Immer mehr Rückrufe wegen Keime
Hi,
hier ein Artikel von immer mehr Rückrufen.
Warum ist das so? Meine Theorie, der Klimawandel. Die Industrie hat sich wohl noch nicht darauf eingestellt. Kühlketten, rasante Keimausbreitung durch die Wärme.
Andere Theorie, viele beschäftigte haben einen Migrationshintergrund und sind hier und da vielleicht nachlässig oder werden nicht gut eingearbeitet.
Betrifft alle Bereiche, sogar Gewürze.
Also für mich gefühlt eine sehr hohe Häufigkeit.
Was denkt ihr darüber?
Wie kommst du auf "immer mehr"? Möchtest du da nicht auch gleich Zahlen liefern? 🙂
Hier ein Antwort aus KI
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Anstieg seit 2012:Die Zahl der Rückrufmeldungen hat sich von 83 Meldungen im Jahr 2012 auf einen Höchstwert von 311 Rückrufen im Jahr 2021 (laut foodwatch) oder 310 Rückrufen im Jahr 2024 (laut Pnp.de) erhöht.
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Zunehmende Sensibilität:Das System zum Schutz der Konsumenten wird angewendet, da Unternehmen Rückrufe nicht mehr kritisch sehen, sondern als Zeichen der Verantwortung.
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Ausweitung des Systems:Das staatliche Portal lebensmittelwarnung.de hat seine Abdeckung seit 2019 um weitere Kategorien wie Bedarfsgegenstände, kosmetische Mittel und Baby- und Kinderprodukte erweitert.
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Mikrobiologische Verunreinigung:Die häufigsten Ursachen sind Bakterien wie Salmonellen, Listerien oder E. coli.
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Fremdkörper:Metallteile und Plastik sind ebenfalls eine häufige Ursache für Rückrufe.
- Obst und Gemüse:Diese Kategorie wird am häufigsten zurückgerufen, gefolgt von Eis und Süßwaren sowie Fleischprodukten
Hier Ergebnisse der Suchmaschine
Danke. 🙂 Ja, Fachkräftemangel. 😉 (so ernst es auch ist)
Salmonellen in Kräutern oder Gewürzen lassen sich übrigens auf eine Verunreinigung mit Tierkot zurückführen. Entweder auf dem Feld oder in Lagerhallen. Wenn der Wassergehalt bei der Trocknung nachlässig behandelt wird, vermehren sich diese Bakterien und es kommt zu Rückrufen, wenn es entdeckt wird. Es wird halt nicht unbedingt überall weltweit gleich gut kontrolliert bzw. auf manches geachtet.
Danke. - Wolltest du mit dem Thread einfach deinem Unmut Weg bereiten?
Nein, nur meine Verwunderung warum es so häufig vorkommt.
Wieso so Abwertend? Bin ich in deinen Augen nur ein Dummer Behinderter?
Interessant, welche Verbindung du in deinem Kopf hast.
Nein, mir fällt deine Negativität nur auf. Nach meinem Dafürhalten war in meinen Worten keine Ab-Wertung enthalten.
Veröffentlicht von: @meriadocAlso für mich gefühlt eine sehr hohe Häufigkeit.
Was denkt ihr darüber?
Ich persönlich hatte noch NIE - ich wiederhole: noch NIE - ein Lebensmittel, das zurückgerufen wurde. Und ich bin mittlerweile 58 Jahre alt. 🙂
Dann sei froh. Oder du hast diese am Supermarkteingang überlesen? Aber leider gibt es Abwehrgeschwächte Menschen, oder krebskranke, denen interessiert das.
Ich hatte einmal übelsten Durchfall und Kotzerei und war auch noch 3 tage krank. Wegen Rindfleischprodukt.
Na offenbar ernähre ich mich nicht von diesen Dingen, die da zurückgerufen wurden. Wie wäre diese einfache Denkweise? 😉
@neubaugoere Es wurde auch schon mal MIneralwasser zurückgerufen. 😀 Auch mit gesunder Ernährung ist man nicht gefeit.
Hab ich auch nicht in Benutzung. Tjoa ... was soll ich sagen. - Wie gesagt, meine Aussage ist: ich habe noch nie Dinge gekauft, die zurückgerufen wurden ... also gekauft - dann kam der Rückruf und dann verbrauche ich es nicht mehr oder gebe es zurück.
Nie.
Ich auch nicht. Zumindest habe ich es nie mitbekommen. 😅
@neubaugoere Ich habe mir 2022 Samonellen von den verseuchten Kinderschokoladenbonbons geholt. Das fatale ist, dass man bei der Infektion ja gar nicht weiß, woher die Samonellen kommen, weil die öffentliche Meldung erst einige Tage später erfolgt. Damals habe ich den gesamten Inhalt meines Kühlschranks weggeworfen und ihn und mein Bad desinfiziert. Auf Schokolade als Ursache wäre ich nie gekommen, weil die üblichen Verdächtigen für Samonellen Eier, Hack, Geflügel und rohes Fleisch sind.
Ich will mal etwas unterscheiden zwischen Rückrufen und den Artikeln selbst.
Pestizide, nicht eingehaltene Hygienevorschriften oder Rückstände in Lebensmitteln durch die Produktion gibt es ja schon länger. Nur wurde früher gesagt, dass man das Obst schälen sollte oder heiß abspült um das Gift zu entfernen oder eben nur vertrauenswürdig zu kaufen. Das Wissen, dass auch durch die Schale Pestizide eindringen können ist noch nicht so lange im Bewusstsein.
Wissen hat sich über die Jahre verändert, Grenzwerte wurden dementsprechend angepasst.
Maschinen, die zur Produktion eingesetzt werden, können eben auch porös werden, absplittern.
Ich weiß nicht, wie lange man schon auf das durch Schimmel entstandene Gift testet, aber bist du ernsthaft der Meinung, dass früher Lebensmittel grundsätzlich sicherer waren?
Fälle von Salmonellen in Einrichtungen sind schon lange bekannt und dass solche Produkte wie Salat aus Tüten eine hervorragende Keimquelle sind, vor allem bei falscher Lagerung, sollte den meisten Menschen mit empfindlichem Magen klar sein.
Wir können nicht jedes Risiko ausschalten, aber wenn man überlegt einkauft, kann das schon helfen.
Einen Grund zur Panik sehe ich da nicht.
Die Ansprüche und die Kontrollmöglichkeiten sind einfach auch gestiegen.
Es gibt ja auch genug Rückrufe aufgrund Verunreinigungen mit Allergenen. Früher musste man eben damit leben, wenn man etwas nicht vertrug.
Nur um das mal etwas in einen Zusammenhang zu stellen.
In meriner Familie wurde früher sehr viel eingeweckt und eingekocht und viel Marmelade auch selbst gemacht.
Ich rede hier von Industielle hergestellte Nahrungsmittel.
Ist gar nicht so lange her, da wurde berichtet, das tiefgefrohrene Beeren mit Hepatitis berlastet ist. Es wurde angeraten, die Beeren zu erhitzen. Machst da was falsch, haste nur Matsche.
Dann sind es Salate. Salate wäscht man in der Regel wegen Sand und so. Aber gegen Keime hilft das nicht.
Vor kurzem las ich über Pestizide in Bananen. So hoch, das geraten wird sich unbedingt die Hände zu waschen. Nur bei Biobananen war es nicht so.
Dann tauchen Salmonellen in Gewürzen auf. Vor einigen Monaten wurde Käse aus der Schweiz zurückgerufen. Der Verzehr hätte schwerwiegende Folgen.
Bei aller Liebe zum Selbermachen, nicht jeder kann das oder hat die Zeit. Ich besorge oft Servierfertige Salate. Da sind auch Karottenstreifen drin. Soll ich die nochmals ausspülen mit kalten Wasser wo keine Keime abgetötet werden? Das ist Unsinn.
Vor einigen Jahren gab es Berichte von Hackfleisch, die umdeklariert wurden. Ekelhaft! Machst es selber, hast auch keine Hundertpro Garantie das es Frisch ist. Als Laie sieht man das nicht.
Das andere Problem ist die, die Keime werden immer resistenter und aggresiver. Da gibt es viele Ursachen und Gründe und da gehört der Klimawandel auch dazu.
Korrektur: Nicht IN Bananen, sondern auf den Schalen.
Dass die Keime resistenter werden hängt vor allem erstmal mit Antibiotikaresistenzen zusammen.
Wer Fertigsalat kauft, muss auch mit eventuellen Keimen leben, denke ich. Es geht schon seit Jahren durchs Fernsehen, dass die Keimbelastung dort ein Problem sei.
Man sollte beim Einkaufen seinen Verstand nicht ausschalten und sich überlegen, was man essen will, was man unterstützen will. Und dann Gott danken und ihn bitten das Essen zu segnen.
Ständige Angst und Panik macht krank. Das Vertrauen darauf, in Gottes Hand zu sein und mit ihm das Leben und seine Widrigkeiten (er)tragen zu können, kann helfen.
Veröffentlicht von: @ga2Ich weiß nicht, wie lange man schon auf das durch Schimmel entstandene Gift testet, aber bist du ernsthaft der Meinung, dass früher Lebensmittel grundsätzlich sicherer waren?
Ja, weil es früher gar keinen geschnittenen Salat zu kaufen gab und man den selber schneiden musste. Ebenso drehte der Schlachter das Hackfleisch vor Ort frisch durch den Wolf, jetzt kann man es nur noch abgepackt kaufen und gar nicht sehen, wie es z.B. unten oder in der Mitte aussieht. Außerdem gibt es fertige Essen in den den Kühlregalen, gab es früher auch nicht. Je mehr das Esssen vorverarbeitet ist, desto anfälliger ist es für Keime. Wie allerdings Samonellen in Kinderschokolade kommen, ist mir immer noch ein Rätsel.
Es gibt ja inzwischen Leute, die wolfen ihr Fleisch selbst. Aber wenn Hack gründlich durcherhitzt wird und zuhause auf entsprechende Hygiene geachtet wird, ist man doch eigentlich auf der sicheren Seite.
Die Salmonellen könnten einfach durch Rückstände übertragen worden sein. Oder durch Kontamination bei der Lagerung irgendeiner Zutat.
Noch einmal zu deinem „Ja, waren früher sicherer“
Konservierung (Dosen, Gläser) sind eigentlich eine Ursache, dass Lebensmittel sicherer werden in Bezug auf Haltbarkeit. Durch die Hitze und das Wissen um aufgeblähte Dosen bzw. aufgegangene Gläser, kann man inzwischen Lebensmittel sehr lange ohne Gesundheitsgefährdung aufbewahren. Auch das Pasteurisieren von Milch schützt vulnerable Gruppen.
Schwieriger finde ich es, wenn kühlketten nicht eingehalten werden oder die Lieferketten zum Teil undurchsichtig bzw. zu lang sind mit unterschiedlichen nationalen Standards, die man zwar einfordern kann, denen aber letztlich auch vertraut werden muss.
Ich denke dass man das so pauschal nicht sagen kann.
Was mit Sicherheit nicht so schlimm war früher, ist die Belastung durch Microplastik und chemiebelastete Böden,
Einiges wurde schon genannt.
Noch dazu kommt, dass Lebensmittel in immer größeren Industriebetrieben verarbeitet und dann quer durch die Republik verteilt werden.
Da, wo früher nur die Kunden der Metzgerei vor Ort evtl. schlechte Wust kauften, wird heute die Wurst in allen Aldi- (oder/und Lidl-)Filialen angeboten und somit muss halt auch der Rückruf überregional erfolgen.