Sichtweise
wenn ich die Bibel mit feministischer Sicht lese und sachen anders interpretiere, als andere ist das dann falsch? Es gibt aber theologinnen, welche es auch so interpretieren. Also nur weil ich nicht das selbe sagen, wie konservative Christen. Ist Konsevativ sein das richtige Christentum?
wenn ich die Bibel mit feministischer Sicht lese und sachen anders interpretiere, als andere ist das dann falsch?
Nun, da fühle ich mich angesprochen, weil ich neulich aus Dorothee Sölles "Mystik u Widerstand" zitierte.
Ich kann nur von mir persönlich mitteilen, dass ich mit den Jahren ein weites ❤️ bekommen habe, was die Auslegung der Bibel betrifft.
Mir geht es so, dass ich immer wieder nach dem "rechten Maß" suche.
(Vllt ähnlich, wie Hundemann das in seinem Beitrag "Christus in der Mitte" empfiehlt.)
Wenn ich der Meinung bin: Moment, hier kippt 'was und wirkt auf mich überlastig - bin ich (leider) geneigt, gegenzusteuern.
(Alternativ ziehe ich mich zurück, um Kraft zu sparen.)
Ich kann in der konservativen Bubble genauso gut mitfühlen, wie in der progressiven.
Jesus würde, so nehme ich mal an, sich von jedermann finden lassen, der ehrlichen ❤️ s nach ihm sucht.
Und so können wir auch nicht ausschließen, dass er bei jenen ist, bei denen wir ihn nicht vermuten.
Was Christen also brauchen, ist eine Herzensschau.
Gibt es ein "richtiges Christentum"?
Was die feministische Bibelauslegung anbelangt... Da kommt es für mich drauf an. Bei manchen habe ich das Gefühl, dass sie auf der anderen Seite vom Pferd fallen und es etwas übertreiben. Genauso kann ich nicht bei allen konservativen Bibelauslegungen mit. Und überhaupt gab es ja über die Jahrhunderte, die teilweise verrücktesten Auslegungen zu manchen Bibelstellen.
Für mich kommt es drauf an, von wo ich mich einer Bibelstelle nähere. So hat die selbe Stelle selbst für mich oft mehr als eine Möglichkeit sie zu verstehen und diese verändert sich im Laufe meines Lebens - oder eben welchen Blickwinkel ich gerade einnehme.
Nennt sich Hermeneutik und ist ein ganz normales Phänomen, wenn es um das Verständnis von Texten geht. Solange man nicht versucht mit Zwang etwas hineinzulesen, was im Zusammenhang des Geschriebenen, der Zeit und der damaligen Kultur so überhaupt keinen Sinn ergibt, bin ich da inzwischen ganz entspannt. Auch wenn ich mit der feministischen Bibelauslegung selbst nicht viel anfangen kann. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich da schon mit Hartcore-Vertretern Diskussionen hatte, die eben für mich vieles außer Acht gelassen haben, was ihnen so nicht passte.
vermutlich liest jeder Mensch die Bibel auf seine eigene Sichtweise......,als Frau, als Mann.....
Nach meiner Erfahrung neigen Frauen eher dazu, Beziehung in Gesprächen zu suchen. Männer eher in gemeinsamen
Aktivitäten. Ein Mann ein Wort, eine Frau ein Wörterbuch ist ein lustiges Sprichwort. Was aber auch nicht immer so stimmt.
An Christus fasziniert mich, das er Menschen nicht immer gleich begegnete, sondern ganz individuell.
Selbst versuche ich die Bibel ganz einfach zu lesen, unabhängig von so vielen unterschiedlichen Meinungen.
Aber wie jeder Mensch habe ich auch meine Prägung. "linksevangelikal, leicht charismatisch. Weil ich
auch für Umweltschutz bin, und als Musiker es auch gut finde, wenn Menschen nicht nur da sitzen, sondern
mitsingen, mit klatschen................bewegen.....
Du hast sicher deine Erfahrungen und Gründe, wenn du die Bibel feministisch interpretierst, und das find ich
persönlich nicht falsch.
Konserativ sein ist oft zu statisch. Selbst versuche ich die Mitte in Christus zu leben....
Lebe es so, wie es für dich am besten ist, mit Christus in der Mitte.
Auch wenn es immer wieder Menschen gibt, die dich beurteilen, auch verurteilen.
Aber wenn du in persönlicher Verantwortung vor Christus lebst.........
liebe Grüße,