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USA UND NATO

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Themenstarter
Beiträge : 30188

Hi,

 

ich versuche mal meine Gedanken zu bringen und lasse gerne Kritik und Gegenmeinung zu.

 

Dieses ständige Hickhack der Amerikaner, insbesondere durch Trump, bezüglich der NATO geht mir auf denn Senkel. Europa kann niemals in einem Bündnissfall für die USA eintreten und braucht es auch nicht. 

1. USA besitzt tausende Atomwaffen

2. USA besitzt die größte Marine der Welt

3. USA besitzt die größte Luftwaffe der Welt

4. USA hat das höchste Militärbudget der Welt

 

Da sieht Europa eher klein aus. Was sollte Europa dagegen ausrichten? 

Jetzt kommt Trump und erpresst Europa. Zukünftige US Präsidenten könnten weitermachen. 

Statt mehr Geld, sollte Europa selbst aufrüsten. Eigene Luftwaffe, eigene Schiffe, eigene Atomwaffen und bessere, stärkere Abwehr. Die Zukunft wird mehr KI sein und weniger Soldaten. Auch in Europa gibt es sehr gute Firmen wie zum Beispiel Diehl. 

 

Kein Geld an Trump, kein Beistand für USA und keine Erpressung. Stattdessen mehr eigenverantwortliches Handeln. USA raus aus Europa. 

https://www.swp-berlin.org/publikation/nato-die-ungleiche-lastenteilung-ist-die-kehrseite-amerikanischer-vorherrschaft

M.

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94 Antworten
Kappa
 Kappa
Beiträge : 1626

@meriadoc bin bei Dir!

Vor allem ist die Rechnung der Amerikaner komplett einseitig.

Wer kommt für die Flüchtlingsströme auf, welche nicht selten eine Spätfolge Amerikanischer Außenpolitik und Kriege waren? In Summe kein Staat mehr als Deutschland.

Uns hilft auch keiner!

Deshalb keinen Cent mehr ausgeben im Gegenteil - jeden Cent vom 2 Prozent Nato Ziel abziehen.

Leider wird keiner in Deutschland die Eier haben, das so offen anzusprechen. Außer vielleicht Frau Wagenknecht und diese Ecke. Alle anderen Kuschen oder sind sogar mehr oder weniger auf eine Linie, ausgerechnet Habeck will den Wehretat fast verdoppeln.

Wir haben hier andere Probleme für die auch Geld da sein muss. Man kann Deutschland auch abwirtschaften und verlottern lassen.

Und ich kann nicht glauben das die Amis aus purer Nächstenliebe die Hälfte des Etats in ihre Armee stecken. Nee, das ist kalkuliert und ohne Vorteile würden die es nicht machen.

kappa antworten
2 Antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5779

@kappa Das ist ja als würde man sagen ich setzte keine Apfelbäume wie ich es versprochen haben, da ich schon so viel Geld für Birnenbäume ausgegeben habe.

Ein Problem der DDR waren die Kosten der Sowjetarmee in der DDR. Vermutlich war die GSTD die größte Gruppe außerhalb der Sowjetunion. Das Krankenhaus in Belitz war zumindest das größte Militärkrankenhaus außerhalb der Sowjetunion und der DDR wurden die Kosten der GSTD voll berechnet.  Prozentual dürfte der Wehrhaushalt der DDR auch noch deutlich größer als der in der alten Bundesrepublik gewesen sein und der war teilweise doppelt so hoch wie heute. Irgendwo habe ich um 1980 etwas von 3,5 %  gelesen.

 

jigal antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1274

@kappa 

Wagenknecht schmeißt sich dafür an Putin ran.

Russischer Imperialismus ist auch nicht besser als US-amerikanischer. Es ist schon aufgeflogen, daß sich der Kreml in ausländische Wahlen einmischt. Und das ist ebenfalls ein Krieg, denn dadurch kann man Staaten destabilisieren, ja sogar ruinieren.

blackhole antworten


Blackhole
Beiträge : 1274

@meriadoc 

Ich bin ganz bei dir, daß wir zu lange blind auf die USA gebaut haben.
Daß der US-Präsident fast diktatorische Vollmachten hat, war schon immer so, hätte auch früher schon auffallen können.
Keiner wollte sich Gedanken drüber machen, dabei hat die Art und Weise, wie die USA mit dem Irak umgegangen sind, bereits eine Katastrphe ausgelöst.

WAS wir tun sollten, da kann ich dir jedoch nicht voll und ganz zustimmen.

Atomwaffen sind passé. Sie bringen keine Sicherheit. Selbst Putin droht nur mit ihnen, ist aber nicht an einem Atomkrieg interessiert.
Um ein Land zu besiegen, muss man es besetzen. Aber wie will man eigene Soldaten in ein atomwaffenverseuchtes Land schicken?

Wir sollten auf jeden Fall eine eigene stabile europäische Verteidigung aufbauen.

Aber gleichzeitig sollten wir dem globalen Süden, unseren ehemaligen Kolonien, endlich faire Angebote machen.
Die Sahelzone hat jetzt endgültig genug und zeigt den Franzosen den Stinkefinger.
Die alten Rezepte, nämlich den globalen Süden zu erpressen und zu verarschen, funktionieren zunehmend nicht mehr.
Entweder bekommen die Leute endlich Gründe, uns zu vertrauen, oder sie wenden sich endgültig den BRICS-Staaten zu.

Syrien ist an einem Scheideweg. Prinzipiell haben die Menschen vom Blutvergießen die Schnauze voll und wollen auch keine Diktatur mehr. Aber die Lage ist in einem Land in dem man nicht weiß, ob man dem Nachbarn trauen kann, fragil. Der Versöhnungsprozess wird noch viele Jahre brauchen. Entweder gelingt ein Wiederaufbau, der zum Leuchtfeuer an der Levante wird, zum Vorbild für alle anderen Staaten der Region, oder die wirtschaftliche Besserung bleibt zu lange aus, dann fällt alles wieder in sich zusammen.

Kurz gesagt:
Wir müssen uns daran gewöhnen, nicht mehr ein Anhängsel der USA zu sein. Wir müssen uns emanzipieren.
Genau wie der globale Süden sich emanzipieren muss.
Wir müssen glaubwürdig handelnde für eine neue rechtebasierte Weltordnung sein. Es gibt kein Land auf der Erde mehr zu verteilen, fast alles ist schon besiedelt. Wir müssen uns miteinander arrangieren.
Der globale Süden, das hat sich im ICC-Verfahren gegen Israel gezeigt, wird gerade deutlich selbstbewusster und fordert die Gültigkeit der Menschenrechte und Völkerrechte, von denen wir dauernd salbadern, auch ein.

Die UN muss reformiert werden. Es ist ein Unding, daß 5 Länder jede Sanktionen blockieren können. Das abartige Gemetzel in Syrien hätte gestoppt werden können, hätte Putin nicht jede einzelne Maßnahme auf UN-Ebene gegen das Assad-Regime blockiert.
Die einzelnen UN-Unterorganisationen wie die UNICEF und das UNHCR leisten zum Teil immernoch tolle Arbeit. Aber der Weltsicherheitsrat ist nurnoch ein Witz.

blackhole antworten
BePe0905
Beiträge : 630
Veröffentlicht von: @derelch

Natürlich nörgeln die Amerikaner schon länger. Die wollen ja auch Waffen verkaufen.

Natürlich nörgeln die Amerikaner - und zwar nicht erst seit Trump. 
Denn wir sparen ja schon länger - nicht nur bei Immobilien (sozialer Wohnungsbau), Bildung (Schulen), Verkehr und Infrastruktur (Bahn und Brücken), sondern auch an der Verteidigung. 

Die 2% stehen schon seit Jahren im Raum, und immer wieder heißt es, wir würden uns ja in dieser Richtung bewegen. 
Aber diese Bewegung erfolgt im Schneckentempo. 

Ein Schweizer Minister sagte mal sinngemäß:
"Es ist besser, eine Armee zu haben, wenn man sie nicht braucht - als dann keine zu haben, wenn man sie braucht". 

Und ich sehe die Verteidigungsausgaben als eine Art Versicherung. 
Niemand zahlt gern die Beiträge für Lebens-, Kranken-, Unfall-, Haftpflicht-, KFZ- und andere Versicherungen. 
Aber wenn man sie mal braucht, dann ist man froh, dass man sie mal abgeschlossen hat. 

Also:
Selig sind die Friedfertigen, die sich zu wehren wissen!

LiGrü
Dschordsch

bepe0905 antworten
6 Antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5779

@bepe0905  Die Eidgenossen sind mit dem Grundsatz der wehrhaften Schweiz gut gefahren.

Wenn man sieht was die schon alleine für Bunker ausgegeben haben. Einen Bunker im Keller zu haben ist da ganz normal. Bei uns hat man die Bunker kaputt gemacht die unter Schulen oder in Tiefgaragen waren.

jigal antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@bepe0905 

Natürlich nörgeln die Amerikaner - und zwar nicht erst seit Trump.

Ja, hab ich schon mehrfach geschrieben.

Denn wir sparen ja schon länger - nicht nur bei Immobilien (sozialer Wohnungsbau), Bildung (Schulen), Verkehr und Infrastruktur (Bahn und Brücken), sondern auch an der Verteidigung.

So wie alle anderen auch, die keine hegemonialen Ambitionen haben.

Die 2% stehen schon seit Jahren im Raum, und immer wieder heißt es, wir würden uns ja in dieser Richtung bewegen.
Aber diese Bewegung erfolgt im Schneckentempo.

Zum wiederholten Mal. Die 2% sind nicht rechtsverbindlich und als Zielwert für 2024 vereinbart worden. Da braucht man 2016 nicht auf dicke Hose machen und 2025 5% als Ziel ausrufen.

Ein Schweizer Minister sagte mal sinngemäß:
"Es ist besser, eine Armee zu haben, wenn man sie nicht braucht - als dann keine zu haben, wenn man sie braucht".

Schlechtes Beispiel. Die Schweizer Armee ist chronisch unterfinanziert. Zumindestens wenn man die Militärs fragt. Die Ausgaben der Schweiz für die Verteidigung betragen 0.7% des BIP.

Und ich sehe die Verteidigungsausgaben als eine Art Versicherung.
Niemand zahlt gern die Beiträge für Lebens-, Kranken-, Unfall-, Haftpflicht-, KFZ- und andere Versicherungen.
Aber wenn man sie mal braucht, dann ist man froh, dass man sie mal abgeschlossen hat.

Viele Menschen sind überversichert.

derelch antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 630

@derelch 
fühlst du dich durch meinen Beitrag angegriffen, oder was?

bepe0905 antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@bepe0905 

fühlst du dich durch meinen Beitrag angegriffen, oder was?

Nein.

derelch antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 630

@derelch
dann ists ja OK  😌

bepe0905 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@bepe0905 Ein Schweizer Minister sagte mal sinngemäß:
"Es ist besser, eine Armee zu haben, wenn man sie nicht braucht - als dann keine zu haben, wenn man sie braucht". 

Ja, solcherlei schlaue Sprüche lassen sich gut absondern, aber man darf sie eben nicht so genau hinterfragen. Denn man könnte es ja auch so ausdrücken: Es ist am besten, keine Armee zu brauchen. Stimmt ja auch, oder?

Welches historische Beispiel ließe sich anführen, wo jemand keine Armee hatte und sich nachher drüber geärgert hat, weil die Armee ansonsten einen Krieg verhindert hätte?

Niemand zahlt gern die Beiträge für Lebens-, Kranken-, Unfall-, Haftpflicht-, KFZ- und andere Versicherungen.

Warum sollte eine Armee mit einer Versicherung gleichgesetzt werden? Verfügte Frankreich 1870 über keine Armee? Verfügte es 1914 nicht über eine Armee? Verfügte Polen 1939 über keine Armee? Verfügten die USA 1941 nicht über eine Armee? Verfügte die Ukraine vor drei Jahren nicht über eine Armee?

Waren einfach die "Versicherungspolicen" in diesen Fällen zu niedrig? Wie hoch hätten die im Fall von Polen oder der Ukraine ausfallen müssen?

Schauen wir uns die Analog noch näher an: Wird jemand, der eine Krankenversicherung abgeschlossen hat, dadurch von Krankheiten verschont? Jemand, der eine Unfallversicherung abgeschlossen hat, von Unfällen? Und der mit der Lebensversicherung - ist der dadurch vor'm Sterben geschützt?

Nein, in all diesen Versicherungsfällen geht es darum, wie wirtschaftlich mit den Folgen eines unerwünschten Ereignisses umgegangen werden kann.

Die einzige Phase, für welche man argumentieren könnte, dass militärische Rüstung mal eine Weile für Frieden (Friedhofsruhe...) sorgte, wäre wohl der Kalte Krieg. In dem ging es allerdings um die Logik der gegenseitigen Ausrottung, nicht um "Kriegstüchtigkeit" (weswegen ja abseits der Kernblöcke weiterhin "Stellvertreterkriege" stattfanden). Wünscht sich den wieder jemand zurück? Wer versichert (sic! 😉 ) uns, dass wir den nächsten kalten Krieg (nicht mehr zwischen nur zwei, sondern mindestens zwischen drei, wenn nich vier, fünf oder sechs Blöcken...) mit genausoviel Dusel überstehen wie den ersten (Kuba-Krise, Verhinderung eines Atomkriegs durch einen einzelnen gegen seine Vorschriften handelnden russischen Offizier...)?

Abgesehen von dem Kalten Krieg war das Motto "Si vis pacem, para bellum" immer nur eine hohle Phrase, die eigentlich bedeutete: wenn Du herrschen willst, sorge dafür, dass du militärisch stark bist und drohen kannst!

 

In den Principia Discordia gibt es eine Stelle, in welcher Malaclypse sich der Göttin gegenüber ob der Schlechtigkeiten der Menschheit beschwert: "Ständig verletzen sich alle gegenseitig, der Planet ist übersäet mit Ungerechtigkeiten, ganze Volksgemeinschaften plündern Gruppen ihrer eigenen Mitglieder aus, Mütter stecken ihre Söhne ins Gefängnis, Kinder verrecken, während Brüder Krieg führen."

Die Göttin antwortet: "Was ist das Problem daran, wenn es doch das ist, was ihr wollt?"

Malaclypse darauf: "Aber keiner will das. Alle hassen es!"

Die Göttin: "Oh. Na gut, dann hört halt auf damit."

 

 

 

jack-black antworten


BePe0905
Beiträge : 630
Veröffentlicht von: @meriadoc

Jetzt kommt Trump und erpresst Europa. Zukünftige US Präsidenten könnten weitermachen.

zumindest bei Trump ist da ja nichts Neues. 
Das ist wohl sein Lebensmotto, das er rücksichtslos auslebt. 
Wir sehen es nicht nur im militärischen Bereich, sondern aus bezüglich Mexico, Kanada, Panama, Kolumbien... 
... und weitere Staaten, Firmen, Menschen werden folgen. 

Und je schwächer jemand ist, desto leichter ist man erpressbar...

bepe0905 antworten
Seite 2 / 2
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