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Zuletzt gesehener Film 2023

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Queequeg
Themenstarter
Beiträge : 7622

Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

Eine arbeitslose junge Frau, die noch bei den Eltern wohnt und nichts zustande bekommt, begegnet am 19.01 einer orthodoxen Prozession, in deren Verlauf der Pope ein geheiligtes Kreuz in einen Fluss wirft. Eine Reihe nackter Männer springt dem nach, weil der, der das Kreuz aus dem Wasser holt, 1 Jahr lang nur noch Glück hat. Die junge Frau springt in einen plötzlichen Impuls ebenfalls ins kalte Wasser und bekommt das Kreuz.

Damit löst sie ein gesellschaftliches Erbeben aus, das fast in Mord und Totschlag endet.

Ein sehr sehenswerter Film.

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96 Antworten
Lucan-7
Beiträge : 29478

The Unholy

Ich widme mich - passend zur Jahreszeit - mal wieder den Horrorfilmen... und stelle fest, dass es inzwischen wirklich schwierig ist, in diesem Genre etwas Neues und Originelles zu finden. Es gibt halt eine Handvoll Schemata, nach denen diese Filme funktionieren... und das war's. Na ja, eigentlich nicht, aber es finden sich nicht viele mutige Regisseure, wie es scheint... denn eigentlich gäbe es hier viele Möglichkeiten.

"The Unholy" (Noch kurze Zeit auf Netflix) gehört eigentlich zur Kategorie der Filme, die nicht ganz nach Schema laufen. Und es erinnert mich auch an manche Diskussionen hier im Forum, deshalb erwähne ich den Film hier auch.

Der Film handelt von einer Marienerscheinung und entsprechenden Wundern irgendwo in der amerikanischen Provinz. Menschen werden plötzlich geheilt, weil sie an Maria glauben, und ein abgehalfterter Journalist beginnt plötzlich an Dinge zu glauben, die er bisher nur erfunden hat... aber sind es wirklich Maria und die guten Mächte, die da wirken...?

Nun, die Frage wird im Laufe des Films natürlich beantwortet... und die Geschichte verdeutlicht recht gut die Zweifel, die ich bezüglich eines "real wirkenden Glaubens" habe... denn wie könnte man wohl sicher sein, dass da tatsächlich Gott wirkt...?

Wer mit Horrorfilmen etwas anfangen kann kommt hier auf seine Kosten... allzu drastische Szenen gibt es nicht (Nach heutigen Maßstäben), es geht mehr um die Story und die Hintergründe als um billige Schockeffekte, und ein wenig Tiefgang gibt es auch... wenn auch reichlich vorhersehbar, es ist halt am Ende doch nur Unterhaltung, keine tiefgreifende philosophische Abhandlung über den Glauben und das Prinzip von Gut und Böse.

Lohnt sich für Leute, die sich gerne ein wenig gruseln, aber auf brutales Gemetzel verzichten können. Solide Geschichte, gut erzählt... aber andererseits auch nichts, das man sich unbedingt als DVD im Archiv bewahren müsste...

lucan-7 antworten


Queequeg
Themenstarter
Beiträge : 7622

Systemsprenger

Weil ihre Mutter offenbar überfordert ist, hat sie ihre 9-jährge Tochter in die Betreuung des Jugendamtes gegeben. Dort erlebt das mehrere gescheiterte Versuche, sie "einzugliedern".

Ein kolossal beeindruckender Film, vor allem auch durch das Schauspiel der 9-Jährigen, der lange nachdenklich macht.

queequeg antworten
tristesse
Beiträge : 20559

Tribute von Panem 5 - The Ballad of Songbirds and Snakes

10 Jahren nach der Rebellion, lange bevor Katniss Everdeen in Panem die Revolution auslöste und die Hungerspiele beendete findet sich der 18jährige Coriolanus Snow (genau, der Snow) unfreiwillig als Mentor in der Arena wieder, um die junge Wandermusikerin Lucy Gray lebend durch die Spiele zu bringen.

In 3 Abschnitten wird seine Geschichte erzählt, vom freundlichen, unsicheren Studenten aus ärmlichen Verhältnissen bis zum grausamen und gnadenlosen Diktator. Es wird gekämpft, geliebt, gesungen, gefoltert und gestorben. Ich persönlich hätte den Film nicht ab 12 Jahren freigegeben, was wir auch im Publikum bemerkten, wo eine Gruppe Teenager mit dem Thema völlig überfordert war.

Der Film ist toll gemacht, sehr schöne Bilder, wirklich gute Darsteller und eine nicht langweilige Geschichte, für die man an sich nicht 2 Std. und 40 Minuten gebraucht hätte,  gerade der dritte Teil zog sich ziemlich und das Ende verpuffte dann ein wenig.

Spannend zu beobachten war es, die Spiele im Verhältnis zur späteren Zeit zu erleben, wie nachgebessert und optimiert wurde. Am Konzept hat sich nicht viel geändert, es sterben immer noch 23 von 24 Teilnehmern, aber natürlich reifen auch die Kreativität und technischen Möglichkeiten im Laufe der Jahre.

Tom Blyth als Snow und Peter Dinklage als Dekan Highbotton stehen sich hier in beeindruckender Art und Weise gegenüber, auch Rachel Zegler (relativ unbekannt) macht ihre Sache als Lucy Gray super. Abgerundet wird das Ganze noch durch die leicht wahnsinnig wirkende Spielemacherin Volumnia Gaul, dargestellt von Viola Davis. Aller haben eine enorme Spielfreude gezeigt und machen den Film sehenswert.

Ob der Film jetzt unbedingt nötig gewesen wäre, weiß ich nicht. Ich hab es nicht bereut, den im Kino gesehen zu haben und er gehört auch in meine Sammlung, aber irgendwie ist es halt doch nicht so richtig "Panem" ohne Katniss 😉 Aber die hätte man unmöglich einbauen können, dann wäre da eine vollkommen andere Story draus geworden. Ein paar Bezüge gibt es schon, das "Hanging Tree" Lied z.B. und die Spotttölpel, aber an sich ist die Geschichte schon sehr von der anderen Reihe abgekoppelt. Vermisst habe ich auch Stanley Tucci als Flickerman, der hier von als junger Moderator von Jason Schwartzman dargestellt wird. 

tristesse antworten
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Scylla
 Scylla
(@scylla)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 351

@tristesse 

Ok, dann werde ich mich nach Weihnachten mal ins Kino begeben 🙂

Das Buch hab ich (gelesen) aber das ist nun schin ein paar Jahre her

scylla antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@scylla 

Das Buch hab ich tatsächlich noch nicht gelesen. 

tristesse antworten


Scylla
 Scylla
Beiträge : 351

Wonka... 

Es war einmal ein vergnatzer, schrulliger Schokoladenfabrikbesitzer, der war in jungen Jahren ein naives aber lustiges Kerlchen mit einem guten Herz. Leider brachte ihn sein gutes Herzlein damals  in eine missliche Lage...

 

Ich fand den Film gut gemacht, die Storry ...ach ja....doch....scheeeee, die Lieder auch.

8 von 10 Nachos mit nem dicken Kleks Käsedipp

scylla antworten
Scylla
 Scylla
Beiträge : 351

55 Tage in Peking

 

Monumentalschinken von 1963 mit Charlton Heston.

Ja, ein Kind seiner Zeit, der heute so sicherlich nicht mehr gedreht würde.

Die tapferen US Boys retten zusammen mit den Briten quasi im Alleingang das Botschaftsviertel in Peking gegen diese, von einer degenerierten Clique Höflinge um eine degenerierte Kaiserin herum geführten, brutalen Chinesen, denem kein Leben etwas wert ist..

 

Ignoriert man die (aus heutiger Sicht) Unangebrachtheiten bleibt ein recht spannender Abenteuerfilm mit ordentlich choreografierten Kämpfen/Schlachten..

Es wäre interessant, einmal im Vergleich dazu "Alarm in Peking" aus 1937 von Herbert Selpin zu sehen.

Zumindest sollen ja die chinesischen Akteure dort sogar besser wegkommen als in 55DdaP.

Aber des ist ja nu mal ein "Vorbehaltfilm"

 

55 Days at Peking 1963

7 von 10 Nachos

 

 

scylla antworten


MikeFromMUC
Beiträge : 962

Neue Geschichten vom Pumuckl

Der Kinofilm zeigt drei Episoden der neuen Pumuckl-Serie. Wer nicht ins Kino gehen möchte, kann die Folgen sowie alle weiteren Folgen - insgesamt 13 - auf RTL anschauen. Im Kino wirkt Pumuckl aber umso besser.

Die Neuverfilmung ist wirklich gelungen. Meister Eder wird nicht durch einen anderen Schauspieler ersetzt, sondern es ist sein Neffe, der die Schreinerwerkstatt übernimmt und den Pumuckl dabei entdeckt.

Meister Eders Tod wird sehr liebevoll und behutsam erklärt. Der neue Eder und Pumuckl gehen zusammen auf den Friedhof und besuchen das Grab. Da mußte ich die Tränen ein bißchen zurückhalten. Aber es wird nicht allzu traurig oder sentimental. 

Die Geschichten sind ganz im Stil der alten Serie aus den 1980er-Jahren gehalten. Ich denke, daß Ellis Kaut ihre Freude daran hätte. Wie schon in der Originalserie spielen jede Menge gute Schauspieler mit, bei denen man fast spüren kann, mit wieviel Freude sie mitmachen. Die Kameraführung ist ebenfalls ganz im Stil der alten Serie, viele ruhige Einstellungen, auch die Farben sind so wie damals. In Eders Werkstatt sieht es aus wie früher, an jedes Detail wurde gedacht.

Pumuckl wird von Maxi Schafroth gesprochen. Seine Stimme wurde von einer Software so verändert, daß sie wie die Originalstimme vom Pumuckl klingt. Das klappt erstaunlich gut. Pumuckl selbst sieht genauso aus wie früher. Man hat ihm eine 3D-Bearbeitung erspart, was bei Wickie und bei Biene Maja nicht so gelungen aussieht.

Ich bin mit Pumuckl aufgewachsen. Zuerst kamen die Schallplatten, damals noch mit Alfred Pongratz als Meister Eder, dann die Bücher. Als Pumuckl verfilmt wurde, dachten viele: Das kann nicht gutgehen! Aber die Serie ist ein richtiges Juwel geworden. Wenn man sich heute die Folgen anschaut, entdeckt man jedes mal ein neues Detail. Da steckt ganz viel Liebe drin und Begeisterung. Damals war es für die Schauspieler eine große Ehre, eine Nebenrolle zu bekommen. Die Pumucklhomepage, ein privates Projekt, beschreibt zu jeder Folge, auf was man achten kann. Die Folgen kamen damals am Freitag im Vorabendprogramm, für Kinder und Erwachsene der Höhepunkt der Woche, zumindest bei uns im Münchner Umland.

Die neuen Folgen führen das respektvoll weiter. Es gibt viele Anspielungen auf früher, ohne nostalgisch zu werden. Wie cool, daß die "echte" Frau Stürzlinger (Ilse Neubauer) aus der alten Serie mit dabei ist! Sie ist liebevoll-schrullig, so wie schon damals. Ich bin richtig gespannt auf die Geschichten und auf die Details, die man erst beim mehrmaligen Anschauen sieht.

Für mich ist der Film das Kino- und Serienhighlight des Jahres!

mikefrommuc antworten
Seite 5 / 6
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