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Schmerzen Mariens


Holger F.
Themenstarter
Beiträge : 355

Simeon prophezeite Maria, dass ihr Leben schmerzvoll sein würde (Lukas 2,34–35), indem er zu ihr sagte: „Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und zum Aufstehen für viele in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird – und auch deine eigene Seele wird ein Schwert durchdringen –, damit aus vielen Herzen die Gedanken offenbar werden.“ (Lukas 2,34–35). 

Und in der Tat lassen sich sieben solcher Schmerzen aufzählen, nämlich

1) die Prophezeiung Simeons selbst (Lukas 2,34–35),

2) die Flucht nach Ägypten (Matthäus 2,13–15),

3) der Verlust des zwölfjährigen Jesus im Tempel (Lukas 2,41–52),

4) die Begegnung mit Jesus auf dem Kreuzweg (Lukas 23,27–31),

5) sein Sterben am Kreuz (Johannes 19,25–27),

6) die Kreuzabnahme (Johannes 19,38–40) und schließlich

7) die Grablegung Jesu (Johannes 19,41–42). 

Dies bietet für viele Christen und Predigten unterschiedlichster Konfessionen immer wieder großes Potenzial zur persönlichen Identifikation und inhaltlichen Entfaltung. Die Katholische Kirche gedenkt traditionell am 15. September dieser „Sieben Schmerzen Mariens“.

Neben der katholischen Kirche wird dieser „Schmerzen Mariens“ auch in der orthodoxen und der anglikanischen Tradition gedacht. In der orthodoxen Kirche ist das mütterliche Mitleiden einerseits in der Liturgie verwurzelt, anderseits zeigt es sich in Ikonen wie z.B. der „Erweichung der bösen Herzen“, welche die sieben Schwerter visuell darstellt.

Die anglikanische Kirche führt den 15. September oft offiziell als Gedenktag unter dem Namen „Our Lady of Sorrows“, um Maria als Vorbild im Leid zu würdigen.

Was mich in diesem Zusammenhang interessieren würde:

A) Gibt es im Laufe des freikirchlichen bzw. protestantischen Kirchenjahres einzelne Elemente, die diese „Schmerzen Mariens“ zum Thema haben?

B) Welche Rolle spielen sie dort und wie präsent sind diese biblischen Texte in der eigenen persönlichen Bibellese freikirchlicher Christen?

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