Die falsche Welt
Was willst Du sagen?
Ich weiß nicht, was Geo sagen oder fragen will. Aber bei dem Stichwort "falsche Welt" fällt mir Pierre Teilhard de Chardin - der jesuitische Mönch und Anthropologe, der mitbeteiligt bei der Entdeckung des "Peking-Menschen" war - ein. Er vertrat u.a. die Ansicht, dass sich das gesamte Universum ausgehend von einem Anfangs-Punkt " alpha" bis zum Endpunkt "omega" evolutiv entwickelt und dabei alles, was sich darin befindet, "gut" ist, weil es zur Evolution gehört. Wenn alles so läuft, wie es soll, steht am Ende von allem der "kosmische Christus".
Ich greif das mal mit meinen Vorstellungen, aber nur bezogen auf die menschliche Entwicklung auf.
Auch bei den Menschen hat es einen Punkt "0" gegeben. Von dem aus entwickelte sich in großer Schnelligkeit der Mensch, so wie wir uns heute kennen. Insbesondere haben wir vermittels unserer Intelligenz und unserem Drang nach immer mehr auch tatsächlich immer mehr erreicht, vor allem auf technischer Ebene, konnten dem aber emotional nicht folgen. Da wir mit unserem eigenen Vermögen so ziemlich am Ende sind, entwickelte sich dann aus dem Menschen heraus etwas, was jetzt nicht mehr menschlich, aber über den Menschen in seinen Fähigkeiten weit hinausgeht. Den Anfang dieses Wechsels erleben wir gerade in diesen Tagen mit KI. Wie es dann weitergeht, weiß niemand.
Aber dass es überhaupt so gekommen ist, haben wir u.a. ganz wesentlich auch den schlechten Ereignissen unseres Lebens zu verdanken.