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Briefmarken sammeln

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mamba
 mamba
Themenstarter
Beiträge : 140

Guten Tag,

manche Hobbys sind irgendwie peinlich, so scheint es mir. Wenn ich manchmal nach meinen Hobbys gefragt werde und dann u.a. auch das Briefmarkensammeln erwähne, kommen meisten Kommentare in Richtung "ach, du als Frau? Ich dachte, das ist was für alte Männer" oder "hab ich mal als Kind gemacht, aber irgendwann war es mir zu langweilig"...

Ich bin dann immer etwas peinlich berührt, dass ich mich geoutet habe, als Frau so ein langweiliges Hobby zu pflegen.

Mir macht es allerdings Spaß und bei manchen Arbeiten komme ich regelrecht in den Flow 🙂

Dashalb traue ich mich jetzt, mich hier auch mal zu outen. Vielleicht gibts hier ja noch den oder die eine oder andere, die dieses langweilige Hobby auch pflegen und Lust auf Austausch oder gar Marken-Tausch haben.

Dann meldet euch, ich würde mich freuen!

LG mamba

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Gelöschtes Profil
Beiträge : 13160

liebe mamba,

In der Postsprache heißen die "Postwertzeichen", sind also etwas sehr wertvolles...

Oh und manchmal wollten die Sammler eine bestimmte Marke in der Mitte..........

und wehe, ich habe die Marke etwas geknickt, das ging gar nicht...

Und der Tagesstempel musste perfekt sein.....ganz stempeln, oben, unten, Mitte...

Sammeln tue ich selber nicht. Aber ich finde es ist ein schönes Hobby. So viele schöne

unterschiedliche Formen und Farben. Für dein schönes Hobby musst dich niemals schämen.

Wünsch dir hier einen guten Austausch. 😀 😀 😀 😀 

 

liebe Grüße hundemann, früher postmann..

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mamba
 mamba
(@mamba)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 140

@hundemann 

Ja klar, auf einen gut lesbaren Stempel legen wir Sammler großen Wert. Ich nerve die Dame bei meiner Poststelle auch immer, wenn ich Briefe versende, damit die Briefe schön sauber von Hand gestempelt werden. Inzwischen kennt sie meine Wünsche und es klappt meistens auch.

mamba antworten


BeLu
 BeLu
Beiträge : 4937

@mamba Warum sollte das nur was für Kinder und alte Männer sein? Wenn's dir Spaß macht, ist's doch gut.

 

belu antworten
bepe0905
Beiträge : 1495

@mamba Früher hatte ich ebenfalls Briefmarken gesammelt, aber irgendwann fehlte mir die Zeit dazu. 
Ich fand es aber immer spannend, alte Marken zu haben (z.B. aus der Kaiserzeit, aus den Kolonien, selbstverständlich auch Feldpostmarken) und deren Geschichte(n) nachzugehen. 
Da wir viele Verwandte in der DDR hatten sammelte ich auch deren Marken, wobei es kaum möglich war, an die begehrten "Sperrwerte" ranzukommen. Und so besteht meine Sammlung aus vielen Lücken mir einigen Marken dazwischen...  🧐 

Aber dein Beitrag machte mir gerade Lust, die Alben mal wieder rauszuholen und mir meine "Schätzchen" anzusehen. 
Werde aber in nächster Zeit wohl kaum dazu kommen, bleibt also ein Vorhaben für den Winter  😌 😌 😌 

bepe0905 antworten
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mamba
 mamba
(@mamba)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 140

@bepe0905 

Genau so ist es mir ergangen. Begonnen habe ich als junge Frau mit vier kleinen Kindern, deren Vater "für den Herrn" abends unterwegs war 🙂 Da war mir oft langweilig und aus den weltweiten Briefkontakten,die ich damals hatte, ist dann dieses Hobby entstanden.

Als ich dann wieder berufstätig wurde, habe ich die Briefmarken weggepackt und dachte mir, das könnte ein schönes Hobby für die Zeit in der Rente werden. Und schon ist es soweit.

Ich freue mich, wenn ich dich dazu anregen konnte, dir bei Gelegenheit deine Schätzchen wieder hervorzuholen 🙂

 

 

 

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Lucan-7
Beiträge : 19392

@mamba 

Ich gestehe, dass ich auch noch eine Briefmarkensammlung besitze, welche ich bereits als Jugendlicher begonnen habe. Irgendwann habe ich dann das Interesse verloren, aber nicht so, dass ich aufgegeben hätte... ich habe mein Hobby also lediglich seit etwa 30 Jahren unterbrochen 😛 .

Ursprünglich, in noch sehr jungen Jahren, habe ich Dinosaurier-Marken gesammelt. Damals gab es nicht so viele, inzwischen ist es allerdings unüberschaubar geworden... aber hey, wer weiss... vielleicht setze ich das ja mal fort.

Irgendwann habe ich dann auch mal ernsthafter gesammelt und blieb bei deutschen Marken hängen. Da ergab sich dann das Problem der Zielsetzung... was für eine Sammlung kann da realistischerweise erreicht werden?

Die ersten Marken sind unerschwinglich... einige Marken aus der Kaiserzeit habe ich zwar, aber keine Chance auf Vollständigkeit. Weimarer Republik inclusive Inflation mit Marken zu mehreren Millionen Mark sind historisch sicher interessant und auch verfügbar - aber auch da ist die ein oder andere unerschwingliche Marke zu finden.

Bundesrepublik Deutschland bietet sich natürlich an... aber mit dem gleichen Problem, dass einige Marken unerschwinglich sind - und die Sammlung auch vorerst nicht enden wird. Das erschien mir mühsam.

Die Besatzungszeit ist auch interessant, aber auch hier: Manche Marken sind praktisch nicht zu bekommen.

Bleibt also "Drittes Reich". Nicht unbedingt die attraktivste Sammlung, aber historisch immer noch interessant - und halbwegs verfügbar sowie abgeschlossen. Also habe ich mich erst einmal darauf verlegt.

Die Marken habe ich heute noch, mit selbstgebasteltem Album, basierend auf dem "Philex" Katalog. Echte Schätze sind nicht dabei, manche Marken sind gefalzt (Also Gummierung ruiniert... nichts mehr wert!), aber zumindest besteht noch die Chance auf Vollständigkeit. Bisher habe ich so grob geschätzt 20% bis 30%... von der Anzahl, nicht vom Wert her.

Bevor ich allerdings da noch irgendwas vervollständige muss ich erst mal schauen, was mein Vater alles hat... der sammelt schon sein Leben lang und hat mir bis vor kurzem seine eigene Sammlung "3. Reich" verschwiegen... bevor ich hier also alles doppelt sammele muss ich erst mal schauen, was hier in der Familie schon vorhanden ist... Bundesrepublik sollte er auch einiges haben, da werde ich mich mit ihm nochmal zusammensetzen...

Hat jetzt nicht die höchste Priorität für mich, aber ja, ich würde mich auch noch als Sammler sehen...

lucan-7 antworten
7 Antworten
mamba
 mamba
(@mamba)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 140

@lucan-7 

Ich habe nicht den Ehrgeiz, eine komplette Sammlung mit den teuren Marken zu haben. Mir geht es mehr um die Freude am Sammeln und  Zusammentragen und die ist wirklich bei jeder Marke, die dazu kommt, vorhanden.

Ich sammle Bund ab 1945 und habe eine fast vollständige Sammlung von Berlin (natürlich fehlen da auch die teuren Anfangsmarken). Ein paar ältere Marken habe ich auch, z.b. Französische Zone und etwas Drittes Reich. Aber darauf habe ich bisher keine große Aufmerksamkeit gelegt.

Beim Sammeln werde ich auf manches Thema aufmerksam gemacht, das auf einer Briefmarke verewigt wurde, von dem ich kaum etwas wusste. Oder auf Personen, deren Namen mir zunächst nichts sagt. Das empfinde ich als spannenden Nebeneffekt, weil ich dann oft am googeln bin, um mehr darüber zu erfahren. Und weil wir hier in einem christlichen Forum sind: Mir ist z.B. auch aufgefallen, wie viele Briefmarken es zu christlichen Themen gab in den letzten Jahrzehnten in Deutschland.

So eine Sammlung ist wie ein Garten, es gibt immer was zu tun, auszutauschen, umzuordnen, zu ergänzen. Wie man sich im Garten über jedes Pflänzchen freut, das gut gedeiht, so freue ich mich über jede Marke, die ich der Sammlung hinzufügen kann oder die ich gegen eine etwas minderwertigere (Thema Stempel) austauschen kann. Interessant finde ich auch oft die künstlerische Gestaltung und wie sich Motive und Darstellung im Laufe der Jahrzehnte verändert haben. Man kann da auch den jeweiligen Zeitgeist etwas ablesen.

Ich habe vor einiger Zeit mit weiteren Ländern begonnen. Ganz vorne steht bei mir momentan Schweden. Da hatte ich schon einen gewissen Grundstock und besonders die ganz einfach gezeichneten Naturmotive hatten es mir schon früher angetan.

 Schweiz und Österreich sammle ich auch noch.

 

mamba antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 19392

@mamba 

Ich habe nicht den Ehrgeiz, eine komplette Sammlung mit den teuren Marken zu haben. Mir geht es mehr um die Freude am Sammeln und Zusammentragen und die ist wirklich bei jeder Marke, die dazu kommt, vorhanden.

Es gibt da ja viele Möglichkeiten. Ursprünglich habe ich ja auch relativ ziellos gesammelt, bis ich dann merkte dass zumindest die Sammlung "3. Reich" tatsächlich mehr oder weniger vollständig gesammelt werden kann. Also fand ich das ein mögliches Ziel. Die Nazis haben ja seinerzeit auch das Briefmarkensammeln gefördert, um Einnahmen zu generieren, so dass es da massenhaft Marken zu verschiedenen Ereignissen gibt... eingebettet natürlich in die übliche Propaganda. Den jugendlichen Sammlern damals wird das wohl nicht so bewusst gewesen sein, die kannten es ja nicht anders. Über so etwas nachzudenken machte es aber auch gerade zu etwas Besonderem für mich.

Natürlich muss eine Sammlung nicht "vollständig" sein, aber einen gewissen Rahmen braucht man da schon, finde ich.

Vielleicht fange ich ja doch wieder mit Dinosauriern an. Oder aber eine Marke aus jedem Jahr... oder aus jedem Land. Da gibt es vieles.

 

Interessant finde ich auch oft die künstlerische Gestaltung und wie sich Motive und Darstellung im Laufe der Jahrzehnte verändert haben. Man kann da auch den jeweiligen Zeitgeist etwas ablesen.

Stimmt. Und manche ausländische Marke wurde ja auch bewusst für Sammler geschaffen, um Devisen zu bekommen. Das sind dann meist irgendwelche westlichen Motive.

Auch die Ukraine hat ja Sondermarken aus Anlass des Krieges herausgebracht, auch um Einnahmen zu generieren und um die Stimmung bei der Bevölkerung zu heben... die waren ja auch recht schnell ausverkauft.

Geschichtlich ist da also einiges drin...

lucan-7 antworten
Amalia
 Amalia
(@amalia)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 125

@lucan-7 

Weimarer Republik inclusive Inflation mit Marken zu mehreren Millionen Mark sind historisch sicher interessant und auch verfügbar

Ich habe Marken aus dem dritten Reich mit mehreren Millionen drauf. Z.b. 10,20, 50,100 Millionen oder sogar 500 Millionen. Aber auch 50 Groschen. Und beim durchgucken ( hatte meine Alben jetzt jahrelang nicht mehr rausgeholt und angeschaut) grad noch 20 Milliarden entdeckt. 😀 Echt wahnsinn

Auf einer steht "8 Mark für Alters- und Kinderhilfe" drauf. Und "Tag der Briefmarke" von 1944. 😊

Und auf einer steht "20 m Dienstmarke". Was das wohl heißt? Weiß das jemand? Auf einer anderen "10 m Dienstmarke".

 

amalia antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 20578

@amalia 

Hier werden die Dienstmarken erklärt und gezeigt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Dienstmarken_(Deutsches_Reich)

deborah71 antworten
Amalia
 Amalia
(@amalia)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 125

@deborah71 

Vielen dank, sehr interessant. 😊 

amalia antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 19392

@amalia 

Ich habe Marken aus dem dritten Reich mit mehreren Millionen drauf. Z.b. 10,20, 50,100 Millionen oder sogar 500 Millionen. Aber auch 50 Groschen.

Ja, wenn man das entsprechend einordnet kann man da eine Menge über Geschichte lernen. Die Marken aus der Inflationszeit stammen noch aus der Weimarer Republik. Ich hatte damals einen Katalog, wo die Marken nach Jahren chronologisch vorgestellt wurden, da hatte man einen guten Überblick.

Früher war es auch üblich, vorhandene Marken mit anderen Werten zu überstempeln, wenn man sonst nichts zur Hand hatte. Das sind heute oft gesuchte Sammlerstücke.

Daneben gibt es auch noch Luftpostmarken für Zeppeline oder Feldpostmarken aus verschiedenen besetzten Gebieten... da spiegelt sich einiges an Geschichte wieder. Das machte es auch für mich so interessant.

lucan-7 antworten
Amalia
 Amalia
(@amalia)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 125

@lucan-7 

Ja, wenn man das entsprechend einordnet kann man da eine Menge über Geschichte lernen. Die Marken aus der Inflationszeit stammen noch aus der Weimarer Republik. Ich hatte damals einen Katalog, wo die Marken nach Jahren chronologisch vorgestellt wurden, da hatte man einen guten Überblick.

Ich sehe, ich habe mich zu wenig damit beschäftigt. 😉 

Früher war es auch üblich, vorhandene Marken mit anderen Werten zu überstempeln, wenn man sonst nichts zur Hand hatte. Das sind heute oft gesuchte Sammlerstücke.

Daneben gibt es auch noch Luftpostmarken für Zeppeline oder Feldpostmarken aus verschiedenen besetzten Gebieten... da spiegelt sich einiges an Geschichte wieder. Das machte es auch für mich so interessant.

So eine überstempelte Marke habe ich auch in meiner Sammlung. Ich werde mir mal die Zeit nehmen mich da genauer mit zu beschäftigen und etwas nachzulesen, wenn ich Zeit und Ruhe dafür habe. Das ist wirklich interessant.

 

amalia antworten
Jigal
 Jigal
Beiträge : 3431

Ich habe letztes Jahr noch einige geschenkt bekommen und finde die interesssant. Wer weiß denn heute noch dass die DDR   ihre Währung auch einmal als Deutsche Mark bezeichnete und es gar eine Briefmarke mit Otto Grothewohl (DDR-Präsident) zum Wert 1DM gibt.

Nach einen Israelurlaub habe ich mir israelische Briefmarken gekauft und im Vatikan habe ich welche mit dem Papst mitgenommen.

Es fällt gar auf, dass die Länder des Ostblocks sich mehr Mühe gegeben haben Briefmarken schön zu gestalten. So als Visitenkarte für ihr Land.

jigal antworten


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