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Maskulismus

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dacobius
Themenstarter
Beiträge : 26

Ich bin von einer Radikalemanze erzogen worden. Begriffe wie Schwanz ab, und viele ähnliche männerabwertende Bezeichnungen waren an der Tagesordnung. Alice Schwarzer in aller Munde in den Frauenrunden die bei uns ein uns ausgingen. Ich hatte mit meiner Mutter viele Diskussionen deswegen und selbst einige Psychotherapien. Bis heute sind mir gleiche Rechte für Mann und Frau sehr wichtig. Ich sehe die Notwendigkeit der Emanzipationsbewegung- sie hat viele gesellschaftliche Türen geöffnet. Doch in den letzten Jahren treibt sie seltsame Blüten, ungute Entwicklungen.

Zum einen sind das Begriffe wie "feministische Außenpolitik" von Frau Baerbock, die wie keine/r vor ihr einen Stil betreibt, der jegliche Form von Diplomatie überrennt. Aber auch die Angriffe der feministischen "Szene", auf Transgenderpersonen, die sich nach deren Willen, nicht als volle Frau definieren sollen. Die Me-too-Bewegung die jegliches Mannsein als Täter bezeichnet, die Frauen-Sexual und anderen Gewaltdelikte aber völlig ausblendet.

Feministische Förderprogramme die Frauen in Führungspositionen stärken sollen und zugleich die Ignoranz der höchsten Suizidraten bei Jungen und Männern.

Ich könnte da jetzt noch vieles mehr aufzählen, was mich stört. Zugleich gibt es viele gute Schutzinseln, wie Frauenhäuser, Beratungs und Förderprogramme für Frauen, die ich als absolut notwendig erachte.

Was nun aber hat das alles mit Maskulismus zu tun?

Jemand, der Teile des Feminismus kritisiert, wird sogleich oftmals in die Maskulistenecke gestellt. Das lese ich leider sehr häufig. Wobei ich die Maskulisten, wenn man sie als Kritiker eines fehlgeleiteten Feminismus definiert, für mich absolut richtige Ansätze verfolgen.

Das Problem bei ihnen ist oft deren Wut auf die Umstände und ihre eigenen Schicksale die sie teilweise radikalisiert. Ich finde aber einer kritische Debatte über Rechte und Pflichten der Geschlechter im Umgang miteinander sehr wichtig.

Wenn wir unsere Gesellschaft nach den Geboten entwickeln versuchen, gehört doch auch dazu, dass kein Geschlecht das andere unterdrückt.

Keines.

 

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19 Antworten
BeLu
 BeLu
Beiträge : 5038

@dacobius Findest du denn, dass Männer unterdrückt werden?

belu antworten


lhoovpee
Beiträge : 2757

@dacobius 

Zum einen sind das Begriffe wie "feministische Außenpolitik" von Frau Baerbock,

Leitlinien für feministische Außenpolitik: Außenpolitik für alle - Auswärtiges Amt (auswaertiges-amt.de)

Was genau daran ist "jegliche Form von Diplomatie überrennt"?

Aber auch die Angriffe der feministischen "Szene", auf Transgenderpersonen, die sich nach deren Willen, nicht als volle Frau definieren sollen

Was meinst du damit? Wer greift wen an? 

Feministische Förderprogramme die Frauen in Führungspositionen stärken sollen und zugleich die Ignoranz der höchsten Suizidraten bei Jungen und Männern.

Warum stellst du zwischen diesen beiden Dingen ein Zusammenhang auf? 

Jemand, der Teile des Feminismus kritisiert, wird sogleich oftmals in die Maskulistenecke gestellt

Das hängt stark davon ab, wie man die Kritik vorbringt. Man sollte nicht in ein "Antifeminismus" verfallen.

lhoovpee antworten
dacobius
Themenstarter
Beiträge : 26

Ich bin nicht gegen Feminismus (ich definiere Maskulismus FÜR etwas nicht gegen etwas).

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5 Antworten
dacobius
(@dacobius)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 26
dacobius
(@dacobius)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 26

HIer eine Liste der Feststellungen der Männerrechtsbewegung, wo es Unterstützungsbedarf für Männer gibt.

https://manndat.de/ueber-manndat/was-wir-wollen

dacobius antworten
dacobius
(@dacobius)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 26

und hier ein Artikel vom Deutschlandfunk über das Thema:

https://www.deutschlandfunk.de/maenner-werden-in-einigen-bereichen-in-wirklich-starker-100.html

 

Ein Auszug aus dem Artikel:

Ein kleines Beispiel: Die Lebenserwartung bei uns wird in erster Linie determiniert durch den Sozialstatus. Zwischen Oberschichtangehörigen und Angehörigen eines niedrigen Sozialstatus beträgt die unterschiedliche Lebenserwartung zehn Jahre, zwischen Männern und Frauen beträgt sie fünf Jahre. Die Oberschichtfrau lebt heute bei uns 15 Jahre länger als der Unterschichtmann. Und wir als Mediziner sind mit diesen Zusammenhängen sehr, sehr direkt konfrontiert, also die unterschiedlichen Gesundheits- und Erkrankungsrisiken der Männer: dreifach häufiger früher Herztod, dreifach häufiger Erkrankung an Lungenkrebs, die Suizidrate bei Männern ist ebenfalls dreifach erhöht, bei Jungen im übrigen, vor kurzem vom Bundesamt für Statistik veröffentlicht, ohne dass Notiz davon genommen wurde, eine achtfach erhöhte Suizidrate gegenüber Mädchen. Das sind alles Dinge, die uns nicht ruhen lassen dürfen, und die anderen Bereiche, Modernisierungsverlierer, Bildungsverlierer, Männer und Identitätsprobleme, ebenfalls bei den Männern, das sind die zentralen Themen des Buches.

 

dacobius antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3700

@dacobius Es ist ja auch gut, wenn der Unterschichtsmann 15 Jahre früher stirbt. Das ist dann 15 Jahre weniger Grundsicherung und die Oberschichtsfrau kurbelt die Wirtschaft mit Schönheitsop und diversen Schönheitsprodukten an.

jigal antworten
dacobius
(@dacobius)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 26

@jigal hihi

dacobius antworten


Lucan-7
Beiträge : 21019

@dacobius 

Ich sehe hier ein weiteres Beispiel dafür, dass immer wieder bestimmte Gruppierungen versuchen, die Deutungshoheit über bestimmte Begriffe zu bekommen. Ein Beispiel dafür ist der politische Begriff "rechts", der ursprünglich vor allem konservative Parteien umfasste. Dieser Begriff wurde dann von vorwiegend linken Bewegungen umgedeutet, indem man vorgab, dass "rechts" sich in erster Linie auf "Rechtsradikale" bezieht. So gab es dann Aktionen wie "Rock gegen Rechts", die sich zwar in erster Linie gegen Faschisten richtete... dass aber hier auch die Konservativen gemeint sein konnten war wohl kein Zufall. Das Ergebnis war, dass keine Unterscheidung mehr zwischen "rechts" und "rechtsradikal" getroffen wurde, der Begriff wurde zweideutig.

Ähnliches sehe ich jetzt mit dem Begriff "Feminismus". Ursprünglich war damit der Kampf für die Gleichberechtigung der Frau in allen Lagen gemeint, nicht nur gleiche Rechte und Bezahlung, sondern auch Schutz vor Übergriffen durch Männer und dergleichen. Also etwas, das man in einer zivilisierten Gesellschaft eigentlich nur unterstützen kann.

Neuerdings wird der Begriff immer mehr aufgeweicht. "Feminismus" wird als Kampfbegriff für alles mögliche gebraucht, seit geraumer Zeit geht es auch häufig nicht um Gleichberechtigung, sondern um Unterdrückung, etwa von Transpersonen oder eben auch Männern. Und was der Wert einer "feministischen Aussenpolitik" sein soll, wenn man sich nicht etwa konsequent für die Rechte der Frauen im Iran einsetzt, das ist mir auch nicht ganz klar... zumal der moralische Zeigefinger in diplomatischen Kreisen in der Regel als Affront wahrgenommen wird. Um so mehr, wenn Deutschland selbst genügend Verfehlungen vorgehalten werden können.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich wüsste nicht, in welcher Form ich mich hier zum Thema "Feminismus" äussern könnte... und umgekehrt gilt das auch für die Gleichberechtigung der Männer.

Denn man weiss eigentlich nie, was genau gemeint ist... geht es jetzt wirklich nur um "unterdrückte Männer", oder soll der Feminismus wieder zurückentwickelt werden...? Die Gefahr, dass da jeder etwas Anderes versteht ist hier sehr groß.

Deshalb ergibt es meiner Ansicht nach nur Sinn, über einzelne, konkrete Fälle zu reden. Also etwa über gleiche Bezahlung oder Gewalt in Beziehungen. Ist der Begriff "Femizid" wirklich angemessen (Meiner Ansicht nach: Nein, denn die Gewalt geht hier in der Regel nicht gegen "Frauen" allgemein, sondern gegen eine bestimmte  Frau, nämlich die (Ex-) Partnerin), werden Männer in bestimmten Situationen ungerecht behandelt (einem Bekannten von mir wurde in einem Vorstellungsgespräch gesagt, dass er aufgrund der Frauenquote keine Chance auf den Job hat, man hat ihn nur der Form halber eingeladen).

Mit Oberbegriffen kommt man hier nicht sehr weit, weil man da im Vorfeld jedesmal ausführlich klären muss, was eigentlich gemeint ist...

 

lucan-7 antworten
1 Antwort
dacobius
(@dacobius)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 26

@lucan-7 vielen Danke für Deine Meinung, die ich gut nachvollziehen kann.

dacobius antworten
Jigal
 Jigal
Beiträge : 3700

Es muss ja für eine Feministin schrecklich gewesen sein so ein Geschöpf mit "Schwanz" groß zu ziehen.

Frau Schwarzer hat in den letzten Jahren ihren "Göttinnenstatus" verloren. 

Manchmal ist es gut vor Feministinnen als Mann gewarnt zu werden. 

Kenne da so Fangfragen zu "die Frau schweige in der Gemeinde", oder Kommentaren zu Bibelstellen. das einzig gute an der Stelle ist, dass zwei Frauen darin vorkommen.

Ich war vorgewarnt und habe darauf gar nicht reagiert. Das oben beschriebene ist aber deutlich heftiger.

jigal antworten


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