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Das Ende der freien Demokratie in den USA... und jetzt?

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Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 29398

Zu negativer Titel? Ich denke nicht. Ich bin wohl nicht der Einzige, der zu dem Schluss gekommen ist, dass die Demokratie in den USA, so wie wir sie kannten, an ihr Ende gekommen ist. Ob das nur ein vorläufiges Ende ist oder endgültig - das wird sich wohl erst noch zeigen. Aber im Moment ist das eine Tatsache.

In den USA wurde ein Mann gewählt, der das Gegenteil einer Demokratie verkörpert. Die Mehrheit der Wähler - und diesmal ist es tatsächlich eine Mehrheit der Bevölkerung, nicht nur die Mehrheit der "Wahlmänner" - sehnt sich nach einer autoritären Führerfigur, nach einem "starkem Mann". Nach jemandem, der allen Widerständen, allen Anfeindungen zum Trotz standhaft bleibt. Nach jemandem, der sich gegen das System und seine Repräsentanten stellt. Nach jemandem, der hart durchgreift. Auch gegen Minderheiten.

Der sich nicht um Moral schert, der tut, was er will, der sich durchsetzt um jeden Preis, der keine Kompromisse eingeht... nach einem Diktator!

Ich fürchte, das muss man jetzt zur Kenntnis nehmen. Die Sehnsucht nach einer Diktatur, auch wenn es kaum jemand so benennen mag, ist in den USA real...und nicht nur dort.

Das kommt für uns zur Unzeit. Auch hier gibt es entsprechende Tendenzen... noch nicht so stark, aber wachsend. Und die Demokratie zeigt Schwäche - und das nicht zu knapp.

Was können wir nun tun?

Wie geht es weiter?

Hoffen, dass in vier Jahren wieder alles beim Alten ist...?

Ich fürchte, das ist eine naive Hoffnung... wir werden uns auf eine neue Zeit einstellen müssen.

Aber wie...?

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344 Antworten
5 Antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @lucan-7

 

In den USA wurde ein Mann gewählt, der das Gegenteil einer Demokratie verkörpert. Die Mehrheit der Wähler - und diesmal ist es tatsächlich eine Mehrheit der Bevölkerung, nicht nur die Mehrheit der "Wahlmänner" - sehnt sich nach einer autoritären Führerfigur, nach einem "starkem Mann". 

Aber so einiges, was Trump sagt, gefällt mir auch sehr gut. Einmal das er die Bibel verehrt  -auch wenn er nicht immer danach  lebt aber wer von uns tut das schon immer?-  zum anderen habe ich ihn im Fernseher sagen  hören.....

Ich werde Kriege beenden und nicht beginnen......

Was wäre so falsch daran, nachdem die USA seit Jahrzehnten (Vietnam,  Korea, Afghanistan,  Irak usw.) Weltmeister waren entweder Kriege zu beginnen oder sich in einen bestehenden einzumischen und ihn eskalieren zu lassen?

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Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@fizzibitz 

Einmal das er die Bibel verehrt

Jaja, und dann kann er nicht mal einen Lieblingsvers zitieren. Klick.

auch wenn er nicht immer danach  lebt aber wer von uns tut das schon immer?

Niemand tut das immer. Aber es besteht ein Unterschied zwischen "nicht immer" und "so gut wie gar nicht". Jemand, der zumindest versucht, danach zu leben, verstößt nicht wie Trump ständig gegen Gottes Wort, und wenn er es tut, zeigt er entsprechend Demut. 

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@fizzibitz 

Aber so einiges, was Trump sagt, gefällt mir auch sehr gut. Einmal das er die Bibel verehrt  -auch wenn er nicht immer danach  lebt aber wer von uns tut das schon immer?

Würde Trump die Bibel auch nur das Geringste bedeuten, dann würde er sich ganz anders verhalten. Und ich meine nicht fehlerlos und ohne Sünde oder so etwas. Aber WENN er sich an der Bibel orientiert, dann sucht er sich ganz gezielt nur die passenden Stellen für sich selbst heraus - und Jesus lässt er links liegen.

Denn der meinte dazu schlicht: "An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!"

 

Ich werde Kriege beenden und nicht beginnen......

Das wird man sehen. Trump ist jedenfalls bereit, Menschen vom Militär töten zu lassen. Der iranische Kommandeur Qasem Soleimani wurde auf Trumps direkten Befehl liquidiert.

 

Was wäre so falsch daran, nachdem die USA seit Jahrzehnten (Vietnam, Korea, Afghanistan, Irak usw.) Weltmeister waren entweder Kriege zu beginnen oder sich in einen bestehenden einzumischen und ihn eskalieren zu lassen?

Dass Trump keine Kriege begonnen hat muss man ihm sicher zugutehalten. Ob er aber tatsächlich einen Beitrag zum Frieden in der Welt leisten wird - das muss sich erst noch herausstellen.

 

lucan-7 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

@lucan-7 

"Dass Trump keine Kriege begonnen hat muss man ihm sicher zugutehalten."

Erinnert mich sehr an die Antworten bei Frauen, die in ihrer Ehe unglücklich waren: "Aber hat mich ja nicht geschlagen". Glükliche Ehe, wenn es reich, dass der Mann nicht schlägt.

Unf glückliches Land, dass einen Trump hat, der - bis jetzt - noch keinen Krieg losgetreten hat, aber bereit ist, einen Bürgerkrieg zu tolerieren oder zu entfachen.

queequeg antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@queequeg 

"Dass Trump keine Kriege begonnen hat muss man ihm sicher zugutehalten."

Erinnert mich sehr an die Antworten bei Frauen, die in ihrer Ehe unglücklich waren: "Aber hat mich ja nicht geschlagen". Glükliche Ehe, wenn es reich, dass der Mann nicht schlägt.

Wer sich eine sachliche Debatte wünscht, der sollte eine Debatte auch selbst sachlich führen. Wenn wir jetzt alles verteufeln, nur weil es von Trump kommt, dann sind wir nicht viel besser als er selbst.

Es gibt Dinge, die man Trump zugute halten kann. Es gab Entscheidungen von ihm, die gut und richtig waren. Das waren allerdings nicht viele, und sie wiegen bei weitem nicht seine Fehler auf. Aber man sollte sie auch nicht verschweigen.

Trump hatte seinerzeit Berater, die ihm zu einem Krieg mit dem Iran rieten. Trump hat das abgelehnt - hat sich aber für die Tötung eines hochrangigen Kommandeurs entschieden. In einem Krieg hätte es jedoch wesentlich mehr Tote gegeben.

Persönlich denke ich nicht, dass das etwas mit seiner Großherzigkeit zu tun hat, sondern dass er fürchtete, dass ihn so ein Krieg überfordern und deshalb in einem schlechten Licht dastehen lassen könnte.

Aber das spielt in diesem Fall keine Rolle, er hat auf den Krieg verzichtet. Auch manche wirtschaftlichen Entscheidungen, wie die Zölle gegen China, waren grundsätzlich richtig (Was nicht auf alle Zölle zutrifft, aber manches war eben trotzdem gut).

Auch in seiner zukünftigen Amtszeit wird sicher nicht alles schlecht sein, was er tut. Tatsächlich hat er sogar große Chancen, vieles richtig zu machen... ob er das auch tun wird, das weiß er zum jetzigen Zeitpunkt vermutlich noch nicht mal selbst.

Dass unterm Strich trotz allem ein fürchterlicher Präsident herauskommt, der sowohl den USA als auch dem Rest der Welt großen Schaden zufügen wird... das zeigt dann allerdings, wie es wirklich um ihn bestellt ist.

 

lucan-7 antworten
Tatokala
Beiträge : 4579
Veröffentlicht von: @jack-black

wären wir resistenter gegenüber Ideologien, könnten wir die anstehenden echten* Probleme angehen.

 

 

 

 

*Wer in Jerusalem wo seine Heiligtümer bauen darf, ist kein echtes Problem, sondern ideologischer Quatsch.

Das sehe ich auch so.

Leider würde es immer Leute geben, denen der Ansatz: "Keine Neubauten und ansonsten freier Zugang für alle" nicht ausreichen würde, sondern lieber darauf herumreiten, wer genau die Administration worüber innehat.

tatokala antworten


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