„Das ist ja nicht s...
 
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„Das ist ja nicht so schlimm“, Dankbarkeit versus eigene Bedürfnisse, Ned Flande

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Meinem Mann geht es gerade nicht so gut, wegen Behinderung, psychische Erkrankung, körperlicher Erkrankung.
Mir ist kürzlich wieder aufgefallen, dass er nicht undankbar sein will oder auch Angst davor hat sein eigenes Leben abzuwerten, wenn er sagt, dass einige Dinge (Behinderung, psychische Erkrankung, körperliche Probleme) nicht gut findet. Wenn er Andere bittet auf ihn Rücksicht zu nehmen. Da er aber die Anderen nicht bittet, auf ihn Rücksicht zu nehmen, tun sie es auch nicht. Dann sagt er „Ist ja nicht so schlimm, ich habe ja meinen Job, meine Familie. Ich bin stolz darüber, wie ich mein Leben bis jetzt gelebt habe“... das ist auch so, aber trotzdem: können Andere nicht ein bisschen Rücksicht nehmen?
Ich denke er könnte auch mal zugeben, dass ihn einiges traurig macht oder ist das doof für einen Mann, für einen Christen, für einen christlichen Mann?

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23 Antworten
John-Michi
Beiträge : 522

Doch, so etwas darf man auch mal sagen. Muss ja auch nicht sofort motzig sein, sondern kann auch durch einen lockeren Spruch sein.
Bei mir ist es oft, dass andere schneller unterwegs sind als ich und mich so abhängen. Da hilft es mir einfach mal freundlich zu fragen, ob ich mich mit einem abschleppseil wo einhaken darf oder ähnliches.

john-michi antworten
13 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Bei ihm ist es oft so, dass er, wenn er an etwas nicht teilnehmen kann, vortäuscht „Och, habt ruhig Spaß. Ich sitze gerne hier und langweile mich. Das macht mir gar nichts aus“. Natürlich nicht in diesen Worten. So hört es sich ironisch an. Er vermittelt den anderen, dass es ihm nichts ausmacht, weil er keine Belastung sein will.

Anonymous antworten
John-Michi
(@john-michi)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 522

Ja, kann ich verstehen und kenne ich auch. Wäre es eine Option alternative Vorschläge zu machen an denen alle teilnehmen können?

john-michi antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Das finde ich auch immer, aber er will das nicht.

Anonymous antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 4769

Dann lass ihn halt. Den anderen vorzuwerfen, sie seien egoistisch, obwohl es dein Mann ist, der sie anlügt, finde ich allerdings unfair.

stundenglas antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Er lügt ja nicht in dem Sinne. Er verschweigt. Ein bisschen egoistisch finde ich es schon, da man es erraten könnte, wenn man darüber nachdenken würde, wie er sich wohl fühlt.

Meine Frage ist eher: warum lässt er nicht zu, dass die anderen gut zu ihm sind/wissen was er will. Ist das so eine Männersache?

Anonymous antworten
John-Michi
(@john-michi)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 522
Veröffentlicht von: @anonyma-f3434b339

Meine Frage ist eher: warum lässt er nicht zu, dass die anderen gut zu ihm sind/wissen was er will. Ist das so eine Männersache?

denke das ist weniger eine Männersache als falscher Stolz

john-michi antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15321
Veröffentlicht von: @john-michi

denke das ist weniger eine Männersache als falscher Stolz

Wobei ich diese Art von Stolz bei Männern allerdings schon recht häufig erlebe...

lucan-7 antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 4769
Veröffentlicht von: @anonyma-f3434b339

Ein bisschen egoistisch finde ich es schon, da man es erraten könnte, wenn man darüber nachdenken würde, wie er sich wohl fühlt.

Bisschen viel, das du da von den anderen erwartest.

stundenglas antworten
Distelnick
(@distelnick)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1335

Jupp, ist ne Männersache...
Kerle können viel schlechter Hilfe annehmen, oder um sie bitten.
Ich sehe das täglich im Job.
Sie lassen sich ungern was sagen, hören nicht auf Schwestern, Pfleger, Ärzte, und machen alles allein, selbst wenn sie es nicht können...um Hilfe zu bitten ist meist das Letzte was ihnen in den Sinn kommt...
Das ist echt anstrengend.

distelnick antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Das finde ich auch immer, aber er will das nicht.

Du kannst ihn nicht zu seinem Glück zwingen. Es ist seine Entscheidung, nicht zu wollen. Das kann man dann auch mal akzeptieren.

herbstrose antworten
frosch80
(@frosch80)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 791

Hej John-Michi,

Veröffentlicht von: @john-michi

Bei mir ist es oft, dass andere schneller unterwegs sind als ich und mich so abhängen.

Da will ich mal hoffen, dass es nicht allzu oft vorgekommen ist, dass ich dich abgehängt habe.

Bemerkenswert finde ich gerade, dass mir beim Nachdenken über konkrete Situationen nur solche eingefallen sind, bei denen DU MICH abgehängt hast; meistens auf Gefällstrecken in der Umgebung von Burgen.

Ich frage mich gerade, ob ich zu egozentrisch bin...

Liebe Grüße
Werner

frosch80 antworten
John-Michi
(@john-michi)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 522

😀

Veröffentlicht von: @frosch80

Bemerkenswert finde ich gerade, dass mir beim Nachdenken über konkrete Situationen nur solche eingefallen sind, bei denen DU MICH abgehängt hast; meistens auf Gefällstrecken in der Umgebung von Burgen.

ausgleichende Gerechtigkeit 😌 aber nein du läufst auf angenehme Weise ab und zu vor

john-michi antworten
frosch80
(@frosch80)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 791
Veröffentlicht von: @john-michi

ausgleichende Gerechtigkeit

Absolut!

frosch80 antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hi,

was soll der denn sagen sollen?

So ein sch... leben?
Andere sind Egoisten...lieblos?

Klagen darf man, Murren sollte man tunlichst lassen.

Anonymous antworten
1 Antwort
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Um ehrlich zu sein: Ja, ich finde er könnte den anderen auch mal ruhig sagen, dass sie sch... Egoisten sind. Natürlich nicht in diesen Worten... Er könnte ihnen sagen, dass er auch Dinge für sie tut und sie mal Dinge für ihn tun könnten... oder mindestens ihnen zeigen, dass es ihm etwas ausmacht.
Oder Anderen gegenüber zugeben, dass er nicht so 100 Prozent zufrieden mit allem ist.

Anonymous antworten
Lucan-7
Beiträge : 15321

Ich verstehe die Situation nicht so recht... offenbar merkt man es ihm nicht direkt an, dass man Rücksicht auf ihn nehmen sollte?
Und er täuscht anderen Leuten Zufriedenheit vor, weil ihm die Situation unangenehm ist, obwohl er in Wahrheit sehr unzufrieden ist und sich ein anderes Verhalten wünschen würde?

lucan-7 antworten
3 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ich erkläre es mal mit Beispielen:
1) Alle gehen irgendwo hin und er kann nicht mitkommen. Dann täuscht er den anderen vor, dass er überhaupt nicht dorthin gehen will, sondern viel lieber zuhause rumsitzt. In Wirklichkeit aber ist er traurig.
2) Er täuscht den anderen vor, dass ihm eine Behinderung überhaupt nichts ausmacht, weil es ja so viele positive Dinge in seinem Leben gibt

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ich weiß, dass es ihm etwas ausmacht, weil er es mir gesagt hat, aber er will nicht, dass die anderen das wissen.

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15321

Gut, das ist dann natürlich ein klarer Fall von "selber schuld"... und vermutlich denken das dann auch die Anderen: Wenn er mitkommen wollte, soll er es halt sagen...

Falls es ihm wirklich wichtiger ist, Stärke zu demonstrieren statt mit Anderen etwas zu unternehmen, dann wäre ja auch alles in Ordnung... aber du scheinst ja wohl das Gefühl zu haben, dass das eben nicht der Fall ist und er sich da selbst etwas vormacht.

Handeln muss er natürlich selbst, da führt kein Weg dran vorbei... und das scheint mir auch eine Frage der Perspektive zu sein.

Einerseits sage ich immer, dass wahre Stärke erst dort beginnt, wo man auch zu seinen Schwächen stehen kann.

Und andererseits täuscht ihn vielleicht auch das Gefühl, anderen zur Last zu fallen... aber helfen zu können ist oft keine Last, sondern gibt Menschen ein gutes Gefühl.
Andere Menschen um einen Gefallen zu bitten gibt ihnen Gelegenheit, sich als gute Menschen zu fühlen. Man sollte das also nicht so einseitig sehen, wie es scheint.
Mir hat diese Vorstellung schon öfters geholfen, meine Scheu zu überwinden und um Hilfe zu bitten... und meistens war es dann auch so...

lucan-7 antworten


Groffin
Beiträge : 1872
Veröffentlicht von: @anonyma-f3434b339

Ich denke er könnte auch mal zugeben, dass ihn einiges traurig macht oder ist das doof für einen Mann, für einen Christen, für einen christlichen Mann?

Es ist allgemein doof für Menschen, die ein mangelndes Selbstwertgefühl haben - egal ob Mann, Frau, Christ, Nicht-Christ...

Und ja - will er etwas ändern, muss das von ihm ausgehen.
Natürlich könntest Du den Freunden/Bekannten hinten herum einen Tipp geben, aber er ist doch selber erwachsen?

Wenn er seine Hemmnisse herunter spielt und so tut, als wären sie nicht vorhanden, dann wird auch das Umfeld den Eindruck haben, dass sie darauf keine Rücksicht zu nehmen haben. Ausweg ist und bleibt hier nur die Aufklärung.

Dir bleibt nur, ihm Mut zu machen und gfs. unterstützend einzugreifen. Wenn er einen sehr guten Freund hat, lassen sich vielleicht Wege finden, das Thema vertraulich zu besprechen, ABER: mache nichts über den Kopf Deines Mannes hinweg.

groffin antworten
Distelnick
Beiträge : 1335

Also im Allgemeinen helfen viele Leute gern, wenn man klar und deutlich sagt, was man sich wünscht..
Wenn man so tut, als wäre nix, dann nehmen die Leute an , es ist nix... Das kann man ihnen dann auch nicht zum Vorwurf machen.
Ich sage meinen Patienten immer:Melden Sie sich, wenn sie was brauchen.
Sprechenden Menschen kann geholfen werden.
An der Stirn oder der Zimmertür kann ich die Wünsche nicht ablesen.

distelnick antworten


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