Nur ein Buch bitte!
Stellt euch vor, ihr würdet euch gedanklich auf ein mögliches MTh-Studium einlesen wollen und dürftet auf eine einsame Insel nur ein Buch zur Vorbereitung mitnehmen. Welches würdet ihr wählen?
Die Antwort darf nicht "Die Bibel" sein.
Meine Insel ist zwar nur ein Urlaub, aber ich tendiere gerade zu "Dietrich Bonhoeffer – Nachfolge"
Gesenius oder Brown-Driver-Briggs (Grammatik oder Wortschatz)

@deborah71 Das wäre das einzige Buch, dass du mitnimmst? Respekt!
Ich liebe die Sprache, die Buchstaben und Gott darin zu finden. Oft kommt Offenbarung pur.
Wir waren in der Geschichte von David und Saul vor Davids Kampf gegen Goliath.
Drei Sätze und ein prägnanter Formwechsel der Verben.
1. Saul veranlasste
2. Saul tat selbst
3. Saul veranlasste
2. Saul setzte David eigenhändig den Helm auf. In diesem Moment war die Gegenwart Jesu spürbar. Er nahm mir den Helm der familiären Depression ab und setzte mir den Helm der Hoffnung auf.
Es wurde real, was Jesus hatte aufschreiben lassen: Meine Worte sind Geist und Leben.
Ich denke, du verstehst jetzt meine Wahl.
HEINZ ZAHRNT - DIE SACHE MIT GOTT. Die protestantische Theologie im 20. Jhdt ... Als Sprungbrett für Weiteres.
L'Chaim
Drewermann: "Strukturen des Bösen"

Master of Theology:
Danke. Ich wusste nicht, dass Theologie auch auf Bachelor/Master umgestellt wurde. Ich dachte dort nennt man das Magister 😋
Nun ja... da kann man, wenn ich das richtig verstehe, jedenfalls für Deutschland nicht von "umgestellt" sprechen. In dem Link findet sich ja eine Liste, wo man den MTh erwerben kann, und die einzige "normale" Universität (in Deutschland!) in der Liste ist die Uni in Marburg. Und wenn ich hier von "normal" rede, möchte ich keineswegs die Einrichtungen abwerten, die den MTh anbieten.

@frosch80-mod Danke allseits für den Diskurs! Ich hatte tatsächlich gedacht, das wäre jetzt so state of the art von MTh zu sprechen. Dann präzisiere ich das zukünftig.
@thow42 Ich hatte tatsächlich gedacht, das wäre jetzt so state of the art von MTh zu sprechen
State of the art - meinst Du damit nur "üblich" und bist, angeregt durch das Denglisch in der Bezeichnung deutscher Studienabschlüsse, da sprachlich in der Schiene weiter gerutscht? Oder gibt es tatsächlich eine Art Entwicklung/Fortschritt innerhalb der theologischen Disziplin, bei der man nun an den Punkt gelangt ist, wo die Sache es rechtfertigt, vom Master of Theology zu sprechen?
Ach so, mein Buchtipp wäre "Der Dogmenwahn- Scheinprobleme der Theologie" von Heinz-Werner Kubitza. 😎
MTh kannte ich auch noch nicht. Vermutlich, weil der Studiengang in Deutschland eben ein weiterbildender Studiengang ist und kein "normaler" Studiengang.
Umgestellt wurde in soweit an vielen Universitäten, dass es jetzt eben a) diese doofen Credit Points gibt und Module und b) man nicht mehr auf Diplom/Mag.theol. studieren kann. Wenn man nicht auf "Kirchliches Examen"(KE) studieren will, was ja die meisten tun, da das der Weg ins Pfarramt ist, dann muss man inzwischen an fast allen oder inzwischen vielleicht sogar allen Unis auf BA/MA setzten. Das sind auch die Abschlüsse, die man an der FTh in Gießen oder Elstal machen kann.
Der Magister Theologiae und Dipolm wurde an den Unis, an denen ich war, schon vor ca. fünfzehn Jahren eingestellt. Sprich man konnte fertig studieren, aber nicht mehr neu einschreiben.
Falls man allerding auf KE studiert, kann man sich mit dem Bestehen des Ersten kirchlichen Examens m.W. immer noch nachdiplomieren lassen, also Diplom auf Umwegen.
Allerdings bin ich auch schon zehn Jahre mit dem Studium fertig und raus aus der Materie. Und wer nach welcher Prüfungsordnung studiert, war bei Theologen immer schon Chaos (Uni und Landeskirchen und jede Uni und jede Landeskirche hat da eigene Ordnungen...) und nach der "Zwangsmodularisierung" noch mehr. Irgendwann war ich nur noch im Konvent meiner Landeskirche aktiv und hab mich nicht mehr um Fachschaf oder SeTh gekümmert und selbst da war das Chaos noch groß genug.