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Gottes Geist ... Schlüssel & Brücke im Verstehen


AWHler
 AWHler
Themenstarter
Beiträge : 1341

Die vor-österliche Zeit bringt mich in diesen Tagen dazu, schon ein bisschen hinauszublicken über Karfreitag und Ostern - nämlich auf Pfingsten (die "Ausgießung des Geistes") hin, sprich: Auf die Bedeutung, das Wirken und das Verstehen des Heiligen Geistes, Geist Gottes, dem Geist des Lebens.

Wenn es ein "Anwehen des Geistes" gibt, hatte ich heute in der Morgendämmerung das Gefühl, dem war so - und zwar berührt von der Frage, ob es einen Schlüssel und eine Brücke gibt, die meine/unsere christliche Grundierung und Fundierung verbindet und verbinden kann mit einer Offenheit, Liberalität und Gotteserfahrung, die der Welt gegenüber neugierig, anerkennend, lernbereit und aufgeschlossen bleibt.

Der GEIST GOTTES scheint mir Schlüssel und Brücke dafür zu sein.

Wenn es so ist, greift ein Glaube zu kurz, wenn der Heilige Geist nur in christlicher Abgrenzung wahrgenommen, behauptet und verstanden wird - also ein exklusiv-fundamentalistisches Verständnis des Heiligen Geistes, das Gottes Geist allein, ausschließlich und beschränkt glaubensmäßig bei sich selbst sieht. Und dass nicht sieht, WO und WIE Gottes Geist (und damit Gott selbst und  Christus) auch außerhalb unserer Grenzziehungen in Welt, Kultur, Religion(en), sozialen und politischen Kontexten wirksam ist ...

Das Buch, das gerade lese: "Der Geist des Lebens. Eine ganzheitliche Pneumatologie" von Jürgen Moltmann (München 1991)

Im Vorwort schreibt er: "Ich gehe davon aus, dass Christi Wirken nicht ohne das Wirken des Geistes ist. auf das es zielt, das aber das Wirken des Geistes vom Wirken Christi unterscheidbar bleibt und nicht in ihm aufgeht. Das Wirken des Geistes Gottes geht, wie das Alte Testament zeigt, dem Wirken Christi voran; es geht, worauf das Neue Testament hinweist, über das Wirken Christi hinaus ... Das Wirken des lebendigmachenden und lebensbejahenden Geistes Gottes ist universal und in allem wiederzuerkennen, das dem Leben dient und seiner Zerstörung wehrt. Dieses Wirken des Geistes ersetzt das Wirken Christi nicht, sondern macht es universal relevant."

Spannend, angefixt, neugierig setze ich es mal als Impuls hier rein.

L'Chaim

 

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93 Antworten
Stern
 Stern
Beiträge : 1977

@awhler 

Eigentlich gefällt mir dein Text und auch was du von dem Buch zitierst. Aber man kann so gar nichts dazu sagen… denn es ist so „pneumatisch“, dass es dann einfach auch dabei bleibt. Was nicht schlimm ist, aber für mich der Grund, dass ich mich darüber nicht unterhalten kann. 

stern antworten
85 Antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1341

@stern 

Ja, erstmal Danke für dein Posting und das erste Feedback  ...

Was Du schreibst, kann ich als Reaktion gut verstehen. Was ich schrieb, war auch so etwas wie ein erster, tastender Vorstoß in Sachen "Wirken und Weite" von Gottes Geist in dieser Welt, in und durch Christus, aber eben auch in der Frage, wo und wie er vor und nach Christus in der Welt, in Menschen und auch außerhalb von Kirche, Konfessionen & Christentum wirkt und zu finden ist.

Vielleicht hilft es, wenn ich persönlich ein paar Erläuterungen gebe: Mein Glaube begann in jungen Jahren fast ausschließlich Jesus-bezogen und von der Färbung, vom Verständnis, vom Heilsverstehen und von der Glaubenspraxis her durch und durch pietistisch-evangelikal. Bis heute bin ich dankbar dafür und behalte viel davon, auch wenn ich freier und kritischer auf meinem Glaubensweg geworden bin.

Im weiten Bogen von der Jugendzeit über Studium und die Berufsjahre als Pfarrer, Seelsorger & Pädagoge bis in die nun nach-berufliche Zeit, ist mein Glaube in manchen Dingen viel liberaler und offener geworden - und wie ein Roter Faden war und blieb meine Grundfrage im Glauben immer die nach Mitte & Weite, Freiheit & Bindung ... d.h. nicht in einer glaubensmäßigen (dogmatischen, biblizistischen, frömmigkeitsmäßigen) Enge zu verbleiben, die ich theologisch nicht mehr vertreten, durchhalten und für richtig halten kann - aber eben auch christlich fundiert, gegründet und wirkend zu bleiben.

Mehr und mehr erschließt sich mir nun (seit einiger Zeit, vielleicht lantent schon viel länger) die Bedeutung des "Heiligen Geistes" (Gottes Geist, Lebensgeist, Schöpfergeist) als "Schlüssel" (der mir vieles öffnet im Verstehen) und als "Brücke" (der Abgrenzungen und falsche Mauern über-brückt und Zugänge schafft) dahingehend, dass GOTTes Wirken in dieser Welt auch zu finden ist (und wir damit rechnen dürfen) wo Christus nicht ausdrücklich erkennt, benannt, bekannt wird - sprich in anderen religiösen oder säkularen, spirituellen und kulturellen Kontexten.

Das "weite Feld". das sich damit auftut, kann ich damit ja nur andeuten - aber auf meinem Wetg hat sich mir dabei z.B. erschlossen, Gottes Geistwirken auch in der breiten Bewegung des Einsatzes für "Frieden, Gerechtigkeit & Bewahrung der Schöpfung" zu sehen (in der wir Christen unseren Platz NEBEN Anderen haben) oder im intereligiösen Kontext, wo ich für meinen christlichen Glauben die Meditation/Kontemplation entdeckt habe und auch in anderen Religionen Gottes Geist sehen kann (wo immer sie Leben, Liebe, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Frieden in sich tragen und fördern ...).

Ich breche mal ab und freu mich über weitere Inputs 🙂

L'Chaim

awhler antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28040

@awhler 

Was genau verstehst du unter evangelikal-pietistisch? (die Benennung taucht bei dir ja oft auf)

AWHler: glaubensmäßigen (dogmatischen, biblizistischen, frömmigkeitsmäßigen) Enge

Beschreibst du damit Formen, wie sie bei den exklusiven Brüdern zu finden sind und durch die viele Menschen verletzt worden sind? 

Erinnert mich an Gal 3: im Geist begonnen und im Fleisch (durch viele neue Gesetze) vollenden wollen? 

 

deborah71 antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1341

@deborah71 

Danke für die Nachfrage.

Ich konkretisiere die Antwort auf Deine Frage wiederum biografisch: Wie vor längerer Zeit mal erläutert, bedeutet mein Nickname hier "Alter Weigle-Häusler" - damit signalier(t)e ich meine frühen Glaubensjahre verortet in dieser Essener Jugendarbeit, wie sie damals in den 70er/80er Jahren noch geistlich bestimmt war durch Ulrich Parzany und zuvor Pfr. Wilhem Busch. Ich gehe mal davon aus, dass beide Namen hier (glaubens- und verkündigungsmäßig) bei Vielen bekannt sind ...

Evangelikal-pietistisch sind sie wohl beide ("als Leuchtürme" im, eigenen Radius)  exemplarisch darin, dass sie die sich als "bibeltreu" verstehen (in Ablehung einer historisch-kritischen Zugangsweise und in Ablehnung der sog. "liberalen" Theologie, wie sie an den Unis und in der Breite der Volkskirche zu finden ist) - ein enges Heilsverständnis (rettende Bekehrung zu Jesus) vertreten -  eine bestimmte Art der Frömmigkeit praktizieren, die als "persönliches Verhältnis zu Jesus" verstanden wird - eine strenge "Heiligungsmoral" vertreten (z.B. in Abgrenzung zu Homo- und vorehelicher Sexualität) - und gegenüber dem "Zeitgeist", Philosophie, anderen Religionen etc. sich abgrenzend und verweigernd positionieren.

Wohlgemerkt: Das ist jetzt ein bisschen "holzschnittartig" (aber trotzdem treffend) und ich weiß natürlich, dass es im Pietismus und in der evangelikalen Glaubenswelt verschiedene Ausprägungen gibt - von superstreng bis offener. Und mir ist auch wichtig, dass ich diese Art der Frömmigkeit und des Glaubens wahrnehme als etwas, das für Viele ein Zuhause ist und worin sie leben und woraus sie Frieden & Kraft beziehen ... Es ist ja, wie oben gesagt, auch ein Teil von mir gewesen.

Spannend wird es nun aber an der Stelle, wo Menschen damit nicht mehr klar kommen, "weiter glauben" möchten (im doppelten Wortsinn) und tatsächlich, wie ich, Weitungen, Bereicherungen und Berührungen erfahren, die den eigenen Glauben nicht über den Haufen werfen, sondern vertiefen.

L'Chaim

awhler antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 3866
Veröffentlicht von: @awhler

Wohlgemerkt: Das ist jetzt ein bisschen "holzschnittartig" (aber trotzdem treffend) ...

Durchaus. Wer's kennt, kann mit dieser Erklärung was anfangen. 

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28040

@awhler 

Zum Beitrag

Danke für deine nähere Erklärung, die deinen Weg verständlicher macht. 

Mir ist es ja ähnlich gegangen auf meiner Reise durch verschiedene Denominationen. Heute kann ich diese Reise als praktische Ausbildung anhand der Verschiedenheiten sehen und sie hat mich stark mit Jesus verbunden. 

Die Kämpfe um die Taufe in den Heiligen Geist musste ich durchleben, die sogar mal in einer Aussage gipfelten, ich hätte mir einen dämon eingefangen. Aber der Heilige Geist als Berater hat mich durch alles hindurch geleitet und mich viel lernen lassen. 

In der Schrift steht ziemlich viel über den Heiligen Geist und seine Aufgaben. Ich konnte das aber erst deutlicher sehen, als ich mich mit den Gaben des Heiligen Geistes befasst und dem Vater sagte: das ist mein Erbe, das ist Handwerkszeug, das ist mir zugesagt und ich will es haben. Du gibst mir nur gute Gaben. 

Etwas später träumte ich von einer Taube, die nur einen Flügel hatte und weinte heftig im Traum. Im Wachen kam dann die ergänzende Information: der eine Flügel steht für die Frucht des Geistes, der andere Flügel steht für die Gaben des Geistes.  Dieser Traum hat die Ängste, die mir vor dem Heiligen Geist eingepflanzt worden waren, endgültig vertrieben. 

Nachdem das geklärt war, sah ich plötzlich so viele Stellen in der Schrift, die das Wirken des Heiligen Geistes offenbarten. Ich hatte offene Augen dafür bekommen und fragte mich: wie blind war ich für den Heiligen Geist vorher. Es steht doch alles da. 

Da fing ich auch an zu begreifen, dass der Heilige Geist die Gegenwart Jesu vermittelt. Jesus sagte ja in einer Abschiedsrede: ich bin bei euch alle Tage.....  Ich dachte, wie macht er das? Ich fand  die Zusage, dass sein direkter Stellvertreter der Heilige Geist ist, der führt, leitet und den Vater und Jesus erklärt. Er ist nicht nur eine verändernde Kraft, sondern eine Persönlichkeit der Dreieinigkeit, die ich ansprechen und um Rat fragen kann. Der mir die agape-Liebe gibt, wo meine eigene zu Ende ist. Der mich ruhig bleiben lässt, wenn meine alte Natur an die Decke springen will.... und noch so vieles mehr. 

Es lohnt sich, ihn kennen zu lernen. 

deborah71 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 9 Monaten

Beiträge : 1977

@awhler 

19Ja, ich bete, dass ihr diese Liebe immer tiefer versteht, die wir doch mit unserem Verstand niemals ganz fassen können. Dann werdet ihr auch immer mehr mit dem ganzen Reichtum des Lebens erfüllt sein, der bei Gott zu finden ist.

Epheser 3,19

Ich denke, dass es darauf hinausläuft. 

Ich wünsche dir noch viele Impulse, die dich das erfahren und erleben lassen, was es mit der Liebe Gottes auf sich hat.

 

stern antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1341

Zum Thema:

Ich greife den Faden hier nochmal auf, was es mit dem GEIST GOTTES auf sich hat ... und lese weiter in Moltmanns Buch "Der Geist des Lebens. Eine ganzheitliche Pneumatologie".

Zuletzt stieß ich auf das, was er zum Thema "Zungenreden" als "Charismatische Begabung" schreibt. Er  versteht es es als Phänomen der Ergriffenheit vom Geist, die so intensiv ist, "dass ihr Ausdruck den Bereich der verständlichen Sprache verlässt und sich äußert, so wie sich starker Schmerz im hemmungslosen Weinen ausdrückt oder starke Freude im Hüpfen und Tanzen".

Bedenkenswert scheint mir dann folgende Passage (im Zusammenhang des von Paulus empohlenen Strebens nach den "Gaben des Geistes" (1. Kor 14,1): "Eine KRITISCHE Frage richtet sich an die Vernachlässigung von Charismen in der *Charismatischen Bewegung*: Wo sind die Charismen der Charismatiker im Alltag der Welt, in der Friedensbewegung, in den Befreiungsbewegungen, in der Ökologiebewegung? Wenn Charismen nicht dazu gegeben werden, um aus dieser Welt in eine religiöse Traumwelt zu fliehen, sondern zum Zeugnis der befreienden Herrschaft Christi in den Konflikten dieser Welt, dann darf die Charismatische Bewegung nicht zu einer unpolitischen oder gar entpolitisierten Religion werden."

Diese Anfrage halte ich, nach all meinen Berührungen, Kontakten und Erfahrungen mit dem pfingstlerischen Milieu (nicht abwertend gemeint) nachwievor (Moltmann schreibt in den 90er Jahren) für sehr berechtigt.

L'Chaim

awhler antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 3263

@awhler 

Vorweg: ich bin nicht charismatisch und hab auch nicht das Zungenreden. Aber diese Anfrage

Bedenkenswert scheint mir dann folgende Passage (im Zusammenhang des von Paulus empohlenen Strebens nach den "Gaben des Geistes" (1. Kor 14,1): "Eine KRITISCHE Frage richtet sich an die Vernachlässigung von Charismen in der *Charismatischen Bewegung*: Wo sind die Charismen der Charismatiker im Alltag der Welt, in der Friedensbewegung, in den Befreiungsbewegungen, in der Ökologiebewegung? Wenn Charismen nicht dazu gegeben werden, um aus dieser Welt in eine religiöse Traumwelt zu fliehen, sondern zum Zeugnis der befreienden Herrschaft Christi in den Konflikten dieser Welt, dann darf die Charismatische Bewegung nicht zu einer unpolitischen oder gar entpolitisierten Religion werden."

halte ich für überhaupt nicht berechtigt. Bitte denk noch mal über diese Aussage im letzten Satz nach.

adjutante antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1341

@adjutante 

Hab ich (über den letzten Satz nachgedacht) ... und ???

L'Chaim

awhler antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18709

@awhler 

Wir sind aber hier schon noch unter Erwachsenen, oder hab ich was verpasst? So ein Kommunikationsdefizit kannst du doch nicht haben, das will ich nicht glauben.

neubaugoere antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1341

@neubaugoere 

Worin besteht mein "Kommunikationsdefizit", wenn ich Adjutante mit meinen drei ??? signalisiere, dass ich daran interessiert bin, von ihr zu erfahren, was sie an dem letzten Moltmann-Satz zu beanstanden oder zu widersprechen hat bzw. was sie mir in concreto zu bedenken geben möchte?

Da darf sie gerne nochmal eine Antwort drauf geben. Und wenn Du meinen "Defiziten" in dieser Rückfrage auf die Sprünge helfen möchtest - gerne! 😉

L'Chaim

awhler antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28040

@awhler 

Zum Beitrag

Am Moltmanntext erkennt man ganz genau, dass er eine Meinung schreibt, aber von der Materie und Praxis keine Ahnung hat. Er dümpelt in der Wellness-Vorstellung herum und realisiert nicht, dass die Worte der Sprachenrede eine Äußerung des Heiligen Geistes durch den Mund eines Christen ist. Ein reineres Gebet kann man nicht sprechen, frei von eigenen Wünschen, Meinungen und gedanklichen Fehlern, die dem Aufbau einer Person oder der Gemeinde schaden könnten. 

Die unselige Übersetzung... zur Erbauung... wurde in "erbaulich" im Sinne von Wellnessträumerei umgedeutet. Dabei ist das griechische Wort hinter Erbauung ein Wort, das mit Hausbau und Plänen eines Baumeisters gefüllt ist. Unser großer Baumeister ist Gott Vater, dessen Pläne zustande kommen. 

Sprachenrede ist keine öffentliche Schau an Straßenecken, um irgendwen zu beeindrucken. Sie muss auch nicht zwangsläufig hörbar praktiziert werden im privaten Bereich, in der Anwendung für die Gemeinde allerdings schon. 

deborah71 antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1341

@deborah71 

Bei allem Respekt (den Du hier nicht zeigst!) - ich muss Moltmann nicht verteidigend beispringen, aber als Reaktion zu schreiben, dass er "von der Materie und Praxis keine Ahnung hat" und "in der Wellness-Vorstellung ... dümpelt" ist schon eine krasse Anmaßung im Urteil, die weder ihm als Person noch dem Thema & Anliegen gerecht wird ...

Geist-voll/geist-reich kann ich Deine "Belehrung" nicht empfindem - sie ist (auch wenn Du es anders siehst) respektlos und unangemessen.

L'Chaim

awhler antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7440

@awhler 

Zu meinen Lieblingsautoren gehört Moltmann nicht. Aber er ist einer der Theologen, die verhindert haben, dass ich dem christlichen Glauben entschwirrt bin.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28040

@awhler 

Zum Beitrag

Warum soll ich offen aus einem Text erscheinenden Unfug nicht benennen? 

Da ich Moltmann in keiner Weise betitelt habe, ist genug Respekt für seine Person vorhanden. 

Zwischen Person und Äußerungen zu unterscheiden, ist eine Kunst. 

 

deborah71 antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1341

@deborah71 Was Du "Unfug" nennst, liegt vielleicht schlichtweg außerhalb Deines Verstehens 😉

Und natürlich hast Du ein Urteil über ihn gefällt ("Er schreibt eine Meinung ... Er dümpelt ...") und wo ist aus Deinem Postin "Respekt" heraus zu lesen?

Und der letzte Satz ist schlichtweg falsch: Denn eine Person äußert sich ja "selbst" und ist in persona behaftbar für seine Äußerungen ... die Unterscheidung in diesem Zusammenhang als "eine Kunst" zu benennen, kann ich nicht ernst nehmen - auch Du zeigst und identifizierst Dich mit Deinen Äußerungen in den Postings hier. Wie soll ich die von Deiner "Person" trennen ...?

L'Chaim

awhler antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28040

@awhler 

Zum Beitrag

Du kennst also nicht den Unterschied zwischen: deine Meinung transportiert Unfug und du BIST Unfug? 

Bedauerlich. 

Wie soll man um eine Sache diskutieren, wenn du alles gleich persönlich nimmst? 

Die Sprachenrede ist seit 1992 mein Handwerkszeug in der Fürbitte. Nun sag du mir, dass ich da keine Ahnung von der Zusammenarbeit mit dem Heiligen Geist hätte und nichts verstehen würde. 

Du willst mich wohl erheitern? 😆 

 

deborah71 antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1341

@deborah71 

Sorry, ich bin jetzt raus ...

Der Zugang zu Deiner Denk- und Wahrnehmungsweise fehlt mir leider komplett.

L'Chaim

awhler antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 3866

Das Thema Sprachenrede ist mir sehr rätselhaft.  
Aber ich bin mir sicher, dass es da schon den einen oder anderen Thread dazu gibt. 
Ich mag nur nicht danach suchen. Die Suchfunktion ist mir nämlich auch rätselhaft.

chai antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18709

@awhler 

Ist dein Begehren eine politische Diskussion? Oder ein Ankreiden, was der Mensch alles falsch macht? (dann sind wir in ein paar Jahrhunderten noch nicht fertig)

Was möchtest du eigentlich aussagen? Ich versteh's nicht ...

neubaugoere antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1341

@neubaugoere 

Ich habe kein "Begehren" bzgl. einer politischen Diskussion und mir geht es auch nicht um "ein Ankreiden, was der Mensch alles falsch macht" - aber Moltmanns kritische Rückfrage an die Charismatische Bewegung halte ich schon für berechtigt und bedenkenswert ... Du nicht?

L'Chaim

awhler antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18709

@awhler 

Ich versuche noch immer zu verstehen, was er überhaupt sagen will.

Es ist kein Lob Gottes ... es ist kein Werben für Gott ... weder von diesem Moltmann noch von dir ... im Grunde interessiert es mich dann schon nicht mehr.

Was ist denn seine Aussage - mal so für mich übersetzt, wenn es keine Kritik an Menschen ist und keine politische Diskussion?

neubaugoere antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1341

@neubaugoere 

Er will sagen, dass im Bereich charismatischer Frömmigkeit, diese "Welt" (mit ihren Kriegen, ihren Ungerechtigkeiten und ihrer Schöpfungs-Zerstörung) oft so abgeschrieben, auf die "Endzeit zugehend" und als verloren betrachtet wird, dass der Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Schöpfungserhaltung Anderen überlassen wird, die sich dafür einsetzen - Linken, Träumern, Idealisten etc.

"Lob Gottes" und ein "Werben für Gott" ist es doch, wenn Christen, Kirchen und Gemeinden ein christliches Zeugnis für die Welt AUCH dadurch geben, dass sie sich einbringen für Gottes gute Schöpfung, Christi Versöhnungs- und Erlösungswerk und den Geist Gottes (der Leben, Liebe, Gerechtigkeit und Frieden bewirkt).

Ich selbst habe z.B. immer wieder erlebt, dass Friedensarbeit von frommer Seite abgetan wird mit der Haltung: "Jesus selbst hat ja gesagt, dass es immer Kriege geben wird. Und dass die Welt ihrem Ende entgegengeht!

L'Chaim

awhler antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18709

@awhler 

Veröffentlicht von: @awhler

Er will sagen, dass im Bereich charismatischer Frömmigkeit, diese "Welt" (mit ihren Kriegen, ihren Ungerechtigkeiten und ihrer Schöpfungs-Zerstörung) oft so abgeschrieben, auf die "Endzeit zugehend" und als verloren betrachtet wird, dass der Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Schöpfungserhaltung Anderen überlassen wird, die sich dafür einsetzen - Linken, Träumern, Idealisten etc.

Und dieser Einsatz hat jetzt so gar nichts mit Politik zu tun? Ist das deine Aussage? Was ist denn Friedensarbeit in diesem Sinne genau? Und es ist doch Kritik an "frommer Seite" ... Kritik an Geschwistern ... ist auch unendlich förderlich, richtig gut ... ja, auf dass die Welt sehen möge, dass wir seine Jünger sind ...

Veröffentlicht von: @awhler

"Lob Gottes" und ein "Werben für Gott" ist es doch, wenn Christen, Kirchen und Gemeinden ein christliches Zeugnis für die Welt AUCH dadurch geben, dass sie sich einbringen für Gottes gute Schöpfung, Christi Versöhnungs- und Erlösungswerk und den Geist Gottes (der Leben, Liebe, Gerechtigkeit und Frieden bewirkt).

Ja, hätte und wäre ... ich sage, es ist (aktuell) kein Lob ... weder ... noch ...

Wem dient dieser Beitrag, dieser Anstoß einer "Diskussion"?

neubaugoere antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 3866
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Wem dient dieser Beitrag, dieser Anstoß einer "Diskussion"?

Ich lese hier einfach die Aussage, dass es diese christlichen Gruppen gibt. 

chai antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1341

@chai 

Ja, und wer sich darin selbst oder in der eigenen Wahrnehmung nicht wiederfindet - ist doch ok, ohne dass man/frau hier gleich wieder mit Abwehr und Unverständnis reagiert.

L'Chaim

awhler antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28040

@chai 

Die christliche Welt hat sich weiterbewegt, seit Herr Moltmann seine Aussagen getätigt  und einer ganzen Bewegung zugesprochen hat. Der Geist des Lebens. Eine ganzheitliche Pneumatologie, München 1991

1992 gab es eine kleine Bewegung des Heiligen Geistes in Deutschland.Da hat sich einiges geändert. 

Abgesehen davon gibt es DIE Charismatiker gar nicht. Jeder Charismatiker lebt seinen Wandel mit dem Heiligen Geist auf seine Art. Der eine lässt das Ostereierstaniolpapier neben den öffentlichen Mülleimer fallen, der andere liest es sorgsam auf, wenn es im auffällt und achtet auch auf seinen eigenen Müll.

DIE Charismatiker ist ein Ansatz zu einer richtenden Formulierung....  Verbreitung von Voreingenommenheit, ohne den anderen gefragt zu haben, wie gehst du mit deiner Umwelt um? 

 

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18709

@deborah71 

Veröffentlicht von: @deborah71

DIE Charismatiker ist ein Ansatz zu einer richtenden Formulierung....  Verbreitung von Voreingenommenheit, ohne den anderen gefragt zu haben, wie gehst du mit deiner Umwelt um? 

Danke für die Feststellung. Ich stimme absolut zu.

Dieses pauschalierende Zeugs bringt so gar nichts ... nur Entzweiung ...

neubaugoere antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4261

@deborah71 

DIE Charismatiker ist ein Ansatz zu einer richtenden Formulierung.... 

Nö, das legst du jetzt darein. Ich sehe da erst einmal nur den Versuch, das Leben in Schubladen zu ordnen. 

lg Tatokala

tatokala antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28040

@tatokala 

Was ist denn eine Schublade?  Ein Meinungsgefängnis, aus dem es nicht leicht fällt, den anderen wieder hinauszulassen. 

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 3866
Veröffentlicht von: @deborah71

@tatokala 

Was ist denn eine Schublade?  Ein Meinungsgefängnis, aus dem es nicht leicht fällt, den anderen wieder hinauszulassen. 

Vielleicht ist 'Schublade' kein gutes Wort. 
Und doch gibt es entsprechende Prägungen, die man nicht wegdiskutieren kann. 
Der eine bleibt in dieser Schublade seiner Prägung, weil sie ihm Halt gibt und der andere guckt, dass er so schnell wie möglich raus ins Weite kommt. Aber ein paar Wurzeln nimmt man halt mit.

chai antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 3866
Veröffentlicht von: @deborah71

Die christliche Welt hat sich weiterbewegt, seit Herr Moltmann seine Aussagen getätigt und einer ganzen Bewegung zugesprochen hat. 

Ja klar. Die Welt hat sich insgesamt weitergedreht. 
Und nach meiner Beobachtung (hier in meinem Sichtfeld) hat sich auch die fromme Welt, die ich früher doch sehr als 'geschlossene Gesellschaft' wahrgenommen habe, verändert. 
Lag früher der Aspekt doch sehr auf 'stellt Euch nicht dieser Welt gleich' (was sich nach meiner Wahrnehmung so auswirkte, dass fromme Menschen sehr viele Verbote kannten und ganz arg vieles nicht durften), hat man heute das 'den Juden ein Jude, den Griechen ein Grieche' für sich entdeckt (d.h. auch Christen dürfen Fußballgucken und bei diversen WMs gab's sogar Rudelgucken im Gemeindehaus). Manche Lockerung geschah nicht freiwillig, aber das Ideal des christlichen Hausvaters geriet natürlich auch bei den Frommen ins Bröckeln. 
(Und wer diese Szene nicht kennt, kann sich vermutlich manches einfach nicht vorstellen)

1992 gab es eine kleine Bewegung des Heiligen Geistes in Deutschland. Da hat sich einiges geändert. 

Keine Ahnung - das war die Zeit, in der ich nicht viel mit dem frommen Bereich zu tun hatte.

Abgesehen davon gibt es DIE Charismatiker gar nicht. Jeder Charismatiker lebt seinen Wandel mit dem Heiligen Geist auf seine Art. Der eine lässt das Ostereierstaniolpapier neben den öffentlichen Mülleimer fallen, der andere liest es sorgsam auf, wenn es im auffällt und achtet auch auf seinen eigenen Müll.

DIE Charismatiker ist ein Ansatz zu einer richtenden Formulierung....  Verbreitung von Voreingenommenheit, ohne den anderen gefragt zu haben, wie gehst du mit deiner Umwelt um? 

Es gibt DEN Charismatiker genaus(wenig) wie's DEN Pietisten gibt oder DEN Katholiken oder DEN Landeskirchler ...

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28040

@chai 

Jesus ist mir 1985 begegnet und ich habe da einiges miterlebt in den Aufbrüchen über 1992 hinaus. Die fromm-kontrollierende  Shepherding-Bewegung war noch in Gang, bevor die Gründer und Vertreter darüber Buße taten. Der Cessationismus (es gibt keine Geistesgaben mehr) war in vollem Gange in einer anderen Gruppierung, der seine frühen Quellen im Humanismus hatte. usw..... 

Danach hat es sich mehr in Richtung "mein Haus soll ein Bethaus sein" entwickelt. Ob das nun die Allianzgebetswoche ist, die EAD-Vorgaben fürs Ramadan-Gebet, ganzjährige 24-Stunden Gebetsgruppen für Deutschland.... die Zäune verschwinden allmählich. 

Es gibt DEN Charismatiker genaus(wenig) wie's DEN Pietisten gibt oder DEN Katholiken oder DEN Landeskirchler ...

Recht hast du. 

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 3866
Veröffentlicht von: @deborah71

@chai 

Jesus ist mir 1985 begegnet und ich habe da einiges miterlebt in den Aufbrüchen über 1992 hinaus. Die fromm-kontrollierende Shepherding-Bewegung war noch in Gang, bevor die Gründer und Vertreter darüber Buße taten. Der Cessationismus (es gibt keine Geistesgaben mehr) war in vollem Gange in einer anderen Gruppierung, der seine frühen Quellen im Humanismus hatte. usw..... 

Da hab ich ja echt was verpasst ...

Danach hat es sich mehr in Richtung "mein Haus soll ein Bethaus sein" entwickelt. Ob das nun die Allianzgebetswoche ist, die EAD-Vorgaben fürs Ramadan-Gebet, ganzjährige 24-Stunden Gebetsgruppen für Deutschland.... die Zäune verschwinden allmählich. 

Nur so viel - die Allianzgebetswoche gab's schon, als ich noch Kind war. Und das war ich 1985 nicht mehr. 

chai antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1341

@neubaugoere 

"Wem dient dieser Beitrag, dieser Anstoß einer "Diskussion"?"

Dir und Euch (Beispflichtenden), die Ihr wieder mal so schön in die Eisen geht, offensichtlich nicht 😉

Aber öffnet Euch doch einfach mal ein bisschen für andere Sicht-, Erfahrungs- und Erkenntnisweisen im Volke Gottes ... oder akzeptiert einfach mal, dass christlicher Glaube vielfältiger ist, als das, was Ihr hier mit- und einbringt.

Flüstert mir der Heilige Geist ins Ohr und ins Herz ...

L'Chaim

 

awhler antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18709

@awhler 

Natürlich. Hat mit dir ja auch so gar nichts zu tun ... ja nee ...

neubaugoere antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28040

@awhler 

Zum Beitrag

Charismatiker sind ein Teil der Vielfalt. Akzeptier das doch einfach mal und lerne sie wirklich kennen. Mehr Fragen und weniger Behauptungen aus alten Büchern. 

deborah71 antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1341

@deborah71 

Da ist sie wieder, die Respektlosigkeit und schroffe Zurechtweisung ("Akzetiere einfach mal ... lerne sie wirkich kennen ... weniger Behauptungen aus alten Büchern") , die ich schon zuvor angezeigt habe.

L'Chaim

awhler antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18709

@awhler 

Ah ja ... 

Veröffentlicht von: @awhler

Aber öffnet Euch doch einfach mal ein bisschen für andere Sicht-, Erfahrungs- und Erkenntnisweisen im Volke Gottes ... oder akzeptiert einfach mal, dass christlicher Glaube vielfältiger ist, als das, was Ihr hier mit- und einbringt.

is ja ooch viel bessa ...

Aber warum reden wir über uns oder Menschen? Lasst und doch über Gottes Wort nachsinnen ... das ist viel sinnvoller ...

neubaugoere antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 3866
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Aber warum reden wir über uns oder Menschen?
Lasst und doch über Gottes Wort nachsinnen ... das ist viel sinnvoller ...

Hm. Ist es nicht so, dass Gottes Wort von verschiedenen Menschen sehr unterschiedlich verstanden werden kann? 

Genau das ist doch hier Thema.

chai antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18709

@chai 

Ah ja ... Das ist hier Thema (so, so) ... ich lese allein im Ausgangspost nichts - ich buchstabiere mal: n-i-c-h-t-s -, was mich auf die Spur Gottes bringt, aber viel, was mich einlädt, gegen Menschen zu denken ... zu beurteilen, was ich gar nicht beurteilen kann ... Verführung, nach der ich mich über andere erhebe, wenn ich diesen Gedanken folge ...

Ja, wie du so schön sagst (und AWHler auch), ... kann alles unterschiedlich verstanden werden. Die Frage ist immer (für uns alle, auch für mich): Wie gehen wir damit um, wenn jemand anders denkt (und sich auch noch traut, das kundzutun)? 

Das mit dem Nachsinnen über Gottes Wort meine ich schon auch viel allgemeiner als nur diesen einen Thread hier ...

Ich verzieh mich, ich bin noch "beeinflusst" vom plötzlichen Ableben einer Schwester ...

neubaugoere antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 3866
Veröffentlicht von: @neubaugoere

@chai 

Ah ja ... Das ist hier Thema (so, so) ...

Ganz sicher nicht nur, aber auch. 

Der liebe Gott hat einen großen Tiergarten - das muss ich mir manchmal auch selber wieder sagen.

 

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28040

@awhler 

Lebe die Offenheit, die du forderst, den evangelikal-pietistischen und den evangelikal-charismatichen Gruppen gegenüber. Dann können wir da nochmal drüber reden. 

deborah71 antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1341

@deborah71 @neubaugoere

Geht's noch?

L'Chaim

 

 

 

awhler antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28040

@awhler 

Ja. Ich sehe, der Spiegel gefällt dir nicht.  

deborah71 antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1341

@deborah71 

Dreh ihn mal um, liegt nahe ... 

Aber ich hab jetzt meinerseits alles an dieser Stelle hier gesagt.

L'Chaim

awhler antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28040

@awhler 

Dreh ihn mal um, liegt nahe ...

Wenn wir so weitermachen, kriegt der Spiegel einen Drehwurm 🤣 

Segen dir...

deborah71 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 9 Monaten

Beiträge : 1977

@awhler 

Ich selbst habe z.B. immer wieder erlebt, dass Friedensarbeit von frommer Seite abgetan wird mit der Haltung: "Jesus selbst hat ja gesagt, dass es immer Kriege geben wird. Und dass die Welt ihrem Ende entgegengeht!

Ich denke, was andere Menschen wie machen, ist egal. Laufe in den guten Werken, die Gott für dich bereitet hat. Es kostet nicht so viel Mühe, auf das eigene Wirken-können zu schauen als danach zu gucken, was andere machen. Lass dich nicht gefangen nehmen von vertanen Chancen anderer Gruppen…dafür bist du nicht gekommen. Tue, was du gut findest.

Das soll eine Ermunterung sein, keine Kritik. 

stern antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1341

@stern 

Ja, Danke, für Dein Posting und dass es damit hier nicht weiter ausfranst und sich unnötig verbeißt ...

Ich antworte nochmal biografisch, um mich in der Sache und persönlich transparenter zu machen.

Ulrich Parzany, den ich an anderer Stelle kritisiert habe, war ja meine "Bezugsgröße" im WH (Weigle-Haus, Essen) meiner Jugendzeit. Er hat uns jugendlichen Christen immer mit auf den Weg gegeben, dass neben die Bibel auch die Zeitung gehört. d.h. Anteilnahme auch an Politik & Zeitgeschehen.  Und er gehörte zu den Ersten, die damals (gegen den Konservatismus im pietistischen Mileu) den Zivildienst (statt Bundeswehr) verteidigt haben - das hat nicht jeder geschätzt und die "soziale Verantwortung" sah er immer zum Missionarischen dazugehörig. Dafür bin ich ihm bis heute dankbar.

Im Studium habe ich dann - was Politik & Glaube angeht - die Spur mit Karl Barth, Helmut Gollwitzer und mit den "Religiösen Sozialisten" (Kutter, Ragaz & Co, "Bochumer Kohlenkeller" und die "ReSos" dort) fortgesetzt. Ich gehörte damals auch zur Bochumer SMD-Gruppe (Studentenmission Deutschland) und wir waren als Christen und im Glauben sehr bei den Friedensdemos & Ostermärschen, wählten die Grünen und zählten uns zu den sog. "Links-Evangelikalen", die in den USA z.B. mit Jim Wallis & "Sojourners" ihre Stimme hatten. Gerade im freikirchlichen Bereich hieß es in heißen Auseinandersetzungen oft: Lauft nicht mit den Kommunisten! Konzentriert Euch lieber darauf, zu missionieren! Erkennt, dass es nicht unsere Aufgabe ist, den Glauben mit Politik zu vermischen! Gottes Endzeitplan steht und da können wir nichts tun!

In meinen pfarramtlichen Jahren, in Gemeinde und Kirchenkreis,  gehörte dann die politische und gesellschaftliche Verantwortung immer mit dazu - zeitweise in den 90ern in meiner  Synodal-Begleitung der Zivildienstleistenden im Kirchenkreis, mit Friedensgebeten, dem Angebot von Kirchenasyl und der Einrichtung einer gemeindlichen "Kindertafel" im sozial schwachen Umfeld, in politischen Diskussionen, auf Kirchentagen,im Kontakt mit der jüdischen Gemeinde und der islamischen, in der Beteiligung an Initiativen gegen Rechts etc.

Ich schreibe das hier nur nochmal, weil Du mir ja eine kleine Brücke gebaut hast mit Deinem Posting und vielleicht durchschimmmert, dass manche "Belehrung" (die in vorherigen Postings unangemessen mal in meine Richtung gepostet wurde) doch recht forsch-daneben ging 😉

L'Chaim

awhler antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 3866
Veröffentlicht von: @stern

@awhler 

Ich selbst habe z.B. immer wieder erlebt, dass Friedensarbeit von frommer Seite abgetan wird mit der Haltung: "Jesus selbst hat ja gesagt, dass es immer Kriege geben wird. Und dass die Welt ihrem Ende entgegengeht!

Ich denke, was andere Menschen wie machen, ist egal. Laufe in den guten Werken, die Gott für dich bereitet hat. 

Ja, natürlich. 
Aber manchmal reicht das nicht. Manchmal wird man an dem gemessen, was andere 'verbockt' haben. 
Und dann muss man das wieder irgendwie 'geradebiegen' oder 'relativieren'.
('Nee, die Frommen sind nicht alle so ...' Sind sie auch nicht, aber ein ruinierter Ruf braucht manchmal viel Arbeit, bis er wieder repariert ist.)

chai antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 9 Monaten

Beiträge : 1977

@chai 

Ja, natürlich. 
Aber manchmal reicht das nicht. Manchmal wird man an dem gemessen, was andere 'verbockt' haben. 

Man muss sich dessen bewusst sein, ja, dann trifft es einen nicht persönlich.

stern antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 3866
Veröffentlicht von: @stern

@chai 

Ja, natürlich. 
Aber manchmal reicht das nicht. Manchmal wird man an dem gemessen, was andere 'verbockt' haben. 

Man muss sich dessen bewusst sein, ja, dann trifft es einen nicht persönlich.

Nun ja. 

Nehmen wir mal an, Du bist in einer Gemeinde, die etwas frommer ist als die Landeskirche. 
Und Du erzählst der nicht-so-frommen Verwandtschaft gern, dass die doch alle ganz 'normal' sind. 
Und dann hast Du ein Fest und die Sippe geht mit in die Gemeinde - und an diesem Tag bestätigt sich jedes Vorurteil gegen diese 'Sekte'. 
Nein, es betrifft Dich nicht persönlich. Aber es ist ... schwierig. 

chai antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 9 Monaten

Beiträge : 1977

@chai 

Aber es ist ... schwierig.

Oder sogar unmöglich…🙂

Vielleicht ist das der Grund, wieso ich Gemeinden nicht wirklich etwas abgewinnen kann….sie haben alle ihr eigenes Dogma 😬 und meist ist das eine gegen das andere. Hier auf dem Land ist es auch noch ein Thema, ob man katholisch oder evangelisch ist  als in einer grösseren Stadt, . Wobei wahrscheinlich auch da die Freikirchler wenig mit den Landeskirchen anfangen können und umgekehrt.

Ich weiss, dass es nicht so gedacht ist und es kommt mir wie eine Rudelbildung vor. Das ist jetzt etwas überspitzt und zum Glück finde ich unsere evangelische Landeskirche im Ort offen genug, damit ich da auch sein kann, ohne mich unwohl zu fühlen. 

stern antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 3866
Veröffentlicht von: @stern

Oder sogar unmöglich…🙂

Hier auf dem Land ...

Es sind halt auch gewachsene Strukturen, oftmals über Generationen und in Familienverbänden. 
Und ob man will oder nicht, es ist auch ein gewisses Konkurrenzdenken dabei. 
Wobei die Grenzen zwischen den Gemeinden zwischenzeitlich etwas 'verschwimmen'; es gibt doch etliche junge Leute, die das nicht mehr so eng sehen. Die gehen in den Gottesdienst bei der ABC-Gemeinde und sitzen mit Christen aus einer anderen Gemeinde im Hauskreis. Oder Zugezogene, die sich erst mehrere Gemeinden angucken und dann da bleiben, wo es ihnen am besten 'passt'. 
So weicht das ein bissel auf. 

chai antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 9 Monaten

Beiträge : 1977

@chai 

Es sind halt auch gewachsene Strukturen, oftmals über Generationen und in Familienverbänden. 

ja, das beschreibt es eigentlich am besten

es gibt doch etliche junge Leute, die das nicht mehr so eng sehen. Die gehen in den Gottesdienst bei der ABC-Gemeinde und sitzen mit Christen aus einer anderen Gemeinde im Hauskreis.

Ich bin zwar nicht mehr so ganz jung, aber so sehe und handhabe  ich das auch.

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28040

@chai 

Wenn dich einer nicht aus seiner Schublade lassen will, dann kannst du dich daran aufarbeiten. Es wird alles durch das Labyrinth dieser Gedankenfestung gedreht, bis es in die Schublade passt. 

Von daher gefällt mir die Aussage von Stern sehr:  

Laufe in den guten Werken, die Gott für dich bereitet hat. 

Das mache ich, auch wenn Menschen mich immer wieder auf ihren Weg zerren wollten, der nicht für mich passte. Es machte sie wütend, wenn sie keinen Erfolg hatten...  'Schulter zuck, weiter geh, meinen Stand behalte' 

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
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Beiträge : 3866

@deborah71 Das hat doch nichts mit Schubladen zu tun.

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28040

@chai 

Ich habe einen Mechanismus beschrieben, wie eine Schublade funktioniert. 

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 3866

@deborah71 Ich weiß schon so ungefähr, wie Schubladen funktionieren. 
Aber manchmal helfen sie ja auch beim (gedanklichen) Vorsortieren. 

Beispiel: Ich sehe eine Frau mit Faltenrock und Dutt - ich geh davon aus, dass sie nicht zu den Jesus-Freaks gehört. 
Kann natürlich  sein, dass ich mich irre - aber wenn, ist es dann schlimm?

Wobei ich jetzt auch insgesamt nicht weiß, wieso hier so empfindlich reagiert wird. 

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28040

@chai 

Du beschreibst die Kleidung einer bestimmten Denomination als Erkennungszeichen. Das ist noch keine Schublade. Die kommt erst danach im Gedanken 'die sind so und so'.

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 3866

@deborah71 Ich kenne die Denkweise, die mit einer solchen Kleidung einhergeht. 
(Nicht immer, aber man entwickelt schon einen Blick dafür)

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28040

@chai 

Es ist nicht einfach, wiederholtes Erleben dann von einer neu ins Blickfeld kommenden Person zu trennen und sie nicht gleich in das (Vor)urteil zu stecken. 

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 3866
Veröffentlicht von: @deborah71

@chai 

Es ist nicht einfach, wiederholtes Erleben dann von einer neu ins Blickfeld kommenden Person zu trennen und sie nicht gleich in das (Vor)urteil zu stecken. 

Nun ja - man sammelt im Lauf der Jahre auch so seine Erfahrungen ...

chai antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
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Beiträge : 1341

@chai 

Fakt ist, dass in bestimmten Gemeinschaften und Gemeinden die "züchtige Kleidung" und das "züchtige Äußere" (Röcke, Haare, Schuhwerk etc.) ein gewünschtes und gewolltes Erscheinen in/gegenüber der "Welt" ist. Man darf und soll das durchaus (so das Selbstbewusstsein und Glaubensbekenntnis der Gemeinschaften) wahrnehmen und identifizieren. Damit tut man dem Kollektiv kein Unrecht, sondern nimmt sie für das, was sie sein und zeigen wollen.

Einzelbefindlichkeiten der Gruppenmitglieder (evtl. Widerstände, heimliche Fluchten, Gehorsam, Überzeugung) bleiben dem Betrachter natürlich verborgen - aber in persönlichen Bekanntschaften und in Gesprächen darüber gibt es natürlich die Individuen - als Verfechter der Ordnung ebenso wie verdruckste, unglückliche, zerrissene und hadernde Zweifler).

(Auch hier wieder: Ich spreche aus vielfältigen Erfahrungen, Berührungen und seelsorglichen Begegnungen ...)

L'Chaim

awhler antworten
Chai
 Chai
(@chai)
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Beiträge : 3866
Veröffentlicht von: @awhler

@chai 

Fakt ist, dass in bestimmten Gemeinschaften und Gemeinden die "züchtige Kleidung" und das "züchtige Äußere" (Röcke, Haare, Schuhwerk etc.) ein gewünschtes und gewolltes Erscheinen in/gegenüber der "Welt" ist. Man darf und soll das durchaus (so das Selbstbewusstsein und Glaubensbekenntnis der Gemeinschaften) wahrnehmen und identifizieren. Damit tut man dem Kollektiv kein Unrecht, sondern nimmt sie für das, was sie sein und zeigen wollen.

Einzelbefindlichkeiten der Gruppenmitglieder (evtl. Widerstände, heimliche Fluchten, Gehorsam, Überzeugung) bleiben dem Betrachter natürlich verborgen - aber in persönlichen Bekanntschaften und in Gesprächen darüber gibt es natürlich die Individuen - als Verfechter der Ordnung ebenso wie verdruckste, unglückliche, zerrissene und hadernde Zweifler).

(Auch hier wieder: Ich spreche aus vielfältigen Erfahrungen, Berührungen und seelsorglichen Begegnungen ...)

L'Chaim

Ja, genau so. 

Eine (für mich) lustige Anekdote - am Wochenende, als wir einkaufen waren, ist uns auch eine 'etwas speziell' gekleidete Frau aufgefallen. Und das fiel sogar meinem Mann, der nicht ganz so einen Blick dafür hat auf und er fragte mich, zu welcher Gruppe diese Frau wohl gehört ... 

Wobei ich so grundsätzlich schon davon ausgehe, dass diese 'etwas spezielle' Kleidung auch etwas aussagen soll. In einer (mehr oder weniger) 'normalen' Gemeinde sehen die Leute zwischenzeitlich auch mehr oder weniger 'normal' aus. (Mit 'normal' meine ich die ganz allgemeine Vielfalt bei Anziehsachen, wie man ihr auch auf der Straße begegnet. Nur damit ich da nicht allzu falsch verstanden werde)

chai antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

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@chai Ich habe auch nen Dutt meistens. Weil es praktisch ist.

Diese Frisur wurde früher "Pietistenzwiebel" genannt.

Was nun? ☹️

lg Tatokala

tatokala antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 3866
Veröffentlicht von: @tatokala

@chai Ich habe auch nen Dutt meistens. Weil es praktisch ist.

Diese Frisur wurde früher "Pietistenzwiebel" genannt.

Was nun? ☹️

lg Tatokala

Ich kenn's unter 'Halleluja-Zwiebel'. 
Meine Töchter tragen auch Dutt, aber der hat keine Ähnlichkeiten mit den 'Knoten' der damaligen frommen Frauen. 

chai antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4261

@deborah71 ...was man dann im weiteren Kennenlernen nachprüfen kann, ob "die" wirklich "so und so" sind.

tatokala antworten
Deborah71
(@deborah71)
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Beiträge : 28040

@tatokala 

Zum Beitrag

...was man dann im weiteren Kennenlernen nachprüfen kann, ob "die" wirklich "so und so" sind.

.....ob diese Person auch so ist oder nicht gegen den Gruppendruck ankommt. 

deborah71 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4261

@deborah71 

Gruppendruck 

Wenn du den an dieser Stelle implizierst (ohne näheres zu wissen), bist du selbst schon fleissig im Schubladendenken drin. 😀 

lg Tatokala

tatokala antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28040

@tatokala 

Zum Beitrag

Wir haben hier so eine exklusive Gemeinde. Eine Frau wandte sich auf mein Gespräch mit ihr wieder Jesus zu....sie war recht locker. Dann kam die Mutter zu Besuch und wollte die nicht zugehörige  Frau kennenlernen, die ihre Tochter zurückgeführt hat zu Jesus. Als sie meinen schwarzen Hosenrock als solchen identifizierte, rannte sie weg wie von einem Teufel gejagt. 

Also unbekannt ist mir diese Gruppierung nicht, war auch öfter auf ihren Evangelisationen. Ich vermute also nicht. 

 

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18709

@tatokala 

Und was fällt dir so ein zum Thema, " ob "die" wirklich "so und so" sind."?

Ist das jetzt auch ne Schublade? In welche Richtung? Oder doch Gruppenzwang? 😉

neubaugoere antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4261

@neubaugoere Das ist erstmal eine lockere Vorsortierung. 

Eine Schublade muss nicht zwangsläufig ein fest geschlossener Kasten sein.

Es gibt auch welche, die durchlässig sind. Z.B. Drahtkörbe, Schubladen aus Stoff... 

Da kann durchaus Luft und Licht heran. 

 

tatokala antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18709

@tatokala 

Ja, ich denke, ich weiß, was du meinst. Ich tät's anders beschreiben: die Leute nicht einzusperren in diese Schubladen, sondern bereit zu sein, auch umzusortieren. 😉 (die Leute rauszulassen)

neubaugoere antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 3866

@neubaugoere Ähm - es kann durchaus auch sein, dass die 'Schublade' für bestimmte Gruppen eine 'Heimat' ist und sie von da aus auf 'die da draußen' gucken.

chai antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18709

@chai 

*hm* dabei geht es doch aber um MICH ... nicht um die anderen ...

neubaugoere antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 3866

@neubaugoere Es geht um ein soziales Gefüge.

chai antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4261

@neubaugoere Kommt darauf an. Manche sind gerne Herdentiere, manche nicht.

tatokala antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18709

@tatokala @Chai

Reden wir hier grad immer noch über Schubladen?

neubaugoere antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 3866

@neubaugoere Die Reihenfolge der Beiträge legt diesen Schluss nahe ...

chai antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18709

@chai 

Dann verstehe ich nicht, wie es um "soziales Gefüge" gehen kann, wenn die Schubladen in meinem Kopf sind. Und wie eine Schublade in meinem Kopf für "bestimmte Gruppen eine Heimat" sein soll. - Vielleicht magst du das erklären? Ich versteh's nicht.

neubaugoere antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 3866
Veröffentlicht von: @neubaugoere

@chai 

Dann verstehe ich nicht, wie es um "soziales Gefüge" gehen kann, wenn die Schubladen in meinem Kopf sind. Und wie eine Schublade in meinem Kopf für "bestimmte Gruppen eine Heimat" sein soll. - Vielleicht magst du das erklären? Ich versteh's nicht.

Ach Du liebe Zeit. 

Es gibt nicht nur die Schubladen im Kopf. 
@AWHler schrieb weiter vorne, dass manche Gruppen Kleidung durchaus zur Abgrenzung (in diesem Fall zur 'Welt') nutzen. 
Daraus hat sich die Aussage entwickelt, dass manche Schubladen-Einsortierung auch durchaus beabsichtigt sein kann. 

Irgendwie so - ich hab den Gesprächsverlauf nicht komplett im Kopf und keine Zeit zum Nachlesen und Sortieren. 

Und wie immer - wir alle haben unterschiedliche Geschichten und Umfelder. 

chai antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18709

@chai 

Ah, verstehe. Ja, ob sich das nun Schubladen nennen sollte ... hm ... weiß nicht. Da spielen ja auch wieder so viele Dinge rein ...

Danke für die Nachhilfe. 😉

neubaugoere antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1341

@neubaugoere 

ok ok ... Jetzt ziehen wir mal alle die Schubladen raus, stellen uns in einen Kreis und bei "3" drehen wir sie alle um und werfen alles, was drin ist, gemeinsam auf einen Haufen ... also: 1 ... 2 ... 3 --- und alles auf den Boden ---- "ZACK" ... Geht doch! 🙂

Ich lenk mal zurück zum Thema:  "Gottes Geist" als "Schlüssel" und "Brücke", der mir Vieles in der Welt "aufschließt" im Erkennen und Verstehen SEINES Wirkens.

Dazu ein weiterer Impuls: Der Pfarrer Christoph Blumhardt (1842 - 1919) - schäbischer Pfarrer, Pietist und in Bad Boll bekanntermaßen "geistvoll" wirkend - tat damals etwas, was in kirchlichen Kreisen und unter Christen ein Unding und ein Skandal war: Er trat 1899 in die SPD ein ... Warum? Ihn berührte als Christ in der Nachfolge Jesu und im Blick auf das "Reich Gottes" die soziale Frage und die damals aufkommende Arbeiterbewegung. Die war nicht kirchlich, sondern wurde abseits der Kirche identifiziert mit "gottlosen"  Sozialisten und Kommunisten ---- Aber Blumhardt hatte eine Erkenntnis, die ihn bewegte, nämlich: "Da, wo die Kirche in der sozialen Frage (Armut und Ausbeutung) versagt, hat Gott die Freiheit eine vermeintlich gott-lose Bewegung auszuwählen und für seine Ziele der Gerechtigkeit auf Erden zu gebrauchen!" Er sah den Geist Gottes (gemäß Mt 24 "Was Ihr diesen meinen Gerinsten getan hat, das habt ihr mir getan!") bei denen kräftig am Werk, wo die Kirche versagt und ihren Auftrag versäumt. Blumhardt verlor darüber das Pfarramt, wirkte neben seinem politischen Mandat auch weiter als Evangelist und Seesorger.

Die Geschichte finde ich wunderbar, weil Weltverantwortung, tiefe Frömmigkeit und das Bewegtsein durch den Heiligen Geist in ihr zusammenkommen - und weil sie mir eben zeigt, dass Gottes Geist (so mein Glaube, den ich für sehr biblisch halte) oft weit außerhalb und jenseits unserer Vorstellungen und Grenzziehungen am Werk ist.

L'Chaim

awhler antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4261

@awhler Interessante Geschichte, danke.

tatokala antworten


Samira-Jessica
Beiträge : 298

Ich bringe den Heiligen Geist mit (Schutz-)Engel in Verbindung, wie ich sie bereits erlebt habe ... Ist das richtig? Oder ist das was komplett anderes?

samira-jessica antworten
6 Antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1341

@samira-jessica 

Interessanter Gedanke ..., weil Du den "Geist"  irgendwie  mit Engeln als "Himmlische Geister" (die konkret, aber unsichtbar, um uns rum sind) assoziierst?

Geist Gottes ist grundsätzlich die Präsenz, das Wirken und die Kraft Gottes in dieser Welt, in und unter uns. Trinitarisch gedacht: Gott darf erfahren werden als "Vater, Sohn und Heiliger Geist" - als HERR, Abba, Schöpfer/Urgrund des Seins - in Jesus, dem Christus - und als unsichtbare "Energie" und Wirk-lichkeit Gottes inmitten unserer irdischen "Wirklichkeit".

Wenn Engel die Erfahrung wiederspiegeln, dass Gott uns im Leben nahe ist und nahe kommt (auf vielfältige Weise), dann sind wir durchaus "geist-voll" berührt, so würde ich eine Brücke schlagen zu Deinem Gedanken.

L'Chaim

awhler antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28040

@samira-jessica 

Ein Engel ist ein von Gott geschaffenes Geistwesen. Der Heilige Geist ist Teil und Person der Dreieinigkeit, ungeschaffen wie Gott. 

deborah71 antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 298

Hm ok... Also sind es Engel, die mir immer wieder geschickt werden?

samira-jessica antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18709

@samira-jessica 

Das kann niemand so genau sagen. - Vielleicht entwickelst du auch gerade ein anderes Gespür für Menschen?

Ich find's wichtig, dass du beides auseinanderhältst, den Heiligen Geist (Teil der Dreieinigkeit, war also schon immer) und Mittler (manch einer sagt gern Dolmetscher) zwischen Gott und uns und durch den Gott inmitten seiner Schöpfung weilt - und eben Engel, die - wie deborah erläuterte - von Gott geschaffene (Geist-)Wesen sind, die ihm dienen.

neubaugoere antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1418

@samira-jessica 

Es kann durchaus sein, dass Gott dir zu deinem Schutz Engel zur Seite stellt. 
Manchmal bewegt sein Geist aber auch andere Menschen, die dir dann zur Seite stehen.

Wichtiger finde ich statt der Frage, ob dir nun Engel geschickt wurden, oder Gott in deine Not einen guten Gedanken voll Liebe gesprochen hat, damit du Hoffnung findest und das Leben wählst, den Gedanken, dass du Gott sooo wichtig bist, dass Er dir Hilfe geschickt hat in deiner Not.

Und wenn du ihm dann einmal die Gelegenheit gegeben hast, in dein Leben, in dein Herz zu kommen, wird Er dich nie nich aufgeben oder fallen lassen.

Seine Liebe ist wie die der besten Eltern der Welt und noch besser. Und wenn du, wie inzwischen leider immer mehr Kinder, nicht so viel Liebe von deinen Eltern erfahren hast oder gar Gewalt/Missbrauch erlitten hast, liegst du dem Vater besonders am Herzen, weil es sein Vaterherz tief betrübt, wenn hilflose und schutzbedürftige dieses Fundament eines liebevollen Elternhauses nicht bekommen. 

Er wünscht sich, deine Wunden versorgen zu dürfen, damit du heilen kannst und so in die Freiheit findest und Leben in Fülle hast. 

 

ga2 antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 298

@ga2 Es waren Engel in Menschengestalt, die mir in  dunkelsten Zeiten die nötige Kraft schenkten um weiterzumachen und nicht aufzugeben.

samira-jessica antworten
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