Gott ist geschieden...
 
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Gott ist geschieden. Dürfen Geschiedene am Gemeindeleben teilnehmen?

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Arcangel
Themenstarter
Beiträge : 6387

5.Mose 24, 1 Wenn ein Mann eine Frau geheiratet hat und ihr Ehemann geworden ist, sie ihm dann aber nicht gefällt, weil er an ihr etwas Anstößiges entdeckt, wenn er ihr dann eine Scheidungsurkunde ausstellt, sie ihr übergibt und sie aus seinem Haus fortschickt,
2 sie sein Haus verlässt, die Frau eines anderen Mannes wird,
3 wenn dann der zweite Mann sie nicht mehr liebt, ihr eine Scheidungsurkunde ausstellt, sie ihr übergibt und sie aus seinem Haus fortschickt oder wenn der andere Mann, der sie geheiratet hat, stirbt,
4 dann darf sie ihr erster Mann, der sie fortgeschickt hat, nicht wieder heiraten, sodass sie wieder seine Frau würde, nachdem sie für ihn unberührbar geworden ist. Das wäre dem HERRN ein Gräuel.

 

Jermia 3,6 Als König Joschija regierte, sagte Jahwe zu mir: „Hast du gesehen, was Israel, diese treulose Frau, getan hat? Sie ist auf jede Anhöhe gestiegen, hat sich unter jeden grünen Baum gelegt und sich dort mit anderen eingelassen.
7 Ich dachte: 'Wenn sie genug davon hat, wird sie wieder zu mir zurückkehren.' Aber sie kam nicht zurück. Und ihre treulose Schwester Juda sah zu.
8 Ich gab Israel, dieser treulosen Frau, deshalb den Scheidebrief und schickte sie weg. Doch ihre treulose Schwester Juda schreckte das nicht ab. Sie ließ sich selbst mit anderen ein. ... spricht Jahwe. 

 

Gott hat sich von Israel geschieden, weil diese treulos war. Hat dies für euch einen Einfluss darauf, wie ihr mit dem Thema umgeht?

Antwort
46 Antworten
Deborah71
Beiträge : 29331

@arcangel 

Gott ist geschieden. Dürfen Geschiedene am Gottesdienst teilnehmen? 

Coole Steilvorlage!  Dürfen sie nicht?!  Ja dann....... So einfach könnte man Gott aus dem Gottesdienst werfen ohne es zu merken und sich voll mit einer gängigen Schriftauslegung eins fühlen. 

Manche Fragestellung, die so oder so verstanden werden kann, hat es schon in sich. 😉

 

deborah71 antworten


Kappa
 Kappa
Beiträge : 1626

@arcangel 

Könnte man theoretisch einfach darauf beziehen, das es den alten Bund nicht mehr gibt. Israel als Ethnische Gruppe ja, gibt es klar, aber nicht als Heilsbund.

Daraus Regeln für den Umgang von im neuen Bund geschieden Personen abzuleiten geht zu weit, oder findet man das im NT bzw. Historisch .

 

kappa antworten
5 Antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387

@kappa 

Dass es den alten Bund nicht mehr gibt, ist eine Sicht, die ich nicht teile. Der alte Bund wurde durch den Neuen nicht aufgelöst. Nur der Alte Bund war noch nie ein Heilsbund. Denn Zugehörigkeit zum Volk Israel war noch nie ein Garant dafür, dass man zu Gott gehörte, davon ist das AT voll, und umgekehrt war die nicht Zugehörigkeit zum Volk, noch nie ein Ausschlusskriterium um zu Gott zu gehören. 

Das NT ist in dieser Frage auf der Linie im AT, Jesus selbst sagt, dass Scheidung nicht OK ist, und dass es nur einen legitimen Grund für eine Scheidung gibt, und das ist Untreue. Damit bestätigt er das AT und klärt offene Fragen. 

arcangel antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3214

@arcangel 

Was sollte also ein Gemeindeleiter also deiner Meinung nach tun mit den Geschiedenen?

 

stern antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387

@stern 

Ich habe keine besondere Haltung gegenüber Geschiedenen. 

arcangel antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@arcangel 

Was ist der Grund das du glaubst der alte Bund existiert noch?  

Hätte man in dem Fall jetzt die Wahl wenn man denn Gläubig wird oder ist, Jude oder Christ zu werden? 

Streng genommen existiert seit fast 2000 Jahren kein Tempel - Dienst mehr. Das Judentum des alten Testaments existiert in der Form doch gar nicht mehr.  Das Zentrum des jüdischen Glaubens ist doch das der eine (mittlerweile als Dreieinig offenbarte) Gott mit ihnen ist. Im Zentrum wohnt. Davon ist das praktisch ganz weit weg 

kappa antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387

@kappa 

Hätte man in dem Fall jetzt die Wahl wenn man denn Gläubig wird oder ist, Jude oder Christ zu werden?

Wenn du meinen Text gelesen hättest, würdest du diese Frage nicht stellen. 

Ich habe geschrieben: "Nur der Alte Bund war noch nie ein Heilsbund."

Was ist der Grund das du glaubst der alte Bund existiert noch?

Weil ein neuer Bund noch nie den Alten aufgelöst hat, (Gott hat ja mehrere Bünde geschlossen im AT) 

Das Judentum des alten Testaments existiert in der Form doch gar nicht mehr.

Ja, das tempelzentrierte kultische Judentum existiert nicht mehr und das rabbinische Judentum, welches wir heute haben, ist in vielen Bereichen fundamental anderes gestrickt. 

Nur das hat nichts mit dem Bund zu tun. Gott hat seinen Bund mit den Israeliten an Sinai geschlossen, bevor Mose das Gesetz erhalten hat. Das heisst, die Erwählung und der Bund Gottes sind nicht vom Gesetz abhängig. Das Gesetz zeigt auf, wie jemand, der zu Gott gehört, leben soll, es ist aber nicht Bedingung für die Erwählung. Damit spiegelt dies ein Vorläufer des neuen Bundes, bei dem die Heiligung eine Folge des Heils, aber nicht Bedingung dafür ist. 

Nun zum Bund, Gottes Erwählung bleibt bestehen, nur Erwählung und Heil sind nicht synonym. Israel (und zwar alle 12 Stämme) sind Gottes erwähltes Volk. Das heisst nicht, dass Zugehörigkeit zu dem Volk automatisches Heil bedeutet. 

arcangel antworten
Stern
 Stern
Beiträge : 3214

@arcangel 

Da stelle ich mal die WWJD Frage: was würde Jesus tun, wäre er der Gemeindeleiter?

 

stern antworten


THOW42
 THOW42
Beiträge : 139

Hab ich es nur überlesen oder wurde die Ehebruch-Klausel Jesu und das "Paulinische Privileg" noch gar nicht genannt? 😀

Wie dem auch sei, wenn man mich fragt, dann wären in dem Kontext die Gemeinden allesamt leer. Denn die Ehe ist ja im Grunde mit dem Akt schon vollzogen und mit einem Blick schon gebrochen. Mit Gesetzlichkeit kommt man da nicht weit - bleibt die Frage: Was sollten denn die Regelungen an sich? Es sind Ausdruck von geistlichen Prinzipien und Schutz vor Folgen. Mit der Vereinigung werden zwei Menschen verbunden und jede Trennung wird Wunden hinterlassen. Und mit der Ehe als Institut ist auch eine Form von Verbindlichkeit und Commitment, damit Menschen sich aufeinander in guten wie bösen Tagen verlassen können. Man bricht also nicht nur die Ehe, sondern auch ein Versprechen und einen Lebensplan. Wird uns das am Ende den Heilsplan kosten? Ich denke nicht, aber wird es uns viel kosten als Mensch? Ja, denn die Abweichung und der Bruch göttlicher Prinzipien und Modellplänen hat dem Menschen nie gut getan. Ergo für mich: Natürlich kann ein geschiedener Mensch am Gemeindeleben teilnehmen! Aber er möge das nicht als Gottes Plan propagieren. 

thow42 antworten
8 Antworten
THOW42
 THOW42
(@thow42)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 139

Ergänzung:
Jeremia 3 zeigt, dass Gott selbst „den Scheidebrief“ gab, als Israel treulos wurde – und dennoch zur Rückkehr einlud. Das macht für mich deutlich: Gott nimmt Treue ernst, hält aber den Weg der Gnade offen. Jesus spricht in Matthäus 19,9 von der „Ehebruch-Klausel“, Paulus in 1. Korinther 7,15 vom „Paulinischen Privileg“. Beides sind keine Hintertüren, sondern Schutzregelungen. Die Ehe bleibt Gottes Ideal, jede Trennung verletzt Menschen und Gemeinschaft. Darum: Ja, Geschiedene gehören selbstverständlich ins Gemeindeleben – aber ohne den Bruch als Gottes ursprünglichen Plan darzustellen. Wahrheit und Gnade gehören zusammen.

thow42 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @thow42

... ohne den Bruch als Gottes ursprünglichen Plan darzustellen. ...

Nicht als ursprünglicher Plan, aber als Zeichen dafür, dass Gott auch auf ungeraden Wegen mitgeht. 

Es widerstrebt mir ein bisschen, bei Gott von 'flexibel' zu reden, aber es ist meine Überzeugung, dass Gott nicht so starrsinnig ist wie manche von seinem Bodenpersonal. 

chai antworten
THOW42
 THOW42
(@thow42)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 139

@chai Es ist vielleicht nicht "flexibel" sondern eine Frage der Prioritäten. Und bei Gott ist Liebe nun die Prio 1 - so hat es zumindest Jesus gelehrt. Wenn also bei Glaube, Hoffnung, Liebe, die Liebe das größte ist, ist Glaube und Hoffnung deswegen nicht unwichtig, sondern nur eben nicht so groß wie. Und wenn Gottes Plan vom Menschen nicht erfüllt wird, ist er nicht "flexibel" damit im Umgang, sondern einfach in der Liebe.

thow42 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@thow42 

Ja, er kann nicht anders. Er ist Liebe, von vorn bis hinten, von oben bis unten ... das sprengt oft unseren Verstand und haut uns aus den Socken. Davor kann ich mich nur verneigen ...

neubaugoere antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@thow42 

Oh ja, da sprichste so Wichtiges so gelassen (fast nebensächlich) aus ... Gott hat nie aufgehört, einzuladen, nie aufgehört, nachzugehen, nie aufgehört, zu lieben ... während er ........ hat er nie aufgehört, einzuladen ... hat nie seine Zugewandtheit beendet ... nie aufgehört, uns in Liebe anzuschauen und alles für uns zu tun ... Tun wir dies ebenso, während wir ... (Gemeinde bauen, anderen zuhören etc. ...) ?

neubaugoere antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387

@thow42 

Nach diesen Kriterien sind wir alle hoffnungslose Sünder, die einen Heiland brauchen.

😉

arcangel antworten
THOW42
 THOW42
(@thow42)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 139

@arcangel Verrückt, oder? 😎

thow42 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387

@thow42 

Unerhört

arcangel antworten
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