Sind Gott(Vater), J...
 
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Sind Gott(Vater), Jawe / Elohim und Allah ein und der selbe Gott?

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freyMIND
Themenstarter
Beiträge : 11

Ich frage mich, ob Gott (Vater), Jawe / Elohim und Allah ein und der gleiche Gott sind – was ist Eure Meinung dazu?

Das Gott(Vater) derselbe Gott ist wie Jawe / Elohim aus dem alten Testament leitet sich für mich davon ab, dass Jesus den Juden das Evangelium von Gott gepredigt hat; er nannte ihn seinen Vater und tat seinen Willen.

Bei Allah komme ich durch den Koran darauf, in dem in der Sure 4, die Verse 157 – 158 steht: „Und weil sie sprachen: ‚Wir haben Christus Jesus, den Sohn Marias, den Gesandten Allahs getötet!‘ – Aber sie haben ihn nicht getötet und haben ihn auch nicht gekreuzigt […] vielmehr hat Allah ihn zu sich erhoben.“ Wenn Moslems glauben, dass Jesus von Gott gesandt wurde, liegt für mich der logische Schluss nahe, dass wir alle denselben Gott als Sender Jesu meinen.

Bedeutet dies, dass Christen, Juden und Moslime an denselben Gottvater glauben, die Juden und Moslime aber Jesu nicht als Teil der göttlichen Dreifaltigkeit anerkennen?

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21 Antworten
Lucan-7
Beiträge : 27522

@freymind 

Ich halte das eher für ein sprachliches Problem. Mohammed hat sich ja auf den Gott bezogen, der auch in der Bibel beschrieben wird. Man kann also sagen, er meint denselben Gott. Andererseits beschreibt er ihn ganz anders, also ist es irgendwie doch nicht derselbe.

Wenn ich sage: "Der Vater von Herrn Müller hat eine Glatze!", und jemand widerspricht: "Nein, der Vater von Herrn Müller hat volles Haar!" - dann sprechen wir beide von derselben Person, nämlich vom Vater von Herrn Müller. Aber wir beschreiben ihn ganz unterschiedlich.

Wer von uns beiden recht hat lässt sich nicht feststellen, so lange wir das nicht zusammen überprüfen können, was denn nun stimmt und ob wir wirklich von derselben Person sprechen... auch wenn es nur einen "Vater von Herrn Müller" gibt und die Person damit eigentlich eindeutig identifiziert ist.

lucan-7 antworten
5 Antworten
freyMIND
(@freymind)
Beigetreten : Vor 9 Monaten

Beiträge : 11

@lucan-7

Ich verstehe Deinen Ansatz; was aber, wenn beide Recht haben? Was, wenn der eine den Vater von Herrn Müller zuletzt zu einer Zeit gesehen hat, in der er volles Haar hatte und der andere ihn heute beschreibt, nachdem ihm die Haare ausgefallen sind?

Unter den christlichen Glaubensgemeinschaften sind so viele verschiedene Lehren, die dem einen als Sekte und dem anderen als einzig existierende Wahrheit gelten; wenn der Islam den selben Gott anbetet, den die Christen als Vater und die Israeliten als Jawe oder Elohim anbeten, sind wir dann nicht alle Teil einer großen Glaubensgemeinschaft? ich versuche an dieser Stelle nur einen Schritt von der mir beigebrachten Sichtweise zurück zu treten und zu schauen, ob wir nicht alle möglicherweise den selbe und einzig wahre Gott haben.

freymind antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5319

@freymind  Nun  die Urgemeinde waren Juden, die Jeschah Bar Josef  als den Messias erkannt haben.  Die Muslime sagen Allah kann Sünden vergeben, nur eine wird nicht vergeben, die Behauptung er hätte einen Sohn.

Somit ist für mich der Allah des Islam ein anderer Allah als der arabischer Christen.

jigal antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@freymind 

Ich verstehe Deinen Ansatz; was aber, wenn beide Recht haben? Was, wenn der eine den Vater von Herrn Müller zuletzt zu einer Zeit gesehen hat, in der er volles Haar hatte und der andere ihn heute beschreibt, nachdem ihm die Haare ausgefallen sind?

Dann hättest du eine Interpretation, wie sie etwa vom Bahaitum vertreten wird. Aber das ist dann halt wieder eine andere Religion mit einem anderen Ansatz.

Eine Vereinigung von Islam und Christentum wirst du nicht hinbekommen, ohne beide Glaubensrichtungen aufzugeben.

lucan-7 antworten
freyMIND
(@freymind)
Beigetreten : Vor 9 Monaten

Beiträge : 11

@lucan-7: ja genau so meine ich es, wie es im Bahaitum vertreten wird (wobei mein Bezugspunkt zum Bahaitum der Artikel auf Wikipedia ist) nur halt nicht als zusätzliche Religion.

Für die Vereinigung von Juden, Moslimen und Christen müsste der Wille aller Gläubigen in allen Gemeinschaften vorhanden sein, den ich im Augenblick nicht sehen kann.

freymind antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@freymind 

Für die Vereinigung von Juden, Moslimen und Christen müsste der Wille aller Gläubigen in allen Gemeinschaften vorhanden sein, den ich im Augenblick nicht sehen kann.

Das wird so bald auch nicht kommen, denn Religion ist ein wichtiger Aspekt der eigenen Identitätsfindung. Das bedeutet aber auch gleichzeitig, sich von Anderen abzugrenzen.

Was kein Problem ist, so lange man das nicht als Gegnerschaft betrachtet... leider ist es nur ein kurzer Weg dahin.

 

lucan-7 antworten


Meriadoc
Beiträge : 598

@freymind 

Hi, ich bin überzeugt das es so ist. 

Aber lies mal die Worte von Jesus. Wie er das sagt und übermittelt. 

Die Juden glaubten so, die Samariter auch anders und doch reden sie von dem einen. Mohamed der Prophet ganz sicher auch. Es ist nur das Problem der Akzeptanz oder der menschlichen Theologie, das Gott anders denkt und lenkt.

meriadoc antworten
Simba
 Simba
Beiträge : 376

@freymind es gibt nur einen Gott, ganz grundsätzlich. Wie man auf den blickt, ihn versteht und darstellt, ist unterschiedlich.

Für Christen ist Gott so, wie Jesus ihn offenbart hat in seiner Person, und die Beziehung zu diesem Vater hat man im christlichen Verständnis durch den Sohn Jesus. 

 

simba antworten


Jigal
 Jigal
Beiträge : 5319

@freymind Ich frage mich, was ist der Zweck der Frage?  Ist es der zu sagen es ist egal ob Jude, Christ oder Muslim?

Ich glaube der Dreieinige Gott  Vater Sohn und Heiliger Geist sind gleich mit dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.

Der Name Allah sagt ursprünglich nur Gott und wenn arabische Christen von  "Ewigen" reden, sagen sie auch Allah.

Knackpunkt ist eine muslimischer Kernaussage: Allah ist barmherzig und vergibt Sünden, aber eine Sünde vergibt er nicht.

Wenn jemand behauptet er hätte einen Sohn.   Somit ist für mich christlich/jüdischer Dialog auf einer Ebene möglich. Christlich / muslimisch aber nicht.  Ein gemeinsames Gebet lehne ich ab.

 

Dr. phil Salcia Landmann hat einen Witz veröffentlicht.

Der Rabbiner und der Pfarrer hatten sich über Jesus unterhalten.

Wenn er wiederkommt dann ist es für mich Jesus Christus für dich ein unbekannter Sohn Davids.

Meint der Rabbiner in Ordnung, aber ich frage ihn ob er schon einmal da war.

 

jigal antworten
Kappa
 Kappa
Beiträge : 1408

@freymind Das ist theologisch eine gute Frage. Die meiste Zeit hätte ich in meinem Leben gesagt: Nein 

Mittlerweile habe ich Theologische Ausführungen gehört, das über die gemeinsame Figur von Abraham eine Brücke oder Bezug da wäre.

Es ist so eine Sache da sich Mohammed zum Teil bei Elementen der Christlichen Jüdischen Glaubenswelt bediente. Es ist Inhaltlich natürlich gegenüber dem neuen Testament stark abgeändert.

kappa antworten
4 Antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 4220

@kappa

Es ist so eine Sache da sich Mohammed zum Teil bei Elementen der Christlichen Jüdischen Glaubenswelt bediente. Es ist Inhaltlich natürlich gegenüber dem neuen Testament stark abgeändert.

 
Mohammed muss christliche Lehrer oder zumindest dem Christentum nahestehende Personen gehabt haben, deren Lehren er zum Teil übernommen hat. Das Problem war wohl nur, dass diese Christen zum Teil ziemlich krauses Zeugs geglaubt haben. Das ist ein wenig vergleichbar mit den schrägen Christusbild, das man Konstantin vermittelte und wo es dann zu theologischen Irrtümern kam, auf die die spätere Kirche munter weitergebaut hat.
 
Die Araber beziehen sich ja auf Ismael, der ein Sohn Abrahams ist, und seine Mutter Hagar:
 
1. Mose 17: 20 Und für Ismael habe ich dich auch erhört. Siehe, ich habe ihn gesegnet und will ihn fruchtbar machen und über alle Maßen mehren. Zwölf Fürsten wird er zeugen und ich will ihn zum großen Volk machen.
Auf ihnen ist eine göttliche Verheißung. Und die könnte größer sein, als viele denken.
Nach Mohammeds Tod wurde seine Bewegung sehr groß, unterwarf riesige Reiche, trug letztendlich auch bei zum Niedergang des römischen Reiches und es entstanden Kulturen, denen die unterworfenen Reiche nichts entgegenzusetzen hatte. Kunst und Wissenschaft blühten auf. Man sagt, im Mittelalter wäre nicht viel losgewesen, weshalb es schon Historiker gegeben hat, die diese ganze Epoche für "nicht existent gewesen" erklären wollten. Es wäre das eine verlorene Epoche für die Menschheit gewesen - hätte nicht die "Musik" in dieser Zeit woanders - nämlich unter den muslemischen Staaten - gespielt. Hier gab es die Entwicklungen, die man sich in Europa durch Denkverbote und kulturellen Beschneidungen unmöglich gemacht hatte.
 
Erst die Kreuzzüge brachten diese Entdeckungen zum Teil nach Europa. Aber das Christentum zeigte dort eine Seite, die heute gerne andere Kulturen angelastet wird: gnadenlose Zerstörung!
 
Ich weiß, dass ich in Jesu Nachfolge das bessere Teil, das echte Erbe, erwählt habe. Ich ich weiß auch, dass die Moslems jederzeit Miterbe werden könnten, wenn sie sich Jesus als ihren Herrn zuwenden.
 
Aber unabhängig davon möchte ich den moslemischen Glauben und die damit verbundene Kultur achten - ebenso wie die Menschen, die damit verbunden sind.
 
Es gibt da solche und solche und wer nur auf den IS schauen mag, der wird auch in christlichem Kontext ähnliches finden.
goodfruit antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1408

@goodfruit 

 

Welches Schräge Christusbild soll

Konstantin vermittelt worden sein?

Im Vergleich zu heute war die praktische Auslebung des Glaubens wohl halt eher strenger, sehr resulut auch in der Seelsorge. Das Christentum hatte auch 3 furchtbare Jahrhunderte hinter sich, wo es leider wenig Platz für sowas gab, was viele heute als Glaubensherausforderungen benennen (bezieh ich auf mich selbst...)

kappa antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 4220

@kappa Welches Schräge Christusbild soll

Konstantin vermittelt worden sein?

Schau mal:

https://www.bibel-offenbarung.org/von-sol-invictus-zu-jesus-christus.html

Dort ist Konstantin selber, der Sol invictus über den Christus überstülpt.

Woanders habe ich mal gelesen, dass die Personen, die Konstantin von Jesus erzählten, sagte, dass Jesus Christus so ziemlich dasselbe sei wie Sol invictus.

Vielleicht macht es Sinn, sich zu erinnern, wie Konstantin überhaupt zum christlichen Glauben kam: Er war in eine extreme militärische Notlage an der Milvischen Brücke gekommen. Seine Armee sah sich in der Position, alles zu verlieren.

Dann hatte Konstantin eine Vision, er sah ein Zeichen, das ihm als Zeichen für den Messias der Juden, den Christus erklärt wurde. In diesem Zeichen würden sie siegen und sie siegten - und Konstantin entschied sich, diesen Christus zum seinem Gott zu machen.

Der Sonnengott war von gewisser Bedeutung im römischen Reich und so kam es zu dem Problem, dass dieser neue Gott Probleme in der Akzeptanz haben würde. 

Unabhängig davon, ob nun Klaudius erzählt wurde, dass Jesus und Sol invictus dasselbe seien, oder ob Klaudius das aus politischen Gründen selber so definiert hat - es ist geschehen.

Das bedeutete eine erhebliche Verfälschung des christlichen Glaubens - und es sollte nicht die einzige bleiben. Jegliche lokale Götteranbetung wurde nicht beseitigt und durch christlichen Glauben ersetzt, sondern es wurde einfach nur umgewidmet. Das war eine politische geschickte Lösung - aber thologisch ganz sicher eine komplett inakzeptable.

Solche synkretischen Vermengungen hatte es schon in der Zeit vor Christus gegeben:

Hesekiel 81: 15 Und er sprach zu mir: Menschenkind, siehst du das? Aber du sollst noch größere Gräuel sehen als diese. 16 Und er führte mich in den inneren Vorhof am Hause des HERRN; und siehe, vor dem Eingang zum Tempel des HERRN, zwischen der Vorhalle und dem Altar, standen etwa fünfundzwanzig Männer, die ihren Rücken gegen den Tempel des HERRN und ihr Gesicht gegen Osten gewendet hatten, und beteten gegen Osten die Sonne an.

Es gibt noch weitere Bibelstellen, die davon berichten, was für ein Gräuel das war, dem Ball zu opfern oder dem Sonnengott oder irgendwelchen Gestirnen.

In der jüdischen Tradition ist die Sonne kein Gott, kein "Sol invictus". Vielmehr ist die Sonne ein Geschöpf Gottes, das aufgefordert wird, Gott anzubeten:

Ps 148,3 Lobet ihn, Sonne und Mond, lobet ihn, alle leuchtenden Sterne!

Wenn ich in die Position komme, dass es mir deutlich besser geht als vorher, dann ist das sicher schön. Aber wenn der Preis, den ich dafür zahlen musste, die Beziehung zu meinem Herrn und Retter ist, indem ich ihn durch eine kaiserliche Kunstgestalt austauschen musste, dann ist das eher ein Verlust als ein Sieg.

Auch dazu:

https://www.gfsk-sb.de/aktivitaeten/kunst-in-quarantaene-2/52-sol-invictus

Warum also feiern wir die Geburt des Herrn in zeitlicher Nähe zur Wintersonnenwende?

goodfruit antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 5878

@kappa 

Na ja ein Bezug ist sicher da. Mohammed hatte in seinen jungen Jahren sicher Kontakt zu Christen und Juden. Anfangs wahr seine Beziehung zu ihnen ja auch noch freundlich, das änderte sich Zunehmens. Diese Entwicklung sieht man heute noch im Koran. 

Aber der Islam hat in etwa so viel mit dem Christentum gemein wie eine Gurke mit einer Schnecke. Beide haben DNA und haben ein ähnliches Aussehen, aber sonst. 

arcangel antworten


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