Bücher die wir lesen
Ich eröffne mal einen mir liebes Thema.Welche Bücher lest ihr so? Ich habe nicht so das richtige im Moment für mich gefunden.Durch die Arbeit habe ich oft Kurzgeschichten vorgelesen.Aber vielleicht habt ihr einen schönen Tipp.LG Jade
Veröffentlicht von: @murmeltierBloß gut, daß es Bibliotheken, Büchertelefonzelle und Medimops gibt. Ich bin einfach unersättlich.
Kenne ich! Ist das bei dir auch so, dass du parallel liest? Ich lese meistens parallel zueinander ein Sachbuch & 'nen Roman. Natürlich wäre es "sauberer" ein Buch nach dem anderen zu beenden, aber ich habe da immer das Gefühl, etwas zu verpassen...
Veröffentlicht von: @coffeeandbibleVeröffentlicht von: @murmeltierBloß gut, daß es Bibliotheken, Büchertelefonzelle und Medimops gibt. Ich bin einfach unersättlich.
Kenne ich! Ist das bei dir auch so, dass du parallel liest? Ich lese meistens parallel zueinander ein Sachbuch & 'nen Roman. Natürlich wäre es "sauberer" ein Buch nach dem anderen zu beenden, aber ich habe da immer das Gefühl, etwas zu verpassen...
Zwei paralell geht ja noch 🙂 Bei mir sind es meistens drei oder mehr.. momentan.. fünf 🙂
@coffeeandbible Oh, das kenne ich auch. Ich lese aber nicht nur zwei Bücher parallel- bei mir sind es mehr. Manche Bücher begleiten mich über einen ganze Phase, dann lese ich immer mal einen Schmöker zum Entspannen und regelmäßig kommen dann noch aktuelle Funde aus der Bibliothek oder Spontangriffe aus dem Bücherregal dazu...
Veröffentlicht von: @coffeeandbibleNatürlich wäre es "sauberer" ein Buch nach dem anderen zu beenden, aber
Nö, würde ich nicht sagen. Das eine sind Äpfel, das andere Birnen.
In letzte Zeit greife ich häufiger zum Bücherschrank, wo so einige Bücher stehen, die ich vor längerer Zeit kaufte, aber bisher aus Zeitmangel nicht lesen konnte. Und solche, die ich vor längerer Zeit mal gelesen habe, in die ich aber mal wieder gern reinschaue.
Jetzt habe ich gerade das Büchlein "Ein ganzes Leben" von Robert Seethaler vor mir liegen. Ich mag den schnörkellosen, sachlichen Erzählstil Seethalers, der so hervorragend zu dieser Erzählung passt und mit dem er in sparsamen Worten das Leben und Schicksal von Menschen beschreibt.
Davor hatte ich gerade mal wieder das Buch "Fuchserde" gelesen.
Der Roman von Thomas Sautner beschreibt das Leben einer Familie über die Zeit vom Ende des ersten Weltkriegs bis in unsere Tage. Die Familie mit Verbindungen nach Deutschland und Italien gehört zur Volksgruppe der "Jenischen", einer Minderheit wie Sinti und Roma, die als fahrende Handwerker und Händler leben und nicht erst im "3. Reich" ausgegrenzt und verfolgt wurden.
Beeindruckt hat mich die Naturverbundenheit dieser Menschen, ihr einfacher Lebensstil mit tiefgehenden Überlegungen und manchmal spitzbübigem Verhalten und ihrer Überlebenskunst unter widrigsten Verhältnissen.
Vor einigen Jahren war dieses Buch für mich ein Auslöser, einmal mach Niederösterreich ins Waldviertel zu fahren, eine in Deutschland leider ziemlich unbekannte Gegend und Grenzregion mit faszinierenden historischen Hinterlassenschaften.
@jella Dann wünsche ich dir einen schönen Abend mit diesem Buch.
Es ist zwar klein, kann aber (wenn man sich in die Situation der Menschen hinein versetzt) von der Handlung her etwas anstrengend sein.
Und - wie ich schon schrieb - ich liebe Bücher, deren Handlung in Regionen spielt, die ich entweder kenne oder die ich danach besuchen werde (wie in diesem Fall).
Manchmal sollte man das allerdings nicht tun. So las ich vor längerer Zeit mal das Buch "Die Glasbläserin". Der Grund: meine Familie stammt mütterlicherseits aus Lauscha in Thüringen und die Glasbläsertradition gehört sozusagen zu uns. Das Buch war (für mich) eine Enttäuschung. Es ist halt ein Roman, der von "starken Frauen" handelt - und bei solchen Prädikaten ahnt man schon, dass es sich um "Allerweltsliteratur" handelt, deren Protagonisten, Hintergründe und Regionen eigentlich austauschbar sind und die wohl aus Gründen der besseren Vermarktung in eine bestimmte Zeit und Region spielt.
Und wenn es dann dazu auch noch Fortsetzungen gibt (oder sich gar der "Film zum Buch" androht), dann weiß man, dass die "Gelddruckmaschine" vermutlich der eigentliche Antrieb war.
@jella Hallo Jella,
ich mag diese Gegend ebenfalls. Wie so manche Grenzregionen, die nach dem Krieg wirtschaftlich im "Abseits" lagen, wirkt das Waldviertel so etwas "aus der Zeit gefallen".
Der Vorteil der abgelegenen Lage war, dass viele der kleinen Städtchen noch sozusagen "im Originalzustand" erhalten sind, wie auch viele Burgen und Schlösser. Für die dort lebenden Menschen vielleicht nicht gerade der Idealzustand, aber für Besucher oft ein besonderer Eindruck, den man in dieser Form sonst kaum noch erhält. Und dies nicht nur auf der Österreichischen Seite, sondern auch in Tschechien.
Ich lese gerade : Emma von Jane Austen
Ich mag ihre Sicht auf die "Dünkel" ihrer Zeit. Sie bringt es perfekt auf den Punkt 😉
Leichtes Lesefutter für zwischendurch 😊
Außerdem haben ihre Bücher einen wunderbaren Humor.
Emma von Jane Austen
Ich mag ihre Sicht auf die "Dünkel" ihrer Zeit. Sie bringt es perfekt auf den Punkt
Zustimmung! Zu diesem Buch gibt es ja auch einen wirklich guten Film.
Im ersten Moment vermutet man da vielleicht so einen Schmachtfetzen ähnlich einem Marlitt- oder Courths-Mahler-Roman.
Aber schnell erkennt man, wie darin die gesellschaftlichen Konventionen und Pflichten der damaligen Zeit mit all ihrem Standesdünkel und ihrer Enge aufgezeigt und mit sanftem Humor hinterfragt werden.
@nettestrickt Oja, ich liebe Jane Austen! Alle ihre Bücher sind toll 😍
Ich bekomme in den nächsten Tagen eine Serie von 17 Romanen von Theodor Fontane. Mal gespannt, wie sie sind. Wenn jemand Fontane näher kennt, kann ja mal schreiben wie man ihn verstehen kann.
Ich hab angefangen mich für ihn zu interessieren, nachdem ich einer Situation der Langeweile eine uralte Ausgabe von "Effie Briest" gelesen habe und die bedeutend spannender fand als damals im Unterricht.
@queequeg Letzten Sommer habe ich mal wieder in den alten Büchern meiner Eltern gewühlt und Theodor Fontanes "Der Stechlin" gelesen. Ich hatte ihn mir ausgesucht, weil ich in den vergangenen Jahren mehrere Male in der Region war, wo der Roman spielt, an den Seen stand, durch die alten Städtchen gebummelt bin und einige der noch vorhandenen Herrenhäuser angeschaut hatte.
So hatte ich gleich einen ganz anderen Bezug zur Handlung und es fiel mir leicht, mich in diese damalige Zeit hinein zu versetzen.
Tatsächlich ist es m.E. hilfreich, wenn man sich vorher etwas über die Zeit und Region schlau macht - und das gilt nicht nur bei Fontage-Romanen.
Die Handlung des Roman selbst plätschert so vor sich hin. Fontane schreibt selbst darüber: „Zum Schluss stirbt ein Alter und zwei Junge heiraten sich – das ist so ziemlich alles, was auf 500 Seiten geschieht" (lt. Wikipedia).
Freiwillig gelesen, ohne Druck und langweilige Aufgaben und mit mehr Reife, sind fast alle Bücher bedeutend spannender als in der Schule. 😂
@queequeg Ich hatte jetzt auch mal Fontane- "Vom Rheinsberg bis zum Müggelsee(Märkische Wanderungen Theodor Fontanes" angefangen. Es wird Zeit, daß ich da mal wieder weiterlese. Es liest sich nicht ganz so leicht weg, ist aber aufschlussreich und hat wirklich eine schöne Sprachführung.
@murmeltier
Ja, die Sprache und Ausdrucksweise von Fontane empfinde ich als sehr leicht lesbar und fast zeitlos.
So ein kleiner Hauch Nostalgie schwingt mit und dennoch ist es nicht "von gestern".
Irgendwo im Bücherschrank steht das Buch über seine Schottlandreise "Jenseits des Tweed".
Mit Ausnahme der darin beschriebenen Kutschfahrten könnte das Buch aus unserer Zeit stammen.
Und da ich die dort beschriebenen Gegenden und Orte recht gut kenne hat es mir doppelt gut gefallen.
Mein Tipp: Urlaubslektüre (kann auch vor oder nach dem Urlaub gelesen werden) für alle, die Schottland (möglichst auf eigene Faust) besuchen.
"Freiwerden von Kontrolle und Manipulation" von Silke Schulz
Ein krasses Buch, das mehr Einblick in Gottes Welt gibt und gleichzeitig in Strukturen und Funktionsweise dieser Welt, um im Alltäglichen Kleinen besser zu verstehen. Es eröffnet eine Chance, tiefer hineinzuwachsen. Allerdings bedarf es auch der Bereitschaft, sich zu reflektieren; das ist jedenfalls förderlich für den, der Veränderung sucht.
@neubaugoere Klingt spannend. Das Thema ist ja doch in der einen oder anderen Weise sehr präsent in unserer Gesellschaft...