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Befragung: Wie versteht ihr persönlich die Trinität?

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Claudius
Themenstarter
Beiträge : 149

Mich interessiert Eure persönliche Sichtweise:

0. Gott ist grundsätzlich nicht definierbar; Jede Definition birgt die Gefahr von Selbstvergötzung im Sinne der Vergöttlichung menschlicher Definition.

Wenn nicht:

1. Was ist ein Mysterium?
2. Was ist die ousia (Natur)?
3. Was ist die Hypostase (individuelle Seinswirklichkeit)?
4. Was ist eine Person?

5. Jesus:

1. Keine Hypostase, kein differenzierbares Naturell, keine eigenständige Person:
Jesus ist Gott. Alles andere ist unwichtig. Definitionen sind inadäquat, nicht essentiell wichtig oder Versuchungen des Teufels.
Fideismus, antiauthoritäres/postmodernes Christentum.
2. Keine Hypostase, kein differenzierbares Naturell, eine eigenständige Person:
In Jesus erscheint und wirkt Gott als menschlicher Scheinkörper nachvollziehbar geistig wie physisch individuell sowie persönlich adäquat.
Doketismus.
3. Keine Hypostase, ein differenzierbares Naturell, keine eigenständige Person:
Jesus ist die gottgewollte, visionäre Erscheinungsmaske göttlichen Wirkens auf Erden in individuell persönlicher Fassbarkeit.
Monarchistischer Modalismus.
4. Keine Hypostase, ein differenzierbares Naturell, eine eigenständige Person:
Jesus ist entweder Gott auf Erden mit eigener Persönlichkeit oder ein Mensch, der von Gottes Kraft erfüllt wurde.
Patripassianismus / extremer Adoptianismus.
5. Eine Hypostase, kein differenzierbares Naturell, keine eigenständige Person:
Jesus ist individuell, mystische Vision menschlichen Erlebens des göttlichen Wirkens und oder Kraft bzw. Energie auf Erden.
Subjektiver Idealismus.
5. Eine Hypostase, kein differenzierbares Naturell, eine eigenständige Person:
Jesus ist ein Avatar Gottes. Seine menschliche Natur wurde völlig absorbiert und ins göttliche transformiert.
Radikaler Monophysitismus/Eutychianismus.
6. Eine Hypostase, ein differenzierbares Naturell, keine eigenständige Person:
Jesus ist eine Emanation Gottes und damit Gott untergeordnet.
Arianismus/Neuplatonismus.
7. Eine Hypostase, ein differenzierbares Naturell, eine eigenständige Person:
Die zwei Naturen vor der Menschwerdung haben sich mit Empfängnis derart perfekt verbunden, das daraus eine neue gottmenschliche Natur entstanden sei.
Miaphysitismus und liberaler Monophysitismus.
8. Eine Hypostase, zwei differenzierbare Naturelle, keine eigenständige Person:
Jesus ist die Manifestation eines Schöpfungsprinzips, das Geist und Materie metaphysisch vereint.
Christologie von Unten/Evolutionäre Theologie.
9. Eine Hypostase, zwei differenzierbare Naturelle, eine eigenständige Person:
Jesus ist konkretes Individuum und agiert als eigenständige Person, vereint aber in sich das vollständige göttliche und das vollständige menschliche Wesen, ohne dass beide miteinander verschmelzen.
Dyophysitismus der chalzedonischen Orthodoxie.
10.Zwei Hypostasen, zwei differenzierbare Naturelle, zwei eigenständige Personen:
In Jesus existieren der göttliche Logos und der menschliche Jesus als zwei völlig eigenständige Wesenheiten und Personen nebeneinander. Sie sind durch das Band der Liebe miteinander verbunden.
Bipersonalismus.

Ich hoffe keine Begrifflichkeiten durcheinander gebracht zu haben.
Bitte auf Polemiken verzichten. Ich bewerte und beurteile keine gemachten Angaben und bitte alle lesenden, dies ebenfalls so zu handhaben. Danke.

Antwort
68 Antworten
17 Antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 665
 
Interessante Frage!
 
Ich habe die Trinitätslehre immer als künstlich, nachträglich (bezogen auf die biblischen Schriften) aufgesetzt und insgesamt schon rein logisch unbefriedigend empfunden, auch wenn sie pragmatisch von Nutzen sein kann.
 
Veröffentlicht von: @claudius

0. Gott ist grundsätzlich nicht definierbar; Jede Definition birgt die Gefahr von Selbstvergötzung im Sinne der Vergöttlichung menschlicher Definition.

Einverstanden! Das sehe ich so.

 

Was Jesus angeht: Jeder Mensch hat aus meiner Sicht einen göttlichen Funken mitbekommen. Bei Jesus war dieser so ausgeprägt, dass man ihn in gläubiger Verehrung als Inkarnation Gottes in einem Menschen beschreiben kann. Allerdings war Jesus nicht identisch mit Gott. Jesus war gläubiger Jude, für ihn selbst wäre eine solche Aussage Häresie gewesen. Er hat zu Gott gebetet, und ich halte das nicht für Selbstgepräche. Er hat sich mindestens einmal von Gott verlassen gefühlt. Das alles passt meiner Meinung nach nicht mit der christlich-theologischen Trinitätslehre zusammen.

Claudius, unter welchem der von dir angeführten Kategorien 1-10 du meine Position subsumierst, überlasse ich dir. Das Ergebnis würde mich aber interessieren. 

 

tojak antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5645
Veröffentlicht von: @tojak
 
Ich habe die Trinitätslehre immer als künstlich, nachträglich (bezogen auf die biblischen Schriften) aufgesetzt und insgesamt schon rein logisch unbefriedigend empfunden, auch wenn sie pragmatisch von Nutzen sein kann. 

Du meinst 'irgendwie konstruiert'? Das ist auch so gefühlsmäßig meine Meinung. 
Damit meine ich, dass diese drei Wesen untrennbar zusammengehören, und ich weiß um den Spruch Jesu
'Ich und der Vater sind eins', aber ich versuche nicht (mehr), etwas zu erklären, was nicht wirklich erklärbar ist. 

chai antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 665
Veröffentlicht von: @chai

Du meinst 'irgendwie konstruiert'? Das ist auch so gefühlsmäßig meine Meinung. 
Damit meine ich, dass diese drei Wesen untrennbar zusammengehören, und ich weiß um den Spruch Jesu
'Ich und der Vater sind eins', aber ich versuche nicht (mehr), etwas zu erklären, was nicht wirklich erklärbar ist. 

Oder aus "Wer mich sieht, sieht den Vater" (Joh 14,9). Bei diesem wie bei dem von dir zitierten Wort halte ich eine trinitarische Interpretation überhaupt nicht für zwingend. Ganz davon abgesehen, dass wir mit Vater und Sohn erst zwei hätten.

Und die Punkte, die ich genannt habe, werden damit auch keineswegs entkräftet. 

tojak antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 30023

@tojak 

Bei der Taufe Jesu sind alle drei aktiv. 

Der Vater spricht, der Sohn ist getauft und empfängt den Heiligen Geist, der Heilige Geist kommt in einer sichtbaren Form auf Jesus. 

oder wieder drei genannt: 

Im Himmel sind zwei und einer auf der Erde: 

der Vater sitzt auf dem Thron, der Sohn zur Rechten, der Heilige Geist ist der Stellvertreter Christi auf Erden. 

deborah71 antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 665

@deborah71 

In deinen Aufzählungen lese ich immer von dreien, deren Rollen auch nicht austauschbar sind und die mithin nicht identisch sind.

tojak antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 30023

@tojak 

Sie sind unterschiedlich und auch wieder nicht. Jedenfalls meine ich nicht Modalismus. 

Alle drei sind Gott, die Art des Seins. 

deborah71 antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 534

@tojak 

Wenn Gott nicht Drei ist, wer von den Dreien ist dann nicht Gott ? Der Vater, der Sohn oder der Heilige Geist?

rafael antworten
Ember
 Ember
(@ember)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 279

@tojak 

 

1Joh 5,8

und drei sind es, die Zeugnis ablegen auf der Erde: der Geist und das Wasser und das Blut, und die drei stimmen überein.

 

1Joh 5,7

Denn drei sind es, die Zeugnis ablegen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist, und diese drei sind eins;

ember antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 665

@ember 

Sind sie jetzt drei oder sind sie eins? Sie können nicht beides zugleich sein. Das wäre schlicht unlogisch. 3 ist ungleich 1. Dass die drei in ihrem Zeugnis übereinstimmen (1. Joh 5,8), wäre schon etwas entscheidend anderes. Das ist nicht unlogisch.

Und was ist mit meinen Einwänden von oben? Hat Jesus zu sich selbst gebetet? Wie kann er sich von Gott verlassen gefühlt haben, wenn er doch selbst Gott war?

 

tojak antworten
Ember
 Ember
(@ember)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 279

@tojak 

Sind sie jetzt drei oder sind sie eins? Sie können nicht beides zugleich sein. Das wäre schlicht unlogisch. 3 ist ungleich 1.

 

Unlogisch?

Hmm 🤔 

Gott hat sich so offenbart.

Als ein Gott! Bestehende aus Vater, Sohn und Heiliger Geist ❣️

3 und doch 1.

Der Mensch ist mit seinem begrenzten Verstand nicht in der Lage Gott in seinem ganzen Wesen zu verstehen.

Deshalb hat sich ja Gott dem Menschen offenbart soweit der Mensch es verstehen kann. 

Wir sind ja angehalten Gott zu Glauben und zu vertrauen das ER ist wie ER sagt 🙂.

 

Hat Jesus zu sich selbst gebetet? Wie kann er sich von Gott verlassen gefühlt haben, wenn er doch selbst Gott war?

 

Jesus hat zu seinem Vater gebetet.

 

Gott =Vater, Sohn und Heiliger Geist ❣️ 

 

ember antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5645
Veröffentlicht von: @ember

Der Mensch ist mit seinem begrenzten Verstand nicht in der Lage Gott in seinem ganzen Wesen zu verstehen. 

Richtig. Deshalb versucht er mit seiner begrenzten Vorstellungskraft zu erklären, was im Prinzip unerklärlich ist. 

chai antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 534

@chai 

Die Annahme, dass etwas unerklärlich ist, wird hier bereits als Prämisse gesetzt. Ich würde lediglich behaupten, dass nicht prüfbar ist, ob eine Erklärung zutrifft. Soweit die Erklärung in sich selbst schlüssig ist, hat sie zumindest das Potential, zutreffend zu sein.

rafael antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 534

@tojak 

Die Heilige Dreifalt lässt sich mathematisch relativ einfach ausdrücken: 1^(1+1+1) = 1 

rafael antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 665

@rafael 

Andererseits: (1+1+1)^1 = 3.

tojak antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 534

@tojak 

Wenn man mathematische Gleichungen umstellt, ergibt sich häufig ein anderes Ergebnis. Aber es könnte auch ein Hinweis sein. Man kann, wenn man sich auf eine Formel einlässt, ein richtiges Verständnis erlangen und zum richtigen Ergebnis kommen. Natürlich gibt es auch immer Menschen, die etwas finden, um gegen etwas zu sein. 

rafael antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5645
Veröffentlicht von: @tojak
Veröffentlicht von: @chai

Du meinst 'irgendwie konstruiert'? Das ist auch so gefühlsmäßig meine Meinung. 
Damit meine ich, dass diese drei Wesen untrennbar zusammengehören, und ich weiß um den Spruch Jesu
'Ich und der Vater sind eins', aber ich versuche nicht (mehr), etwas zu erklären, was nicht wirklich erklärbar ist. 

Oder aus "Wer mich sieht, sieht den Vater" (Joh 14,9). Bei diesem wie bei dem von dir zitierten Wort halte ich eine trinitarische Interpretation überhaupt nicht für zwingend. Ganz davon abgesehen, dass wir mit Vater und Sohn erst zwei hätten.

Wenn ein Paar sagt 'wir sind eins', dann denkt man ja auch nicht, es nur noch mit einer Person zu tun zu haben. 
Die sind sich einig, die gehören ganz eng zusammen, der eine kann (möglicherweise) für den anderen sprechen - aber es bleiben zwei Personen. 

chai antworten
Claudius
(@claudius)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 149

@tojak Kategorie Null: Alle weiteren Kategorien bedingen eine Definition der Natur von Jesus im Verhältnis zu den Begriffen Vater, Sohn und Heiliger Geist, weswegen ich Klärung der Begrifflichkeit von Mysterium, Natur, Hypostase und Person vorangestellt habe. Dies müsste eigentlich erst einmal gegeben sein, bevor eine weitere Festlegung erfolgen kann.

claudius antworten
AWHler
 AWHler
Beiträge : 2581
Veröffentlicht von: @koenigskind45

Warum Bestandteilen zuwenden, die in Teilen heilsam sein können statt dem Heil?

🤣... Wir sind hier doch weder in der Autowerkstatt noch am Operationstisch ... "Bestandteile?"

Es geht darum, dass unser Menschsein und unser Glaube bereichert werden kann durch das, was ich an Gutem, Inspirierenden und Heilsamen in der Welt und bei Anderen finde.

Und es geht auch nicht darum, dass wir jetzt weiter hier mit Worten jonglieren - Heil, Heilung, heilsam ...

"Das hat meinem Glauben mehr Tiefe gegeben ... Das hat mir geholfen, meine Beziehung zu Gott noch einmal anders wahrzunehmen ...  Das hat mir geholfen, Anderen mit mehr Mitgefühl und Barmherzigkeit zu begegnen ... Das hat mir die Augen geöffnet für ..." -Solche Aussagen findest Du bei Christen (zu denen ich biografisch und glaubensmäßig gehöre), die Gott dafür dankbar sind, in der Welt und auch in anderen Religionen, Weltanschauungen und Begegnungen Gutes gefunden zu haben.

Was ist daran falsch, verdächtig oder verkehrt? 😉

L'Chaim

awhler antworten


koenigskind45
Beiträge : 42
 

🤣... Wir sind hier doch weder in der Autowerkstatt noch am Operationstisch ... "Bestandteile”

Ich habe Dich zitiert! du spricht von “an manchen Stellen”. Das sind Bestandteile. Und du hast recht. Das sind Methoden. Da wende ich mich lieber der allumfassenden Liebe Gottes zu ❤️ Und habe nur einen Vater und einen Herrn!

welche Christen kennst du, die auch z.B. im Islam oder Hinduismus Dinge gefunden haben, das ihrem christlichen Glauben die Augen geöffnet haben? 

koenigskind45 antworten
2 Antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 534

@koenigskind45 

welche Christen kennst du, die auch z.B. im Islam oder Hinduismus Dinge gefunden haben, das ihrem christlichen Glauben die Augen geöffnet haben? 

Wobei das auch ein Alarmsignal sein kann. Wenn sich Christen bei Quellen, die das Christentum nicht bestätigen, ihre Offenbarung zusammensuchen, kann es passieren, dass die Leute das Christentum aufgeben. Es bestätigt auch, wie wichtig Katechese und Glaubensunterricht ist und dass es wirklich etwas ist, worin ein Schwerpunkt gesetzt werden muss. Es ist unser eigener „christlicher Analphabetismus“, der die Menschen zur Suche bei anderen Offenbarungen drängt.

rafael antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5645
Veröffentlicht von: @rafael

@koenigskind45 

welche Christen kennst du, die auch z.B. im Islam oder Hinduismus Dinge gefunden haben, das ihrem christlichen Glauben die Augen geöffnet haben? 

Wobei das auch ein Alarmsignal sein kann. Wenn sich Christen bei Quellen, die das Christentum nicht bestätigen, ihre Offenbarung zusammensuchen, kann es passieren, dass die Leute das Christentum aufgeben. Es bestätigt auch, wie wichtig Katechese und Glaubensunterricht ist und dass es wirklich etwas ist, worin ein Schwerpunkt gesetzt werden muss. Es ist unser eigener „christlicher Analphabetismus“, der die Menschen zur Suche bei anderen Offenbarungen drängt.

Ganz so würde ich das nicht sagen. Es ist nicht nur der Glaubensunterricht, der den Glauben fördert. 
Aber es ist sicher so, dass es 'Lücken' im Glauben gibt, wenn man sich einem anderen Glauben zuwendet. 
Und ich hab schon - ganz hart - gesagt, dass da irgendwas schief lief, wenn jemand im Islam oder Buddhismus oder Hinduismus mehr findet als im christlichen Glauben. 
Dass es in jedem Glauben auch Dinge gibt, die man für sich übernehmen kann, ist damit nicht bestritten. 
Wobei ich danach eben nicht bewusst suchen würde - das sind eher so Sätze, über die man einfach drüberstolpert. 

chai antworten
AWHler
 AWHler
Beiträge : 2581
Veröffentlicht von: @koenigskind45

welche Christen kennst du, die auch z.B. im Islam oder Hinduismus Dinge gefunden haben, das ihrem christlichen Glauben die Augen geöffnet haben?

Welche Christen ich kenne? - Viele 🙂 ... kann aber auch mit mir und meinen Erfahrungen, Berührungen und inter-religiösen Kontakten anfangen - und habe ja versucht, es anzudeuten 😉 

Wenn Du aber große Namen hören möchtest, nenne ich mal: Thomas Merton, Bede Grifftiths, Hugo Ennomya-Lassalle, Richard Rohr, William Johnston SJ undundund ... Aber es geht letztlich ja nicht um große Namen (sie können jedoch, wenn man sich mit ihnen beschäftigt, nur Brückenbauer und Türöffner sein).

Bezüglich des Islam kehre ich die Frage mal um - und empfehle zur Erbauung: Navid Kermani. Jeder soll von da, wo er steht, einen Schritt näher kommen. Die Frage nach Gott (Hab ich an anderer Stelle schon mal empfohlen) ... Ich selbst erlebe als Christ z.B. auch, dass der Islam im Bereich des Sufismus (Stichwort Gottesliebe/Gotteshingabe) sehr anregend und wegweisend ist.

Das alles nur angedeutet ...

L'Chaim

awhler antworten


koenigskind45
Beiträge : 42
Veröffentlicht von: @awhler

Thomas Merton, Bede Grifftiths, Hugo Ennomya-Lassalle, Richard Rohr, William Johnston SJ

Das sind alles Mystiker die sich zu spirituellen Philosophen entwickelt haben. Ein bisschen von hier, ein bisschen von dem. Kann man machen. Ich folge alleine Jesus 

koenigskind45 antworten
AWHler
 AWHler
Beiträge : 2581
Veröffentlicht von: @koenigskind45

Das sind alles Mystiker die sich zu spirituellen Philosophen entwickelt haben. Ein bisschen von hier, ein bisschen von dem. Kann man machen. Ich folge alleine Jesus 

NEIN.

Das sind Christen, die ihren Weg gehen und gegangen sind - als Christen ... und wenn Du ihnen ihr Christsein absprichst, ist das für mich geistliche Arroganz. 

DU musst ihren Weg nicht verstehen, nicht nachvollziehen - aber ganz sicher wirst Du ihnen (mit Deinen Kategorien "Das sind alles Mystiker", "spirituelle Philosophen", "ein bisschen von hier, ein bisschen von dem") geistlich nicht gerecht.

Bleib also bei Deinem Glauben, aber Du darfst in  Deinem Verstehen, Urteilen und Wahrnehmen vorsichtiger, bescheidener und demütiger (sic!) sein ... Du sprichst damit in Geschichte und Gegenwart (Stichwort "Mystik") Unzähligen ihren rechten Glauben ab.

Und weisste was? Jesus war für mich auch ein Mystiker (in seinem Gottesbezug, seinem Gotterleben, auch in vielen seiner Reden) - aber vielleicht möchtest Du auch da wieder über den Begriff "Mystik" diskutieren 😉

L'Chaim

awhler antworten
1 Antwort
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 534

@awhler Es ist natürlich irgendwie klar, wenn man die Mystik im interreligiösen Kontext beschreibt und sie einer außerchristlichen Erfahrungswelt zuschreibt, das nur bedingt anknüfungsfähig ist. Würde man mystische Erfahrungen als das beschreiben, was sie im Kern sind, nämlich als persönliche Vertiefungen in die Gemeinschaft des dreieinen Gottes, wäre man auf einer Linie. Das setzt natürlich tatsächliche Erfahrung voraus, die in der christlichen Begriffswelt und Tradition kommuniziert wird.

rafael antworten


Kappa
 Kappa
Beiträge : 1836

@claudius 

Also die Trinität scheint vor allem zu zeigen, das "Beziehung" einen unfassbaren Stellenwert hat. 

Es geht also über etwas statisches weit hinaus.

kappa antworten
Seite 3 / 4
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