Das Falsche glauben!?
2. Ergibt sich nicht immer, dass das Heil Andersgläubiger in den monotheistischen Religionen nie ausgeschlossen wird?
Schwarzes Loch
"Man wird immer in eine Religion hineingeboren. Kann man dann überhaupt „das Falsche“ glauben?
"Man wird immer in eine Religion hineingeboren. Kann man dann überhaupt „das Falsche“ glauben?"
Wenn die Vorstellungen und Aussagen der Religion nicht stichhaltig sind...
Ich bin in die christliche Religion hineingeboren und habe "natürlich" lange so geglaubt.
Aber meine Entwicklung hat mich dann dazu geführt, in Gott nicht eine Person zu sehen, sondern ein "schwarzes Loch". Natürlich nicht im physikalischen Sinn. Das ist nur ein Symbol.
Man kann in ein schwarzes Loch gucken, aber man wird nichts sehen. Wenn man da hinein geht, weiß man vorher in keiner Weise, was da und dann geschieht. Es geht nur, indem man abgrundtief darauf vertraut, dass es gut ist. Wenn man die physikalische Bildhaftigkeit etwas überziehen will, kann man ja die Vorstellung eines "weißen Lochs" auf der anderen Seite des schwarzen, in dem man wieder verändert herauskommt, mit hineinnehmen - was der biblischen Vorstellung von Wiedergeburt recht nahe kommt.
Hi,
also ich glaube an einen "gerechten" Gott. Auch an gerechte Urteilsvermögen der Menschen.
Warum gab Abel Gott das bessere Opfer?
Warum war Henoch gerecht?
Da gab es keine Bibel, keine große Schriften.
Für viele Menschen gab es schlichtweg das Gewissen. (siehe auch Römerbrief....anklagendes Gewissen)
Man darf sich gerne den Hebräerbrief zu Hand nehmen.
Alles andere, ob Menschen gerettet werden und vor allem diejenigen, die noch nie von Jesus gehört haben oder in Traditionsglauben gelebt haben, ich kann da nicht ins Herz blicken. Was ich aber weiß, Jesus will, das die rettende Botschaft weitergegeben werden muss.
Darüber zu philosophieren rät Paulus im 1. Korintherbrief strikt ab. Und wenn man den Hintergrund von Paulus kennt, dann kann man ihn das glauben. Er kannte die Thora, er kannte die Griechen, die Römer und alle andere Philosophien.
Paulus predigt die Botschaft vom Kreuz. Nichts anderes als das. Alles andere ist nicht wichtig. Er ist kein Freund von Wischiwaschi, sondern deutliche, klare einfache Botschaft ...und zwar die vom Kreuz.
1. Korinther
18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es Gottes Kraft. 19 Denn es steht geschrieben: »Ich will zunichtemachen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.« 20 Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? 21 Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die da glauben. 22 Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, 23 wir aber predigen Christus, den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis und den Heiden eine Torheit; 24 denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. 25 Denn die göttliche Torheit ist weiser, als die Menschen sind, und die göttliche Schwachheit ist stärker, als die Menschen sind...................Ab da kann gerne weiter gelesen werden.
Daher ist es Aufgabe nicht nur das irdische Leben zu meistern...sondern die klare Botschaft zu leben und weiterzugeben.
Alles andere, ob Menschen gerettet werden und vor allem diejenigen, die noch nie von Jesus gehört haben oder in Traditionsglauben gelebt haben, ich kann da nicht ins Herz blicken. Was ich aber weiß, Jesus will, das die rettende Botschaft weitergegeben werden muss.
Genau darauf wollte ich hinaus. Denn der Missionsbefehl steht. Der heißt ja nicht, man solle das Evangelium nur an solche herantragen, die noch keine andere Religion haben… 😂
@holger-f Ich kann nur auf die 3. Frage was Sinnvolles von mir gebend reagieren:
3. Man wird immer in eine Religion hineingeboren. Kann man dann überhaupt „das Falsche“ glauben?
Ich denke schon, dass man das Falsche glauben kann.
Nämlich dann, denn der Glaube einen selbst oder anderen schadet. Das betrifft aber eher Gruppierungen innerhalb der 3 genannten Religionen und nicht die Religionen als ganzes.
Wenn Glaube zu Mord, Unterdrückung oder Ausgrenzung, zu Hass oder Verachtung aufruft, dann ist er falsch.
Derartige Gruppierungen und Einzeleinstellungen findet man in allen 3 Religionen. Genauso wie das Gegenteil.
VG
Chey
Ich hab mich gefragt, wie es möglich ist, dass andere Religionen ihre Götter erfahren, wie sie sie eben erfahren, wenn es vielleicht eben doch nur den einen richtigen Gott gibt.
Ich habe Google gefragt und über die Antwort nachgedacht, und sehe sie in meinen eigenen Erfahrungen bestätigt:
Gott zeigt sich allen unterschiedlichen Menschen in ihren eigenen Sprachen und Arten, so wie jeder Mensch ihn am besten wahrnehmen kann. Kurz: jedem, wie wir hier schon festgestellt haben, auf einen einzigartigen ihm verständlichen Weg.
Mir hat sich Gott in verschiedenen Menschen offenbart, aber der Frieden war derselbe.
Das macht für mich Sinn, denn ich denke, im Grunde basieren alle auf denselben Guten Werten:
Liebe, Menschlichkeit, Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit, Partnerschaft, Gemeinschaft
Was Du schreibst, ist mir in der darin liegenden Offenheit sehr sympathisch.
Andere werden daraus einen Relativismus und Subjektivismus herauslesen, dem unbedingt "um der christlichen Wahrheit willen", widersprochen werden muss 😉 😎
L'Chaim
Das hast Du gut geschrieben. Ich denke, dass die Werte, die Du ansprichst, die Grundlage für die Entwicklung aller religiöser Vorstellungen überhaupt ist. Insofern ist das Wort "Gott" - oder aller ähnlicher in anderen Kulturen - eine Chiffre für diese Hoffnungen.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich verständlich genug geschrieben hab und ich will gerne die Metapher benutzen, die Google verwendet hat: Es ist wie, wenn die Sonne durch verschieden farbiges Glas betrachtet wird, die Sonne bleibt dieselbe, aber jeder sieht sie in einer anderen, eigenen Farbe.
Wobei ja, wenn man unterschiedlich gefärbte Sonnenbrillen trägt, nicht nur ein Objekt entsprechend gefärbt erscheint, sondern alles.
In dem von Dir aufgegriffenen Bild sieht man dann nicht nur Gott in dieser Färbung, sondern alles, die ganze Welt.
Und wenn man durch die Erfahrungen seines Lebens die Welt in einer bestimmten Farbe sie, nimmt man Gott ebenso wahr.
Eine musikalische Annäherung an das Thema wie in der Welt alles eine gleiche Färbung hat, ist das traurige Lied "Paint It Black" von den Rolling Stones.
Es gibt eine Reihe von Videos dieses Liedes bei YouTube, aber ich habe keines hier reingestellt, weil die besten Arrangements von der filmischen Gestaltung her sehr irritierend sein können und die, die das nicht sind, Standbilder haben oder langweilige Filme.