Feindesliebe
Hallo alle 🙂,
Als eindeutiges Gebot Jesu wollte ich mal fragen, wie gut euch das gelingt?
Auf einer Skala von 1 bis 10, wobei 1 fĂĽr „gar nicht“ steht und zehn fĂĽr „vollkommen“...wo steht ihr?Â
GrĂĽsse, ⭐️
"liebet eure Feinde"
Â
Gerade musste ich mich bei einem Menschen entschuldigen, wo ich die Feindesliebe wieder nicht
geschafft habe. Aber ich bin im Lernen...........manchmal gelingt es mir, manchmal nicht.
Eine Note dafür zu geben, fällt mir aber schwer....
Â
liebe GrĂĽĂźe,
Eine Note dafür zu geben, fällt mir aber schwer....
Lieber hundemann,
so wars nicht gemeint. Eher in Richtung Selbsteinschätzung auf einer Skala.
Aber dass es mal besser und mal schlechter gelingt erlebe ich auch so, also das es nicht konstant ist.
.....ja frĂĽher hiess es Auge um Auge, Zahn um Zahn, und Rache fĂĽr Feinde war ganz natĂĽrlich.
Und dann Christus im Neuen Testament, liebet eure Feinde...........................................
Dann gäbe es keinen Hass mehr, keinen Streit, keinen Neid, Kriege
das wäre ja das Paradies auf Erden....
Allein wenn ich in meine Gemeinde schaue, Diskussionen ĂĽber Musik usw......
Aber Christus hat recht, wenn ich meine Feinde nicht lieben kann, zerstöre ich mich selbst.
Und unser größter Feind, den Bösen, auch lieben............
Â
liebe GrĂĽĂźe,
unser größter Feind, Satan der Böse, der Durcheinanderbringer, auch den lieben.
Christus hat ihn durch Seinen Tod am Kreuz, durch Seine Liebe besiegt.Â
Und trotzdem ist er noch aktiv, will uns von Christus weg bringen...................
Versuchen trotz allem zu lieben, auch Menschen die uns bewusst Böses
tun wollen..............
Â
liebe GrĂĽĂźe,
Versuchen trotz allem zu lieben, auch Menschen die uns bewusst Böses
tun wollen..............
Ja, aber das ist nicht das gleiche wie den Bösen lieben.Â
Das Böse soll man hassen.Da gibt es einige Schriftstellen…
Â
Im Epheser 6 steht, das wir die geistliche WaffenrĂĽstung anziehen sollen,
gegen die Macht des Bösen. Würde es den Bösen nicht geben, bräuchten wir
auch keine geistliche WaffenrĂĽstung. Die Liebe und den Frieden Gottes
trotzdem versuchen zu leben.
Â
liebe GrĂĽĂźe,
Feindesliebe bedeutet, Menschen, die dir schaden oder die du als Feinde empfindest, mit Respekt und Wohlwollen zu begegnen, statt mit Rache oder Hass. <-- muss ja auch immer mal geklärt werden.
Also ich hab keine persönlichen Feinde. Ich finds schon krass, wenn das jemand von sich sagen kann oder muss. Also bleibe ich bei Menschen, die mir schaden bzw. schaden wollen, die mich als ärgern bzw. ärgern wollen, die mir Böses tun oder tun wollen. Wobei es dabei ja auch immer noch eine Realität und eine empfundene Realität (nenne ich sie mal) gibt.
Generell denke ich, soll ich jedem Menschen mit Respekt und Wohlwollen begegnen. Mir ist nicht wirklich total klar, weshalb Jesus die Feindesliebe separat anspricht. Vielleicht hab ich mich noch nicht eingehender damit beschäftigt. Vielleicht wollte er dem "Tatbestand", dass wir jedem diese Liebe (Respekt und Wohlwollen) entgegenbringen sollen, nochmal extra hervorheben.
Sagen kann ich, dass es mir gelingt oder weniger oder gar nicht, wie es mir selbst geht. Bin ich gestresst oder genervt, fällt mir das natürlich schwerer, als wenn mein Herz eh schon hüpft vor Freude. Es kommt immer auf die Situation an und eben meinen eigenen "Umstand". Für mich und mein Umfeld achte ich darauf, dass diese kleinen Stolperfallen der Wertung (wie gelingt euch das?) möglichst umgangen werden. Soll heißen, ich halte diese Art von Fragestellung für wenig zielführend. Ich verstehe aber, worauf du hinauswillst bzw. was den Begehr ist, denke ich. Steht da evtl. ein Leistungsgedanke vor der Tür? Oder die Versuchung des Vergleichs? <-- nur mal so gefragt ...
🙂
Steht da evtl. ein Leistungsgedanke vor der TĂĽr? Oder die Versuchung des Vergleichs? <-- nur mal so gefragt ...
Nein, ich glaube nicht. Eher ein wissen wollen, wie es anderen Christen mit diesem Anspruch von Jesus geht. Wie kommen sie damit zurecht? Wie setzen sie ihn konkret um? Wo sehen sie sich da?
Dass ich nicht explizit danach gefragt habe liegt eher daran, dass ich keine Vorgaben machen wollte. Jeder sollte das erzählen können, was ihm dazu wichtig ist. (Wobei ich erstaunt war, dass da wenig Resonanz kam, weil das ja sowas grundsätzliches ist, mit dem doch jeder irgendwie herausgefordert wird. Aber das kann ja auch daran liegen, dass die Leser das als „Vergleichsabfrage“ aufgefasst haben).
Bin ich gestresst oder genervt, fällt mir das natürlich schwerer, als wenn mein Herz eh schon hüpft vor Freude
Ja klar, es gibt die Tagesform…und da kann es durchaus auch so sein (bei mir zumindest) dass es an manchen Tagen bei 0 ist oder 1-2 und an anderen gelingt mir das besser und ich kann schon eher von meinen Gefühlen abrücken und mehr wahrnehmen als meinen eigenen Ärger (meistens ist es nämlich der, der sich querlegt und die Feindesliebe torpediert).
Wieso Jesus das extra hervorhebt? Ich glaube, weil diese negativen GefĂĽhle jemandem gegenĂĽber (wenn man sie denn hat) besonders schwer zu durchbrechen sind.Â
Hätte ich Jesus nicht, würde ich mich in ihnen verlieren.
Veröffentlicht von: @sternWieso Jesus das extra hervorhebt?
Ich glaube, weil diese negativen GefĂĽhle jemandem gegenĂĽber (wenn man sie denn hat) besonders schwer zu durchbrechen sind.Â
Wie schon geschrieben - nicht jeder Mensch, der mir auf den Wecker geht oder der negative Gefühle in mir auslöst, ist deswegen automatisch mein 'Feind'. Der geht mir auf den Wecker; der ärgert mich; ich versuche, seine Gesellschaft zu meiden ...
Jesus sagt ja (aus dem Gedächtnis) 'Tut wohl denen, die euch hassen und beleidigen und verfolgen' - kurz denen, die mir richtig schaden wollen.Â
Und ich geh davon aus, dass das eine ganz andere Herausforderung ist und dass man sich glĂĽcklich schätzen kann, wenn man vor solchen Herausforderungen verschont bleibt.Â
Der Klassenlehrer, den ich in den letzten 3 Jahren Schule hatte, war in dieser Zeit mein größter Feind überhaupt - und ich wohl auch seiner. Noch Jahre danach konnte ich nur mit Groll an ihn denken. Ich begegnete ihm bei einem Klassentreffen, nicht, ohne mich zu fragen, ob ich ihm begegnen will. Ich habe mich dazu entschieden und bin einem völlig anderen Mann begegnet. Kurz, wir haben uns intensiv ausgesprochen, er hat sich förmlich für vieles damals entschuldigt und ich natürlich auch.
Das war der Beginn einer wundervollen Freundschaft - bis heute.
Gute Frage. In welchen "Bereich" stellst du sie? "Menschlich" oder geistlich? Oder unterscheidest du nicht?
@neubaugoere Interessante Frage. Beim Thema Feindesliebe muss ich daran denken, weil es uns hier doch recht gut geht und wirkliche Feindschaften hierzulande kaum bestehen dĂĽrften.
@kerygma Richtig.Â
Nicht jeder Mensch, den ich nicht leiden kann, ist mein Feind.Â
Und da kommt für mich dann eher die Nächstenliebe ins Spiel - auch dieser Mensch braucht u.U. mal Hilfe und die sollte ich ihm nicht verweigern.
Und da kommt für mich dann eher die Nächstenliebe ins Spiel - auch dieser Mensch braucht u.U. mal Hilfe und die sollte ich ihm nicht verweigern.
Das ist irgendwie klar und selbstverständlich. Mir geht es aber um dieses Gefühl des Nichtleidenkönnens, unabhängig von Hilfbedürftigkeit. Liebe ich meine Feinde? Bete ich für sie? So in die Richtung gedacht…
Veröffentlicht von: @sternMir geht es aber um dieses Gefühl des Nichtleidenkönnens, unabhängig von Hilfbedürftigkeit.
Liebe ich meine Feinde? Bete ich für sie? So in die Richtung gedacht…
Nicht jeden Menschen, den ich nicht leiden mag, empfinde ich als Feind.Â
Und ja, manchmal bete ich fĂĽr solche Menschen.Â
Beim Thema Feindesliebe muss ich daran denken, weil es uns hier doch recht gut geht und wirkliche Feindschaften hierzulande kaum bestehen dĂĽrften.
Du bist nicht viel in Sozialen Medien aktiv oder intressierst dich für die gesellschaftlichen Spannungen, die sich gerade z.B. im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt zeigen? Ich bin nicht aktiv genug, aber es gibt da Menschen, die stehen auch sogenannten Feindeslisten, es gibt Menschen, die würden mich, wenn sie könnten und dürften für meine Meinung "am nächsten Baum aufknüpfen" oder "in die Gaskammer schicken" (nicht meine Worte). Da werden Drohungen ausgestoßen, dass es einem schwer fällt, diese Menschen nicht als Feinde wahrzunehmen.
Da werden Drohungen ausgestoßen, dass es einem schwer fällt, diese Menschen nicht als Feinde wahrzunehmen.
Genau. Das sind sie ja auch. Sie sind das Gegenteil von Freunde. Und sie sind auch nicht neutral.
Also, was machen wir mit denen? Laut Jesus sollen wir für sie beten. Ich schaffe das kaum…ab und zu gelingt es mir…das fühlt sich dann auch immer richtig an und viel besser als der Gefühlssturm davor.
haben wir wirklich Feinde?
Nein. Meistens haben wir genug Abstand voneinander, um insgesamt nebeneinander coexistieren zu können.
Ich erlebe es aber (bei mir zB innerhalb der eigenen näheren und weiteren Familie) dass man anderen „an den Karren fährt“ oder sich lustig gemacht wird oder Dinge ins Lächerliche gezogen werden, also Kränkungen, die zu Verletzungen fĂĽhren.Â
Damit muss man ja als Betroffener  umgehen lernen. Entweder pariert man das gut und es macht einem nichts oder man ist verletzt und hegt Groll gegen diese Art des ungerechten Miteinanders. Und das bezeichne ich als „Feind“ …nicht persönlich, aber auf den biblischen Sprachgebrauch bezogen. Und das sind auch keine Feinde, aber eben Menschen, die nicht freundlich mit einem umgehen. Nicht immer gelingt es einem, dabei unverletzt zu bleiben.
ich denke, dass es so etwas auch gibt, dass jemand einem echt feindlich gesonnen ist. Aber ich denke auch, dass das eher selten ist.
Bei meinem oben geschilderten Fall mit dem Klassenlehrer lässt sich gut verdeutlichen, wie "Feindschaften" entstehen können:
Ich hatte wohl irgend etwas gemacht und sollte als Strafarbeit 50 mal schreiben "Ich soll nicht ...." (was, weiß ich nicht mehr). Ich habe entgegnet, "50 Mal ist viel zu wenig". Er daraufhin, "Gut dann eben 100 Mal". "Dafür nehme ich doch nicht mal die Kappe vom Fülle". "Gut, wenn Du so willst, 150 Mal". Das ging so, bis er und auch ich bei 450 aufhörten.
Am nächsten Tag gab ich ihm die "Strafarbeit" mit 600 mal den Text geschrieben. Die Klasse kriegte sich vor Lachen kaum ein.
Und da hatte dann der Lehrer einen wirklich unverzeihlichen Fehler gemacht. Er sagte, "Warte ab, Dich kriege ich noch klein".
Nein um nichts in der Welt würde er mich "kleinkriegen" dürfen. Damit hatte er aber verraten, was schon die ganze Zeit im Raume stand: dass es nicht um Böses ging und wirkliche Feindschaft, sondern um einen Territorialkampf.
Er fragte mich dann, ob er wirklich so etwas gesagt hätte. Als ich ja sagte, meinte er, dass ihm so etwas dämmere und meinte, "das muss aber ein schlechter Lehrer gewesen sein, der Dir das gesagt hat". Dann sagte keiner was, wir guckten uns nur an. Er fing an zu lachen und ich auch und wir konnten uns liebevoll und gar nicht feindlich zuprosten.
@queequeg Da muss man aber vorher schon stabil (und vielleicht auch schon ein bissel erwachsen) sein, um einen solchen 'Kampf' durchzustehen.Â
Meine Tochter hatte einen (Religions-)Lehrer, der hatte ein GespĂĽr fĂĽr die wunden Punkte der Kinder. Und die hat er gnadenlos ausgeschlachtet.Â
Ein schrecklicher Mensch - fĂĽr meine Tochter (und viele andere) war er sicher ein Feind.
"Â Da muss man aber vorher schon stabil (und vielleicht auch schon ein bissel erwachsen) sein, um einen solchen 'Kampf' durchzustehen."
Dass das damals so war, muss ich bezweifeln. Ich hatte selbst eher den Eindruck von mir, ein armes Würstchen zu sein. Stabil und "ein bischen erwachsen" habe ich mich erst so etwa 50 Jahre später gefühlt. Und heute mit über 70 und an fast jedem Teil meines Körpers defekt, hab ich jeden Tage eine Lebensfreude, wie damals in Jahren nicht.
Das mit Deiner Tochter tut mir leid. Wir hatten auch so einen, der mehr oder weniger bösartig war. Der kam noch, ohne es zu bestreiten oder infrage zu stellen, mitten aus der NS-Zeit.
@sternÂ
so ganz spontan, z.B. nach einem unangenehmen Vorfall, einem Streit, da finde ich mich auf meiner Skala eher bei 1-3,Â
mit genĂĽgend zeitlichem Abstand (z.B. eine Nacht ĂĽberschlafen) kann ich mich dann gelegentlich durchaus bei 6-8 wiederfinden.Â