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Rassismus

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Stogumber
Themenstarter
Beiträge : 17

"Rassismus" ist wichtig und nützlich
Es geht hier um den Komplex von Einstellungen, der als "Rassismus" diskutiert wird.
Dieser Komplex von Einstellungen hat einen richtigen und wichtigen Kern. Zwei Punkte halte ich für entscheidend:

1. Menschen unterscheiden sich wirklich voneinander und daher unterscheiden sich auch Menschengruppen wirklich voneinander. Das würde sogar dann gelten, wenn man die Gruppen beliebig zusammenstellt.
Es gilt aber natürlich verstärkt, wenn die Gruppen sich selbst selektiert haben, und zwar über die Wahl des Zeugungspartners (eine Menschenrasse entsteht, wenn Menschen einer Gruppe immer wieder untereinander heiraten) und der Sprache.
Generell kann man in der Biologie auf den Rassenbegriff nicht verzichten, weil Rassen die Vorstufe für die Entstehung neuer Spezies sind. Das steht natürlich z.Z. beim Menschen nicht an.
Außerdem gibt es häufig (obwohl nicht immer) Überlappungen an den Rändern - in solchen Fällen unterscheiden sich die Durchschnittswerte, ohne dass dadurch eine Aussage über jede Einzelperson getroffen werden kann. D.h. es geht um statistischen Unterschiede und sie sind nur dort wichtig, wo statistisch argumentiert wird, aber dort überall (also z.B. in der Politik).

Beim "Antirassismus" ist immer die Frage: Will da einer über reale Unterschiede hinwegsehen, weil sie ihm unbequem sind?

2. Menschen wollen nicht gleichermaßen mit jedem Beliebigen zusammenleben, sondern wollen mit dem einen enger zusammenleben und zum anderen größeren Abstand halten. Daran ist nichts verwerflich, und diesen Wunsch sollten die Menschen normalerweise einander gewähren. Die Politik trägt dem Rechnung, indem sie ein Grundrecht auf (positive sowie negative) Vereinigungsfreiheit anerkennt.
Was dem im Weg steht, ist die moderne Verwaltung/Bürokratie, für die es am besten wäre, wenn jeder Mensch austauschbar und beliebig einsetzbar wäre.

Es gibt daher einen nicht zufälligen Zusammenhang zwischen "Antirassismus" und bürokratischem Sozialismus. Beim "Antirassismus" stellt sich also die Frage: Will da einer real existierende Vorlieben und Weniger-Vorlieben abschaffen, weil sie seiner politischen Utopie im Weg stehen?

Was hat das mit uns zu tun? Die Freikirchen leben von der traditionellen westlichen Vereinigungsfreiheit. Sie sollten diese Freiheit daher auch anderen gönnen, die sich nicht auf religiöser, sondern z.B. auf ethnischer Basis zusammenschließen wollen.
Andererseits haben viele Freikirchen die Idee übernommen, sie müssten ein zukünftiges innerweltliches Gottesreich anstreben und dieses werde eine Art bürokratischer Sozialismus sein. Von daher besteht immer die Gefahr, dass die Freikirchen sich bei den Sozialisten anbiedern, indem sie sagen: Wir wollen ja gar keine allgemeine Vereinigungsfreiheit, sondern nur eine privilegierte Freiheit-für-uns, und damit stehen wir euch ja nicht im Wege.

Da liegt jetzt eben die große Entscheidungsfrage, die jeder Gläubige sich stellen muss.

Antwort
16 Antworten
Tineli
 Tineli
Beiträge : 1376

Der Begriff "Rassismus" beinhaltet nicht nur das Anerkennen verschiedener Rassen, sondern vor allem, dass eine Rasse meint, sie wäre in irgendeiner Weise besser als eine andere und folglich die andere nur aufgrund der Zugehörigkeit zu der anderen Rasse schlechter behandelt.

Dass es verschiedene Rassen beim Menschen gibt, ist unbestritten. Aber mit welchem Recht nimmt sich die weiße Rasse heraus, Menschen anderer Rassen abzuwerten und auszugrenzen?

Das ist der Punkt. Antirassismus heißt, dass jeder seine Vorlieben leben darf und nicht gezwungen ist, bestimmte zu haben, nur weil er einer Rasse angehört.

Gruß, Tineli

tineli antworten
7 Antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 6322
Veröffentlicht von: @tineli

Dass es verschiedene Rassen beim Menschen gibt, ist unbestritten.

Stimmt so nicht:

Rassentheorien (zusammenfassend auch als Rassenkunde oder Rassenlehre bezeichnet) sind Theorien, die die Menschheit in verschiedene Rassen einteilen. Sie waren vor allem im 19. und im frühen 20. Jahrhundert sehr einflussreich, gelten aber heute als überholt und wissenschaftlich nicht mehr haltbar.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rassentheorie

LG
Alescha

alescha antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 693

Und der brasilianische Präsident Bolsonaro ist ein zutiefst von Rassismus geprägter Mensch! Behauptet er doch, dass indigene Reservate die wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens behindern und dass die Indigenen nicht zu Brasilien gehören (zu lesen auf RPO). Das ist Rassismus pur.

1-ichthys antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2523

Ja. Da hast du recht.
Was ich nicht verstehe: Diesen Mist hat er schon von sich gegeben, bevor er ins Amt gewählt war.
Ich kann nicht nachvollziehen, wieso man mit dem noch wie mit einem Vertragspartner umgeht. Bzw. ihn ja auch als solchen behandelt.

Aber was soll man machen? 😠

tatokala antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 17013
Veröffentlicht von: @tineli

Dass es verschiedene Rassen beim Menschen gibt, ist unbestritten.

Nein. Es gibt Ethnien, also Menschen mit gemeinsamer Herkunft, Kultur und auch gewissen genetischen Gemeinsamkeiten und Aussehen - die aber nicht zwingend vorhanden sein müssen.

Und genau das ist auch der Punkt, weshalb man wissenschaftlich nicht von "Rassen" sprechen kann - dafür sind wir uns alle viel zu ähnlich und haben zu viele Gemeinsamkeiten, um hier klare Linien ziehen zu können.

lucan-7 antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1376

Ok. Ich lerne, dass man das Ethnien nennt. Was macht das für einen Unterschied, außer Wortklauberei?

tineli antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 17013
Veröffentlicht von: @tineli

Ich lerne, dass man das Ethnien nennt. Was macht das für einen Unterschied, außer Wortklauberei?

Eine "Ethnie" ist viel umfassender und umfasst auch Kultur und Herkunft, ist also auch nach Definition variabel, je nachdem auf welchen Punkt man hinaus möchte.

"Rasse" ist allein genetisch begründet. Was aber, wie gesagt, so nicht haltbar ist.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lucan-7

"Rasse" ist allein genetisch begründet. Was aber, wie gesagt, so nicht haltbar ist.

Sehr gut 😊

Sehe ich komplett wie du.

Max

Anonymous antworten


Lucan-7
Beiträge : 17013
Veröffentlicht von: @stogumber

Es geht hier um den Komplex von Einstellungen, der als "Rassismus" diskutiert wird.
Dieser Komplex von Einstellungen hat einen richtigen und wichtigen Kern.

Nicht das, was du hier anführst, nein.

Veröffentlicht von: @stogumber

Generell kann man in der Biologie auf den Rassenbegriff nicht verzichten, weil Rassen die Vorstufe für die Entstehung neuer Spezies sind.

Lustigerweise kommt der Begriff der Rasse in der Biologie praktisch gar nicht vor und wird dort auch nicht gebraucht.
"Rasse" bezieht sich praktisch ausschliesslich auf Nutz- und Haustiere und deren Aussehen und Eigenschaften. Wissenschaftlich ist der Begriff weitgehend sinnlos und auf Menschen auch nicht sinnvoll anwendbar.

Veröffentlicht von: @stogumber

Menschen wollen nicht gleichermaßen mit jedem Beliebigen zusammenleben, sondern wollen mit dem einen enger zusammenleben und zum anderen größeren Abstand halten. Daran ist nichts verwerflich, und diesen Wunsch sollten die Menschen normalerweise einander gewähren.

Ja. Und wer tut das jetzt nicht? Zwingt man dich jemanden zu heiraten, den du nicht heiraten willst? Hast du keine freie Partnerwahl?

Veröffentlicht von: @stogumber

Was dem im Weg steht, ist die moderne Verwaltung/Bürokratie, für die es am besten wäre, wenn jeder Mensch austauschbar und beliebig einsetzbar wäre.

Es gibt daher einen nicht zufälligen Zusammenhang zwischen "Antirassismus" und bürokratischem Sozialismus.

Und da wird's jetzt vollends phantastisch. Was soll daran gut sein, wenn Menschen "austauschbar" sind?

Nur für dich zur Info: Es sind die Rassisten, die "Gleichheit" wollen! Jene, die die Vielfalt wollen, wollen genau das: Vielfalt!
Bemerkst du womöglich selbst den kleinen Widerspruch, den du hier verzapfst?

Veröffentlicht von: @stogumber

Die Freikirchen leben von der traditionellen westlichen Vereinigungsfreiheit. Sie sollten diese Freiheit daher auch anderen gönnen, die sich nicht auf religiöser, sondern z.B. auf ethnischer Basis zusammenschließen wollen.

Und welche Kirche gönnt das ihren Mitglieder nicht...?

Veröffentlicht von: @stogumber

Da liegt jetzt eben die große Entscheidungsfrage, die jeder Gläubige sich stellen muss.

Keine Ahnung was das jetzt soll, da haben andere Leute ihren Rassismus schon wesentlich besser (sprich: intelligenter) verkauft.

Was du hier fabriziert hast passt schon im ersten Anschein hinten und vorne nicht... vielleicht überdenkst du dein Weltbild noch einmal, informierst dich zunächst über die Realität und startest dann noch einmal einen neuen Ansatz...?

lucan-7 antworten
lhoovpee
Beiträge : 2338
Veröffentlicht von: @stogumber

"Rassismus" ist wichtig und nützlich

Nein.

lhoovpee antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

HI,

der MENSCH ist ein MENSCH

Basta!

Max

Anonymous antworten
invar_vigandun
Beiträge : 322

Nein.

Veröffentlicht von: @stogumber

Generell kann man in der Biologie auf den Rassenbegriff nicht verzichten, weil Rassen die Vorstufe für die Entstehung neuer Spezies sind. Das steht natürlich z.Z. beim Menschen nicht an.

Also kann man beim Menschen doch auf den Begriff "Rasse" verzichten. Alescha hat oben auch schon einen Link zum "Rassebegriff" gepostet; das Konstrukt der verschiedenen menschlichen "Rassen" ist überholt.

Veröffentlicht von: @stogumber

Beim "Antirassismus" ist immer die Frage: Will da einer über reale Unterschiede hinwegsehen, weil sie ihm unbequem sind?

Nein, das ist nicht "immer" die Frage. "Antirassismus" bezeichnet die Einstellung, gegen Rassismus zu sein, also gegen Diskriminierung aufgrund ethnischer Zugehörigkeit. Reale Unterschiede verschiedener Ethnien, z. B. größere Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten, unter dem Mantel des "Antirassismus" wegzuwischen, wäre unwissenschaftlich und kontraproduktiv.

Dein Punkt 2 erschließt sich mir überhaupt nicht, außer du sprichst dich hier für "ethnisch getrennte Nachbarschaften" oder sowas aus. Da landen wir dann ganz schnell bei Gehttoisierung - nein danke.

Veröffentlicht von: @stogumber

Will da einer real existierende Vorlieben und Weniger-Vorlieben abschaffen, weil sie seiner politischen Utopie im Weg stehen?

Du, es zwingt dich - oder irgendwen sonst - ja keiner, irgendwelche Nachbarn zu ertragen, deren Herkunft dir nicht passt. Du kannst immer wegziehen 😉

Veröffentlicht von: @stogumber

Sie sollten diese Freiheit daher auch anderen gönnen, die sich nicht auf religiöser, sondern z.B. auf ethnischer Basis zusammenschließen wollen.

Meinst du sowas wie "Kulturverein der in Deutschland lebenden Kenianer" oder "Verein der irischstämmigen Amerikaner". . . oder doch eher KKK-ähnliche Ansammlungen? Deine Aussagen sind alle so vage, das kommt mir verdächtig vor.

Veröffentlicht von: @stogumber

"Rassismus" ist wichtig und nützlich

Nö. Rassismus ist dumm und destruktiv.

invar_vigandun antworten


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