Lest ihr lieber oder seht ihr euch lieber Filme/Serien an?
Hallo zusammen,
kurz & knackig: Mich würde mal interessieren, ob ihr lieber Bücher lest oder euch lieber Filme oder Serien anseht? Wenn ihr euch entscheiden müsstet...
Gerne mit Begründung 🙂
Freue mich sehr auf eure Antworten.
Ich lese lieber 😉, Kino im Kopf.
Bin bei Verfilmungen oft enttäuscht über die schlechte Umsetzung 😊, wenn ich vorher das Buch gelesen habe.
geht mir was die Enttäuschung angeht, auch so. Mir fehlt auch meist viel zu viel. Stattdessen legt man übermäßig wert auf Action.
Eine angenehme Ausnahme für mich war allerdings „Der König von Narnia“. Hatte die Bücher meinen Kids vorgelesen und als die Filme dann raus kamen, waren wir im ersten Film, der ja nach der Buch Reihe bereits der zweite Teil wäre.
Andererseits ist das Buch ja auch nicht sonderlich umfangreich und den Film fand ich insgesamt ziemlich gut gemacht und im Kino wirken die Szenen vom Schlachtfeld natürlich sowieso ganz anders. Kämpfe überfliege ich beim lesen sonst eher, muss ich gestehen.
Wobei ich vom Herrn der Ringe enorm enttäuscht war. Hatte die Bücher allerdings schon mehrfach gelesen und eine immer festere Vorstellung davon. Hab schon den ersten Teil nicht zuende geschaut. Mir fehlte ganz viel, was mir wichtig war. Vielleicht hätte es im Kino aber besser funktioniert?
Veröffentlicht von: @jack-blackHörbücher
Ich bekomme mittlerweile von so vielen Leuten mit, dass sie extrem begeistert von Hörbüchern sind, eben weil Hörbücher auch einen enorm praktischen Aspekt haben - man kann sie bei allen möglichen Gelegenheiten hören, beim Spazieren laufen, beim Kochen, beim Putzen, etc...
Ich für mich persönlich finde Hörbücher.. Hmm, schwierig.. Podcasts zu hören liebe ich, aber bei Büchern - da würde ich mich immer für das Lesen & gegen das Hören entscheiden.
Ich bin aber im Allgemeinen auch eher ein visueller als ein auditiver Mensch, könnte das evtl. damit etwas zu tun haben...? 🤔 (Wobei man ja beim Hörbuch theoretisch dieselben Bilder vor Augen hat, wie wenn man das Buch lesen würde...)
@coffeeandbible Ich bin aber im Allgemeinen auch eher ein visueller als ein auditiver Mensch, könnte das evtl. damit etwas zu tun haben...?
Keine Ahnung. 🙂 Wenn es nicht so sehr auf Sprachkunst, sondern mehr auf Inhalt ankommt, dann brauche ich das nicht zu lesen. In einem Schwedenkrimi muss ich mich nicht um jede einzelne Metapher kümmern - da geht es um die Handlung. Und so ist das bei all dem "Schmökerfutter", das ich mir früher in Massen reinzog (persönlicher Rekord: drei Drizzt-Romane von R.A.Salvatore in einer Nacht... na gut, die ging von 16.00 Uhr bis 13.00 Uhr... 😉 ). Wirklich sprachlich anspruchsvolle Literatur lese ich auch lieber, weil ich dann gern mal einen Satz nur wegen einer Wendung zwei- oder dreimal lese. Z.B. Werke meines literarischen Dreigestirns Kafka, Tucholsky und Thomas Mann.
Als Maler und Illustrator würde ich mich eigentlich auch eher zu den visuellen Menschen zählen, aber die Bilder, die beim Lesen im Kopf entstehen, hängen ja nun nicht so direkt mit den optischen Reizen ab, die Druckerschwärze auf Papier bei uns auslöst.
Dazu eine Anekdote, die ich vielleicht schon mal irgendwo im Forum erzählte: Während eines Griechenlandurlaubes verbrachten meine Kumpels und ich viele Stunden in einer Dorfkneipe, die über einen PacMan-Spielautomaten verfügte: es musste doch möglich sein, sämtliche Highscores zu knacken... Als ich nach einer vermutlich mehrstündigen Daddel-Session dann schließlich draussen schön im Schatten ein bißchen in einem Thomas-Mann-Roman ("Joseph und seine Brüder") schmökern wollte, konnte ich plötzlich nicht mehr lesen: meine Augen fuhren reflexhaft zwischen den Zeilen und Wörtern hin- und her, hoch und runter: die Buchstabenreihen wurden offenbar von meinem Gehirn nur noch als Labyrinth-Wände interpretiert, bei denen man rasend schnell die Auswege und gefährlichen, in Sackgassen endenden Abzweigungen erkennen musste. Es dauerte sicherlich so fünfzehn bis zwanzig Minuten, bis ich wieder still sinnerfassend lesen konnte - laut zu lesen erleichterte es interessanterweise, den PacMan-Modus des Gehirns schneller wieder zum Lese-Modus umzuschalten.
laut zu lesen erleichterte es interessanterweise, den PacMan-Modus des Gehirns schneller wieder zum Lese-Modus umzuschalten.
Das macht für mich absolut Sinn. Du hast andere Fähigkeiten/Sinne unterstützend genutzt. Aktiv gesprochen und selbst gehört, dich, bzw dein Hirn damit wieder „auf Spur“ gebracht.
Laut zu lesen ist auch fürs lesen lernen selbst wichtig.
Vielleicht wär dein Gehirn noch schneller wieder umgeswitcht, wenn du dabei durch den Garten gewandelt wärst und mit dem freien Arm rhythmisch unterstützende Bewegungen gemacht hättest.
Hätte vielleicht merkwürdig ausgesehen, aber ich könnte es mir vorstellen.
Veröffentlicht von: @ga2Laut zu lesen ist auch fürs lesen lernen selbst wichtig.
Laut lesen ist vor allem dann hilfreich, wenn man einen Text im Dialekt vor sich hat.
Da gibt's ja Buchstabenfolgen, die muss man hören, um sie zu verstehen 😆
(Ich hab grad für meine Mama ein Buch mit den Uznamen der hiesigen Ortschaften bestellt.
Ihre Generation kennt die ja zum Teil noch, von daher dürfte ihr das Lesen Spaß machen.)
Die Podcasts, doziert da eine einzelne Person oder sind das eher Gespräche, Unterhaltungen mit Einspielern?
Welche Art Lerntyp bist du denn?
Veröffentlicht von: @ga2Welche Art Lerntyp bist du denn?
Puh, gute Frage, ich denke jedoch, auch eher der Visuelle. Ich war früher jedenfalls nie diejenige, die gerne zugehört hat oder gut zuhören konnte, mir fiel das total schwer.. Stattdessen wollte ich eher praktisch selbst etwas machen, um zu lernen.. z.B. mir selbst etwas durchlesen, Dinge auswendig lernen, Übungen machen...
Veröffentlicht von: @ga2Die Podcasts, doziert da eine einzelne Person oder sind das eher Gespräche, Unterhaltungen mit Einspielern?
Teils, teils. Ich höre welche, in denen nur eine Person erzählt, aber auch sehr viele Gespräche zwischen zwei Personen. Also alles dabei 🙂
Veröffentlicht von: @jack-blackaber die Bilder, die beim Lesen im Kopf entstehen, hängen ja nun nicht so direkt mit den optischen Reizen ab, die Druckerschwärze auf Papier bei uns auslöst.
Das stimmt natürlich. Aber ich merke, dass ich beim Lesen noch mehr entspannen kann als beim Hören.. Ich genieße die absolute Ruhe & Stille dabei. Beim Lesen kann ich auch selbst mein Tempo bestimmen.. Und wenn ich in einem Moment einmal nicht ganz so konzentriert war, kann ich nochmal im Satz zurückspringen, den Satz mehrmals lesen, etc...
Beim Hörbuch geht das nicht so einfach. Da ist das Tempo vorgegeben & wenn ich einmal kurz nicht aufgepasst habe, zuckelt es gnadenlos weiter 😬
(Klar kann man zwar zurückspulen, aber das macht nicht wirklich Spaß... 🤭 )
Veröffentlicht von: @coffeeandbibleBeim Lesen kann ich auch selbst mein Tempo bestimmen.. Und wenn ich in einem Moment einmal nicht ganz so konzentriert war, kann ich nochmal im Satz zurückspringen, den Satz mehrmals lesen, etc...
So geht's mir nicht nur bei Filmen und Serien - wobei ich eh kein Serien-Gucker bin. Ich mag's, wenn ein Film ein (nach Möglichkeit gutes) Ende hat.
Mir geht's auch bei Predigten oder Vorträgen so, dass ich lieber einen Text lese als mir eine Aufzeichnung anzugucken.
Ich kann recht schnell lesen oder lese mal quer, damit kann ich mir einen Überblick verschaffen, ob ich mich damit intensiver beschäftigen will oder ob ich meine Zeit lieber für etwas anderes nutze. Beim längeren Aufzeichnungen sitze ich vor einem Bildschirm fest - das ist mir meist zu aufwendig. Und ich mag's auch, wenn's mal ruhig ist.
Veröffentlicht von: @coffeeandbibleBeim Lesen kann ich auch selbst mein Tempo bestimmen..
Finde ich auch ganz entscheidend gegenüber Filmen und Serien. Man muß mehr Hirn benutzen.
Veröffentlicht von: @ga2ich lasse mir zu viel unterjubeln, wo ich eigentlich nicht hinterstehe und hinterfrage weniger, lasse mich mehr durch Bilder, Emotionen beeindrucken/prägen.
Ich hatte das früher bei einer meiner Lieblingsserien, dass sie sich dort in einem ganz bestimmten Stil gekleidet haben & ich dafür damals wirklich Unmengen von Geld ausgegeben habe, weil ich den Stil so toll fand 😆
Habe auch einmal irgendwo gelesen, dass Menschen, die viele Serien sehen, tendenziell anfälliger für Shopping von bestimmten Kleidermarken etc. sein sollen, als Menschen, die viel lesen oder so ähnlich...