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Wünsche fürs Leben ...

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schreiberin
Themenstarter
Beiträge : 436

...die man / ich mir gerne noch realisieren würde....Brauche was positives nach dem ich viel über mein Leben nachgedacht habe - inneres Kind / Tod / Alltag anstrengend /war das schon alles...

Brauch was positives.

Wie ist das bei Euch?

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Weihnachten
Beiträge : 11

Natürlich ist was Positives willkommen. 

Das kann ich immer und gern geben/annehmen 

weihnachten antworten
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schreiberin
(@schreiberin)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 436
Veröffentlicht von: @weihnachten

Natürlich ist was Positives willkommen. 

Das kann ich immer und gern geben/annehmen 

Wie meinst du das ?

schreiberin antworten
Adjutante
Beiträge : 3432

@schreiberin 

Einfach Auszeiten, in denen ich Zeit mit Gott verbringe. Mein Leben mit Gott muss in Ordnung sein, dann schenkt er mir Oasen für die Seele. Wenn es nicht in Ordnung ist, kann ich sie nicht genießen.

Sei nah bei Ihm, möge Er dir geistliche Zugaben schenken (Psalm 23 und Joh. 10,10).

Ich bin gekommen, dass sie das Leben haben und es in Fülle haben.

adjutante antworten
2 Antworten
schreiberin
(@schreiberin)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 436

@adjutante 

Wie meinst du das? Was meinst du mit Auszeiten? Was mit Oasen?

schreiberin antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 3432

@schreiberin 

Wie meinst du das? Was meinst du mit Auszeiten? Was mit Oasen?

Auszeiten sind für mich das besondere Zeitnehmen fürs Bibellesen und drüber nachdenken, wenn alles ruhig um mich herum ist. Manchmal auch in Verbindung mit einer Tasse Cappuccino oder einer blühenden Landschaft, was für mich zu einer Oase für die Seele in Wüstenzeiten oder in einer Durststrecke wird (also wie du schreibst, wenn z.B. der Alltag anstrengend ist).

Weitere Oasen sind dann für mich z.B. echte Freundschaft, mutmachende Gespräche, Wellness, Erlebnisbad bis zur Therme und Sauna, Besuch im Planetarium, Sea-Life, Freizeitpark, Fauna, Urlaub in den Bergen ... und manchmal auch Musik.

 

adjutante antworten
Jack-Black
Beiträge : 6043

@schreiberin Eine (weitere) Fremdsprache lernen. Französisch am liebsten. Oder Indisch, ich mag den Sound dieser Sprache. Ein (weiteres) Instrument spielen lernen, um dann, gern in der Gruppe, schön musizieren zu können. Mich in irgendetwas, das mich interessiert, fortbilden.

Gerade vorgestern, als ein Freund einen runden Geburtstag feierte, kam in der Runde das Gespräch darauf: Was würde man machen, wenn man noch hundert oder zweihundert oder dreihundert Jahre vor sich hätte? Ab wann würde das Leben langeweilig? Die meisten von uns meinten, sie würden wohl nochmal einen ganz anderen Beruf erlernen als den, den sie haben. Nochmal studieren.

Ich beispielsweise würde Physik und Mathematik studieren, wenn ich die Zeit dazu hätte - als Schüler war ich so doof, meine Unlust auf Mathe und Physik den Lehrern anzulasten oder den Fächern selbst. Erst jetzt, Jahrzehnte später bemerke ich, wie mich meine Faulheit und Bequemlichkeit hinderten, damals, als der Unterrich regelmäßig kostenfrei serviert wurde, einfach nur nur "zuzugreifen"... Hätte ich damals mehr gelernt, als Lehrer zu verarschen und mich vor meinen MitschülerInnen als coole Socke zu produzieren, würde ich heute die Welt besser verstehen und gegebenenfalls einen Beruf ausüben, in dem man "echt was schafft". Na gut, mein Beruf ist auch nicht verkehrt, aber wenn ich Zeit hätte, würde ich halt doch auch mal gern im naturwissenschaftlichen Bereich arbeiten und forschen...

Realistisch ist sowas aber wohl nicht wirklich, nachdem schon mehr als die Hälfte des Lebens vorbei ist, sich wirklich nochmal in einem anderen Feld derartig viel Expertise anzueignen, dass man da dann nochmal eine wirkliche Karriere, bei der es um die Sache und nicht nur um's Geld geht, starten könnte (so langsam ab 50 wird man im Kopf doch spürbar langsamer...). Aber es geht halt auch eine Nummer kleiner: sich in irgendeine Materie vertiefen, Lernfortschritte machen, die vielen Glücksmomente mitnehmen, wenn es immer wieder mal "Klick" im Kopf macht, wenn man wieder was verstanden, etwas hingekriegt hat, von dem man früher gedacht hatte: "Wär' das geil, wenn ich's könnte!"

jack-black antworten
1 Antwort
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4438

Eine (weitere) Fremdsprache lernen. Französisch am liebsten

Dafür gibts so eine Institution, die Volkshochschule heißt. 😉

 

lg Tatokala

tatokala antworten
Stern
 Stern
Beiträge : 2572

@schreiberin 

Brauch was positives.

Wie ist das bei Euch?

Genauso.

Heftig durchgeschüttelt und gefühlt alles anders als geplant, bin ich vorsichtig geworden mit Lebensplänen.

Das ist zwar für mich selbst irgendwie nachvollziehbar, aber da ist schon die Frage: und jetzt? Was mach ich mit dem Rest meines Lebens (von dem man ja eh nicht weiss, wie lange er ist)? Man ist halt keine zwanzig mehr, keine dreissig,… und die Kräfte sind nicht mehr so gefühlt unendlich wie früher, so dass man aus dem Stand einen Neustart hinlegt.

Also mal langsam wieder alles anrollen lassen und dann schauen was kommt, ist so meine Devise gerade. Zu grossen Plänen seh ich jetzt bei mir gar keine Kapazitäten. Vielleicht ist das bei dir anders.

Zu wissen, dass Gott gute Dinge vorbereitet hat, in denen ich wandeln kann, beruhigt mich und macht mich zuversichtlich und froh.

Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen."

Epheser 2,10

Das ist was positives - auch wenn ich jetzt nicht sagen kann, was.

stern antworten
13 Antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 589

@stern 

... da ist schon die Frage: und jetzt? Was mach ich mit dem Rest meines Lebens (von dem man ja eh nicht weiss, wie lange er ist)? Man ist halt keine zwanzig mehr, keine dreissig,… und die Kräfte sind nicht mehr so gefühlt unendlich wie früher, so dass man aus dem Stand einen Neustart hinlegt.

Wenn man die 70 schon seit einigen Jahren überschritten hat liegt es nahe, eher zurück zu denken als nach vorne. Denn der Rest meines Lebens wird mit Sicherheit nicht mehr so lang sein wie die Vergangenheit. Und so erlebt man, dass sich immer häufiger ehemalige Wegbegleiter, Freunde und Verwandte in die "große schwarze Kiste" abmelden und man sich um deren Nachlass kümmern muss (weil sonst niemand da ist). 

Was ich etwas bedaure ist, dass ich (gefühlt) zu früh in den beruflichen Ruhestand gegangen bin (mit 73 Jahren). Die Corona-Pandemie hatte mir den Spaß am Job genommen, heute aber sehne ich mich manchmal nach den Kontakten und Gesprächen sowie den beruflichen Herausforderungen zurück. 

Aber neue Ziele (und Wünsche) sind trotzdem erlaubt, oder?
Und so stellt man fest, dass sich diese neuen Ziele und Aufgaben gerade dort auftun, wo man sie früher nie sah und an die man auch nie dachte. 

So hatte ich mich früher (ehrenamtlich) als Jugendgruppenleiter engagiert und konnte mir nur schwer vorstellen, aus der Dynamik einer Jugendgruppe in ruhigere Fahrwasser zu wechseln, zumal meine Frau ebenfalls in der Jugendarbeit engagiert war. 
Inzwischen gehöre ich aber zu den "ehrenamtlichen Älteren", die sich um bürokratische Belange einer Jugendgruppe kümmern und dafür sorgen, dass die Finanzierung stimmt und das Freizeitgelände "in Schuss" bleibt. Die aktive Arbeit überlasse ich Jüngeren. 

Dafür absolvierte ich aber vor Jahren eine Ausbildung zum Prädikanten und stehe vertretungsweise in verschiedenen Kirchen unseres Dekanats auf der Kanzel. Anfangs eine völlig neue Herausforderung - inzwischen eher Routine. Aber immer wieder spannend und bereichernd, neue Menschen in anderer Umgebung kennen zu lernen. Und persönlich (innerlich) beglückend zu hören, dass meine Gottesdienste manchen Menschen gefallen und ihnen etwas bringen, ihnen helfen...

Irgendwann begann ich auch, eines meiner mein Hobbys (Whisky sammeln) zu "professionalisieren" und "Schottlandabende" sowie "Whiskytastings" in der Gemeinde zu veranstalten. Nachdenklich machte mich dabei aber, dass zu diesen Abenden zumeist mehr Menschen kommen als zum Gottesdienst am folgenden Tag...

Nach Corona habe ich mir eine neue Herausforderung gesucht: Ich renoviere seit 2 Jahren ein altes Fachwerkhaus in Franken, das früher mal meinem Großvater gehörte, dann in der DDR verwahrloste und nun wieder hergerichtet wird. Nachdem zwei Wohnungen wieder bewohnbar sind, bauen meine jüngere Schwester und ich einen Anbau mit ehemaligem Stall und Knechtskammer zur Ferienwohnung um. Wir hoffen, bis Ende des Jahres fertig zu sein, aber eigentlich ist uns klar, dass wir das nicht (mehr) für uns selbst tun, sondern eher für unsere Kinder und Enkel. Ob sie es zu würdigen wissen und dereinst nutzen? Aber egal - insofern tue ich es doch für mich selbst, vielleicht, weil man als Rentner eine Selbstbestätigung braucht?

Kürzlich wurde ich in den Bauausschuss unserer Gemeinde berufen und darf außerdem als Kassenwart einer Gemeindestiftung ein Auge aufs Geld werfen. Und so ganz allmählich muss ich darauf achten, dass diese Nebentätigkeiten und Freizeitaktivitäten nicht zum neuen Vollzeitjob werden. 

Da ich aber auch das Holz für meinen Kaminofen selbst besorge, habe ich mich jetzt beim Forstamt zu einem Kettensäge-Kurs angemeldet. Ich freue mich schon drauf. 😊 

bepe0905 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 2572

@bepe0905

Wow!!

So viele Sachen, die auf deinem „Stundenplan“ stehen…alle Achtung! Das hört sich alles wirklich gut an…da hast du eine Menge Herausforderungen, die dich sowohl körperlich wie auch geistig beanspruchen. Dass du dann nicht mehr im Arbeitsleben stehst ist zwar ein Einschnitt- aber du scheinst es alles gut zu kompensieren, was dir dadurch abhanden gekommen ist.

Herzlichen Glückwunsch zu so einem ausgewogenem und reichhaltigem Leben! 

stern antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4414
Veröffentlicht von: @bepe0905

Irgendwann begann ich auch, eines meiner mein Hobbys (Whisky sammeln) zu "professionalisieren" und "Schottlandabende" sowie "Whiskytastings" in der Gemeinde zu veranstalten.
Nachdenklich machte mich dabei aber, dass zu diesen Abenden zumeist mehr Menschen kommen als zum Gottesdienst am folgenden Tag...

Siehste, und das wundert mich jetzt überhaupt nicht. 
Mach die Whisky-Abende mal lieber freitags, dann haben die Leute am Sonntag ausgeschlafen. 

chai antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7578

Ja!!!, was es so alles gibt. Da bemüht man sich 2-3 Jahre lang vergeblich, die aktuellen Komunikationsmöglichkeiten mit einem uralten Freund aus den den 70-er Jahren zu finden. Vergeblich, weil er ganz einfach nicht auffindbar war.

Und jetzt hat er einem meiner Söhne gemailt, das er vor mehr als 50 Jahren mit mir befreundet war, aber seither nichts mehr von mir gehört habe. Jetzt höre ich etwas von ihm. Ganz erstaunlich.

Er hat mir bei einer meiner Finnland-Fahren bei der ich auf der Rückfahrt war, keinen Pfennig Geld mehr. Er saß im Schiffsrestaurant neben mir und ich fragte ihn, ob er mir ein Bier ausgeben würde. Hat er nicht getan, aber in seine Hose gefasst, den Geldbeutel herausgeholt und mir 50 DM gegeben. Er sagte, dass er jetzt in die Schweiz führe und das geliehene Gelt auf seiner Rückfahrt bei mir zu Hause abholt.

So haben wir das dann auch gemacht. Seitdem habe ich ihn bei jedem Urlaub besucht.

queequeg antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 589

@queequeg 

Er hat mir bei einer meiner Finnland-Fahren bei der ich auf der Rückfahrt war, keinen Pfennig Geld mehr. Er saß im Schiffsrestaurant neben mir und ich fragte ihn, ob er mir ein Bier ausgeben würde. Hat er nicht getan, aber in seine Hose gefasst, den Geldbeutel herausgeholt und mir 50 DM gegeben.

So ähnlich ging es meinem Vater, als er in seiner Jugend (vor ca. 100 Jahren) eine mehrmonatige Fahrradtour durch Skandinavien machte. Dabei musste er mit 12 RM im Monat auskommen und sich dort durch Arbeit soviel zuverdienen, dass er weiterstrampeln konnte. Immer wieder halfen ihm Menschen über die Runden, mal mit Geld, mal mit einer Übernachtungsmöglichkeit. Und diese Kontakte hielten Jahrzehnte und bestehen teilweise generationenübergreifend bis heute heute. 

bepe0905 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7578

@bepe0905 

Da war er wohl ein richtiger Abenteurer.

Als ich 1965 erstmals nach Finnland fuhr, sahen die Eisenbahnen und Bahnhöfe aus wie Sante Fe und die Schnellstraßen zwischen den Städten Pisten mit riesigen Schlaglöchern und auch mal ein Baumstumpf aus Fahrbahnmitte.

Aber ein wunderschöne Land mit ungewöhnlich freundlichen Menschen.

queequeg antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 589

@queequeg

Aber ein wunderschöne Land mit ungewöhnlich freundlichen Menschen.

Ja, das trifft auf das gesamte Skandinavien zu.
Schweden sowieso, aber auch Norwegen und Finnland, obwohl die im WK2 extrem unter der deutschen Besatzung gelitten hatten. 

Da war er wohl ein richtiger Abenteurer.

Das muss er in seiner Jugend tatsächlich gewesen sein, aber leider konnte ich ihn so nicht kennen lernen. Als Vater war er ein eher ruhiger, sehr konservativer Typ. 
Aber die Skandinavien-Begeisterung liegt in unserer Familie. Meine große Tochter machte ihr FSJ in einer Kirchengemeinde in Östersund, mein Sohn studierte u.a. in Växjo (Schweden) und von der Wandertour, die wir jenseits des Polarkreises durch den Padjelanta- und Sarek-Nationalpark machten schwärmt meine Frau heute noch. Vielleicht - falls wir gesund und rüstig genug bleiben - wiederholen wir sie noch mal...

bepe0905 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7578

@bepe0905 

"...falls wir gesund und rüstig genug bleiben - wiederholen wir sie noch mal..""

Ja, das möchte ich Dir wünschen.

Meine erste Fahrt nach Finnland war 1966. Es war überwältigend. Eine unglaubliche Landschaft und die Menschen so freundlich, wie ich es in Deutschland nicht erlebt hatte. Die vielen Eindrücke können rückblickend gar nicht mehr alle beschrieben werden. Es war auf der einen Seite fast alles viel moderner als hier, vor allem die Architektur und die Stadtplanung, aber auch die Einrichtung der Wohnungen, die ich sehen konnte. Andererseits waren aber ein Kilometer außerhalb der Städte selbst Fernstraßen nichts Anderes als Schotterpisten mit riesigen Schlaglöchern von entwurzelten Bäumen oder Baumstümpfen mitten in der Fahrbahn. Und der Bahnhof von Jyväskylä, immerhin eine Großstadt, sah aus wie Santa Fe.

Wie Santa Fe war auch noch etwas Anderes. Damals lief jeder Finne mit einem „Finnenmesser“ am Gürtel rum. An einem Tag bin ich mit Maja in das Restaurant „Kissanvikset“ („Katzenschnurrbart“) gegangen. Wie überall gab es da einen Türsteher und dem mussten alle Männer und so auch ich das Messer übergeben. Genau wie im Wilden Westen die Colts.

Ich hatte da in der „Retkeilymaja“, der Jugendherberge im „Vesilinna“ (Wasserturm) von Jyväskylä, übernachtet. Jugendherberge, das war ein einziger riesiger Raum, in dem 40 oder 50 Leute, Männlein und Weiblein übernachteten. Schränke gab es keine. Die Klamotten der Leute lagen einfach so herum. Die meisten waren Finnen oder Schweden, einige Amerikaner und Japaner, aber außer mir kein Deutscher. So ein buntes und liebevoll chaotisches Leben hatte ich vorher noch nie erlebt.

Alles in allem waren das überwältigende Eindrücke, die mir in vielem genau das Leben zeigten, wie ich es mir vorgestellt oder gewünscht hatte. Insbesondere gab es da eine Freiheit des Denkens, die von den Schablonen, die ich aus unserem Land kannte, meilenweit entfernt war. Das war auch sicher nicht nur der Eindruck des Touristen. In Kunst, Architektur und Städtebau war Finnland damals bahnbrechend."

queequeg antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 589

@queequeg
Tolle Erfahrungen, die du da gemacht hast. 
Mir ging es ähnlich, als ich 1964 mit mit meinem schwedischen Freund (leider inzwischen verstorben) Südschweden kennen lernte und 3 Wochen in der Familie meines Freundes lebte. 
Das war übrigens die Fortsetzung der Kontakte, die mein Vater etwa 35 Jahre früher knüpfte.

bepe0905 antworten
schreiberin
(@schreiberin)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 436

@bepe0905 

das erinnert mich wieder daran, wie gerne ich doch die Welt kennenlernen möchte durch´s Briefe schreiben und so...vielleicht sollte ich das mehr tun und auch evtl. noch eine Fremdsprache etwas lernen...

schreiberin antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 589

@schreiberin 
Ein erster Schritt ist es doch schon, sich hier mit anderen Menschen auszutauschen...
Vielleicht fehlt etwas die Internationalität und das Gefühl der Weite, aber ich finde es immer wieder nett, hier Gemeinsamkeiten zu finden oder sich auch mal kräftig zu streiten (und wieder zu vertragen)

bepe0905 antworten
schreiberin
(@schreiberin)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 436

@bepe0905 

du meinst hier im Forum?

schreiberin antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 589

@schreiberin 
Ja, auch und ganz besonders hier im Forum. 
Weil hier (meistens) eine freundliche, einander zugewandte Atmosphäre und Offenheit herrschen, auch wenn die Meinungen und die persönliche Lebensbasis ebenso unterschiedlich sind wie die jeweilige Lebenserfahrung und die Ziele der User.

bepe0905 antworten
Neli
 Neli
Beiträge : 46

@schreiberin Ich kann Dich gut verstehen. Seit ich älter bin (72), habe ich nicht mehr so viele Wünsche. Obwohl ich Schmerzen habe und viel alleine bin, kann ich jeden Tag für irgend etwas danken. Ich lerne zunehmend die kleinen Wunder erkennen, die auch Du ganz sicher täglich erlebst, wenn Du nur genau hinschaust. 

neli antworten
4 Antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 589

@neli 

Seit ich älter bin (72), habe ich nicht mehr so viele Wünsche.

Liebe Neli, das hört sich etwas resignierend an... 
Da möchte ich dir viel Freude, neuen Elan und viele kleine (gern auch größere) Wunder wünschen.

Klar - in der Jugendzeit ist die Wunschliste länger, aber wahrscheinlich weniger durchdacht und daher oft etwas oberflächlicher.

Trotzdem - wenn ich an meine heutigen Wünsche denke, dann vermute ich mal, dass mir gar nicht mehr so viel Zeit bleibt, sie noch alle zu realisieren. Aber genau diese Wünsche sind eines der Lebenselemente, die mir immer wieder Schwung geben und helfen, die größeren und kleinen "Zipperlein" des Alters zu vergessen.

Momentan überlege ich gerade, ob ich noch mal einen Fallschirmsprung machen soll (mein letzter Paragliding-Ausflug) liegt schon über 15 Jahre zurück, ich bin auch nicht mehr so sportlich, aber das Gefühl, frei wie ein Vogel zu schweben möchte ich gerne noch mal genießen... 

 

bepe0905 antworten
Neli
 Neli
(@neli)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 46

@bepe0905 Lieber bepe0905, Danke für Dein Mitgefühl. Ja, es mag sich resignierend anhören, was ich geschrieben habe. Und meine körperlichen Einschränkungen hindern mich tatsächlich etwas daran, meine Wünsche umzusetzen, aber ich finde immer noch Wege.

Mein größter Wunsch ist es, noch mehr Menschen heilen zu können. Dafür schreibe ich Mut machendeTexte und werfe sie in fremde Briefkästen. Oder ich male und beschrifte die Bilder mit guten Zitaten und lasse sie dann an der Bushaltestelle oder im Geschäft stehen. Mein nächstes Projekt: Gespräche mit Obdachlosen über den Sinn in unserem Leben.

Zu Coronazeiten war viel los bei mir: ich habe einen Chor gegründet, Konzerte und Theater in meinem Wohnzimmer veranstaltet, um Künstlern, die damals ganz schlecht dran waren, eine Bühne zu bieten. Ich war sehr bekannt und beliebt. Seitdem alles wieder offen ist, ist es still um mich geworden. Und obwohl ich Angst vor Einsamkeit im Alter hatte, genieße ich jetzt die Stille mit Gott.

Mein Leben war hart - allein erziehend, kaum Geld - und doch wunderschön und aufregend. Vielleicht habe ich deswegen keine Wünsche mehr, wie Du sie schilderst. Das Gefühl von Freiheit habe ich auf andere Weise als Du. Wenn Du von dem Flug schreibst, kann ich das gut nach vollziehen. Ich habe meinem Sohn zum 18. Geburtstag einen solchen Flug geschenkt und in seinen Augen gesehen, was er erlebt hat. Dir wünsche ich von Herzen noch viele solcher Gelegenheiten. 

neli antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 589

@neli 
Liebe Neli, nach dem Lesen deines Beitrags bewundere ich deine Energie. 
Diese "Wohnzimmerkonzerte" bzw. "Wohnzimmertheater" waren doch eine tolle Idee. Hier in Wiesbaden hatten wir (ein kleiner Kreis von Leuten) ähnliches gemacht, z.B. sonntags vor unserer Kirche Lieder gesungen. Manchmal stand unser Pfarrer dabei mit Dudelsack auf dem Turm und spielte, ein andermal meine Frau mit Klarinette oder Saxophon. Aber wie auch in anderen Situationen - wenn sich die Verhältnisse (hier Corona) ändern, dann versandet sowas wieder, schade! 

Die Idee mit den Bildern und Texten finde ich toll. Ich wünsche dir, dass du dabei viele Menschen erreichst. 
Bei uns gibt es an verschiedenen Stellen in der Stadt Bücherschränke, wo man Bücher einstellen und entnehmen kann. Da stellen wir auch öfter Bücher ein, meistens Romane, Krimis, Bildbände und Bücher mit spannenden Titeln, die auch eine Chance haben, dass sich jemand dafür interessiert. Und in diese lege ich manchmal auch kleine Gedicht- oder Liedblätter (z.B. ein "versehentlich" aus dem Gesangbuch herausgerissenes Blatt) ein, So, als hätte ich sie als Lesezeichen benutzt und vergessen....

Mein Leben war hart - allein erziehend, kaum Geld - und doch wunderschön und aufregend. Vielleicht habe ich deswegen keine Wünsche mehr, wie Du sie schilderst. Das Gefühl von Freiheit habe ich auf andere Weise als Du.

Naja, vielleicht habe ich gerade jetzt noch eine Menge Wünsche, weil ich merke, wie die Zeit allmählich knapp wird. 
Vielleicht lebe ich auch daher etwas intensiver - auch nach meinen eigenen Vorstellungen.  Denn auch in meinem Elternhaus und in meiner Jugend war das Geld eher knapp und das änderte sich erst durch meinen Beruf. 
Dir alles Gute
LiGrü
Dschordsch

 

bepe0905 antworten
schreiberin
(@schreiberin)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 436

@neli 

da hast du Recht.

viele Wünsche habe ich auch nicht mehr und die sollten ja auch noch machbar sein...

schreiberin antworten
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