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Wenn Mutter erschöpft ist...

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erdmaennchen-kolo
Themenstarter
Beiträge : 11

Bin Mutter 2 Kinder. 4 und 6 Jahre alt.
Unser Sohn 4 hat wahrscheinlich ADHS und befindet sich gerade in der Diagnostik und 2 Therapien. So ein Kind ist soooooo anstrengend.
Mein Mann ist seit 2 Jahren arbeitslos mit Unterbrechung und das zerrt zusätzlich an unseren Nerven.
Ich merke, dass meine Akkus total leer sind, kann nicht mehr.
Unsere Kinder zehren soooo an meinen Nerven, ich kann einfach nicht mehr. Ich merke wie ich depressiv werde und einfach immer müde bin.
Ich hab keine Ahnung wie ich wieder auftanken kann. Mal nen Spaziergang oder ist nen Tropfen auf den heißen Stein.
Ich hab den Fehler gemacht und nichts für mich gemacht. Kein Hobby oder dergleichen.
Aber ich habe am Ende vom Tag einfach keine Lust und Kraft mehr.
Ich muss Fürsorge für mich treffen, aber ich weiß nicht wie. Gefühlt würde ich gerne 1 Monat ohne Kinder sein wollen.
Und mir graut es sie großziehen zu müssen, weil ich es nicht kräftemässig schaffe.
Wer hat eine Idee zum Auftanken oder halt ähnliches erlebt?

Antwort
59 Antworten
Ungehorsam
Beiträge : 3336

Wir hatten auch keinen leichten Start als Familie. Bei mir war es Arbeitslosigkeit und mit 30 Jahren noch mal eine Berufsausbildung, dazu ein Umzug nach Berlin und 4 Jahre später mit zwei Kleinkindern ins Harzvorland. Unser Jüngster verhielt sich ziemlich sonderbar, bis er die Diagnose Autismus bekam, aber da ging er schon zur Grundschule.
Nimm deinen Mann doch mal in die Pflicht, wenn es um die Erziehung der Kinder geht. Ich habe immer versucht, meine Frau zu entlasten. Nehmt die Zeit der Arbeitslosigkeit als Chance. Ich hatte das Glück, in der Kleinkindphase oft zu Hause zu sein und habe das sehr genossen. Das wirkt sich bis heute auf das Verhältnis zwischen den Kindern und mir aus, obwohl sie nun erwachsen und aus dem Haus sind.
Ich möchte dir außerdem die Inanspruchnahme einer Mutter-Kind-Kur empfehlen. Und wenn die Krankenkasse den ersten Antrag ablehnt, was sie gewöhnlich tut, so laß dich nicht entmutigen und stelle einen zweiten, dritten oder vierten Antrag! Meiner Frau und den Kindern hat so eine Kur (sie waren zwei mal) wahnsinnig gut getan.

ungehorsam antworten
12 Antworten
erdmaennchen-kolo
(@erdmaennchen-kolo)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 11

Danke für deine Antwort.
Ich hab vergessen zu schreiben, dass mein Mann viel übernimmt und wir dankbar sind, dass zu zweit machen zu können und die Kinder viel Zeit mit ihm haben.
Wir arbeiten beide einen Minijob um uns über Wasser halten zu können.
Die Idee mit der Kur hatte ich auch schon. Aber nur ohne Kinder. Ich brauche eine Pause von Ihnen.

erdmaennchen-kolo antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14194

Die Möglichkeit einer Müttergenesungskur ohne Kinder gibt es. Mach das. Wenn deine Kinder es gewohnt sind, auch mal mit dem Papa alleine zu sein, sollte das kein Problem darstellen.

herbstrose antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Während der Kur bist du nicht ständig mit den Kindern zusammen. Die bekommen ihr eigenes Programm, gerade bei ADHS ist das sehr wichtig für das Kind. Eine Therapie sollte aber auch nach der Kur vor Ort weitergeführt werden.

ungehorsam antworten
Murphyline
(@murphyline)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1359

kommt auf das Kurheim an und wegen corona gibt es oft nur noch eingeschränkte KInderbetreuung

murphyline antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1376
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Während der Kur bist du nicht ständig mit den Kindern zusammen. Die bekommen ihr eigenes Programm

Das ist zwar richtig, aber oft heißt es für die Mutter, dass sie morgens die Kinder fertig macht, die in der Betreuung abliefert, zu den Anwendungen hetzt, danach wieder die Kinder über Mittag "an der Backe" hat, usw. Eigentlich ist sie wie zu Hause unter Dauerstress, weil sie entweder Anwendungen hat oder die Kinder.

Ich halte bei den geschilderten Umständen eine Mütterkur (ohne Kinder) für hilfreicher, um wirklich mal Abstand zu bekommen und sich auf sich selbst zu konzentrieren. Wenn der Papa eh zu Hause ist und die Kinderbetreuung bei ihm in guten und für die Kinder vertrauten Händen ist, dann ist das doch eine gute Sache.

Gruß, Tineli

tineli antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Während der Kur bist du nicht ständig mit den Kindern zusammen.

Doch, eigentlich schon. Bis auf die Vormittage, wenn du Anwendungen hast. Das ist wie daheim. Teils schlimmer, weil daheim sind viele Kinder über Mittag und bis in den Nachmittag betreut, in der Mutter-Kind-Kur nicht.

Aus Erfahrung kann ich sagen: Wenn man eh schon am Rad dreht, dann bringt das nichts... ist ja schlimmer als daheim. Hab das bei vielen gesehen. Denen hätte es besser getan, wenn die Kinder nicht dabei gewesen wären.

Ich würde auch eine Kur ohne Kinder empfehlen. Sowas gibts, ist in diesem Fall auf alle Fälle sinnvoller.

littlebat antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1099

Wenn man sich frei genug fühlt, ohne Kinder zu kuren, sollte man das bei starker Erschöpfung sicher tun.
Wer jedoch Schwierigkeiten hat mit gesunder Selbstfürsorge, könnte durch ein schlechtes Gewissen (die „Kinder im Stich zu lassen“, „keine gute Mutter zu sein“)
den eigenen Kurerfolg schmälern.
Das sollte man im Vorfeld bedenken und für sich selbst klären.

Die Wochenenden empfand ich als größte Herausforderung. Da ist nämlich gar keine Betreuung der Kinder. Zumindest war das bei uns so. Und wenn dann schlechtes Wetter ist kann das durchaus herausfordernd sein.

Aber oft tut es auch schon gut, andere Frauen in ähnlichen Situationen kennenzulernen, nicht für haushaltstechnische Arbeiten zuständig zu sein, etwas für sich selbst tun zu können und dadurch neue Perspektiven für den Alltag zu entdecken.

Und die Anwendungen müssen nicht ganz so eng getaktet sein. Da gibt es durchaus etwas Spielraum.

goldapfel antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @goldapfel

Die Wochenenden empfand ich als größte Herausforderung. Da ist nämlich gar keine Betreuung der Kinder. Zumindest war das bei uns so. Und wenn dann schlechtes Wetter ist kann das durchaus herausfordernd sein.

Ohja, das ging mir ähnlich...

Und in den Nebenzimmern ging es jeden Tag morgens und abends "hoch" her, sprich: es waren die Kämpfe, die die Mütter dort sonst auch kämpften.
Sollte man wirklich mehrmals drüber nachdenken.

Veröffentlicht von: @goldapfel

Aber oft tut es auch schon gut, andere Frauen in ähnlichen Situationen kennenzulernen

Kann ich bestätigen. Haben noch immer Kontakt. Wunderbare Frauen. Wir waren ein tolles Team - aber das war wirklich ultimatives Glück. 😉

Aber ich werde auf jeden Fall nochmal fahren. Und mein Mann meinte auch schon, dass er vielleicht dann auch gern mal fahren wollen würde... 😀

littlebat antworten
Murphyline
(@murphyline)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1359

es gibt reine Mütterkuren. Mehr Infos dazu:
https://www.kag-muettergenesung.de/muetterkur/muetterkur.aspx

murphyline antworten
erdmaennchen-kolo
(@erdmaennchen-kolo)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 11

Vielen Dank, ich werde mich da schlau machen. Auf keinen Fall eine Kur mit den Kindern. Das ist ja noch schlimmer als zu Hause.

erdmaennchen-kolo antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4769

Vielleicht kann dein Mann auch zusätzlich eine Kur mit den Kindern machen. Zu einem anderen Zeitpunkt. Dann könntest du doppelt Energie tanken.

stundenglas antworten
deborahgo
(@deborahgo)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 66

Ich denke auch, dass du eine Kur ohne die Kinder machen solltest.
Mit Mutter-Kind-Kur habe ich keine guten Erfahrungen.

Oder ein Wochenende nur mit deinem Mann wäre auch hilfreich, wenn ihr zuverlässige Verwandte oder Freunde habt, die eure Kinder betreuen können.

ich wünsch dir viel Kraft und Weisheit!

deborahgo antworten


Herbstrose
Beiträge : 14194

Meine erste Idee wäre: beantrage eine Mutter-Kund-Kur. Langfristig solltet ihr als Eltern euch gegenseitig Freiräume gewähren. Ich war mit Freundinnen regelmäßig beim Frauentag. Oder ich hab einen Kurs besucht, während mein Mann etwas mit den Kindern unternommen hat.

herbstrose antworten
Goldapfel
Beiträge : 1099

Hallo,

Ungehorsams Beitrag finde ich ziemlich gut.
Den Tipp mit der Mutter-Kind-Kur hätte ich sonst auch, hat mir/uns damals nach Trennung, Umzug und dem ganzen vorherigen Stress auch sehr gut getan.

Das geht jetzt gerade natürlich nicht so schnell und du scheinst ja jetzt schon kaum noch zu können. Aber es wäre eine Perspektive das anzuleiern, bei uns hat das damals das Diakonische Werk in die Wege geleitet.
Und du hättest etwas vor Augen zum drauf freuen.

Dein Mann wäre natürlich Unterstützer erster Wahl, aber ich weiß ja nicht, wie das bei euch so läuft.?

Was ist mit Omas, Opas, Schwestern? Gibt es da niemanden, der dich/euch mal unterstützen kann?

Und Freundinnen, Gemeinde?
Ich weiß, dass die letzten zwei Jahre Familien mit kleineren Kindern häufig an ihre Grenzen gebracht haben und vieles, was davor selbstverständlich war, fiel aus oder fand nur sporadisch statt. Das hat viele belastet.

Was hilft dir, dich zu entspannen, wann hast du das Gefühl, du fühlst dich jetzt rundherum wohl?
Wenn du überlegst, vielleicht findest du ja ein oder zwei „Freudenperlen“, die du mit Unterstützung von außen oder durch deinen Mann, hin und wieder regelmäßig in deinen Alltag einbauen kannst?

Kinder sind ein Langstreckenlauf und man muss zwischendurch mal Pause machen und sich die Kräfte immer wieder einteilen lernen.

Ich wünsche dir, dass du neuen Mut schöpfen kannst, Unterstützung findest und auch wieder schöne Momente entdecken kannst, auch an deinen Kindern!

Segen und Frieden dir!

goldapfel antworten


agapia
 agapia
Beiträge : 1402

Hallo,

ich möchte die guten Antworten noch um eine Idee ergänzen. Diesen Tipp habe ich aus dem Podcast „Raus aus der Depression“.
Dabei geht es nicht um die Diagnose Depression, sondern um Möglichkeiten, wenn schnelle Hilfe bei psychischer Not gebraucht wird. In dem Podcast wurde gesagt, man könne sich, wie bei jeder anderen Erkrankung auch, in die Notaufnahme einer psychiatrischen Klinik begeben. Dort würde geschaut, wie akut die Krise ist, ob ein stationärer Aufenthalt angesagt ist oder wie weiter verfahren werden kann.

Ich selbst habe schon zweimal nähere Bekannte davon überzeugt, sie auf der Stelle in so eine Notaufnahme zu bringen. In beiden Fällen mit guten Erfahrungen. Die eine durfte sich dort nach einer ersten Untersuchung mal gründlich ausschlafen, anschließend wurde sie mit einem ambulanten Therapieplan entlassen, die andere blieb dort 3 Wochen.

Alles Gute für dich!

agapia antworten
Hulda_L
Beiträge : 8

Du kannst Deinen Arzt fragen, ob er Dir Unterstützung durch eine Familienpflegerin verschreibt.

hulda_l antworten
8 Antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14194

Die Familienpflegerin gibt rs nicht "auf Rezept", sondern über das Jugendamt.

herbstrose antworten
Hulda_L
(@hulda_l)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 8

Zu meiner Zeit in der Familienpflege, die vor etwa 10 Jahren endete, waren die meisten Einsätze vom Arzt verordnet.
Frau musste bei der Krankenkasse anfragen, ob die Kosten übernommen werden. Manchmal wurden die Stunden gekürzt.
Familienhilfe vom Jugendamt gibt es auch. Diese hat nach meinem Wissensstand mehr pädagogische Aufgaben.

hulda_l antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14194

Von der Krankenkasse wird diese Hilfe nur gezahlt, wenn die Person ausfällt, die üblicherweise die Kinder versorgt und niemand sonst in der Familie einspringen kann. Beispielsweise wenn sie wegen Gipsfuß nicht am Herd stehen kann oder wenn sie im Krankenhaus liegt.

herbstrose antworten
erdmaennchen-kolo
(@erdmaennchen-kolo)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 11

Danke für eure Vorschläge.
Ich hab nächste Woche einen Termin bei der Hausärztin.
Dann muss ich mit ihr gemeinsam schauen was möglich ist auch organisatorisch.

Kennt jmd von euch Müttern den Zustand dass man nicht mehr weiß wie man die Kinder großziehen soll, weil man keine Lust und Kraft mehr hat?
Wie bekommt man da wieder Motivation?
Ich wünschte jmd anders würde mir das abnehmen.

erdmaennchen-kolo antworten
sternlein02
(@sternlein02)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 344

Ich bin keine mutter….
Aber deine frage klingt für mich logisch, wenn frau keine kraft mehr hat, dann ist alles zu viel. Selbst kochen, waschen, einkaufen ev sogar duschen oder aufstehen bereitet viel mühe. Da ist doch logisch, dass kinder erziehen, die so „unberechenbar“ (sorry für das wort, kam mir nur das in sinn) sind, schwierig ist. Mit unberechenbar meine ich nicht vorhersehbar wie sie reagieren. Mal hilft wenn man ihnen ne geschichte vorliest, ein ander mal sollte man besser nach draussen gehen und beim dritten mal hilft beides nicht und frau muss wieder nach anderer lösung suchen, bis sich die kids beruhigen/ netter miteinander umgehen etc. Das (kindererziehung) stelle ich mir auch sehr anstrengend vor. Nicht bloss, aber doch mehrheitlich streng. Ok, ich brauch auch viel zeit für mich und ruhe, vielleicht liegts auch an dem, dass ich kindereeziehung anstrengend finde. Manchmal bin ich total fertig, wenn ich länger zu besuch bei einer familie bin mit drei / vier kindern.

sternlein02 antworten
erdmaennchen-kolo
(@erdmaennchen-kolo)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 11

Manchmal bin ich total fertig, wenn ich länger zu besuch bei einer familie bin mit drei / vier kindern.

Das kann ich total verstehen. Ging mir früher auch manchmal so.

Gut,dass du für dich die Entscheidung getroffen hast, wenn du weißt, dass du viel Zeit und Ruhe brauchst.

Jetzt steck ich drin und muss durch. Ich hoffe und bete,dass sie groß werden ohne zu merken, dass ich oft innerlich gekämpft hab.

erdmaennchen-kolo antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @erdmaennchen-kolo

Ich hoffe und bete,dass sie groß werden ohne zu merken, dass ich oft innerlich gekämpft hab.

Es ist okay, wenn Kinder auch mal Rücksicht auf ihre Eltern nehmen müssen. Sie dürfen wissen, dass auch wir Grenzen haben. Es ist in Ordnung, wenn sie wissen, dass wir Eltern auch nur eine begrenzte Portion Energie haben, und nicht unendlich viel Kraft für Kämpfe.

Du musst nicht immerzu stark sein und dich selbst verleugnen.

littlebat antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17911
Veröffentlicht von: @erdmaennchen-kolo

Kennt jmd von euch Müttern den Zustand dass man nicht mehr weiß wie man die Kinder großziehen soll, weil man keine Lust und Kraft mehr hat?
Wie bekommt man da wieder Motivation?
Ich wünschte jmd anders würde mir das abnehmen.

Ich bin keine Mama, sehe aber im privaten und beruflichen Umfeld auch solche Familien, wo eine der beiden Elternteile völlig überfordert ist und sich unfähig fühlt, den Familienalltag zu stemmen.

Zunächst mal ist das Gefühl des Unfähigkeit ein Gefühl und keine Tatsache. Zwei Kinder in dem Alter sind anstrengend, ich seh das jeden Tag in der Familie meines Patenkinds, wo die Eltern beide berufstätig sind und die Kinder im Alter von 2 und gerade 6 Jahren unheimlich viel Kraft ziehen. Die Mutter steckt nun nicht wie Du mit einem Bein in der Erschöpfungsdepression und selbst sie fühlt sich ab und an völlig unfähig. Das ist also nichts schlimmes oder zu verurteilendes, wenn Du das von Dir denkst. Und ich glaube auch nicht, dass Du unfähig bist.

Aber ich denke, dass dieses Gefühl der Unfähigkeit und der Angst, die Kinder nicht großziehen zu können sich ändert, sobald Du Hilfe bekommen hast. Ich glaube nicht, dass Dein Zustand nur mit der Familiensituation zusammen hängt und ich würde Dir empfehlen, mit Deinem Hausarzt zu sprechen, wie Du Hilfe bekommst. Hier wurde eine Kur angesprochen, ich denke vielleicht hilft Dir auch Seelsorge, eine Therapie oder ähnliches. Dir wächst einfach alles über den Kopf und Du brauchst jemand, der Dir hilft, das zu sortieren.

Aber Du bist keine schlechte Mutter, weil Du solche Gedanken hast, Deine Kinder werden das auch überstehen und die Motivation wird kommen, sobald es Dir besser geht.

In erster Linie bist Du jetzt dran und das hat Priorität, dass Du in all dem Deine Kinder nicht zu kurz kommen lässt brauchst Du, so wie ich Dich hier wahrnehme, nicht zu befüchten. Wie steht Dein Mann eigentlich dazu, sieht er wie ernst es um Dich gerade bestellt ist?

Das sind alles nur persönliche Eindrücke und Gedanken und falls das alles auf Dich nicht zutrifft und nicht hilft denke ich, sind hier auch genug andere sehr gute Ideen gekommen 😊

tristesse antworten


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