Vaters Haus, viele Wohnungen
Häuser und Wohnungen sind für uns Beheimatungen und Lebensräume, die "eigenen vier Wände" eine Ver-Ortung, in der wir uns "eingerichtet haben", zuhause sind, uns im besten Fall auch geschützt, wohl und glücklich fühlen.
Jesus greift diese Bezüge auf, wenn er (Johannes 14,2) sagt: "In meines Vaters Hause sind VIELE Wohnungen".
Dieses Wort bringt etwas in mir zum Klingen, das ich gerne mit Euch teile.
Immer wieder geht es auch hier auf Jesus.de um das (manchmal verbundene, manchmal miteinander streitende) Aufeinandertreffen verschiedener User, die aus ihren jeweiligen Beheimatungen heraus (unter dem gemeinsamen Dach "im Haus des Vaters", d.h. im christlichen Glauben lebend) miteinander kommunizieren.
Wenn ich das Bild von den "vielen Wohnungen" IM "Haus des Vaters" ernstnehme, ergibt sich daraus mMn eine große Freiheit und Weite, und ich versuche es mal etwas zu entfalten:
IM HAUS DES VATERS
- gibt es verschiedene Etagen und die einen bevorzugen Parterre, die anderen die höhere Wohnung, himmelsnah und mit weitem Ausblick ""von oben"
- reicht manchen eine kleine Wohnung mit bescheidener Einrichtung, während andere das Geräumige bevorzugen, Platz brauchen und viele Zimmer
- gibt es verschiedene Ausblicke, je nachdem, in welcher Himmelrichtung die Fenster ausgerichtet und die Wohnungen verortet sind
- dürfen Menschen Wohnräume wechseln, wenn es ihnen zu eng und zu ungemütlich wird und sie vielleicht auch die Etagen wechseln möchten
- gibt es Probleme, wenn "Mieter" sich anderen Bewohnern gegenüber aufspielen und so tun, als würden sie zum Vermieter ein besonderes Verhältnis haben, die Hausordnung besser kennen, oder wenn sie zu laut poltern, ihren Müll nicht raustragen, grußlos und rempelnd durch den Flur laufen ...
Ich empfinde (und deshalb spricht mich dieses Bild so an), dass es gut ist, "im Haus des Vaters" eine eigene Wohnung zu haben, aber sie zugleich immer wieder auch relativieren zu können, schon in manch anderen Wohnungen aus- und eingegangen zu sein, mit verschiedenen Etagen vertraut zu sein, die verschiedenen Fenster-Blicke nach draußen nach Ost, Süd, West und Nord ein bisschen zu kennen.
Was denkt ihr dazu und wie empfindet Ihr es ... in Euren eigenen frei- oder landeskirchlichen, bibeltreuen oder liberalen, evangelisch oder katholischen, mehr zurückgezogen bewohnten oder gesellig-gefüllten eigenen "vier Wänden"?
L'Chaim
Ich denke da weniger an Wohnungen im Sinne von den "vier Wänden", ich denke an "ich habe einen Platz in Seiner Welt". Ich darf bei Ihm sein. Ich gehöre zu Ihm. Ich bin seine Braut und eines Tages wird Er kommen und mich holen. Dann bin ich immer bei Ihm. (Bsp. jüdische Hochzeit)
Ich finde, so kann man es auch sehen (oder für sich persönlich interpretieren).
Grundsätzlich stimme ich jedoch AWHlers Sicht zu, in der diese Aussage Jesus allgemeiner verständlich beschrieben wird.
Aber das eine schließt ja das andere keineswegs aus - beides hat seinen Sinn!
Na es geht ja hier nicht um irgendeine Wertung, sondern um einen Austausch, wen was grad anspricht ...
Der Punkt, um den es mir geht - assoziativ und theologisch festgemacht an Johannes 14,2 und dem Bild des Hauses/der Wohnungen - ist ja die Einladung, dem VATERHAUS mehr Wohnräume, Etagen und Ausblicke zuzugestehen ... und damit auch den anderen Mit-Bewohnern, die ich neben, über oder unter mir "hausen" oder mir im Treppenhaus begegnen ... 😉
L'Chaim
Nun ... ich hab auf deine Frage geantwortet und geschrieben, wie ich es sehe/denke. Haken dran.
Ist doch ok 😉
Ich wollte im Gesamtverlauf der Threads nur noch mal grundsätzlich zurücklenken auf mein Anliegen - nämlich auf die Frage: Wie groß (oder gering) ist unsere Freiheit, im VATER HAUS auch anderen Mietern und Mitbewohnern Wohnrecht, Wohnraum, gute Nachbarschaft und ein tolerantes Miteinander zuzugestehen.
L'Chaim
@awhler (Wissen macht Ah!)
Ich dachte, dein "Anliegen" war das hier:
Veröffentlicht von: @awhler
Was denkt ihr dazu und wie empfindet Ihr es ... in Euren eigenen frei- oder landeskirchlichen, bibeltreuen oder liberalen, evangelisch oder katholischen, mehr zurückgezogen bewohnten oder gesellig-gefüllten eigenen "vier Wänden"?
nämlich auf die Frage: Wie groß (oder gering) ist unsere Freiheit, im VATER HAUS auch anderen Mietern und Mitbewohnern Wohnrecht, Wohnraum, gute Nachbarschaft und ein tolerantes Miteinander zuzugestehen.
Wir sind ja alle eins in Christus 😊 .
Ich gehe von einem absolut harmonischen miteinander aus 😊 .
Andere Bewohner wird es dort ja nicht geben.
ja, nur mit unterschiedlichen Gaben/Fähigkeiten ...
😉... darüber wäre zu reden und nachzudenken.
Auf jeden Fall steht in der Präambel mMn: "Wohn- und Mietrecht im Haus des Vaters haben nicht nur Christen, die ein "Echtheits-Zertifikat" namens 'Garantiert wiedergeboren' vorweisen können, aus dem Land 'Evangelikalien' kommen und im Ausweis den selbstgegebenen Stempel *bibeltreu* vorzeigen ...
L'Chaim
"der Himmel ist nicht oben, seit Jesus ist er hier" Jürgen Werth
Du ich glaube, dass Kennwort für den "Himmel" ist Jesus Christus.
ER ist vom Himmel auf unsere Erde gekommen. Am Kreuz für uns gestorben, und so den
Weg zum Himmel freigemacht, in dieser Reihenfolge.
Denn Christus ist reich an Liebe und Güte, deshalb hat Er auch Erbarmen mit mir,
meine Schuld von mir genommen, den ganzen Mist meines Lebens, selbst auch hier in
unserem Forum.
Bin kein Theologe, kein Bibellehrer, aber ich glaube einfach, ohne Christus gibt
es keinen Weg zu Gott. Und Christus schickt uns los, dieses den Menschen weiter zu
sagen. Manche Menschen müssen es knallhart hören, andere weicher.
Mission hat viel mit Seelsorge zu tun, weil jeder Mensch einzigartig ist, wir haben
unterschiedliche Lebensgeschichten. Doch wir Menschen suchen Frieden, Liebe., Beziehung....
Mir wäre es am liebsten, alle Christen würden in wichtigen Fragen gleich denken.
Und Friede, Freude, Kuchen..........aber es gibt zu viele Kämpfe, wer hat recht, wer nicht......
liebe Grüße,
Interessant ist, dass in deinem gewählten Vers nicht oikos für Haus steht, sondern moné. Das Wort war mir bislang nicht bekannt. Was ich dazu gefunden habe, gefällt mir sehr.
Im Lexikon von Bible Hub wird es als doppeldeutig beschrieben:
a) wir werden in Gottes Haus wohnen (wohnen ist Langszeitaufenthalt)
b) ER wohnt jetzt schon in und unter uns. Familie.
https://biblehub.com/greek/3438.htm
Bedeutung und Geltungsbereich
Im Johannesevangelium bezeichnet das Wort sowohl einen vorbereiteten Ort im Haus des Vaters als auch die gegenwärtige Wohnung Gottes im Gläubigen. Der Begriff verbindet räumliche Bilder mit relationaler Gemeinschaft und umfasst sowohl die eschatologische Verheißung als auch die gegenwärtige Gemeinschaft.
übersetzt mit deepL.com
in Euren eigenen frei- oder landeskirchlichen, bibeltreuen oder liberalen, evangelisch oder katholischen, mehr zurückgezogen bewohnten oder gesellig-gefüllten eigenen "vier Wänden"?
Ich bin schon in mehreren »Wohnungen« gewesen - keine ist perfekt, aber Hauptsache es ist wirklich eine Wohnung im Haus des Vaters, und nicht nur ein Imitat davon.