Wehe der Welt der Ärgernisse wegen!
»Wehe der Welt der Ärgernisse wegen! Denn es ist notwendig, daß Ärgernisse kommen; doch wehe dem Menschen, durch welchen das Ärgernis kommt!« — Matthäus 18:7
Das Leben besteht aus Freude und Leid, aus Wohlgefallen und Ärgernis. Geteilte Freude sei doppelte Freude, so sagt man, und geteiltes Leid sei halbes Leid. Das Wohlgefallen solle man suchen, das Ärgernis dagegen meiden.
Wie verhält man sich aber, wenn man das Ärgernis nicht gemieden kann? Wenn es einen verfolgt?
Man schlägt am Frühstückstisch die Morgenzeitung auf und das Ärgernis springt einen an … aus dem Fernsehgerät des Gleichen … man nimmt Hut und Stock, geht vor die Tür und das Ärgernis begegnet einem auf Schritt und Tritt.
Man geht in den morgendlichen Gottesdienst, erhofft sich von der Predigt der Pastorin erbauliche Worte und besinnliche Denkanstöße … und sie predigt von und über das Ärgernis, dem man sich entziehen will.
»Deine heiligen Städte sind eine Wüste geworden, Zion ist eine Wüste geworden, Jerusalem eine Einöde« — Jesaja 64:10
Ich wünschte meine Kirche würde sich (stärker) an der Schrift und dem Wort Gottes orientieren, an seinen Ge- und Verboten, statt sich den Ärgernissen der Zeit anzubiedern und danach zu streben die Kirchenbänke mit jenen zu füllen, die das Ärgernis bringen.
Ich wünschte meine Kirche würde sich (stärker) an der Schrift und dem Wort Gottes orientieren, an seinen Ge- und Verboten, statt sich den Ärgernissen der Zeit anzubiedern und danach zu streben die Kirchenbänke mit jenen zu füllen, die das Ärgernis bringen.
Solche Unterstellungen würden wohl etliche dieser Leute, die du hier erwähnst, als Ärgernis empfinden...
Sehr viele Menschen werden schon zwischen Bett und Bad besiegt, weil sie die Negativbrille nicht abgelegt haben.
"Guten Morgen, HERR. Lass mich heute wieder deine Wunder und deine Hilfe sehen. Gib mir die richtigen Worte, Segen über die Menschen und Umstände auszusprechen, die mir nicht passen. Führe mich zu Menschen, für die ich deine Hilfe erbitten und sie ermutigen soll. ....... "
Psalm 118, 24 Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat; wir wollen jubeln und uns über ihn freuen.
Mit der ›Negativbrille‹ hast Du bei vielen Menschen sicherlich recht … der von Dir zitierte Psalm ist auch tatsächlich genau jener, von dem ich mich tagtäglich motivieren lassen möchte.
Aber auch der Herr hat Themen, die ihm ein Gräuel waren und sind … darum hieß er Noah die Arche zu bauen und den Ägyptern schickte er die Plagen.
Veröffentlicht von: @deborah71… und er berief Fürbitter 😉
Das tat er … aber fand er die Gräuel hernach weniger gräulich? 😉
Veröffentlicht von: @deborah71das ist kein Argument
Würdest Du mir bitte (wenn Du möchtest) aufzeigen wo ich, Deiner Meinung nach, argumentativ irre?
Veröffentlicht von: @cheyStehen in den Evangelien denn nur erbauliche Worte und besinnliche Denkanstöße?
Eher nicht. 😊
Denken wir an Gottes 8. Gebot: »Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider Deinen Nächsten.«
Es wurde [unter anderen Geboten] von Gott apodiktisch, in Stein gemeißelt, Moses für das Volk Israel mitgegeben. Wäre es gottgefällig, wenn eine Sonntagspredigt gehalten würde, um besonders den ›Lügnern und Betrügern Sodoms‹ zu gefallen und um diese in die Kirche zu locken?
Nicht um sie zu ermahnen, zu bekehren und auf den rechten Weg zu führen … sondern um mit ihnen die Kirchenbänke zu füllen und auf eine möglichst reiche Kollekte schielen zu können? Weil man meint mit einer vollen Kirche und einer reichen Kollekte den ›Qualitätsbeweis‹ als Prediger:in erbracht zu haben?
Man bemerke bitte, dass ich meinerseits keine apodiktischen Aussagen treffe sondern Fragen formuliere. Wer bin ich behaupten zu können Gottes Plan vollständig ergründet und durchdrungen zu haben.
statt sich den Ärgernissen der Zeit anzubiedern und danach zu streben die Kirchenbänke mit jenen zu füllen, die das Ärgernis bringen.
Das ist schon sehr über einen Kamm geschert…ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leute, die in der Kirchenbank sitzen, tatsächlich überwiegend diejenigen sind, die Ärgernisse machen.
Ich geh auch manchmal nicht gern in die Kirche, weil mich die Predigten, die sich auf das Weltgeschehen beziehen, anöden. Aber auch das ist nicht ein Ärgernis, das die Leute in den Kirchenbänken verursachen.
Insgesamt würde ich sagen, muss man es schaffen, bei dem zu bleiben, was man als wahr erkannt hat, ohne mit dem Zeigefinger auf jene zu zeigen, die es eventuell (denn auch das lässt sich von aussen kaum beurteilen) noch nicht erkannt haben.
1.Kor 8,1 zweiter Teil des Verses sinngemäß: Die Erkenntnis (theoretisches Wissen) bläht auf (macht stolz), die Liebe baut auf (die Gemeinde, andere Menschen).
Veröffentlicht von: @sternDas ist schon sehr über einen Kamm geschert…ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leute, die in der Kirchenbank sitzen, tatsächlich überwiegend diejenigen sind, die Ärgernisse machen.
Nicht in jeder Kirchenbank, nicht überall, und ich dachte dies wäre mit einigem guten Willen erkennbar gewesen, dass mir an keiner Verallgemeinerung gelegen ist.
Aber: Mea culpa, mea maxima culpa.
Ich habe mit Pastoren geredet, die offen zugaben Sonntags nicht zu wissen wohin sie im Gottesdienst blicken sollen … denn die geringe Zahl der Gottesdienstbesucher verlöre sich in der Weite des Kirchenschiffes.
Ich rede nicht von aller Welt sondern von meiner - wie ich sie erlebe - und ich erinnere mich an Zeiten, da hätte der Pastor deutlichere Worte für mache Gottesdienstbesucher gefunden … er hätte seinen Gottesdienst jedoch nicht genau auf diese Personen zugeschnitten … um die genannten Ziele zu verfolgen.
Nicht in jeder Kirchenbank, nicht überall, und ich dachte dies wäre mit einigem guten Willen erkennbar gewesen, dass mir an keiner Verallgemeinerung gelegen ist.
Das wiederum ist wohl mein Fehler gewesen, dich so zu verstehen. Aber insgesamt war dein Post ja schon sehr Klage-lastig über den Zustand der Welt, da hab ich das in das Allgemeine mit eingereiht.
Jesus sagt, dass die Trauernden selig sind, weil sie getröstet werden sollen.
Ich verstehe das so, dass man verständlicher Weise über alles, was in der Welt ungöttlich läuft, traurig sein kann. Aber eben ohne darüber zu verbittern, weil das eben nicht das Ende ist.
Ich kann mit dieser 'Klage' nicht viel anfangen. Zu vieles ist sehr vage und ich muss mir zuviel zusammenreimen.
Es könnte sein, dass über ein 'Gräuel-Thema' (davon gibt's ja so einige) falsch gepredigt wurde.
D.h. nicht so, wie Deine Haltung dazu ist.
Oder es wurde überhaupt über ein solches Thema gepredigt und Du denkst, es hätte nichts in der Kirche zu suchen.
Von daher bin ich mal gespannt, ob Du noch mehr dazu erzählst.