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Christliche Feiertage vs heidnische Feste

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Jacquiwolki
Themenstarter
Beiträge : 1

Ich beschäftige mich mit dem Glauben und möchte gerne glauben. Immer wieder begegnen mit Punkte die sich dem aber massiv in den Weg stellen. 

Eines ist z.B. : es ist ja belegt dass, die christlichen Feiertage, die auf der Geschichte Jesus basieren (Geburt, Auferstehung, Christi Himmelfahrt ect) einen heidnischen Ursprung haben. 

Papst Gregor I. schrieb z.B. an Mellitus einen Brief in dem er anwieß die heidnischen Feiertage sollen eine christliche Bedeutung bekommen. Und es ist auch belegt das lange vor christus Ostern als Ostara oder Eastern bereits existierte. Heilig Abend war das Sol Fest und Allerheiligen Samhain usw. 

Das steht mir sehr im Weg zum Glauben zu finden. Es würde bedeuten man hat die Feste einfach mal übernommen und ihnen eine andere Bedeutung gegeben oder die tatsächlichen Daten bewusst auf heidnische Feste gelegt nur um recht zu haben und anderen Festen ihre Bedeutung zu nehmen. Ich würde gerne etwas finden dass das wiederlegt bis lang konnte ich das allerding nicht. Wie erklärt ihr euch das? 

Antwort
9 Antworten
Deborah71
Beiträge : 29991

@jacquiwolki 

Es ist eher entscheidend, welchen biblischen Inhalt du den Feiertagen des Kirchenjahres gibst, nicht welche missionarischen Beweggründe frühere Generationen von Bischöfen hatten. Das Kirchenjahr ist für viele eine wichtige Ordnung. Sie sollte dazu dienen, die persönliche Beziehung zu unterstützen. Warum schlägst du dich mit der Überlagerung heidnischer Feste herum? Das ist doch nur Ablenkung. 

Paulus schreibt darüber: Röm 14,5 Der eine hält einen Tag für höher als den andern; der andere aber hält alle Tage für gleich. Ein jeder sei seiner Meinung gewiss.

Wenn Jesus in deinem Herzen geboren ist, dann ist jeden Tag Weihnachten für dich. 
Wenn du die Kraft des Heiligen Geistes erfahren hast, ist jeden Tag Wachstum in der Frucht des Geistes für dich und jeden Tag eine Pfingsterfahrung. 

Viele Christen sprechen mit  und zu Gott durch die geschlossene Herzenstür (Analogie Wohnung) und wundern sich, dass sie Ihn so undeutlich verstehen. Sie wissen nicht, dass das Herz die Klinke innen hat und sie sie öffnen können. 

Offb 3,20 Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl[1] mit ihm halten und er mit mir.

Und dann gibt es noch die "Feste des HERRN", die Gott gestiftet hat. Schon in 1. Mose 1 steht bei der Ordnung der Gestirne, dass sie auch dazu da sind, die Festtage zu ordnen. 

 

deborah71 antworten


Arcangel
Beiträge : 6702

@jacquiwolki 

Eines ist z.B. : es ist ja belegt dass, die christlichen Feiertage, die auf der Geschichte Jesus basieren (Geburt, Auferstehung, Christi Himmelfahrt ect) einen heidnischen Ursprung haben.

Belege bitte, wie kommst du auf diese Aussage? 

Papst Gregor I. schrieb z.B. an Mellitus einen Brief in dem er anwieß die heidnischen Feiertage sollen eine christliche Bedeutung bekommen.

Im 6 Jhr waren die christlichen Feste schon alle etabliert. Was Gregor hier anspricht, sind solche Feiertage wie die Sommersonnenwende, oder andere Heidnische Feiern welche noch gefeiert wurden. Dies hat nichts mit Weihnachten, Stephanstag, Epiphania, Karfreitag, Ostern oder Pfingsten zu tun.

Und es ist auch belegt das lange vor christus Ostern als Ostara oder Eastern bereits existierte. Heilig Abend war das Sol Fest und Allerheiligen Samhain usw.

Ostern / Eastern, ist ein Begriff der aus dem Altgermanischen stammt und so viel wie Morgenröte bedeuten. Wenn dann müstest du über Peshach sprechen, und ja das existierte schon lange vor dem christlichen Osterfest. Und was die Saturnalien und das fest des Sol Invictus betrifft, so teilen sich diese Feste zwar den ungefähren Termin mit Weihnachten haben aber ganz anderen Inhalt, und die Terminfestlegung von Weihnachten auf den 25 Dezember geschah unabhänigig von den Heidnischen Kulten. So wurde der Stephanstag bereits ab dem 1 Jhr. am 26. Dezember gefeiert. Das der 25 Dezember als Geburtstag für Jesus gewählt wurde berut auf Berechnungen von  Tertullian der sich auf eine Jüdische Tradition stützt, wohnach die Todestag und der Tag der Empfängniss von Propheten jeweils auf den gleichen Kalendertag vielen und da der Todestag nach auf den 25 März angenommen wurde ist neun Monate Später der 25 Dezember. Falls du mal etwas handfestes zu dem Thema lesen willst und deine Meinung nicht auf halbgaren Sternartikeln aufbauen willst dann empfele ich dieses Buch. 

Peter E. Fink, in The New dictionary of sacramental worship (Collegeville, MN: Liturgical Press, 2000), 206.

Hier eine Zusammenfassung zu dem Thema und Buch aus meinem Fundus.

Ein zentraler theologischer Gedanke war die Überzeugung, dass die Geburts- und Sterbedaten religiös bedeutsamer Personen zusammenfallen sollten — nicht nur bei den Patriarchen, sondern auch bei kosmischen Ereignissen wie Schöpfung und Wiederkunft Christi.

Die Berechnungslogik erstreckte sich auch auf Johannes den Täufer: Sechs Monate vor Jesu Geburt sollte Johannes geboren sein, basierend auf Lukas 1,36, wo Gabriel Maria mitteilt, dass Elisabeth im sechsten Monat schwanger ist. Dies führte dazu, dass Johannes’ Geburt zur Sommersonnenwende und seine Empfängnis zur Herbsttagundnachtgleiche fiel, während Jesu Geburt zur Wintersonnenwende und seine Empfängnis zur Frühjahrstagundnachtgleiche datiert wurde.

Nordafrikanische Quellen unterstützen diese Theorie: Augustinus erwähnt in einer Epiphanie-Predigt, dass die Donatisten das Weihnachtsfest nicht feierten, was impliziert, dass es vor dem Donatisten-Schisma von 311 bereits etabliert war. Zwei anonyme Schriften — “De pascha computus” (um 243) und “De solstitiis et aequinoctiis” (4. Jahrhundert) — zeigen beide die Geburts-/Sterbe-Datierung und das Motiv der “Sonne der Gerechtigkeit” (Mal 4,2). Dies hat zu der Vermutung geführt, dass das Weihnachtsfest möglicherweise in Nordafrika unabhängig von Aurelians Fest des Sol invictus entstanden ist.

 

Das steht mir sehr im Weg zum Glauben zu finden.

Sollte es nicht, denn es sind schlicht schlechte populärwissenschaftliches Halbwahrheiten. 

Es würde bedeuten man hat die Feste einfach mal übernommen und ihnen eine andere Bedeutung gegeben oder die tatsächlichen Daten bewusst auf heidnische Feste gelegt nur um recht zu haben und anderen Festen ihre Bedeutung zu nehmen. Ich würde gerne etwas finden dass das wiederlegt bis lang konnte ich das allerding nicht. 

Weitere Bücher die dieses Thema behandeln (Welche ich nicht gelesen habe, mir aber in den Verweisen immer wieder begegnen.)

Robert Webber, The services of the Christian year, The Complete Library of Christian Worship (Nashville, TN: Star Song Pub. Group, 1994)
James H. Charlesworth, Weisheitliche, magische und legendarische Erzählungen, Lieferung 9: Die Schrift des Sem, hg. von Hermann Lichtenberger und Gerbern S. Oegema, Jüdische Schriften aus hellenistisch-römischer Zeit: Neue Folge (Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 2005),
 
Wie erklärt ihr euch das?
Um Weihnachten als Beispiel zu nehmen, die festlegung dieses Datums hat nichts mit Heidnischen Festen zu tun, sondern hängt alleine mit Jüdischen Astrologischen Traditionen zusammen welcher sich die Kirchenfäter für ihre Berechnungen bedienten. Das Weihnachten auf die Wintersonnenwende fällt hängt damit zusammen das dieses Datum eben für alle Kulturen und Religionen eine Herrausragende Bedeutung hatte. Korrelation ist keine Kausalität. 
 

 

arcangel antworten
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