein Gelübde hat? Ob das Gelübde durch Jesu Aufforderung in diesem Vers ungültig wird.

Auch ein Nasiräer hatte ein Gelübde Gott gegenüber. Er durfte in der Zeit seines Nasiräertums keinen Wein trinken.

Interessanter finde ich den darauffolgenden Vers: „Und in welche Stadt ihr kommt, und sie nehmen euch auf, da esst, was euch vorgesetzt wird
Und wenn ihnen zB Schweinefleisch vorgesezt wird? Galiläa zB war zu der Zeit nur etwa zur Hälfte jüdisch.

Jesus hätte, wenn es zu seiner Zeit auch noch Nasiräer gab, nicht von demjenigen gefordert, sein Gelübde zu brechen und plötzlich in den Häusern, in denen er Menschen zu Nachfolgern Jesu macht, Wein zu trinken.

Noch kurz zuvor in Lk 9,60 sagt Jesus zu einem, der vor der Nachfolge noch seinen Vater begraben möchte „Lass die Toten ihre Toten begraben“, was man durchaus als Aufruf dazu verstehen kann, das Gebot „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren“ zu brechen.

billy-shears antworten
21 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @billy-shears

Und in welche Stadt ihr kommt, und sie nehmen euch auf, da esst, was euch vorgesetzt wird“

Mit dem EP konnte ich wenig anfangen verständnismäßig (vielleicht weil mir die Vorgeschichte dazu fehlt), aber den Vers den Du zitierst kann man auf verschiedene Weise lesen:
"da esst, was euch vorgesetzt wird" im Kontext zu lesen:
"In dem Hause aber bleibet, esset und trinket, was sie haben; denn ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. Ihr sollt nicht von einem Hause zum anderen gehen. 8 Und wo ihr in eine Stadt kommt und sie euch aufnehmen, da esset, was euch wird vorgetragen;…"
bezieht sich wenn ich es lese darauf, dass ER schreibt "denn ein Arbeiter ist seines Lohnes wert".
Das lese ich daher darauf bezogen, dass ER sagt "esst ruhig was sie euch geben, fühlt euch dazu befreit und berechtigt, verweigert es nicht aus falscher Scham oder vermeintlicher Bettelei, ihr tut ja auch was dafür".

Das ist der Zusammenhang, in dem der Satz steht.

Daraus nun zu machen, man MÜSSE das essen was vorgesetzt wird bzw. ALLES, das wird daher meines Erachtens dem Text gar nicht gerecht.

Liebe Grüße
Karibu

Anonymous antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1437

Das ist der Zusammenhang, in dem der Satz steht.

Schau mal genauer:

„5 In welches Haus ihr aber eintretet, sprecht zuerst: Friede diesem Haus!
6 Und wenn dort ein Sohn des Friedens ist, so wird euer Friede auf ihm ruhen; wenn aber nicht, so wird er zu euch zurückkehren.
7 In diesem Haus aber bleibt, und esst und trinkt, was sie haben! Denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert. Geht nicht aus einem Haus in ein anderes!“

Hier stimme ich dem Beitrag von Lucan zu. Aber der darauffolgende Abschnitt hat einen anderen Schwerpunkt:
„8 Und in welche Stadt ihr kommt, und sie nehmen euch auf, da esst, was euch vorgesetzt wird,
9 und heilt die Kranken darin und sprecht zu ihnen: Das Reich[1] Gottes ist nahe zu euch gekommen.
10 In welche Stadt ihr aber gekommen seid, und sie nehmen euch nicht auf, da geht hinaus auf ihre Straßen und sprecht:
11 Auch den Staub, der uns aus eurer Stadt an den Füßen hängt, schütteln wir gegen euch ab; doch dies wisst, dass das Reich[2] Gottes nahe gekommen ist.“

Würde sich hier „da esst, was euch vorgesetzt wird“ auf den Lohn eines Arbeiters beziehen, müsste das für die Anweisung zur Krankenheilung genauso gelten.

billy-shears antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @billy-shears

Würde sich hier „da esst, was euch vorgesetzt wird“ auf den Lohn eines Arbeiters beziehen, müsste das für die Anweisung zur Krankenheilung genauso gelten.

Ich gestehe, dass ich das auch nach zweifachem erneuten Lesen nicht verstehe?

Anonymous antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1437

Ich gestehe, dass ich das auch nach zweifachem erneuten Lesen nicht verstehe?

Du schreibst: „Und wo ihr in eine Stadt kommt und sie euch aufnehmen, da esset, was euch wird vorgetragen;…"
bezieht sich wenn ich es lese darauf, dass ER schreibt "denn ein Arbeiter ist seines Lohnes wert".

Ich habe daraufhin versucht zu zeigen, dass der Abschnitt ab Vers 8 einen anderen Schwerpunkt hat. Würde ich deiner oben vorgeschlagenen Lesart folgen, dann müsste sich auch die Anweisung zur Krankenheilung ebenfalls auf "denn ein Arbeiter ist seines Lohnes wert" beziehen, was ganz offensichtlich sinnbefreit wäre.

billy-shears antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ich lasse das jetzt "einfach mal sacken" (sagt man so bei uns, heißt verinnerlichen und tiefer "ins Gehirn rutschen lassen") und lese das später, wenn ich wieder hier bin und am Laptop, noch mal.
Ob ich es dann "blicke".

Liebe Grüße
Karibu
Sorry für die Erklärung, aber ich weiß hier nie wer woher kommt und daher was wie versteht (...).
Außerdem fiel mir eben mein Jüngster ein, 10 Jahre und nicht dumm, aber als ich sagte "andere sagen ja auch, dass er ganz schön was auf dem Kasten hat", da hat er mich sowas von böse angeschaut ...
Da habe ich dann erstmal erklärt, was das bedeutet, und dann hat er erst skeptisch geschaut und am Ende der Erklärung gestrahlt!
....

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

ne, irgendwie ist mir da kein Zusammenhang klar geworden.

Außer dem, den ich beschrieben hatte.
Dass Er sagte, sie dürfen essen, als Erlaubnis, weil sie es wert sind und weil ER es auch als rein erklären kann was unrein gilt, das lese ich da in Zusammenhang des Textes und des NT.
Nicht als MUSS, alles zu essen, sondern wie geschildert als Erlaubnis und Zusage, dass es ihnen als Lohn zusteht und sie es getrost annehmen können.

Liebe Grüße
Karibu

Anonymous antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1437

ne, irgendwie ist mir da kein Zusammenhang klar geworden.

Okay nochmal: Du sagst „da esst, was euch vorgesetzt wird“ bezieht sich auf „Denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert.“

Ich sage, dass sich dann der ganze Satz „da esst, was euch vorgesetzt wird und heilt die Kranken darin und sprecht zu ihnen: Das Reich[1] Gottes ist nahe zu euch gekommen“ auf „Denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert.“ beziehen muss, und das haut ganz offensichtlich nicht hin.

Daher kann sich „da esst, was euch vorgesetzt wird“ nicht auf „Denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert.“ beziehen.

billy-shears antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15895

😀 Ich verstehe auch immer noch nicht, was du sagen willst.

Versuchs doch mal anders... was beziehst du auf was?

deborah71 antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1437

Versuchs doch mal anders... was beziehst du auf was?

Okay, in aller Kürze: „da esst, was euch vorgesetzt wird“ kann sich nicht auf „Denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert.“ beziehen.

„da esst, was euch vorgesetzt wird“ ist Teil eines eigenen, neuen Abschnitts mit eigener, anderen Gewichtung.

billy-shears antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15895

7 In diesem Haus aber bleibt, und esst und trinkt, was sie haben! Denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert. Geht nicht aus einem Haus in ein anderes! (1Kor 9,14)

8 Und in welche Stadt ihr kommt, und sie nehmen euch auf, da esst, was euch vorgesetzt wird, 9 und heilt die Kranken darin und sprecht zu ihnen: Das Reich[1] Gottes ist nahe zu euch gekommen.

Es kommt zweimal esst! vor... das ist vielleicht die Schwierigkeit bei diesem Nichtverstehen?

deborah71 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15895

Sprecht zuerst Schalom...

Wenn dort ein Sohn des Schalom (ein Jude) wohnt.... der mit Schalom antwortet, dort bleibt................also nicht wirklich was mit Schwein...

Veröffentlicht von: @billy-shears

Würde sich hier „da esst, was euch vorgesetzt wird“ auf den Lohn eines Arbeiters beziehen, müsste das für die Anweisung zur Krankenheilung genauso gelten.

Da verstehe ich deinen Zusammenhang auch nicht. Kannst du das bitte näher erläutern?

deborah71 antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1437

Wenn dort ein Sohn des Schalom (ein Jude) wohnt

Was veranlasst Dich zu dieser Annahme?

Schau mal genauer:
„5 Wenn ihr in ein Haus kommt, sprecht zuerst: Friede sei diesem Hause!
6 Und wenn dort ein Kind des Friedens ist, so wird euer Friede auf ihm ruhen; wenn aber nicht, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden.“

billy-shears antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15895

Genau das, was du zitierst, veranlasst mich dazu.

Schalom ist noch heute der übliche Gruß in Israel..... es muss noch mehr Inhalt haben in der Bibelstelle...

Ich blick's aber gerade nicht, was du explizit meinst. Denkst du an schon vorhandene Jünger in dieser Stadt?

deborah71 antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1437

Genau das, was du zitierst, veranlasst mich dazu.

Schalom ist noch heute der übliche Gruß in Israel..... es muss noch mehr Inhalt haben in der Bibelstelle...

Araber grüßen auch mit „Friede mit euch“. Sind die dann hier auch gemeint?

Ich blick's aber gerade nicht, was du explizit meinst.

Ich wollte wissen, was Dich zu der Annahme führt, dass dort explizit und ausschließlich Juden gemeint sein sollen. „Schalom ist noch heute der übliche Gruß in Israel“ überzeugt micht nicht.

billy-shears antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15895
Veröffentlicht von: @billy-shears

Araber grüßen auch mit „Friede mit euch“. Sind die dann hier auch gemeint?

Grüßen diese nicht mit Salam... klingt ähnlich.

Delitzsch übersetzt Kind des Friedens mit Ben-Schalom, also Sohn des Friedens.

Was noch ein Grund sein kann: Jesus sagte ausdrücklich, dass er nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israels gesandt sei.
Daraus schließe ich, dass das in seinem Auftrag sich wiederspiegeln muss, in welche Städte und Häuser er die Jünger schickte.

Als Drittes ist rückwirkend zu sehen, dass kein Jude in ein Haus eines Nichtjuden ging. Das wurde erst anders nach der Vision des Petrus und der Bekehrung des Kornelius.

Also das ist das, was mir da so spontan zu einfällt.

deborah71 antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1437

Grüßen diese nicht mit Salam... klingt ähnlich.

Beides klingt nicht nach „εἰρήνη“.
Es ist kein auf Juden beschränkter Ausdruck. Man kann daher nicht daraus schließen, dass hier Juden gemeint seien.

Delitzsch übersetzt Kind des Friedens mit Ben-Schalom, also Sohn des Friedens.

Ja. Und?

Was noch ein Grund sein kann: Jesus sagte ausdrücklich, dass er nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israels gesandt sei.
Daraus schließe ich, dass das in seinem Auftrag sich wiederspiegeln muss, in welche Städte und Häuser er die Jünger schickte.

Ja, das erkennt man zB ganz deutlich in der mathäischen Version der Aussendung der Zwölf (Mt 10,5f). Hier aber schickt er die 70/72 Jünger (vgl. 70 Völker in Gen 10) aber „vor sich her in alle Städte und Orte, wohin er gehen wollte“ (Lk 10,1). Dies kann durchaus als ein (lukanischer) Vorgriff der Heidenmission gedeutet werden, denn „siehe, ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe“ (V.3).
Und da das Thema Essen bei der Heidenmission ein großes war (siehe Apostelkonzil und Antiochenischer Zwischenfall), heisst es bei Lk „esst, was euch vorgesetzt wird“ (vgl. 1Kor 10,25) als eine Anweisung des Herrn.

Als Drittes ist rückwirkend zu sehen, dass kein Jude in ein Haus eines Nichtjuden ging.

Sowas schien Jesus wohl egal zu sein, zumindest beim Hauptmann von Kapernaum, wo er zur Krankenheilung mitgehen wollte (Mt 8,5; Lk 7,6) und durch den Hauptmann selbst aufgehalten wurde. Auch mit Zöllnern (Kollaborateure Roms) und anderen Sündern saß er am Tisch.

billy-shears antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15895

Die Abfassung in Griechisch halte ich nicht für bestimmend für Menschen, die jüdisch dachten.
Inwieweit gibt eirene den Inhalt von Schalom wieder?

Die Ausdeutung der Zahl 70 ist interessant. Beisst sich für mich allerdings immer noch mit Jesu ausdrücklichen Worten, dass er nur zum Haus Israel gesandt war... und es Ausnahmen gab.

Vom Apostelkonzil her rückwirkend zu deuten, sehe ich als nicht so passend an.

Beim Hauptmann von Kapernaum kann auch eine andere Interpretation richtig sein.

Die Zöllner waren Juden.... sonst wären sie keine Kollaborateure gewesen.

Jedenfalls mal interessant, in deine Richtung zu denken. 😊

deborah71 antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1437

Die Abfassung in Griechisch halte ich nicht für bestimmend für Menschen, die jüdisch dachten.
Inwieweit gibt eirene den Inhalt von Schalom wieder?

Das Wort „Shalom“ oder „Friede“ ist nicht bestimmend für Juden.

Die Ausdeutung der Zahl 70 ist interessant. Beisst sich für mich allerdings immer noch mit Jesu ausdrücklichen Worten, dass er nur zum Haus Israel gesandt war... und es Ausnahmen gab.

Der Text ist nicht umsonst lukanisches Sondergut 😉

Vom Apostelkonzil her rückwirkend zu deuten, sehe ich als nicht so passend an.

Hat Mk ja auch gemacht, nur deutlicher (Mk 7,19b).

Beim Hauptmann von Kapernaum kann auch eine andere Interpretation richtig sein.

Den Text beim Wort nehmen würde ich jetzt nicht als Interpretation bezeichnen.

Die Zöllner waren Juden.... sonst wären sie keine Kollaborateure gewesen.

Ja, aber sie waren genauso Tabu wie alle anderen Sünder, Heiden, Kranke und sonstige Unreine. Da hat sich Jesus drüber hinweggesetzt.

billy-shears antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15895

Wenn du meinst....

auf mich wirkt das erstmal etwas konstruiert... sacken lassen 😌😇

deborah71 antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1437

sacken lassen

Zur Vertiefung: Lukas verwendet bei seinen eigenen AT-Zitaten immer die LXX. In Gen 10 werden in der LXX 72 Völker aufgezählt, im MT 70 - daher die unterschiedlichen Angaben in historischen Lk-Dokumenten. Der Hinweis auf die Heidenmission in diesem Text ist also kaum zu bezweifeln.

billy-shears antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15895

Das ist natürlich ein wichtiger Hinweis 😊

deborah71 antworten


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