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Gottes Spielplatz – und die richtigen Fragen


ThomasAngenendt
Themenstarter
Beiträge : 7

Hallo liebes Forum,

ich habe einen theologischen Text geschrieben, von dem ich nicht so richtig weiß, was ich damit machen soll. 
Was haltet Ihr davon und was sind eure Meinungen dazu?

Ab hier der Text:

Gottes Spielplatz – und die richtigen Fragen

Fragen sind Wegweiser auf dem Pfad des Glaubens.

Fragen wie z. B.: „Gibt es einen Gott? Wie können wir Ihn heutzutage finden und was hat er für mich getan?“. „Wer war Jesus und wofür stand er ein?“

Wenn man diese Fragen niemals stellt, bekommt man darauf vielleicht auch keine Antworten. Aber für jeden von uns ist es sehr wichtig, genau diese Fragen zu stellen und sie zu klären. Denn wenn wir auf diese Fragen wahrhaftige Antworten finden, helfen sie uns dabei, auf den guten Pfad zurückzukommen, wenn wir von ihm abgewichen sind.

In der Bibel heißt es: „Wir haben erkannt, dass Gott uns liebt, und wir vertrauen fest auf diese Liebe. Gott ist Liebe, und wer in dieser Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“ [1.Johannes 4,16; HFA].

Doch wer fragt heute noch nach Gott und seiner Liebe? Wenn man gesund ist, alles Notwendige zum Leben hat und sich mit seinem Besitz von der breiten Masse abhebt, dann ist doch alles Prima. Ist das nicht ein ausreichender Beweis für Gottes Liebe?

Aber was würde das über Gottes Liebe aussagen? Liebt Gott die Menschen, die alles Notwendige haben, mehr als solche, die es nicht besitzen? Warum ist der eine mit Krankheit geschlagen, der andere aber nicht? Warum wohnt jemand in einer 35 m² Wohnung und ein anderer in einer Villa? Warum können manche Menschen drei Mal im Jahr in den Urlaub fahren und andere können sich das schon seit Jahrzehnten nicht mehr leisten?

Diese Ungerechtigkeit legt eine allzu menschliche Frage nahe: „Warum ist Gott ungerecht?“.
Darauf mag ich gern eine Gegenfrage stellen – nämlich: „Ist Gott wirklich ungerecht?“

Stellen wir uns dazu einmal einen Spielplatz vor. Auf diesem können wir unserer Fantasie freien Lauf lassen. Es macht keinen Unterschied, ob ich mir das vorhandene Klettergerüst als Piratenschiff oder als Unterseebot vorstelle. Wenn ich will das es so ist, dann wird es auch so sein.

Doch man spielt nicht allein auf diesem Spielplatz. Es gibt viele Kinder, die dort Ihre Fantasie ausleben möchten. Da kann es vorkommen, dass der eine etwas mag, was dem anderen nicht gefällt – und umgekehrt. Und dann haben wir ein Dilemma. Denn wie kann man das Zusammenspielen für alle fair gestalten?

Bei einem Spielplatz ist es so, dass die Grundregeln auf einem Verbotsschild stehen, welches in der Nähe zu finden ist. Du sollst nicht Rauchen, du sollst deinen Müll entsorgen, du sollst dort keinen Alkohol trinken. Und so weiter. Aber Kinder verstehen dieses Schild noch nicht. Dafür braucht es Eltern. Die Eltern sorgen dafür, dass die Regeln des Schildes eingehalten werden. Darüber hinaus erklären die Eltern den Kindern alles, was für ein friedliches Zusammenspielen notwendig ist. Es wird beigebracht, dass man kein Spielzeug wegnehmen darf. Aber auch, dass das Teilen von Spielzeug wichtig ist. Es gibt Eltern die einen Imbiss vorbereiten und fremde Kinder dazu einladen. Solche Geschehnisse sind alltäglich und auf den Spielplätzen in der ganzen Welt zu finden.

Genauso ist es auch in unserer Gemeinschaft.

Der Spielplatz steht dabei repräsentativ für die Erde, auf der wir uns alle bewegen. Auf dieser würden wir gerne all unsere Fantasien in die Wirklichkeit umsetzen, doch wir teilen uns die Umgebung mit allen anderen. Das Dilemma, das dabei entsteht, ist dasselbe, wie auf dem zuvor beschriebenen Spielplatz. Meinungsverschiedenheiten machen das zusammenspielen schwierig. Ohne grundlegende Spielregeln, an die sich jeder hält, gibt es Unfrieden und bisweilen chaotische Zustände.

Jeder kennt das. Deshalb hat Gott uns, mit der Bibel, sein Wort geschenkt. Und eben dieses Wort steht stellvertretend für das Verbotsschild auf dem Spielplatz. Dort ist alles Grundsätzliche niedergeschrieben, was für jeden auf der Erde gilt. Direkt danach kommen die Eltern, welche sinnbildlich für unsere Geistlichen stehen. Sie betrachten die Welt aus der Sicht Gottes. Sie kennen den Inhalt des Verbotsschildes und erklären alles so, dass ein friedliches zusammenspielen möglich wird. Sie versorgen uns mit geistiger Speise und lassen dabei keinen aus. Egal ob es um das eigene Kind geht, oder ein fremdes.

Streitigkeiten kann es im Großen wie im Kleinen geben. Ob zwischen Kindern auf dem Spielplatz, oder unter uns auf dieser Erde, das beschriebene Gleichnis macht es deutlich. Ohne das Verbotsschild und die Eltern geht es nicht gut. Beide zusammen, Verbotsschild wie Eltern, zeugen von Reife, Weitblick und Güte, um das wilde Treiben auf dem Spielplatz in die richtigen Bahnen zu lenken. Um also die Meinungsverschiedenheiten in dieser Welt einander anzunähern und die Streitigkeiten zu beruhigen, braucht es Geistliche, die uns das Wort Gottes näherbringen. Aber auch Kinder, die lernbereit und wissbegierig sind.

Lasst uns also Kinder Gottes werden, die die richtigen Fragen stellen, die seine Gebote befolgen und unsere Welt zu einem besseren Ort machen.

Um Gott gerecht zu werden, sollten wir also die folgenden Spielplatzregeln wieder in unsere Herzen schreiben bzw. sie schreiben lassen.

  1. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
  2. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.
  3. Du sollst den Feiertag heiligen.
  4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
  5. Du sollst nicht töten.
  6. Du sollst nicht ehebrechen.
  7. Du sollst nicht stehlen.
  8. Du sollst nicht falsch Zeugnis gegen deinen Nächsten reden.
  9. Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten.
  10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

Und darüber hinaus sollten wir beachten, was Jesus uns gelehrt hat.

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand. Das ist das erste und wichtigste Gebot. Ebenso wichtig ist aber ein zweites: ›Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.‹ Alle anderen Gebote und alle Forderungen der Propheten sind in diesen beiden Geboten enthalten.

Kommen wir diesen Spielplatzregeln nach, rücken wir einen umfassenden Frieden in nur allzu greifbare Nähe. Wir sollten uns als Erstes selbst überprüfen und uns folgendes fragen: „Entspricht meine Fantasie den eben aufgeführten Geboten?“. Falls dies nicht der Fall ist, sollten wir dieser Fantasie nicht nachgeben und wer von dem rechten Pfad abweicht, sollte für Zurechtweisungen ein offenes Ohr haben.

Aktuell erscheint es so, dass wir in einer Zeit leben, in der Gott uns weitestgehend gewähren lässt. Wir können jede Fantasie in die Tat umsetzen. Die Spielplatzregeln haben wir vergessen und auf unsere Eltern hören wir auch nicht mehr. Deshalb gibt es Unfrieden und Streit zwischen uns. Lasst uns also neu besinnen, der Wahrheit folgen und Gott alle Ehre geben. So kann das Himmelreich schon zur Lebzeit unter uns real werden.

In Jesu Namen bete ich dafür, Amen.

Antwort
4 Antworten
Jack-Black
Beiträge : 5726

Es gibt keine falschen Fragen. Wenn Du also hier Fragen als "richtig" charakterisierst, solltest Du womöglich erstmal definieren, was genau Du mit richtig meinst. Richtig hinsichtlich welchen Zwecks? Richtig im logischen Sinne? Richtig einem bestimmten dogmatischen Verständnis gemäß?

jack-black antworten


BePe0905
Beiträge : 431

@thomasangenendt
Lieber Thomas, 
ja, es ist ein Text, über den nachzudenken lohnt. 

Da ist erstens der Aufmacher "die richtigen Fragen" und dann später dein Gleichnis "die Welt als Spielplatz". 
Und da fehlt etwas der Zusammenhang - ich sehe hier eigentlich 2 Predigten, die aber nur in Randbereichen miteinander zu tun haben und in deinem Artikel quasi "zwangsweise" zusammengeführt werden. 

Der erste Teil geht bis zu den folgenden Sätzen: 

Diese Ungerechtigkeit legt eine allzu menschliche Frage nahe: „Warum ist Gott ungerecht?“.
Darauf mag ich gern eine Gegenfrage stellen – nämlich: „Ist Gott wirklich ungerecht?“

aber der zweite Teil (Spielplatz) hat für mich zu wenig mit dem Einführungsteil zu tun und steht eher eigenständig im Raum - ohne zwingenden Zusammenhalt mit Teil1. Man könnte ihn auch überschreiben mit "Spielplatzregeln und Gebote" oder ähnlich. 
Aber auf die Frage "Ist Gott wirklich ungerecht" finde ich dadurch keine Antwort. 

Wie bereits geschrieben: durchaus ein Test zum Nachdenken. 
Nur - auf die Ausgangsfragen gibt es keine befriedigende Antwort und die Verknüpfung zu Teil 2 ist leider nicht zwingend. 
Und Teil 2 ist schon eher eine eigenständige Predigt über den Sinn christlicher Gebote und deren Beachtung in unserer Zeit. 

 

 

 

bepe0905 antworten
Stern
 Stern
Beiträge : 1793

@thomasangenendt 

Fragen wie z. B.: „Gibt es einen Gott? Wie können wir Ihn heutzutage finden und was hat er für mich getan?“. „Wer war Jesus und wofür stand er ein?“

Solche Fragen kannst du erst stellen, wenn Gott dich bereits Richtung Jesus gezogen hat, vor allem die in Bezug auf ihn. Deswegen kann man es auch niemandem übelnehmen, der diese Fragen nicht stellt.

“Es kommt keiner zu mir, es sei denn, Gott zieht ihn.“

Ansonsten gefällt mir dein Text, ich finde das ist eine gelungene Metapher und ich schließe mich deinem Gebet an. Denn es wäre schön, wenn sich das so nett entwickeln würde.

PS. Die soziale Ungerechtigkeit ist für mich kein Indikator für Gottes Gerechtigkeit. Höchstens einer dafür, wie nahe wir ihr gekommen sind.

stern antworten
1 Antwort
ThomasAngenendt
(@thomasangenendt)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 7

@stern Das hast du schön erkannt. Für mich steckt die Antwort, auf die Frage nach der Ungerechtigkeit, auch im Gleichnis. 
Nicht Gott ist ungerecht, sondern wir, die wir nicht richtig "zusammenspielen".

thomasangenendt antworten


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