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i386


hier-und-jetzt
Themenstarter
Beiträge : 15

Hallo, auf meinem 32-Bit-Rechner ist Linux installiert, weil Vista schon lange keine Sicherheitsupdates mehr macht. Jetzt habe ich eine Meldung bekommen, dass Ubuntu zwar noch bis 2023 Sicherheitsupdates macht aber keine neuen Versionen mehr zur Verfügung stellt. Begründet wurde das mit meiner i386-Architektur. Angeboten wurde, Ubuntu neu runterzuladen, aber das gibt es für 32-Bit nicht mehr, ist also für mich keine Alternative.

Was sagt Ihr dazu und kann ich etwas tun oder muss ich eben mit der eingeschränkten Ubuntubetreuung leben?

LG

huj

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9 Antworten
tf8
 tf8
Beiträge : 1276
Veröffentlicht von: @hier-und-jetzt

Was sagt Ihr dazu und kann ich etwas tun oder muss ich eben mit der eingeschränkten Ubuntubetreuung leben?

Ich habe damit keine Praxiserfahrung.
Der erste Blick sagt: damit leben, oder neuen Rechner kaufen.
Hier
https://www.bitblokes.de/fuer-ubuntu-20-04-lts-moeglicherweise-keine-i386-unterstuetzung/
schreibt einer etwas dazu.

Andere Quellen schrieben dann etwas mehr Details mit konkreterem Prozessortyp.

Zum Beispiel hier auf englisch:
https://retrocomputing.stackexchange.com/questions/1811/which-linux-or-bsd-distributions-do-still-support-i386-i486-or-i586-cpus

Hier:
https://distrowatch.com/search.php?architecture=i386
auch auf englisch ist zumindest eine Liste, welche Distributionen noch i386 unterstützen.
Das habe ich nicht geprüft.

Das wurde als Quelle verlinkt:
https://lwn.net/Articles/528893/
für das Ende der i386 Unterstützung mit Kernel 3.8.

Das war im Dezember 2012.

Schlußfolgerung:
Für mich liest sich das wie:
1) damit leben
2) wechsel auf neuere Architektur
3) Bastelarbeit (wenn Du schon hier fragst, scheint das wegzufallen)

Sicherheitsaspekte mal außen vor gelassen.
Bin dafür kein Experte.
Kann Dir nicht sagen ob das sicherer als Windows XP ist.
Vermutlich ja.
Bankgeschäfte vielleicht lieber nicht tätigen damit.

tf8 antworten
3 Antworten
hier-und-jetzt
(@hier-und-jetzt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 15

Vielen Dank für Deine Antwort!

Ich habe einen wunderschönen alten Rechner, der tadellos funktioniert, aber halt nur 32 Bit hat. Deshalb habe ich mich als reiner Anwender dazu durchgerungen, auf Linux zu wechseln, was doch immerhin einige Jahre prima geklappt hat. Wohlgemerkt die Anwendung hat prima geklappt, nachdem ich alles mühevoll mit vielen Rückschlägen installiert habe.

Eine Pest bei Linux ist, dass man, wenn man das Glück hat, deutsche Beschreibungen zur Verfügung zu haben, man dann doch dauernd mit Linuxfachausdrücken bombardiert wird, die man zwar nachschlagen kann, aber in der Erklärung schon wieder jede Menge Linuxsprache vorkommt, die man dann wieder nachschlagen muss und dann immer wider die oben beschriebene Erfahrung machen muss.

Ich bin kein Programmierer, auch nicht aus Hobby, sondern benutze meine Rechner als Arbeitsinstrumente. Als Ubuntu dann endlich lief, kam ich mit einem morgendlichen Update aus, das nur selten einen Neustart erforderte und relativ schnell installiert war. Ganz im Gegenteil zu Windows 10, wo man nach jedem Update erstmal ewig warten muss, bis alles installiert wurde, und dann auch nochmal alle Einstelleungen überprüfen muss, weil Microsoft dort wieder was geändert hat. Davon zu schweigen, dass eigene Programme wie Antivirusprogramme schon mal rausgehauen wurden.

So, jetzt wurde meine Antwort unbeabsichtigt zu einer Generalabrechnung mit Linux und Windows, danke trotzdem, wenn es gar nicht mehr geht, kauf ich mir halt einen neuen Rechner.

hier-und-jetzt antworten
tf8
 tf8
(@tf8)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 1276
Veröffentlicht von: @hier-und-jetzt

Ich habe einen wunderschönen alten Rechner, der tadellos funktioniert, aber halt nur 32 Bit hat. Deshalb habe ich mich als reiner Anwender dazu durchgerungen, auf Linux zu wechseln, was doch immerhin einige Jahre prima geklappt hat. Wohlgemerkt die Anwendung hat prima geklappt, nachdem ich alles mühevoll mit vielen Rückschlägen installiert habe.

Ich nutze so etwas nicht, habe damit auch nicht so viel zu tun. Schreibe zwar hier von Linux aus, aber 64 bit.
Muss ich für alles extra suchen.

Vielleicht hier:
https://www.heise.de/download/product/linux-mint-55077

den letzten Abschnitt lesen. Sie haben damit vielleicht mehr zu tun.

Sagt in etwa: jetzt 32 bit Version herunterladen und auf CD brennen, und (extra) archivieren.

Es gibt mehrere kleine Distributionen, welche 32 bit unterstuetzen, das war zumindest mein Ergebnis des Suchens auf Deine Frage hin.

Wie das für diese weitergeht, weiß ich natürlich nicht.

Ein paar andere Links:
https://www.pcwelt.de/ratgeber/Linux_fuer_32-Bit-Hardware-9986850.html
https://www.chip.de/downloads/MX-Linux-32-Bit_137403751.html
https://www.pcwelt.de/ratgeber/Linux_fuer_32-Bit-Hardware-9986850.html
https://www.computerbild.de/download/Kali-Linux-32-Bit-10149033.html
https://www.kali.org/

https://www.omgubuntu.co.uk/2019/06/ubuntu-is-dropping-all-32-bit-support-going-forward

Hier steht auch noch mal "lack of support in upstream Linux Kernel".
Also auf deutsch "mangelnde Unterstützung im Flussaufwärts Linux Kern".
Wie man das übersetzt, weiß nicht, also es geht darum, dass für 32 bit nicht mehr (viel) entwickelt wird. Und Aktualisierungen auch nur langsam erfolgen.

Das alles zu lesen, da hängt etwa mehr dran. Ubuntu? wollte mal komplett 32 bit streichen. Das nahmen sie soweit ich verstanden habe zurück. Da zum Beispiel die Windows Emulation Wine auch 32 bit braucht um alte Windows 32 bit Programme emulieren zu können.

Von solchen Details habe ich dann wirklich nicht viel Ahnung.

tf8 antworten
hier-und-jetzt
(@hier-und-jetzt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 15

Habe alle Links durchgearbeitet und denke, mit meinem Ubuntu kann ich noch bis 2023 weiterleben. Vielen Dank jedenfalls für Deine Antworten!

LG

huj

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md08
 md08
Beiträge : 754

Hallo,
gute Frage.
Bis April 2023 ist noch etwas Zeit.
Wundert mich auch, dass Versionen für ältere Hardware angeboten wird, aber dann für nur 64-bit.

Suchmaschine brachte folgende Info:
https://linuxnews.de/2019/09/wie-geht-es-mit-ubuntu-32-bit-weiter/

Vermutlich ist dann die Installation der Updates nicht mehr so komfortabel.
Oder auf eine andere Distribution umsteigen?

Gruß
md08

md08 antworten
1 Antwort
hier-und-jetzt
(@hier-und-jetzt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 15

Vielen Dank für Deine Antwort! Nachdem ich mich ein wenig in die Materie eingearbeitet habe, denke ich, werde ich mein Ubuntu bis 2023 weiternutzen. Ganz hängenlassen werden sie uns nicht. Und mehr als Sicherungsupdates brauche ich auf diesem Rechner auch nicht.

LG

huj

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lhoovpee
Beiträge : 2335

Naja, sofern du keine Anwendung hast, die du unbedingt auf der neuesten Version haben musst, kannst du ja bis 2023 weiter mit deiner Ubuntu-Version leben.

Es gibt aber andere Linux-Distributionen, die weiterhin 32 bit anbieten, z.B. Debian 10, das bis 2024 supportet wird.

lhoovpee antworten
2 Antworten
hier-und-jetzt
(@hier-und-jetzt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 15

Vielen Dank für Deine Antwort! Ich habe keine Anwendung, für die ich unbedingt die neueste Version haben muss, und bis 2023 ist ja noch eine Weile hin. Dann werde ich mir nochmal überlegen, ob ich auf eine andere Linux-Distribution umsteige, wenn es dann noch welche für 32 Bit gibt. Die Ubuntuinstallation war nervig genug, bevor ich mir sowas ohne wirkliche Not nochmal antue, bleibe ich bei meinem Motto "never change a running system". 🙂

LG

huj

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BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4571

Die aktuelle Debian "testing", die quasi die in der Entwicklung befindliche Debian 11 ist, gibt es auch nach wie vor für die i386-Architektur.

belu antworten


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