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Theologie

Von ganz schön schwierig bis ganz schön praktisch
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Mal eine wichtige Frage für mich: Ist jetzt Jesus ein Hurensohn und ein Sohn Gottes? Oder nur ein Huhrensohn? (Ich kenne mind. noch einen Bruder Jesu.)

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Vor 1 Tag
Das Thema ist natürlich nicht neu, aber zentral und für mich immer noch unverständlich. Vor allem WOVON hat er sie erlöst? Alle Menschen würden gerne erlöst werden, allerdings vom Leiden und vom Tod, meist nicht von einer mysteriösen "Schuld". Ich sehe in einer Erbschuld, die Adam und Eva zu verantworten haben, keinen Sinn. Dass Gott eine Verkörperung auf die Erde schickt und so die die Menschen von dieser Erbschuld, und natürlich deren unangenehmen Konsequenzen befreit werden, indem sie ihn töten, darin sehe ich auch keinen Sinn. Allerdings machen Liebe und Mitgefühl von Jesus durchaus Sinn. Nur bringen ich das nicht zur Deckung mit dieser traditionellen Theologie.
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Vor 2 Tagen

Die Bücher Mose sind aus mindestens 3 Quellen zusammengestellt worden.

 

Als schönes bespiel sei hier die 1.Mose 37,18-36 erwähnt, wo die zwei Erzählungen zu einer zusammengestrickt wurden.

 

In einer Erzählung ist Ruben derjenige der Josef rettet, in der anderen Juda, in der einen sind es Midianiter die Josef aus der Grube ziehen, in der anderen wird Josef an die Ismaeliten verkauft. Jede Erzählung ist für sich genommen stimmig zusammengefügt, hinterlassen sie aber einige Kontinuitätsfehler.

Ich habe die beiden Erzählungen weiter unten mal separiert. Die Frage ist jetzt:

  • Wie geht ihr mit der Inspiration solcher Texte um?
  • Wie entscheidend ist es, dass Ruben, respektive Juda derjenige war, der Josef rettet?
  • Was haltet ihr davon, dass es zwei Versionen gab, eine im Nordreich, in der Ruben der Held ist, und eine im Süden, wo Juda der Held ist?

 

Der Text ist aus der Zürcher Bibel

 

Sie sagten zueinander: Seht, da kommt ja dieser Träumer. Jetzt kommt, wir wollen ihn töten und ihn in eine der Zisternen werfen, und wir werden sagen: Ein wildes Tier hat ihn gefressen. Wir werden ja sehen, was aus seinen Träumen wird. Als nun Josef zu seinen Brüdern kam, zogen sie ihm seinen Rock aus, den Ärmelrock, den er anhatte. und sie blickten auf und schauten sich um, und sieh, da war eine Karawane von Ismaelitern, die aus Gilead herüberkam. Ihre Kamele waren mit Tragakant, Mastix und Ladanum beladen, damit waren sie unterwegs nach Ägypten hinab. Da sprach Juda zu seinen Brüdern: Was haben wir davon, wenn wir unseren Bruder umbringen und sein Blut zudecken? Kommt, wir wollen ihn an die Ismaeliter verkaufen, aber uns nicht an ihm vergreifen, er ist doch unser Bruder, unser Fleisch. Und seine Brüder waren einverstanden. und sie verkauften Josef für zwanzig Silberstücke an die Ismaeliter. Sie aber nahmen den Rock Josefs, schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Rock in das Blut. Dann schickten sie den Ärmelrock hin, sie brachten ihn ihrem Vater und sagten: Das haben wir gefunden. Sieh doch, ob es nicht der Rock deines Sohns ist. Er sah ihn sich genau an und sprach: Es ist der Rock meines Sohns. Ein wildes Tier hat ihn gefressen. Zerfleischt, zerfleischt ist Josef! Und Jakob zerriss seine Kleider und legte einen Sack um seine Hüften. Und er trauerte um seinen Sohn lange Zeit. Da machten sich alle seine Söhne und Töchter auf, um ihn zu trösten. Aber er wollte sich nicht trösten lassen und sprach: Nein, trauernd werde ich zu meinem Sohn ins Totenreich hinabsteigen. So beweinte ihn sein Vater

 

Sie sahen ihn schon von weitem, und bevor er zu ihnen herankam, fassten sie den heimtückischen Plan gegen ihn, ihn zu töten. Das hörte Ruben, und er wollte ihn aus ihrer Hand retten. Er sagte: Wir dürfen ihm nicht das Leben nehmen. Und Ruben sagte zu ihnen: Vergiesst kein Blut! Werft ihn in diese Zisterne da in der Wüste, aber legt nicht Hand an ihn! Er wollte ihn nämlich aus ihrer Hand retten, um ihn zu seinem Vater zurückzubringen. Und sie ergriffen ihn und warfen ihn in die Zisterne; die Zisterne aber war leer, es war kein Wasser darin. Dann setzten sie sich hin, um zu essen. Es kamen aber midianitische Männer vorbei, Händler, die zogen Josef aus der Zisterne herauf. Diese brachten Josef nach Ägypten. Und Ruben kam wieder zu der Zisterne, und sieh, da war Josef nicht mehr in der Zisterne. Da zerriss er seine Kleider, kehrte zu seinen Brüdern zurück und sprach: Der Knabe ist nicht mehr da! Und ich, wo soll ich nun hin? Die Medaniter aber verkauften Josef nach Ägypten an Potifar, den Kämmerer des Pharao, den Obersten der Leibwache.

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Mai 04

Hi,

 

erst mal die Bibelstelle.

 

Jesu Grablegung

38Danach bat Josef von Arimathäa, der ein Jünger Jesu war, doch heimlich, aus Furcht vor den Juden, den Pilatus, dass er den Leichnam Jesu abnehmen dürfe. Und Pilatus erlaubte es. Da kam er und nahm den Leichnam Jesu ab.

39Es kam aber auch Nikodemus, der vormals in der Nacht zu Jesus gekommen war, und brachte Myrrhe gemischt mit Aloe, etwa hundert Pfund.

40Da nahmen sie den Leichnam Jesu und banden ihn in Leinentücher mit wohlriechenden Ölen, wie die Juden zu begraben pflegen.

41Es war aber an der Stätte, wo er gekreuzigt wurde, ein Garten und im Garten ein neues Grab, in das noch nie jemand gelegt worden war.

42Dahin legten sie Jesus wegen des Rüsttags der Juden, weil das Grab nahe war.

 

Jesus wurde in ein ganz neues Grab gelegt.offensichtlich war zu Bestattung keiner da. Weder die Jünger, seine Mutter und andere. 

Kann es sein, das Jesus an einem Ort begraben wurde den niemand wusste. Eine Nacht und Nebelaktion. 

Demnach konnte das andere Grab, wo man Jesus vermutete, doch leer sein.

 

Der Josef, der war dann weg und tauchte im Wort  nicht mehr wieder auf. 

Irgendwie komisch.

 

M.

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Mai 02

In der Bibel steht:

Hbr 4,15 Dieser Oberste Priester ist nicht einer, der kein Mitgefühl für unsere Schwächen haben könnte. Er wurde ja genau wie wir auf die Probe gestellt – aber er blieb ohne Sünde.

Wie versteht ihr das?

Ich verstehe das so, dass es keine Versuchung gibt, bei der ein Mensch sagen kann „So etwas hat Jesu nicht durchmachen müssen”.

Relevant wurde das in einem anderen Thema, wo ich darauf hinwies, dass ich die Meinung von Bonhoeffer, dass man zuweilen auf jeden Fall schuldig wird, nicht teilen kann. Bonhoeffer meinte ja, das ein Mord an Hitler auch Sünde wär, aber man so weniger Schuld auf sich lädt als wenn man nichts gegen Hitler unternimmt (die Pflicht, „dem Rad in die Speichen zu fallen”).

Das Gegenargument (das ich irgendwo gelesen habe) war dann, dass dies ja bedeuten würde, dass Jesus nicht so wie wir versucht wurde, weil Er ja ohne Sünde blieb, also nie in eine Situation kam, wo man lediglich die kleinere Sünde wählen kann.

Was meint ihr?

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Apr 22
Guten Morgen liebe Freunde. Es gibt in der Ukraine eine Gruppe chassidischer Juden, gegründet von einem Rabbi Nachmann, nämlich die Breslover Chassidim. Nun habe ich hier ein Bild, auf dem wohl die Grabstätte von deren Begründer abgebildet ist: https://images.jpost.com/image/upload/f_auto,fl_lossy/t_JD_ArticleMainImageFaceDetect/445135 Auf dem Tor steht: "Shar Moshe Itshaq", also Tor des Moshe Itshaq. Jetzt meine Frage an die Theologen uter euch, die vielleicht einen Draht zu den Juden haben: Was für einer war dieser Moshe Itshaq? Wieso hat das Tor diesen Namen?
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Apr 14
Vor knapp 2000 Jahren hat ein gewisser Jesus die Vorfahren, gegenwärtig lebenden und alle Nachfahren von den Sünden befreit, so wird es gesagt. War das Alles? Haben wir da etwas übersehen? Von was wollten (wollen) uns der Vater und der Sohn uns befreien? Wohin wollen uns Sohn und Vater ziehen? Die Engsicht auf die Sünden, denke ich, ist zuu kurz gedacht. Es ist nicht in die Zukunft von uns Menschen gedacht. chubzi
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Apr 12
Was mich als Nichttheologen einmal interessieren würde, ist folgendes. Falls bekannt - wie war der Aufbau des Staates in Israel während der Richterzeit? Waren diese Richter gewählte Richter? Falls ja, kann man jene Staatsordnung eigentlich mit dem Rätesystem vergleichen?
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Apr 11

Wenn gemäß der jüdischen Überlieferung Salomo viele Frauen hatte - ist dann gemäß dem jüdischen Gesetz (d. h. gemäß der schriftlichen bzw. mündlichen Tora) Polygamie (oder Polyandrie) erlaubt?

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Apr 05
Ich lese gerade Levitikus. Und dabei treibt mich die Frage der Ökonomie um. Betracht man die Regel für "unbewusste"(!) Sünde und deren Opfer, die erbracht werden müssen. Dann würde ich mal behaupten, ein ehrlicher Jude würde sehr schnell bankrottgehen. Auch andere Dinge wie zum Beispiel das Opfer für Frauen nach der Regelblutung, die zwei Tauben erfordert. Wenn man die Zahlen der Bibel alleine für die Wüstenwanderung hochrechnet, dann kommt man auf gut eine halbe Milliarde Tauben, die in den 40 Jahren geopfert worden sein müssten. Zum Vergleich, man schätzt die heutige weltweite Taubenpopulation auf 400 Millionen Individuen. Es ist irgendwie von vorneherein klar, dass diese Gebote nie auch nur ansatzweise von irgend einer Generation Juden eingehalten wurde. Ausserdem stehen all die Ritualgebote im Narrativ sowohl in Exodus als auch in Levitikus ziemlich quer in der Landschaft. Da stellt sich mir schon die Frage, was tun die Ritualgebote da überhaupt.
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Mrz 16
Lässt sich jemand nicht impfen, weil er sagt, Gott wird mich bewahren, er wird es nicht zulassen, dass ich erkranke. Ist das schon Gott versuchen?
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Jan 28
Dies hier ist ein kleines Gedankenexperiment. Der Grundsatz der Prädestination lautet ja, dass es alleine Gottes souveräner Wille ist, der jemanden erwählt und rettet. Das bedeutet, dass nichts, was eine Person tut oder nicht tut, glaubt oder nicht glaubt, keine Herkunft oder Zugehörigkeit zu einem Volk, Kirche, Geschlecht oder sonst etwas diese Erwählung bestimmt. Dieser Logik folgend müssten sich die Erwählten zufällig und damit gleichmässig in allen Populationen der Erde befinden. Daraus ergeben sich diverse Fragen: was ist mit den Erwählten, die das Evangelium nicht hören? Sind diese dennoch gerettet, ohne den Namen Jesus gehört zu haben, sie sind ja erwählt? Wenn sie nicht gerettet sind, was geschieht dann mit ihnen? Gruss Lars
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Jan 24


Es gibt kaum einen Konflikt, Krieg oder Tragödie, die sich nicht in irgend einer Weise um eines dieser Themen dreht. Das Leid, welches wir Menschen einander und oft auch uns selbst zufügen, hat in seinem Kern wohl immer eines dieser Themen als Ursprung. Mir begann es dahingehend vor einiger Zeit zu dämmern, dies sind auch die grossen Themen in der Bibel. Sex wird mit Treue begegnet Macht, mit Gehorsam. Geld, mit Dankbarkeit. Diese Problemfelder wurden ja auch in anderen Religionen als solche identifiziert. Deren Lösungsvorschläge lauten allerdings oft sehr anderes. In einer säkularen Welt allerdings Wird der Sex befreit Die Macht reguliert und das Geld verteilt. Irgendwie aber scheint mir die säkulare Antwort keine wirkliche Lösung zu liefern, um das Leid zu lindern.
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Jan 24
Weil mein Text sehr umfangreich ist, werde ich ihn in zwei Teilen senden, also hier in zwei Threads veröffentlichen. Damit der Überblick gewahrt bleiben kann, setze ich jedes neue Unterthema in trennende Striche. ------------------------------------------------------------------------------------------------ Nachdem Alexander der Große weite Teile der damaligen Welt um 330 v. Chr. erobert hatte, breiteten sich nach den anfänglichen Wirren und Kriegen um seine Nachfolge die griechische Kultur und Philosophie über diese Gebiete aus. Um 330 v. Chr. begann somit das Zeitalter des Hellenismus. Es wird im Christentum oft behauptet, dass das biblische "aion" auch die platonische Bedeutung von Ewigkeit hätte, da die damalige griechische Philosophie (besonders auch durch die Juden in der Diaspora) Einfluss auf die Juden in Israel ausgeübt habe. Das habe ich auch hier im Forum häufig erlebt, wenn man eine ewige Strafe mit biblischen Argumenten nicht beweisen konnte und auch sowas wie: "Ja, aber die Pseudigraphien und...". Auch in der Philosophie und der Textforschung war der Stand der Forschung in den 60ger Jahren und teilweise noch in späteren Jahren (bis zu welchem genau weiß ich nicht) des 20. Jahrhunderts, dass der Platonismus die vorherrschende Philosophie im hellenistischen Zeitalter war. Man weiß heute, dass - der Platonismus als philosophische Strömung im 4. Jahrhundert v. Chr nach Platons Tod keine einheitliche Lehre mehr war (nur noch Teilbereiche, deshalb keine starke Strömung mehr) und früh im 3. Jahrhundert v. Chr Platons Philosophie zunächst untergegangen ist - Aristoteles in der damaligen Zeit nach seinem Tod wenig Bedeutung hatte - zur Zeit Alexanders des Großen die ethisch-materialistische Philosophie des Kynismus großen Einfluss hatte - danach, ab Anfang 3. Jahrhundert v. Chr, die ethisch-naturalistische Philosophie der Stoa die beherrschende Philosophie im Zeitalter des Hellenismus war. - für den unendlichen Ablauf von Zerstörung und Wiederentstehung des Alls, Bestandteil der Lehre der Stoa, ein anderes griechisches Wort als "aion" für die Unendlichkeit dieses Vorgangs benutzt wurde, nämlich "apeiron". - in den Schriften der Philosophie der Stoa bis ca 150 n. Chr. das Wort "aion" nicht vorzufinden ist, dafür aber "apeiron". - die Überlieferung der stoischen Schriften wenig stattgefunden hat, weil man aus christlichem Interesse seit Augustinus in Klöstern nach dem 4. Jahrhundert n. Chr. nur platonische Schriften übersetzt hat. - im 1. Jahrhundert n. Chr. der Mittelplatonismus (und etwa zeitgleich mit ihm der mit ihm verwandte Neupythagorismus) als Strömung entstand. - im 3. Jahrhundert n. Chr. der Neuplatonismus aus dem Mittelplatonismus hervorging. - Augustinus in einem Brief geschrieben hat, dass sehr viele seiner Zeitgenossen nicht an eine ewige Hölle geglaubt haben (aus einem seriösen und sehr anerkannten katholischen Online-Portal, das neben der Online-Übertragung der katholischen Enzyklopädie u.a. Briefe der Kirchenväter ins Englische übersetzt und öffentlich zugänglich gemacht hat). - eine richtige Textüberlieferung der Pseudigraphien nicht mehr angenommen wird und dass, besonders im Buch Henoch, viele Übersetzungsteile nachgewiesenermaßen nicht authentisch sind. - das Buch Henoch bei den Sadduzäern und den Pharisäern keinen Einfluss hatte ------------------------------------------------------------------------------------------------- zu: Platonismus als philosophische Strömung im 4. Jahrhundert v. Chr nach Platons Tod keine einheitliche Lehre mehr (nur noch Teilbereiche, deshalb keine starke Strömung mehr) und früh im 3. Jahrhundert v. Chr zunächst untergegangen https://de.wikipedia.org/wiki/Platon Zitat: Platon (altgriechisch Πλάτων Plátōn, latinisiert Plato; * 428/427 v. Chr. in Athen oder Aigina; † 348/347 v. Chr. in Athen) war ein antiker griechischer Philosoph. https://de.wikipedia.org/wiki/Ewigkeit_der_Welt#Platon unter: Platon die drei letzten Abschnitte https://de.wikipedia.org/wiki/Platonismus#Antike unter: Antike, 3. Abschnitt Zitat: Die Platoniker legten Wert darauf, die ursprüngliche Lehre Platons zu vertreten, und behaupteten, dabei nur jeweils eigene Akzente zu setzen. Allerdings war das Spektrum der Meinungen innerhalb des Platonismus breit, und manche Platoniker scheuten sich nicht, sogar zentrale Bestandteile der Lehre Platons zu modifizieren oder gar aufzugeben. So wandte sich schon Platons Neffe und Nachfolger als Leiter der Akademie, Speusippos, von Platons Ideenlehre ab. https://de.wikipedia.org/wiki/Ideenlehre 1. Abschnitt https://de.wikipedia.org/wiki/Platonismus#Antike unter: Antike, 2. Absatz Zitat: Die moderne Forschung unterteilt diesen antiken Platonismus in Entwicklungsstadien: Ältere Akademie (von Platon bis Krates von Athen) und Jüngere Akademie (von Arkesilaos bis Philon von Larisa), Mittelplatonismus und Neuplatonismus. Arkesialos war der erste Schulleiter der jüngeren Akademie. https://de.wikipedia.org/wiki/Arkesilaos 1. u. 2. Abschnitt https://de.wikipedia.org/wiki/Skeptizismus#Akademische_Skepsis Zitat: Der Begründer der akademischen Skepsis war der Scholarch (Schulleiter) Arkesilaos, der von ca. 266 bis 241/240 v. Chr. Oberhaupt der Akademie war. Von der Zeit des Arkesilaos an herrschte für rund 180 Jahre die Auffassung vor, dass endgültige Urteile nicht möglich seien und man praktizierte Urteilsenthaltung, Epoché. ... Nichts ist sicher und nicht einmal das ist sicher Zitat Ende ------------------------------------------------------------------------------------------------- zu: Aristoteles in der damaligen Zeit nach seinem Tod wenig Bedeutung https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Zitat: Aristoteles (griechisch Ἀριστοτέλης Aristotélēs, Betonung lateinisch und deutsch: Aristóteles; * 384 v. Chr. in Stageira; † 322 v. Chr. in Chalkis auf Euböa) war ein griechischer Universalgelehrter. Er gehört zu den bekanntesten und einflussreichsten Philosophen und Naturforschern der Geschichte. Sein Lehrer war Platon. https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles#Rezeption 1. Abschnitt Zitat Die Lehre des Aristoteles hat auf seine Schule, den Peripatos, nach seinem Tode weit weniger Einfluss ausgeübt als Platons Lehre auf dessen Akademie. Aristoteles wurde keine Verehrung zuteil, die mit derjenigen Platons bei den Platonikern vergleichbar wäre. 3. Abschnitt Zitat: Obwohl Aristoteles großen Wert auf die Widerlegung von Kernbestandteilen des Platonismus gelegt hatte, waren es gerade die Neuplatoniker, die in der Spätantike einen maßgeblichen Beitrag zur Erhaltung und Verbreitung seiner Hinterlassenschaft leisteten, indem sie seine Logik übernahmen, kommentierten und in ihr System integrierten. https://en.wikipedia.org/wiki/Ancient_Greek_philosophy#Aristotle Zitat: Aristotle's fame was not great during the Hellenistic period, when Stoic logic was in vogue, but later peripatetic commentators popularized his work, which eventually contributed heavily to Islamic, Jewish, and medieval Christian philosophy Inhalt: Der Ruhm des Aristoteles war nicht groß in der hellenistischen Periode, als die stoische Philosophie populär war. ------------------------------------------------------------------------------------------------- zu: zur Zeit Alexanders des Großen hatte die ethisch-materialistische Philosophie des Kynismus großen Einfluss https://de.wikipedia.org/wiki/Kynismus erste 4 Abschnitte https://en.wikipedia.org/wiki/Cynicism_(philosophy)#Philosophy unter: philosopy, letzter Abschnitt Zitat: Cynic philosophy had a major impact on the Hellenistic world, ultimately becoming an important influence for Stoicism. Übersetzung: Die Kynische Philosophie hatte eine große Auswirkung in der hellenistischen Welt und wurde schließlich zu einem wichtigen Einfluss auf die Philosophie der Stoa. https://en.wikipedia.org/wiki/Cynicism_(philosophy)#Other_Cynics unter: Other Cynics Zitat: There were many other Cynics in the 4th and 3rd centuries BC, including Onesicritus (who sailed with Alexander the Great to India), the skeptic Monimus, the moral satirist Bion of Borysthenes, the diatribist Teles and Menippus of Gadara. However, with the rise of Stoicism in the 3rd century BC, Cynicism as a serious philosophical activity underwent a decline,[3][58] and it is not until the Roman era that Cynicism underwent a revival. Inhalt: Der Kyniker Onesikritus segelte mit Alexander dem Großen nach Indien. ... Mit dem Aufkommen der Stoa ging der Kynismus zunächst unter. Inhalt Ende ------------------------------------------------------------------------------------------------- zu: danach, ab Anfang 3. Jahrhundert v. Chr, die ethisch-naturalistische Philosophie der Stoa die beherrschende Philosophie im Zeitalter des Hellenismus https://en.wikipedia.org/wiki/Stoicism#History unter: History, letzter Abschnitt Zitat: Stoicism became the foremost popular philosophy among the educated elite in the Hellenistic world and the Roman Empire,[17] to the point where, in the words of Gilbert Murray "nearly all the successors of Alexander [...] professed themselves Stoics." Übersetzung: Die Stoa wurde die am meisten populäre Philosophie in der gebildeten Elite in der hellenistischen Welt und dem römischen Reich zu dem Punkt wo, in den Worten von Gilbert Murray " nahezu alle Nachfolger Alexanders sich selbst als Stoicer bekannten". https://www.researchgate.net/publication/334280686_Hellenistic_Philosophy_in_Greek_and_Roman_Times kann man runterscrollen, ganzer Text vorhanden unter: . Introduction, 2. Abschnitt unten Zitat: The new philosophies that developed in Hellenistic Athens, especially Stoicism and Epicureanism, were not only non-original, second-class and minor, but they became the dominant philosophies of the next five centuries, and were extended from Greece to Rome and the distant provinces of the Roman Empire. Inhalt: Stoizismus und Epikureanismus wurden nach ihrer Entwicklung im hellenistischen Athen die dominanten Philosophien der nächsten 5 Jahrhunderte. Inhalt Ende Skeptizismus und Kynismus habe ich weiter oben bereits vorgestellt. Sie werden unter "Abstract" im Link auch als sehr einflussreich aufgeführt: https://www.researchgate.net/publication/334280686_Hellenistic_Philosophy_in_Greek_and_Roman_Times Ende 1. Abschnitt: Zitat: From the 4th century BC up to the first Christian centuries, Cynics, Stoics, Epicists and skeptical philosophers give a new role to philosophy. Und der Kynismus ging zunächst mit in den Stoizismus ein, wie weiter oben bereits aufgezeigt. Der Epikureanismus: https://de.wikipedia.org/wiki/Epikur 1. Abschnitt Zitat: Epikur (altgriechisch Ἐπίκουρος Epíkouros; * um 341 v. Chr. auf Samos; † 271 oder 270 v. Chr. in Athen) war ein griechischer Philosoph, Begründer des Epikureismus und der epikureischen Schule. https://de.wikipedia.org/wiki/Epikur#Natur-_und_Erkenntnislehre Unter Natur - und Erkenntnislehre, 1. Absatz Zitat: Epikur übernahm Demokrits atomistische Lehre und entwickelte sie weiter. Mit ihrer Hilfe erklärte er die gesamte Wirklichkeit auf rein materialistische Weise, also mit konsequentem Verzicht auf alle transzendenten und metaphysischen Annahmen. Die Stoa: https://de.wikipedia.org/wiki/Stoa Zitat: Als Stoa (στοά) wird eines der wirkungsmächtigsten philosophischen Lehrgebäude in der abendländischen Geschichte bezeichnet. Es wurde von Zenon von Kition um 300 v. Chr. begründet. https://de.wikipedia.org/wiki/Stoa#Kernaspekte_der_Lehre unter: Kernaspekte der Lehre, 2. Abschnitt Zitat: Andererseits gibt es konstante Merkmale, die ihr einen unverwechselbaren Charakter geben. Sie finden sich in allen drei Bereichen des stoischen Lehrgebäudes, der Physik, die sich mit dem Kosmos und den Dingen im Kosmos befasst, der Logik, die auf Erkenntnis, Erklärung und Beweisführung gerichtet ist, sowie der Ethik, die sich mit dem menschlichen Leben beschäftigt und das Zentrum der stoischen Philosophie bildet. https://de.wikipedia.org/wiki/Stoa#Physik_und_Kosmologie unter: Physik und Kosmologie, 3. Abschnitt Zitat: Aus einem Urfeuer, dem Aither, entsteht in stoischer Sicht alles Seiende. Aller Stoff (Hyle) ist durch göttliche Vernunft (Logos) beseelt. So ist die stoische Lehre gleichermaßen materialistisch wie pantheistisch: Das göttliche Prinzip durchwirkt den Kosmos in allen seinen Bestandteilen und ist (nur) in ihnen anzutreffen. https://de.wikipedia.org/wiki/Pantheismus 1. Abschnitt, ab 4. Zeile: Zitat: „Als All-Einheitslehre behauptet der Pantheismus gegenüber den dualistischen Denkweisen und insbesondere der jüdisch-christlichen Schöpfungstheologie die Immanenz Gottes und die Ununterscheidbarkeit von göttlichem und naturgesetzlichem Wirken.“[3] Somit ist hier kein persönlicher bzw. personifizierter Gott vorhanden. ------------------------------------------------------------------------------------------------- zu: für den unendlichen Ablauf von Zerstörung und Wiederentstehung des Alls, Bestandteil der Lehre der Stoa, ein anderes griechisches Wort für die Unendlichkeit dieses Vorgangs benutzt wurde, nämlich "apeiron" https://en.wikipedia.org/wiki/Stoicism#Physics unter: Physics, 6. Abschnitt, letzte 4 Zeilen Zitat: The current Universe is a phase in the present cycle, preceded by an infinite number of Universes, doomed to be destroyed ("ekpyrōsis", conflagration) and re-created again,[27] and to be followed by another infinite number of Universes. Stoicism considers all existence as cyclical, the cosmos as eternally self-creating and self-destroying (see also Eternal return). Übersetzung: Das jetzige Universum ist eine Phase im gegenwärtigen Zyklus, vorangegangen von einer unendlichen Anzahl von Universen, dem Untergang verfallen (oder: dazu bestimmt), zerstört zu werden und wieder neugeschaffen zu werden und gefolgt zu werden von einer anderen unendlichen Anzahl von Universen, der Kosmos ist ewig sich selbst schaffend und sich selbst zerstörend (siehe auch unendliche Wiederkehr). Übersetzung Ende Die griechische Bezeichnung für infinite - unendlich, Unendlichkeit in der damaligen Stoa war nicht "aionos" sondern "apeiron": https://www.academia.edu/9816442/Ai%C3%B4n_and_Chronos_Deleuze_and_the_Stoic_Theory_of_Time kann man runterscrollen, ganzer Text vorhanden Informationen über John Sellars: https://en.wikipedia.org/wiki/John_Sellars und http://www.johnsellars.org.uk/ In dieser philosophischen Abhandlung argumentiert John Sellars gegen Thesen des Philosophen Deleuze, der seine Meinungen wiederum auf eine philosophische Arbeit von Victor Goldschmidt gründete. https://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Goldschmidt_(Philosoph) Zitat: Victor Goldschmidt (* 28. September 1914 in Berlin; † 25. September 1981)[1] war ein französischer Philosoph deutscher Herkunft. https://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Goldschmidt_(Philosoph)#Wirken Zitat: Goldschmidts Forschungsschwerpunkte lagen vor allem auf Platon und dem Platonismus, wozu er zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt hat, daneben auch auf Rousseau, Montesquieu und anderen. https://de.wikipedia.org/wiki/Gilles_Deleuze Zitat: Gilles Deleuze [ʒil dəˈløːz] (* 18. Januar 1925 in Paris; † 4. November 1995 ebenda) war ein französischer Philosoph Zitat Ende Hierbei geht es um den frühen Stoiker Chrysippus und andere aus der Epoche und um den letzten Frühstoiker Marcus Aurelius. https://de.wikipedia.org/wiki/Chrysippos_von_Soloi Zitat: Chrysippos von Soloi (* 281/276 v. Chr. in Soloi in Kilikien; † 208/204 v. Chr. https://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Aurel Zitat: Mark Aurel[1] (* 26. April 121 in Rom; † 17. März 180 in Vindobona oder Sirmium), auch Marc Aurel oder Marcus Aurelius, war von 161 bis 180 römischer Kaiser und als Philosoph der letzte bedeutende Vertreter der jüngeren Stoa. nochmal Link zum Text von John Sellars: https://www.academia.edu/9816442/Ai%C3%B4n_and_Chronos_Deleuze_and_the_Stoic_Theory_of_Time Im Text Seite 17: Zitat: Goldschmidt argues that there are indeed two conceptions of time in Chrysippus, the extended present that belongs and the infinite past-future separated by the durationless instant, but Goldschmidt suggests that Chrysippus was negligent when it came to terminology. However, that failure was rectified much later by Marcus, who used the term aiôn to refer to the infinite time of past-future. In support of this claim Goldschmidt cites Meditations 4.3, in which aiôn is conjoined with apeiros. Inhalt: Goldschmidt behauptete, Chrysippus sei nachlässig in seiner Terminologie bezüglich Zeit gewesen, denn eigentlich seien 2 Konzepte von Zeit in seinen Schriften erkennbar. Diesen Fehler habe Marcus (Aurelius) viel später wieder gut gemacht, indem er "aion" für die unendliche Zeit von Vergangenheit-Futur benutzte. Inhalt Ende unter: 2. The Early Stoics on Time, Seite 7 Seite 7-10 stehen Zitate früher Stoiker aus der Zeit vor Marcus Aurelius. Ich stelle nur das erste in meinen Text, weil es sonst zu lang würde. In allen Zitaten wird "unendlich" (infinite) mit "apeiron" wiedergegeben und "aionios" kommt nicht vor. S. 7 unten u. S. 8 oben: Zitat: (a) Diogenes Laertius 7.141: Time (chronos) too is incorporeal (asomatos), being the measure (diastema) of the world’s motion (kinesis). And time past and time future are infinite (apeiron), but time present is finite. S. 16 unten u. s.17 oben Zitat: In short, there is no explicit early Stoic discussion of aion in the surviving evidence. If we want to find this term in Stoic texts we must move forward some five hundred years from Chrysippus to Marcus Aurelius. Inhalt: Es gibt keine frühstoischen Diskussionen über "aion", erst Jahrhunderte später taucht der Begriff in stoischen Schriften auf, nämlich bei Marcus Aurelius. Inhalt Ende S. 17, ab oben: Hier erklärt Sellar, dass Deleuze seine These auf eine Passage in den Texten von Marcus Aurelius (Meditations, Meditationen) stützte (mit apeiron aionos), die Sellar aber durch eine andere Passage in Meditationen (mit apeiron chronos) widerlegt. S. 17 und 18 führt er beide Textstellen auf. Mir ist es nun hier im Zusammenhang nicht wichtig, ob Marcus Aurelius unter "aionos" "ewig" verstand oder nicht, da er um 130 n. Chr. lebte. Ryan j. Johnson bestätigt John Sellars Ausführungen: https://www.jstor.org/stable/10.3366/j.ctt1g050w8.20?seq=10#metadata_info_tab_contents Seite 279 (Pfeile rechts und links vom Text ermöglichen Umblättern), 3. und 4. Abschnitt Information zu Ryan J. Johnson: https://edinburghuniversitypress.com/ryan-j-johnson.html Andere Philosophen sind möglicherweise anderer Meinung, aber nur, was die Schriften des Marcus Aurelius und sein "aionos apeiron" anbetrifft: https://books.google.de/books?id=UXP5AQAAQBAJ&pg=PA25&lpg=PA25&dq=marc+aurel+on+chronos+and+aion&source=bl&ots=yN_4J-uNkN&sig=ACfU3U0xiPdHTMMZHNx30eubn1fca97npw&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjkyrezqYPyAhVC0uAKHeayB4oQ6AEwEHoECBEQAw#v=onepage&q=marc%20aurel%20on%20chronos%20and%20aion&f=false Linke Spalte, s. 25 (man kommt durch den Link aber direkt auf die Seite) 10. Zeile von unten: aion (apeiron aionos). Ganz unten sind Goldschmidt und Deleuze als Quellen aufgeführt. ___________________________________________________________________________ Ende erster Teil -------------------------------------------------------------------------------------------------
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Jan 23
am 8.12. Ein Feiertag für unsere katholischen Freunde Wie geht das wohl zusammen, der 8.12. und der 24.12 - kennt sich da jemand aus?
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Jan 20
Die Katholische junge Gemeinde stört sich daran, dass viele Menschen bei Gott sofort an einen alten weißen Mann mit Bart denken – und diskutiert deshalb neue Schreibweisen. Ein katholischer Verband will Gott künftig möglicherweise mit Gendersternchen schreiben. Die Schreibweise wäre dann "Gott*". Eine andere Option, die derzeit diskutiert wird, ist "Gott+", also mit einem Pluszeichen, das aber auch als Kreuz gelesen werden könnte. All das solle deutlich machen, dass Gott nicht automatisch als alter weißer Mann mit Bart gedacht werden könne.
Also die Idee mit dem + finde ich doof, aber Gott* das hat was.
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147
Jan 15
Hallo Ihr Lieben, Das ist eine provokante Überschrift. Ich will Euch gleich meine Antwort vorweg geben: Nein, das ist er nicht. Jedenfalls nicht der Gott, an den ich glaube. Ich komme auf das Thema, weil in einem anderen Beitrag jemand die Überschrift in "kein MOnster" geändert hat. Das Thema liegt scheinbar vielen auf der Seele: Warum hat Gott die Ausrottung so vieler Volker durch das Volk Israel befohlen, die im verheißenen Land wohnten? Selbst Gott legte Hand an. Sein Engel tötete in einer Nacht 185000 Mann der Armee der Assyrer, Jeremia 37:36. Mit solchen Berichten wird Gott JHWH immer wieder als blutrünstiger Rachegott dargestellt. Ist er das wirklich? Hatte es damit zu tun, daß alle diese ausgerotteten Völker grausigste Opferzeremonien 'pflegten'? Dazu gehörten vor allem Kinderopfer. Und diese opferten sie nicht dem Gott JHWH, sondern dem Baal. Nebenbei bemerkt, wird 'Baal' auch nur die Bedeutung von Herr, Meister, Besitzer, Ehemann, König oder Gott. Baal war ein Titel, der für jeden Gott verwendet werden konnte. Quelle:Wikipedia Die Baalsanbeter ließen ihre Kinder durchs Feuer gehen. Und wurden deswegen von der Bildfläche entfernt. So schlussfolgere ich. Aber wie passt es, daß Gottes Volk, das Volk Israel, das später aus den Israeliten im Norden und den Judäern im Süden bestand, ebenso Kinder opferten 2.Könige 16:2,3 2.Könige 23:10 Jeremia 32:35 und dafür lediglich die Schelte von Propheten bekamen, obwohl Gott ihnen in seinem Gesetz 3.Mose 18:21 5.Mose 18:10 solches verbot? SEIN Volk rottete JHWH nicht aus. SEIN Volk bestrafte und ermahnte er lediglich. Hätte ER das nicht auch mit den anderen Völkern tun können, anstatt sie auszurotten? Zum Verständnis dessen, was im AT aufgeschrieben wurde, mag das Buch "Tagebuch der Menschheit" von Schaik und Michel etwas Erhellung beitragen. Und BITTE: jede/jeder hat seine eigene Meinung, die darf er/sie gerne äußern. Wenn Ihr unterschiedlicher Meinung seid, respektiert Euch und antwortet bitte freundlich. Ein Disput sollte in diesem Forum freundlich ausgetragen werden. (Siehe Galater, Frucht des Geistes) Jede/Jeder sei willkommen, seinen Beitrag zu schreiben. Wenn Ihr Quellen für Eure Meinung/Behauptung habt, schreibt sie bitte dazu, das macht es leichter, darauf zu antworten.
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Jan 03
Textvergleich Johannes 1:18 https://biblehub.com/interlinear/john/1-18.htm EU 2016 Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht. --- LUT 2017 Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat es verkündigt. --- ELB Niemand hat Gott jemals gesehen; der einziggeborene[10: griech. monogenes; d. h. einzig in seiner Art; o. einziggeboren] Sohn[11:andere Handschr.: der eingeborene Gott], der in des Vaters Schoß ist, der hat ⟨ihn⟩ bekannt gemacht[12:o. erklärt]. --- HFA Kein Mensch hat jemals Gott gesehen. Doch sein einziger Sohn, der selbst Gott ist und in enger Gemeinschaft mit dem Vater lebt, hat ihn uns gezeigt. --- SLT 2000 Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene[3: od. einziggeborene /  einziggezeugte.] Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluss [über ihn] gegeben. --- ZB Niemand hat Gott je gesehen. Als Einziggeborener, als Gott, der jetzt im Schoss des Vaters ruht, hat er Kunde gebracht. --- NWÜ 2018 Kein Mensch hat Gott jemals gesehen; [j:2Mo 33:17, 20, Joh 6:46] der einziggezeugte Gott, [k: Joh 1:1] der an der Seite des Vaters ist*, [l: Spr 8:22, 30] der hat über ihn Aufschluss gegeben. [m: Mat 11:27] *1:18 Oder „am Busenplatz beim Vater ist“, ein besonders begünstigter Platz. --- GNB  Kein Mensch hat Gott jemals gesehen. Nur der Eine, der selbst Gott ist [7: Nur der Eine ...: wörtlich Der einzig-artige Gott. Das griechische Wort für »einzig-artig« wird auch im Sinn von »einzig-geboren« verwendet, was aber im Zusammenhang mit »Gott« nicht passt. Deshalb haben viele Handschriften statt »Gott« das Wort »Sohn« verwendet (vgl. 3,18; siehe auch Sacherklärung »«).] und mit dem Vater in engster Gemeinschaft steht, hat uns gesagt und gezeigt, wer Gott ist. --- NLB Niemand hat Gott je gesehen. Doch sein einziger Sohn, der selbst Gott ist [3: 1,18 In manchen Handschriften heißt es sein einer, einziger Sohn.], ist dem Herzen des Vaters ganz nahe; er hat uns von ihm erzählt. --- NeÜ Niemand hat Gott jemals gesehen. Nur der Eine und Einzige, der an der Seite des Vaters selbst Gott ist, hat ihn uns bekannt gemacht. --- DBU Kein Mensch hat jemals Gott selbst gesehen. Aber er, der Einziggeborene, Gott, der ewig ist und sich ganz auf den Vater ausrichtet, der hat ihn uns vor Augen gemalt. --- VLX  Kein Mensch hat je einen Blick auf Gott werfen können. Aber Jesus, sein einziger Sohn, hat sogar schon mal auf seinem Schoß gesessen. Er hat uns gezeigt, wie Gott wirklich drauf ist. In welchem Sinn ist dann Johannes 10:30 zu verstehen, wenn es dort heißt "Der Vater und ich sind untrennbar eins.", oder "Der Vater und ich sind eins."? Ist das physikalisch gemeint, also eine einzige Person, oder ist das so zu verstehen, daß sie im Denken, Fühlen und Handeln absolut übereinstimmen? "eins = im Sinne von 'einig'? Im zweiten Fall wären es zwei Personen, doch wo ist die Unterscheidung zwischen dem Vater und dem Sohn in Joh. 1;18, wo für beide das Wort Theos, bzw. Theon gebraucht wird? Wenn Gott einen einzigen Gott zeugt und von diesem Einziggeschaffenen gesagt wird, er habe alles erschaffen, [Joh. 1:1-3], und er sei zudem auch Gott, mit welchem Recht behaupten Christen, Gott und Menschen seien getrennt? Hat dann nicht der erste Gott nur ein einziges Wesen geschaffen? > Gott, den Einziggezeugten. Mit welchem Recht wird die Behauptung ausgesprochen, Gott werde Menschen für etwas bestrafen, dessen Möglichkeiten er ihnen doch durch den freien Willen gegeben hat? Wenn Gott einen Gott geschaffen hat, der wiederum alles andere erschaffen hat, und die Menschen mit dem Prädikat "sehr gut", wozu wird den Menschen dann seine Göttlichkeit abgesprochen? Wenn aber der Mensch so göttlich ist, wie der von Gott einzig gezeugte Gott (Joh.1:18), wären der Mensch und alle andere Schöpfung zwangsläufig Gott und wen wollte Gott dann noch bestrafen? Sich selbst? Wenn aber Menschen verdammenswerte Handlungen begehen, warum hebt Gott sie sich denn für das Jüngste Gericht auf und eliminiert sie nicht sofort? Ist es nicht widersinnig, wenn sich Gott Fehler anschaut, sich sogar anschaut, wie sich Fehler multiplizieren, sogar in seinem Namen, um dann einfach zu sagen "eines Tages werde ich...."? Ich rede hier nicht von Fehlern, die nötig sind, um daraus zu lernen und zu wachsen, sondern von groben Fehlern und Verbrechen, wie Mord, Folter, Geldgier, usw. (Ein Kind, das lernt zu gehen, wird viele Male den Fehler machen, hinzufallen. Diese Fehler muss es machen, damit es später sicher laufen, springen, hüpfen, usw. kann. Diese "Fehler" braucht das Gehirn um zu lernen.) Aber brauchten wir die gräulichen "Fehler" [treffender gesagt: Verbrechen im Namen Gottes] einer Organisation, nachdem Jesus die zwei wichtigsten Gebote betont hatte 'Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst' und in Lukas 6,46 "Was heißet ihr mich aber HERR, HERR, und tut nicht, was ich euch sage? 47 Wer zu mir kommt und hört meine Rede und tut sie, den will ich euch zeigen, wem er gleich ist.…" sagte, was das Doppelzüngige an den Menschen sei? Welchen Wert hat dann noch die Erkenntnis, ob Gott einen einziggezeugten Gott zeugte? Welchen Wert hat es, über den Mord eines Mannes zu wehklagen, sich sein Hinrichtungswerkzeug überall hin zu nageln und um den Hals zu tragen, was er niemals geboten hat! und dennoch nicht zu tun, was er will? Bedenken wir: Die Geistlichkeit des Volkes Israel hat Jesus nicht als HERRN anerkannt. Zu denen sagte er die Worte aus Lk.6:46 nicht. Es müssen schon die Menschen gewesen sein, die Jesus als HERRN anerkannten, oder auch bekannten. Wer sich durch meine Worte nicht zum Zweifeln aufgerufen fühlt, mag ja das Liebesgebot Jesu bereits ausleben - Ein Grund zur Freude!. Alle anderen, mögen sich gerne an einer angeregten und liebevollen Diskussion beteiligen.
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212
Jan 02
Als Reaktion auf die Behauptung in einer anderen Diskussion das sie Menschwerdung Gottes und die Erlösung durch die Passion keinen Sinn macht wenn es sich bei der Schöpfungsgeschichte "nur" um einen Mythos handelt hier mal eine Definition von Mythos:
Unter einem Mythos werden diejenigen Erzählungen verstanden, die durch die Imagination einer paradigmatischen, d.h. bedeutsamen Geschichte die Welt raumzeitlich ordnen und damit Handlungsanweisungen für Individuen wie für Kollektive anbieten.”
David Atwood, “Schwellenzeiten“, Ergon 2019, S. 26) Und hier stolpert man darüber das Problem einen wissenschaftlichen Wahrheitsbegriff (historisch wahr) zu verabsolutieren , es gibt natürlich auch wahre und falsche Mythen , außerdem natürlich auch gute und schlechte Mythen.
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Dez 15
Hallo zusammen und Grüß Gott Ich habe mal wieder eine Theorie, die ich gerne mit Euch teilen möchte. Es geht um die Geschichte, wo Gott zu Moses sprach, in Form eines brennenden Dornenbusch. Das phantastische daran ist, dass der Busch nicht verbrannte. Ich denke man sollte Kerzen herstellen mit dem Zusatz von Dornen oder der Äste von dem Busch. In der Bibel steht, der beruhigende Rauch für Gott. Und ich hoffe, dass ich Gott zu Weihnachten ein schönes Geschenk mache, mit dieser Theorie. Ich wünsche Euch eine wunderschöne Weihnachtszeit! liebe Grüße SpaceDirk
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Dez 09
Die B-Theorie der Zeit ist die Bezeichnung für eine von zwei Positionen zur zeitlichen Abfolge von Ereignissen in der Philosophie der Zeit. Laut der B-Theorie ist der Fluss der Zeit eine Illusion, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind gleichermassen real. In dieser Vorstellung "wird" man nicht sondern man "schreitet fort". Im Gegensatz dazu ist die A-Theorie ein "Werden", die Vergangenheit ist passé und existiert nicht mehr, und die Zukunft ist nur ein potenzieller Zustand, nur die Gegenwart existiert in der A-Theorie. Die B-Theorie der Zeit hat die Unterstützung von Physikern erhalten. Dies ist wahrscheinlich auf ihre Kompatibilität mit der Physik und die Tatsache zurückzuführen, dass viele Theorien wie die spezielle Relativitätstheorie, das ADD-Modell und die Brane-Kosmologie auf eine der B-Theorie ähnliche Theorie der Zeit hindeuten. Ich sehe in der B-Theorie auch eine Philosopie die, dinge wie Freier Wille, Prädestination, Ewigkeit, und einen Zeitlosen Gott besser erklähren, als dies die A-Theorie tut. Seit ihr dem Konzept schon mal begegnet, was ist euere Meinung dazu?
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Dez 08
Ich habe vor einiger Zeit diesen Artikel gelesen, leider ist die Diskussion dazu etwas entgleist, da mein eingangs Post wohl etwas zu provokant und taktlos war. Die Frage beschäftigt mich aber nach wie vor. Für mich ist Angst im Evangelium oder in Bezug auf Gott vollkommen fremd. Als ich mich mit 16 bekehrt habe, und anfing in die Jungendgruppe zu gehen, war die Motivation dazu eine Sehnsucht nach Gott, auf meine Sünde habe ich mit Scham und Trauer, aber nicht mit Angst vor einer ewigen Verdammnis reagiert. Ich habe als Teenager auch viel Druck, was den Umgang mit dem anderen Geschlecht, Kleider, Musik und Sprache betraf, erlebt. Ich empfand dies aber nie als beängstigend, oder unterdrückend. Die Androhung von Strafe mag wohl Teil der biblischen Theologie sein, aber irgendwie löste und löst dies nie Angst in mir aus. Liegt das nur an der Art der Verkündigung, an den persönlichen Beziehungen oder meinem Typ, einer Kombo der dreien oder anderen Faktoren? Wie kommt es, dass eine Predigt zum Thema Selbstaufgabe, Gehorsam, Nachfolge, Disziplin in mir weder Druck noch Angst auslöst doch für andere dies ein Trigger ist. Ist da ein anderes theologisches Fundament da, oder ist das wirklich nur Persönlichkeit? Oder andersherum gefragt fehlt meiner Theologie irgendwas, wenn ich keine Angst vor der Strafe Gottes habe? Ist die Angst, um die Bestrafung meiner nicht Christlichen Freunde richtige Motivation evangelistisch tätig zu sein? «Sünder in der Hand eines Wütenden Gottes.» von Jonathan Edwards baut seine komplette Botschaft auf dieser Angst auf, und er war immerhin eine zentrale Figur in der Grossen Erweckung in Nord Amerika. Kann man ohne eine gewisse Portion Angst vor der Straffe Gottes wirklich Christ sein? Ich erlebe das Gegenteil, aber das biblische Zeugnis deutet manchenorts in eine andere Richtung. Und zuletzt; wie predigt man über Disziplin, dem selbst Sterben, hingebungsvoller Nachfolge, uä. ohne zu Triggern? Ich habe es mir zu Gewohnheit gemacht meine Predigten immer mit der freimachenden Botschaft des Evangeliums zu beenden, selbst wenn ich über schwierige Themen predige. Ich löse provokante Aussagen in einer Predigt immer positiv auf, und ich verwende nie Ironie (zurecht wie sich herausstellt, da es für manche wohl verletzend ist.), gibt es da noch mehr Methoden?
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193
Dez 01
Zum Ende Schöpfung wurde festgelegt "Ich Schöpfer, du Geschöpf", das ist doch schon eine Trennung. Der Schöpfer scheint sich auch nicht als Teil seiner Schöpfung zu verstehen. Auch der Mensch wurde vom Rest der Schöpfung abgetrennt. Der Herr nahm ein wenig nassen Staub, formte daraus den Adam und hauchte ihm seinen Odem ein. Dann pflanzte er einen Garten, stellte den Adam rein und erklärte die Baumfrüchte. Der Herr beschloß das er dem Adam eine Hilfe erschaffen werde und all die Tiere paßten nicht. So setzte er den Adam unter Vollnarkose, entnahm ihm etwas und formte daraus die Eva. Auch die Eva war(ist) somit kein Teil der Restschöpfung. Wenn wir Menschen von Gott reden denken wir an ein Wesen das weit weg von uns ist, wir definieren eine Trennung. Ein christlicher Denker, Anselm von Canterbury, verortet Gott hinter einer nicht mehr überwindbaren Denkmauer. Also ist diese Mauer eine Trennung zwischen Gott und den Menschen. Das hört sich nach "Wasch mich, aber mach mich nicht naß" an. Können wir Menschen dem Herrn so nahe kommen das wir ihm in die Augen schauen? Gibt es etwas das Gott und der Mensch gemeinsam haben? Ich denke nur über Gemeinsame können wir die Trennung überwinden. chubzi
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Nov 27
Hallo zusammen, Alescha hat [url=https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread.html?ctrl[post_uid]=12893603]in einem anderen Thread[/url] einen bemerkenswerten Artikel verlinkt:
Bauer erlebte Menschen in seiner Klinik, die die Krankheit bis zum Schluss leugneten. Die mit Gewalt drohten gegen das Klinikpersonal. »Die glauben unserer Covid-Diagnose nicht.« Selbst nach langer Beatmungszeit werde weiter geleugnet, die Behandlung angezweifelt. Mitunter bis zum eigenen Tod.
Tatsächlich kenne ich auch einen Menschen, der mittlerweile selbst äußerst aggressiver Corona-Leugner ist: "CORONA GIBT ES NICHT!!!" - und das mit einer derart erschreckenden Vehemenz, daß es wahrhaft zum Fürchten ist. Im Chat eben begegnete mir ein User, der ziemlich resigniert nach Lk 16,31 zitierte angesichts des unglücklichen Corona-Geschehens und der vielen, viel zu vielen Leugner:
Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand von den Toten auferstünde.
Warum ist das so? Man hat jetzt Wissenschaftler und Mediziner, das Virus ist zwar mit eigenen Augen nicht sichtbar, aber jeder sieht die Auswirkungen. Muß erst ein Corona-Toter auferstehen? Im Text steht, sie würden sich auch dann nicht überzeugen lassen... Warum nicht? Was reißt den Menschen so derart vom Glauben weg, auch wenn er die offenbare Wahrheit in aller Deutlichkeit vor Augen hat? Liebe Grüße, Plueschmors.
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163
Nov 23


Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkündigen." Im Internet habe ich vergeblich nach einer Auslegung über den Vers 12 gesucht "Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen." Was bedeutet dieser Satz? Deutet er vielleicht auf die Zeiten hin, in denen der Mensch durch Forschung die Zusammenhänge der Schöpfung erkennen wird? In denen der Mensch verstehen wird / verstehen werden muss(!) Daß das Leben wirklich so abläuft, wie Jesus es in 3 Jahren versucht hat, den Menschen zu beschreiben? Oder bedeutet dieser Satz vielleicht, daß der christliche Glaube, im Gegensatz zum Glauben des Volkes Israel der mit der Thora, dem Pentateuch, usw. statisch festgeschrieben war, dynamisch sein soll, daß der heilige Geist nicht eine "Zauberwaffe", sondern eher ein geistlicher/geistiger Entwicklungshelfer ist, der die Menschen weg von starren Kirchen, hin zu sich entwickelnden Menschen leiten soll? Mich wundert es immer wieder, daß genau das, was Paulus bei einigen Gemeinden rügte, z.B. sexuelle Ausschweifungen bis heute nicht aufgehört haben. Eigentlich ist bis heute, 2000 Jahre lang durch die Verbreitung des Christentums kein bedeutender Wandel eingetreten. Fragt jetzt nicht "Schon mal was vom Teufel, oder Widersacher gehört?" Dann antworte ich darauf, daß es einen Schild des Glaubens gibt, der die brennenden Geschosse des Feindes abwehrt, sofern man denn damit geübt ist, umzugehen. Wer kann denn von sich behaupten, daß er/sie so trainiert ist, um mit dem Schild des Glaubens durch ein Sperrfeuer brennender Pfeile unbeschdet durchzukommen? Wir laden einerseits für alle elektronischen Geräte regelmäßig Updates herunter. Und wir gehen andererseits mit einem 2000 Jahre altem Betriebssystem um, von dem wir die feste Überzeugung haben, es sei immer noch aktuell. Wie ist es denn mit den Propheten des AT? Besteht nicht der Kanon des AT aus immer neuen "Updates" in Sachen Gottesanbetung? Sind nicht auch die Briefe der Apostel "Updates" gewesen? Aber mit dem Weggang der Apostel wurden 'bedrückende Wölfe' prophezeit. In den letzten 2 Jahrhunderten sind wissenschaftliche Erkenntnisse zutage gefördert worden, die bis dorthin völlig unbekannt waren. Wer wusste denn bis vor einigen Jahren etwas von Quantenphysik? Von Teilchen, die sich teilen können und an zwei unterschiedlichen Orten immer exakt die gleiche synchrone Bewegung vollbringen? Hätten die Jünger etwas von Jesus über Quantenmechanik, Atomphysik, Funkwellen, Laser, Brennstoffzellen, usw. erfahren können? Natürlich. Jesus als Schöpfer muss das alles gekannt haben, sonst hätte er es nicht erschaffen können. Hätte Jesus seine Jünger damit überfordert? Natürlich! Sie hätten ihn für 'durchgeknallt' gehalten. Und nun nochmal zu meiner Frage von Eingangs: Was bedeutet für Euch dieser Satz: "Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen."
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74
Nov 21
Hallo ihr Lieben, ich bin heute über ein Buch gestolpert "Glauben Lieben Hoffen" und schockiert über die Rezensionen, die klar machen, dass der Inhalt mit Irrlehren gespickt ist. Jetzt stellt sich mir die Frage: Ist das wirklich die Theologie, die in den Freikirchen EfG und FeG praktiziert und gelebt wird? Glauben diese Gemeinden wirklich nicht, dass es die Sintflut gegeben hat, Maria Jungfrau war!!! und die biblischen Prophetien des AT sich in Jesus erfüllt haben?? Wie kann es sein, dass solche Bücher von christlichen Verlagen angeboten werden?? Bin total geschockt und hoffe, damit nicht ganz allein zu sein ... Liebe Grüße Schlamuetzel Nachtrag vom 24.10.2021 14:40:16 Mittlerweile habe ich eine Stellungnahme der FeG im Netz gefunden und bin, was die FeG betrifft zumindest ein wenig erleichtert, wenn ich das lese: https://feg.de/gfbl-zum-buch-glh/
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195
Nov 21
Ich erinnere mich an einen Beitrag, in dem behauptet wurde, (ich gebe es mal dem Sinne nach wieder) Jesus sei "nicht unbedingt Bruder, sondern werde als Freund und Herr angesehen. Und man könne im Forum schon gar nicht schreiben, Jesus sei "unser" Bruder." Nun, ich kann mir nicht 100% sicher sein, aber ich möchte schon behaupten, die meisten in diesem Forum glauben wohl schon an Jesus. Dazu sagt die Bibel folgendes: Johannes 1,12: so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht [o. die Macht, die Vollmacht], Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; Matthäus 16,16: Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. 17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Bar Jona[4]; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht offenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist. Jesus = Sohn Gottes Menschen, die an Jesu Namen glauben = Kinder Gottes (Kinder = Männer und Frauen = Söhne und Töchter) Schlussfolgerung: Wenn also Jesus der SOHN Gottes ist, und die Bibel sagt, daß Menschen, die an den Namen Jesus glauben, das Recht haben KINDER GOTTES zu sein, was sind denn dann Kinder unter sich? BRÜDER und SCHWESTERN. Und damit ist für mich zweifelsfrei bewiesen, daß Jesus unser Bruder ist. Gibt es dagegen ein anderes biblisches Argument? Vielleicht Johannes 15,15? Da sagt Jesus, daß ER sie Freunde nennt, weil ER seine Jünger erwählt hat, nicht sie ihn: Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, denn der Sklave weiß nicht, was sein Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich alles, was ich von meinem Vater gehört, euch kundgetan habe.
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120
Nov 21
😊 Hallo zusammen, das Video hier wurde mir vorhin vorgeschlagen – was (manche) Muslime über uns denken und wie wir ihnen antworten können. Die Glaubwürdigkeit der Bibel war am Ende total einleuchtend, das hat mir bis jetzt noch keiner so erklärt. Vielleicht geht’s euch ja genauso? 🙂 https://www.youtube.com/watch?v=K-YoySulHlo
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162
Nov 08
Habe gerade diesen Artikel gelesen. Dabei begann ich mich zu fragen ob ich ihrgendwas in meinem Glauben falsch mache, es ist ja nicht der Erste solcher Artikel der mir unterkommt. Aber irgendwas scheint meinem Glauben zu fehlen, irgendwie will ich so gar keine Angst haben. Auch scheinen die Christen denen ich begegne keine "richtigen" Christen zu schein, sie schreiben mir nicht vor wie ich zu leben habe, nicht einmal der Prediger tut dies, es wird Kritisch diskutiert, und auch schrege gedanken haben platz. Ihrgendwie mir erst jetzt bewusst das wir garkeine Christen sind, da sektenartiken angstmacherei so abwesend ist. Kann mir jemand auf den rechten weg der Angstmacherei helfen. [/ironi] Ich will mit diesem Beitrag nicht das persönliche Leid solcher aussteigenden Individuuen lächerlich machen oder in Frage stellen. Ich stelle nur fest, dass die Erfahrungen dieser Menschen so garnicht zu den dreissig Jahren meines Lebens passen in denen ich Jesus folge.
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198
Okt 27
An anderer Stelle hatte sich eine Diskussion über die Rolle von Dämonen und möglichem Einfluss derartiger Mächte ergeben. Ich würde das hier gerne auslagern und die Frage in den Raum stellen, ob das Christentum nur dann einen Sinn ergibt, wenn man auch die Existenz "finsterer Mächte" annimmt. Immerhin gibt es einige Stellen in der Bibel, die darauf hinweisen, auch wenn solche Mächte insgesamt keinen großen Raum einnehmen. Ich sehe hier einen möglichen Zusammenhang bei manchen Bekehrungen, wenn Menschen den christlichen Glauben annehmen und dann glauben, sich plötzlich mit solchen finsteren Mächten konfrontiert zu sehen. Bedeutet aber im Umkehrschluss die Leugnung der Existenz derartiger Mächte automatisch auch eine Leugnung des christlichen Glaubens, weil diese nun mal ein Aspekt des Ganzen sind? Oder kann man das auch einfach ignorieren?
1,108
174
Okt 24
Gibt es Seelen, die in einer Zwischenwelt "hängen" geblieben sind, weil sie den Weg ins Licht gescheut hatten, aus Angst vor Konsequenzen eines sündigen Lebens? Mich hat vor einiger Zeit eine Stimme angesprochen - ich solle ihr helfen, mir ihr beten, weil sie das nicht mehr könne.
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114
Okt 09
... aus menschlicher Sicht. 1Kor 2,14 Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden. Es ist nichts Neues, was mir in diesen Tagen bewusst geworden ist. Und doch wirft es mich um. Gott ist Liebe. Und Gott ist HERR, hat alles in Seiner Hand. Wir leben in dieser Welt als Seine Geschöpfe. Geschaffen hat Er uns in unglaublicher Vielfalt. So wie auch seine Schöpfung gigantisch vielfältig ist. Wir als sein Ebenbild sind so herrlich unvollkommen. Wir streben und scheitern, wir werden beschenkt und leiden. Wir haben unterschiedliche Startvoraussetzungen; wie gut oder schlecht es uns im weiteren geht, haben wir teils(?) (scheinbar?) in der Hand oder müssen wir einfach so hinnehmen. Und Gott LIEBT uns. Was machen wir? In unserer unvollkommenen Weise lieben wir IHN. Oder wir suchen und finden Ablenkung - das Leben bietet reichhaltig davon. Oder wir lehnen Ihn ab - gemäß dem Gedanken, dass Gott unlogisch, sinnlos erscheint. Was macht Gott? Er liebt (weiter). Er IST Liebe - mit ganzer Hingabe. Er gibt sich in Jesus selbst hin, weil Er an UNS glaubt, Ob wir erwidern, "übersehen" oder ablehnen. Gottes Liebe BLEIBT. Und Seine Liebe verändert uns. Wie hoffnungsvoll für uns alle und wie wertvoll, wenn uns dies bewusst ist. Mt 7,14 Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind's, die ihn finden! Wer LEBT schon stets? Wie oft sind wir beschäftigt, abgelenkt, funktionieren wir oder kaschieren wir? Wie selten sind wir bewusst im Sein? Die Schöpfung singt Tag für Tag ein Lied - IST. Der Mensch, er denkt. Er lenkt, er steuert, er stolpert, er versagt, ... Der Mensch geht seinen Weg. Ebenbild Gottes ist er. Was muss das für ein Gott sein? Aus menschlicher Warte wirkt vieles (alles?) als Farce. Mit Gottes Augen sehen - ein Erahnen, dass Gott (unverdient) durch Seinem Geist schenkt. Wie GROSS (bzw. wieviel größer als ich denken kann) muss Gott sein und wie UMWERFEND ist dieses Schauspiel, in das wir gestellt sind. Auf dem schmalen Weg unterwegs sein und immer wieder darauf zurückkommen - bereits unterwegs LEBEN. Das wünsche ich uns allen, unabhängig davon, welcher Theologie unser (Un-)Glaube folgt.
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110
Sep 19
Hallo, da ich schon viel mit Bibeltreuen Christen zu tun hatte, weiß ich, daß sie glauben, daß jeder Mensch die ewige Hölle verdient habe, auch Kinder, und daß man nur durch den Glauben an Jesus Christus gerettet werden könne: Römer 3, 10-12: "»Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; 11 es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt. 12 Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer!" Nun ist die Frage, wie das mit Embryonen ist, da diese ja auch schon Menschen sind, wie Abtreibungsgegner immer betonen. Haben also Embryonen die ewige Hölle verdient? Ich persönlich empfinde die ewige Hölle auch für Erwachsene als völlig ungerecht, und selbst wenn sie gerecht wäre, wünsche ich sie niemandem. Eine christliche Nahtodeserfahrung täte aber mit Sicherheit vielen Menschen gut! Gottes Segen, Martin Wagner
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211
Sep 18
Hallo zusammen, durch diverse Beiträge des adventistischen TV-Senders "Hope TV" bin ich mit der Frage nach dem "richtigen" Ruhetag für Christen konfrontiert worden. Adventisten glauben ja, dass dies der Samstag ist, weil dieser dem 7. Tag des jüdischen Kalenders entspricht und Gott diesen seinem Volk in den "10 Geboten" als Ruhetag "verordnet" hat. Im Folgenden zitiere ich aus einer E-Mail-Anfrage an Home TV und würde gerne Eure Ansicht dazu erfahren. Aus der E-Mail (meine Anfrage wurde mit F: gekennzeichnet und die Antworten mit A:):
F: Womit ich nicht mit den Adventisten übereinstimme, ist die Festlegung des Ruhetags auf den Samstag, nur weil das nach jüdischer Zählung der "7. Tag" sein soll, und zwar aus folgenden Gründen: - In Deutschland (und anderen christlichen Ländern) gilt nicht der jüdische Kalender und auch nicht die jüdische Wochentagszählung. Bei uns ist der Sonntag der "7. Tag" der Woche. Auch heißen unsere Wochentage ganz anders als die jüdischen. Unsere Wochentage sind sogar nach heidnischen Götzen benannt...
A: Der Sabbat der Bibel ist der siebte Tag der Woche, nämlich der Samstag. Bei uns steht auf den Kalender meistens der Sonntag am Ende der Woche. Das kam aber erst durch die Kalenderreform 1975. Früher war es der Samstag, wie wir auch aus unseren Wochentagsnamen ersehen können. Sonntag, Montag, Dienstag, – Mittwoch (er steht genau in der Mitte der Woche) – Donnerstag, Freitag, Samstag. Jesus und die Apostel feierten den Ruhetag am Samstag und auch die heutigen Juden bezeichnen den Samstag als Sabbat. Der Auferstehungstag, der von allen Christen als Sonntag bezeichnet wird, war der erste Tag der Woche (Mt 28,1; Mk 16,9). Die Gründe für diese Reform waren – soweit mir bekannt – dass man die Arbeitstage der Woche (Montag - Freitag) bei Kalendern in einem Block haben wollte und das Wochenende extra als Einheit absetzt. Damit kommt auch der traditionelle (nicht der biblische!) Ruhetag der Woche, der Sonntag, zum Schluss der Woche. Das soll bei Planungen eine bessere Übersichtlichkeit bewirken. Aber diese Überlegungen spielen letztlich keine Rolle bei der Frage, was der Wille Gottes in Bezug auf seinen Ruhetag ist und wie wir herausfinden, welcher das heute konkret ist.
F: - Selbst wenn man (wie z.B. in den USA) den Samstag als den 7. Tag festlegen würde (wobei das nur die Zählung betrofft, nicht aber die Tatsache, dass auch dort der Sonntag als Ruhgetag gilt): Weiß man denn überhaupt, ob die heutigen Wochentage noch "synchron" sind zu denen vor x-tausend Jahren? Ich verweise nur auf die Kalenderreformen in der Vergangenheit (s. auch Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Kalenderreform).
A: Die Kalenderreformen haben nicht die Reihenfolge der Wochentage verändert „Für den Übergang bestimmte Gregor XIII. weiterhin, dass auf Donnerstag, den 4. Oktober 1582 (julianisch) direkt Freitag, der 15. Oktober 1582 (gregorianisch) zu folgen hatte, womit 10 Tage übersprungen wurden (unter Beibehaltung der Wochentagfolge).“ https://de.wikipedia.org/wiki/Julianischer_Kalender „Bei der Suche nach einem geeigneten Zeitpunkt für die Reform war die Wahl auf den Oktober gefallen, da der Kalender für diesen Monat vergleichsweise wenige Heiligenfeste enthielt und die ausgelassenen Tage auf diese Weise nur eine geringe Störung des Heiligenkalenders verursachten. Wegen der hohen Bedeutung des Sonntags im Christentum unterbrach die Reform nicht die Abfolge der Wochentage. Auf Donnerstag, den 4. Oktober, folgte Freitag, der 15. Oktober. Alle Sonntage im julianischen Kalender sind auch Sonntage im gregorianischen.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Gregorianischer_Kalender#Zuordnung_zwischen_Kalenderdaten_und_Wochentagen_(Sonnenzirkel) „Es gibt keine Hinweise, dass die Abfolge der sieben Wochentage seit ihrer Einführung jemals unterbrochen worden wäre, auch nicht durch die Kalenderreform des gregorianischen Kalenders. Damit stellt sie den regelmäßigsten Bestandteil des julianischen sowie des gregorianischen Kalenders dar.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Woche
F: - Das gesamte gesellschaftliche Leben ist auf den Sonntag als Ruhetag ausgerichtet. Wann, wenn nicht am Samstag, sollen vollzeitlich Berufstätige Erledigungen machen? Sonntags sind die Geschäfte, Wertstoffhöfe usw. geschlossen. Sonntags soll man keinen Krach machen (z.B. Renovierungsarbeiten etc.), um nicht die hierzulande geltende Sonntagsruhe zu stören (dies wäre auch egoistisch der übrigen Bevölkerung gegenüber).
A: Da gebe ich Ihnen völlig Recht: Die Umstellung des Ruhetages auf den Samstag bringt schon einige Herausforderungen und Opfer mit sich. Gar keine Frage. Das es aber auch (zur Zeit) relativ problemlos geht zeigen die vielen Christen auf der Welt und auch bei uns, die es genauso machen. Natürlich sollten sabbathaltende Christen auch Rücksicht auch ihr Mitmenschen nehmen und nicht deren Sonntagsruhe stören. Das gebietet schon die goldene Regel.
F: - Beim Apostelkonzil wurde beschlossen, dass den "Heidenchristen" (also uns) keine jüdischen Gesetze auferlegt werden sollen, die schon die Urväter nicht halten konnten, außer 4 Dinge (siehe Apostelgeschichte 15). Christen brauchen sich z.B. nicht beschneiden zu lassen und feiern auch kein Passah-Fest.
A: Dahinter steht die wichtige Frage: Welche Gesetze des Alten Testamentes gelten auch für Christen? Wenn wir die Gesetze in den fünf Büchern Mose näher betrachten, fallen uns zunächst vier Hauptgruppen auf: 1. Das Sittengesetz (Zehn Gebote) zeigt die Sünde und die erforderte Gerechtigkeit. Es ist unveränderlich gültig (Hebräer 10,16). 2. Das Zeremonialgesetz (Opfervorschriften, Regeln für den Gottesdienst usw.) zeigt den Weg zur Erlösung von der Sünde. Es fand seine Erfüllung im stellvertretenden Opfer Christi für uns. Deshalb gilt es heute nicht mehr (Hebräer 10,1.9). Doch sein Prinzip bleibt weiterhin gültig: Wer sündigt, muss sterben. Aber er kann leben, wenn ein Stellvertreter für ihn stirbt. Dieser Stellvertreter ist Christus. 3. Die Judizialgesetze (Staatsgesetze) gelten für die Staatsform der Israeliten (Theokratie). Sie haben für uns keine direkte Bedeutung mehr. 4. Die Gesundheitsgesetze sollten weiterhin (unter Ausschluss der zeremoniellen Anweisungen) beachtet werden, weil Gott nicht nur unser geistliches, sondern auch unser körperliches Wohlergehen möchte (1. Korinther 6,19.20). Manche Vorschriften für Hygiene und Ernährung müssen dabei in unsere Zeit übertragen und aktualisiert werden. Eine solche Differenzierung entspricht jedoch typisch unserem griechischen Denken, das alles klar gliedern und in seine einzelnen Elemente aufteilen möchte. Das ist aber – abgesehen von den Zehn Geboten – nicht immer möglich, weil manche Gebote in keiner der vier Gruppen untergebracht werden können. Es handelt sich hier einfach um Anweisungen für ein Volk, dass in enger Gemeinschaft mit Gott leben sollte, das glücklicher und gesünder sein und in Frieden und Sicherheit leben sollte und zahlreiche heidnische Einflüsse abwehren musste. Manche dieser Gebote sind deshalb auch für Christen beachtenswert. Wenn sie ein Segen für die Menschen damals waren, können wir sie jedenfalls nicht einfach als „alttestamentlich“ ablegen. Wir sollten uns vielmehr fragen, welche Grundsätze dahinterstehen und welche Bedeutung diese Grundsätze für uns heute haben. Dafür ein paar Beispiele: 5. Mose 23,13-14: Gott wünscht Hygiene und Sauberkeit. Hat Jesus dieses Gebot wirklich aufgehoben? 5. Mose 22,1: Ein weggelaufenes Tier sollte zum Besitzer zurückgebracht werden. Nur ein jüdisches Gebot, für Christen nicht verbindlich? 5. Mose 18,9-11: Gott verbietet Spiritismus und okkulte Praktiken. Brauchen sich Christen nicht daran halten, weil es ein alttestamentliches Gebot ist? 3. Mose 18,22.23: Gott verbietet geschlechtliche Verirrungen wie Homosexualität und Sodomie (Geschlechtsverkehr mit Tieren). Ein mosaisches Gebot, das für Christen nicht mehr gilt? Diese Beispiele zeigen, dass die alttestamentlichen Gebote sinnvoll waren. Die dahinter stehenden Grundsätze vieler dieser Gebote sind sicherlich auch für Christen hilfreich. Deswegen sprechen Jesus und die Apostel nicht nur von den Zehn Geboten, sondern greifen auch Aussagen anderer mosaischer Gesetze auf und aktualisieren sie für die christliche Gemeinde (z. B. Apostelgeschichte 15,20; 1. Korinther 9,9-11). Das ist nur eine kurze Einführung zu diesem Thema. Wenn Sie das näher interessiert, können Sie das auch in unseren kostenlosen Grundkursen zur Bibel weiter studieren.
F: - Interessant fand ich aber den in der Folge "Der Ruhe-Tag" der Sendung "die BIBEL. das LEBEN." genannten Aspekt, dass Gott für einen sorgt, wenn man sich dafür entscheidet, entgegen aller Widerstände den Samstag als Ruhetag zu halten. Allerdings bin ich nicht der Meinung, dass davon der Segen Gottes oder gar die Errettung abhängt, wie man das aus dem Wikipedia-Artikel über die Siebenten-Tags-Adventisten herauslesen könnte. Ein wöchentlicher Ruhetag ist gut und sinnvoll, aber Jesus selbst sagte, dass der Sabbat dem Menschen dienen soll und nicht umgekehrt (Markus 2,27).
A: Ja, das ist eine wichtige Frage: Ist das Sabbat heilsnotwendig? Ich hänge Ihnen eine Ausarbeitung über die Sabbatfrage an, damit Sie sich ein umfassenderes Bild darüber machen können. Sie werden darin lesen, wie der Sonntag entstanden ist, und dass es immer Christen gab, die in dieser Frage sich nicht an die kirchliche Tradition, sondern an die Bibel gehalten haben. Weil inzwischen weltweit etwa 400 Konfessionen zur biblischen Sabbatfeier zurückgekehrt sind, steht die Adventgemeinde damit nicht allein da, wenn sie auch zahlenmäßig die größte Gruppe bildet. Wir machen die Heiligung des siebten Tags der Woche nicht zu einer Heilsfrage, weil der Mensch gemäß den Aussagen des Apostels Paulus nicht durch Werke gerettet wird, sondern auf Grund seines Glaubens an das Opfer Jesu für seine Schuld. Ewiges Leben erhalten wir also nicht durch Gehorsam Gottes Geboten gegenüber, sondern weil Gott es uns aus seiner Gnade und Liebe schenkt, und weil Jesus unsere Sünde auf sich genommen hat. Der Erlöste befolgt also Gottes Willen (den er z. B. in den Zehn Geboten niedergelegt hat) nicht, um gerettet zu werden, sondern weil er gerettet ist, d. h. aus Liebe und Dankbarkeit. Er betet also keine Götzen an oder tötet und stiehlt nicht oder bricht nicht die Ehe, weil er Christ geworden ist und nun Gottes Wünsche und seinen Willen erfüllen möchte. Genau in dieser Gesinnung möchten Adventisten auch den Sabbat verstanden wissen, der ja nur eines der Zehn Gebote ist. Wenn wir auch kein ewiges Leben verdienen können, wenn wir die Zehn Gebote (und damit auch das Sabbatgebot) befolgen, so ist es doch die Frage, ob wir es nicht wieder verlieren können, wenn wir auf Gottes Willen pfeifen und ihm ungehorsam sind. Wenn wir heidnische Götter und Bilder verehren, Gottes Namen missbrauchen, Eltern missachten, töten, stehlen, ehebrechen, lügen und neidisch auf das Eigentum anderer blicken. Wahrscheinlich wird niemand einen Menschen als erlösten Christen bezeichnen, der diese neun Gebote mit den Füßen tritt. Warum die Kirchen das vierte Gebot vom Sabbat dabei ausschließen, kann nicht mit der Bibel begründet werden. Obwohl in dieser Frage alle Gebote gleich sind (es ist egal, an welchem Punkt man sich gegen Gottes Willen stellt), ziehen Adventisten dabei in Betracht, dass hier bei den meisten Christen die Erkenntnis über die Sabbatheiligung fehlt. Deshalb stellen wir den Diebstahl oder den Ehebruch nicht auf eine Stufe mit der Missachtung des biblischen Ruhetages. Hätten Sie gefragt: „Ist das Halten des Gebotes ‚Du sollst nicht töten‘ heilsnotwendig?“, hätte ich genauso geantwortet: „Nein, wir werden nicht gerettet, weil wir niemanden umgebracht haben. Aber wir würden verloren gehen, wenn wir als Christen drauflos morden.“ Weil aber den meisten Christen nicht bewusst ist, welche Bedeutung die biblische Sabbatheiligung hat, und dass sie mit dem Sonntag nur einen heidnischen und kirchlich-traditionellen Feiertag begehen, eben deshalb kann ich das nicht ein zu eins auf das vierte Gebot übertragen. Weil wir die Wünsche Gottes auch in Bezug auf das Sabbatgebot befolgen wollen, fallen Adventisten in unserer Gesellschaft auf, so wie Christen in atheistischen Staaten durch ihren Glauben und ihren Gehorsam den anderen Geboten Gottes gegenüber auffallen. Wenn aber Jesaja schreibt, dass auf der neuen Erde alle Menschen an jeden Sabbat Gott anbeten werden, dann sollten wir doch schon heute damit beginnen. Hier ist deshalb noch eine Reformation des christlichen Glaubens notwendig.
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------------------------------------------------------------------------------------------------- Zweiter Teil ------------------------------------------------------------------------------------------------- Zwecks besseren Überblicks setze ich hier nochmal die Überschriften über alle Unterthemen, auch die aus dem 1. Teil, hinein: Man weiß heute, dass - der Platonismus als philosophische Strömung im 4. Jahrhundert v. Chr nach Platons Tod keine einheitliche Lehre mehr war (nur noch Teilbereiche, deshalb keine starke Strömung mehr) und früh im 3. Jahrhundert v. Chr Platons Philosophie zunächst untergegangen ist - Aristoteles in der damaligen Zeit nach seinem Tod wenig Bedeutung hatte - zur Zeit Alexanders des Großen die ethisch-materialistische Philosophie des Kynismus großen Einfluss hatte - danach, ab Anfang 3. Jahrhundert v. Chr, die ethisch-naturalistische Philosophie der Stoa die beherrschende Philosophie im Zeitalter des Hellenismus war. - für den unendlichen Ablauf von Zerstörung und Wiederentstehung des Alls, Bestandteil der Lehre der Stoa, ein anderes griechisches Wort als "aion" für die Unendlichkeit dieses Vorgangs benutzt wurde, nämlich "apeiron". - in den Schriften der Philosophie der Stoa bis ca 150 n. Chr. das Wort "aion" nicht vorzufinden ist, dafür aber "apeiron". Ende erster Teil - die Überlieferung der stoischen Schriften wenig stattgefunden hat, weil man aus christlichem Interesse seit Augustinus in Klöstern nach dem 4. Jahrhundert n. Chr. nur platonische Schriften übersetzt hat. - im 1. Jahrhundert n. Chr. der Mittelplatonismus (und etwa zeitgleich mit ihm der mit ihm verwandte Neupythagorismus) als Strömung entstand. - im 3. Jahrhundert n. Chr. der Neuplatonismus aus dem Mittelplatonismus hervorging. - Augustinus in einem Brief geschrieben hat, dass sehr viele seiner Zeitgenossen nicht an eine ewige Hölle geglaubt haben (aus einem seriösen und sehr anerkannten katholischen online-Portal, das neben der online-Übertragung der katholischen Enzyklopädie u.a. Briefe der Kirchenväter ins Englische übersetzt und öffentlich zugänglich gemacht hat). - eine richtige Textüberlieferung der Pseudigraphen nicht mehr angenommen wird und dass, besonders im Buch Henoch, viele Übersetzungsteile nachgewiesenermaßen nicht authentisch sind. - das Buch Henoch bei den Sadduzäern und den Pharisäern keinen Einfluss hatte ------------------------------------------------------------------------------------------------- zu: die Überlieferung der stoischen Schriften wenig stattgefunden hat, weil man aus christlichem Interesse seit Augustinus in Klöstern nach dem 4. Jahrhundert n. Chr. nur platonische Schriften übersetzt hat. https://www.researchgate.net/publication/334280686_Hellenistic_Philosophy_in_Greek_and_Roman_Times kann man runterscrollen, ganzer Text vorhanden unter: Introduction, 2. Abschnitt unten Zitat: The new philosophies that developed in Hellenistic Athens, especially Stoicism and Epicureanism, were not only non-original, second-class and minor, but they became the dominant philosophies of the next five centuries, and were extended from Greece to Rome and the distant provinces of the Roman Empire. The loss of most Hellenistic texts is not a criterion of their low quality, but a historical accident explained by the courses of the European and Byzantine monasteries that maintained the Rule of the Greek Secretariat, which is still in force today. Inhalt: Stoizismus und Epikureanismus wurden nach ihrer Entwicklung im hellenistischen Athen die dominanten Philosophien der nächsten 5 Jahrhunderte. Der Verlust der meisten hellenistischen Texte lag daran, dass europäische und byzantinische Klöster, die die Verfügungsmacht über diese Schriften innehatten, einen anderen philosophischen Kurs eingeschlagen hatten. (Zusatz von mir: den philosophischen Kurs des Platonismus, siehe weiter unten) ------------------------------------------------------------------------------------------------- zu: im 1. Jahrhundert n. Chr. der Mittelplatonismus (und etwa zeitgleich mit ihm der mit ihm verwandte Neupythagorismus) als Strömung entstand. https://www.britannica.com/topic/Platonism Zitat: Though the origins of Middle Platonism are obscure, its main direction became clear in the 1st century ce. It seems to have been linked from the beginning with the closely related revival of Pythagoreanism. Inhalt: Der Mittelplatonismus wurde nach unbeteutenden Anfängen im 1. Jahrhundert nach Christus zu einer philosophischen Strömung. Inhalt Ende Der Neupythogarismus, der sich ebenfalls im 1. Jahrhundert n.Chr in eine Strömung entwickelte, war, was die Transzendenzlehre betrifft, sehr dem Mittelplatonismus ähnlich. https://en.wikipedia.org/wiki/Neopythagoreanism#History Zitat: In the 1st century BCE Cicero's friend Nigidius Figulus made an attempt to revive Pythagorean doctrines, but the most important members of the school were Apollonius of Tyana and Moderatus of Gades in the 1st century CE. Inhalt: Auch hier, im 1. Jahrhundert n. Chr. entstand nach einem Versuch im 1. Jahrhundert v. Chr. philosophische Strömung Inhalt Ende Zurück zum Mittelplatonismus: https://de.wikipedia.org/wiki/Mittelplatonismus#Metaphysik_und_Kosmologie unter Methaphysik und Kosmologie, 3. Abschnitt Und mit dem Mittelplatonismus kamen auch die Worte "aion, aionios" im platonischen Sinn wieder auf. https://de.wikipedia.org/wiki/Mittelplatonismus#Rezeption 1. Abschnitt Zitat: Philosophisch interessierte jüdische und christliche Theologen erhielten vom Platonismus wichtige Anregungen, teils durch unmittelbares Studium von Platons Werken, teils durch Schriften mittelplatonischer Autoren. Ein herausragendes Zentrum dieser Rezeption war Alexandria. Dort verband im 1. Jahrhundert n. Chr. der jüdische Gelehrte Philon von Alexandria mittelplatonische Philosophie mit jüdischer Theologie. https://de.wikipedia.org/wiki/Philon_von_Alexandria Zitat: Seine Lebensdaten werden daher auf etwa 20–10 v. Chr. bis 40–50 n. Chr. geschätzt. Zitat Ende Philon lebte also zur Zeit Jesu. Die Pharisäer wirkten dem Hellenismus entgegen, indem sie bezüglich des Priestertums und auch des Volkes streng auf die Einhaltung des Gesetzes achteten (wobei gewisse Machtinteressen sicherlich auch eine Rolle spielten). Quelle: Evangelien Einige Kernbereiche von Philos Lehre dürften ihnen nicht zugesagt haben: der Glaube an vorgeschöpfliche Materie, eine extrem allegorische Bibelauslegung und das Weglassen der mündlichen (damals noch, später ab nach 70 n. Chr. bis ca. 220 n.Chr aufgeschriebenen, Mischna) Überlieferungen: https://en.wikipedia.org/wiki/Philo#Influence_and_interpretations Zitat: ... belief in primordial matter rather than creatio ex nihilo; unbelief in the Lord as evidenced by excessively allegorical interpretation of scripture; and neglect of the Jewish oral tradition. Wenn Philos Schriften zur Zeit von Jesu öffentlichem Wirken bereits bekannt waren, aber auch grundsätzlich, wird die Pharisäer eine Sache beschäftigt haben, nämlich die Frage nach dem ewigen Leben nach dem Tod. Johannes 5 39 Ihr sucht in den Schriften, denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin; und sie sind's, die von mir zeugen; 40 aber ihr wollt nicht zu mir kommen, dass ihr das Leben hättet. Sie suchten und forschten immer noch danach. Trotz Aufnahme bei Gott nach dem Tod (Psalmen) und Auferstehung nach dem Tod (mehrere Stellen im AT) wussten sie nicht, wie lange sie nach der Auferstehung leben würden, denn Jesaja 65, 17-25, neuer Himmel, neue Erde und direkt danach die Schilderungen vom (neuer Himmel, neue Erde vorbereitenden) Leben im tausendjährigen Reich (mit Tod) kann man nur vom NT her, Offb. 20 u. 21, richtig einordnen. Ich denke, dass im AT keine eindeutige Lehre vom ewigen Leben gegeben ist, weil der alte Bund ohne Jesus nicht der Weg ins ewige Leben war, siehe dazu Hebr 11, 39. Die Lehre von "olam haba", dem ewigen Leben in der zukünftigen neuen Welt, kam erst im Rabbinertum nach der Zerstörung Jerusalems (70 n. Chr) auf: https://de.wikipedia.org/wiki/Olam_Haba 2. u. 3. Abschnitt Zitat: In dem Mischna-Traktat Awod 4,16 wurde die jetzige Welt (hebräisch עולם הזה Olam HaSzeh „diese Welt“) nur wie eine Vorhalle der knftigen Welt beschrieben. Die Mischna bildet die Basis des Talmud, sie entstammte den Umkreis des Rabbi Jehuda ha-Nasi Anfang des 3. Jahrhunderts aus Galilהa. Schon im antiken jüdischen Glauben gab es große Differenzen zwischen den Peruschim (Pharisäer), den Zadokim (Sadduzäer) und den Jachad (Essenern). So dass der Glaube an das Jenseits des Olam HaBah erst spät in der jüdischen Geschichte entwickelt worden war. Zitat Ende https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/philo-von-alexandrien/ch/fac236199f7f6b10b9033885db2f78cd/ unter: Punkt 5. Nachwirkung, am Ende des Artikels, letzter Abschnitt Zitat: Im Judentum ist dagegen Philo nach dem Untergang der hellenistischen Kultur in der Diaspora durch die Verbreitung der rabbinischen Lehre aus Palästina und Babylonien in Vergessenheit geraten. ------------------------------------------------------------------------------------------------- zu: im 3. Jahrhundert n. Chr. der Neuplatonismus aus dem Mittelplatonismus hervorging https://de.wikipedia.org/wiki/Neuplatonismus 1. Abschnitt Zitat: Neuplatonismus ist eine moderne Bezeichnung für die jüngste Schulrichtung im antiken Platonismus, der eine der bedeutendsten Strömungen der griechischen Philosophie war. Der Neuplatonismus entstand vor der Mitte des 3. Jahrhunderts n. Chr. aus dem Mittelplatonismus. Von Rom aus, wo der Philosoph Plotin († 270) eine neuplatonische Philosophenschule gegründet hatte, breitete sich die neuplatonische Bewegung über das Römische Reich aus. In der Spätantike war der Neuplatonismus die einzige übriggebliebene Variante des Platonismus. Er dominierte das gesamte philosophische Denken dieser Epoche. Die anderen traditionsreichen Schulen der antiken Philosophie waren weitgehend erloschen. Zitat Ende Augustinus, 354 - 430 n. Chr, nahm als einer der ersten christlichen Geistlichen und als erster Kirchenvater den Platonismus in seine Lehre auf: https://de.wikipedia.org/wiki/Neuplatonismus#Kirchenv%C3%A4ter Unter: Rezeption Kirchenväter, 1. Absatz Zitat: Die Einstellung der Kirchenväter zum Platonismus war zwiespältig. ... Das ausgeprägte Erlösungsbedürfnis war Neuplatonikern und Christen gemeinsam. Im 4. Jahrhundert trug der zum Christentum konvertierte Neuplatoniker Marius Victorinus, der Schriften Plotins ins Lateinische übersetzte, zur Annäherung bei.[55] Zu den Benutzern seiner Plotin-Übersetzung gehörte der sehr einflussreiche Kirchenvater Augustinus († 430), der in seinen theologischen Werken intensiv auf neuplatonische Gedankengänge und Denkschemata zurückgriff. ------------------------------------------------------------------------------------------------- zu: Augustinus in einem Brief geschrieben hat, dass sehr viele seiner Zeitgenossen nicht an eine ewige Hölle geglaubt haben https://en.wikipedia.org/wiki/New_Advent https://en.wikipedia.org/wiki/New_Advent#History https://en.wikipedia.org/wiki/New_Advent#Contents Inhalt: Der "New Advent" ist eine 1993 gegründete katholische Organisation, die es sich zunächst zur Aufgabe gemacht hatte, die katholische Enzyklopädie online zu verschriftlichen. Danach fügten sie viele antike Schriften hinzu, unter anderem 421 englische Übersetzungen von Schriften der Kirchenväter. Inhalt Ende Eine Schrift von Augustinus: https://www.newadvent.org/fathers/1302.htm ziemlich weit unten, Chapter 112 Zitat: Chapter 112. There is No Ground in Scripture for the Opinion of Those Who Deny the Eternity of Future Punishments. It is in vain, then, that some, indeed very many, make moan over the eternal punishment, and perpetual, unintermitted torments of the lost, and say they do not believe it shall be so; ... For "Hath God" they say, forgotten to be gracious? Has He in anger shut up His tender mercies? Übersetzung: Es ist vergeblich, dass einige, tatsächlich sehr viele, über die ewige Strafe und ununterbrochene Folter der Verlorenen lamentieren und sagen, sie glauben nicht, dass es so sein wird. ... Denn hat Gott, sagen sie, vergessen gnädig zu sein? Hat er in seinem Zorn seine zärtlichen Gnaden verschlossen? Übersetzung Ende Wären diejenigen, über die er hier schrieb, vom einfachen Volk gewesen, hätte er das mit Sicherheit erwähnt. Auch das Zitat von den Personen, das er gab, zeigt, dass es theologisch gebildete Menschen waren. Es handelte sich also um Geistliche und Theologen. Augustinus (er hieß auch Augustinus von Hippo) wurde in seiner Lehre von der ewigen Hölle von den Schriften des frühen Kirchenlehrers Tertullian beeinflusst: https://de.wikipedia.org/wiki/Tertullian#Theologie 3. u. 4. Abschnitt Zitate: Gegenüber dieser Auffassung betont Tertullian, dass das Feuer der Hölle ewig und ausdrücklich als eine ewig andauernde Strafe angekündigt sei. Als solche stelle die Strafe ein „nie endendes Töten“ dar – ein Töten, dessen Wirkungen furchterregender seien als die eines nur von Menschen begangenen Mordes, womit er weit über die Aussagen der Bibel hinausging. So beeinflusste Tertullian nachhaltig einige Kirchenväter, vor allem Cyprian von Karthago und Augustinus von Hippo, die ebenfalls im Gebiet des heutigen Tunesien und Algerien wirkten, und somit die gesamte westliche Kirche. https://de.wikipedia.org/wiki/Montanismus#Historischer_%C3%9Cberblick 2. u. 5. Abschnitt Zitate: Montanus forderte eine strenge Askese, verschärftes Fasten mit Schlafentzug, die Auflösung der Ehe bzw. des Geschlechtsverkehrs überhaupt (Virginität) und die Bereitschaft zum Martyrium Der Kirchenvater Tertullian trat möglicherweise um 207 zum Montanismus über; jedenfalls setzte er sich in seinen letzten Schriften Gegen Praxeas, Über das Fasten, Über die Einehe und Über die Keuschheit (ca. 211–217) für die strenge montanistische Ethik ein und schrieb positiv über Montanus selbst. Der Montanismus in Nordafrika dürfte nach dem Tod Tertullians erloschen sein ------------------------------------------------------------------------------------------------- zu: eine richtige Textüberlieferung der Pseudigraphen nicht mehr angenommen wird und dass, besonders im Buch Henoch, viele Übersetzungsteile nachgewiesenermaßen nicht authentisch sind. Über Pseudigraphen: https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/pseudepigraphen-at/ch/42686228b927117f1758eea9d05f172d/#h4 unter: 3.2. Jüdisches und christliches Erbe (kann man bereits in der vorangestellten Inhaltsangabe anklicken) auch Abschnitt direkt über "3.2. Jüdisches und christliches Erbe" wichtig, gehört zum Thema zum Buch Henoch: https://larryhurtado.wordpress.com/2019/10/06/1-enoch-an-update-on-manuscripts-and-cautionary-notes-on-usage/ Inhalt: Die äthiopische Übersetzung vom Buch Henoch, die einzige heute akzeptierte bestehende Grundlage für Übersetzungen, ist an vielen Stellen falsch und grundsätzlich nicht gesichert. Über Larry Hurtado: https://larryhurtado.wordpress.com/ https://en.wikipedia.org/wiki/Larry_Hurtado Über das Buch der Bilderrede aus dem Buch Henoch: https://en.wikipedia.org/wiki/Book_of_Enoch#Book_of_Parables 2. Absatz Inhalt: Da das Buch der Bilderrede (Book of Parables) im Henochbuch weder in Qumran noch in griechischen Fragmenten gefunden wurde und auch wegen des Inhalts und Stils, wird es heute größtententeils als spätere christliche Einfügung betrachtet. Inhalt Ende Auch Josephustexte weichen sehr von einem gefundenen Teil einer sehr frühen Abschrift des Ursprungstextes ab: https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Josephus#Textforschung 1. Abschnitt ------------------------------------------------------------------------------------------------- zu: das Buch Henoch bei den Sadduzäern und den Pharisäern keinen Einfluss hatte Tempel und Tempeldienst wurden bei den Essenern und im Buch Henoch für unrein erklärt und abgelehnt: https://www.deutschlandfunk.de/als-sich-das-judentum-und-das-christentum-voneinander.886.de.html?dram:article_id=252674 6. Abschnitt Zitat: Es gab aber auch Gruppen, die hielten die Tempelaristokratie für korrupt, wie die Verfasser der Rollen vom Toten Meer. Diese Essener lehnten den Tempel als korrupt ab. Zitat Ende http://byustudies.byu.edu/article/the-temple-according-to-1-enoch/ unter: Summary and Conclusion (am Schluss des Artikels), drittletzter Absatz, Mitte Inhalt: Im Buch Henoch werden der Tempel und der Tempeldienst für unrein erklärt. Inhalt Ende Die Essener hatten einen anderen Kalender, und im Buch Henoch wird er beschrieben: https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/henoch-henochliteratur/ch/26077eb453e883031f4bc2f9994b45f6/ unter: 2.1. Das äthiopische Henochbuch, dort 8. Absatz, c) Das Astronomische Buch http://www.jewishmag.com/14mag/essenes/essenes.htm 7. Abschnitt Inhalt: Die Essener folgtem einen anderen Kalender. Inhalt Ende Judas hat nicht unbedingt aus dem Henochbuch zitiert: https://en.wikipedia.org/wiki/Book_of_Enoch#References_in_the_New_Testament 7. Abschnitt Inhalt: Der Vers in Judas 1, 14 über Henoch kann auf eine sehr alte mündliche Überlieferung zurückgehen oder auf eine mündliche Midrash von 5. Mose 33, 2-3. ____________________________________________________________________________ Wir können also davon ausgehen, dass - durch die Philosophie im Zeitalter des Hellenismus keine neue Bedeutung für "aion", (Zeitalter) in die Bibel hineinkam. - Die Überlieferungen von Texten (auch Buch Henoch) über die Bibel aus der damaligen Zeit sehr ungesichert sind. - Das Buch Henoch ein Buch der Essener war und ihre Ablehnung des Tempels und des Tempeldienstes widergespiegelt hat, was auch einigen extremen Christen der ersten Jahrhunderte gefallen haben dürfte. - Im von Qumran gut überlieferten (dort aber an vielen Stellen abweichenden und wesentlich längeren) astronomischen Buch des Henochbuches ein anderer Kalender dargestellt wurde als der damals im Judentum gültige. Der Kalender war wichtig für die Einteilung der jüdischen Feste. - Zur Zeit des Augustinus sehr viele Geistliche nicht an eine ewige Hölle geglaubt haben. Wir haben das sehr zuverlässig überlieferte Neue Testament und das Alte Testament in einander fast vollständig gleichender doppelter Ausführung (hebräischer Urtext und Septuaginta). Und wir glauben, dass die Bibel Gottes Wort ist. Wir können uns also ganz getrost nur der Bibel widmen, wenn es um die Frage der Bedeutung der Worte "aion, aionios" im jeweiligen Kontext und im Gesamtkontext geht. Mal sind alle Zeitalter, also ewig, Ewigkeit gemeint, mal viele Zeitalter, mal nur zwei oder nur eines und manchmal nur ein Menschenleben, bzw. der Rest davon bis zum Tod. Ob Gott uns auch einmal mit in seine Dimension oberhalb von Raum und Zeit hineinnehmen wird, wissen wir nicht wirklich, vielleicht drückt folgender Vers das aus: 1. Johannes 3 2Meine Lieben, wir sind nun Gottes Kinder; und es ist noch nicht erschienen, was wir sein werden. Wir wissen aber, wenn es erscheinen wird, daß wir ihm gleich sein werden; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Dann könnten wir mit ihm in der Überzeitlichkeit sein und aus der Überzeitlichkeit mit ihm in die Äonen hineinleben, wie er es seit Beginn der Äonen tut. Wir wissen es nicht, und Gott ist es wohl erst einmal wichtig, uns in der Bibel die kommenden Äonen etwas zu zeigen. Nachtrag vom 13.08.2021 23:58:00 Ich schrieb: Das Buch Henoch ein Buch der Essener war und ihre Ablehnung des Tempels und des Tempeldienstes widergespiegelt hat, was auch einigen extremen Christen der ersten Jahrhunderte gefallen haben dürfte. Richtig ist: ... extremen Christen bis zum Mittelalter gefallen haben dürfte, dann auch da wurde das Buch noch übersetzt und bearbeitet.
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Aug 27
Die erste gedruckte deutsche Bibel war die sogenannte Mentelin-Bibel, die 1466, elf Jahre nach der lateinischen Gutenberg-Bibel, in Straßburg bei Johannes Mentelin erschien. Es war eine umständliche Wort-zu-Wort-Übertragung, die ängstlich am lateinischen Text klebte.29.10.2016 https://www.welt.de/kultur/article159129129/Schon-vor-Luther-gab-es-18-deutsche-Bibeldrucke.html Frühe Übersetzungen Schon vor Luther gab es 18 deutsche Bibeldrucke Veröffentlicht am 29.10.2016 | Lesedauer: 5 Minuten Von Matthias Heine Seite aus der Mentellin-Bibel von 1466 Eine Seite aus der Mentellin-Bibel von 1466 Quelle: Bayerische Staatsbibliothek Der Reformator war zwar der folgenreichste Bibelübersetzer, aber nicht der erste. Es gab etliche deutsche Bibeln vor Luther. Eine wurde zum Mega-Flop. Im September 1522 war ihr Schicksal besiegelt. 3 Kommentare Im Sommer 1522 schien es eine sehr gute Idee zu sein, eine deutsche Bibel auf den Markt zu bringen. Deutschland war in Unruhe. Die Weltsicht der alten kirchlichen Autoritäten wurde angezweifelt. Also wollten die Menschen selber verstehen, was in dem Buch stand, auf dem das ganze Christentum gründete. Obendrein hatte sich der Buchdruck rund 70 Jahre nach seiner Erfindung durch Gutenberg und sein Team erheblich verbilligt. Der Bibel-Flop aus Halberstadt Doch leider war die Bibel, die im Juli des genannten Jahres in Halberstadt herauskam, nicht von Martin Luther. Und zu diesem Zeitpunkt wollte ganz Deutschland eine Übersetzung der Heiligen Schrift nur noch von einem lesen: von dem Mann, der durch seine 95 Thesen und Schriften wie „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ der religiösen Gärung eine Stimme gegeben hatte. Luther hatte zu jener Zeit schon mit seiner eigenen Übertragung des Neuen Testaments aus dem griechischen Originaltext begonnen. Er brauchte dafür nur elf Wochen. Im September 1522 erschien sein sogenanntes Septembertestament. Es war binnen weniger Wochen vergriffen. Bald legte der Reformator ein überarbeitetes Dezembertestament nach. Das weiß man vom geheimnisvollen Bibelübersetzer Professor Martin Schubert gehört zu den Forschern, die das Rätsel des österreichischen Bibelübersetzers lösen wollen. Hier erklärt er, was wir über Leben und Werk des Mannes aus dem Mittelalter wissen. Quelle: Matthias Heine Die Halberstädter Bibel vom Juli dagegen wurde der wohl größte Flop, den bis dahin ein Verleger auf dem noch recht jungen Buchmarkt verkraften musste. Wolfgang Schellmann, der eine Ausstellung über „Deutsche Bibeln vor Luther“ im Lüneburger Kloster Lüne kuratiert hat, schreibt: „Mit Büchern konnte man damals außerordentlich viel Geld verdienen, aber schlechter oder auch nur schleppender Verkauf führten leicht in die Katastrophe und hatten oft genug den totalen Ruin des Unternehmers zur Folge.“ Von der Übertragung ins Niederdeutsche aus dem Sommer 152 sind heute nur noch sieben Exemplare erhalten. Eins davon ist nun in der Ausstellung zu sehen. Ein Österreicher war der erste deutsche Bibelübersetzer Mittlerweile hat es sich ja herumgesprochen, dass Luther nicht der Erste war, der sich getraute, die Bibel ins Deutsche zu übersetzen. Bereits im frühen 14. Jahrhundert hatte ein anonymer Autor, den man heute nur den Österreichischen Bibelübersetzer nennt, große Teile der lateinischen Vulgata in ein schönes flüssiges Deutsch übertragen. Wolfgang Schellmann, der die Lüneburger Ausstellung kuratiert hat, vermutet, dass diese bis ins 15. Jahrhundert in vielen Handschriften kursierende Übersetzung „maßgeblich für die vorlutherischen deutschen Bibeln“ war. Austellung im Kloster Lüne Die Austellung "Deutsche Bibeln vor Luther" im Kloster Lüne Quelle: Wolfgang Schellmann Zwar hatte Kaiser Karl IV. das bestehende Verbot von Bibeln in einer Volkssprache 1369 noch einmal verschärft. Doch wie Wolfgang Schellmann im Ausstellungskatalog anmerkt, hielt sich nicht einmal Karls Sohn Wenzel daran. Um 1390 gab er für den eigenen Gebrauch die prächtigste Bibelhandschrift des späten Mittelalters in Auftrag. Die deutschsprachige Wenzelsbibel blieb allerdings unvollendet. Sie endet schon vor dem Beginn des Neuen Testaments.
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Aug 14


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