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Nervige Methoden im Film

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Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 22244

Mir ist jetzt keine bessere Überschrift eingefallen... gemeint sind bestimmte Erzählstrukturen und Ereignisse, die so nur im Film vorkommen und angewendet werden, um Spannung zu erzeugen oder Botschaften zu vermitteln.

So weiss man als Zuschauer sofort, wenn der Protagonist eine Tür öffnet und Fliegengesumm zu hören ist, dass dahinter eine Leiche liegt. Leute die husten sterben kurz darauf. Schallgedämpfte Pistolen machen "Plopp". Computerexperten klappern ein paar Sekunden auf der Tastatur herum und rufen dann "ich bin drin", egal worum es gerade geht.

Filme benutzen ihre eigene visuelle Sprache und Codes und machen es uns damit leichter, der Handlung zu folgen... es mag also nicht immer realistisch sein, aber es ergibt oft trotzdem Sinn.

Es gibt aber auch Elemente, die immer wieder angewendet werden und die mich inzwischen nur noch nerven. Und inzwischen passiert es sogar, dass ich Serien abbreche, wenn es damit übertrieben wird.

Wenn ich nachdenke fallen mir hier wohl ein Dutzen Dinge und mehr ein... hier mal ein paar Beispiele, die mich besonders nerven.

 

- "Ich drehe mich gaaaaaanz langsam um"

Es ist doch sehr auffällig, dass sich die Leute im Film, wenn sie von einem Monster/Mörder/Sonstwas verfolgt werden und verdächtige Geräusche hören extrem langsam umdrehen. Da bewegt sich die Heldin der Geschichte in einer finsteren Höhle, hört plötzlich ein verdächtiges Geräusch hinter sich. Aber statt sich sofort umzudrehen entfährt ihr zunächst ein gehauchter Schreckenslaut. Dann fängt sie erst einmal leise an zu schluchzen, um Spannung aufzubauen... und dann fängt sie an, sich langsam umzudrehen. Die Kamera zeigt das Gesicht erst frontal, nach einer Vierteldrehung wird dann die Gegenperspektive über die Schulter gezeigt, bevor sie die Drehung des Kopfes dann irgendwann beeendet und endlich erblickt, was denn da nun hinter ihr steht (Das Monster/der Mörder natürlich, was denn sonst?).

Da frage ich mich doch, was das Monster denn in der Zwischenzeit alles gemacht hat. Bis die Frau sich endlich umgedreht hat hat es Zeit, sich noch einen Kaffee zu machen und die Zeitung zu lesen, vielleicht noch ein paar Mails beantworten und weiter darauf zu warten, dass die dumme Nuss einen endlich erblickt hat, damit die Handlung weitergehen kann... na ja.

Es ist ein Stilmittel, und es funktioniert ja auch. Aber weil es IMMER angewendet wird ist es einfach extrem nervig - weil sich NIEMAND so verhalten würde. Weder Held noch Monster. Und ich warte darauf, dass sich jemand in einem Film mal schnell umdreht, wie jeder Mensch es in so einer Situation tun würde!

 

- "Wer sich liebt, der lügt sich an"

Ein Stilmittel ganz anderer Art, nämlich ein erzählerisches, finde ich inzwischen auch sehr störend. Da ist irgendwo ein Paar, verliebt, verheiratet und glücklich miteinander. Dann bekommt einer der beiden ernsthafte Probleme... Arbeitslosigkeit, die Mafia ist hinter einem her, eine Krankheit, Geldnöte, was weiss ich. Und er/sie setzt dann alles daran, dass es der Partner auf keinen Fall herausfinden darf.

Nicht falsch verstehen: Das kann eine gute Grundlage für einen spannenden Film sein, warum nicht?

Es ergibt nur überhaupt keinen Sinn, wenn hier demonstrativ ein Paar gezeigt wird, das sich eigentlich in allen Dingen vertraut und sich tatsächlich aufrichtig liebt. Denn wäre das der Fall, würde man solche Dinge kaum voreinander verheimlichen wollen.

Aber genau das will man uns verkaufen: Zerstörtes Vertrauen als wahren "Liebesbeweis". Und das nur, um eine zusätzliche Spannungsebene zu kreieren, weil die Hälfte des Films dann von den Versuchen handelt, den Partner auf keinen Fall die Wahrheit herausfinden zu lassen.

Wie gesagt: Kann man machen, kann auch spannend sein. Hat nur mit Liebe und Partnerschaft überhaupt nichts zu tun...

 

- "Ich traue mich nicht, nochmal zuzuschlagen oder die Waffe zu nehmen!"

In vielen Filmen taucht ein fieser Bösewicht auf, der den Helden nach dem Leben trachtet. Dann kommt es irgendwann zum Kampf, auf Leben und Tod wohlgemerkt. Der Fiesling ist bewaffnet und haushoch überlegen, die armen Helden haben kaum eine Chance. Aber irgendwann schafft es jemand trotzdem, einen schweren Gegenstand zu greifen und dem Kerl von hinten kräftig auf die Rübe zu geben... der Fiesling strauchelt benommen, fällt womöglich sogar auf die Knie, ist für den Moment ausgeschaltet... gewonnen!

Ha! Von wegen! Natürlich nicht... erschrocken vom eigenen Mut lässt der Held/die Heldin den Gegenstand fallen. Und die umstehenden Kameraden rufen: "Nichts wie weg", als sich der Fiesling bereits wieder aufrappelt und zu seiner Waffe greift.

Um... hallo? Man kann auch nochmal zuschlagen? Und dann nochmal? Man kann zumindest die Waffe nehmen? Die werten Freunde könnten auch dabei helfen, den Typen zu überwältigen - er WAR doch schon praktisch ausgeschaltet! Stattdessen stehen die Leute wie blöd herum und warten höflich, dass er wieder aufsteht und seine Waffen nimmt, damit die Handlung noch eine halbe Stunde weitergehen kann...

Nichts dagegen einzuwenden, dass ein Schurke nicht gleich überwältigt werden kann. Aber dann bitte nicht auf derartig billige Weise erzählt, mit Protagonisten, die eigentlich hart im Nehmen sind und um ihr Leben kämpfen. So blöd kann eigentlich niemand sein - aber etliche Regisseure erzählen uns trotzdem genau diese Story...

 

Na ja, wollte ich nur mal so zur Diskussion stellen. Vielleicht übertreibe ich ja... oder euch fallen selber Elemente ein, die euch immer wieder auf den Senkel gehen. Würde mich mal interessieren.

 

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72 Antworten
Jigal
 Jigal
Beiträge : 3889

Nun 90% der Zuschauer möchten einen sympatischen Heldin bzw eine Heldin um möchten, dass ein Film gut aus geht. 

Gerade bei Serien kann man feststellen wie viel Probleme es sonst danach gibt.

Bsp 1 findet man auf youtube.  Warum musste jemand sterben, z.B. Colonel Henry Blake in der Sendung MASH. Ein Arzt, nett, trinkt etwas, versucht das Lazarett so gut wie möglich zu leiten und wird dabei noch genervt. Warum stürtz er ab. Gab riesige Proteste.

Bsp 2 Leute haben eine Abneigung gegen Mario Adorf da er in einer Rolle Winnetous Schwester erschossen hat, die Leute haben über Jahrzehnte keinen FIlm von ihm mehr angeschaut.

Bsp 3  Es gab DVDs die hatten einen Aufkleber:  Was frauen schauen. Ich habe auch solche DVDs wie Stadt der Engel, E-Mail für Dich.

Das sind anscheinend Garantien für einen harmonischen Abend.

 

Bsp 4  Serien der DDR kommen immer samstags auf MDR. Ich komme nicht aus der DDR ich schau sie aber gerne an, es gibt da zwar auch Probleme, aber am Ende gehen sie gut aus. Deshalb schauen das die Leute heute noch gerne an.

 

jigal antworten


Arcangel
Beiträge : 4539

@lucan-7 

Was mich immer nervt, ist gerade in Serien, wenn eine Figur, die nicht den Hauptdarstellern zählt, ein zwei Sätze sagt weis man ganz genau, dass die stirbt.

Oder das Gegenteil davon egal wie Dumm sich ein Hauptdarsteller anstellt man weis ganz genau er/sie wird nicht sterben. (Plot Amor)

Das habe ich so an "Game of Thrones", zumindest die ersten 5 Staffeln, gemocht.

Aber das Problem (oder die Chance) mit den Stilmitteln ist, dass sie eingesetzt werden müssen, weil natürliches Verhalten auf der Leinwand nicht wirkt. Charaktere sind überzeichnet, und Handlungen sind überrissen, weil man so Emotionen wiedergeben kann, die man sonnst, nicht vermitteln könnte.

Für mich wird es erst problematisch, wenn Stilmittel, Action und GCI als Ersatz für eine gute Geschichte herhalten müssen.

Bestes Beispiel ist Captain Marvel vs. Wonder Woman, den einen Film kann man die Toilette runter spülen, der andere ist richtig gut.

arcangel antworten
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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22244

@arcangel 

Aber das Problem (oder die Chance) mit den Stilmitteln ist, dass sie eingesetzt werden müssen, weil natürliches Verhalten auf der Leinwand nicht wirkt. Charaktere sind überzeichnet, und Handlungen sind überrissen, weil man so Emotionen wiedergeben kann, die man sonnst, nicht vermitteln könnte.

Ja, natürlich. Im echten Leben würde man vielen Leuten gar nicht ansehen, was genau sie fühlen. Und ohne Choreographie wären Actionszenen verwirrend und kaum verständlich. Die Kunst liegt dann darin, diese Stilmittel so zu verwenden, dass sie sich harmonisch einfügen und möglichst wenig auffallen.

Für mich wird es erst problematisch, wenn Stilmittel, Action und GCI als Ersatz für eine gute Geschichte herhalten müssen.

Ganz genau! Der Film hat noch weitere 20 Minuten, also darf der Bösewicht jetzt noch nicht besiegt werden.

Was ja kein Problem wäre... aber die Helden scheinen das auch zu wissen. Und dann wird es eben extrem unglaubwürdig, wenn deutlich wird: "Das steht so im Drehbuch, deshalb dürfen wir dem jetzt nicht die Waffe wegnehmen!"

Eine Handlung muss sich logisch aus dem Plot entwickeln. Wenn "Spannung" dadurch erzeugt wird, dass sich die Helden wie die letzten Deppen verhalten, dann funktioniert das einfach nicht...

 

 

 

lucan-7 antworten
Gottsucher
Beiträge : 46

Mich nerven Groß- oder sogar Detailaufnahmen von Gesichtern, z.B. bei Reportagen oder Interviews (ich will den Leuten gar nicht so nahe kommen), und in letzter Zeit zunehmend der Gendersprech aka Sprachverhunzung.👿

gottsucher antworten
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Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@gottsucher 

Dann ist "Once upon a Time in the West" aka "Spiel mir das Lied vom Tod" garantiert nix für Dich.. Der lebt ja quasi von solchen Großaufnahmen.

 

Beim Gendergaga bin ich zu 250% bei Dir..

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22244

@antonioa 

Dann ist "Once upon a Time in the West" aka "Spiel mir das Lied vom Tod" garantiert nix für Dich.. Der lebt ja quasi von solchen Großaufnahmen.

Ist aber nochmal ein Unterschied, ob man bei Reportagen und Interviews den Leuten auf die Pelle rückt oder ob das Ganze in einer Erzählung bewusst inszeniert wird. Kann in beiden Fällen stören, aber bei Interviews finde ich es in jedem Fall unangemessen. Also, wenn wir von Großaufnahmen reden, in denen das Gesicht den ganzen Bildschirm füllt und man es gar nicht mehr zur Gänze sieht.

 

 

lucan-7 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22244

@gottsucher 

und in letzter Zeit zunehmend der Gendersprech aka Sprachverhunzung.

Ja, das stört mich auch... wobei es mir gar nicht um die durchaus lobenswerte Absicht einer "gerechten" Sprache geht, sondern dass die Verständlichkeit darunter leidet.  Es ist einfach umständlich und anstrengend, jemanden zuzuhören, der ständig Wörter unterbricht oder Sätze ewig in die Länge zieht, indem er/sie alle möglichen Geschlechter aufzählt. Als ob die deutsche Sprache nicht eh schon kompliziert genug wäre, nein... machen wir es jetzt noch komplizierter und verschachtelter...

Gehört jetzt aber eher weniger zum Thema "filmische Stilmittel".

 

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 4539

@lucan-7

Bei Thema Gender geht es ja nicht nur um die Sprache. Ein Film in der eine 60kg Frau, vier 90kg gut trainierte männliche Agenten durch die Luft wirbelt und K.O. haut. Nur weil eben Frau besser als Mann. Dann ist das einfach nur noch ermüdend langweilig.

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22244

@arcangel 

Ein Film in der eine 60kg Frau, vier 90kg gut trainierte männliche Agenten durch die Luft wirbelt und K.O. haut. Nur weil eben Frau besser als Mann. Dann ist das einfach nur noch ermüdend langweilig.

Wenn der Film aber genau das zeigen will - dass diese Frau besser ist als ihre Angreifer - warum sollte das dann "langweilig" sein?

Sind Batman und James Bond, deren kämpferische Fähigkeiten auch weit übertrieben dargestellt werden, dann nicht auch "langweilig"?

Lässt es nicht schon tief blicken, wenn Männer im Kino ohne weiteres eine geradezu absurd gesteigerte Überlegenheit demonstrieren dürfen, Frauen aber nicht? Weil die ja nicht "besser" sein dürfen?

 

 

lucan-7 antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 1776

@lucan-7 

Wenn der Film aber genau das zeigen will - dass diese Frau besser ist als ihre Angreifer - warum sollte das dann "langweilig" sein?

 

Ich denke, das "Problem" ist hier nicht die Frage ob langweilig oder nicht. Mich beschleicht bei solchen - wie von Arcangel beschriebenen Szenen -  immer ein seltsames Gefühl, ideologisch bearbeitet zu werden.

In den Kriegen, die wir leider haben und bei krimenellen Taten und deren polizeilichen Aufklärung/Bekämpfung, sind zumeist Männer involviert. Dies aufgrund ihrer physischen Überlegenheit, die nun einmal nicht abzustreiten ist.

Zeitgemässe Darstellungen in Filmen und Serien aus westlicher Produktion versuchen mir jedoch eine andere Realität vorzugaukeln, in denen Frauen die wahren Heldinnen seien und Männer (v.a. weisse) eigentlich bloss dumme Nichtsnutze. Diese Darstellungen decken sich jedoch nicht mit meiner Sicht der Realität.

 

tamaro antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22244

@tamaro 

Zeitgemässe Darstellungen in Filmen und Serien aus westlicher Produktion versuchen mir jedoch eine andere Realität vorzugaukeln, in denen Frauen die wahren Heldinnen seien und Männer (v.a. weisse) eigentlich bloss dumme Nichtsnutze. Diese Darstellungen decken sich jedoch nicht mit meiner Sicht der Realität.

Du möchtest also in Filmen das sehen, was in der Realität als statistischer Durchschnitt zu erwarten wäre? Stelle ich mir recht einseitig vor.

 

In der Krimiserie "Der Alte" gab es doch viele Jahre lang einen schwarzen Assistenten. Der entsprach mit Sicherheit nicht dem "typischen" deutschen Polizisten, aber die Figur war interessant und glaubwürdig.

Heute würde manche bei so einer Besetzung wohl auf die Barrikaden gehen und den Produzenten irgendwelche ideologischen Gründe unterstellen.

Mich interessiert so etwas nicht. Mich interessiert nur die Geschichte und die innere Glaubwürdigkeit, also ob das innerhalb der filmischen Realität passt oder nicht.

Heisst also, es sollte schon eine Begründung geben, wenn sich eine zierliche Frau als so kampfstark erweist, weil man das natürlich nicht erwartet. Aber wenn sich das aus dem Hintergrund und der Situation so ergibt und die Choreographie glaubwürdig wirkt - dann ist doch alles in Ordnung.

 

lucan-7 antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 1776

@lucan-7 

Du möchtest also in Filmen das sehen, was in der Realität als statistischer Durchschnitt zu erwarten wäre?

Das kommt auf das Filmgenre an, das ich wähle. Aber ein Spielfilm muss für mich überhaupt nicht viel mit der Realität zu tun haben. Ich tauche da gerne in eine andere Welt, eine Traumwelt ein.

Ich störe mich also nicht an der realistischen oder unrealistischen Umsetzung, sondern an dem Gefühl, ideologisch bearbeitet zu werden.

Es ist ja wohl kein Zufall, dass die Zahl solcher Heldinnen ausgerechnet zu einem Zeitpunkt auf den Kinoleinwänden resp. in Netflix-Serien inflationär zunimmt, wenn der durch die MeeToo-Debatte lancierte Third-Wave-Feminismus an Einfluss in der gesellschaftlichen Debatte zunimmt.

 

In der Krimiserie "Der Alte" gab es doch viele Jahre lang einen schwarzen Assistenten. Der entsprach mit Sicherheit nicht dem "typischen" deutschen Polizisten, aber die Figur war interessant und glaubwürdig.

Ja, an diesen Schauspieler kann ich mich gut erinnern (obwohl ich nie der grosse Krimifan war) und ich fand die Figur erfrischend. Es wäre mir nie in den Sinn gekommen darüber nachzudenken, ob er den "typischen" deutschen Polizisten darstellt oder nicht.

 

Heute würde manche bei so einer Besetzung wohl auf die Barrikaden gehen und den Produzenten irgendwelche ideologischen Gründe unterstellen.

Heute wirken mMn solche Besetzungen aber oftmals auch ideologisch motiviert und nicht mehr so natürlich wie früher. Ob das an den gegenwärtigen Debatten auf den sozialen Internetplattformen resp. der Gesellschaft liegen mag?

Die letzten Tage bin ich zufälligerweise auf das Kindermusicel "Annie" gestossen (wegen der Musik), von denen es je eine Verfilmung im Jahre 1982, 1999 und 2014 gab.

1982 waren sämtliche Darsteller weiss. 1999 war die Sekretärin des Milliardärs eine PoC. 2014 waren die beiden Hauptdarsteller Schwarze, die Sekretärin weiss und die beiden "Spielverderber resp. Gegenspieler" ebenfalls weiss. Aber vielleicht ist das auch alles blosser Zufall.

Mich persönlich stört die Zusammensetzung des Casts, auch deren Entwicklung im Laufe der Zeit in keinster Weise. Aber ich vermute, dass auf diese Weise gewisse Aspekte der political correctness absichtlich gepusht werden... und eben dieses Gefühl des bearbeitet resp. beeinflusst werdens ist mir unsympathisch.

---

Eigentlich ein völlig anderes Thema, gestern erlebt, aber es geht mir in diesem Zusammenhang gerade durch den Kopf (von wegen "ideologisch bearbeitet werden"): gestern ging ich in einem Einkaufszentrum einkaufen, wo ich des öfteren hingehe. Auf der oberen Verkaufsebene waren die Kassen geschlossen mit dem Hinweis, "aus technischen Gründen können die Kassen aktuell nicht bedient werden".

Ich las mir diese Hinweistafel in aller Ruhe nochmals durch und mir war sofort klar: dieser Hinweis "aus technischen Gründen" ist gelogen. Das müssen andere Gründe sein.

Also ging ich zum Zahlen ins Erdgeschoss, hinter den Kassen hatte es wesentlich längere Warteschlangen als sonst. Die Kassierin an meiner Kasse meinte, das sei deswegen, weil viele vom Personal krank seien. "Aha" - dachte ich mir, das sind also offenbar die wahren technischen Gründe ... und mich nervte es etwas, dass auf der Hinweistafel somit offenbar tatsächlich nicht die Wahrheit stand.

Dies nur ein Beispiel mehr, wie wir heutzutage bei allen möglichen Gelegenheiten bearbeitet werden. Nicht selten müssen wir die Informationen, die wir erhalten, übersetzen können, um zu erkennen, was wahr ist. All jene die naiv dachten, die Kassen seien einfach defekt, gehen wohl zu unkritisch durch die Welt.

 

tamaro antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22244

@tamaro 

Ich störe mich also nicht an der realistischen oder unrealistischen Umsetzung, sondern an dem Gefühl, ideologisch bearbeitet zu werden.

Es ist ja wohl kein Zufall, dass die Zahl solcher Heldinnen ausgerechnet zu einem Zeitpunkt auf den Kinoleinwänden resp. in Netflix-Serien inflationär zunimmt, wenn der durch die MeeToo-Debatte lancierte Third-Wave-Feminismus an Einfluss in der gesellschaftlichen Debatte zunimmt.

Aber ist das nicht völlig normal, dass sich in aktuellen Filmen der Zeitgeist wiederspiegelt?

So gesehen hätten ja auch die Kinogänger der 50er Jahre das Gefühl haben müssen, "ideologisch bearbeitet" zu werden, indem man ihnen nach dem Krieg massenweise klebrig-süsse Heimatfilme präsentierte. Von der Rollenzuteilung von Mann und Frau mal ganz abgesehen...

Die 70er Jahre waren auch eine Zeit, in der sich Filmemacher ausgetobt haben und sich dort auch der Zeitgeist mit diversen Botschaften wiederspiegelte.

Ich wüsste also nicht, warum das plötzlich anders sein sollte...

 

 

lucan-7 antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 1776

@lucan-7 

Aber ist das nicht völlig normal, dass sich in aktuellen Filmen der Zeitgeist wiederspiegelt?

So wie ich es einschätze wurden früher die Bedürfnisse und Träume, die in der Bevölkerung bereits vorhanden waren, filmisch umgesetzt. Vermutlich war dieses Vorgehen auch kommerziell relativ erfolgsversprechend.

Heute bilden diese Bedürfnisse und Träume zwar immer noch die Kulisse und sind die Grundbausteine des Films (Stichwort Fantasy) aber es finden auch Ideologien und Positionen, die in der Bevölkerung zwar vorhanden aber womöglich noch nicht mehrheitsfähig sind, ins Filmgeschäft. Insofern läuft der Weg von Ideologie/Bedürfnissen von/zu den Menschen mMn zumindest teilweise also gerade umgekehrt im Vgl. zu früher.

 

So gesehen hätten ja auch die Kinogänger der 50er Jahre das Gefühl haben müssen, "ideologisch bearbeitet" zu werden, indem man ihnen nach dem Krieg massenweise klebrig-süsse Heimatfilme präsentierte.

Ich denke damals war in der Gesellschaft weithin das Bedürfnis vorhanden, Distanz zu den Schrecken des II. Weltkrieges zu gewinnen und deshalb waren diese klebrig-süssen Heimatfilme auch stark gefragt.

Natürlich bieten diese Filme auch Stoff um darüber nachzudenken, ob man damit ebenfalls ideologisch bearbeitet wurde. Wahrscheinlich war das schon der Fall. So wurde doch vieles idealisiert/romantisiert dargestellt und negative Erscheinungen eher ausgeblendet. Die Generation meiner Eltern war in dieser Zeit jung und ich hatte von ihnen immer den Eindruck, dass sie nicht so vieles kritisch hinterfragen wollten. Das kam wohl eher später mit den 68ern in Mode.

 

Von der Rollenzuteilung von Mann und Frau mal ganz abgesehen...

Die alten Filme sind eigentlich meine bevorzugten, von daher habe ich schon relativ viele gesehen und ich sehe die Rollenzuteilung von Mann und Frau wesentlich weniger kritisch, als das scheinbar in der Gesellschaft vorherrschende Klischee der Filme der 50er/60er Jahre.

Frauen wurden schon damals mMn recht häufig als selbstbewusst und in gewisser Weise auch stark - aber eben trotzdem damenhaft dargestellt. Katharine Hepburn war ein Paradebeispiel für diesen Frauentypus. Die "frauenfeindlichste" Phase der Filmgeschichte würde ich eher in die 70er Jahre verorten.

 

Ich wüsste also nicht, warum das plötzlich anders sein sollte...

Vielleicht deshalb, weil der Filmindustrie heute mehr Mittel zur Verfügung stehen als früher.

 

tamaro antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22244

@tamaro 

So wie ich es einschätze wurden früher die Bedürfnisse und Träume, die in der Bevölkerung bereits vorhanden waren, filmisch umgesetzt. Vermutlich war dieses Vorgehen auch kommerziell relativ erfolgsversprechend.

Das dürfte wohl auf die meisten Filme zutreffen. Aber es hat auch immer wieder Skandale und Tabubrüche gegeben. Und das sind nicht selten Filme, über die sich heute niemand mehr aufregt.

Frauen wurden schon damals mMn recht häufig als selbstbewusst und in gewisser Weise auch stark - aber eben trotzdem damenhaft dargestellt. Katharine Hepburn war ein Paradebeispiel für diesen Frauentypus. Die "frauenfeindlichste" Phase der Filmgeschichte würde ich eher in die 70er Jahre verorten.

Spontan würde ich sagen, dass jede Bewegung auch eine Gegenbewegung provoziert. Als zunehmend die Emanzipation der Frau ein Thema war und selbstbewusste und selbstständige Frauen präsentiert wurden standen dem dann andererseits Filme mit ausgeprägten Machos entgegen, die Frauen zum reinen Objekt deklassierten.

Vielleicht deshalb, weil der Filmindustrie heute mehr Mittel zur Verfügung stehen als früher.

Ich denke dass sich die Regeln kaum geändert haben. Auch früher haben sich Leute über den "Sittenverfall" und ähnliche Dinge beklagt, die uns heute im Nachhinein völlig absurd erscheinen.

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 4539

@tamaro 

Diese ideologische Bearbeitung besteht darin, uns glauben zu machen zu wollen, dass Frauen die besseren Männer sind. Sie sind stärker, schneller, schlauer. Das schlauer wäre ja noch plausibel.

Aber anstatt, dass diese Heldinnen versuchen, ihre weiblichen Stärken, Wendigkeit, Geschicklichkeit, zu nutzen, um physiologisch überlegene Gegner wegzuräumen, gehen sie mit stumpfer Gewalt vor. Und sind dann natürlich stärker als ihre grösseren und schwereren Gegner.

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22244

@arcangel 

Diese ideologische Bearbeitung besteht darin, uns glauben zu machen zu wollen, dass Frauen die besseren Männer sind. Sie sind stärker, schneller, schlauer. Das schlauer wäre ja noch plausibel.

Dann zeigen uns Typen wie James Bond, dass Männer allesamt genau so hart darauf sind, wie er es in seinen Filmen demonstriert? Oder geht es nicht vielmehr vor allen um James Bond - und nicht um "alle Männer"?

Warum soll eine starke Heldin, die Männer verprügelt, denn plötzlich für "alle Frauen" stehen? Werden in dem Film denn alle Frauen als körperlich grundsätzlich überlegen und alle Männer als grundsätzlich körperlich unterlegen dargestellt?

Das kann ich mir ehrlich gesagt nur schwer vorstellen...

 

 

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 4539

@lucan-7 

Wie gesagt, es geht nicht um Stereotypen, sondern um die Plausibilität des Geschehens. Es gibt gewisse Filme, da hängt man die Plausibilität draussen an den Kleiderständer. "Fast and Furious" zum Beispiel. Andere Filme versuchen wenigstens plausibel zu sein, "Bourne ..." zum Beispiel. Dann gibt es Filme, die zwar ebenfalls fantastisch sind, aber die eine innere Logik und Plausibilität haben, zum Beispiel Star Wars, eine Mary Sue wir Rey passt dann einfach nicht in das ganze.

Oder Dr Who, ich war mich im ersten Augenblick ehrlich positiv überrascht über Jodie Whittaker und fand das richtig gut mal ne Frau als Dr. Who zu haben. Leider waren die Storys und ihre Performance einfach nur zum Ausschalten, ich hab nicht mal die Staffel fertig geschaut. Alles, aber wirklich alles, auch die kleinste Randbemerkung in dieser Show lief darauf hinaus, dass sie als Frau einfach der bessere Doctor sei und sowieso können Frauen alles besser.

Und das ist es, was mich stört, nicht das Frauen erfolgreich sind, oder etwas besser können als Männer. Sondern dass ihre Überlegenheit dadurch hervorgestrichen wird, indem Männer als nutzlose Weicheier dargestellt werden. Batwoman wieder als Paradebeispiel.

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22244

@arcangel 

Wie gesagt, es geht nicht um Stereotypen, sondern um die Plausibilität des Geschehens. Es gibt gewisse Filme, da hängt man die Plausibilität draussen an den Kleiderständer. "Fast and Furious" zum Beispiel. Andere Filme versuchen wenigstens plausibel zu sein, "Bourne ..." zum Beispiel. Dann gibt es Filme, die zwar ebenfalls fantastisch sind, aber die eine innere Logik und Plausibilität haben, zum Beispiel Star Wars, eine Mary Sue wir Rey passt dann einfach nicht in das ganze.

Natürlich geht es um die innere Plausibilität (Die nicht gleichzusetzen ist mit Realismus, aber innerhalb der Filmwelt muss es passen).

Und ich bestreite ja nicht, dass es sicher auch unpassende weibliche Figuren gibt, die übertrieben gestaltet wurden.

Nur sollte man sich ernsthaft fragen, ob das jetzt wirklich an der Geschichte liegt - oder nicht daran, dass man eher Männer in derartigen Rollen gewohnt ist, bzw. ob man die Figur weniger ablehnen würde, wenn sie von einem Mann gespielt würde.

Und dann sollte man so ehrlich sein, ob man nicht eher die eigenen Vorstellungen hinterfragen sollte als die Geschichte...

 

 

 

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

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@lucan-7 

Nur sollte man sich ernsthaft fragen, ob das jetzt wirklich an der Geschichte liegt - oder nicht daran, dass man eher Männer in derartigen Rollen gewohnt ist, bzw. ob man die Figur weniger ablehnen würde, wenn sie von einem Mann gespielt würde.

Nein ich denke es liegt daran, dass man krampfhaft versucht starke Frauenrollen zu schreiben, und alles diesem Narrativ der unabhängigen und starken Frau, die alles kann, was ein Mann kann, unterordnet. Die "Geschichte" dient dann dieser starken Frauen-Figur als Plattform. Anstatt eine Geschichte zu schreiben, in denen sich dann Figuren entwickeln.

Rings of Power und Andor sind da gegensätzliche Beispiele.

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22244

@arcangel 

Nein ich denke es liegt daran, dass man krampfhaft versucht starke Frauenrollen zu schreiben, und alles diesem Narrativ der unabhängigen und starken Frau, die alles kann, was ein Mann kann, unterordnet.

Und das ist schlecht, weil Frauen ja nicht das können, was ein Mann kann...?

Rings of Power und Andor sind da gegensätzliche Beispiele.

Und wenn Morfyd Clarc (Galadriel) und Diego Luna (Andor) ihre Rollen getauscht hätten, bei sonst exakt den gleichen Drehbüchern - dann hätte sich daran auch nichts geändert?

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 4539

@lucan-7 

Und wenn Morfyd Clarc (Galadriel) und Diego Luna (Andor) ihre Rollen getauscht hätten, bei sonst exakt den gleichen Drehbüchern - dann hätte sich daran auch nichts geändert?

Nein hätte sich nicht, auch ein männlicher Galadriel wäre in dieser Form scheisse, und eine weibliche Andor genial.

Nur findet man im aktuellen Kino kaum männliche Mary Sues.

Und das ist schlecht, weil Frauen ja nicht das können, was ein Mann kann...?

Genauso wenig, wie ein Mann ein Kind gebären kann. Es gibt Unterschiede zwischen den Geschlechtern, so zu tun als ob die nicht existieren ist doch einfach nur dumm. Aber gleichzeitig ist auch klar, dass der Unterschied zwischen den Geschlechtern kleiner ist als innerhalb der Geschlechter. Klar gibt es Frauen, die kräftiger, schneller und grösser sind als der Durchschnittsmann oder sogar so mancher trainierter Mann. Aber Tatsache bleibt, dass wenn ein Mann und eine Frau zufällig ausgewählt werden, die Wahrscheinlichkeit grösser sind, dass der Mann stärker und aggressiver ist als die Frau und die Frau einfühlsamer und sensibler als der Mann.

 

Es gibt keinen Unterschied in der Fähigkeit zwischen Mann und Frau, aber es gibt eine statistische Verteilung, wie gut diese Fähigkeiten bei dem jeweiligen Geschlecht veranlagt ist. 

 

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22244

@arcangel 

Nein hätte sich nicht, auch ein männlicher Galadriel wäre in dieser Form scheisse, und eine weibliche Andor genial.

Nur findet man im aktuellen Kino kaum männliche Mary Sues.

Hm... spontan habe ich da meine Zweifel. Ich wage zu behaupten, dass eine "perfekte Kämpferfrau" einfach auffälliger ist ein "perfekter Kämpfermann", weil man dem Mann das eher durchgehen lässt als der Frau. Langweilige perfekte Typen fallen weniger auf, weil das halt eher ihrem Klischee entspricht.

Es gibt keinen Unterschied in der Fähigkeit zwischen Mann und Frau, aber es gibt eine statistische Verteilung, wie gut diese Fähigkeiten bei dem jeweiligen Geschlecht veranlagt ist.

Sicher... aber was haben Filme jetzt mit statistischer Verteilung zu tun...?

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

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@lucan-7 

Ich stelle mir jetzt einfach mal Viggo Mortensen in der Szene mit dem Eistroll oder mit der Sparringszene mit den Rekruten vor. Die Eistroll-Szene würde da auch nicht besonders doll abschneiden, aber du hast recht, es würde bei mir weniger negative Aufmerksamkeit erregen. Bei der Sparringszene würde mit Viggo würde auch nicht funktionieren, da es nicht zum Charakter passt.

Sicher... aber was haben Filme jetzt mit statistischer Verteilung zu tun...?

Das hat mit unseren Stereotypen zu tun, wenn ein Charakter mit diesen Stereotypen bricht, sollte eine Geschichte uns irgendwie verklickern, warum das so ist.

 

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22244

@arcangel 

Ich stelle mir jetzt einfach mal Viggo Mortensen in der Szene mit dem Eistroll oder mit der Sparringszene mit den Rekruten vor. Die Eistroll-Szene würde da auch nicht besonders doll abschneiden, aber du hast recht, es würde bei mir weniger negative Aufmerksamkeit erregen. Bei der Sparringszene würde mit Viggo würde auch nicht funktionieren, da es nicht zum Charakter passt.

Das Problem an der Serie lag ja nicht nur an der Darstellung Galadriels... da lag erzähltechnisch einiges im argen.

Aber wenn ich mir vorstelle, dass da ein männlicher Elf eine Reihe von Elfinnen in die verlassene Festung führt, die Elfinnen dann vergeblich gegen den Troll kämpfen und der kampferprobte Mann diese dann raushaut - dann würde das wohl genau dem entsprechen, was wir im Kino jahrzehntelang zu sehen bekamen.

Natürlich kann man hier damit argumentieren, dass historisch in erster Linie Männer gekämpft haben... aber ich finde es schon sinnvoll, grade in einer Fantasywelt dieses Klischee zu hinterfragen.

Und da Elfen im Kampf eher durch ihre Geschicklichkeit als durch Körperkraft glänzen ist dieses umgekehrte Szenario auch gar nicht so unglaubwürdig wie es zunächst scheinen mag.

Das hat mit unseren Stereotypen zu tun, wenn ein Charakter mit diesen Stereotypen bricht, sollte eine Geschichte uns irgendwie verklickern, warum das so ist

Sicher. Aber es ist doch mal schön, auch mal mit diesen Stereotypen zu brechen und was Neues zu versuchen.

 

 

lucan-7 antworten
Arcangel
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@lucan-7 

Aber wenn ich mir vorstelle, dass da ein männlicher Elf eine Reihe von Elfinnen in die verlassene Festung führt, die Elfinnen dann vergeblich gegen den Troll kämpfen und der kampferprobte Mann diese dann raushaut - dann würde das wohl genau dem entsprechen, was wir im Kino jahrzehntelang zu sehen bekamen.

Komisch, ich hab mir Viggos Gefährten männlich vorgestellt. 🙂

Sicher. Aber es ist doch mal schön, auch mal mit diesen Stereotypen zu brechen und was Neues zu versuchen.

Gerna ja, aber nicht auf Biegen und Brechen, wenn es nicht zur Geschichte passt.

arcangel antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
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@lucan-7 

Oder geht es nicht vielmehr vor allen um James Bond - und nicht um "alle Männer"?

Ich denke, James Bond ist/war doch v.a. eine Identifikationsfigur - gerade auch für viele Männer - die aber mit einem gewissen Augenzwinkern verstanden werden wollte. Kein Mensch glaubte doch ernsthaft, dass ein Mensch sich am fliegenden Sportflugzeug in der Luft festhalten kann, v.a. noch wenn dieses abrupt die Richtung ändert oder sich in die Tiefe sinken lässt.

Obwohl sehr unrealistisch, fühlte man sich trotzdem gut unterhalten - oder gerade deswegen. Es ging damals kaum darum, mit der Figur James Bond zu zeigen, wie die Männer wirklich sind. Die patriarchalische, machohafte Seite dieser Figur wird doch in der heutigen Zeit erst kritisch thematisiert.

 

tamaro antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@tamaro 

Ich denke, James Bond ist/war doch v.a. eine Identifikationsfigur - gerade auch für viele Männer - die aber mit einem gewissen Augenzwinkern verstanden werden wollte. Kein Mensch glaubte doch ernsthaft, dass ein Mensch sich am fliegenden Sportflugzeug in der Luft festhalten kann, v.a. noch wenn dieses abrupt die Richtung ändert oder sich in die Tiefe sinken lässt.

Aber dass eine zierliche Frau vier große Männer verprügeln kann... das wird dann ernsthaft geglaubt?

Obwohl sehr unrealistisch, fühlte man sich trotzdem gut unterhalten - oder gerade deswegen. Es ging damals kaum darum, mit der Figur James Bond zu zeigen, wie die Männer wirklich sind. Die patriarchalische, machohafte Seite dieser Figur wird doch in der heutigen Zeit erst kritisch thematisiert.

Ich denke, da spielt vieles mit rein... auf der einen Seite ist James Bond natürlich ironisch überzeichnet, aber es schmeichelt einem Mann doch irgendwie die eigene Seele, wenn da ein Typ ist, der all das tun kann wonach einem selber oft genug zumute ist - aberselbst leider den ganzen Tag mit Bierbauch am Schreibtisch sitzt und an irgendwelche Eskapaden nicht zu denken ist.

Und ich denke, dass diese "Powerfrauen" auch in genau demselben Sinn zu verstehen sind. Wofür es auch mal Zeit wurde.

 

lucan-7 antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
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@lucan-7 

Aber dass eine zierliche Frau vier große Männer verprügeln kann... das wird dann ernsthaft geglaubt?

Also von mir wird das nicht geglaubt - du denkst, diese Darstellung sollte ebenso bloss mit einem Augenzwinkern verstanden werden wie die Figur James Bond?

 

Und ich denke, dass diese "Powerfrauen" auch in genau demselben Sinn zu verstehen sind. Wofür es auch mal Zeit wurde.

Das ist ja gut und schön und wer Spass daran hat, dem mag ich das auch von Herzen gönnen. Nur ich persönlich kann mich mit einer solchen Heldin nicht identifizieren. Vielleicht gelingt dies dafür vielen Frauen umso mehr.

 

tamaro antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@tamaro 

Also von mir wird das nicht geglaubt - du denkst, diese Darstellung sollte ebenso bloss mit einem Augenzwinkern verstanden werden wie die Figur James Bond?

Was spricht denn dagegen?

Das ist ja gut und schön und wer Spass daran hat, dem mag ich das auch von Herzen gönnen. Nur ich persönlich kann mich mit einer solchen Heldin nicht identifizieren. Vielleicht gelingt dies dafür vielen Frauen umso mehr.

Du hast es erfasst 😉 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
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@lucan-7 

Sowohl James Bond als auch Batman, bluten und werden besiegt. Diese Superfrauen haben nicht einmal verschmiertes Make-up nach einem brutalen Faustkampf.

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@arcangel 

Sowohl James Bond als auch Batman, bluten und werden besiegt. Diese Superfrauen haben nicht einmal verschmiertes Make-up nach einem brutalen Faustkampf.

James Bond ist berüchtigt dafür, sich im Dreck zu wälzen, ins Wasser zu springen und wenige Sekunden später sauber, trocken, perfekt frisiert und mit korrekter Bügelfalte am Ufer zu stehen.

Wieder einmal willst du einer Frau nicht zugestehen, was bei Männern längst zum Filmklischee gehört.

Eine wirklich perfekte und in allem überlegene Frau wäre dann übrigens eine "Mary Sue", die Jack hier vor einiger Zeit auch mal erwähnt hatte:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mary_Sue

Solche Figuren werden von Autoren tunlichst vermieden.

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
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@lucan-7 

Solche Figuren werden von Autoren tunlichst vermieden.

ROFL welche Autoren wären, dass in aktuellen Filmen und Serien sieht man ja nur noch Mary Sues.

 

Wieder einmal willst du einer Frau nicht zugestehen, was bei Männern längst zum Filmklischee gehört.

Wieder einmal? Es geht hier nicht um zugestehen. Es geht um die Glaubwürdigkeit der Action. Wenn eine Amazone wie bei Wonder Woman Männer, durch die gegen wirft, dann ist das OK immerhin ist sie eine halbe Gottheit. 

Wenn eine ganz normale Frau wie zum Beispiel bei Charlies Angels (2019) in der Öffnungsszene vier Bösewichte verprügelt, die allesamt ex Elitesoldaten sein sollen. Dann ist das einfach genauso unglaubwürdig wie das langsam umdrehen, wenn man ein Geräusch gehört hat. Dabei könnte man durchaus glaubwürdige Fight Szenen inszenieren, wie dies in "Red Notice" mit Gal Gadot getan wird.

Beispiele für Mary Sues finden sich leider viel zu leicht, Galadriel in Things with Power, Batwoman (King of Mary Sues), Ray in Star Wars, Wakanda forever, Woman King, alle neuen Marvel Movies (mit Ausnahme von Spiderman)

Warum willst du mir Misogynie unterstellen, nur weil ich die Darstellung von Frauen in modernen Action movies als absolut unglaubwürdig halte.

 

Und übrigens Daniel Craig als James Bond, blutete genug.

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@arcangel 

ROFL welche Autoren wären, dass in aktuellen Filmen und Serien sieht man ja nur noch Mary Sues.

Wirklich? Ich wette, dass in den meisten Fällen dieser Eindruck nicht entstehen würde, wenn die Rolle von einem Mann gespielt würde.

Beispiele für Mary Sues finden sich leider viel zu leicht, Galadriel in Things with Power, Batwoman (King of Mary Sues), Ray in Star Wars, Wakanda forever, Woman King, alle neuen Marvel Movies (mit Ausnahme von Spiderman)

Na ja... diese Figuren sind aber schon vom Hintergrund her Überwesen. Batman ist ja gerade deshalb Batman, weil er allen in allem überlegen ist. Und es kann nicht Sinn einer Serie wie Batwoman sein, zu zeigen dass eine Frau so etwas nicht kann.

Warum willst du mir Misogynie unterstellen, nur weil ich die Darstellung von Frauen in modernen Action movies als absolut unglaubwürdig halte.

Ich unterstelle keine Misogynie, nur festgefahrene Gewohnheiten. Stelle dir in allen Rollen, die du hier kritisiert hast, einen männlichen Schauspieler vor.

Wenn in deinen Augen die Figuren dann allein durch das Geschlecht glaubwürdiger werden - dann liegt das Problem vermutlich eher an festgefahrenen Rollenbildern.

Und übrigens Daniel Craig als James Bond, blutete genug.

Mag sein. Aber dass er es tut ist ja das Besondere an seiner Rolle - hier war ein Paradigmenwechsel nötig, um nicht einfach die Vorgänger zu kopieren.

Und dass jetzt mehr Frauen in "starke" Rollen finden ist ebenso dem Zeitgeist geschuldet. Auch früher haben sich die Leute über diverse Filmhandlungen aufgeregt, weil sie nicht den Gewohnheiten entsprachen... in 20 Jahren wird das vermutlich niemandem mehr auffallen.

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
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@lucan-7 

Wirklich? Ich wette, dass in den meisten Fällen dieser Eindruck nicht entstehen würde, wenn die Rolle von einem Mann gespielt würde.

Ja, weil es glaubwürdiger ist, wenn Jason Statham vier Typen verprügelt als, wenn dies Kristien Stewart macht. Darum geht es ja.

Na ja... diese Figuren sind aber schon vom Hintergrund her Überwesen. Batman ist ja gerade deshalb Batman, weil er allen in allem überlegen ist. Und es kann nicht Sinn einer Serie wie Batwoman sein, zu zeigen dass eine Frau so etwas nicht kann.

Theoretisch ja, wie gesagt Wonder Woman funktioniert Ray funktioniert nicht. Und das liegt zu einem grossen Teil daran, dass diese Mary Sues keine Heldenreise oder zumindest keine glaubhafte Heldenreise durchmachen. Es sind schlicht flache Figuren in einem schlechten Skript. Aus dem gleichen Grund funktioniert Silverster Stalon nicht in seinem letzten Rambo Movie, zu kein Zeitpunkt nimmt man ihm seine Rolle ab. Wohingegen Felicity Jones in Rogue one glänzt.

Diese Rollen funktionieren nicht, weil man versucht eine Geschichte, um ein Steropyes Rollenbild, dass zuvor von einem Mann besetzt war, zu schreiben.

Ich unterstelle keine Misogynie, nur festgefahrene Gewohnheiten. Stelle dir in allen Rollen, die du hier kritisiert hast, einen männlichen Schauspieler vor.

Brauch ich mir nicht vorstellen, da gibt es genug 1:1 vergleiche und wie oben geschrieben ist eine Keilerei in der Matt Damon vier Typen verprügelt einfach glaubhafter als wenn dies Emilia Clark macht, wobei ich mir vorstellen könnte, dass Gwendoline Christie hier auch gut hinlangen könnte. Das ist der gleiche Grund, warum du dich vor einer zierlichen 1.60m Frau weniger fürchtest als vor einem 1.9m muskelbepackten grimmig schauenden Kerl.

Dabei kann es ja gut sein, dass die kleine zierliche Frau Nahkampf Spezialistin ist. Aber selbst diese Nahkampf-Spezialistin wird den 1.90 Mann nicht durch die Luftschleudern oder mit einem Faustschlag KO schlagen.

Wenn in deinen Augen die Figuren dann allein durch das Geschlecht glaubwürdiger werden - dann liegt das Problem vermutlich eher an festgefahrenen Rollenbildern.

Es ist also das Problem des Zuschauers, der ein falsches Rollenbild hat, wenn ihm oder ihr die Action unglaubwürdig, die Charaktere eindimensional vorkommen und die Geschichte schlecht ist. Das ist die gleiche Laier, die Hollywood spinnt, die den Fans Rassismus und Frauenfeindlichkeit vorwirft, weil sie Filme wie Captain Marvel, oder Rings of Power, oder Batwoman oder ... einfach scheisse finden. Sorry nein den Schuh zieh’ ich mir nicht an.

Und dass jetzt mehr Frauen in "starke" Rollen finden ist ebenso dem Zeitgeist geschuldet.

Als ob dies jetzt etwas Neues wär. Starke Frauen im Film gibt es schon seit Dekaden und mindestens schon so lange wie ich auf der Welt bin. Dass es mehr wurden mag dem Zeitgeist geschuldet sein, aber die Qualität der Figuren hat definitiv unter der Quantität gelitten.

Emily Blut hat dazu in einem Interview folgendes gesagt. "Es ist das Schlimmste überhaupt, wenn man ein Drehbuch aufschlägt und die Worte liest: 'starke weibliche Hauptrolle'. Da verdrehe ich die Augen - ich bin schon raus. Ich bin gelangweilt. Diese Rollen werden als unglaublich stoisch geschrieben, man verbringt die ganze Zeit damit, hart zu handeln und harte Dinge zu sagen. "

Artikel zum interview hier https://variety.com/2022/tv/news/emily-blunt-rails-slams-strong-female-lead-label-worst-thing-ever-1235432354/

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@arcangel 

Brauch ich mir nicht vorstellen, da gibt es genug 1:1 vergleiche und wie oben geschrieben ist eine Keilerei in der Matt Damon vier Typen verprügelt einfach glaubhafter als wenn dies Emilia Clark macht, wobei ich mir vorstellen könnte, dass Gwendoline Christie hier auch gut hinlangen könnte.

Oder Gina Carano, die ja leider wegen einiger dummen Bemerkungen aus der "Mandalorian" Serie geflogen ist (Worüber sich jetzt auch diskutieren liesse, aber das ist ein anderes Thema).

Aber so wie du es beschreibst liegt das Problem ja gar nicht in der Besetzung, sondern in einer glaubwürdigen Umsetzung. Das heisst, wenn eine zierliche Frau vier große Typen vermöbelt, dann möchte man auch halbwegs nachvollziehen könne wie die das denn geschafft hat.

Das hat dann aber nichts mit der Besetzung, sondern mit der Geschichte und der Choreographie zu tun und ist dann ein ganz anderes Themenfeld...

 

 

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
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@lucan-7 

Das hat dann aber nichts mit der Besetzung, sondern mit der Geschichte und der Choreographie zu tun und ist dann ein ganz anderes Themenfeld...

Genau das meine ich. Mich dünkt, dass in solchen Filmen einfach ein Rollenbild transportiert werden soll, das hat erste Priorität und die Story ist Beigemüse.

arcangel antworten
Feliciah
(@feliciah)
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@lucan-7 

Und dass jetzt mehr Frauen in "starke" Rollen finden ist ebenso dem Zeitgeist geschuldet. 

Und zu diesen ersten Frauen zählte auf jeden Fall: 

Mrs Peel does not like guns... - YouTube    😊

feliciah antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
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@arcangel 

 

Ein Film in der eine 60kg Frau, vier 90kg gut trainierte männliche Agenten durch die Luft wirbelt und K.O. haut.

Sie macht's eben mit Köpfchen und Technik, wovon die vier männlichen Agenten nicht so viel haben. 🙂 

 

tamaro antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

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@tamaro 

Sie macht's eben mit Köpfchen und Technik, wovon die vier männlichen Agenten nicht so viel haben. 🙂 

🙄  🤡 

arcangel antworten
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@arcangel 

Okay, da kann man noch mit dem Argument der " besseren Technik " kommen.

Wenn aber auf einmal z.B europäische historische Figuren wie Anne Boleyn PoC verkörpern und uns das als "normal" verkauft wird um einer gewissen "Diversity" Ideologie nachzukommen., finde ich das schon nicht mehr so spaßig.

Frage mich was los wäre wenn jemand, der genug Geld hat, mit Ryan Gosling ein Biopic über Barack Obama drehen würde.

Oder Til Schweiger den Großvater von Kunta Kinteh in der neuen "Roots" Verfilmung gibt.

Einer der Gründe warum ich eigentlich den Wokismus Heimatsender Netflix nicht mehr buche, weil sie es dort bei ihren eigenen Produktionen wirklich auf die Spitze treiben.

 

Okay wobei ich jetzt für "Wednsday" und für die vierte Staffel "Fauda" den Bann gelockertert habe, und ich sobald ich mit Fauda  durch bin, das Abo wieder gekündigt wird

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Arcangel
(@arcangel)
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@antonioa 

 

Also ich finde Disney um einiges Tragischer, wenn es um Wokism geht, Netflix hat immerhin ab und an einige Produktionen die ok sind, The Crown oder Resident Alien sind nicht schlecht. Käme wohl nicht so gut, wenn Whoopie Goldberg Queen Elizabeth spielen würde.

arcangel antworten
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@arcangel 

Ja, "The Crown" ist eine gute Serie.

Langsam traue ich aber den "kreativen" alles zu. Auch eine Whoopi Goldberg als Queen Elizabeth oder Morgan Freeman als Benedikt XVI..

 

 

OK, mit dem 😉

Aber es ist das was ich ein 90er Jahre Serien wie z.b Babylon 5 gut finde.

Da wurden Rollen einfach besetzt ohne dass man glaubte irgendeine "Ideologie" erfüllen zu müssen.

Da war halt der Stationsarzt PoC, die stellvertretende Kommandantin Russin und die Guten waren einfach nur gut und die Bösen waren böse.

Und ab und an wurde mal aus einem Anfangs "Guten" ein "Böser" und aus einem anfangs "Bösen" ein "Guter"!

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Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
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@antonioa 

Langsam traue ich aber den "kreativen" alles zu. Auch eine Whoopi Goldberg als Queen Elizabeth oder Morgan Freeman als Benedikt XVI..

Geplant (oder mglw. schon in Produktion) soll ja eine Schneewittchen-Realverfilmung sein, bei der die Hauptdarstellerin eine nicht ganz so weisse Haut wie Schnee hat (Rachel Zegler, Latina).

Zudem sollen die sieben Zwerge aus political correctness durch sieben "magische Wesen" ersetzt werden. (Die Zwerge waren für mein Verständnis jedoch eigentlich schon immer magische Wesen).

 

https://www.kino.de/film/schneewittchen-und-die-sieben-zwerge-1937/news/disney-will-schneewittchen-neuverfilmung-aendern-kritik-von-game-of-thrones-star-zeigt-wirkung/

 

tamaro antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@tamaro 

Geplant (oder mglw. schon in Produktion) soll ja eine Schneewittchen-Realverfilmung sein, bei der die Hauptdarstellerin eine nicht ganz so weisse Haut wie Schnee hat (Rachel Zegler, Latina).

Zudem sollen die sieben Zwerge aus political correctness durch sieben "magische Wesen" ersetzt werden. (Die Zwerge waren für mein Verständnis jedoch eigentlich schon immer magische Wesen).

Dir ist aber schon klar, dass Schneewittchen keine historische Person ist, oder?

 

 

lucan-7 antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
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@lucan-7 

 

Dir ist aber schon klar, dass Schneewittchen keine historische Person ist, oder?

Ach, Schneewittchen ist keine historische Person?! Das stellt mein Weltbild natürlich jetzt komplett auf den Kopf. 🙂 

 

tamaro antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@tamaro 

Ach, Schneewittchen ist keine historische Person?! Das stellt mein Weltbild natürlich jetzt komplett auf den Kopf.

Ich wollte an der Stelle nur mal einwerfen, dass man die Geschichte ohne weiteres auch nach China, Afrika oder sonstwohin verlegen kann, ohne dass sich dabei die Bedeutung verändert - abgesehen von manchen kulturellen Unterschieden.

So gesehen kann man auch eine veränderte Besetzung ganz gelassen nehmen... 😊 

 

lucan-7 antworten
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@lucan-7 

Ich frage mich was wohl in China los ist, würde man die Geschichte von Mulan nach "Germanien magna" verlegen.

Wo dann Mulan sorry Aldelgundis,  Tochter eines Markomanen oder Quadenkriegers im 2. Markomanenkrieg ist.

Und die Römer sind durchweg tumbe,  blutrünstige Mörder und Schlächter in diesem Film

Da käme ganz schnell der Vorwurf der ,"kulturellen Aneignung" uvm. auf.

Also, warum sollen wir uns unsere Legenden, Mythen und Märchen "stehlen" lassen, das was wir adaptieren aus anderen Kulturen auf einmal "kulturelle Aneignung" ist?

Wobei es mir persönlich eigentlich sogar egal ist.

Meinetwegen könnte Schneewittchen/Jane Bond uvm.  eine sino-afrikanische non-binäre Queer-trangender Lesbe mit beidseitiger Oberschenkelamputation und Trisomie 21 sein.

Währe halt kein Film, den ich mir angucken würde.

Das Problem ist heutzutage halt nur, dass wenn ich dann offen sage dass ich mir so einen Film nicht angucken würde, ich dann irgendwas *phob wäre..

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Lucan-7
(@lucan-7)
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@antonioa 

Ich frage mich was wohl in China los ist, würde man die Geschichte von Mulan nach "Germanien magna" verlegen.

Wo dann Mulan sorry Aldelgundis, Tochter eines Markomanen oder Quadenkriegers im 2. Markomanenkrieg ist.

Und die Römer sind durchweg tumbe, blutrünstige Mörder und Schlächter in diesem Film

Da käme ganz schnell der Vorwurf der ,"kulturellen Aneignung" uvm. auf.

Was soll da schon passieren?

"Ran" ist die japanische Umsetzung von "König Lear". Und "Die glorreichen Sieben" ist ein Remake von den "Sieben Samurai".

Da gibt es etliche Beispiele, dass Filme auf die Sehgewohnheiten des heimischen Publikums umgeschrieben werden.

Das Problem ist heutzutage halt nur, dass wenn ich dann offen sage dass ich mir so einen Film nicht angucken würde, ich dann irgendwas *phob wäre..

Nun ja, was soll man sagen...? Wenn man einen Film allein aus dem Grund nicht schaut, weil der Hauptdarsteller schwul oder transident ist, dann drängt sich dieser Verdacht schon auf...

Wobei ich mich mit einem schwulen Helden natürlich selbst auch weniger identifizieren kann. Aber deshalb muss ja der Film nicht schlecht sein...

 

lucan-7 antworten
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@lucan-7 

Ran ist von 1985

Die 7 Samurai  von 1954

Die Glorreichen 7 von 1960

Offenere, tollerantere Zeiten als die heutigen, in denen man zwar gerne von Tolleranz und Offenheit spricht aber eigentlich nur die eigene, festbetonierte Blase/Echokammer meint.

Früher hat es auch nicht interessiert ob ein Rock Hudson schwul war. Man hat die Filme geguckt weil man wusste dass er ein guter Schauspieler ist.

Heute geht ehr sexuelle Orientierung, Herkunft, Gruppenzugehörigkeit über das Merkmal Qualifikation, Eignung oder macht halt nen gute. Job.

Und dann frage ich mich persönlich, muss ich mir einen Film antun, wo ich weiß, dass die Rollen nach einem ideologischen Handbuch vergeben wurden und nicht weil die Schauspieler für die Rolle halt geeignet waren?

 

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Lucan-7
(@lucan-7)
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@antonioa 

Ran ist von 1985

Die 7 Samurai von 1954

Die Glorreichen 7 von 1960

"The Ring" von 2002 ist eine Neuverfilmung des japanischen Orginals von 1998.

"Let me in" von 2010 ist eine US Neuverfilmung des schwedischen Films "So finster die Nacht" von 2008.

Auch der deutsche Film "Honig im Kopf" wurde in den USA neu verfilmt (und von der Kritik zerrissen...).

Ich kenne das Kino in Nigeria, Indien und China nicht so gut... aber auch da wimmelt es von mehr oder weniger gelungenen Neuverfilmungen amerikanischer Vorlagen.

Offenere, tollerantere Zeiten als die heutigen, in denen man zwar gerne von Tolleranz und Offenheit spricht aber eigentlich nur die eigene, festbetonierte Blase/Echokammer meint.

Das glaubst du doch hoffentlich selber nicht...?

Früher hat es auch nicht interessiert ob ein Rock Hudson schwul war. Man hat die Filme geguckt weil man wusste dass er ein guter Schauspieler ist.

Wäre das in der breiten Öffentlichkeit bekannt gewesen hätte das seine Karriere sofort beendet.

Und dann frage ich mich persönlich, muss ich mir einen Film antun, wo ich weiß, dass die Rollen nach einem ideologischen Handbuch vergeben wurden und nicht weil die Schauspieler für die Rolle halt geeignet waren?

Wer sollte dich denn zwingen, dir irgendeinen Film anzuschauen...?

lucan-7 antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

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@lucan-7 

Wenn man den Namen ändert oder die Herleitung desselben anders erklärt, ist nichts gegen eine Hauptdarstellerin mit nicht "weißer" Haut zu sagen. 

Ist dann nur nicht mehr unbedingt Schnee'witt'chen oder Snow'white', deren äußere Erscheinung so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarzhaarig wie Ebenholz sein sollte...

Aber ändern kann man ja heutzutage alles. Und wer bin ich schon, dass ich beurteilen könnte, welche Farbe Schnee hat oder wie weiß aussieht... 😉 

goldapfel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22244

@goldapfel 

Wenn man den Namen ändert oder die Herleitung desselben anders erklärt, ist nichts gegen eine Hauptdarstellerin mit nicht "weißer" Haut zu sagen. 

Ist dann nur nicht mehr unbedingt Schnee'witt'chen oder Snow'white', deren äußere Erscheinung so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarzhaarig wie Ebenholz sein sollte...

Na ja, den Namen müsste man dann anderweitig erklären wenn man ihn nicht ändern möchte... aber an der Geschichte selbst ändert das ja nicht viel.

 

 

lucan-7 antworten
Gelöschtes Profil
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Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@arcangel 

Ja, "The Crown" ist eine gute Serie.

Langsam traue ich aber den "kreativen" alles zu. Auch eine Whoopi Goldberg als Queen Elizabeth oder Morgan Freeman als Benedikt XVI..

 

 

OK, mit dem 😉

Aber es ist das was ich ein 90er Jahre Serien wie z.b Babylon 5 gut finde.

Da wurden Rollen einfach besetzt ohne dass man glaubte irgendeine "Ideologie" erfüllen zu müssen.

Da war halt der Stationsarzt PoC, die stellvertretende Kommandantin Russin und die Guten waren einfach nur gut und die Bösen waren böse.

Und ab und an wurde mal aus einem Anfangs "Guten" ein "Böser" und aus einem anfangs "Bösen" ein "Guter"!

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22244

@antonioa 

Wenn aber auf einmal z.B europäische historische Figuren wie Anne Boleyn PoC verkörpern und uns das als "normal" verkauft wird um einer gewissen "Diversity" Ideologie nachzukommen., finde ich das schon nicht mehr so spaßig.

Ich hoffe auch, dass man da irgendwann auf eine vernünftige Balance kommt. Meiner Ansicht nach geht der Schuss ohnehin nach hinten los, weil durch unpassende Besetzungen die ethnischen Unterschiede erst recht betont werden.

Momentan gibt es da ohnehin viele Widersprüche. Bei "Ghost in the Shell" hat man sich noch darüber aufgeregt, dass die Hauptdarstellerin keine Asiatin ist. Aber eine schwarze Königin von England würde dann als Fortschritt bejubelt?

Bei der Besetzung einer homosexuellen Figur wird dann darauf bestanden, dass diese Rolle selbstverständlich von einer real homosexuellen Person gespielt werden soll... aber wenn diese homosexuelle Person aufgrund ihrer sexuellen Orientierung keine heterosexuelle Rolle übernehmen darf, dann ist das wieder ein Skandal...

Unterm Strich bin ich absolut dafür, dass diverse Ethnien und sexuelle Orientierungen in den Medien sichtbarer werden sollten. Wir brauchen mehr schwarze Cowboys, und gerne auch Fantasy Serien mit schwarzen Helden und schwulen Prinzen und dergleichen.

Aber es muss halt in sich passen und stimmig sein... momentan wird da vieles mit der Brechstange umgesetzt, und damit erreicht man eher das Gegenteil.

 

 

lucan-7 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4418

@arcangel Aber ist z.B. "Kill Bill" nicht mit deshalb so gut, weil er von dieser unglaublichen Kraft der Frau lebt?

channuschka antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 4539

@channuschka 

 

Ja Kill Bill funktioniert, gerade weil es ein extrem übertriebenes Gore-festival ist. Kill Bill würde mit einem Mann in der Hauptrolle nicht funktionieren.

arcangel antworten
Gottsucher
(@gottsucher)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 46

@lucan-7 Ja, mir geht es auch vor allem um die Sprachverhunzung, nicht um die Genderei an sich - das sollen die Befürworter von mir aus machen wie sie wollen, solange sie nicht anderen die Sprache diktieren wollen.

Besonders unsinnig wird's auch, wenn die Doppelung wie z.B. "Polizistinnen und Polizisten" so schludrig genuschelt wird, dass das wie "Polizisten und Polizisten" klingt...😂

gottsucher antworten


jackson04
Beiträge : 105

🙂 Stimmt, es gibt da manches, was im echten Leben eher unwahrscheinlich ist.

 

Nur kurz zwei Dinge, die man oft in Filmen sieht und die ich zumindest seltsam finde:

- Polizei oder ein Ermittler im Auto folgen einem Verdächtigen, der zu Fuß geht, unauffällig. Dem Verfolgten fällt das Auto, das da in Schrittgeschwindigkeit durch die Straßen kriecht, nicht auf, und auch sonst regt sich offensichtlich kein Verkehrsteilnehmer darüber auf oder hupt es an.

- Der Festgenommene wird in das Polizeiauto gesetzt, indem der Polizist ihn mit der Hand auf den Kopf drückt und ihn gewissermaßen hineinquetscht.

 

jackson04 antworten
4 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22244

@jackson04 

Polizei oder ein Ermittler im Auto folgen einem Verdächtigen, der zu Fuß geht, unauffällig. Dem Verfolgten fällt das Auto, das da in Schrittgeschwindigkeit durch die Straßen kriecht, nicht auf, und auch sonst regt sich offensichtlich kein Verkehrsteilnehmer darüber auf oder hupt es an.

Ja, Verfolgungsjagden sind noch einmal ein Thema für sich. In der Stadt oder der Autobahn mag ein Auto, das einem anderen folgt, ja zumindest für eine gewisse Zeit nicht weiter auffällig sein.

Wenn das verdächtige Fahrzeug dann aber in eine einsame Seitengasse oder einen finsteren Waldweg einbiegt und das Polizeiauto dann immer noch ein paar Meter entfernt hinterher fährt... dann sollte das doch eigentlich schon auffallen.

Merke: Böse Menschen schauen nie nach hinten... 😊 

 

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 1948

@jackson04 

- Der Festgenommene wird in das Polizeiauto gesetzt, indem der Polizist ihn mit der Hand auf den Kopf drückt und ihn gewissermaßen hineinquetscht.

Ich habe mich schon oft gefragt, ob das im echten Leben jemals so gemacht wird und wozu das gut sein soll. Damit der sich beim Einsteigen den Kopf nicht anhaut?

miss-piggy antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19271

@miss-piggy

Damit der sich beim Einsteigen den Kopf nicht anhaut

Genau deshalb und das wird m. W. auch immer noch so gemacht 

tristesse antworten
Gottsucher
(@gottsucher)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 46

@jackson04 Lustig finde ich auch immer, wenn es Leute total eilig haben, eine Treppe herunterzurennen, weil sie z.B. verfolgt werden, dann aber immer nur eine Stufe auf einmal nehmen in ganz schnellen Trippelschritten statt z.B. 2-3 Stufen auf einmal...

gottsucher antworten
Gelöschtes Profil
Beiträge : 18002

@lucan-7 

In Krimis ist der Mörder immer die Nebenfigur, die ein bisschen zu viel Text hat.

Was so grundsätzlich mein Eindruck von der Film- und Serienlandschaft ist, ist das 90% der Produktionen nichts neues zu erzählen haben. Und gerade dann fallen einem solche Merkmale, wie Du sie beschrieben hast, auf, wenn die Handlung uninteressant ist. Mir geht es da ähnlich wie dir, so was langweilt mich dann schnell.

Was meiner Psychohygiene sehr geholfen hat, ich habe seit ca. 10-12 Jahren keinen Fernseher mehr. Stattdessen habe ich zuhause einen Beamer (die Dinger schaltet man interessanerweise nicht einfach mal so an) ohne TV-Anschluss und nutze kein Netflix, Disney+ etc. Ich achte gerne darauf was ich mir anschaue und such mir das extra raus. Und ich gehe öfter mal ins Kino.

 

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1 Antwort
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22244

@billy-shears 

Was so grundsätzlich mein Eindruck von der Film- und Serienlandschaft ist, ist das 90% der Produktionen nichts neues zu erzählen haben. Und gerade dann fallen einem solche Merkmale, wie Du sie beschrieben hast, auf, wenn die Handlung uninteressant ist. Mir geht es da ähnlich wie dir, so was langweilt mich dann schnell.

Das ist wohl so. Was natürlich in erster Linie daran liegt, dass die Produzenten nicht überlegen "Was können wir den Zuschauern denn tolles Neues bieten?", sondern: "Womit können wir schnell und ohne Risiko Geld verdienen?". Und das funktioniert am besten, indem man einfach das kopiert, was vorher schon funktioniert hat.

Und das gilt natürlich auch für die diversen Stilmittel... was funktioniert, wird weiter verwendet.

 

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