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Christliche Feiertage vs heidnische Feste

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Jacquiwolki
Themenstarter
Beiträge : 1

Ich beschäftige mich mit dem Glauben und möchte gerne glauben. Immer wieder begegnen mit Punkte die sich dem aber massiv in den Weg stellen. 

Eines ist z.B. : es ist ja belegt dass, die christlichen Feiertage, die auf der Geschichte Jesus basieren (Geburt, Auferstehung, Christi Himmelfahrt ect) einen heidnischen Ursprung haben. 

Papst Gregor I. schrieb z.B. an Mellitus einen Brief in dem er anwieß die heidnischen Feiertage sollen eine christliche Bedeutung bekommen. Und es ist auch belegt das lange vor christus Ostern als Ostara oder Eastern bereits existierte. Heilig Abend war das Sol Fest und Allerheiligen Samhain usw. 

Das steht mir sehr im Weg zum Glauben zu finden. Es würde bedeuten man hat die Feste einfach mal übernommen und ihnen eine andere Bedeutung gegeben oder die tatsächlichen Daten bewusst auf heidnische Feste gelegt nur um recht zu haben und anderen Festen ihre Bedeutung zu nehmen. Ich würde gerne etwas finden dass das wiederlegt bis lang konnte ich das allerding nicht. Wie erklärt ihr euch das? 

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20 Antworten
deadman
Beiträge : 53

@jacquiwolki

Veröffentlicht von: @jacquiwolki

Ich würde gerne etwas finden dass das wiederlegt bis lang konnte ich das allerding nicht.

Ich fürchte das liegt daren, dass es so etwas nicht gibt. Unser Glaube ist ja immer nur eine Annäherung an Gott, unvollkommen, widersprüchlich, zeitgeschichtlich und kulturell geprägt. Die Glaubenspraxis und Gedankenwelt eines von ganzem herzen tief gläubigen Christen vor 200, 400 oder 800 Jahren sah deutlich anders aus als bei vielen Christen in der Gegenwart. Als man damals heidnischen Festen eine christliche Umdeutung gab, war das vermtulich der Versuch, damalige Menschen dort abzuholen, wo sie waren: heidnisch verwurzelt und an einem für sie neuen Glauben interessiert - oder sie wurden zum christlichen Glauben gezwungen und man ließ ihnen noch etwas von ihrem heidnischen Glauben in neuem Gewand.  

deadman antworten
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Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6738

@deadman 

Ich fürchte das liegt daren, dass es so etwas nicht gibt.

Sorry nein, ich habe in meiner Antwort an Jacquiwolki eine ganze reihe von Litertur aufgelistet die genau das macht. Der Grund war Jacquiwolki nichts findet ist, weil wohl am falschen Ort gesucht wurde, bei Geo oder Stern findet man keine gescheiten antworten zu den Thema. 

Die Enstehung der Christliche Feste ist sehr gut Dokumentiert, Weihnachten welches als letztes offizell etabliert wurde ist ein wenig eine Ausnahme da es sich im Westen und Nordafrika unabhängig von einander etablierte. 

Als man damals heidnischen Festen eine christliche Umdeutung gab, war das vermtulich der Versuch, damalige Menschen dort abzuholen, wo sie waren: heidnisch verwurzelt und an einem für sie neuen Glauben interessiert

Auch diese Aussage ist nicht ganz korrekt. In späteren Jahrhunderten gab es tatsächlich beispiele wo Heidnische Fest und Symbole für Christliche Aussagen umgedeutet wurde. Beispielhaft sei hier St.Patrick Day in Irland erwähnt. 

Aber sämtliche Hochfeste im Christentum, haben einen jüdischen hintergrund (mit Ausnahme des Stephanstag) 

arcangel antworten


Kappa
 Kappa
Beiträge : 1845

@jacquiwolki 

Guten Abend,

Meine Meinung; lass dich nicht verrückt machen mit sowas.

Die Kirche hatte vielleicht kein Problem Feiertage zu "überschreiben" weil sie sich Ihrer Vollmacht die Jesus ihr bzw. den Aposteln gegeben hat bewusst gewesen ist, aber ganz sicher nicht weil man insgeheim okkulten Dreck feiern wollte.

Das Christentum lebte die ersten Jahrhunderte im Untergrund weil es im Gegenzug zu den anderen heidnischen Religionen verfolgt wurde und es sehr sehr viele Märtyrer gegeben hat.

Die Tiefen des christlichen Glaubens unterscheiden sich stark von den damaligen anderen Religionen.

 

kappa antworten
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Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6738

@kappa 

Die Kirche hatte vielleicht kein Problem Feiertage zu "überschreiben"

😉

 

Sie hatte keine Probleme damit weil es dies nicht gemacht hat. 

Die Tiefen des christlichen Glaubens unterscheiden sich stark von den damaligen anderen Religionen.

Nicht nur das sondern es unterschied sich Fundamental von den Heidnischen Religionen. 

arcangel antworten
Rafael
 Rafael
Beiträge : 556

@jacquiwolki 

Ich würde sagen, dass gerade dadurch, dass Bedeutungen neu gedacht wurden, es etwas anderes ist als Feiertage zu übernehmen.

man erkennt an, dass in der Glaubenspraxis der Menschen etwas steckt, das einen wahren Kern hat und stellt diesen Kern klarer in den Fokus.

Davon abgesehen kann es an einem Tag auch mehrere Anlässe geben.., an Himmelfahrt feiern manche Leute Männertag, andere Leute Geburtstag. 

Gleichzeitig sind Feiertage immer eine Ordnung innerhalb eines Jahres und damit für die Menschen wichtig.

rafael antworten


Kappa
 Kappa
Beiträge : 1845

Es hatte zumindest an Weihnachten eine symbolische Bedeutung - die Tage wurden länger (damals galt hier der 24/25), das Licht nahm zu - der Sieg über die Dunkelheit. Die Denkweise der damaligen Menschen hatte andere Merkmale wie wir heute. 

Dann war es auch so, das der damalige Kaiser der erste war, der das Christentum in den Mittelpunkt rückte statt es zu verfolgen. Vermutlich nahmen die damaligen Christen das als Wunder bzw. ein Wirken Gottes war, deshalb war der Blickwinkel anders.

Trotzdem mahnte zum Beispiel der Lehrer Augustinus die Gläubigen dazu, auf keinen Fall die Sonne zu verehren sondern den, der Sie geschaffen hat.

kappa antworten
BePe0905
Beiträge : 692

@jacquiwolki 

 Und es ist auch belegt das lange vor christus Ostern als Ostara oder Eastern bereits existierte.

Die Geschichte mit "Ostara" taucht immer wieder auf und ist wohl aus den Köpfen nicht mehr rauszukriegen. 
Dabei ist dies absolut nicht "lange belegt", sondern da angebliche heidnische (nach Wunsch aus germanische) Göttin "Ostara" gibt es erst seit Ende der 20-er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Sie war der Versuch der NSDAP-Ideologen, das christliche Osterfest auf einen angeblich germanischen Ursprung zu stellen.

Papst Gregor I. schrieb z.B. an Mellitus einen Brief in dem er anwieß die heidnischen Feiertage sollen eine christliche Bedeutung bekommen. 

Damit kommen wir der Sache durchaus näher. Im Interesse einer zügigen Missionierung der Germanen (und später auch anderer Völker) lies man diesen ihre Feiertage und funktionierte sie zu christlichen festen um. Die nordischen Völker feierten beispielsweise die Wintersonnenwende als Rückkehr von Licht und Wärme ganz besonders - also lag es für christliche Missionare nahe, ihnen zu diesen Festen die Geburt Jesu Christi als das "wahre Licht der Welt" zu predigen und dann diese Tage zu einem christlichen Fest zu machen. 

 

bepe0905 antworten


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