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Politik, Wirtschaft & Soziales

Hier geht's um das, was unsere Gesellschaft bewegt.
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Es ist ja hier schon an verschiedenen Stellen zur AfD diskutiert worden. Ich mache gerade die Erfahrung, dass viele, die sich selbst christlich nennen (Kulturchristen), geneigt sind die AfD zu wählen. Jedenfalls keine klare Kritik äußern. Die Gründe sind vielfältig. Die Enttäuschung über die traditionelle Parteien ist nur ein Aspekt. Worüber in den Diskussionen hinweggesehen wird, ist dass die AfD in ihrer Praxis ungeniert faschistoide Züge und Praktiken aufweist. Ihre Rhetorik wird entweder akzeptiert (man muss manche Sachen auch mal klar beim Namen nennen) oder als Randphänomen abgetan (Spinner gibt es überall). Genauso wie Gewalt gegen Politiker oder Migranten (dass sind wirkliche Rechtextreme, die mit der AfD nichts zutun haben). Dass die Agitation der AfD ein Gewaltklima schürt wird einfach nicht gesehen oder als irrelevant abgetan. Im Kern rechtfertigen die Befürworter viele Wahlaussagen aus dem AfD Programm. Das Argument, Papier ist geduldig und die AfD hängt sich ein bürgerliches Mäntelchen zur Tarnung um, wird als Verschwörungstheorie abgewiesen. Die verbale Entschärfung des AfD Programms (keine Leitkultur, keine Remigration mehr) wird stattdessen als Beweis für das Unrecht der Kritiker oder des Meinungsmonopols der ´Lügenpresse` genommen. Selbst dieser Begriffe tauchen im Wahlprogramm nicht mehr auf.

Im Bundestagswahlprogramm (BWP) 2025 heißt es unter der Überschrift Kampf gegen Desinformation: Die Äußerung der freien Meinung in Medien jeglicher Art stellt auch eine Kontrollmöglichkeit des Bürgers gegenüber dem Staat dar. Die freie Meinungsäußerung schließt auch das Recht auf Irrtum ein.“ (BWP 2025:48). Ich lese in dem letzten Satz einen Freibrief für die Verbreitung von Fake News und Straffreiheit für Fakenews, zumindest solange, wie die AfD nicht an der Macht ist. Von subtilen Falschinformationen macht sie dann auch im Programm reichliche Gebrauch: „Durch die aktuelle Regierung wird das Geschlecht nicht mehr als biologische Tatsache definiert, sondern als ein soziales Konstrukt, welches austauschbar und erweiterbar ist. …. Kinder und Jugendliche werden durch einen Trans-Kult in Kita, Schule, Medien, im Internet und durch Gleichaltrige manipuliert. Daraus kann eine falsche Wahrnehmung folgen. Vorschnelle Diagnosen führen dann zur Gabe von Hormonen wie Pubertätsblockern, die ein hohes Risiko für Herzinfarkt, Unfruchtbarkeit und … (BWP 2025:150)

Ebenso verhält es sich mit der Religionsfreiheit gegenüber dem Islam. Unter der Überschrift „Einer weiteren Ausbreitung des Islam treten wir entgegen“ finden sich die scheinbar harmlose Forderungen wie „Die AfD fordert, islamistische Vereine bzw. Moscheegemeinden konsequent zu verbieten, wenn die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen … In Deutschland predigende Imame sollen sich zu unserer Verfassung bekennen, möglichst in deutscher Sprache predigen und in Deutschland ausgebildet sein….“ Ich finde, man sollte das letzte Kriterien erstmal auf die AfD selbst anwenden. Dass der Wolf Kreide gefressen hat und der faschistoide Charakter der AfD in ihren tatsächlichen Handeln zu suchen ist, kann man nur schwer klar machen.

Besonders bedenklich finde ich folgende ´christliche` Argumentation (nicht von Kultur- aber Kirchenchristen): „Egal wer in Deutschland regiert … Er hat seine Macht von Gott und wir sollen der Obrigkeit untertan sein“. Sie berufen sich auf Röm.13,1: „Ein jeder soll sich der obrigkeitlichen Gewalt unterordnen! …; Tit.3,1: „Erinnere sie, der obrigkeitlichen Gewalt untertan, gehorsam und zu jedem guten Werk bereit zu sein,… Die Diskussion läuft dann oft so:

(a): Wenn die AfD an die Macht kommt, dann hat das Gott gewollt.

(b): So wie damals, als Hitler an die Macht gekommen ist?

(a): Die AfD ist mit den Nazis nicht zu vergleichen?

(b): Es geht ja um das Prinzip, das dahinter steht. Selbst wenn man den Glauben teilt, dass Gott als Herrscher der Welt auch die NSDAP zugelassen hat, kann man nicht daraus schließen, dass Gott will, dass man das widerspruchslos hinnimmt. Im AT waren tyrannische Herrscher oft ein Mittel, um dem Volk Israel die Folgen ihrer Untreue zu zeigen. Gott hat schlechte Herrscher, Exil und Vertreibung zugelassen, nicht um zu strafen (im Sinne eines negativen Stimulus), sondern hat ihnen den Ungeist heidnischer Herrschaft als Folgen ihrer Abwendung von Gott und Hinwendung zu Götzen gezeigt. In diesem Sinne ist die AfD ein Abbild des bösen Geistes, der sich in der Nachkriegsgesellschaft zunehmende breit gemacht hat. U.a. weil aus der Naziherrschaft keine wirklichen Lehren gezogen worden sind.

Im Prinzip gilt dies auch für alle anderen Parteien, wenn auch in unterschiedlichen Ausmaß. Weder CSU noch CDU geben dem C in ihrem Namen wirklich die Ehre.

Am Ende stehe ich da, bin fest davon überzeugt, dass die AfD ein Gefahr für Deutschland und die Welt darstellt und man den Anfängen wehren muss; aber ich fühl mich überfordert, dass den Menschen, die ja an sich (subjektiv) das gute Wollen, davon zu überzeugen, dass man die AfD nicht verharmlosen und schon gar nicht an die Macht / kommen lassen / wählen darf. Ich halte es für erforderlich nachhaltige als bisher auf die Gefahren die von der AfD ausgehen hinzuweisen. DIe findet man aber nicht offen formuliert im Programm, sondern in den Taten. Z.B. in ihrem Verhalten im den Parlamenten und vor in anderen Bereichen der öffentlichen Lebens.

91
140
Feb. 10

Hi,.

 

lasst uns mal auflisten was bisher geschah.

 

Aufbau einer GeStaPo oder Waffen SS. Was Trump (ICE) mit den Migranten macht, erinnert mich an die alten Zeiten von D.

Aus Verteidigungsministerium wurde Kriegsministerium. Erinnert mich auch an  damals unter Hitler.

Frauenverachtung, Beleidigungen, Diffamierungen...............wooouuw. Und seine Sprecherin Leavit macht auf Propagandaministerin.

 

Und dieser Kennedy.....waaaah.

 

Letztens sagte er: Trump hat eine gottgleiche Gesundheit trotz der ganzen FastFood und Diet-Coke. Masern ist in USA hart auf dem Vormarsch. Wegen der kritischen Impfgegnmern von evangelikalen Rechten...........*wüüürg.

Jetzt will er Grönland und vielleicht auch Venezuela aussaugen.

 

Tja, noch ein paar Jahre stehen uns bevor................mich grauts. Sollte er doch früher abkratzen, Rubio und Co scharren schon mit den Hufen.

 

M.

72
430
Feb. 10

Ich habe von der ca. 6 Jahren zum ersten Mal von der NAR gehört. (die deutsche Übersetzung kann man sich ja heutzutage im Browser anzeigen lassen.)  

Dann wurde ich auf diesen Artikel aufmerksam. Aus dem Artikel.

Nun, diese politische Theologie der Macht musste mit einer Mobilisierungsstrategie durchdrungen werden, um Christen dazu zu bringen, das Herrschaftsprojekt anzunehmen. Hier kommt die Idee des „Sieben-Berg-Mandats“ daher. Diese Strategie zielt darauf ab, Christen zu mobilisieren und sie zu befähigen, Top-Rollen in sieben Sphärenkulturen zu besetzen, die auch als Berge bezeichnet werden, die normalerweise verstanden werden: Regierung, Bildung, Wirtschaft, Familie, Kunst und Unterhaltung, Medien und Religion. Das ultimative Ziel ist es, Herrschaft zu etablieren, die nur erreicht werden kann, indem Christen in Führungspositionen an die Spitze dieser kulturellen Berge gestellt werden.

Und gestern fand das nationale Gebetsfrühstück mit Trump statt. Wo die Beziehung zwischen dieser Bewegung, deren Ziele und Trump offensichtlicher wurde als je zu vor. NAR wird in der evangelikalen Szene sehr kritisch betrachtet, weshalb ich überrascht bin, dass sie dennoch den christlichen Diskurs dermassen dominieren. Aber das ist ja auch ihr ausgesprochenes Ziel, jeden Aspekt des gesellschaftlichen Lebens zu dominieren. 

19
63
Feb. 07

Passend zum dem anderen Thread aber ein bisschen ein anderes Feld wird gerade aktuell vom ÖRR (hier: ZDF) bearbeitet:

https://www.zdfheute.de/politik/christfluencer-glaube-rechtspopulismus-extremismus-afd-100.html

Und eine Diskussion zum Thema:

https://www.zdf.de/video/talk/unbubble-100/christfluencer-bibelverse-jesus-glow-100

Hier in Baden-Württemberg wollte die AfD u.a. mit dem sich selbst als "Ketzer der Neuzeit" bezeichnenden Christfluencer eine Veranstaltung im Landtag durchführen, dies wurde aber dann per Verbot durch die Landtagspräsidentin schnell unterbunden:

https://www.tag24.de/nachrichten/politik/deutschland/parteien/afd/afd-party-verboten-landtagspraesidentin-will-keine-rechten-influencer-im-haus-3403185

Habe gesehen dass die RKK einen aktuellen, recht detaillierten Katalog zu Verhaltensmaßnahmen der Nicht-Laien (m.E.) aufgestellt und auch evtl. Pönalisierung bei Fehlverhalten:

https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_alt/2012-109b-Empfehlungen-Social-Media-Guidelines.pdf

Der deutsche RKK-orientierte Verlag Herder hat ein interessantes Buch zum Thema:

"Rechte Versuchung"

https://www.herder.de/religion-spiritualitaet/shop/p3/86284-rechte-versuchung-ebook-pdf/

Die RKK hat es leichter wegen dem zentralen Lehramt, da können Fragen direkt und verbindlich in der Hierarchie entschieden werden, hier "fällt" der EKD das nicht bestehende zentrale Lehramt "auf die Füsse".

Die RKK kann Fragen halt definitiv klären Und wenn, was aber de facto (fast) nie passiert, auch unabänderlich ex cathedra [Papst oder Papst + Konzil] für immer klären.

36
187
Feb. 03

Besonders interessant da es m.W. damit letztinstantlich entschieden für den Bereich der RKK:

https://www.domradio.de/artikel/vatikan-bestaetigt-ausschluss-von-afd-landtagsabgeordnetem-schaufert

"Der saarländische AfD-Politiker Christoph Schaufert wollte zurück in ein Kirchengremium, nach dem er auf Bitten der Gemeinde entlassen wurde. Nun hat der Vatikan aber das letzte Wort gesprochen. Schaufert zog Konsequenzen."

Vor etwas um die zwei Jahre gab es schon Aussagen zu der Partei von den Bischöfen, nur sind ja diese keine Höchstinstanz:

https://www.domradio.de/glossar/voelkischer-nationalismus-und-christentum-sind-laut-bischofskonferenz-unvereinbar

In der evangelischen Kirche gibt es ja auch Diskussionen um diese Frage(n), nur wird es naturbedingt dort keinen Höchstentscheid geben können (aus Mangel an zentralem Lehramt).

Oder gibt es im evangelischen Bereich da schon endgültige Entscheidungen?

 

82
195
Feb. 02

... selbst wenn jemand dumme Fragen stellt

https://ibb.co/SXkBjkth

1
6
Feb. 01

Hallo zusammen,

mich beschäftigt die Frage, ob in der Ordnung der Schöpfung Privateigentum an Produktionsmittel vorgesehen ist. Gott hat zwar Land Abraham und dem Volk Israel zum Besitz gegeben, was aber nicht bedeutet, dass sie Eigentümer sind. Eigentliche heißt es an verschiedenen Stellen, das die gesamte Erde Gottes Eigentum sei (Ex.19,5) Es heißt auch dass das Volk Israel Gottes besonderes Eigentum sein, so dass jeglicher Besitz Israels dadurch Gott zum Eigentümer hat.

In Gen.1,29 heißt es: "...Seht, ich übergebe euch alle samentragenden Pflanzen auf der ganzen Erde und alle Bäume mit samenhaltenden Früchten; sie sollen euch zur Nahrung dienen. Bei Noah heißt es: "Seid fruchtbar und mehrt euch und erfüllt die Erde! " Gen.9,1. Bei Abraham (Gen.12,7 heißt es: "Der Herr erschien dem Abram und sagte: "Dieses Land will ich deinen Nachkommen schenken." Als sich Abraham von Lot wegen der Herden trennt heißt es (Gen.9) "Steht dir nicht das ganze Land offen? .Trenne dich lieber von mir! ..." Steht offen heißt offensichtlich, dass es keine Eigentümer und keine Besitzer gab, obwohl von Sodom und Gomorrah die Rede ist. "Lot ... ließ sich in den Ortschaften am Jordan nieder und schlug seine Zelte bis nach Sodom hin auf". "Zu Abram sagte Gott, nachdem Lot sich von ihm getrennt hatte: "Erhebe deine Augen und schaue von dem Ort, wo du stehst, nach Norden, Süden, Osten und Westen! 15 Denn das ganze Land, das du siehst, will ich dir und deiner Nachkommenschaft für immer zu eigen geben."

Hintergrund ist die Frage, ob die Aussage der beiden Kirchen, dass das Haben von Eigentum eine urmenschliches Bedürfniss sei oder ob es nicht eher so ist, dass in dem Eigentumsgedanken die Verführung Satans lauert und es gerade, weil es vordergründig menschlich - fleischlich - ist, darum geht, Produktionsmittel als Gemeineigentum aufzufassen. 

Vorweg: eine psychologische Argumentation, dass Aussicht auf Besitz Menschen motivert zu schaffen und diese auch für das Gemeinwohl erforderlich sei, ist für mich keine biblische sondern ein wirtschaftswissenschaftliche Argumentation. 

65
272
Jan. 30

Zur Zeit  toben einmal  wieder Demonstrationen im Iran gegen das mörderische radikalislamische und terroristische Regime. Die Menschen stehen auf und kämpfen für Werte, die auch wir in Deutschland immer wieder hoch halten: Freiheit, Gleichberechtigung, Menschenwürde.

Und was geben wir in Deutschland nicht auf unsere Werte! Wir haben ja auch sonst nichts Anderes... militärisch und wirtschaftlich haben wir nichts zu melden (also, wirtschaftlich schon, aber bitte nicht so, das wir selber dabei Wohlstand einbüssen würden!) - aber hey, die WERTE! Damit sind wir doch groß! 

Den Höhepunkt fand das Ganze mit der "Feministischen Aussenpolitik" von Baerbock... was konkret bedeutete:  Warme  Worte für alle, die es hören wollten - auch wenn niemand zuhörte. Aber egal - wir sind so moralisch, am deutschen Wesen soll die Welt  genesen! Kann man doch sicher so sagen... der Spruch ist sicher unbelastet, oder?

Nun, jedenfalls kämpft da im Iran ein Volk um seine Freiheit. Also, wirklich das VOLK. Menschen setzen ihr Leben ein, um sich vom Joch der religiösen Tyrannei zu befreien, auch im Namen des Humanismus, der Meinungsfreiheit, der Religionsfreiheit und der Gleichberechtigung! Befreiung der unterdrückten Frauen!

Und was  macht Deutschland? Mit seiner ganzen Moral? Mit seinen ganzen linken Feministen? Mit allen Idealen von Menschlichkeit und Freiheit?

Na ja... GAR NICHTS. Man druckst halt so herum.

Die Iranischen Revolutionsgarden auf die Terrorliste setzen? Ja nein... das will wohlüberlegt sein...

Iranische Gelder einfrieren...? Ja nein... die Wirtschaft... das will wohlüberlegt sein...

Deutliche Worte und Sanktionen...? Nein! Wirtschaft! Das muss wohlüberlegt sein... nichts überstürzen! Das Völkerrecht stützt auch Diktaturen!

 

Und was tut Donald Trump?

Poltert herum, macht viel Wind, tut gar nichts, markige Sprüche wie immer... ABER ER STELLT SICH KLAR AUF DIE SEITE DES IRANISCHEN VOLKES!

Und wer hilft ihm gerade...?

Elon Musk, der mit Starlink dem iranischen Volk weiterhin Internet zur Verfügung stellt, damit das Regime, welches das Internet abgestellt hat, nicht heimlich Menschen ermorden kann und weiter Information zur Verfügung steht...

 

Wenn Elon Musk und Donald Trump die Freiheit der Menschen im Iran verteidigen, während Deutschland schweigt und einzig Jens Spahn sich klar positioniert... dann stimmt hier gewaltig etwas nicht!

 

Ich finde es absolut beschämend, was hier gerade passiert... Deutschland ist nicht nur wirtschaftlich und militärisch, sondern auch moralisch auf einem absoluten Tiefpunkt angekommen.

Wie seht ihr das...?

163
893
Jan. 30

Hi,

 

letzten Freitag war ich ausserhalb auf dem Weg zu einer Kantine. Musste über eine Ampel und sah mittendrin einen 50 Euro Schein. Hob ihn auf und schaute mich um. Fand niemanden der suchend  herumlief und vermissen könnte. Ich steckte es ein. Sagte an der Pforte, ich hättte Geld gefunden und wer es vermisst, könnte sich da melden. Er meinte, ich solle es mit ihm  teilen bzw. einstecken. Ich bin später ins Internet und laß, alles was 10 Euro übersteigt sollte zur Polizei oder Fundbüro gebracht werden. Gelesen und getan. Auf der Polizeiwache fand ich, ich wurde ein wenig seltsam angesehen. 

Heute mal nachgelesen. Geldgier ist ein riesiges Problem geworden. Es zerstört vieles...vor allem die eigene Persönlichkeit. 

Ich bin dankbar, das meine Fundsachen immer unversehrt zzurück kamen. Ich will weg von solch Belastungen.

 

Hättet ihr (auch Christen)  das Geld behalten oder abgegeben? Auch Christen sind leider Geldgierig.

52
104
Jan. 29

Hab heute schon hochgerufen, Hey Gott, tu mal was. Die Menschen in Kiew erfrieren bald grausam.

 

Auf gehts

28
125
Jan. 25

Vor 2 Monaten erschienen eine neue PEW Studie.

 

Da wurden einige interessante und weniger interessante Zahlen vorgestellt.

 

Hier aber ein Ergebnis, welches wohl auch auf anderen Gebieten relevant ist. 

Overall, there’s consensus among most American Christians that “good Christians” do not need to take a particular view on Trump:

- 80% of U.S. Christians say good Christians can disagree about Donald Trump.

- 11% say opposing Trump is essential to being a good Christian.

- 7% say supporting Trump is essential to being a good Christian.

 

Insgesamt herrscht unter den meisten amerikanischen Christen Einigkeit darüber, dass „gute Christen“ keine bestimmte Meinung zu Trump vertreten müssen:

- 80 % der US-Christen sagen, dass gute Christen unterschiedlicher Meinung über Donald Trump sein können.

- 11 % sagen, dass es für einen guten Christen unerlässlich ist, Trump abzulehnen.

- 7 % sagen, dass es für einen guten Christen unerlässlich ist, Trump zu unterstützen.

Damit ist offiziell, was ich schon lange vermute. Die in der US-christlichen Szene sehr laute, und sehr präsente, und teils dominante Meinung, dass es eine Christenpflicht ist, Trump zu wählen, ist eine Minderheit, und obendrauf, mehr Christen sehen es als Christenpflicht an, Trump abzulehnen. 

 

 

223
1,593
Jan. 19

Ich möchte mal mein Leid klagen, und aufzeigen wie asiozial mMn nach unser Sozialstaat ist!

Innerhalb des letzten Jahren sind sowohl meine Mutter als auch mein Bruder verstorben und ich erhalte keine aufstockenden Leistungen und Hilfen zur Pflege oder Geld für Betreuung mehr. Ich erhalte EM-Rente, die meine Fixkosten Gott sei Dank abdeckt und ich hab wenige Rücklagen. Niemand hat mich gefrag ob und wie viele ich habe. Der Erbschein zieht sich und meine Rücklagen schrumpfen und es ist allen scheißegal, weil "theoretisch sind Sie ja vermögend!", ja praktisch aber noch nicht!

Hätte ich diese Rücklagen, die ja im Sozialleistungsbezug nicht einfach aufzubauen sind, nicht, hätte ich jetzt ein großes Problem!

12
273
Jan. 16


In der Familien gab es heftige Diskussion um die Frage anlagenbasierte Altervorsorge.

Aus meiner Sicht wäre das grundsätzliche eine Katastrophe und absolut unchristlich. Ich denke Folgendes:
Wenn immer mehr Menschen mehr oder weniger gezwungen werden, ihr Geld in Aktien etc. anzulegen, wird doch nur erreicht, dass der Druck auf Unternehmen ect. wahnsinnig ansteigt, die entsprechenden Renditeerwartungen zu erfüllen. Wie wollen sie es machen? Doch nur, indem sie die Ausbeutung von Menschen und Natur an andere Stelle erhöhen. Bereits der jetzige ´Erfolgdruck` führt doch dazu, dass immer mehr Fonds durch Green-washing und andere Methoden die Welt plündern - wobei noch die Frage offen, wieviel von dem Gewinn bei den Rentner ankommt und wieiviel vorher für Prämien und andere Gratifikation an die Raubritter der Welt ausgezahlt wird.

Woher kommen die Gewinne? Z.B. durch die Zinsen der Schuldner, die größten sind die Staat. Also was passiert. Das Geld (Zinsen) gibt der Staat an die Banken, die davon einen Teil an die Rentner weitergeben. D.h. mit anderen Worten, der Staat bezuschusst die Renten sowieso. Jetzt unmittelbar, ohne Zwischenprofiteure. Siehe auch Rister-Rente. Die einzigen die wirklichen Ertrage haben, sind die, die diese anbieten.   

Das System, die Renten aus den je laufenden Erträgen des BSP zu finanzieren ist da im Prinzip gesünder und christlicher. Auch wenn ich einsehe, dass es irgendwie reformiert werden muss.

48
455
Jan. 06

https://www.n-tv.de/politik/Trump-Berater-predigt-der-AfD-die-Heilslehre-article26145649.html

 

Heilslehre gelehrt? Hä?

 

Lest den Artikel selbst.

 

Es wird immer gruseliger.

 

M.

 

 

17
231
Dez. 30

Mir fällt in den Medien - und zwar praktisch allen Medien - seit langer Zeit eine gewisse Tendenz auf, die mir Sorgen bereitet. Und zwar das Thema "Spaltung der Gesellschaft". 

Klar, autoritäre Gruppen wie Rechtspopulisten sehen das negativ, die fordern Einigung, notfalls mit Zwang und die Bestrafung der Unruhestifer, Abweichler oder wie immer sie das nennen. So eine Tendenz, dem Volk eine "Einheitsmeinung" aufzuzwingen, ist ein Kennzeichen von Faschismus.

Nun fällt mir aber auf, dass neuerdings auch Medien, die sich klar demokratisch positionieren, ins gleiche Horn stoßen. Da wird einerseits immer wieder vor einer "Spaltung" der Gesellschaft gewarnt (Also im Prinzip eine "Einheitsmeinung" gefordert). Und andererseits wird auch von der Bundesregierung Einigkeit und vom Bundeskanzler Autorität gefordert, damit er seinen Willen durchsetzt. Politische Debatten innerhalb der Regierung werden als Schwäche derselben ausgelegt.

Am Ende bedienen sowohl demokratische wie auch autoritäre Strömungen dasselbe Narrativ... und stützen die Forderung nach einem "Starken Mann", der ein "einiges Volk" regiert.

Natürlich stellt das die Situation stark vereinfacht dar. Es gibt einen Unterschied zwischen einer konstruktiven Debatte und einem kopflosen Hühnerhaufen, bei dem jeder jeden bekämpft. Und es gibt einen Unterschied zwischen Demokraten mit unterschiedlichen politischen Ansichten, die auf dem Fundament des Rechtsstaates stehen - und zwischen Demokraten einerseits und Faschisten andererseits.

Aber genau diese Unterscheidung wird kaum noch getroffen. Es wird alles in einen Topf geworfen, die Regierung wird von allen Seiten als unfähiger Haufen dargestellt, egal ob es nun um berechtigte Kritik geht oder irgendwelche Nebenschauplätze. Und jede unterschiedliche Ansicht wird als "Spaltung" diffamiert, ohne zu unterscheiden ob man sich noch auf demokratischem oder autoritärem Terrain bewegt.

So wird einseitig ein autoritäres Narrativ bedient und letztlich die AfD immer weiter bestärkt, um es einmal klar zu benennen... und zwar nicht nur von den Rechtspopulisten selbst, sondern gerade auch von ihren Gegnern.

Wie sehr ihr das...? 

365
1,551
Dez. 30

Nein, ich meine nicht diese Ampel mit der weißen Ampelphase, bei der man einfach dem autonom fahrenden Vorgänger folgen soll.

Ich meine eine Ampel auf Produkten, wie wir das von Wurst oder Käse kennen.

Wer heute etwas kauft, der kauft mehr als nur das Produkt. Er kauft auch eine Wirtschaftsweise, eine Produktphilosophie gleich mit.

Wir haben Ampeln, die uns in Bezug auf Gesundheit leiten sollen (da bin ich nicht so der Fan davon), wir kaufen aber auch bei landwirtschaftlichen Produkten Tierhaltungsformen oder wir haben Hinweise, ob etwas mit oder ohne Gentechnik produziert wurde.

Hier hätte ich gerne noch eine Ampel, die anzeigen soll, in wie weit ein Produkt durch menschliche Arbeitskraft oder ganz ohne menschliche Arbeitskraft entstanden ist.

 

Das könnte dann so sein, dass ich eine beste Kategorie habe, bei der keine automatisierende Maschinen genutzt wurden - Kategorie A.

Da gibt es als Krönung noch eine Unterkategorie A* bei der die Produktion zu über 50% in Behindertenwerkstätten erfolgte.

Dann gäbe es eine Kategorie B, bei der CNC zum Einsatz kam, die Werkstücke aber noch von Hand eingelegt und nachbearbeitet wurden.

Dann könnte ich mir eine Kategorie C vorstellen, bei der ein automatisierter Vorgang beteiligt ist, der aber von Menschen geführt und beobachtet ist. Dazu noch eine definierter Anteil an Schritten durch Menschenhand.

Kategorie D wäre dann die "dunkle Fabrik" - also die Fabrik, bei der alles durch Roboter gemacht wird und in der es keine Menschen gibt.

 

Das nur mal schnell hingeschrieben. An den Kategorien könnte man sicher noch etwas weiterarbeiten. Dies hier also nur mal so als Idee.

Konsumenten haben Macht. Und es ist ein Unterschied, ob ein Produkt seinen Nutzungszweck erfüllt oder gleich noch einen für Menschen sinngebenden Effekt als Gegenstand der Arbeit und menschlicher Produktion.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es da dann Produkte gibt, die in einem sozial sensiblen Umfeld unverkäuflich werden - auch wenn die Konkurrenzprodukte deutlich teurer sind.

Hieltet Ihr das für eine gute Idee?

59
255
Dez. 22

Hallo,

bedenkenwerte/bedenkliche (ggf. nach der jeweils eigenen Sichtweise) Zahlen:

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/70-prozent-gegen-verteidigung-mit-waffe-junge-menschen-haben-laut-studie-keine-lust-auf-wehrdienst-oder-pflichtjahr-13610080.html

"Demnach erklärten 81 Prozent der sogenannten Gen Z, dass sie nicht bereit wären, für ihr Land zu sterben. 69 Prozent sagten, sie wären nicht bereit, ihr Land mit einer Waffe zu verteidigen. Die Wissenschaftler haben eigenen Angaben zufolge mehr als 5.000 Menschen im Alter zwischen 15 und 30 Jahren repräsentativ befragt"

Die DFG/VK wird geradezu "geflutet" (kam auch im Rundfunk als ich auf dem Weg zur Arbeit die Tage war):

https://www.zeit.de/gesellschaft/2025-10/kriegsdienstverweigerung-eltern-beratungsstellen-anstieg-wehrpflicht

Das mit dem Wehrwillen, eher Wehrwiderwillen ist eine bedenkswerte Sache. Waffen kaufen ist das eine, es braucht auch Menschen die das bedienen und auch Menschen die dann ggf. auf dem Schlachtfeld bereit sind, das Land zu verteidigen.

Und Sprüche die schonmal früher zogen, zu Zeiten Remarques, wie "Dulce et decorum est pro patria mori": „Süß und ehrenvoll ist es, fürs Vaterland zu sterben.“ (gibt auch ein interessantes Gedicht des im I. Weltkrieg gefallenen Soldaten Owen mit dem Titel "Dulce et decorum (est)", haben ihre Bindungskraft ein wenig (mindestens) eingebüsst.

Das Ganze wird m.E. etwas wenig thematisiert in der öffentlichen/politischen Debatte, aber alle Anstrengungen sind Makulatur wenn die Menschen nicht auch selbst dahinterstehen.

Selbst betrifft mich das wohl eher nicht mehr, als viel zu alt und marode (T5)....

 

254
2,206
Dez. 20

Ich wollte das Thema ja zunächst in den Smalltalk stellen, ich habe dann aber gemerkt dass der Hintergrund womöglich doch etwas ernsthafter ist, also schreibe ich das mal hier rein.

Mir fällt auf, dass immer häufiger Beiträge hier durch KI-generierte Antworten ergänzt werden. Die meisten User achten zumindest darauf, das auch dazu zu schreiben und zu kennzeichnen, immerhin. Und ich bin auch nicht generell gegen KI als solche, manchmal gibt es da schon interessante Antworten und Anwendungsmöglichkeiten - wenn man das schon mal hat, klar, kann man dann auch nutzen. 

Wenn also die KI etwa eine diskussionswürdige Antwort zum Sinn des Lebens liefert und jemand darüber diskutieren möchte... bitte sehr, könnte interessant sein.

Mir fällt aber auf, dass KI-Antworten immer häufiger auch für sachliche Informationen verwendet werden, im Sinne einer Quelle wie Wikipedia oder anderen Informationsquellen. Vor allem dann, wenn es sich um komplexere Themen handelt. Und das halte ich für bedenklich. Denn KI sucht sich die Informationen aus anderen Quellen zusammen, ohne diese zu nennen. Man weiss also gar nicht genau, woher das ganze jetzt kommt... und inwieweit die KI selbst etwas dazu erfunden hat, denn nachvollziehbar ist das nicht.

Ich selber ignoriere inzwischen alles, was hier als KI-generierte Antwort geschrieben wird - vor allem dann, wenn es anstelle einer eigenen Antwort präsentiert wird. Ich finde, dass das auch dem Sinn des Forums als Diskussionsplattform entgegensteht.

Wie gesagt, ich lehne KI nicht grundsätzlich ab, es ist ein nützliches Werkzeug. Aber ich denke, man sollte es in einer Diskussion nur sehr begrenzt einsetzen, wenn überhaupt.

Denn auf Dauer, davon gehe ich aus, wird KI die sozialen Medien praktisch zerstören. Über kurz oder lang wird alles unglaubwürdig werden, und wenn ein erheblicher Teil aller Beiträge auf KI zurückgeht (Und auch der Konsum durch Bots nur vorgetäuscht wird), dann wird das auch für Werbekunden uninteressant. Soziale Medien werden sicher immer bedeutsam bleiben, aber sie werden in den nächsten Jahren aufgrund KI-generierter Beiträge an Bedeutung verlieren, zumindest vermute ich das.

Und ich denke, dass auch ein Forum (Was eh schon eine völlig veraltete Form sozialer Medien darstellt) dadurch weiter an Bedeutung verlieren wird.

 

Wie seht ihr das? Etwas zu übertrieben vielleicht?

 

125
649
Dez. 16

Ich finde das ganz schön heftig was merz da herausgeplaudert hat. 

Aber andererseits gebe ich ihm aber nur etwas Zustimmung. Nürnbergs HBF gehört zu den auffälligsten in D. Sexuelle Übergriffe, Suff, Obdachlose und Drogenhandel. In der Nähe Bordelle. 

Der Plärrer, die Südstadt sind für mich Bereiche, wo ich mich nicht so sehr wohlfühle. Aber dann um die Ecke am Plärrer viele türkische Märkte und Buden und sehr sauber. 

 

Südstadt mehr Probleme durch Osteuropäer aber weitgehend friedlich. Aber leider hat die AfD ständig was zu meckern.

 

Also, der Merz übertreibt da ganz sicher. 

 

Wie isses bei euch?

 

 

138
1,140
Nov. 25

Es wird so langsam immer heftiger. Attentate auf Demokraten, auf Republikaner. Hier bei Kirk macht Trump ein pompöses Thema, bei den erschossenen Demokraten damals nur ein paar lapidare Worte.

 

Und was macht Trump, er zündelt mit den Worten. Gibt Demokraten permanent die Schuld wenn in Amerika was nicht läuft wie er es gerne hätte.

Irgendwoher kenne ich das und es endete am Ende in einer Katastrophe.

 

Der Bürgerkrieg rückt immer näher und ich glaube, die Russen werden es eiskalt ausnutzen...die Chinesen erst recht. 

 

Trump ist sowas von *piep*

799
6,091
Nov. 11

...ist mir schon öfter begegnet wenn ich z.b. beim Versandhaus oder Telefonanbieter anrufe das die mich duzen, weil die modern sein wollen...

Finde ich irgendwie furchtbar. Klar, hier duzt man sich auch und Gott auch, aber mit denen mit ich nicht zur Schule gegangen / habe ich nicht im Sandkasten gespielt. Muss das denn sein?

Manchmal sage ich denen das,aber manchmal erzähle ich einfach nur was ich will..

Wie denkt ihr so darüber?

36
472
Nov. 10

Das ist eine provokative Überschrift. Sorry!

 

Es werden eklatante Lernschwächen in Mathe und diversen andere Fächer festgestellt. 

Ich habe eine Rechtschreibschwäche und das kann man hier oft lesen. Satzzeichen hier und da. Komischerweise kann ich Worte aber richtig schreiben. Auch teils komplexe Worte. Ich mache kein Hehl daraus. Ich war damals (so hies das nun mal) Sonderschule für Lernbehinderte. Für mich die verkehrteste Schule. Ich war nur Schwerhörig und meine neuropathische Krankheit lief voll auf Touren. Die hörte glücklicherweise auf. Ich bin neugierig, offen, lernbereit und vieles. Schaue gerne wissenschaftliche Dokus und anderes an und habe das Gefühl einiges zu verstehen. Kurzum, das Schulsystem  damals und die gestörte Dominaz meiner Mutter hat mein halbes Leben ruiniert. 

 

Aber es hat geklappt.....viel später.

 

Rechnen kann ich auch, aber leider nicht Algebra usw. Obwohl ich das sehr spannend finde. 

https://www.zdfheute.de/panorama/schule-mathe-naturwissenschaften-leistungen-iqb-bildungstrend-100.html

 

In dem Artikel wird man wieder nur die Schule verantwortlich gemacht. Ich aber finde, es ist auch dem Medienkonsum und Mangel an guten förderlichen Beziehungen. In der Familie bis Freundeskreis.

 

Oder nicht?

An die Eltern

Haben sich die Noten eurer Kinder auch verschlechtert? Gerne dürft ihr hier anonym schreiben.

134
784
Nov. 09

Nun also Oktober und die Machenschaften der US-Regierung und der mit ihr verbundenen Kräfte nehmen weiter ihren Lauf ...

Was in den USA an gezielter, forcierter System-Veränderung passiert, müsste gerade unter denen, die mit Ernst Christen sein wollen (hier wie dort) ein breites Entsetzen hervorrufen, einen massiven Widerstand und eine deutliche Positionierung ...

Heute Morgen las ich folgenden Kommentar von einem FB-Freund, der selber ein entschiedener Christ, Pastor und im freikirchlichen Bereich aktiv ist. Ich habe es gelesen und finde es so treffend und gezielt benannt, dass ich es hier (in Rücksprache) unbedingt zitieren und teilen möchte.

...........

Pray for USA:
Trump hat seiner eigenen Bevölkerung den Krieg erklärt. Er fährt das volle Diktator-Planspiel. Das Militär wird auf einen Einsatz im Landesinneren – gegen demokratisch regierte Städte – eingeschworen. Der "christliche Taliban" Hegseth (ja, der mit dem lateinischen Kreuzritter-Tatoo "Gott will es!") ist - wer denkt an das Vorbild aus dem Jahr 1935? - vom Verteidigungs- zum Kriegsminister umbenannt worden, und seine Rhetorik lässt keine Zweifel, wes Geistes Kind er ist. Hier wird ein sektenhaftes Glaubenssystem aufgebaut. Doch es geht nicht um Gott, sondern um Trump, Geld und Macht.
...und dann gibt es allen Ernstes Christen (!), die diese offensichtlich blasphemische und antichristliche Agenda befürworten oder zumindest stillschweigend hinnehmen.
Morgen wacht ihr in der schönen neuen Welt auf, dann ist es 1984, dann ist Farm der Tiere, dann ist Hunger Games und Handmaid's Tale. Und ihr werdet erkennen, dass die Propheten der Moderne leider Recht hatten.
Pray for USA

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Dem kann ich nur mein "Amen" hinzufügen

L'Chaim

501
3,236
Nov. 08

via Facebook gesehen:

https://www.volksverpetzer.de/analyse/studie-groesste-taetergruppe-systematisch-verschwiegen/

"Umgedreht bedeutet das, obwohl 66 Prozent der Tatverdächtigen Deutsche sind, werden sie nur in 9 Prozent der Zeitungsberichte oder 5 Prozent der Fernsehberichte erwähnt – eine krasse Zensur!"

Wobei die Frage ist warum die Polizeibehörden überhaupt die Herkunft benennen und sich nicht einfach weigern solche Info an die Öffentlichkeit zu geben, oder ist das gesetzlich verpflichtend?

Was geht diese Info einen an? Warum sollte man die bekommen (können)?

41
350
Nov. 06


Schönen Guten Morgen (noch),

 

Heute gelesen

 

https://www.n-tv.de/wissen/Mikroplastik-ist-wirklich-ueberall-was-tut-die-EU-dagegen-article26114149.html

 

Ziel ist, bis 20XXXXX 30% weniger Plastik. Also gut, 70% sind IMMER NOCH zuviel. Warum nicht stärker dagegen. 80% bis zum Jahr 20XXXX.

 

Ich trau mich nicht, für ein Plastikverseuchtes Essen beim Gebet zu danken. Vielleicht sollte ich mir eine FFP 3 Maske zulegen. Mit wechselbaren Filter.

 

Es ist verdammt schwierig vom Plastik wegzukommen 🙁

 

Ich seh düster.

 

M. der Untergangsprophet

 

 

64
255
Nov. 05

Israel feiert: Die Geiseln kommen frei. Die Nachrichten (br24) berichten (ZDF) über das vorläufige Ende des Krieges. Hoffen wir, daß es stimmt und der Frieden dauerhaft ist.

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1,190
Okt. 21

Jetzt hat man den Salat (auch dank Trumps Zollachterbahnen) und China beschränkt den Zugang zu seltenen Erden.

 

Es gab viele tolle Ideen und kaum einer wurde so richtig umgesetzt. 

 

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/seltene-erden-deutschland-100.html

 

Da labert man was von Receygling und doch wird das ganze Zeuch nach aussen geschafftt oder nicht so richtig durchgesetzt. 

 

Tja, dadurch das mdie gesamte EU zu hohe Kosten hat (Personal bis Technik) wird man wieder nach Ländern suchen, die man Ausbeuten kann. Südamerika, Afrika...Hauptsache billig. Seltene Erden gibts aja auch in Europa, aber wehe, man buddelt da, dann kommen zig Organisationen die das verhindern.

 

Ich hoffe, es löst sich bald. Sonst sind viele Sparten dem Chinesen untertan.

 

 

4
123
Okt. 18

Angesichts der zahllosen Lügen, der Hetze und Falschinformationen in den so genannten "sozialen Medien" und den Möglichkeiten, die KI jetzt und in naher Zukunft bieten wird frage ich mich, ob das Internet als Informationsquelle demnächst möglicherweise wieder irrelevant werden wird und es vielleicht eine Rückbesinnung auf gedruckte Medien geben wird.

Nicht aus Nostalgie oder weil das unbedingt vertrauenswürdiger ist... sondern weil wahrscheinlich das Internet demnächst derartig von Bots und Fakes geflutet sein wird, das auch der Dümmste am Ende versteht, dass es hier keine vertrauenswürdigen Informationen geben kann und Wahrheit und Lüge kaum noch zu unterscheiden sind - ganz egal, worum es sich handelt.

Neue Quellen der Information zu erschließen wird dann natürlich eine echte Herausforderung werden. Es ist ja nicht so, dass gedruckte Erzeugnisse nicht genau so unterwandert werden könnten.

Aber das Internet als Informationsquelle könnte schon bald wieder ausgedient haben... nicht, dass es deshalb gleich verschwinden würde, aber es wird wohl einen Bedeutungswandel geben.

Die Frage ist, was dann wohl kommen mag...

65
432
Okt. 13

...schlägt jemand vor und das auch noch jemand aus der Partei mit dem C....

Was soll man davon halten?

 

117
401
Okt. 11

...fragt der Polizeigewerkschafter Manuel Ostermann auf x in die Gesellschaft hinein. 

Eine gute Gelegenheit, von einem Ordnungshüter zu hören, was in den Köpfen der Polizisten geschieht, wenn sie zur Wahrung der Freien Demokratischen Grundordnung auf unseren Strassen im Einsatz sind. 

M_Ostermann auf x am 06.10.25

3
201
Okt. 08

Bin ich der einzige der sich wundert? 

Rechte Pöbler halten die Bibel hoch. Wettern gegen HS, gegen Andersdenkende, Hautfarbe und gegen Abtreibung (finden aber Waffen okay) . In USA die Evangelikale voran und hier wohl auch. Irgendwie gruselig. 


Wie soll ein gemäßigter Christ sich gegenüber „radikalisierten“ Christ verhalten? M. 

 

 

252
1,750
Sep. 29

Bodo Ramelow hat etwas getan, was ich nie erwartet hätte:

Er hat vorgeschlagen, dass wir uns Gedanken über eine neue Nationalhymne und eine neue Flagge machen:

https://www.n-tv.de/politik/Ramelow-fuer-Abstimmung-ueber-Deutschlandflagge-und-Nationalhymne-article25995943.html

Man findet in so gut wie jeder Zeitung einen Bericht dazu.

Hier noch einer:

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2025-08/bodo-ramelow-nationalhymne-flagge-abstimmung

Angeblich ist man im Osten Deutschlands unzufrieden mit dem Vorhandenen. Ich frage mich, warum das so ist.

 

Hier unsere Nationalhymne (August Heinrich Hoffmann von Fallersleben):

https://www.bundestag.de/parlament/symbole/hymne/hymne-197462

Einigkeit und Recht und Freiheit
für das deutsche Vaterland!
Danach lasst uns alle streben
brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
sind des Glückes Unterpfand;
|:Blüh' im Glanze dieses Glückes,
blühe, deutsches Vaterland!:|

 

Hier der Vorschlag von Bodo Ramelow - die Kinderhymne von Bertolt Brecht:

https://www.deutschelyrik.de/kinderhymne-1950.html

1. Anmut sparet nicht noch Mühe
Leidenschaft nicht noch Verstand
Daß ein gutes Deutschland blühe
Wie ein andres gutes Land.

2. Daß die Völker nicht erbleichen
Wie vor einer Räuberin
Sondern ihre Hände reichen
Uns wie andern Völkern hin.

3. Und nicht über und nicht unter
Andern Völkern wolln wir sein
Von der See bis zu den Alpen
Von der Oder bis zum Rhein.

4. Und weil wir dies Land verbessern
Lieben und beschirmen wir's
Und das Liebste mag's uns scheinen
So wie andern Völkern ihrs.

 

Schauen wir uns mal die Dichter an:

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben hat unsere aktuelle Nationalhymne geschrieben. ER war Germanist und hat dazu beigetragen, dass diese Disziplin Wissenschaft wurde. Er war Liederdichter und wurde für dieses lyrische Wirken von Preußen ohne Rentenansprüche aus dem Amt entlassen, weil man inhaltlich nicht mit seinem Wirken einverstanden war. Später wurde er sogar ausgebürgert. Seine "Sünde": Er machte sich stark für ein geeintes Deutschland. Diese Haltung mündete in eine Bewegung, die quer durch alle Bevölkerungsschichten ging und die zum Ziel ein geeintes Deutschland hatte. Deutschland war in jenen Jahren ein zerstückeltes Land. Viele kleine Fürsten, viele Grenzen, viele Zölle. Wirtschaft zu treiben war stark behindert. Reisen ebenso. Ein Flickenteppich mit vielen Nachteilen.

Ein Ereignis, an dem diese Bewegung hin zum geeinten Deutschland Form annahm, war das Hammbacher Fest. Es war dies eine als Volksfest getarnte politische Veranstaltung. Dort sah man wohl als erstes Mal in großer Anzahl die deutsche Flagge.

Ich kenne keine andere Flagge mit "gold" als Farbe. Ich könnte mir vorstellen, dass ein bestimmter Diktator mit Goldfetisch missmutig auf unsere Flagge schaut. Aber Gold und Silber ist des Herrn - und so darf ein christlich geprägtes Land auch Gold in der Flagge haben (meine Meinung).

https://www.bibleserver.com/de/verse/Haggai2%2C8

Sowohl Flagge als auch Hymne sind stark mit dem Wunsch nach einem geeinten Deutschland geprägt - und es haben diese Symbole der Deutschen sich lange etabliert, bevor unser Land nach dem Zweiten Weltkrieg geteilt wurde. Ich weiß nicht, wieso der Osten da ein Problem haben sollte.

Ich mag die Kinderhymne von Bert Brecht. Sie drückt eine Hingabe zum Land auf und macht gleichzeitig die Achtung anderer Länder deutlich. Sie ist klar Anti-Kompetitiv. Ich stelle mir grad vor, wie das zum Beispiel bei Sportwettkämpfen käme, wo es doch ums nationale Siegen geht. Aber das ist ein Problem, dem ich mich gerne stellen würde.

Größere Probleme würden mir da die Person des Berthold Brecht machen.

Meine Tochter hat Deutsch Leistungskurs. Und sie geht darin richtig auf. Daher hatte ich einfach mal den Brecht Film der glaube ich vom ZDF erstellt wurde - eine Mischung aus Doku und Film in zwei Teilen - besorgt. Wir haben uns als Familie gemeinsam den ersten Teil angesehen. Als ich dann wenige Tage später den zweiten Teil sehen wollte, sagte meine Tochter: Ohne mich! Ich will mit der Person nicht mehr zu tun haben als irgend nötig. Sie warf ihm seinen Umgang mit Frauen vor, der fast eine Konsumhaltung war und wenig Achtung vermittelte. Ich hatte verstanden.

Recht hatte sie - und ich frage mich, ob so jemand unsere Hymne liefern sollte.

Was meint Ihr?

Wünscht Ihr neue Hymne oder Flagge?

Habt Ihr da konkrete Vorstellungen?

103
757
Sep. 28

Hi,

 

hier ein Artikel von immer mehr Rückrufen.

 

https://www.nordbayern.de/service/produktrueckrufe/achtung-ruckrufaktion-salatmix-wegen-gefahrlicher-bakterien-zuruckgerufen-gesundheitswarnung-1.14846502

 

Warum ist das so? Meine Theorie, der Klimawandel. Die Industrie hat sich wohl noch nicht darauf eingestellt. Kühlketten, rasante Keimausbreitung durch die Wärme.

 

Andere Theorie, viele beschäftigte haben einen Migrationshintergrund und sind hier und da vielleicht nachlässig oder werden nicht gut eingearbeitet.

 

Betrifft alle Bereiche, sogar Gewürze.

 

Also für mich gefühlt eine sehr hohe Häufigkeit.

 

Was denkt ihr darüber?

 

 

 

27
336
Sep. 27

Mannoman,

 

der Auftritt Trumps gestern bei der UN war ja ein Auftritt nach Westernart.....peng ...peng....peng

 

Putin macht sich darüber lustig.

 

Jetzt kommen Gedanken, Russische Flugobjekte abzuschießen. Auch (überraschenderweise) von Trump.

 

Nur im zweiten WK passierte das, aber heute wird aufs brutalste aufgerüstet. Von USA bis China und Australien und Indien und in der EU.

 

Die schlimmsten Zündler

 

China

USA

Indien

Israel

Arabische Staaten

 

Islamisten

Aggressive Christen

Faschos und Anarchisten

 

(mein Lieblingsspruch hier. Mit Anarchie und AfD, zertrümmert man die BRD. Lasst euch von denen BRDigen.

 

In D gibt es Nachfragen nach Bunkerbauten. 

 

Es dauert nicht mehr lange, dann kommt der Überschlag...wie auf der Rummelplatzschaukel. Nur sind da Gestänge....hier Schaukel die schlingern und schleudern.

 

 

 

19
174
Sep. 25

Über Jahrzehnte hinweg wurde in den Lehrbüchern der Unis, FHs und Berufsschulen das Thema "Globalisierung" als "weltweites wirtschaftspolitisches Muss" behandelt. Teilweise wurden dabei die Chancen für Entwicklungs- und Schwellenländer betont, aber auch Ausbeutung von Menschen (z.B. Textilindustrie in Bangladesch) beschrieben und das Ganze oft als "Gewinnmaximierung der Konzerne" in den wohlhabenden Ländern der Nordhalbkugel gesehen. Und einen besonders wichtigen Rang nahmen dabei stets die "Lieferketten" ein, so dass hierzu sogar extra Gesetze erlassen wurden. 

Und jetzt hat Herr Trump mit seine Zollambitionen und der Devise "MAGA" scheinbar neue Maßstäbe gesetzt geschaffen und in einigen Wirtschaftszweigen möglicherweise das Ende der Globalisierung eingeläutet: weltweit etablierte Handelsverbindungen werden reduziert, internationale Verträge werden zu Makulatur, Jahrzehnte alte Geschäftsverbindungen schlafen ein (oder werden bis zur nächsten Präsidentenwahl "auf Eis gelegt"). 

Entscheidend für die Wirtschaftslenker scheint nicht mehr zu sein, wo und mit wem man am günstigsten produzieren kann, sondern wie sich hohe Zölle und Importrestriktionen umgehen lassen. Und es scheint, dass sich ein weltwirtschaftlicher Egoismus durchsetzt, wie er z.B. in den Jahren vor dem 1. Weltkrieg herrschte, als sich Unternehmen extrem stark mit ihren Heimatländern identifizierten und es somit zu einem Wettbewerb der Staaten kam anstatt zum Wettbewerb der Wirtschaftsteilnehmer.

Die Folgen sind spürbar: in vielen Branchen stagniert der internationale Handel (oder ist sogar rückläufig), 
Werke werden geschlossen - aber nicht wg. mangelnder Rentabilität, sondern weil der Standort nicht mehr zu den politischen Gegebenheiten passt, 
Unternehmen prüfen, wieweit sich die Produktion aus dem eigentlichen Herkunftsland in starke Kunden-Länder verlagern lässt u.v.a.m....  

Zugegeben, das alles ist nicht ganz neu. Aber momentan scheint hier eine neue Weltwirtschaftsordnung mit aller Macht über die Beteiligten herein zu brechen, was den meisten "normalen Bürgern" scheinbar noch gar nicht bewusst ist. Meine Frage an euch alle wäre nun 
- ob Ihr in eurem Umfeld diese Veränderungen auch schon spürt,
- ob Ihr Befürchtungen hinsichtlich eures Arbeitsplatzes habt (bzw. zur wirtschaftlichen Sicherheit eurer Familie und Freunde), 
- wie Ihr negative Auswirkungen auf weltweite gemeinsame Interessen und Solidarität mit Schwächeren fürchtet, 
- ob eurer Meinung nach dies alles zu noch mehr Egoismus und Macht der ohnehin Stärkeren führen wird, 
- ob sich Staaten bzw. Völker künftig noch mehr aus internationalen Gremien zurückziehen werden, 
- oder ob ihr dies alles für eine nur vorübergehende Situation haltet, die sich nach Auswechslung einiger Staatenlenker wieder "normalisiert"?

nachdenklich fragende Grüße
Dschordsch

60
755
Sep. 23

Hallo zusammen. Ich weiß nicht, ob dieses Unterforum dafür der beste Platz ist, aber da es in dem Video-Interview, das ich verlinke - 

 

Klick mich! -

 

nicht nur um Kirchengeschichte, Philosophie oder Interkonfessionelles, sondern um deutlich mehr geht, tue ich's halt im Politik-Forum. Ich will da erstmal überhaupt nicht mit Euch diskutieren, weil ich selbst über den Inhalt dieses Videos kein "Urteil" in dem Sinne habe, dass ich es richtig oder falsch fände, was da gesagt wird. Ich finde es nur einfach sehr interessant, informativ und anschauenswert und dachte, es passt hier in's Forum gut rein.

Zum Inhalt: Der Historiker Tom Holland wird von zwei Herren interviewt, die ich bisher nicht kannte - falls ich mir das aus der Videobeschreibung jetzt richtig zusammenreime, heißen sie Konstatin Kisin und Francis Foster. Der Kanal nennt sich "Triggernomity" - wohl ein Wortspiel, das darauf hinweist, dass die Inhalten triggern könnten. Ich kenne den Kanal nicht weiter, sondern nur dieses eine Video davon.

Das Thema ist letztlich ein Ritt durch die Kulturen in den letzten Zweitausend Jahren, beginnend mit der Frage, was das Besondere oder Andersartige der christlichen Religion gewesen sei. Nach Tom Holland war es nicht der Umstand, dass da Gott als Mensch konzeptuiert wurde, denn diese Idee war damals eigentlich "normal": römische Kaiser waren ja praktisch immer auch Götter. Nein, das Besondere am Christentum war die Art, wie Jesus hingerichtet wurde: per Kreuzigung. Holland geht auf die römische Praxis und Bedeutung der Kreuzigung ein: dass hier nicht nur ein Mensch besonders schmerzhaft getötet wurde, sondern auch, dass dieser Mensch per Kreuzigung maximal erniedrigt und gedemütigt, also klein gemacht wurde. Darin bestand das Besondere, der Skandal: dass hier ein Gott als jemand gedacht wurde, der sozusagen die Intention der Kreuzigung umdrehte. Holland legt dar, wie die Kreuzigung in den ersten paar Jahrhunderten eher nicht so im Mittelpunkt der christlichen "Propaganda" stand, es keine oder nur sehr wenige Darstellungen davon gab, wie sich das aber irgendwann drehte.

Er kommt dann auf das Thema Sklaverei zu sprechen. Ich kann jetzt nicht sämtliche dialektischen Zusammenhänge referieren, die er da aufzeigt - inwiefern die christliche Religion anfangs eine Religion der Sklaven war oder unter Sklaven zumindest besonderen Anklag fand und inwieweit dafür Paulus' Theologie eine wichtige Rolle spielte... Jedenfalls wird ein großer Bogen geschlagen bis in die Zeit, in welcher der Sklavenhandel von den westlichen Kolonialmächten in einer nie dagewesenen Art, gewissermaßen industriell, organisiert wurde. Dabei kommt zur Sprache, wie sich auf christlicher Basis parallel in den beiden großen verfeindeten christlichen Lagern - den prostestantischen Engländern und den katholischen Spaniern -Ideen entwickelten, welche die Sklaverei für gegen Gottes Willen gerichtet empfanden, woraus regelrechte "Bürgerbewegungen" gegen die Sklaverei entstanden, welche die Machthabenden irgendwann nicht mehr ignorieren konnten. Während die Nationen miteinander im Krieg lagen, enstand da sowas wie der Gedanke internationalen Rechts hinsichtlich bestimmter ethischer Grundsätze.

Dass dies in der christlichen Welt passierte, führt Holland auf eine weitere Besonderheit des Christentums im Vergleich zu anderen Religionen zurück. Die Idee des Säkularismus, also der Trennung zwischen religiöser und weltlicher Sphäre. Wie sie ja z.B. in dem berühmten Wort Jesu "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist", zum Ausdruck kommt. Holland legt dar, warum die Trennung zwischen religiöser und politischer Sphäre, die wir hier im Westen heute für ganz normal und alternativlos betrachten, zu Beginn des Christentums alles andere als normal war, und es in anderen Kulturkreisen bis heute noch nicht ist. Er bringt als Beispiel die "Demokratie" Athen und erläutert, wie unsere heutige Kritik an dieser Demokratie (dass nur bestimmte Männer wählen durften usw...) auf einem falschen Verständnis dessen beruht, was Demokratie aus Sicht der Athener bedeutete. Dass in der damaligen "Welt" beispielsweise die Frauen ebenso für die Stadt (Polis) arbeiteten wie die Männer, nur eben sich um andere Bereiche kümmerten - insbesondere darum, sich um die Götter zu kümmern, diese bei Laune zu halten per Tempeldiensten, Organisation von religiösen Festen usw.. Er legt dar, wie es dem damaligen common sense ganz selbstverständlich war, dass und wie die Götter mit der Politik zusammenhingen - es handelte sich nicht um unterschiedliche Sphären. Ich kann das schlecht so wiedergeben, wie es sich in dem Interview "entwickelt", für mich kamen da alle möglichen Assoziationen und Erkenntnisse auf, Perspektiven, wie ich sie vorher noch nie so eingenommen hatte. Gern hätte ich mitten rein gefragt, ob und wie das Beispiel des Sokrates, der ja wegen Verderbnis der Jugend und Leugnung der Götter zum Tode verurteilt wurde, für diese Andersartigkeit des damaligen common sense stand. Dass die Leugnung der Götter damals also als echte Gefahr für die Stadt wahrgenommen wurde und dass die Anklage also nicht auf moralisch niederen Motiven beruhte, sondern tatsächlich darauf abzielte, das Wohl der Stadt/des Staates/der Gesellschaft zu verteidigen.

Und von da zurück (diesen Gedankensprung macht Holland in dem Interview nicht, der ist jetzt von mir): Auch die Hinrichtung Jesu, die Gegnerschaft der Priesterschaft gegen ihn, erscheint mir aus dieser Perspektive plötzlich nachvollziehbar: nicht (nur) die persönlichen Interessen der herrschenden Priesterschaft standen auf dem Spiel, sondern eine das Verhältnis des jüdischen Volkes zu Gott. Jenes Verhältnis, für das die Priesterschaft zuständig war. Jesus war nicht nur für die Priester eine Gefahr - er gefährdete alles, die gesamte "Weltordnung", in welcher das, was wir heute Religion nennen (worunter damals etwas anderes verstanden wurde), und das, was wir heute unter der säkularen Welt verstehen, eine unauflösliche und nicht unterscheidbare Einheit verstanden wurde.

Der Historiker leitet aus dieser Besonderheit, die als Nucleus schon von Anfang an im Christentum als mögliche (!) Idee steckte: der Trennung zwischen Religion und (säkularer) Welt, auch die Verständnisprobleme ab, die es zwischen den Christen und anderen - nun ja eigentlich: Kulturen gab. Beispielsweise dem Umstand, dass die Juden in der Diaspora, die weiterhin sich als Volk Gottes ansahen und nicht nur als Glaubensgemeinschaft, konzeptionell eigentlich mit dem Gedanken, sie seien durch eine Religion definiert, gar nichts anfangen konnten, aber, weil nun mal die herrschenden Verhältnisse sie dazu zwangen, zumindest so tun mussten, als könnten sie's.

Dasselbe gilt demnach auch für den Islam, in welchem eben auch die Trennung zwischen Religion und Staat eigentlich konzeptioneller Unfug ist. Und der deswegen so wenig mit den "universellen Menschenrechten", also überkonfessionellen Werten, wie sie sich im christlich dominierten Westen irgendwann durchzusetzen begannen, anfangen kann. Holland kommt hier wieder (bzw. im Interview ist das ein steter roter Faden) auf die Sklaverei zurück, die gemäß dem Islam selbstverständlich zur condition humana gehört und überhaupt nicht zu hinterfragen ist: Schließlich nahm und besaß der Prophet Mohammend selbst auch Sklaven und Allah hatte nichts dagegen.

Immer wieder betont Holland im Gespräch, dass in allen Regionen, Kulturen und Religionen es viele verschiedene Strömungen gibt, die sich teilweise ähneln, teilweise aber aufgrund der Wurzeln kaum auf einen gemeinsamen Nenner geraten können. Er vergleicht dabei z.B. den Protestantismus im Christentum mit seiner Rückbesinnung auf den Wortlaut der Bibel und seinem Verwerfen der teilweise sehr elaborierten, stark von der griechischen Philosophie (auch Paulus war griechisch-philosophisch geprägt) beeinflussten Konzepte der katholischen Kirche mit den "fundamentalistischen" Strömungen in der islamischen Welt.

Auf die - so habe ich es zumindest empfunden - suggestiven Nachfragen der Kanalbetreiber, wie er denn die Zukunft sähe und ob nicht der Westen, der sich immer mehr von der auf ein gemeinsames Ziel, eine gemeinsame Sache verpflichtenden Idee Gottes entferne, in Konkurrenz z.B. zum Islam oder den anderen großen Weltreligionen notwendigerweise ins Hintertreffen geraten werde, reagiert Holland, wie es ein guter Historiker tun sollte: Dass die Zukunft offen sei...

So, das ist jetzt eine ziemlich lange und dennoch lächerlich verkürzende Zusammenfassung des - leider mal wieder auf Englisch geführten - Gesprächs. Vielleicht interessiert es einige von Euch dennoch und vielleicht ergibt sich hier im Thread ja doch eine Diskussion über einzelne Aspekte. Ich bitte allerdings im Voraus um Verständnis, dass ich auf Beiträge hier im Thread, die von Leuten kommen, die sich das Interview (noch) nicht angeschaut haben, nicht reagieren werde.

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Sep. 14


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