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Christ und Beerdigung

  

Wie soll ich mich als Christ beerdigen lassen?

Was sagt die Bibel dazu?

Oder kann ich das selber entscheiden ob Erdbstattung oder eingeäschert oder wie?

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Antwort
9 Antworten

@schreiberin 

Zu Zeiten der biblischen Berichte (AT und NT) war in Israel (wie auch den anderen Ländern des Nahen Ostens) die Erdbestattung der Normalfall. 
Nach Möglichkeit wurden die Verstorbenen vorher noch "einbalsamiert", also mit wohlriechenden Ölen und Salben eingecremt und in frische (möglichst helle) Tücher eingehüllt. Aber das alles ist nicht mit ägyptischen Einbalsamierungen vergleichbar, die zum Ziel hatten, den Körper vor Verwesung zu schützen. Sondern es war wohl eher liebevolle Abschiedsgeste der Angehörigen, vielleicht aber auch mit dem Hintergedanken, den Toten anständig gekleidet (und wohlriechend) in die Ewigkeit zu entlassen.

Im Grunde genommen hat sich diese Sitte bis heute erhalten. So werden Verstorbene meistens noch einmal frisch eingekleidet (besonders in ländlichen Regionen), obwohl sie im Sarg wahrscheinlich kein frisch gestärktes Hemd und keinen sauberen Anzug benötigen. Einer meiner Patenonkels hatte für diesen Fall schon zu Lebzeiten einen guten Anzug und ein blütenweißes Hemd im Schrank hängen, bestens gepflegt, denn damit wollte er "vor seinen Herrgott treten", wenn es dann mal soweit sein sollte...

Vielen Menschen war es sehr wichtig, ein Grab in "geweihter Erde" zu erhalten - und die Eliten ließen sich gerne im Inneren einer Kirche bestatten. Ursache war wohl der Gedanke, ein geweihter Ort sei bereits ein Stück vom Himmelreich (zumindest der Eingang), so dass man dann "am jüngsten Tage" Gott näher sei als Andere, die weitab begraben wurden.  

In manchen (älteren) ländlichen Friedhöfen findet man die Lage der Gräber so, dass die Füße und die "Blickrichtung" nach Osten (also nach Jerusalem) ausgerichtet sind, in anderen zur Kirche (zum Altar bzw. Kreuz) hin. 

Wer allerdings bei einer Seefahrt starb, dem blieb dies alles verwehrt. Normalerweise ging er - eingewickelt in ein Tuch - über Bord. 
Feuerbestattungen galten lange Zeit als "heidnisch" und wurden von der (katholischen) Kirche vehement abgelehnt. Interessanterweise war und ist jedoch im katholisch-frommen Italien die Feuerbestattung und Aufbewahrung der Asche in einer Urne gang und gäbe. Und an die Möglichkeit, sich zu einem Diamanten pressen zu lassen, dachte zu biblischen Zeiten noch niemand. 

Wie du siehst, gibt es keine biblischen Ge- oder Verbote, die uns hier weiterhelfen oder einengen. Und das finde ich gut so. Denn es gibt bezüglich unseres Umgangs mit Gott sowieso schon viel zu viele kirchen- und menschengemachte Vorschriften. 

So bist auch du frei in deiner Wahl, ob du eine Erdbestattung möchtest oder lieber eingeäschert werden willst. Es ist für die meisten eher eine Kostenfrage. Hier in Wiesbaden zahlst du für eine Familien-Grabstätte gut und gerne 25.000,- € (eher mehr), ein Urnengrab kostet dagegen nur ein Zehntel dieser Summe. Ich habe für mich einen Urnenplatz an den Wurzeln einer Rotbuche im Friedwald ausgesucht, lege aber keinen Wert darauf, meinen Platz schon bald einzunehmen. 

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@schreiberin 

Hi,

 

in dere Scdhrift steht. 

Zu Staub sollst du wieder werden.

 

Ich finde, Gott kann aus allem wieder was gewinnen.

Man kann es sich aussuchen, sich von Würmern und Bakterien fressen zu lassen. Oder sich verbrennen. Egal was kommt, man zerfällt in anderes Material. Dein  Körper wird zur Erde, bei Verbrennung zur Asche und ubestanttete in der Wüste zerfallen zu Staub oder werden gefressen. Glaubst du tatsächlich, das du bis zur Wiederkunft unversehens im Sarg liegst?

 

M.

 

 

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Nicht zu jedem Thema gibt die Bibel so exakt Antwort (Beispiel: Nutella aufs Brot?) 😉

Vielleicht denkst und/oder forschst du in Richtung: Was passiert denn mit uns, wenn wir sterben? Was passiert mit unserem Körper, mit unserer Seele? Noch dazu kannst du Gott selbst befragen. Ich weiß, dass sowas leider selten gelehrt wurde in vergangenen Zeiten und manchmal auch immer noch nicht gelehrt wird; vielleicht, weil diejenigen es selbst nicht wissen ... Gott lebt! Er IST wiederauferstanden und mitten unter uns. 🙂

(ich will die Antwort nicht vorwegnehmen, weil es immer einprägsamer ist, wenn der Fragesteller selbst drauf kommt, also hingeführt wird zu einer Antwort)

🙂

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Kennt jemand von der logos Aufklärung "Feuerbestattung - auch für Christen" von Markus Rudisile?

Will es mir evtl. noch mal zulegen...

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Und manchmal kann man sich gar nichts raussuchen.

Was ist mit den ganzen Menschen, die bei einem Unglück umkommen? 

Oder im Krieg? Die ertrinken? 

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@ chai

es sei denn sie haben vorher was verfügt...

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@ Meriadoc

Wie meinst du das mit der Widerkunft?

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@schreiberin 

Wie du dich entscheiden wirst, das weiß ich nicht. Für mich persönlich ziehe ein Wiesengrab mit Erdbestattung vor.

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@schreiberin

das habe ich als meine Mutter 2010 starb (mit ihr noch zusammen) pragmatisch entschieden.

Sie sollte unbedingt ins Grab zur Schwester, dumm nur dass das ein Einzelgrab war (genau wie das vom Vater). Und aus einem Einzelgrab kann man kein Doppelgrab machen. Kann da schlecht die Särge stapeln lassen und verbreitern geht auch nicht. Also habe ich ihr gesagt dass wenn sie unbedingt zur Schwester (meiner Schwester,a lso ihrer Tochter) ins Grabe will: Dann lasse ich dich verbrennen... Und machte dann mit der Gemeinde aus, dass ich die Urne ins Einzelgrab eingraben durfte (d.h. die machten ein Loch rein, ich bekam die Urne in der Aussegnungshalle, nahm die in den Arm und habe sie zum Grab getragen und reingelegt).

Dann kam ein kleines Holzkreuz mit ihren Namen und einem Kätzchen aufs Grab, die Stein habe ich nicht ändern lassen, das habe ich nicht eingesehen. Und da Mutter es auch nie wichtig war auf den Friedhof zu gehen (aber sie wollten unbedingt ins Grab zur Tochter) sah ich es erst recht nicht ein. Und was die Leute denken war mir wurscht, die finden immer was rummaulen (macht man viel: "Schau mal der hat es nötig, wohl Schuldgefühle" macht man wenig: "Die arme Frau, so ein Sohn").

Eigentlich hätte sie m.E. eher eine Erdbestattung gewollte, wenn man sich aber "einbildet" als Zweitbelegung in ein Einzelgrab zu wollen, dann muss man pragmatisch sein.

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