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Wer Jesus nachfolgen will, muss wissen, was Jesus wirklich gesagt hat


WolfRam
Themenstarter
Beiträge : 1

 

Hallo und guten Tag werte Community,

 

wie aus der Mitgliederliste ersichtlich, bin ich neu in diesem Forum und tippe hier meinen ersten Beitrag, mit dem ich mich – wie ich das „gut erzogen“ und aus „seriösen Internet-Foren“ kenne – vorstelle: Mein „Forum-Rufname“ weist auf mein Geschlecht hin, mein Lebensalter beschreiben Marketing-Experten irrigerweise seit einiger Zeit als ‚Best Ager‘. (Dieser Berufsstand orientiert sich dabei offensichtlich an der Kaufkraft der Menschen – und der ihnen verfügbaren (Frei)Zeit, das Ersparte ausgeben zu können. Körperlich-sportlich betrachtet sehe ich das Rentenalter in meinem Leben nicht als das beste Alter …)

Das Beste des letzten Lebensabschnitts ist m. E. zweifellos die gesammelte Lebenserfahrung. Mit der ‚Altersweisheit‘ lässt sich viel mehr „fremde Meinung“ ertragen, nicht allein aus Toleranz, sondern schlicht im Wissen, dass man/frau auch einmal jung war – und intellektuelle Bildung und Klugheit zwei Paar Stiefel sind.

Mein Interesse an der Religion, präziser: an den Religionen, dauert inzwischen mehr als ein halbes Jahrhundert an. Ein Pfarrer, mein ehemaliger Religionslehrer ist „Schuld“; er empfahl uns Schülern, Gott nicht bei ihm sonntags in der Kirche zu suchen und dort auf ein „Stück Holz“ zu blicken, sondern in sternenklaren Nächten in den Himmel zu schauen, wo dies ohne Lichtverschmutzung bestmöglich ist. - Dieser Rat blieb bei mir nicht ohne Wirkung. Der Beruf führte mich in alle Kontinente und in ihre unterschiedlichen Kulturen /Religionen. Nach vielen "Prüfungen" der anderen Weltreligionen sehe ich für mich die Bibel als das Buch, in welchem sich Gott selbst uns offenbart. Das unterscheidet die Bibel als Quelle der Information über unser Dasein und den Plan Gottes (zu unserer Zukunft) deutlich von den 'Heiligen Schriften' der anderen Religionen.

Das von mir hier neu erstellte Thema ist meine „Triebfeder“, in diesem Forum Beiträge zu posten. – Wir Christen orientieren uns in unserem Gottglauben an der Bibel, jedenfalls die Mehrheit wird diese Aussage bejahen. Tatsächlichen glaubt und liest die Mehrheit allerdings nicht der Bibel, sondern folgt der Lehre ihrer Kirche, die sich ihrerseits auf die Bibel beruft – aber das Buch der Bücher nur dann zitiert, wenn es zur jeweiligen Kirchenlehre „passt“. - Soweit, so schlecht, denn die Basis unseres christlichen Glaubens enthält viele(!) Übersetzungsfehler.

Mit den heute vorhandenen Erkenntnissen der Bibel- und Geschichtsforschung und der Sprachwissenschaften (inkl. der aktuell möglichen Übersetzungstechnik) gibt es keinen Zweifel, dass der Korrekturbedarf der bis heute gültigen Bibeltexte erheblich ist. Das bezieht sich hauptsächlich auf die Texte im NT – und damit auf die Worte Jesu.

Diese Übersetzungsfehler lassen sich hinsichtlich ihrer Bedeutung und ihrer Folge(n) mit dem bekannten Spruch „Kleine Ursache, große Wirkung“ bewerten. Dabei geht es inzwischen längst nicht (mehr) um Glauben sondern Wissen.

Wenn für das bisher verkannte Problem des Christentum hier in diesem Forum der passende Ort ist, darüber zu diskutieren, lasst es mich bitte wissen.

 

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4 Antworten
1 Antwort
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 659
Veröffentlicht von: @wolfram

Mein Interesse an der Religion, präziser: an den Religionen, dauert inzwischen mehr als ein halbes Jahrhundert an. Ein Pfarrer, mein ehemaliger Religionslehrer ist „Schuld“; er empfahl uns Schülern, Gott nicht bei ihm sonntags in der Kirche zu suchen und dort auf ein „Stück Holz“ zu blicken, sondern in sternenklaren Nächten in den Himmel zu schauen, wo dies ohne Lichtverschmutzung bestmöglich ist. - Dieser Rat blieb bei mir nicht ohne Wirkung.

Guter Mann, dein Pfarrer!

Der Beruf führte mich in alle Kontinente und in ihre unterschiedlichen Kulturen /Religionen. Nach vielen "Prüfungen" der anderen Weltreligionen sehe ich für mich die Bibel als das Buch, in welchem sich Gott selbst uns offenbart. Das unterscheidet die Bibel als Quelle der Information über unser Dasein und den Plan Gottes (zu unserer Zukunft) deutlich von den 'Heiligen Schriften' der anderen Religionen.

Ich kann nicht von mir behaupten, die (alle) anderen Weltreligionen geprüft zu haben. Juden und Muslime behaupten aber wohl von ihren Heiligen Schriften das Gleiche.

Das von mir hier neu erstellte Thema ist meine „Triebfeder“, in diesem Forum Beiträge zu posten. – Wir Christen orientieren uns in unserem Gottglauben an der Bibel, jedenfalls die Mehrheit wird diese Aussage bejahen. Tatsächlichen glaubt und liest die Mehrheit allerdings nicht der Bibel, sondern folgt der Lehre ihrer Kirche, die sich ihrerseits auf die Bibel beruft – aber das Buch der Bücher nur dann zitiert, wenn es zur jeweiligen Kirchenlehre „passt“.

Die Gefahr besteht wohl, ja.

- Soweit, so schlecht, denn die Basis unseres christlichen Glaubens enthält viele(!) Übersetzungsfehler.

Und möglicherweise noch ein paar andere Arten von Fehlern.

Mit den heute vorhandenen Erkenntnissen der Bibel- und Geschichtsforschung und der Sprachwissenschaften (inkl. der aktuell möglichen Übersetzungstechnik) gibt es keinen Zweifel, dass der Korrekturbedarf der bis heute gültigen Bibeltexte erheblich ist. Das bezieht sich hauptsächlich auf die Texte im NT – und damit auf die Worte Jesu.

Warum sollte die Gefahr im Alten Testament geringer sein?

Diese Übersetzungsfehler lassen sich hinsichtlich ihrer Bedeutung und ihrer Folge(n) mit dem bekannten Spruch „Kleine Ursache, große Wirkung“ bewerten. Dabei geht es inzwischen längst nicht (mehr) um Glauben sondern Wissen.

Wenn für das bisher verkannte Problem des Christentum hier in diesem Forum der passende Ort ist, darüber zu diskutieren, lasst es mich bitte wissen.

 

Ich denke nicht, dass das ein verkanntes Problem ist. Für die meisten Theologiestudenten (je nachdem, wo man studiert) sind Altgriechisch und -hebräisch verpflichtend, und dabei werden, wie bei jeder anderen Sprache auch, Übersetzungsprobleme unvermeidlich auffallen.

Zusätzlich gibt es die sog. historisch-kritische Bibelforschung, mit der man ebenfalls beim Theologiestudium konfrontiert wird, und die manche in ihrem bis dahin festen Glauben ins Schleudern bringt. Wenn man lernen muss, dass Jesus selbst nichts Schriftliches hinterlassen hat, und dass höchstwahrscheinlich keiner der Autoren der Schriften des Neuen Testaments den historischen Jesus persönlich gekannt hat, sondern dass die Inhalte der Evangelien zunächst mündlich weitererzählt worden sind, wahrscheinlich über Jahrzehnte, bevor sie jemand aufgeschrieben hat, kann das für fromme Menschen schon eine bittere Pille sein.

Ansatzweise geheilt wird das dann durch Inspirationslehren verschiedener Härtegrade.

Ein wirkliches Geheimnis wird daraus nicht gemacht, aber es wird einem im Sonntagsgottesdienst auch nicht auf die Nase gebunden.

Das Problem ist ja auch, dass man nichts wirklich Besseres hat als die Bibel. Eine O-Ton-Aufzeichnung Jesu, die dann wohl auf Aramäisch wäre, liegt nun mal nicht vor.

tojak antworten
Queequeg
Beiträge : 7708

Ich stimme Dir zu, fürchte aber, dass Du hier keine befriedigenden Antworten bekommst.

queequeg antworten


kerygma
Beiträge : 341

@wolfram Ich verstehe, dass Du Übersetzungsfehler siehst. Was ich nicht verstehe: wie löst Du das praktisch für Dich? Die Identifizierung eines möglichen Problems bedeutet nicht zwangsläufig, eine sinnvolle Antwort zu bieten.

kerygma antworten
Stern
 Stern
Beiträge : 3438

@wolfram 

Hallo und guten Tag,

es lässt sich hier ganz vortrefflich diskutieren. Eigentlich zu gut - so dass man oft auch mehr Zeit investiert als man hat - aber das kann dir ja im Rentenalter bekanntlich nicht passieren 🙂.

An welche Bibelstellen denkst du denn bei den Übersetzungsfehlern? Kannst du da Beispiele nennen?

Ansonsten stimme ich deinem oben genannten Leitsatz zu. Es würde die Sache etwas vereinfachen, wenn man nur das lesen würde, was er wirklich gesagt hat. 

 

stern antworten


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