Benachrichtigungen
Alles löschen

Ulrich schaffer


AWHler
 AWHler
Themenstarter
Beiträge : 1852

Ich starte es mal unter der Rubrik "Bücher" ... und hole einleitend etwas aus.

In der ersten Hälfte der 80er habe ich in Bochum (ev. Theologie) studiert und gewohnt. Ich gehörte damals zur Bochumer Gruppe der SMD (Studentenmission Deutschland), die von der Gesamtausrichtung eher evangelikal ausgerichtet ist - unser "Stamm" aber war schon eher liberal, aufgeschlossen und politisch engagiert (Friedensbewegung etc.). Unsere Gruppe hatte ihren Treff im sog. "Kohlenkeller" - das war ein Studententreff im Haus parterre von Prof Günther Ewald, der seinerseits als Christ eine Gruppe der "Religiösen Sozialisten" leitete ... Als die "Resos" sich (nach Examina und Wegzug der Studis) auflösten, wurden wir dort heimisch ... Wir trafen uns zu Bibelabenden, Gebet, aber auch zu Parties, Feiern und Offenen Gesprächsabenden, z.T. mit Gästen & Referenten ...

Einer der Gäste war dann - an einem Abend zur Lesung, mit Übernachtung und einer geselligen Runde, im kleinen Kreis noch, in der engen Küche bei Bier & Wein ... Ulrich Schaffer. Seit den frühen 70ern kannte ich seine ersten Bücher, die noch im Oncken-Verlag erschienen und mochte seine Gedanken und Gebete. Ich habe diese persönliche Begegnung, das intensive und persönliche "Mitternachtsgespräch" im kleinen Kreis noch sehr eindrücklich in Erinnerung, und ihn als einen sehr freundlichen, wachen und zugewandten Menschen, der sich als Christ eine Menge Fragen & Suchen gestattete.

Ich habe dann bis in die frühen 90er seine Bücher größtenteil gekauft und gelesen. Und seine Entwicklung zu einem freieren Glauben & Glaubensleben führte ihn zum einen von Oncken weg zum liberaleren Kreuz-Verlag, und was er schrieb ging immer wieder auch parallel mit mir und meinen Entwicklungen.

Schaffers "Journal" war Antrieb zum eigenen Tagebuchschreiben, "Beten über Worte hinaus" eine Brücke, "Neues umarmen" und "Grundrechte" waren befreiend (parallel zur Beschäftigung mit "Gestalt (-Therapie)" für den weiteren, authentischen Lebens- und Glaubensweg.

Heute griff ich aber auch nochmal zu seinen drei frühen Oncken-Büchern "Trotz meiner Schuld", "Kreise schlagen" und "Umkehrungen" - und fand viel wieder von dem, was auch ein Teil von mir geblieben ist bis heute ...

...

Nun bin ich gespannt (ist ja hier wohl auch Altersfrage, Schaffer ist mittlerweile selbst über 80), ob hier noch Andere einen Bezug zu Büchern, Texten, persönlichen Bezügen oder Erlebnissen mit U.Schaffer haben ?

https://www.youtube.com/@ulrichschaffer4318

https://www.ulrich-schaffer.com/

L'Chaim

Antwort
6 Antworten
Adjutante
Beiträge : 3432

@awhler 

Ich habe auch Literatur von U. Schaffer, aber ich mochte sie nicht wirklich.

adjutante antworten
1 Antwort
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1852

@adjutante 

Warum?

L'Chaim

awhler antworten
hundemann
Beiträge : 532

.......früher war Ulrich Schaffer ein Vorbild von mir. Ich liebte seine Bilder, wegen ihm war mein Traumland 

Kanada. Seine Texte haben mir auch geholfen. Bis, er mir zu unklar wurde, eher liberal........................

Heute habe ich andere Vorbilder die mir helfen. Die den Weg des Glaubens schon vor mir gegangen sind, durch alle Höhen und 

Tiefen...............

 

liebe Grüße,

hundemann antworten
AWHler
 AWHler
Themenstarter
Beiträge : 1852

In allem

 

jesus

du begegnest mir immer neu

in dem gespräch mit dem der dich liebt

und auch in dem menschen

der dich nicht kennt

 

du überrascht mich

mit john lennon der „imagine“ singt

ich sehe dich in dem stück von dürrenmatt

in der kurzen notiz in meiner tageszeitung

in dem vortrag von germaine greer

über die freiheit der frau

in den filmen ingmar bergmanns

und den bildern emil noldes

in den worten von angela davis

und dem geschehen watergate

 

plötzlich stehst du hier

in meinem wohnzimmer

mit propheten und lehrern

die es selbst nicht wissen

und sprichst zu mir

 

und ich merke wie du nicht gebunden bist …

dass alles dein sprachrohr werden kann

wenn du mit dieser welt sprechen willst

 

herr mache mich fähig

in allem

deine hand für mein leben zu lesen

 

Ullrich Schaffer, Umkehrungen, Oncken 1975

awhler antworten
2 Antworten
hundemann
(@hundemann)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 532

vielleicht sollte ich einmal in deinen Schuhen laufen, dann würde ich dich besser verstehen. 

Und da fängt das Problem schon an, habe Schuhgröße 45, bin 184 cm groß, und gerade

auch zu schwer.......(meine liebe Frau kocht zu gut.....)

Kenne auch noch die Langspielplatte, als Siegfried Fietz Texte von Ulrich Schaffer singt....

Und die älteren Texte von Ulrich Schaffer mag ich auch noch.....dann habe ich mich verändert,

oder Ulrich Schaffer......

 

liebe Grüße,

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=HNtM882_q5k&list=RDHNtM882_q5k&start_radio=1&pp=ygUlc2llZ2ZyaWVkIGZpZXR6IHNpbmd0IHVscmljaCBzY2hhZmZlcqAHAQ%3D%3D

"so zu wachsen ist mein Wunsch,"

 

 

 

 

 

 

hundemann antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1852
Veröffentlicht von: @hundemann

vielleicht sollte ich einmal in deinen Schuhen laufen, dann würde ich dich besser verstehen. 

Und da fängt das Problem schon an, habe Schuhgröße 45, bin 184 cm groß ... 

-------

Und die älteren Texte von Ulrich Schaffer mag ich auch noch.....dann habe ich mich verändert,

oder Ulrich Schaffer......

Das mit den Schuhen ist gut, es ist der hier und da schon gehörte indianische Ratschlag: *Beurteile niemanden vorschnell, bevor Du nicht in seinen Mokassins ein paar Wege gegangen bist!*

Vielleicht ist es gut, diesen Spruch auch "zu taufen", d.h. ihn im christlichen Sinne so zu verstehen, dass wir nicht nur unterschiedliche "Schuhgrößen" (Glaubens-Stadien in unserem Leben haben), sondern auch hier und da merken, wo uns Schuhe drücken und zu klein werden und wir hinauswachsen, nun nicht weiter barfußlaufend, aber mit "ner Nummer größer"  ... und dass wir nicht alle dieselben Schuhe tragen (der eine bevorzugt diese, der andere jene Art von Schuhen) ... ja, und dass auch nicht alle Schuhe immer ein angemessenes "Schuhwerk" für bestimmte Wege oder Anlässe sind (Gummistiefel, Wanderschuhe, Flip-Flops oder Hugh Heels helfen an falscher Stelle wohl nicht) 😉 

Zu Schaffer: Ja, er hat sich auf seinem Weg als Christ in Manchem "weiter" (im doppelten Sinne) entwickelt. Schon Mitte der 80er schrieb er in dem Buch "Neues umarmen" (Stuttgart, 1984), dass ihm manche Kategorien und Denkweisen "nicht mehr lebensfördernd" erschienen sind, und er sie losgelassen hat, und nun dabei ist, ins Offene zu gehen und Neues im Leben und in der Welt zu entdecken.

Was mich an Schaffer immer angesprochen hat und immer noch anspricht, das ist - neben seiner Fotokunst! - die Sensibilität, das wache Reflektieren und in allem die Authentizität.

Mag sein, dass Viele seinen Wegen und Gedanken ab einem bestimmten Punkt (so wie Du wohl) nicht mehr folgen konnten oder wollten - für mich bleibt er aber ein Christ, auf seinem Weg mit Gott, mit sich und mit dem Leben.

L'Chaim

awhler antworten
Teilen:

Hey du!

Dieses Forum ist für dich kostenlos.
Das funktioniert nur, weil uns treue Menschen regelmäßig mit ihrer Spende unterstützen.
Bist du dabei?