Ohne Opfer keine Feier - zur Peta Plakataktion
Die Tierrechtsorganisation Peta hat sich zum Osterfest eine besondere Plakataktion einfallen lassen.
Ich behandle das hier unter "Kunst", weil ich das Plakat als "Kunstwerk" verstehe - auch wenn ich die Aussage kritisch hier kommentieren möchte.

Veganer Sternekoch mit Blumenkohllamm
https://www.peta.de/prominente/ricky-saward-ostern/
Hier noch ein weiteres Bild der Serie:
Allerdings findet sich dieses Bild nicht in Bezug auf die Peta Plakataktion, sondern scheint vom Koch selber initiiert zu sein. Dieses Bild finde ich dann schon geschmacklos.
Ist das jetzt Kunst? Wird da der religiöse Bezug in den Bereich des Gefühle-verletzens überzogen? Es ist sicher auch Geschmackssache, was man da verträgt. Den Blumenkohl finde ich nett als Idee - allerdings nicht in Bezug auf die Aussage.
Der Sinn des Osterfestes scheint den Machern entgangen zu sein. Keine Feier ohne Opfer! Denn hätte es das Opfer Christi nicht gegeben, hätten wir nun mal keinen Grund eine Befreiung, eine Entsühnung und ein Zunichtemachen der verdammenden Dimension des Gesetzes zu feiern.
Im Übrigen feiert der Christ das neue Bündnis im Blut des Herrn ja vegan: Das Brot als Jesu Leib, der Wein als Christi Blut.
Und ob es jetzt besser für ein Lamm ist, nicht geboren zu werden, um dann das Ende beim Metzger erspart zu bekommen, weiß ich auch nicht. Ich habe schon viele Lämmer gesehen, die pure Lebensfreude auf dem grünen Gras eines Deiches erleben durften. Keinem hätte ich das nehmen wollen, auch wenn sicher die meisten ein Jahr später auf dem Tisch eines Feinschmeckers gelandet sind.
Wie steht Ihr dazu?
Liebe Grüße,
GoodFruit
Das zweite Bild spielt schon bewusst mit christlicher Symbolik. In weißem Gewand mit leidendendem Blick in einer Badewanne mit roter Flüssigkeit, dazu die Worte „Reingewaschen vom Blut der Tiere“.
Das hat für mich nur entfernt mit Marat zu tun, zumal auch die Perspektive eine andere ist.
Aber vielleicht findet ja der Ein oder Andere so zu dem was seit Jesus gilt und wofür Ostern steht:
Reingewaschen durch das Blut des Lammes.
@ga2 Das hat für mich nur entfernt mit Marat zu tun, zumal auch die Perspektive eine andere ist.
Dazu hatte ich weiter oben auch falsch geschrieben, es gäbe da stilistisch oder formal eine Ähnlichkeit. Das war Quatsch, die Ähnlichkeit ist rein motivischer Art. Danke für die Korrektur!
@goodfruit mir ist PETA aus einem anderen Grund immer wieder im Gedächtnis (der nichts mit der Sache hier zu tun hat): PETA führte 2001 einen Prozess weil sie eine Webseite sich übereignen liessen die jemand angelegt hatte, der das Acronym PETA als "People Eating Tasty Animals" auslegte (wer mehr dazu lesen will, leider nur auf Englisch: https://en.wikipedia.org/wiki/People_for_the_Ethical_Treatment_of_Animals_v._Doughney)
Die Plakataktion von Peta kann als sehr erfolgreich verbucht werden. Wenn die diesen Faden anschauen wie darüber diskutiert wird, dann sind sie bei Christen bei den 50 erfolgreichen Prozent.
@jigal Nun ja, in diesem Faden diskutiert vielleicht ein Dutzend Leute mit. Wieviele von denen durch die Plakataktion nun zu Verhaltensänderungen im von Peta intendierten Sinne bewegt werden, sei dahingestellt. Die Frage ist halt, was man unter "erfolgreich" versteht. Bloßes Erregen von Aufmerksamkeit?
