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Was ich an der ev. Landeskirche gut finde

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Ungehorsam
Themenstarter
Beiträge : 3336

Meine kirchliche Sozialisation begann schon in frühester Kindheit. Kindergottesdienst, Christenlehre und Konfirmandenunterricht gehörten für mich selbstverständlich dazu. Ich absolvierte sogar eine kirchliche Ausbildung und wurde vor vier Jahren in den Kirchenvorstand meiner Wohnortgemeinde gewählt.
Ich schaue aber gern ab und zu über meinen Tellerrand und besuchte auch schon die katholische Messe, eine orthodoxe Messe und freikirchliche Lobpreis-Gottesdienste. Auch mit Taize kam ich in Berührung.
Ja, manchmal ärgere ich mich über den schlecht besuchten Gottesdienst oder eine seltsame Predigt. Oder über den schiefen Gesang der Prädikantin bei der Liturgie.
In meinem Leben bin ich schon viel herumgekommen und gehörte schon den unterschiedlichsten Landeskirchen an. Als Vorteil gegenüber einer Freikirche z.B. empfinde ich es, daß es wirklich überall eine Gemeinde und Pfarrer gibt. Wie oft mußte ich schon hier in diesem Forum von Freikirchlern lesen, die nach einem Umzug keine passende Gemeinde mehr finden konnten. Mir ist auch persönlich jemand bekannt, der nach dem Wegzug aus Siegen das gleiche Problem hat.
Es ist mir nicht so ganz klar, was eine Gemeinde für einen Freikirchler "passend" macht. Ist es die Zusammensetzung vom Alter her, die Familienfreundlichkeit oder die theologische Ausrichtung?
Ich persönlich finde es wenig erstrebenswert, wenn in einer Gemeinde alle die selbe theologische Ausrichtung bzw. geistliche Prägung haben. Wo sich alle einig sind, gibt es keinen Diskurs und somit kein geistliches Wachstum.
In der Landeskirche treffen unterschiedliche Ausrichtungen, Prägungen und Traditionen aufeinander. Man befruchtet sich gegenseitig im Glauben und lernt voneinander. Das fördert auch die Toleranz. Konservative Christen echauffieren sich ja gerne über liberale Theologen. Ich finde, gerade solche Predigten, die nicht dem eigenen Glaubensverständnis entsprechen, fordern doch dazu heraus, sich erst einmal selbst zu positionieren. Es gibt keine größere Enttäuschung für den Prediger, wenn ihm gesagt wird, wie schön er doch gepredigt hat. Wenn die Predigt zum Nachdenken anregt oder gar Widerspruch hervorruft, dann ist das Ziel erreicht. Jesus ist der unübertroffene Meister der Predigt, und er hat nie das gepredigt, was die Leute hören wollten. Jesu Predigten waren herausfordernd und riefen oft Widerspruch hervor - sogar Blasphemie wurde ihm vorgeworfen.
Außerdem begrüße ich es, wenn der Landesbischof sich öffentlich zur Tagespolitik äußert. Das gibt mir Orientierung, wie ich das politische Geschehen im Lichte des Evangeliums einordnen kann. Es hat mich sehr beeindruckt, wie Margot Käßmann damals in einer viel beachteten Predigt sagte: "Nichts ist gut in Afghanistan!" Sie mußte viel Kritik dafür einstecken, doch am Ende hat sie recht behalten.

Jetzt seid ihr dran. Ihr dürft gern ergänzen, was euch persönlich noch wichtig ist.
Ihr dürft meinen Post auch getrost zerreißen und die Vorzüge eurer Freikirche dagegenhalten.

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121 Antworten
Goldapfel
Beiträge : 713

Danke für deinen Beitrag, ich finde deine Ausführungen sehr bereichernd.
Gelegenheit, mir über meinen eigenen „Werdegang“ klarzuwerden.
Sorry schon mal im Vorfeld, wird etwas länger.
Ich hoffe, das ist ok.

Ich selbst bin westlich „evangelisch sozialisiert“, wie, so würde ich das heute beurteilen, die meisten in unserem Dorf:
Als Baby wurden die meisten ev. getauft, man war es automatisch.
Je nach Ausrichtung der Familie ging man mehr oder weniger regelmäßig zum Gottesdienst. In meinem Fall gar nicht.
Kindergarten war ev. und bot biblische Geschichten, im Eingangsbereich ein großes Bild mit Jesus und seinem „Lasset die Kinder zu mir kommen“. Grundschule ev. mit biblischen Geschichten in Religion.
Es gab Kindergottesdienst, für mich kaum, eine Jungscharfreizeit erinnere ich, dann ein oder zwei cvjm Treffen.
Konfirmation für eigentlich alle, die nicht zu den Zeugen oder Neuapostolen gehörten.

Die „Institution“ der Kirche, sowie ich sie irgendwann sah, hatte für mich nichts wirklich anziehendes. Mein Eindruck war, dass Tradition und sonntags „den Pelzmantel ausführen“ viele der KirchgängerInnen bestimmten.
Es war zudem auch Dorf und Tratsch hatte eine große Bedeutung und machte vor der Kirchentür nicht halt.
Heute tut mir mein damaliges pauschales Urteil Leid, denke, dass es sicher auch bei uns gläubige Leute in der Landeskirche gegeben hat.

Gläubig geworden bin ich letztendlich über eine Evangelisation von Neues Leben in einer Baptisten Gemeinde.
Hatte aber vorher schon Kontakt mit gläubigen Leuten einer offenen junge Erwachsenen Arbeit, die nicht auf Äußerlichkeiten achteten und für mich glaubwürdig waren.
Später ein paar Versuche meinerseits in verschiedenen ev. Kirchengemeinden.
Die Baptisten damals hatten mich mit ihrer Ansage jetzt „müsste Taufe mit vorherigem Unterricht“ folgen, doch eher verschreckt. 😀

Nach diversen Irrungen und Wirrungen bin ich inzwischen seit einigen Jahren wieder bei den Baptisten vom Beginn meines Christseins gelandet. 😊 Glaubenstaufe in einer anderen Gemeinde einige Jahre früher.

Landeskirche als geistliches Zuhause kam irgendwann nicht mehr für mich infrage, das hat für mich zum einen mit dem Prinzip der Zugehörigkeit durch Kindstaufe und der Bestätigung durch Konfirmation zu tun.
Zum anderen habe ich eine Predigt zu viel gehört, in der zwar Jesus als Mensch erwähnt wurde, er aber nur als Begründer unserer heutigen Diakonie galt.
Ich weiß, dass es nicht überall so ist.
Es waren eben auch meine Erfahrungen und die haben mich da mit geprägt.
Die Liturgie fehlt mir manchmal ein bisschen, auch hin und wieder das Sündenbekenntnis vorm Abendmahl, ist aber nicht entscheidend.
Ich habe auch keine Schwierigkeiten damit, zB während der Allianzgebetswoche eine andere Versammlung zu besuchen. Und genieße dann eben mal Liturgie. 😊

Bei uns predigen unterschiedlichste Menschen, Laien und Theologen, eigene und andere Gemeinden.
Aber ich kann jedem seinen Glauben und den Wunsch Jesus und Gott groß zu machen abnehmen. Dass „meine“ Gemeinde letztlich zu „meiner“ geworden ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
Über persönliche Beziehung (wieder) hingefunden, anfangs die Predigten, gute geistliche Nahrung.
Biblisch, barmherzig und herausfordernd.
Und es gibt keine Verurteilungen anderer Glaubensrichtungen, wie ich sie auch schon woanders gehört hatte.
-Denke, da lag immer auch eine Gefahr von freien Gemeinden, überheblich zu werden und anderen Christen den Glauben abzusprechen.-
Die Menschen, Geschwister, die mir und anderen mit Liebe und Offenheit und Herzlichkeit begegnet sind und begegnen. Die Möglichkeiten boten und bieten sich auszuprobieren und zu wachsen.
Die mir persönlich Familie geworden sind. Die machen einen großen Teil dessen aus, warum ich mich dort zugehörig sehe.

Aktive Liebe leben und Raum für Mitarbeit und persönliches Wachstum bieten. Authentizität.
Das gehört für mich bei einer guten Gemeinde zusammen und ich bin dankbar, das erleben zu dürfen.
Habe auch schon freie Gemeinde erlebt, wo man schwerer „reinkam“, eine Art Club, in dem viele unter sich bleiben wollen. Ein wenig wie meine Erfahrung mit Landeskirche früher, nur mit weniger Pelzmantel und dafür mehr frommer Tradition.
Obwohl da die Predigten sehr gut waren.

Wir haben in unserer Region inzwischen echt eine große Auswahl an unterschiedlichsten christlichen Gemeinschaften.
Und in Vor-Corona Zeiten konnte man da auch noch leichter „über den Tellerrand schauen“
Das genieße ich auch. Und kehre immer wieder dankbar zurück. 😉

Nachtrag vom 25.01.2022 0223
Wenn ich schreibe, dass eine Predigt herausfordernd sei, meine ich damit, dass ich Impulse für meinen Alltag bekomme oder Sachverhalte auch mal neu in Frage stellen lasse. Zum Neu- oder auch Um- oder Weiter-Denken angeregt werde.

goldapfel antworten
1 Antwort
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Wenn ich schreibe, dass eine Predigt herausfordernd sei, meine ich damit, dass ich Impulse für meinen Alltag bekomme oder Sachverhalte auch mal neu in Frage stellen lasse. Zum Neu- oder auch Um- oder Weiter-Denken angeregt werde.

Ja, das sehe ich auch so.

ungehorsam antworten


paramaribo1954
Beiträge : 504

Hallo Ungehorsam,
eine sehr zeitgemäße und wichtige Threaderöffnung, mit der du zu einem sicher fruchtbaren Austausch angeregt und eingeladen hast.
Ich freue mich darauf.
Aber ein Satz bedarf einer kurzen Klärung:

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Es gibt keine größere Enttäuschung für den Prediger, wenn ihm gesagt wird, wie schön er doch gepredigt hat. Wenn die Predigt zum Nachdenken anregt oder gar Widerspruch hervorruft, dann ist das Ziel erreicht.

Sollte es da statt Enttäuschung nicht besser Freude heissen?

Liebe Grüße
paramaribo1954

paramaribo1954 antworten
8 Antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1980
Veröffentlicht von: @paramaribo1954

Sollte es da statt Enttäuschung nicht besser Freude heissen?

Ich denke nein. Was soll er denn mit dieser Aussage anfangen, wenn ihm gesagt wird, wie schön er doch gepredigt hat?

adjutante antworten
paramaribo1954
(@paramaribo1954)
Beigetreten : Vor 7 Monaten

Beiträge : 504

Hallo Adjutante,

Veröffentlicht von: @adjutante

Ich denke nein. Was soll er denn mit dieser Aussage anfangen, wenn ihm gesagt wird, wie schön er doch gepredigt hat?

Sprechen wir hier vom Gottesdienstbesuch am Sonnntag, in dem ich mich an einer guten Predigt erfreuen konnte und somit u.a. für die kommende Woche Stärkung erfahren durfte,
oder ist die Rede vom Besuch eines Seminars oder einer Vorlesung in der Uni?

Wenn ich eine Predigt gut fand, dann nehme ich mir die Freiheit, dem Pfarrer oder der Pfarrerin, dem Prediger oder Prädikanten gegenüber dieses auch zum Ausdruck zu bringen.
Oft gibt es ja nach dem Godi die Möglichkeit, nochmal auf die Predigt einzugehen. Punkte anzusprechen, wo es evtl. noch Gesprächsbedarf geben könnte.
Wenn der Pfarrer, was ja seine Aufgabe ist, eine gute Predigt abgeliefert hat, spricht nichts dagegen, dieses auch anzuerkennen.

Man darf da ruhig "die Kirche im Dorf lassen."

Genausogut sollte es möglich und willkommen sein, wenn es offenkundig notwendig sein sollte, aufgekonmmene Fragen im Bezug
auf die Predigt zu besprechen, dieses auch machen zu können.

paramaribo1954 antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1980
Veröffentlicht von: @paramaribo1954

Sprechen wir hier vom Gottesdienstbesuch am Sonnntag, in dem ich mich an einer guten Predigt erfreuen konnte und somit u.a. für die kommende Woche Stärkung erfahren durfte,
oder ist die Rede vom Besuch eines Seminars oder einer Vorlesung in der Uni?

Hier geht es um einen Gottesdienstbesuch, wenn ich das richtig verstehe.

Veröffentlicht von: @paramaribo1954

Wenn ich eine Predigt gut fand, dann nehme ich mir die Freiheit, dem Pfarrer oder der Pfarrerin, dem Prediger oder Prädikanten gegenüber dieses auch zum Ausdruck zu bringen.

Das finde ich ja auch voll in Ordnung. Nur wenn diese Aussage
"wie schön er doch gepredigt hat" alleine steht und sonst gar nichts dazu, dann ist das zu flach ausgedrückt.

Veröffentlicht von: @paramaribo1954

Wenn der Pfarrer, was ja seine Aufgabe ist, eine gute Predigt abgeliefert hat, spricht nichts dagegen, dieses auch anzuerkennen.

Ja! Unbedingt! Das sehe ich auch so, doch mit Begründung. Wie z.B. "das ... hat mich angesprochen" oder "das ... war besonders"

Veröffentlicht von: @paramaribo1954

Genausogut sollte es möglich und willkommen sein, wenn es offenkundig notwendig sein sollte, aufgekonmmene Fragen im Bezug
auf die Predigt zu besprechen, dieses auch machen zu können.

Finde ich ebenso gut, ja, unbedingt.

Nachtrag vom 25.01.2022 1123
... das sind dann auch Dinge, mit denen ein Verkündiger etwas anzufangen weiß ...

adjutante antworten
paramaribo1954
(@paramaribo1954)
Beigetreten : Vor 7 Monaten

Beiträge : 504

hallo Adjutante,
ich sehe, wir verstehen und gegenseitig ganz gut....

Veröffentlicht von: @adjutante

Das finde ich ja auch voll in Ordnung. Nur wenn diese Aussage
"wie schön er doch gepredigt hat" alleine steht und sonst gar nichts dazu, dann ist das zu flach ausgedrückt.

jetzt weiß ich wie du das gemeint hattest und stimme dir voll zu.
das ist das so ein "Herumfrömmeln", weniger liebevoll ausgedrückt ein regelrechtes "beim Pfarrer Einschleimen"

Ein offenes, sachliches Predigtgespräch ist für den Pfarrer, genauso für die Zuhörer in der Gemeinde, meist eine gute und segensreiche Sache.
Das sin in der Tat Dunge, mit der der verkündiger was anzufangen weiß.

paramaribo1954 antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1980
Veröffentlicht von: @paramaribo1954

hallo Adjutante,
ich sehe, wir verstehen und gegenseitig ganz gut....

jawohlja 😊

Veröffentlicht von: @paramaribo1954

jetzt weiß ich wie du das gemeint hattest und stimme dir voll zu.
das ist das so ein "Herumfrömmeln", weniger liebevoll ausgedrückt ein regelrechtes "beim Pfarrer Einschleimen"

Genau. Ich war auch am Überlegen, ob ich "beim Pfarrer einschleimen" schreib oder nicht.

adjutante antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Hallo ihr zwei, schön, daß ihr das unter euch klären konntet. Genau so habe ich das gemeint.

ungehorsam antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1642

"schöne Predigt"
Ich lese mit Spannung mit und werde mich - als jemand, der von der Landeskirche bezahlt wird - weitgehend zurückhalten, weil mir erstmal die Zeugnisse von denen, die jeden Sonntag neu entscheiden könnten, mehr interessieren. Aber wenn ich hier kurz was einwerfen dürfte:

Veröffentlicht von: @paramaribo1954

Sollte es da statt Enttäuschung nicht besser Freude heissen?

Klar freut es mich, wenn Menschen die Predigt schön fanden. Wenn sie einfach mit einem guten Gefühl und vielleicht irgendwie erholt und gestärkt in den Alltag gehen, ist das ja nicht wertlos.

Spannend wird es, wenn man nachfragt und sie vielleicht eine Stelle besonders gut fanden, die entweder nicht zentral oder völlig anders gemeint war. Ich schwanke dann jedes Mal, ob ich das als Verbesserungsauftrag für meine Rhetorik mitnehme oder als Zeichen von Freiheit und Geistwirkung über meine Intention hinaus. Well, kommt auf den Einzelfall an.

Die interessanteren Predigtnachgespräche gibt es, wo ein Satz tatsächlich auf Widerstand stieß und darüber diskutiert werden kann. Sowas freut mich eigentlich noch mehr, wenn es geschieht. Auch weil es zeigt: Es wurde gut zugehört, und die Predigt ist den Leuten wichtig. (Wie viele mögen wohl rausgehen und denken "Was hat der für einen Quatsch gepredigt!" - aber finden es nicht wichtig genug, um in die Diskussion zu gehen.)
Es muss dann halt auch das Forum für ungezwungene Nachgespräche geben, etwa Kirchkaffee. Ist in Pandemiezeiten etwas schwierig.

Allerdings glaube ich, so wichtig Austausch in kontroversen Themen ist, muss nicht unbedingt die Predigt der Ort dafür sein. Die sollte doch eher Glauben wecken und stärken, Gewissheiten vermitteln und nicht zwingend die Themen angehen, die gerade kontrovers sind. Natürlich wird sie, wenn sie Gewissheiten vermittelt, fast automatisch irgendwem widersprechen. Aber das sollte nicht von vornherein ihre Absicht sein.

Noch lieber freilich wäre mir eine andere Reaktion auf die Predigt. Und die kann ich nicht "machen":

"Schöne Predigt" kommt mir häufig so vor, als würde man über eine Frau sagen "Die ist aber gut geschminkt." Das kann ein Kompliment sein. Aber wirklich gut mit Make-Up umgegangen ist eine Frau, wenn man denkt "Die hat aber ein schönes Gesicht".
So wäre die beste Reaktion auf eine Predigt eigentlich gar nicht die, die auf die Predigt Bezug nimmt, sondern auf den Gott, der gepredigt wurde. "Was für eine tolle Predigt!" freut den Prediger. Aber "Was für ein großartiger Gott!" wäre noch näher an dem, was die Predigt erreichen wollte.

Das aber ist dann wirklich dem Heiligen Geist überlassen.

andreas-wendt antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 713

und sie vielleicht eine Stelle besonders gut fanden, die entweder nicht zentral oder völlig anders gemeint war

Sorgen würde ich mir erst dann machen, wenn der Großteil der HörerInnen genau das Gegenteil der eigentlichen Hauptaussage verstanden hat. Also ganz etwas anderes, als das was man eigentlich wollte. 😀

goldapfel antworten
Plueschmors
Beiträge : 3736

Schöner Beitrag! Ich finde an der Landeskirche außerdem gut, daß man immer seine Freiheit und Selbständigkeit behält und nicht sofort eingekesselt und angespannt wird.

plueschmors antworten
37 Antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 713

Och, so etwas kann dir auch in freien Gemeinden passieren, dass du über Monate oder sogar Jahre komplett in Ruhe gelassen wirst.
Vielleicht seltener?
Und dass man sofort eingekesselt und angespannt wird?
Nu, da wäre ich vermutlich auch sofort weggewesen...bzw. nicht wieder hin gegangen.
Perfekt fände ich, wenn es in allen Gemeinden Menschen gäbe, die ein Gespür dafür hätten, was die Menschen, die dort sonntags die Gottesdienste neu besuchen, bräuchten, also empathisch sind. Die niedrigschwellige Angebote bereit halten und keinen Druck ausüben, den neuen aber mit Freundlichkeit begegnen.

Sowohl das eine Extrem „Cool dass du da bist! Wir brauchen noch Leute, die hinterher die Tische wegräumen und Sonntagsschule übernehmen. Gebetsgruppe ist montags, Mittwoch Bibelstunde und wir zählen drauf, dass du unsere älteren Geschwister fährst...“
oder „Wer ist heute zum ersten Mal hier und mag einmal aufstehen!“ während die Leute um dich herum dich wohlwollend dauer-begrinsen und du dir nur noch das nächste Mauseloch wünschst😀
als auch das andere, dass Menschen beständig, teils über Jahre hinweg, übersehen werden und den Eindruck vermittelt bekommen, sie seien unwichtig, zählten nicht,
ist nicht unbedingt gut.

goldapfel antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1980
Veröffentlicht von: @goldapfel

Perfekt fände ich, wenn es in allen Gemeinden Menschen gäbe, die ein Gespür dafür hätten, was die Menschen, die dort sonntags die Gottesdienste neu besuchen, bräuchten, also empathisch sind. Die niedrigschwellige Angebote bereit halten und keinen Druck ausüben, den neuen aber mit Freundlichkeit begegnen.

Das ist gar nicht so einfach. Manche warten darauf, angesprochen zu werden. Anderen ist das total unangenehm.

adjutante antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 713

Ich weiß. Nicht einfach.

goldapfel antworten
paramaribo1954
(@paramaribo1954)
Beigetreten : Vor 7 Monaten

Beiträge : 504

Wir, evangelische landeskirchliche Gemeinde in der EKiR
apo-tackenberg.de bezeichnen uns als Missionarisch-Diakonische Gemeinde. Unter dem Slogan Komm nach Hauseladen wir immer wieder Menschen zum Gottesdienstbesuch ein. Ein Begrüßungsteam
empfängt die Besucher mit besonderem Augenmerk auf "Neue Gesichter," damit jeder sich willkommen und gern gesehen fühlen kann.

Nach dem Gottesdienst öffnet unser Gemeindecafe. Bei Kaffee, Tee und
sowie belegten Brötchen gibt es die Möglichkeit sich kennen zu lernen, Gespräche zu führen. Corona hatte da natürlich für eine lange Pause gesorgt. In normalen Zeiten wird davon sehr gerne und viel Gebrauch gemacht.

paramaribo1954 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16802
Veröffentlicht von: @goldapfel

Sowohl das eine Extrem „Cool dass du da bist! Wir brauchen noch Leute, die hinterher die Tische wegräumen und Sonntagsschule übernehmen. Gebetsgruppe ist montags, Mittwoch Bibelstunde und wir zählen drauf, dass du unsere älteren Geschwister fährst...“
oder „Wer ist heute zum ersten Mal hier und mag einmal aufstehen!“ während die Leute um dich herum dich wohlwollend dauer-begrinsen und du dir nur noch das nächste Mauseloch wünschst😀

Das ist fast übertrieben extrem. Das war vielleicht mal vor 30 Jahren so, aber inzwischen haben die meisten Gemeinden, egal welche Richtung auch gelernt, dass man so nicht mehr mit Neuen umgeht 😊

Veröffentlicht von: @goldapfel

als auch das andere, dass Menschen beständig, teils über Jahre hinweg, übersehen werden und den Eindruck vermittelt bekommen, sie seien unwichtig, zählten nicht,

Gut, davon hab ich schon eher mal ab und an was von gehört. Wobei ich auch glaube, dass man sich in einer Gemeinschaft nach einer gewissen Zeit bemerkbar machen kann.

tristesse antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 713

Das erste Beispiel ist überspitzt und nicht mehr unbedingt so stark ausgeprägt, das andere leider immer noch so anzutreffen.
Nicht häufig, kommt aber noch vor.
Und man macht sich zwar bemerkbar, bleibt aber dennoch außen vor.
Hängt auch viel von Leitung, internen Strukturen und Kommunikation ab.

goldapfel antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Und wenn man sich bemerkbar macht und trotzdem übersehen wird, dann geht man halt.

herbstrose antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 713

Würde ich in so einem Fall sicherlich tun.
Die betreffende Person hatte gute Gründe, das zunächst lange anders zu handeln.

goldapfel antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Ich spreche da aus eigener Erfahrung.

herbstrose antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Dafür gibt es bei uns in der Gemeinde ein Team. Das begrüßt schon beim Hereinkommen die Leute. Ein "schön, dass du da bist" ist schon mal einladend. Und nach dem Gottesdienst ein kurzes oder auch längeres Willkommensgespräch, das echtes Interesse zeigt, tut auch nochmal gut.

Das kenne ich übrigens so auch aus meiner heimatlichen ev. Landeskirchgemeinde. Aber die ist gut 500km weg.

herbstrose antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Unser "Begrüßungsteam" dokumentiert Namen, Anschrift und Telefonnummer der Besucher - für eine mögliche Kontaktnachverfolgung im Falle einer aufgetretenen Corona-Infektion.

ungehorsam antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Diese Aufgabe kommt noch oben drauf. Wobei es da viel Unterstützung von Seiten der Gemeindeleitung gibt.

herbstrose antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 713

Solche Begrüßungsdienste mag ich auch.
Es ist schön, den anderen so Wertschätzung zeigen zu können.
Und die Leute freuen sich.
Im Anschluss bietet sich die Gelegenheit zum Stehcafe. Und die meisten bei uns sind offen und zugewandt genug, auch „unbekannte Gesichter“ anzusprechen.
In der Regel merkt man auch, ob jemand in Ruhe gelassen werden mag oder Kontakt wünscht.

Schade, dass du jetzt so weit von deiner alten Gemeinde entfernt wohnst...
Aber in deiner jetzigen kannst du dich doch inzwischen „zuhause“ fühlen, oder?

goldapfel antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Als wir vor ca. 30 Jahren her zogen, wurden wir von der für uns zuständigen evangelischen Landseskirchgemeinde sehr enttäuscht. Da war nichts von dem, was ich von evangelischer Landeskirche gewohnt war. Kein Willkommen, keine Antwort auf Briefe oder Anfragen auf dem AB (Email gab es ja noch nicht).

Ich bin schon lange in meiner jetzigen freikirchlichen Gemeinde. Dort finde ich alles, was ich aus meiner evangelisch-lutherischen Herkunftsgemeinde kenne. In diese Gemeinde zu kommen war wie nach Hause zu kommen.

herbstrose antworten
BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4117
Veröffentlicht von: @goldapfel

„Wer ist heute zum ersten Mal hier und mag einmal aufstehen!“ während die Leute um dich herum dich wohlwollend dauer-begrinsen und du dir nur noch das nächste Mauseloch wünschst😀

Das könnte einem bei uns so ähnlich durchaus passieren: Der Pastor oder der Älteste guckt von der Kanzel in den Raum und sagt: "Schön, dass wir ein paar neue Gesichter hier haben", und alle drehen sich erst mal um und gucken, wo die neuen Gesichter sitzen... 😀

belu antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 713

😀
Kenne ich auch noch.

goldapfel antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Das ist auch nicht besser.

herbstrose antworten
BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4117

Nein. Wenn das so auch passiert wäre, als ich das erste Mal in die Gemeinde kam, weiß ich nicht, ob ich noch ein zweites Mal gekommen wäre.

belu antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 713

Ich hatte eine gute Freundin dabei, die mir damals da Beistand war und schon ein Weilchen die Gemeinde besuchte.
Da ging es dann.
Und ich brauchte so sehr Gottesdienst mit guter klarer biblischer, in den Alltag sprechender Predigt, dass ich das dann hingenommen hatte.
Hatte mir fest vorgenommen, mich nicht von anderen Christen abschrecken zu lassen.
😊

goldapfel antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Ich finde es nicht schlimm, wenn im Gottesdienst auch die Gäste angesprochen werden. Es kommt immer auf das Wie an.

Sowas wie "alle Neuen" oder "alle Gäste" stehen jetzt mal bitte auf, das geht gar nicht.

herbstrose antworten
BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4117
Veröffentlicht von: @herbstrose

Sowas wie "alle Neuen" oder "alle Gäste" stehen jetzt mal bitte auf, das geht gar nicht.

Bei einer kleinen Gemeinde wie der unseren kommt ein Ansprechen der Gäste von der Kanzel aus dem "alle Gäste mal aufstehen" quasi gleich.

belu antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16802

Bei uns darf man, wenn man will, die Hand heben und bekommt dann eine Begrüssungsmappe mit Infos, einen Kaffee- und Bibelgutschein und was Süssem. Ich finde diese Art der Begrüssung angemessen und nicht aufdringlich. Und wer sich nicht melden will, meldet sich halt nicht.

tristesse antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 713

Ich möchte auch Süßigkeiten und Kaffeegutschein haben 😀
Schöne Idee. 😊
Eine große Gemeinde, oder?

goldapfel antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16802
Veröffentlicht von: @goldapfel

Eine große Gemeinde, oder?

Riesig 😊
An sich bin ich eine, die lieber ne Gemeinde in der Größe 150-200 Leute pro Gottesdienst hat, wo man noch jeden kennt, die Dienstwege recht klein sind und man die Kinder zuordnen kann. Vor Corona hatten wir teilweise bis zu 500 Leute im Haus und das war anstrengend. Ich weiß nicht, ob ich da jetzt noch wäre, wenn Corona nicht alles zerschossen hätte.

Die Pandemie hat das alles ein wenig durchsiebt, wir haben nach wie vor den harten Kern von 100 Leuten, die Hand in Hand die Arbeit machen, der Rest ist eher passiv oder noch nicht angekommen. Wir haben durch die Livestreams viele neue Leute gewinnen können.

Momentan sind jeden Sonntag so 250 Leute vor Ort, 150 an den Bildschirmen zugeschaltet.

Falls Du mal vorbeischauen willst:
https://czbielefeld.de/

tristesse antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 713

Die Gemeinde kenne ich vom Unlimited und einmal vom Frauenfrühstück vor ein paar Jahren.
😀
Habe heute noch die Freundin, mit der ich aus war, gefragt, wann denn das nächste Lobpreis dort sei und ob sie mich dann mitnehmen könne...
Sie war vor einigen Jahren bei euch Mitglied.
😊
Als die noch in der Mielestraße waren, war ich auch schon mal da 😀

Ach ja, owl eben...😀

goldapfel antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16802

Wie cool 😊
Der nächste unlimited ist am 4.2. Da werde ich vermutlich auch da sein und malen.

Am 13.2. haben wir eine Predigt zum Thema Lobpreis & Kunst, da male ich vermutlich auch.

Ist ne feine Gemeinde.

tristesse antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Bei uns gibt es einen kleinen Stoffbeutel mit einer Tasse und Infomaterial.

herbstrose antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Bei uns wird da der Begrüßungsdienst aktiv. Ganz ohne Handzeichen im Gottesdienst.

herbstrose antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 11780

Bezug zu Goldapfel und BeLu
Sowohl das eine (Goldapfel) als auch das andere (von dir) kann in bestimmten Gebieten oder Brennpunkten ganz anders ankommen, denn da werden Menschen "gesehen". Kann, wie gesagt. Auch das ist ja von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Ich hab das in einer Berliner Gemeinde in der Innenstadt erlebt, eine sehr junge Gemeinde mit vorwiegend jungen Leuten, die ältesten unter den Gemeindegliedern waren vielleicht geschätzt Ende 40 oder Anfang 50. Eine Gemeinde in Szenegebieten. Dort musste ich auch so 2-3x aufstehen und mich "zu erkennen geben" als Erst-Besucherin. 😊 Ich kann es aber verstehen aufgrund der Zuläufe, die sie haben, dass es eben auch gut sein kann für Menschen, die sonst nicht gesehen werden. Jede Medaille hat ja zwei Seiten. 😉

neubaugoere antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1980
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Jede Medaille hat ja zwei Seiten. 😉

Aber manchmal steht auch noch etwas auf dem Rand der Medaille. 😊

adjutante antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 11780
Veröffentlicht von: @adjutante

Aber manchmal steht auch noch etwas auf dem Rand der Medaille. 😊

😀 😛 es könnte wackelig werden so auf dem Rand ... 😉

neubaugoere antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1980

Je nachdem, wie stark die Medaille ist. 😉 😀

adjutante antworten
BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4117

Ist sicher auch eine Typsache. Wenn ich als Neubesucher in eine Gemeinde reingucke, will ich eigentlich gar nicht unbedingt gesehen werden, und vor allem nicht die volle Aufmerksamkeit von der Kanzel abbekommen. Von jemandem am Eingang begrüßt und angesprochen zu werden, ist ja ok, aber ansonsten bleibe ich in solchen Situationen lieber etwas "unterm Radar".

belu antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16802

Bei uns dürfen Gäste, die das erste Mal da sind, die Hand heben und bekommen dann vom Begrüssungsdienst eine Mappe mit Infomaterial, Kaffee -und Bibelgutschein geschenkt. Es bleibt jedem selbst überlassen ob er seine Hand heben und sich zu erkennen geben will, man wird nicht angestarrt, aber dennoch wahrgenommen und willkommen geheißen.

Natürlich geht es das nicht in einer kleinen Gemeinde, aber bei uns hat sich das System bewährt.

tristesse antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3736
Veröffentlicht von: @goldapfel

Perfekt fände ich, wenn es in allen Gemeinden Menschen gäbe, die ein Gespür dafür hätten, was die Menschen, die dort sonntags die Gottesdienste neu besuchen, bräuchten, also empathisch sind.

Danke. Gemeinde braucht allerdings gar nicht perfekt zu sein, sondern einfach nur menschlich. Anstelle der Schablonen im Kopf, wie der vor Ort gewünschte Christ zu sein habe samt ersten Abfragens sozialer und finanzieller Status.

plueschmors antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 713

Das

Anstelle der Schablonen im Kopf, wie der vor Ort gewünschte Christ zu sein habe samt ersten Abfragens sozialer und finanzieller Status.

ist ja nun schon eher göttlich.
Den Menschen wahr- und anzunehmen so wie er ist. 😉
Aber eigentlich die Zielvorgabe.
Seh ich zumindest so

Segen dir!

goldapfel antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16802
Veröffentlicht von: @plueschmors

Ich finde an der Landeskirche außerdem gut, daß man immer seine Freiheit und Selbständigkeit behält und nicht sofort eingekesselt und angespannt wird.

Ich persönlich hab in den letzten 20 Jahren nicht eine Gemeinde, egal ob freikirchlich, landeskirchlich oder sonst was kennengelernt, die sich so Neuen gegenüber verhält.

Was sind Deine jüngsten Erfahrungen diesbezüglich?

tristesse antworten


tristesse
Beiträge : 16802

Was ich an der Landeskirche gut finde ist die Beständigkeit und Treue, mit der sich die Leute einbringen. Gut, nicht alle, aber die, die ich im Laufe der Jahre innerhalb der Allianz kennengelernt habe. Ich empfinde viele Mitglieder als sehr beständig und ausdauernd, oft müssen sie mit wenig haushalten (Finanzen, Ressourcen, Helfer), investieren viel ins Ehrenamt und rennen nicht weg, wenn es mal schwierig wird.

Das gefällt mir gut und da hab ich großen Respekt vor 😊

tristesse antworten
Herbstrose
Beiträge : 14193

Wenn man umzieht, wird man automatisch einer Ortsgemeinde zugeteilt. In unserem Fall glänzte diese Gemeinde durch Ignoranz, Kälte, Unaufmerksamkeit ... (nicht bemerken, wenn jemand neu ist, keine Antwort auf Emails, keine Rückrufe)

Das kannte ich aus meiner Ursprungsgemeinde nicht.

Und ich fand es komisch, dass weniger über geistliche Themen gepredigt wurde, dafür weltliche Gedichte die Predigtgrundlage bildeten, ohne dass ein Bezug zum Glaubensleben hergestellt wurde.

In manchen ev. Kirchengemeinden geht es theologisch durchaus sehr eng zu. Manche lassen auch den Heiligen Geist außen vor.

Hätte ich die Möglichkeit gehabt, in meiner Ursprungsgemeinde zu bleiben, dann wäre ich heute noch dort. Ich geh da immer noch hin, wenn ich in der Gegend bin.

Hier aber gab es für mich keine Möglichkeit zu bleiben.

In meiner jetzigen Freikirche (wir gehören zu einem Bund, es gibt deutschlandweit Gemeinden, nur eben noch nicht an jeder Milchkanne) ist das Leben bunt. Die Leute, die zu uns kommen, haben die verschiedensten theologischen, sozialen und etnischen Hintergründe. Wer neu kommt, wird wahrgenommen, jede Email beantwortet.

Ja, theologisch gibt es einen roten Faden. Ich finde es wichtig, dass Gottes Wort nicht aufgeweicht wird aber auch nicht - wie ich es auch schon erlebt habe - als Vorschlaghammer benutzt wird.

herbstrose antworten
12 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16802

Thema verfehlt
owT

tristesse antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1980

Warum?

In so mancher Stadt mit mehreren Pfarrern wird die Gemeinde einem Pfarrer zugeordnet, und zwar nach Straßennamen.

adjutante antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16802

Das meinte ich nicht.

tristesse antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 713

Was denn? Die Überschrift? Oder was?
🤨

goldapfel antworten
BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4117

🤨
Ich habe den Thread jetzt nicht so verstanden, dass er unbedingt einseitig pro Landeskirche sein sollte. Von daher finde ich nicht, dass Herbstrose das Thema wirklich so verfehlt hat.

belu antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Wer lesen kann ...

Jetzt seid ihr dran. Ihr dürft gern ergänzen, was euch persönlich noch wichtig ist.
Ihr dürft meinen Post auch getrost zerreißen und die Vorzüge eurer Freikirche dagegenhalten.

owT

herbstrose antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16802
Veröffentlicht von: @herbstrose

Ihr dürft meinen Post auch getrost zerreißen

Ich hätte nur nicht gedacht, dass das jemand tatsächlich macht. Da war ich nun mal etwas perplex. Dabei hatte der Thread so schön angefangen 😀

tristesse antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Jedes Ding hat halt mindestens zwei Seiten. Ich hab halt innerhalb der ev. Landeskirchen konträre Erfahrungen gemacht.

herbstrose antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Ich hab halt innerhalb der ev. Landeskirchen konträre Erfahrungen gemacht.

Ja sicher. So ein großes Gebilde ist doch sehr heterogen. Es gibt Unterschiede zwischen Stadt und Land, liberal und konservativ ...
Manche Gemeinden igeln sich ein, andere wirken einladend.
Welch ein Reichtum!

ungehorsam antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16802

Ja, das hab ich inzwischen mitbekommen 😊

tristesse antworten
BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4117
Veröffentlicht von: @herbstrose

Wenn man umzieht, wird man automatisch einer Ortsgemeinde zugeteilt.

Prinzipiell ja. Man ist aber nicht gezwungen, in dieser Ortsgemeinde zu bleiben, sondern kann sich auch in eine Gemeinde umpfarren/umgemeinden lassen, die einem besser zusagt. Prinzipiell ist das sowohl innerhalb einer Landeskirche als auch zwischen verschiedenen Landeskirchen möglich. Sagt einem in den meisten Gemeinden nur niemand - außer in denen, die in der Nettobilanz davon profitieren...

belu antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Das weiß ich schon. Aber irgendwie sollten die Gemeinden dann auch erreichbar sein. Und damals wurden am Samstag Abend die Bürgersteige rauf geklappt und Montag wieder runter.

herbstrose antworten


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